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meinten Beschluß »J-ti. ^-c Xviiuye uoer Vergütung von Branntweinsteuer-VerwaltungskoMrolle und die Vorlage über den Entwurf einer Ergänzung der Aus- führungsbestimmungen des Kaligesetzes gelangten zur Annahme.

• Mit Unterstützung der Landwirtschaft s- k a m m e r haben die Genossenschaften des Kreises Kem­pen (Rheinprovinz) 3 große Schweinezucht- genossenschaften gegründet, die als Maßnahme gegen die Flelschnot gedacht sind. Als weitere Maß - nähme empfahl der Landrat den Baugenossenschaften, Gemeinden und Bauleitern bei den Einfamilienhäusern die Errichtung von Schweineställen, um den kleinen Handwerkern und den Arbeitern mehr als bisher die Schweinezucht zu ermöglichen.

* Altenburg, 7. Febr. Bei den gestrigen Landtagswahlen in Sachsen-Altenburg wurden gewählt:

17 Reichsparteiler, darunter 14 Landwirtsbündler, 3 Nationalliberale, 3 Fortschrittler, 2 Parteilose und 7 Sozialdemokraten. Die Fortschrittliche Volksparlei er­oberte von den Nationalliberalen einen Sitz.

Holland.

• Haag, 6. Febr. Die Königin Wilhel­mina ist heute abend nach dem Taunus abgereift. Sie beabsichtigt am Momag zurückzukehren. Die Köni­gin gedenkt demnächst einen längeren Aufenthalt im Taunus zu nehmen, um ihrem Gemahl Gesellschaft zu leisten. Für die Prinzessin Juliane und ihre Ge­spielinnen ist bereits Quartier gemietet.

Nord-Amerika.

::: New- York. Der Polizeihauptmann Walsh, der eingestand Bestechungsgelder angenommen zu haben, wurde vom Dienst enthoben, ebenso ein Po­lizei-Inspektor und zwei andere Polizeihauptleute, die Walsh in seinem Geständnis angegeben haben soll.

Aus Stadt und Cand.

n Gieße n, 6. Febr. Der ordentliche Professor an der Universität Rostock, Dr. Hübner, zurzeit Rek­tor, hat einen Ruf als Nachfolger des Geh. Justizrats Dr. Schmidt erhalten und angenommen.

n Gieße n. Das Vorlesungsverzeichnis der Gr. Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen für das Som­mersemester 1913 ist erschienen. Der beginn der Im­matrikulation ist auf den 21. April, der Beginn der Vorlesungen auf den 28. April festgesetzt.

* Hessischer Iugendtag. Nach» der jetzt vorliegenden Ginlabung zum Hessischen Jugendtage, welchen der Hessische Landesverband Iungdeutschland am Mittwoch, den 19. Februar, im städtischen Saalbau in Darmstadt in Verbindung mit seiner ersten Mit­gliederversammlung abhält, beginnt derselbe um 10% Uhr vormittags mit Ansprachen des ersten Vorsitzenden. (Generalmajor Frhr. v. Hepl-Darmstadt über Zweck und Ziele des Iungdeutschlandbundes, des Professors Kis- fingcr-Dannftabt über die Notwendigkeit und richtige Art der Körperpflege bei der Heranwachsenden männ­lichen Jugend unb des Bürgermeisters Mueller Darm­stadt über die Aufgaben des Staates und der Gemein-

Die Wirkung war geradezu überraschend.

Dies Worte des Herrn Valentin Krump. Bäckermeister in Köln a. Rh. griesenwall 76. Nackd m er viele Mittel angewandt batte unb sogar daS Kölner Inhalatorium besuchte, aber sein Asthmal-ide« ging unb ging nicht weg, im Gegenteil verschlim­merte sich. Lr ist nun hob. daß cö un Mittel gibt in tlftmol Asthma-Pulver daS sicher hilft und dessen Wirkung überraschend ist. Astmol Asthma Pulver, kostet M. 8.50 die große Blechdose, in Apotheken erböÜUch GraüS -Muster werden auf Verlangen von (Pead Apotheke, Frankfurt a. M. versandt. [1R5

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Das Glückskind.

Roman von J reue von H e 11 m u t h.

(Nachdruck verboten.i

Taö Mädchen dachte daran, wie es zum ersten Mal denselben Weg zurückgelegt an jenem Winterabend. Was lag doch alles dazwischen!

Damals wohnte Verbitterung in ihrem Herzen — heute — lächelte sie darüber.

Gilb lieb kam der gcsünbtete Moment Les AbschieL- nehmenS von dem alten, ließen Freunde.

Aber auch dieser ging vorüber, wie alles in der Welt vorübergeht.

Jetzt sah 9)ö^4xii in der Ecke des Eisenballnwag- gonS, die Altgen von Tränen verdunkelt, — und der Schnellzug führte sie der Stadt zu, die ihre Heimat be­deutete.

Tie Nacht sank hernieder, eine finstere, sternenlose Nacht. während der alte Förster in dem rieselnden Re­gen stand unb dem davoneilenden Zuge nachstarrte, der ihm seinen Liebling für immer entführte. —

Wenn er es nun zu Hause gav nicht mehr auszu hinten vermochte vor Sehnsucht nach dem lieben Mad eben, mit dem er so oft in launiger Unterhaltung ge leiten, und an welches ben guten Alten jetzt alles und alles mahme, dann stürmte er hinaus in den Wald, um den brennenden Schmerz zu betäuben. Ja, wenn er sie glücklich gewußt hätte an bei Seite eines zärtlich ge­liebten Gatten, dann würde er sich leichter in die Tren­nung gefunden haben, aber gerade das wurmte ihn am meisten, daß sein Altgaofel tedensalls unglücklich wurde mh H ">r Liebe n einem anderen im Herzen. Die Nn L ’ne das Mädchen heuchelte, täuschte ibn nicht.

wie nt wünschte er sich in dieser Zeit, reich m sein, um dem geliebten Kinde das Cofer m waren, das cs dem Bruder bringen zu müssen glaubte. Aber ihn hatte

den auf dem Gebiete der Jugendpflege. Sodann hält um 11% Uhr Schorn-Mainz einen Vortrag über „Die Eigenart des jugendlichen Seelenlebens". Am Nachmit­tag um 3% Uhr spricht Pfarrer Mueller-Offenbach über „Allgemeine Erfahrungen aus der praktischen Vereins - , arbeit". Daran schließt sich um 4% Uhr die Beratung der Verbandsangelegenheiten an. Zu dem Jugendtage sind alle Mitglieder des Iungdeutschlandbundes und deren Frauen sowie alle Freunde und Freundinnen der Jungdeutschlandbestrebungen eingeladen, Nach dem Iu­gendtage werden verschiedene Vereine der Ortsgruppe Darmstadt des Hessischen Landesverbandes Jungdeutsch- land ihre praktische Arbeit in ihren Räumen zeigen.

n Gießen. Die Verhandlung gegen den ehe - maligen Leutnant Ittmann vom 3. Fußartillerie-Reg. in Mainz, der im November vorigen Jahres den Fran­zosen Fighera im Stadtwald in einem Pistolenduell der­artig schwer verletzte, daß er seiner Wunde erlag, fin­det vor dem am 3. März seinen Anfang nehmenden Schwurgericht der Provinz Oberhessen statt.

n Gießen. Ueberfahren und getötet wurde im hiesigen Bahnhof der 60 Jahre alte Maschinenputzer Ickler. Er wollte die Geleise überschreiten, als plötzlich eine leere Maschine herangebraust kam, ihn erfaßte und tötete. Der Kopf war völlig zermalmt.

o L i ch. Der Gemeinderat von Lich hat beschlos­sen, für das lausende Jahrreine Anleihe von 100 000 Mark aufzunehmen, von denen die Hälfte für Straßen- psliaster uub der Rest für Kanalisation, elektrische Be - leuchtung, Feldbereinigung und Kleinpflaster verwendet werden soll.

o Geilshausen. Bürgermeister Heinr. Wag­ner 4. wurde unter außerordentlich großer Beteiligung zu Grabe geleitet. Wagner stand erst im 55. Lebens­jahre.

o Weitershai n. Hier fand zum zweitenmal Bürgermeisterwahl stptt. Es standen sich 2 Kandidaten gegenüber. Wilhelm Reichert erhielt 69 und Moritz Sann 55 Stimmen. Die Wahl vom 20. November v. Is., bei der Reichert 71 und Sann 60 Stimmen er­halten hatten, war wegen Freibierspendens beanstandet und vom Kreisausschuß für ungültig erklärt worden.

o Ober-Ofleiden. Am Montag abend kurz nach 10 Uhr ertrank der ledige Maurer H. Röhrig von Ober-Ofleiden in der hochgehenden Ohm. Sein Vater ist vor längeren Jahren nicht weit von der Stelle, an der R. seinen Tod fand, etwa um dieselbe Zeit in der Ohm ertrunken.

o W e i t e r st a d t. Die Ortschaften hiesiger Ge­gend werden in letzter Zeit hätlfig von Fechtbrüdern ab- geklopst. Ende Januar hatte einer dieser „Kunden" in den Gemeinden Weiterstadt, Braunshardt, Schneppen - ! Hausen und Klein-Gerau Kaiserbilder zur Bestellung an­geboten mit dem Bemerken, er sei von der Kriegerka- meradschast „Hassia" beauftragt. So ging er z. B. in Braunshardt mit einem Veteranen in den Häusern her­um und ließ sich bei jeder Bestellung 2 Mk. anbezah­len, die restliche 1 Mk. sei bei dem Empfang des Bil­des zu bezahlen. Der „Kunde" verschwand und ward nicht mehr gesehen.

o O b e r - M o ck st a d t. Hier sand eine seltene Beerdigung statt. Johs. Kraft und seine Frau, beide über 80 Jahre alt, starben am Sonntag kurz nach - einander an Altersschwäche. Ein gemeinschaftliches Grab hat sie nun auch im Tode v.ereint.

o F r ä nj k i s ch - C r u m b a ch. Der seit dem Sommer vorigen Jahres gesuchte Anist Blumenfeld, ; dessen Teilnahme an dem Einbruchsdiebstahl in dem Schlosse des Freiherrn von Gemmingen in Fränkisch - Gr um bad) erwiesen ist, und bei dem den Einbrechern wertvolle Münzen und alte Wassen in die Hände sie­len, wurde in Berlin festgenommen.

):( Marburg. Das Kurhessische Jägerbataillon Nr. 11 feiert am 9., 10. und 11. August b. Is. sein IMMrihes Bestehen. Damit auch etwas großzügiges

Fortuna nie mit Glüclsgütern gesegnet. Er hatte sich auch nie solche gewünscht — bis jetzt. — Aber was half alles wünschen, nun war es doch zu spät!

So oft der Förster auch den traurig benrmschleichen- den Lebrecht fragen mochte, immer schüttelte er den Kopf, er fürchtete, daß nie mehr eine Nachricht von dem ge­liebten Herrn kommen würde.

In dieser Zelt führte der treue Diener seine Kathi als Hausfrau beim und die Försterin brauchte lange, bis sie sich an ihre neue Dienerin gewöhnte.

An manchem stillen Sonntag Nachmittag kam Kathi mit ihrem Saiten zu der ebeumligen Herrin, und dann saßen sie wohl bei einer Taste Kaffee Anstimmen und plauderten von den fernen Lieben: die Försterin von ihrem RöSchen, Lebrecht von seinem Herrn Der alte Förster aber fuhr sich schweigend mit der Hand über die Augen. Die alte Wunde schmerzte immer noch.

XII.

Seit einigen Wochen schon war Röschen die Gattin Georg W'.'ters. Man pries laut und leise die gute Partie, die das „OHücfSfhib* gemacht hatte, und konnte gar nicht begreifen, warum die junge Frau so blaß und still auSstch. Man rechnete ihr daS vielfach falsch an, hielt sie für floh, hochmütig, — kurz für eine, die sich bester bfhifte als andere. Deshalb brachte man dem schönen Weibe, besten Augen stets so kalt und gleich­gültig blickten, in den Kreisen, wo daS Winterfeste Ehe­paar verkehrte, wenig Snmpathie entgegen. Wte viele neidische Blicke wurden dem stattlichen Paare nachge- sandt, wo eS sich zeigte. — Man lebte auf großem Fuße, hielt Pferd und Wagen, eine Dienerschaft und derlei Lurus mehr, — Winter war eine der angesehensten und aeebrtefteu Persönlichkeiten der Stadt. Seine Frau kleidete sich aus den Wunsch ihres Mannes stets sehr ele­gant, nichts war ihm zu teuer, zu kostbar. Er hoffte ba-

geschaffen werden sann, ist eine gemeinsame Gabe sämt­licher ehemaliger Jäger beabsichtigt. Nur zu dem Preis- schießen für die ehemaligen Angehörigen des Baiailüms sind möglichst viel Einzelgaben erwünscht. Im März findet in Marburg eine Zusammenkunft der Delegierten aller Vereinigungen ehemaliger 11-Jäger statt. Es wer­den etwa 3000 Festteilnehmer erwartet. Vorsitzender des Wohnungs-Ausschusses ist Herr John Schneider, Mr- burg, Steinweg 9.

o Wirges, 5. Febr. Eine kaum glaubliche H^- meinheit, welche die Entrüstung jedes anständig benteiu den Menschen Hervorrusen dürfte, leistete sich in den Fastnachtstagen ein von sozialdemokratischen Ideen air- gesteckres Frauenzimmer. Ein Berichterstatter melbtt über den Frevel folgendes: In der Gastwirtschast des Karl Schmidt, dem Lokale der Sozialdemokraten, jonc am FastnachtsHonntag ein Preismaskenball statt. Bei diesem Maskenball spielte sich eine widerliche Szene ab. Eine Frauensperson erschien maskiert als der lei­dende kreuztragende Heiland. Sie trug einen langen roten Mantel, eine Dornenkrone (nac^gt« ahmt aus Tanuenspitzen, auf dem Haupte, die Haane aufgelöst unb hatte einen langen Bart. Bei dem Schil­dern des folgenden blutet jedem Christen das Herz. Auf dem Rücken hatte sich nämlich das Weib ein Kreig befestigt, das alte Brettern hergestellt und zirka 1,65 Meter groß war. Die einzelnen Balken des Kreuzes waren zirka 0,20 Meter breit. In großer roter Schrisl stand auf dem oberen Kreuzende geschrieben: „Det erste Sozialdemokrat." So wandelte dieses Weib eine ganze Zeit im Saale umher, bis ein Gen - barm erschien und dem Treiben ein Ende bereitete. Der

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finden de" Weg âum Herzen der Gattin am ehesten KZ

Doch nicht einmal der Schein eines Lächelns hllicht» um den bleichen Mund, der nie ein Wort des DZuleS

Liefe Aufmerksamkeiten fand. Röschens a^ fanalicbe Gleichgiltigkeit gegen den Gatten hatte sich in Bald nach der Hochzeit war sie r<a> a Zeugin eines mit Böhler geführten Sc» gewesen infolge besten ihr eine Ahnung ms* ntcg ba& die Mittel, die Winter in reichem Maße waren "0 5U Hetzen schienen, eben nicht seine eigenen »cn^rri^ ™,C21 K° V-rmuIuna Alltraf, sonnte W4- fir Vn kl* ^ «berschen, aber das Mißtrauen, Io» m«»™ £l n?c Rechtlichkeit und Ehrlichkeit tb«B‘ iDcttlnHrn?0™^ â^lchte auch noch die Achtuna,dtr stând?n mi^ ^^" n ^^"" Herzen ncwohnt halte, vtl=

Als dtc junge Smit am Abend dieses TaacS 16 n^rrn?1*30111'1«6 mlt öcr Ritte um «uSzahlm,,, tbtcB versprochenen Kapitals wandte, würbe ihr die lächelptt Cd bcrcUd geschehen sei, und 5war an

RöSchen war furchtbar erschrocken, denn an solche Wendung hatte sie niemals gedacht, aber silech-^ viel, baß Geld mußte in ihre Hände kommen, um jeden

Sie suchte daher schleunigst ihren Gatten auf, den der Genuß des schweren Weines in die heiterste Lause versetzt hatte, und bat ihn um einige Minuten 0c^’.

entsel einem durch Disk u Arb kompli nebst Beslan re.

Erhob

(Sortjcviutö folgt.)