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Uou den Bergarbeiterlöbnen.
Bt$nwr* 25 Pfg. monatlich
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1. Blatt
Samstag, den 13. Dezember 1913
Telephon dir. 362.
25. Jahrg
! Der Deutsche Reichsanzeiger hat in Nr. 291 vom 10. Dezember die in den Hauptbergbaubezirken Preu- "nü l,i«vtt^ßtNH im 3. Vierteljahr 1913 verdienten Bergarbeiter- 6»N: Carl l^ne veröffentlicht. Nach den amtlichen Feststellungen nm Kirdjtnp1:- würben in den wichtigsten Steinkohlenrevieren folgende Löhne gezahlt: a) Ruhrrevier. 5,42 Mk. je Schicht UirtorflLh' ^ Gesamtbelegschaft (gegen 5,37 Mk. und 5,28 Mk.
' in beii beiden vorhergehenden Quartalen), 6,56 Mark je Schicht her unterirdisch beschäftigten eigentlichen Berg- «btijer, der Hauer, (6,50 Mk. bezw. 6,35 Mk.); b) Saarbrücker Revier (Staalswerke). 4,44 Mk. rrr------------ ie Schicht der Gesamtbelegschaft (4,43 bezw. 4,46 WU.),
'kWLbÄMA Mk. für die Hauerschicht (5,16 bezw. 5,20 Mk.): ’ , ) vberschlesien. 3,68 Mk. je Schicht der Ge-
8flente «dcgfd^ft (3,56 bezw. 3,59), 4,94 Mk. für die ^^, (477 bezw. 4,75 Mk.). Der Schichtlohn Dogge. J .ines Arbeiters der Gesamtbelegschaft hat den im Hoch- och, 3jährig., kurzhaari, tonjuliftuTjat)r 1907 gezahlten Höchstlohn in allen Re- 1, kinder- u. geflügelfromi. nitren überschritten und zwar im Ruhrrevier (4,99 M. v n ^ 4' GlfartaI 1907) um 43 Pfg., im Saarbrücker Re- (4,07 Mk.) um 37 Pfg.
HfaiiMlMiiiinui— , Die im ob erschleichen Revier gezahlten Löhne fiüd 0 CX^L/^ âhne weiteres mit den in früheren Jahren gezahl- SC@i6 DdClv^ii Löhnen vergleichbar, da sie zufolge eines Erlasses e. Foriero Sie Wie Pfti ^ Handelsministers seit Anfang 1913
id, Saarbrnelier-A'nh' nodi neuen Grundsätzen aufgestellt werden. Das Ee- 1B Mitinkornmeu eines Arbeiters der Gesamtbelegschaft be- t^ sch im Berichtsquartal im Ruhrrevier auf 463 Mk.
422 Mk. im gleichen Quartal des Vorjahres), Saarbrücker Revier auf 355 Mk. (322 Mk.), im ist oötkschlesifchen Revier auf 303 Mk. Die Gesammtlohn- UNÄ 1 i lininrc betrüg im Ruhrrevier 175,78 Millionen Mark LfXnde ^&T^^ 152,24 Mill. Mk. im gleichen' Quartal des Vor- & JW VMv im Saarrevier 17,75 Mill. Mk. (15,98 Mill.),
chow-Krankenhause Aufnahme suchen, weil er an den schwarzen Pocken erkrankt ist. Die denkbar größten Vorsichtsmaßregeln sind getroffen worden, um die Krankheit auf die Person des Freiherrn zu beschränken. Die Familie befindet sich ebenfalls in dem genannten Krankenhause, doch ist bisher kein Mitglied erkrankt. Ob der Generalkonsul sich die Ansteckung in Aegypten ober unterwegs während der Schiffsreise zugezogen hat, ist noch nicht aufgeklärt.
* Simmern. Bei der Ersatzwahl zum Hause der Abgeordneten im Wahlkreise Koblenz 4 (Simmern) wurde der Gutsbesitzer Karl Andres-Kreuznach (Natl.) mit allen von den 260 abgegebenen Stimmen gewählt.
* Bremen, 12. Dez. Anstelle des verfassungsmäßig ausscheidenden Bürgermeisters Dr. Barkhausen wurde Senator Dr. Buff für die nächsten 4 Jahre zum Bürgermeister gewählt. Für das Jahr 1914 übernimmt Bürgermeister Stadtländer das Präsidium.
* Bom Kriegsgericht der 30. Division in Straßburg wurden am Donnerstag von den angeklagten Rekruten des Zaberner Regiments Nr. 99 der Rekrut Henk zu 6 Wochen Mittelarrest, die Rekruten Scheible und Belly zu je 3 Wochen Mittelarrest verurteilt.
Schweiz.
* Zuin Bundespräsidenten der Schweiz für 1914 ist der bisherige Vizepräsident des Bundes - rats, Oberst Arthur Hoffmann, gewählt worden.
Serbien.
* Ein serbischer Ukas ordnet die Demobilisierung der Morawa-Division und der Drina-Division an.
erlernend* sich im Ruhrrevier auf 85 (83 im gleichen QUar- tarf des Vorjahres), im Saarbrücker Revier auf 80 (77), Spielerinn oberschlesijschen Revier auf 82 (75). Die angegebe- L ^ninn Lohnzahlen stellen die reinen Nettolöhne dar, da SCO I MUmmlliche Arbeitskosten und die Beiträge für die ver- ***** I Ebenen VersicheruNgszweig- bereits in Abzug gebracht h . Mb.
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Politische Rundschau
Deutschland.
,0 Worte-System) • Der Reichstag hat sich bis nach Weihnach-
Selbstunterricht' L vertagt.
nrf0ig. ' Der sächsische Kriegsminister Generaloberst Frei-
u ii.)eirr von Hausen feierte gestern sein 50jähriges Mi- in Mappe n"' ^»«mstjubiläum.
ja gegen 50 ng. ' München, 10. Dez. Die R e g i e r u N g hat 0 Bücher *er it^ im Landtag eine Vorlage eingebracht, die 75 000 r pfalzburgeNIRiliMf für Zuschüsse an diejenigen Gemeinden fordert, Bdorf litt die Arbeitslosenversicherung einführen.
^ ' Gera, 10. Dez. Bei der heutigen Landtags-
Tospekte «ra»
in Reuß j. L. wurden 10 bürgerliche Abgeordnete '«in Sozialdemokrat gewählt. Stichwahlen finden zwischen den bürgerlichen Parteien und vier zwi- . ä^ß^JH baut den Bürgerlichen Und der sozialdemokratischen r™ • Die Botschafter der Mächte in Berlin ersuchten I 'M Staatssekretär des Aeußern von I a g o w, dem
sofort wem 6 D^pAm Wilhelm z u Wied milzuteilen, daß er e Stlol8ei^' Sg.'W allen Großmächten zum Fürsten von A l b a - ^nro^do^ i n bestimmt worden sei. Herr v. Iagow hat dies Minzen brieflich zur Kenntnis gebracht.
) 1 Berlin. Der siamesische Generalkonsul, Frei-
V VIN Merling, der mit seiner Familie aus hier eingetroffen war, mußte im Vir-
Türkei.
* Der Großwesir unterbreitete dem Sultan seine Demission. Der Sultan bat ihn durch seinen zweiten Kämmerer, sein Gesuch zurückzuziehen, doch beharrte der Großwesir bei seinem Entschlüsse. Ein unter dem Vorsitz des Scheich ül Islam tagender Ministerrat erörterte die Krise. Erwogen werden folgende Kombinationen: Kriegsminister Izzet als Großwesir, Marineminister Mahmud als Kriegsminister oder Präsident des Staatsrats und Platzkommandanh D e s ch e m a l als Marineminister, Generalstabschef Hadi Pascha, ein Gegner der deutschen Militärmission, soll zurück- treten.
* Nach einer Konstantinopeler Depesche des Pariser „Matin" ist es den Bemühungen der Tripel- e n t e n 1 e gelungen, von der Pforte „Kompensationen" für die Berufung der deutschen Militärmission nach Konstantinopel zu erhalten. Die türkische Regierung wird zur Verstärkung der englischen Marinemission weitere 28 englische Offiziere erbitten, und der Chef der englischen Mission wird zum offiziellen Rat der Admiralität ernannt werden, während ein französisch. General mit der vollkommenen Reorganisation der Gendarmerie beauftragt werden soll. Der General soll bei der Durchführung seiner Aufgabe von 42 französischen Offizieren unterstützt werden, die in nächster Zeit nach der Türkei abreisen werden. — Die Pforte hat den Mächten der Tripelentente die Versicherung abgegeben, daß eine Aenderung des Gleichgewichts am Goldenen Horn nicht eintreten wird.
Norwegen.
* Christiania. Bei den in voriger Woche in Kristiania, der Hauptstadt Norwegens vollzogenen Kommunalwahlen zeigte sich die Wirkung des vor zwei Jahren in Norwegen unter Mitwirkung aller Parteien, auch der Rechten, eingeführten allgemeinen kommunalen
Färberei gebt. Rëvcr
Stimmrechts für graue n, indem die Sozialdemokraten solchen Zuwachs erhielten, daß sie nunmehr mit Unterstützung der ihnen nahestehenden radikalen Linken die Herrschaft in den Kommunalangelegenheiten besitzen. Infolge^ des WahlaUsfalles besteht die Bürgervertretung der Stadtverordnetenversammlung aus 36 Sozialdemokraten und 8 Radikalen, denen 34 Konservative u*nb 5 Gemäßigte gegenüberstehen.
China.
* Die chinesische Provinz Jiangsu hat offiziell ihren Abfall von der chinesischen Republik proklamiert. An der Spitze der neuen revolutionären Bewegung, die außerordentlich gefährlich zu werden droht, steht Juan- schikais Todfeind Ehangsun.
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Amerika.
* Um die mexikanische Hafenstadt Tampico, der Rebellengeneral Villa angegriffen hat, wird hes- gefämpst. Der deutsche Hapagdampfer „Kronprinzes- Eecilie" hat die Flüchtlinge aus der Stadt an Bord
genommen.
Xus Stadt und Cand. è
* Der Großherzog hat den Amtsrichters dem Amtsgericht in Herbstein Richard Plitt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach mit Wirkung vom 16. Dez. 1913 ernannt.
* Aus Hessen. Dem Reallehrer Kayser und dem Lehrer Jung wurden vor einiger Zeit durch die Schulabteilung im hessischen Ministerium des Innern verboten, sich mit Vorträgen an der sozialdemokratischen Volksbildungsarbeit zu beteiligen. Der Bund hessischer Schulreformer faßte nun hiergegen eine Entschließung, in der das Verbot als ein nicht glücklicher Eingriff in das im Interesse einer gemeinsamen Volksbildung liegende Recht des Lehrers bezeichnet wird, Bildungsvorträge in Bildungsvereinen zu halten, einerlei von welcher Seite die Veranstaltung ausgeht. - Daß die hessische Regierung ihren Lehrern verbietet, sich an der Propaganda für sozialdemokratische Volksbildung zu beteiligen, ist so selbstverständlich, daß man den Mut der Schulreformer bewundern muß, die ein staatsbürgerliches Recht der Lehrer zu verteidigen vorgeben. Viel höher als dieses Recht muß den Lehrern ihre Pflicht stehen, ihre Tätigkeit nicht im Sinne einer revolutionären Staatsauf- faffung auszuüben.
n Gießen, 11. Dez. Der Kreisansschuß verhandelte gestern über die letzten Stadtverordnete n w a h l e n, zu denen mehrere Anträge auf U n - gültigkeitserklärung vorlagen, weil Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind. Durch Unaufmerksamkeit war in einem Fall ein Zettel doppelt abgegeben worden; in einem anderen Fall hatte der Schneider Los junior an Stelle des Vaters gewählt. Den Darlegung gen des Oberbürgermeisters folgend, erklärte der Kreis- aUsschuß die Wahlen des Ottskrankenkaffen-Geschäfts - führers Fourier, des Möbelhändlers Brück und des Reallehrers H a g g e n m ü l l e r, die die wenigsten Stimmen erhalten hatten, für ungültig. Der Stadt Gießen und den zwei Herren, die gegen die Wahlen Einspruch erhoben hatten, den Herren Joh. Georg Pfaff und dem Packer Peter Kumpf, wurden die Kosten auferlegt.
n Gießen. Geh. Hosrat Prof. Dr. Behag- h e l, der bekannte Dozent der Germanistik an der hiesigen Universität, feiert das 25jährige Jubiläum seiner -uvara usrhZ) nL mh^ wuviuaagnF ibq uv lpMfvT
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