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Druck der (Eichener Verlagodructerei.

--- Nr. 95, 2, Blatt.

r Plätze ' '

12/2 Ma«, Hus der Werkstatt des Circus ' ^k«! der 15000.

Mittwoch, den 27. Rovember 1912.

Telephon Nr. 362.

24 Jahr«.

den Cir Sarrasanis Ricsencircus ist erstanden wie eine Vi- n sämtlich ^' Die Menschenströme rinnen durch seine lichtum- ften , ] steten Portale, Trompetenklänge schmettern von hohen I , ^oo ck xallvnen, das menschenbedeckte Amphitheater ringelt fid) purt a. Liiipor zum zweiten Range der letzten Gallerie, ein Vor- L [ liung rauscht aus und nieder, läßt glitzernd geschirrte ^^^Mlicre und seltsame Völkerkarawanen, Klowns u. Domp- ^~^Stiirc und elegante Jokeis in die Manege treten. Die

buntfarbig schillernden Schauspiele der Arena lösen sich aschenlc^ al' in rasendem Tempo, der Jubel steigert sich rings um den gelbsprühenden, geharkten Sand, es ist, als ob

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itr Zauber des allen Lircuffes wieder auftrstanden sei

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rtreter »-u in verjüngter Herrlichkeit, in gesteigerter Großartigkeit, direkt Fabr-l" 5 Stück hi3!

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'Vlis imb nieder rauscht der purpurne Vorhang, und me Menschen, die gekommen sind, sich zu freuen und zu «nützen, sagen ein begeistertes Willkommen den Gaben, die er spendet. Aber hinter dem purpurnen Vorhänge,

kr aus und niederrauscht, arbeitet unentwegt und un=

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UZZiag^ erlitilich die Maschine einer straffen, sorgsam und nüch- ahröumung Waggon neu

km ausgeklügelten Organisation. Der moderne Circus,

Jbeffen Vorbild Sarrasani ist, ist nicht ein Werk der W ^unst allein, er ist ein Erfolg der Technik und des Kauf- 'mannsgeistes. Dieser Circus ist befreit von der Boden- a M enpni j|Gn^tgfci^ sein Lebenselement ist die Eisenbahn. Aus

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Nädern und Kugellagern ruhen seine Büros, seine flkljmmgen, seine Naubtierkäsige. Sarrasani beförbert fein Material in zirka 100 Gefährten, er reist in zwei bk drei eigenen Ertrazügen mit Spezialwagen. Es be­steht eine Statistik aus dem Jahre 1910, in dem der kirnt s die Hälfte der bisherigen Größe hatte: es wur-

^i^ ,>n in diesem Jahre 180 000 Mark an Eisenbahnsrach-

terle H. PiV (kn ausgegeben. Die täglichen Unkosten während des

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Rranffurtcr Gastspieles beziffern sich auf über 9000 Mk. Hür Artistengagen wurden allein für den einen Monat fcl50 000 Mk. ausgeworfen. Dazu muß gerechnet wer- best, datz eine Anzahl von Artisten, vor allem die ero- [ ßschen, freie Wohnung seitens der Direktion gestellt be« ? kommt. Zudem mutz in Betracht gezogen werden, bah

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:!ailg.um!'1^ie Hauptrollen des Circusspielplanes dem Direktoren^

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Bpaare zufallen, daß also hierfür Gagenbelräge nicht be=

* mb not wurden. Die teuersten Gagen beziehen die ero- i tiscben Trupps, an der Spitze die Japaner, die auf einer

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Ä% DEig europäischen Kulturstufe stehen und als Lurus - miet, M

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pcnfdien an das Dasein nicht unbescheidene Ansprüche ^«v<MMMaaMaHnnsmgRnHBnHasHWMmmMMMMi

ftclkn. An zweiter Stelle kommen diejenigen Artisten, deren Produktion mit einem erhöhten Risiko für das Le­ben verbunden sind, vor allem die Luf1gr)mnastiker, von denen Sarrasani zur Zeit die kostspieligsten Kräfte ver­eint hat, die je in tinem Circus aufgetreten sind.

Wie bei den Artisten, ist es bei den Tieren. Das edle Blut der Pferde bildet gewiß einen kostbaren Besitz, und ein Marstall von 200 edlen Rasserossen stellt zum mindesten ein Halbmillionenkapital dar. Aber die reinen Pferdecircusse machen aus der Not eine Tu­gend, wenn sie ihr Prinzip als das einzig Berechtigte hinstellen. Ein Zebra allein ergiebt vier edle Pferde, und Sarrasanis zehn Zebras repräsentieren bereits einen durchschnittlichen Circusmarstall, wenn man das Ze- broid hinzuzählt, von dem es überhaupt nur vier rein­rassige Eremplare auf der Welt gibt, dessen Wert also mit keinerlei Maßstab nachzuprüfen ist. Ein Ele­fant ist heute nicht mehr unter siebentausend Mark marktgängig in einem Alter, wo er die Kinderkrankhei­ten noch nicht überstanden hat, ein dressierter Elefant er­zielt bis zu dem Dreifachen dieses Wertes, und eine Gruppe von 15 Elefanten kann schlechterdings deshalb nicht abtariert werden, weil bisher niemals eine derartige umfangreiche zusammendreffierte Gruppe zum Handels - objekt geworden ist. R i e l p f e r d e gehören zu den seltensten Tieren auf dem Jmportmarkte, ein kleines Sudannilpferd ist kaum unter 10 000 Mark zu haben. Sarrasani, der zum ersten Mal die Dressur und Zäh­mung der Nilpferde in die Hand nahm, besitzt zurzeit drei Nilpferde. Das Nilpferdbassin muß dauernd unter einer Temperatur von 18 bis 20 Grad gehalten wer­den, und ist an eine eigene Maschine zwecks Beheizung angeschlossen. Rechnet man hinzu die gewaltigen Her­den an Löwen, Tigern, die reichliche Anzahl von See­löwen, von Bären, indischen Büffeln, Känguruhs, Ta­piren. Affen, Kamelen, Renntieren und kostbare, Hun­den, so wird man leicht ermessen können, welchen enor­men Anschaffungswert ein derartiger Tierpark darstellt. Charakteristisch ist es, daß der Änschaffungswert durch die Dressur der Tiere um das Zweifache bis vierfache gesteigert wird.

Die Leitung des gesamten Unterneh­mens erfolgt durch ein kaufmännisches Büro, an besten Spitze der Direktor selbst steht. Es geht kaum ein Brief, niemals eine Zahlungsanweisung aus dem Hause, die der Direktor nicht selbst unterzeichnet hätte. Das Büro hat eine äußere Abteilung, die die Vorbereitung der Tourneen, die Bearbeitung der zu bereisenden Städte

mit Reklame, ben Verkehr mit den Behörden und den Abschluß der Lieferantenverträge besorgt. Daneben steht I das Ressort des Innern unter juristischer Leitung, oas die gesamte kaufmännische Tätigkeit übernimmt, außer­dem den Pressedienst in redaktioneller und geschäftlicher Hinsicht und die Bearbeitung des Circustheaterbaues in Dresden, das mit einem Aufwande von mehr als 2 j Millionen augenblicklich aufgeführt wird. Ueber die Intensität, mit der hier gearbeitet wird, gibt eine , Statistik Ausschluß, nach der der Circus Sarrasani im , Jabre 1911 6 1 0 0 0 Briefe in die Welt sandte. I Eine ähnliche Höhe erreicht die einlaufende Post. Es fo'gt dann eine technische Abteilung, an deren Spitze 3 Belricbsinspektorcn und ein Elektro-Jngenieur stehen. Sie haben das Kommando über das Arbeiterpersonal, das zirka 200 Mann beträgt, sowie über die Haussener- webr, deren Ausbildung durch die Berliner Königliche i Feuerwehr erfolgte, und die mit 3 Spritzen ausgerüstet ist. Sarrasani vollführt seine Transporte von und zur Balm fast ausschließlich noch mit Hilfe von Straßen - lokomotiven, die er als erster aus England importierte, ' die er aber neuerdings von einer deutschen Fabrik, der Badenia" in Weinheim-Bergstraße, in verbesserter Kon- ftiuftion bezieht.

Dais vierte Ressort unter Leitung des Oberregis­seurs umfast das artistische Gebiet.

Die Frankfurter Saison des Circus Sarrasani, der mit kühnem Unternehmungsgeiste sich in den giganti­schen Rahmen der Festhalle cinfügte, ist zu einem Höhe­punkt nicht nur für den Circus Sarrasani, sondern für die Circusgeschichte Europas geworden. Gegen dieses Projekt schwinden alle Vorbilder dahin: kolossale Kraft- anstrengungen wurden gemacht, um das Material und die Darbietungen des Circus Sarrasani ins ungeheuere zu steigern. Aber der Erfolg ist dem wagemutigen treu. Dieser Circus der 15 000 findet eine umfassende, rück I haltlose, begeisterte Bewunderung. A. V.

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Veraltete Katarrhe auszurotten

eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon mal mit einem hartnäckigen Katarrh zu kämpfen hatte, kann davon ein Lied singen. Mit den gewöhnlichen bausmittelchen, wie Husten-Bonbons und Pastillen ist da nicht viel anzufangen. Bei einem einfachen kleinen Cttältungshusten, der sowieso schon nach wenigen Ta­gen von selbst zu verschwinden pflegt, mögen derartige barmlose Mittel ja ganz gut sein. Aber die Beseitigung eines chronisch gewordenen, alten, immer wiederkehren­den Hustens, der bei dazu Disponierten gar oft den Reim eines viel schlimmeren Hebels in sich trägt, erfor­dern eine ganz andere Aufmerksamkeit und muß auch mit wesentlich ernsteren Mitteln behandelt werden, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers auf* suchen und ihn dannnon innen heraus* vertreiben.

ein*

Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren FolgezustärV ton wie: alter Hüften, Verschleimnng, Afthmm, Bronchialkatavrb, Lungenspitzenkâtarrh usw. galt schon den berühmten Ärzten des Altertums und gilt noch h^ute im ganzen Orient der sogenannte Arabische oder UtiN Lalsanr, der naturreine Harzsaft eines in den Küsten löndern des roten Meeres wachsenden Dalsambaumes. Tiefer berühmte Arabische Balsam war bis zur En^- bedune Amerikas die einzige Droge, der man den men ^alfam* gab, und es beziehen fick daher . rtte älteren Literaturangaben in wissenschaftlichen medrzrn> schm Werken, in denen von .Balsamâ die Rede ebenso wie die zahlreichen Hinweise der Heiligen Schnft *i«t \__ zr .IT__^ s. . - <DTf Awrx* tTHT 6Hl ibn. ^BoN uk| utlT J^VIHDCII U5 w^jui]uiii2 , « .

las WortBalsam' geigt uns die Wertschätz^,, m >n dar Mittel im «tertum stand: dar WortBalsam stammt nämlich aus hart Wt-Hedräischett und heitzi so»

ij mf den Heilwert derBalsams

I viel wieKönig der Dele*. Erst später kamen aus dem I neuentdeckten Amerika weitere Balsamarlen, wie z. B. der Perubalsam usw., nach Europa, und noch später belegte man sogar eine Anzahl künstlich hergestellter bal- samehnlicher Erzeugnisse mit diesem Namen, der aber von Rechts und Gerechtigkeits wegen nur dem Arabi­schen oder Utu-Balsam zusteht.

Daß sich dieser echte Arabische Balsam bisher noch nicht in unserem Heilschatz eingebürgert hat, lag an sei­ner großen Seltenheit und dem dadurch hervorgerufe­nen, ganz ungeheuer h»hen Preise, der Jahrhunderte hindurch sogar den Preis des Goldes um das Doppelte überstieg. Die Schwierigkeiten der Beschaffung des echten Arabischen Balsams sind indesten seit einigen Jahren durch die Entdeckung größerer Produktionsgebiete be­hoben, und heute sind wir, die sich mit der Einfuhr des berühmten Heilmittels seit einer Reihe von Jahren be­sahen, in der Lage, dasselbe schon zu einem Preise in den Verkehr zu bringen, der feine Anwendung Ruch Minderbemittelten ermöglicht.

Seit wir den echten Nrebischen Balsam vor einer Reihe von Jahren in den Handel gebracht haben, hal­ten zahlreiche Patienten Gelegenheit, denselben zu ver­suchen, und heute liegen uns schon Tânsende Hex Briefen usw. »er, die ganz unverlangt bei uns nicht nur von Laien, sondern auch von Aerzten, eingelaufen find und in denen uns von den gehabten RN-sezeich- »ete« Srfslgen berstet wirb. Die Wirkungen der echten Arabischen ober Uta-Balsams, von dem wenige Tropfen pro Tag genügen, find in Kürze folgende: Der Balsam macht den Mwawurf flüssig und Vermindert ihn. ^nfrlgebtffen hört schon nach verhiltnismötzig kurzer Selt der lästige Hustenreiz wb damit auch der Husten attf. Infolge der Entfernung ber in dem Auswurf enl- haltenen Ze^allprodEe tritt da, wo Fieber vorhanden war eine Abnahrne des Fiebers ein. Aus demselben Drvndo vermindern fich auch die Nachtschweitze, die

Hur Sladt und Land.

* Die Ziehung der 6. Arn städter G e l d - ' lotterie wurde wegen ungenügenden Los-Absatz auf I den 30 und 31. Januar 1913 verlegt.

* Einfuhr von Pflanzen in dieVer- einigten Staaten. Das Er. Ministerium des * Innern gibt darüber Folgendes bekannt: Nach einer 1 Mitteilung des Senats in Hamburg an das Reichs I and des Innern hat das Generalkonsulat der Vereinig- I der Zeit ganz aufhören. Ein gesunder Nachtschlaf und ' damit eine Besserung des Allgemeinbefindens pflegt einzutreten. Außerdem wirkt der Utw-Balsam magen - stärkend und appetitanregend und bedingt hierdurch eine größere Nahrungszufuhr und dadurch auch eine Ge­wichtszunahme. Der Patient bekommt durch das Ver­schwinden der katarrhalischen Erscheinungen und durch die Besserung seines Allgemein-Vefindens wieder neuen Lebensmut und größere Lust und Ausdauer zur Ar­beit.

Wer auch noch so viele andere Mittel bisher ohne Eifclo benützt hat, der möge trotzdem einmal in seinem eigenen Interesse einen kleinen Versuch auch mit Utu» Balsam machen. Er wird von der Wirkung des Mit­tels überrascht sein und den kleinen Versuch so leicht nicht bereuen.

Mr versenden ?o#eRlo6 u franko etneProde der Balsams an jeden, der uns den hier angehängten Be­stellzettel ausgefüllt einfenbet und ihm 20 Pfg. für Porto usw. beifügt. Den Herren Aerzten stellen wir zu Versuchszwecken ein größeres Quantum des Balsams kostenfrei zur Verfügung.

Wtorge*Iänbtf*e Drogen-Import -Geftllschâft B e r I i M W. 15,

et*»cM Cie mir rite Probe LL»-B«lf«M Ulkn« loS «Mb portofrei z«.

Rmt:.........-................................ -----------

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