Einzelbild herunterladen
 

Gießener Ieitnng

^'W, ^»««! MtVg^

MZti,M

t^^

Bt$ag$preU 25 pfg. monatlich

BiertrljLhrlich 76 Pfg., vorau-zahlbar, frei inS HauS. Abgeh alt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabeftellen vèerteljâhrlich 00 Pfg. Erscheint Mittwoch« und EamStagS. Redaktion * Leiter-.

Expedition: Zelter 5 weg 83

weg 83.

Aâr Aufbewahrung ober Rücksendung

nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Verlag der ., «testeaer Zeitung ' l«. m. b. H

ünzelgenprei; 15 Pfg.

bfe 44 mm breite Pcti 1 zeilc für AuSwürtS 20 Pfg Tie 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Sri rabeilagen werden nach Eew, 1 t und Eröh». berechne:. Rabatt kommt bei Neberlchrcilung desZahinngd- Sieleb :. Taget, bei gerichtlicher Beitreibung oder Konkurs in Wegkali. Plapvorichriflen ohne Verbindlich t?'.

Truck ber Glicncncr VerlagSdrnckerci. Albin Rtciu

Nr. 1)1

Telep Hon: Nr. 362.

Mittwoch, den 12, November 1913

Telephon dir. 86:

25. Iabro

M«

SS^ Dit klllerlrisinug König Ludwigs ITT

Jy-SK

Seid

m.z^.

120006

in bar ohne Abiuo

1- Hauptgew.

50000

2.ik3. Hauptgtw.

20000

Am letzten Samstag vollzog König Ludwig 3. im Thronsaale der Residenz Dtünchen die Eides- HiftUng. König Ludwig sprach zu den Anwesen­den folgende Worte:

Ich habe Sie hier als Zeugen einer bedeutungs - vollen Handlung versammelt. Eine mit der Zeit foN- schrmtende und ihren Anforderungen entsprechende Ent­nickelung unseres Versassungslebens ist allezeit Gegen­stand der ernsten Sorge der Herrscher Bayerns gewesen, ks nst daher zu beklagen, daß nicht der Entstehung eines Zustandes vorgebeugt worden ist, der als auf die Dauer 11 n L c r e4 n b a r mit dem monarchischen G e-

Oesterreich.

* W i e n. Som Kriegsgericht wurde der £bcr- leutnaM des bosnisch perzegowinischen Regiments Nr. 1 Iandritsch zum Tode verurteilt, weil er sich des Ver­brechens der Spionage in Kriegszeilen schul­dig gemacht halte.

sich aber nicht klar an

die Zukunft denkt.

wie sie sich die Sachlage für

Zweifellos werden die Krankenkassen

tanken und dem Staatswahl zu erachten ist. Nur

10s LeiöM F sie «Erkenntnis, daß die Sorge für das Wohl der Mo III

ATKVVl! aHP^HbM

{nthdilu^ reifen lassen, den Schritt zu tun, der in die-

und des Vaterlandes eine Beendigung dieses

dringend erheischt, hat in mir den schweren

900 Geldgew.

HAAl M feierlichen Akte seinen Abschluß findet. Es hat Mich BefriediglMg erfüllt, daß es dem einmütigen Zu- ii en meiner Legierung und des Landtags ge-

Vom Balkan.

* Belgrad, 10. Nov. DiePolitica" bringt die Sensations-Nachricht, beim Aufenthalt des Königs Ferdinand in Wien sei zwischen Bulgarien und Oesterreich-Ungarn angeblich eine geheime Militär-Kon­vention, die ihre Spitze gegen Serbien richte, abge - schlossen worden. König Ferdinand habe nach der Un- terscidmung einem Freunde gegenüber geäußert, setzt habe er wieder seine Seelenruhe erlangt. Das Blatt meldet weiter: Der Zweck, den der König mit der neuen Abmachung verfolge, sei, dem bulgarischen Volke die Hoffnung aul baldige Revanche zu erhalten und fr seinen bedrohten Thron zu retten. Schon für das nächste Frühjahr könne man neuen Verwickelungen entgegensetzen.

5000 Geldgew.

25001

M^I

Porto und Liste30Pfg.,: ziehen durch die Oenen^1

IMMM

Marktitraße 6 Telefon ..1

söffe aMetauhstt !< 1

Hier bei: Richar;

:ritz FUmm, Jacobs ; ^â.^' Faber.

Imiden ist. in verfassungsmäßiger Form bit Wiederherstellung des Zustandes zu ermöglichen, der Dein Gedanken der Erbmonarchie, dem Geiste der Bay- ttis^en Nersastüng und dem Empfinden des Volkes in gleise r Weise entspricht. Möge es mir beschieden sein, Sie »erfreuliche kulturelle und wirtschaftliche Entwickelung, die Bayern in den letzten Jahrzehnten genommen hat, in gemeinsamer Arbeit mit der Volksver­tretung sorlzusühren. Für all Mein Tun aber wird mb Wot.l Meines teuren Volkes die Richtlinie bilden. Jjdi ersuche nun den Herrn Staatsminister der Justiz, bcii in § 1 des 10. Titels der Verfassungsurkunde be- stmmnten E i d vorzusprechen.

in;

:b(5

Der Iustizminister verlas sodann die Eidesformel, lautete:

Ich schwöre, nach der Verfassung und den Gesetzen Reiches zu regieren. So wahr mir Gott Helse und heiliges Evangelium.

Nach dem Verlesen des Eides sprach der König

f.d.Wissenscb.r*

üPKphlcchtskraä

- Ml erhobener Hand:I ch schwöre." Im Anschluß l^ hielt Ministerpräsident von Hertling eine Quecks, otot-. Ansprache an den König,in dieser für Bayern so be- )bne Berutssi, ^' . u vv eilen Stunde die uNeici nnichtsv ollste H n l

küt, ^N' krosc^ h iiing des Gesamtministeriums und des Kollegiums

verseh). ^j^/ Staatsvale, sowie das Gelöbnis der unverbrüchlichen

^hemisches Heh. f treue i n entgegennehmen zu wollen." An dem-

^en, Fran Wi»,]Ü ^n Tage wurden auch die sämtlichen Truppen nriiieiistr. 45. Koiu ^ -^tzortes München auf den neuen König ver -

Amerika.

* Die mexikanische Regierung Huertas hat, wie angekündigl, beschlossen, die Forderung des Präsi­denten Wilson der Vereinigten Staaten abzuleh- n e n. Huertas Antwort bestreitet den Vereinigten Staa­ten jedes Recht, ihn zum Rücktritt vom Präsidentenpo­sten zn zwingen. Er versucht darzulegen, daß ein pro­visorischer Präsident kein Recht habe, die amerikanischen Forderungen zu erfüllen. In Mexiko macht nun Lind, der Vertreter Wilsons, einen letzten Versuch, Huerta zum Rücktritt zu bewegen. Falls dieser Schritt erfolglos bleibt, soll die Blockade der Küsten Merikos Und die Hoffnung der Grenze für Waffen und Munition zugun­sten der Konstitutionalisten erfolgen. Wilson will ihren Streit die Mexikaner selbst ausfechten lassen.

* Anördlich hat die Washingtoner Regierung Huerta eine F r i st von 72 Stunden gestellt. In New- ?)ork hält man die Nachricht für zuverlässig.

China.

* Präsident Vuanschikai hat die Telegra­phenämter in Peking der Zensur unterworfen, die auch die nach dem Aus lande gehenden Prehlelegramme zu y versuchen hat.

Die infolge der Aufhebung der Regentschaft an den bmbtag gelangende Forderung auf Erhöhung der JI v i l l i st e beträgt insgesamt 1 400 000 Mark. Die in * gaben für das königliche Haus erhöhen sich gegen

gr«-^

Jnit.cr von 5 402 000 auf 6 865 000 Mark.

Er-

Mhung erreicht nicht den vollen Betrag der verfassungs- nr^igen Apanagen, sondern nur etwa die Hälfte.

MeV

Politische Rundschau

Deutschland.

* Der König von Sachsen, der in der Yacht auf Samstag in König sw usterhau'sen Incescmmcn war, hat sich Samstag früh mittels kai- ftliichen Automobils nach dem Jagdschloß begeben, von Ko später zur Jagd. aufgebrochen wurde.

Herrle und Krankenkassen.

Der schon jahrelang währende Kamps zwischen den Aerzten und Krankenkassen hat jetzt zu einem heftigen Zusammenstoß geführt, der von weittragender Bedeut­ung ist und der, wenn wirklich der jetzige Ausnahme - zustand durch das Verhalten der beteiligten Kreise zur Regel werden sollte, notgedrungen zu einer Aenderung der Reichsversicherungsordnuna führen muß.

DieKriegserklärung", welche der am 25. v. Mts. in Berlin abgehaltene außerordentliche Aerz 1 etag den Krankenkassenverbänden hat zukommen lassen, hat bereits zu einer sehr energischen Gegenstellungnahme der Krankenkassen geführt. Auf dem Aerztetage wurde bekanntlich ein Antrag angenommen, der jeden einzel­nen Arzt und jede örtliche Aerztevertretung verpflichtet, keinen Vertrag mit Krankenkassen mehr einzu - gehen und die kassenärztliche Versorgung aller Versich­erten unbedingt abzulehnen. Die Gegenerklärung der Krankenkassen schiebt den Aerzten und ihren Standes - Organisationen allein die Schuld und Verantwortung an dem Ausbruch des neuen Kriegszustandes zu, spricht

versuchen, mit den einzelnen Aerzten oder deren ört lieben Vertretungen zu verhandeln, aber wieweit und I ob ihnen das überhaupt gelingen wird, hängt von den Aerzten ab, ob diese sich auf besondere Abmachungen einlassen oder an den von dem Aerztetage ausgestellten Richtlinien seftbalten werden. Aber sowohl im In- icrcijc der Kassen und ihrer Versicherten wie auch der Aerzte muh das als ein nächst unerfreulicher beklagenswerter Zu ft and bezeichnet werden, zumal die Gefahr besteht, daß die Versicherten in vie Ion Fällen die ä r z t l i ch e H i l f e entbehren müß­ten und dadurch einer der Hauptzwecke unserer Kran- 1 kenversicherung, ein geordnetes und wirksames Heilver­fahren jedem Angehörigen zuteil werden zu lassen, hin­fällig gemacht würde.

Der springende Punkt in der kritischen Lage ist wiederum die Frage der freien Arztwahl. Nach den bisher über den Verlauf der Verhandlungen be- ' kaum gewordenen Mitteilungen ist es schwer, sich ein völlig klares Bild über diese Frage zu machen, auf welche man sich von beiden Seiten so festgelegt zu ha- I den scheint, daß eine Einigung auch in den anderen ' Fragen dadurch erschwert und fast unmöglich gemacht ' wird. Im Verlauf der Verhandlungen waren die Ver- , tretet der Acrzteverbande allerdings den Krankenkassen : insoweit' entgegengekommen, als sie das grundsätzliche , Festhalten an der freien Arztwahl, wie es ursprünglich i beabsichtigt war, aufgeben. Die Vertretungen der Kran- i kcnkassen glaubten aber Grund zu der Befürchtung zu I haben, daß trotzdem von den Aerzten an dem Grund - I satz der freien Arztwahl festgehallenk werde. Man meinte, wenn stch innerhalb einer örtlichen Organisation ! eine Mehrheit für die freie Arztwahl gesunden haben würde, seien die Krankenkassen einfach gezwungen, sich mit dem System der freien Arztwahl abzufinden. Diese Befürchtung ließ alle Einigungsverhandlungen scheitern 1 und war die Hauptursache für den heute bestehenden Kriegszustand.

Was soll nun werden? Die Hoffnung der . Krankenlassenverbände aus ein Einschreiten der Gesetz­geber gegen die Aerzteor'ganisattonen ist insofern unbe­rechtigt, als in diesem Streit nicht die Gesetzgebung, son­dern die Verwaltung maßgebend ist. Uevrigens i hat die Gesetzgebung mit den heute zutage liegenden ' Schwierigkeiten bereits insofern gerechnet, als sie in der ' Schwierigkeiten bereits insofern gerechnet, als sie in der Reichsversicherungs-Drdnung das Obervcrsicherungsaml ; ermächtigte, bei Differenzen mit den Aerzten den Kas- i sen auf ihren Antrag widerruflich zu erlauben,statt I der Krankenpflege oder der sonst erforderlichen ärztlichen Sei andluno eine bare Leistung bis zu Zweidrit- tcl des Durchschnittsbetrages ihres gesetzlichen Kranken­geldes zu gewähren". Von dieser Bestimmung muß jetzt zweifellos Gebrauch gemacht werden, da man den 1 Versicherten unter allen Umständen die Möglichkeit ge- I ben muß, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu kön- 1 neu. Der Reichskanzler lat in einem Erlasse vom Au­gust dieses Jahres die Dberversicherungsämter und die Kaffenvorstände nachdrücklich aus die notwendige An­wendung dieser Bestimmung der Reichsversicherungs - ordnung bereits hingewiesen.

Eine neue Frage ist es, wer von den beiden Strei­tenden bei der Anwendung dieser Bestimmung Vorteil, wer Nachteil haben wird. Die Aerzte würden in die­sem Falle, wenn sie mit den Kassen überhaupt nichts mehr zu tun haben und von den Versicherten ' direkt das Honorar für ihre ärztliche Hilfe erhalten würden, einen Nachteil wahrscheinlich nicht erleiden, während die Kasten durch die Zahlung einer Barleistung bis zu 2 Drittel des Krankengeldes zweifellos übermäßig

Frankfurt a M Chemisches Reinigen und'b n von Dornen-. Herzen- und Kindergarderobe, Vorhängen. Decken. Teppichen Portie-en Fellen, Spitzen, Federn. Reihern, Kindermützen, Hand­schuhen etc. Zirka 1000 Angestellte.