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Nr. ,36
Bezugspreis 25 pfg. monatlich
oierreljährlich 75 Pfg., vormlSzablbar, frei ins Haus. Sbgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährtich 60 Pfg. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktion: Selters- weg 83. — Für Aufbewahrung ober Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantier' Verlag der „Eieheuer Zeitung" G. m. b. H.
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Anzeigenpreis 15 pfg.
Ke 44 mm breite Peritzeile für AuSwänS 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Groh», berechnet. Rabatt kommt bei Ucberfchreitung des Zahlung», ziele» (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet KmUurS in WcgsaL Playvorichriften ohne Verbindlichkeit. Tritts der Gießener Bcrlagödrurtcrci, Albin Klein.
2. Blatt
Leipzig
Samstag, I 3. Mai 1913.
Telephon Str. 362.
25. Jahrg
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Wunde an unserem eigenen Leibe. Der der uns hindert, ein mächtiges Volk zu ^nd wir selber mit unserem häuslichen inge Arbeit nationaler Erziehung liegt md sie ist auch deshalb unendlich schwer, die sich geistreich dünken, es eitles Phra- wenn einer durch redliches Mahnen zur rächt mithilft an diesem großen Werke n Erziehung."
n wahrhaft großartigen Festschmucke der ser Gedanke zum Ausdruck, denn all- Zchwarz-rot-gold die Vorherrschaft, eine den „Grenzboten", Jahrgang 1863, Nr. zung wie folgt festgestellt wurde: „Leip- er Eigentümlichkeit seiner Fahnenpracht rüder und Zeichen der Zeit. Vor 20 das Universitätsgericht noch Studenten, Zerbrechens schuldig gemacht haben soll- ibung anzugehören, die in dringendem Schwarz, Rot und Gold für gut neben- Farben zu halten. Vor vier Jahren as Schillerfest feierten, wagte, obwohl n nur die Weisung ergangen sein soll, t zu verbieten", von allen Häusern der nziges — dem Vernehmen nach von Zürger und Schneidermeister bewohnt Trikolore, das Symbol des deutschen i zeigen. Jetzt war keine Gasse, in der ben nicht die bei weitem überwiegen- m. Auf dem Markte zählten wir deren s einundsechzig, auf der Hainstraße r größten, und ganz das gleiche Verruf dem Brühl, in der Grimmaischen, der Nikolaistraße, sowie in anderen le Häuser schmückten nur deutsche Fah- i neben diesen, wie billig, den Farben men der Turnerschaft eine Stelle ge- ; des „engeren Vaterlandes" so hübsch neben der schwarz-rot-goldenen aussporadisch vertreten, und dann mit m unter dieser oder zur Linken und tat Die Stadtbehörde war bei sol- richtiger Beurteilung des Wesens der en. Auf dem Nathause wie auf den Gebäuden wehten allenthalben deutweit überwiegender Zahl und allent- iß und Grün und der blau und gel- fS."
Und heute stehen wir wiederum vor einem Leipziger Turnfeste, das noch viel großartiger, noch viel bedeutender werden soll!
Die im glücklich geeinten, vom großen Kanzler mit Blut und Eisen zusammengeschweißten Deutschen Reiche zur Millionengemeinde emporgeblühte Deutsche Turnerschaft wird im Juli dieses Jahres das 12. Deutsche Turnfest in Leipzigs Mauern abhalten, eine gewaltige Heerschau über ihre Mannen, bei der sie auf 60 000 bis 70 000 Besucher rechnet. Alle etwa noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten beiseite lassend, hat der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft in dem Bestreben, wie beim dritten so auch beim zwölften Deutschen Turnfest eine Verbrüderung aller deutschen Stämme her- beizuführen, die Einladung an den Turnkreis Deutschösterreich ergehen lassen. Weist doch auch die gegenwärtige Weltlage zwingend darauf hin, daß sich die Germanen aller Länder immer fester zusammenschlichen, immer inniger befreunden und immer tatkräftiger unterstützen müssen.
Zu dem bietet das vielbesungene, infolge seiner Messen und seines Buchhandels in aller Welt bekannte, mächtig aufstrebende Leipzig so viel Sehenswertes, daß sich für jedermann ein Besuch der größten „Turnerstadt" Deutschlands reichlich lohnen wird. Außer den erst jüngst erstandenen Sehenswürdigkeiten, dem Völker - schlachtdenkmal, dem Hauptbahnhof und der noch im Bau befindlichen neuen, großett Turnhalle, besitzt die Stadt reiche Kunst- und wissenschaftliche Sammlungen, prächtige Schauspiel- und Musikhäuser (Gewandhaus), einen herrlichen Palmengarten, das berühmte (oder berüchtigte ?) Rosental mit dem Tiergarten, mustergültige Sport- und Spielplätze (Schrebergärten) und hat sogar durch Anlegung des sogenannten „Scherbelberges" einen Erholungs- und Velustigungsort für Bergsteiger ge - schaffen. Als weiterer Anziehungspunkt ist die Internationale Baufachausstellung zu nennen, die, vom Mai bis Oktober geöffnet, eine Weltausstellung für Bau--und Wohnwesen zU werden verspricht, und es sind vom HaUptausschusse für das 12. Deutsche Turnfest umfassende Vorkehrungen getroffen worden, daß die deutschen Turner auf Grund ihrer gestempelten Festkarle ermäßigten Eintritt während der ganzen Festwoche erhalten, so daß sich auch nach den anstrengenden Turnfesttagen
r^^^^W ™l Kondsdiatt urteilt:
t (Nur einige Beispiele)
Verdienst- «ir liiern muß ich Ihnen meinen
0116 , I ieiiDdnk abstatten wegen der letzten
IIam WllHßL »Iuk:. Der Stott hat sich wunder- I• 6iibew.ihrt und da ich schon jahre-
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Spremberg r
h, das anfangs der Sechzigerjahre rhunderts erst mit der allgemeinen arnvereinen begonnen hatte, war trotz- eich vertreten, denn beinahe ein Zehn- nsmitglieder des damaligen 15. Lreiteilgenommen haben. Glaubhaft wird M erfährt, welche Turnerscharen ein- Städte nach Leipzig entsandt hatten, kann, 1100 bis 1200 sind es sicher ) der Berichterstatter der „Blätter für Turnfest" schreibt über den Festzug, ältnismähig schwache Beteiligung des stfalens und Schwabens erwähnt icher war der 15. Kreis, Oesterreich, lle im Zuge zugefallen war, aufge- ^ubel tönte diesen Jüngern der Tür-
noch genügend Zeit und Aufstellung zU besuchen, ungsgegenstände je nach Augenschein zu nehmen.
Nach alledem kann
Gelegenheit bieten wird, die und die gewaltigen AuSstell- Zeit, Lust und Neigung in
wohl als sicher angenommen
O. E. S 13 5.
50 Jahren.
werden, daß eine Turnfahrt auf den blutgetränkten, geschichtlich denkwürdigen Boden Leipzigs jedem unserer Kreisangehörigen nicht nur reichen turnerischen, sondern auch mancherlei anderen Gewinn bringen wird und ich schließe meinen Werbebrief mit einem Gedichte, das vor dem 3. Deutschen Turnfeste 1863 ein Weimaraner seinen TUrnbrüdern widmete und das mir auch aus die heutigen Verhältnisse wunderbar passend erscheint:
So wollen wir denn nach Leipzig zieh'n,
Die festliche Zeil ist gekommen ; ., Laßt alle Grillen und Sorgen flieh'n, Den Stab in die Hände genommen!
Laßt uns ein jubelndes Juchhe schrei'n, Werfet die Hüt' in die Luft hinein, Rühret die Trommeln, schwenket die Fahn' ! Hin zu den Spielen auf Leipzigs Plan !
ie
„Jürnfrandi"
das neu^eitsicOe^affeegpträn^ f kein 'Bofjnenkaff??) kräftig nafjrfjaft,jedem Mömm[iMu^ran^en und^indem).