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Track der Wietzener Berlagbdrackerei.

^^tfabrif, !^è^^^ soblizie^

Telephon: -tr. 362.

Zum Geburtstag der Kaiserin. »gegend I Western am Dirnslag beging Kaisenn Augusta BL- ^dcrfunt fc ihren 54. Gebuckstag. Das ganze deutsche Volk \ bifit ihr als seiner Kaiserin. Ist doch die hohe Frau ^iiOttt ^ Inbegriff aller Frauenlugenden geworden, und ßlhlet doch ihr Beispiel als Leitstern gerade in einer f die sich müht, den Inhalt des Frauenideals nach se ent^c^cn- ^n Gesichtspunkten zu modeln. Nicht immer glücklich; tlsach in veckehckem Sinne. Da dürfen wir uns freuen,

I sln big ^, I höchster Stelle im Reiche eine Frau zu sehen, deren Ast und Herz in alten Lebenslagen stets das Rechte gen, eine Frau, die als Gattin wie als Mutter, auf Throne wie in der Familie gleich vorbildlich wirkt. ^^^BHtncn Auges und offenen Herzens ist Kaiserin Au- HTHH Viktoria bestrebt, allen Veranstaltungen und Ein- ^sWMIN^lungen ihre Unterstützung zu leihen, die aus die He- * *|ng ber Volkswohlsahrl gerichtet sind, und dem von ern - Wollet ousgehenden Impuls verdanft manche Seite der 1^. Fialen Fürsorge eine Förderung, die sonst der Ver- ;en2strickMiei^^ anheimgesaNen wäre. An der Seite eines £ei£^^ dem Deutschland nicht nur eine wuchtige poli- . elegant!t#t Geltung, sondern auch einen ungeahnten Wirt lahregleichprakti^ Aufschwung verdankt, verkörpert Kaiserin Au- Sport ^^ijh Viktoria so recht die harmonische Ergänzung, die ibrikGrossisten un^ jQt[rQpigcn Wirken des Mannes zu wünschen ist, ~-j7t fi-rsorgende Liebe, die ^acksinnige Ausgleichung um !ZLh$Mi ibfid)cr Gegensätze und ungewollter Härten Und Friedrich Teipet ^ jicrtjefung der Aufgaben, die der Frau ureigenftes Q. B5h|B étcf sind. Wir wissen keinen besseren Wunsch am Wie- "ane chste der Kaisenn als den, datz das deutsche Volk und mehr das Wirken der hohen Frau kenrum fechten* verstehen lerne. Heil unserer Kaiserin 1

trock.SchuppenflKli

encK Uom Balkankrieg.

usschläge, Aderban Auf dem Kriegsschauplatz!: ziehen gegenwärtig die finger, alte Wrangt an der bulgari sch-türkischen Grmze die oitrâbscki^^ au( sich. .Gegenüber der hohen Bfte^ der dortigen Ereignifle treten die Vorgänge währte u. ârzti. «^ ben Grenzen Griechenlands, Serbiens und Monte- fjg-52l^- in den Hintergrund.

n schädlich. Bestens

^«u/ den N^ c o f i G, 22. Oft. Sicherem Vernehmen nach fan- ^^Ä/r!^c»r. cchern und heute vor der Festung Kirk Kiliffe, in ^hia-D^^ ------------------

Die Schlacht bei Kirk Kiliffe.

Da» Glückskind,

^T7h#mlt Roman von Irene von Hellmuth.

,idev!^" I (Nachbruck verboten.)

*a ^kA!! Er mochte wohl fühlen, daß sein Zorn ihn hiuge- - k^^heu. daß er zu wett gegangen.

tttx* ^ um vieles milder, als vorher, begann er:

fonb* .Sei doch vernünftig, Aurelia, hast Du denn nicht .^ meinen ft&cbi, daß das, was Du getan, einem Raube an UN- 19" j-metin» zukünftigen Kindern gleichkommt? NebrigenS, "genw" jtz0,^ er fort, als sie unbeweglich in ihrer Stellung be- "^ch neuen ^mtr, ^wcrde ich selbst die Sache in die Hand nehmen

u p0 ^ sie zum schnellen Ende bringen."

1 « i i* "Das wirst Du nicht tun!" rief die Angeredete aufS èlfflMw erzürnt und doch erschrocken aus.Noch heute, M lvUM sogleich eile ich zu Mathilde, ihr zu sagen, daß ich das, werben m" M ich versprochen, unter allen Umständen halten rij# Mieter und daß sie keinem, wer es auch sei, den Schein , vmsgeben dürfe, auch Dir nicht, und sie wird sich nebam^H^ bitten, es zu tun. Ich werde chr sagen, daß sie $ loj^^if Grund deffen chr gutes Recht verfechten möge."

' Bei diesen Worten brach die schwer gezügelte Wut

er um aus seinen grauen, haßerfüllten Augen. Die öe ballten sich zur Faust, keuchend ging sein Atem. .Mißten wir eine solche Handlungsweise nicht als it ewige Schmach empfinden?" begann die gequälte

. von neuem,laß Dir genügen an dem, was wir haben, es ist ja doch genug."

^Ein Beutel ist's, den ich Dir am liebsten vor die &k werfen möchte, dummes, einfältiges Weib," He er auf. , .

Plötzlich schien ihm ein Gedanke zu kommen, der Ä reollständig beherrschte. Er sprang von seinem Sitze ibiie Höhe, stellte sich dicht vor feine Frau hin, und ttückischen, katzenartigen Blick auf sie gerichtet, fragte ItNAernd:

^knd wenn das Mädchen nicht heiraten sollte, was

Mittwoch, den 23. Oktober 1912.

baren Umgebung sich die türkische Hauptkraft befinden soll, äußerst harte Kämpfe statt, die bisher unentschie­den blieben. Die türkische Verteidigungslinie soll durch- brodien sein. DasKresna Defile" sei von den Bulga­ren genommen worden.

Der Vormarsch der Bulgarcu.

Sofia, 22. Oft Die bulgarischen Truppen setzen den Vormarsch am Ufer des Bregalnitzaz fort. Struma Mesta, Douen und Mehomi wurde von den Bulgaren besetzt. Bei Mehomi ergaben sich zwei türkische Kom° pagnien.

Bulgarische durch Mazedonier verstärkte Frei­schärler operieren bereits im R ü ck e n der türkischen , Linie. Es ist ihnen ^irte gelungen, tzin 1 er Adri­an o p e l an die Bahnstrecke der Orientbahn zu gelan­gen und die Schienen auf eine Entfernung von 230 Meter loszulösen und vom Bahndamm zu werfen.

Sofia, 22. Ott. Die erste Verwendung von Flugmaschinen <m Balkankriege hat heute statt­gefunden. Bei wunderschönem Wetter stieg heute von MMlafa Pascha aus du bulgarischer Militär- , p il-o t auf und erhob sich 300 Meter in die Luft. In raschrm Fluge wandte "sich der Flieger -nach Adria­nopel, um dock die tückischen Stellungen auszukund- fchaften. Als die tückischen Vorposten die Flugmaschine bemeckten, gab sie sofort Steilfeuer auf den kühnen Avia­tiker ab, der sich jedoch in größere Höhen zu schrauben vermochte und dadurch dem Gewehrfeuer entging. E r Ilog bie ganze grünt ab und konnte wichtige Beobachtungen machen, die dem bulgarischen Vormarsch außerolDenllich zu statten lommen werden. Nach halb­stündigem Beobachtungsfluge über der tückischen Linie Kbne bei Flieger in das bulgarische Lager zurück, wo er dem ^eneralffabe ferne Meldungen unterbreitete.

Dom westlichen türkisch-bulgarischen Kriegs - schuuplatz liegt folgende amtliche Meldung aus Konstan­tinopel vor: Der Befehlshaber der türkischen Detache­ments stellte fest, daß die bulgarischen Streitkräfte bei Henlar im Bezirk Dospad an der bulgarischen Grenze zusammengezogen waren. Da an die bulgarische Stellung wegen der Unzulänglichkeit des Geländes nicht heranzukommen war, täuschte der türkischeBe- fehlshaber den Feind, indem er einen schein­baren Rückzug unternahm. So zog er den Feind aus tückisches Gebiet und griff dann plötzlich seinen linken Flügel an, der völlig aufgerieben wurde.

Die türkische Flotte hat die Offensive ergriffen und 1 Varna bombardiert. Das Bombardement dau­erte drei Stunden. Es gelang auch der türkischen Flotte, ein Korps von 4000 Mann zu landen. Es kam zwi­schen ihnen und der 8000 Mann stacken bulganschen Be­satzung zu einem heftigen Kampfe, in dessen Verlauf sich

dann? Haft Du dieses Fall auch auf dem famosen Schein vorgescheu?^

^ketn." --

Artur Böhler rieb die hageren Hände und sein Gesicht nahm einen frohlockenden, befriedigenden Ausdruck an.

^Fa, ja, so wird es eben auf diese Weise gehen müßen."

^Wenn denn, was sinnst Du aus?"

^Rosa wird überhaupt nicht heiraten." '%,

Wolltest Du sie etwa daran hindern?"

Ich werde sie verhindern, verlaß Dich darauf."

^O, Rüschen wird dennoch einen Weg finden, hüte Du ein junges Mädchen, Du kluger Mann," höhnte Aurelia.Röschen verspricht dereinst eine Schönheit ersten Ranges zu werden, und ihr guter Stern wird sie schon auf den rechten Weg führen, ich zweifle nicht daran " fuhr sie zuversichtlich fort.

Tue Du das Deine und laß mich das meine tun, wir werden ja sehen, wer recht behält."

Na, jedenfalls werde ich die Augen über dem ge­liebten Kinde offen halten," beharrte Aurelia, indes Artur zornig mit dem Fuße den Stuhl umstieß und eilig das Zimmer verließ.

Die heftige Unterredung mit dem Gatten hatte die arme Frau doch mehr aufgeregt, als sie sich eingestehen mochte. Was Wunder auch! Wie ein Blitz war ihr die Erkenntnis gekommen, daß ihr Gatte nur das Geld besitzen wollte, nicht sie, und diese Erkenntnis hatte ein häßliches Licht auf den Charakter des bis dahin vergötterten Mannes geworfen, und ihr den niederen Sinn desselben in vollem Umfange gezeigt.

Sie würde es unter diesen Umständen als eine Erleichterung empfunden haben, wenn er auf längere Zeit verreist wäre, wie es doch sein Beruf eigentlich verlangte,' aber darnach von chr befragt, erklärte er

r e l k p d ° n Hr: 861 24. Jahrg.

das tür tische Landungskorps genötigt sah, sich unter dem Schutz der Schiffsgeschütze zurückzuziehen. Der Hafen von Kl»varna ist in einen Trümmerhcursen verwandelt worden^

Vom serbische« 5lampsplay.

Belgrad, 22. Oft. Die Stadt Komanowo ist in serbischen Händen. Ebenfalls wurde E g r i P a - hs n f a bei geringen Verlusten von den Serben ge­nommen. Seit gestern mittag haben die Serben be­gonnen, Novibazar zu beschießen, die Er- gäbung der Stadt steht unmittelbar bevor.

Belgrad, 22. Oft. Die serbische britte Armee und die Ibar-Armee hat auf dem Terrain von Delja- glava bis Basta und in der Umgebung von Novibazar gegen die Tücken und Albanesen erbitterte Kämpfe zu bestehen. Die Stücke der Türken wird auf 40 000 Al­banesen und zehn Nizam-Abteilungen mit vier Batte­cken geschätzt. Gestern früh begann die dritte Armee eine -energische Offensive, warf den Gegner zu­rück und erreichte Malokossowo. Von der Ibar-Ar- -m e e sind günstige Meldungen eingetroffen. Das Ar- mee-Hauptquackier befindet sich in Vranja, wohin sich ^auch der König begeben hat.

Vom monteuigrinischen Kampfplatz.

Der Sieg über die türkischen Truppen bei Poddo- ti^a war mit bedeutenden Verlusten verbunden. Prinz Petar erhielt das Kommando über die neuformierte Bri­gade Bjelopolje.

In S e r a j e w o trafen ein tückischer Offizier und 34 tückische Soldaten ein, die nach den Kümpfen mit den Montenegrinern im Sandschak über die Österreich - ungarische Grenze geflüchtet waren, wo sie sich den Behörden stellten und die Waffen ablieferten.

Die Aktion der Griechen.

Die griechischen Streitkräfte dirigieren ihren linken Flügel über Diskatha vorwärts. Die Tücken wurden zu einem überstürzten Rückzug gezwungen. Der Kronprinz Konstantin hatte inzwischen Reserven heran- gezogen, mit denen er die Türken fast bis Selsidjem verfolgte. Ein Gefecht von großer Bedeutung ist in Den nächsten Tagen zu erwarten, da die tückischen Siel-

Rusten - fieberten

Itendllflmuiig schwinden durch den e Gebrauch Ton Laboda Dragées.

.Schulz gegen Influenza.

Frei. Mk. 130 in Apotheken. Wo nicht erb KJ Dich, wende man sich an ferro manganin- GeseliickaH Frankfurt a. M.

ohne Scheu, daß er den Posten aufzugeben < <ke, um sich ein ruhigeres und behaglicheres Le< . . zu ver­schaffen.

Aurelia war sprachlos. Was wollte er denn danrr anfangen? Irgend etwas mutz der Mensch doch zu hm haben,- wollte er am Ende von dem Gelde leben? Die Zinsen würden kaum hinreichen, da Artur ein feines, kostspieliges Leben gewöhnt war.

Und wenn dann die Hälfte herausbezahlt werden mußte, was dann? Also deshalb diese furchtbare Wut, deshalb diese Flut von Vorwürfen,' er gedachte über­haupt nichts mehr zu arbeiten,' o pfui über diesen Mann, der den ganzen lieben langen Tag auf der faulen Bären­haut liegen wollte, der seine gesunden Glieder und Kräfte nicht dazu anwenden mochte, wozu sie ihm ge­geben, zur Arbett.

Eine unsägliche Angst schnürte der armen Frau die Kehle zusammen. Sie fühlte mit Schrecken, daß sich unter diesen Umständen ihre Liebe zu dem Gatten in das Gegenteil kehrte, daß sie verachten mußte, wo sie achten sollte.

Was würde das für ein Leben in Zukunft werden, eine Ehe in Verachtung und Hatz. Sie wollte daher alles daran setzen, Artur zu seiner Pflicht zurückzuführen. Vergebens. Umsonst stellte sie ihm vor, daß es eine Sünde wäre, das Leben ohne alle Arbeit hinzubringen, er lachte sie aus.

Tu wirst sehen, mein Täubchen, daß mir die Zeit gar nicht lange wird," sagte er in höhnischem Ton,ich schlafe, esie, trinke, rauche, gehe nachmittags ins Cafee zu einer Parue Schach und abends zu einer Partie Billard oder was sich sonst findet,' nebenbei mache ich ein kleines Spekulationsgeschäftchen, es geht ganz gut."

Um Gottes willen nicht, Artur, eines Tages stehen wir dann, entblößt von allen Mitteln, da."

__ (Fortsetzung folgt.)