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^Mtt- Nr. 62
ÄLL . . vm Balm.
^W ~’c in Suiarcft den Bulgaren überreichten gor»
Jflpjig. Irrungen Der Verbündeten sind geradezu c r=
Telephon: Nr. 362.
Samstag, den 2. August 1913.
Telephon Nr. 362.
25. Jahrg
11 1111 d) g r 0 ß. Von ganz Mazedonien würde den bi!? ^affres, Bulgaren nur ein Teil der von ihren Truppen heulte ^Ersatz kgnod) besetzten Gebiete verbleiben. Bulgarien soll ferner r’ ^ fn & hf die Insel Thasos verzichten, Privatpersonen ent - schädigen und den griechischen Gemeinden in Thrazien bin entschlossn, »huifreiheit verbürgen. Tie bulgarischen Vertreter wer- ' verarzt in D. den auf diese Sortierungen keine Antwort erteilen.
Politische Rundschau
Deutschland.
* Der Kaiser hat das von ihm geschenkte Fr'thjosstandbild in feierlichem Enthüllungsakt König Haakon von Norwegen übergeben.
* Der Kaiser wird am 8. August von seiner Nordlandreise in Swinemünde eintresien.
* Der Kaiser hat dem Mitglied des Geheimen Rates Sir Ernest Cassel zu London die Brillanten zum Roten Adler-Orden 1. Klasse verliehen. Cassel ist ein eifriger Förderer der deutsch-englischen Verständigung.
Darüber werden, daß ganze Jahr, verteilt wird.
hinaus muß jedoch jedenfalls angestrebt die Erholungszeit gleichmäßig über das soweit dies mit dem Zweck vereinbar ist, Glücklicherweise sind hierzu schon Ansätze
^uch sehr sparsam, 3n der vorgestrigen Konferenz zwischen den rumä- 'N empfehlen, reich msclien mib bulgarischen Delegierten wurden die Cinzel- 5- 5- In ÄL & beiten erörtert, insbesondere bezüglich der Feststellung der
ins Haus gebracht glich und täuschend ^meister P. hi 3.
neuen Grenze Turlukhai-Dobrilsch-Baltschik, die über die genannten Orte durchschnittlich zehn Kilometer vorge -
schoben werden soll. Die neue Grenze des Teke-Dereh bei Turtukhai beginnen des Ekrene bei Battfchik enden.
wird im Tal und im Tal
t gut unö schmeckt,
aumeister h. in 5.
Der otägigeMassen still st and aus der ganzen Front unterbrochen von Donau bis Zarewo an der Bregalnitza.
hat den Stampf Vidin an der
Kornkaffee kennen, ... usw.
Konstantinopel. Es wird ein neues Armeekorps gebildet. Das Kommando übernimmt der '0 he er., in Sch MsiârgoNverneur Oberst Dschemal Bei. — Der 1 ür - fisch e Thronfolger ist in Kirkkilisse eingetroffen, wo er feierlich empfangen wurde. — Die Armeelettung loht Adrianopel im großen Sttl verprovian- lieren und mit Munition und Masten versehen. Es
|at den Anschein, als ob man mit einer neuen Bela- lerung rechnen würde. Der Eisenbahnverkehr zwischen Konstantinopel und Adrianopel ist wieder hergestellt.
Es soll ein Übereinkommen zwischen Griechenland imb Serbien betr. ihrer demnächstigen gemeinsamen Grenze bestehen. Gewgheli wird serbisch und von dort «ob würde die Grenze durch den See von Dviran nach Sien Höhen des Berges Belaschitsa und dann parallel >6cr Eisenbahnlinie weiter gehen. — Zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Veniselos und dem bulgarischen Delegierten Tontschew fand eine Konferenz in der {rage von Kawalla statt. Hierbei soll ein Einvernehmen nach der Richtung hin erzielt worden sein, daß tic Griechen Kawalla, die Bulgaren aber bafür anderste Kompensationen erhalten sollen.
Ueber die zweckmäßige Jahreszeit zu (Erholungsaufenthalten
schreibt Herr Geh. Medizinalrat Professor Dr. R. Sommer in Gießen als Ausschußmitglied der Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime folgendes:
Eine hauptsächliche Voraussetzung zur wirklichen Erholung während der Urlaubszeit besteht vom psychisch - hygienischen Standpunkt aus, darin, daß diese mit Behagen und ohne Ueberhetzung benutzt werden kann. Leider widerspricht ein Umstand dieser Anforderung völlig, indem nämlich die meisten ihren Erholungsaufenthalt im Juli oder August nehmen, sodaß in dieser Zeit eine außerordentliche Ueberfüllung der Sommerfrischen, der Seebäder, der Erholungsstätten Und vieler Sanatorien stattfindet, die dem wittlichen Bedürfnis nach behaglicher Ruhe durchaus zuwiderläuft. Diese Zufam- mendrängung der Erholungsuchenden an den genannten Stellen innerhalb von 2 Monaten hat zwar bei sehr vielen Familien den Grund darin, daß in diese Zeit die großen Schulferien fallen. Aber diesem Beispiel folgend, nehmen auch sehr viele, für die ein solcher Grund nicht gilt, in dieser Zeit Urlaub, sodaß die Häufung an einzelnen Orten sich noch verstärkt.
Man denke an die Eisenbahnsahrten in überhitzten und überfüllten Kupees während dieser Zeit, an die Abweisung von Hotels wegen völliger Uebersetzung, an die Aergerlichkeiten mit der Bedienung bei dem an vielen Stellen einsetzenden Massenbetrieb, an die Unruhe und den Lärm an vielen solchen Erholungsorten. Jedenfalls ist sicher, daß die Nebenerscheinungen dieser einheitlichen Wahl der Zeit der eigentlichen Aufgabe eines Urlaubs völlig widersprechen. Aus die Dauer hilft hier nur eine systematische Dezentralisation. Ob diese sich auch inbezug aus die zeitliche Lage der Schulserien bis zu einem gewissen Grade wird einführen lassen, unterliegt der Entscheidung der pädagogischen Fachmänner und der zuständigen Landesbehörden.
vorhanden uub außerdem hat man bei genauerer Be - trachtung allen Grund, die Erholungsuchenden auch auf andere Zeiten hinzuweisen.
In erster Beziehung ist zu betonen, daß Minter - ausentl alte nicht nur an den großen klimatischen Kurorten und Mintersportplätzen z. B. in der Schweiz und Norwegen in Betracht kommen, sondern daß der Kuraufenthalt im Minter auch in den deutschen Mittelge - birgen bei richtiger Einrichtung der betreffenden Auf - enthaltsstellen durchaus vorteilhaft sein kann. Bor allem gehören in unserem deutschen Klima hierzu bequeme Einrichtungen, um Erkältungen zu vermeiden, gleich - mäßige nicht zu starke Heizung der Räume, bequeme Ablagen für nasse Kleider und Wärmeeinrichtungen, Hallen, in denen auch bei feuchtem Wetter Gänge oder andere Arten von Bewegungen ausgefiihrt werden können. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Aufenthalt in den deutschen Mittelgebirgen in einer Höhe von 400 bis 700 Meter in sehr vielen Fällen außerordentlich günstig auf die B l u t b i l d u n g speziell bei den weit verbreiteten anaemisch nervösen Zuständen einwirkt, und daß dieser Heilsaktor im Winter ebenso vorhanden ist wie im Sommer, mandymal sogar eher mehr, da in der vorgenannten Zeit- die längere Bewegung im Freien oft durch zu große Hitze verhindert ist. Kommt nun die Gelegenheit zum Wintersport dazu, wie das z. B. im Schwarzwald und im Thüringer Wald oft zu- trifit, so sind Winteraufenthalte zur Erholung besonders bei Vorhandensein von richtig eingerichteten Erh'olungs- Heimen durchaus zu empfehlen.
Außerdem muß darauf hingewiesen werden, daß Deutschland auch im Frühjahr und H e r b st ausgezeichnete Gelegenheit zur Erholung bietet, da die klimatischen Verhältnisse hierfür entschieden günstig sind. Besonders ist die Zeit von Anfang September bis Mitte Oktober in vieler Beziehung als Erholungszeit geradezu ideal, weil dann die starke Ueberfüllung des Juli und August vorüber ist, und das Wetter außerdem während dieser Zeit durchschnittlich viel günstiger ist als im JUÜ, der in Westeuropa infolge der atlantischen Einwirkungen häufig sehr verregnet. Speziell Südwestdeutschland hat ferner im Frühjahr, in der Regel schon in der zweiten Hälfte des Februar und im März, ausgezeichnet warme Tage, denen dann im April öfter schlechtes Wetter folgt. Auch hierin liegt wenigstens für Südwestdeutschland eine Veranlassung, neben hen ^üblichen Monaten Juli und August auch das zeitige Frühjahr für Erholungsaufenthalte in geeigneten Härtern zu
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Nach dem Sturm.
Erzählung von Emil Frank.
(Nachdruck verböte)).)
Aber cians mwierklich gewann Else doch Einfluß
UullO ihm Ol'rnspirfip rruf
Ungewollt Drängten sich ihm Vergleiche auf
«f. «^ .Ungewollt orangru. ^ ^™— - taÄecfit unD Pflicht Der anderen, die er einst geliebt ff heiler «ebe ErWanu diese Vergleiche nicht aus. âr^Dießcn einen Stachel zurück in seiner Brust, sie r sein Haus immer mehr, nur ieme
Mdèr vor allem sein Sohn Stanislaus, waren Licht- StHe'in seinem Familienleben. Seiner Frau gegen- èr aber mürbe er gerade im letzten Winter immer «hier- ihrem Trübsinn, ihrer Melancholie setzte er i^Dnberleacne, abwehrende, kühle Freundlichkeit ent- Mgën?er liest sie schalten und walten nach Herzenslust "^Kie lcbtcn^sich ganz allmählich auseinander. Dem ^Mffo NEN ersetz en die Freuden der Geselligkeit, was er 4« ME ^K"m Hause an Glück entbehrte.
m «- Dr ein Nachmittag im Februar. Der Winter »meist ikiAfe noch gar nicht ans Wandern, im Gegenteil, er ™ Nte der Erde seine DeSpotenfaust in den Nacken, ,. . J^IjHtcte sie mit Eis und Schnee und pfiff auf alle Wen s"" . , Sternen Bitten, ein wenig Milde walten zu lassen, -s tut *'' AafWarmiuski hâ den Schlitten bestem, erwoMe 69 Tulnow fahren. Dort wurde ent intimes
Äfchingsfest gefeiert, da wollte er auf keinen Fall B Ä derartige intime Veranftâmgen waren Center höchst amüsant. Schon war er im Begriff in den Velzdecken ausgelegien Schlitten zu steigen, da kam Äw r-ofe seiner Frau mit raschen Schritten die Rampe Met: „Herr Graf, Herr Graf," rief sie im Gehm, Kr ein wenig außer Atem und blühte wie ein P-o- „sie gnädige Frau Gräfin lasten einen Augenblick
ieöen fe'"!
Lassen- briten »»"
Graf Warnnuski war diese Verzögerung durchaus nicht angeuch)m irr hatte sich ohnedies schon verspätet, und Gou weiß, wie lange er jetzt wieder aufgehalten wurde. Fing seine Frau etwa wieder an, sentimental zu werden, störend in seine harmlosen Vergnügungen einzugreifen? Na, sie sollte sich doch täuschen, er wollte doch sehen, ob er nicht nach seinem Geschmack leben durfte? Rasch folgte er durch lange Vorplätze und über Treppen zu den Gemächern seiner Frau. Den eleganten Pelzmantel legte er nicht ab, stülpte seine Pelzkappe einer antiken Statue übers Haupt und ging hinein. Jedoch das Zimmer war leer. Die Zofe war ihm gefolgt und stand jetzt hinter ihm. „Im Kinderzimmer," sagte sie, und der Graf verließ das Gemach und wandte sich zum Kinderzimmer. Hier fand er seine Frau. Sie saß neben dem Bettchen des Knaben und hielt seine Hand fest in der ihren. Unnatürlicher Glanz war in den Augen des Kindes, krampfhaft röchelnd bewegte sich seine Brust, und ab und zu erschütterte ein trockener Husten den Körper des Kindes. Graf Warminski war doch erschrocken. Stanislaus, sein Sohn, war ja sein Stolz, seine Hoffnung. Daß er schwer krank war, konnte man sofort erkennen. Leise kam der Graf näher und blieb dicht neben dem Lager des Kindes stehen. Seine dunklen Angen ruhten voll Angst auf dem Kind, mit eigentümlicher Spannung verfolgte er die röchelnden Atemzüge des Kleinen. In diesem Augenblick trat der Arzt ein. Gras Warminski trat etwas zur Sette und blickte unschlüssig vor sich hin. Draußen klingelten die Schellen seines Schltttengespanns und mahnten chn zum Aufbruch. Hier lag sein Kinb, und die Angst hielt ihn fest. Der Arzt untersuchte mit aller Sorgfalt den Kleinen: „Vorläufig ist keine Gefahr," sagte er ganz leise, „ich werde hier bleiben, öamtt nichts versäumt wird."
Dem Grafen fiel ein Alp vom Herzen. „Keine Gefahr," hatte ta.öer Arzt gesagt,- er sprach einige ver-
binöliche Worte unb wandte sich dann an seine Frau: „Ich habe leider fest zugesagt, nach Tulnom zu kommen, wir haben eine Konferenz von großer Wichtigkeit, die ich nicht gern versäumen möchte." Das letztere war zwar niesn wahr, aber ihm fiel nichts anderes ein, womit er seine Entfernung entschuldigen konnte, „in spätestens vier Stunden bin ich wieder hier." Er beugte sich über das Bett seines Kindes, streichelte die dunkle Lockenfülle des Knaben, dann küßte er flüchtig seine Frau auf die Stirn, verneigte sich vor dem Arzt und verließ das Zimmer.
So ganz behaglich fühlte er sich doch nicht, aber was wollte er denn hier tun? War Stanislaus in der sachkundigen Obhut des Arztes nicht am besten verwahrt? Und dann, es hatte ja keine Gefahr! Es war eben eine Kinderkrankheit, wie unzählige Kinder sie durchmachen. Also vorwärts. Die Pferde zogen an, lustig klingelten die Schellen, und das leichte Gefährt flog über die glatte Schneefläche. Graf Warminski schlug den Kragen seines Pelzmantels auf, der Wind pfiff schneidend um die Ohren. Sonst waren solche Fahrten dem Grafen eine Lust,- heute mußte er fortwährend mit Gedanken kämpfen, die ihm zwar widersinnig erschienen, die er aber doch nicht abweisen konnte: das röchelnde Kind mit den Augen, aus denen soviel Angst und Weh leuchtete, stand vor ihm. Unsinn! Heute wird es wieder lustig! Die Else Tesierska ist doch eine brillante Erscheinung. Und daheim — das Weib — allein — nein — beim kranken Kinde, seinem Sohn, seinem Liebling, seinem Stolz. Wie er röchelt! Wie er die Händchen zusammenkrampst, sein lieber herziger Bub! Ach was, es ist ja nicht schlimm! • Der Arzt hat es ja gesagt! J-a, da fällt ihm eben ein, beim Spielen will er heute miss ganze gehen, sie haben ihn in der letzten Zeit doch arg gerupft. Na, heute will er es wieder haben.--So kreisen die Gedanken, indessen die Pferde, edle, MlauLe Tiere, gewaltig ausgriffen. (Fortsetzung folgt.)