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Druck der ©icücncr BerlagSdruckerei.

Nr. 5. Telephon: Nr. 362.

Mittwoch, den 17. Januar 1912.

Telephon: Sir. 362. 24. Agh^

Reichstagswahl 1912.

Amtliche Wahlresnltate in Hessen.

Gießen- Nidda: Oberlehrer Dr. Werner-Butz­bach, Wirtsch. Bereinigung 9784, Krankenkassen-Kontrol- leur Beckmann-Gießen, Soz., 7954, Verbandssekretär A. Erkelenz^Berlin, Fortschr. Volkspartei, 6967, zersplittert 7; Stichwahl zwischen Dr. Werner und Beckmann.

/Friedberg-Büdingen: Busold-Friedberg, Soz., 9248, Landgerichtsrat Strack-Gießen, National!., 7367, Seminarlehrer Leuchtgens-Friedberg, Fortschrittl. Volksp., 2557, Rechtsanwalt Schröder-Friedherg, Ztr., 2105, zersplittert 9; Stichwahl, zwischen Busold und Strack.

Llauterbach-Alsseld^Schott e^: Ge­samtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen: 15 216 ; Maler BindewaldMilmersdorf, Wirtsch. Agg., 6174, Landwirtschastslehrer Heck-Alsseld, Natl., 3214, evang. Pfarrer Möbus-Udenhausen^ Fortschr. Volksp., 2799, Stadtv. Vetters-iGießen, Soz., 3029 ; Stichwahl zwi­schen Bindewald und Heck.

Darmstadt-Groß-Gerau: Rechtsanwalt Dr. Osann-Darmstadt, Natl., 11 169, Oberlehrer Dr. Strecker-Bad-Nauheim, Fortschr. Volksp., 7268, Redak­teur Dr. Quessel-Darmstadt, Soz., J8 323; Stichwahl zwischen Dr. Osann und Dr. Quessel.

Offenbach-Dieburg: Buchdruckereibesitzer Ul» rich-Ossenbach, Soz., 24 721, Oberbürgermeister in P. Brink, Natl., 8299, Schneidermeister Nessel-Offenbach, Ztr., 7317, Rechtsanwalt Garnier-Darmstadt, Fortschr. Volkspartei, 3141, Volksschullehrer Dern-Neu^Jsenburg, Wirtsch. Vereinigung, 1574, zersplittert 10; Ulrich ge­wählt.

Erbach-Bensheim: Graveur Hasenzahl-Er­bach i. O., Soz., 8530, Buchbinder Rippel-Hagen, W. Vgg.,4587, Likörfabrikant Scior-Erbach i. O., Natlib., 4378, Fabrikant Dr. Sauer-Zwingenberg, Fortschrittl. Volkspartei, 3621, zersplittert 17; Stichwahl zwischen Hasenzahl und Rippel.

Worms-Heppenheim: Fabrikant Freiherr Heyl zu Herrnsheim-Worms, Natl., 11 324, Arbeiter- sekretär Engelmann-Mainz, Soz., 6645, Stadtrechner Uebel-Dieburg, Ztr., 6347, Gutsbesitzer Becker-Bens­heim, Fortschr. Volksp., 3959; Stichwahl zwischen Fr. o. Heyl und Engelmann.

B i n g e n--A l z e y.: Dr. med. Becker-Sprendlin­gen (Kr. Offenbach), Natl., 10 871, Pfarrer Korell-- nigstädten, Fortschr. Volksp., 9403, Redakteur Adelung- Mainz, Soz., 2349, zersplittert 16; Stichwahl zwischen Dr. Becker und RorelL

Msainz-Oppenheim: Schriftsteller Dr. Da­vid-Mainz, Soz., 17 272, Kommerzienrat Motthan - Mainz, Zentrum, 9510, Oberlehrer Dr. Keller, Natlib., 7118, Oekonomierat Dettweiler, Bund d. Landwirte, 494; zersplittert 6. Dr. David gewählt.

Ueber die von der Nationalliberalen Partei auszu^- gebende Stichwahlparole wird in einer besonderen Kon- serenz beraten. Es heißt, daß die Reichsregierung auf die Führer der liberalen Parteien, namentlich der Na­tionalliberalen, im Sinne der vom Reichskanzler aus­gegebenen Stichwahlparole einzuwirken sucht, um eine Unterstützung der Sozialdemokratie gegen das Zentrum oder die Konservativen zu verhindern. Von einem sol­chen Wechsel in der Frontstellung gegen Rechts erhofft die Regierung einen günstigen Ausfall der Stichwahlen.

Aus Grund der jetzt vorliegenden Ziffern ist die Lei­tung des Hansa-Bundes von dem Wahlergebnis be­friedigt, da von den Mitgliedern des Hansa-Bundes sich in aussichtsreicher Stichwahl befinden

34 Nationalliberale,

51 Fortschrittler,

1 Freikonservativer.

Dazu kommen von den Nationalliberalen, Fortschritt­lern und Freikonservativen noch 30 Kandidaten, die auf dem Boden der Richtlinien des Hansa-Bundes stehen. Bei dieser Zahl von Kandidaten besteht die Hoffnung, daß die Bestrebungen des Hansa-Bundes im künftigen Reichstage eine sachgemäße Vertretung finden werden. 3e^t gilt es, für alle Mttglieder.und Freunde des Hansa- Bundes zur Durchsetzung dieses Zieles von Neuem mit aller Kraft zu arbeiten.

*

Marburg. Der Vorstand des konservativen Wahlvereins fordert die konservativen Mädler zur Un­terstützung des Kandidaten Rupp gegen den Demokra­ten v. Gerlach auf.

Frankfurt a. M. Die christlich-soziale Par­tei will für die Frankfurter Stichwahl die Parole Stim- menenthattung ausgeben, wodurch die Wahl des So­zialdemokraten sicher ist, wenn nicht die Fortschr. Volks­partei sich bis dahin für den christlich-sozialen Kandida­ten in Erbach-Bensheim, Stadtv. Rippel-Hagen, erklärt habe.

E s ch w e g e. Die Stichwahlparole der fort­schrittlichen Volkspartei für unseren Wahlkreis lautet dahin, daß die Entscheidung einem jeder Wähler an­heimgegeben wird. Die Nationalliberalen lollen sich noch nicht endgültig entschieden haben. Zur Stichwahl steht ein Sozialdemokrat mit dem Antisemiten Raab.

Nur Stadt und Land.

Gießen, den 17. Januar 1912.

n Gießen. Unsere Handelskammer wählte den Geh. Kommerzienrat Heichelheim wieder zum Vor­sitzenden, sowie Kommerzienrat Schirmer-Gießen nnb Kommerzienrat Grünewald - Alsfeld zu stellvertretende Vorsitzende und Kausmann Röhr zum Rechner.

n Gießen. Das Wohltättgkeitssest des Automo­bilklubs für unser Säuglingsheim soll einen Betrag von 1200 bis 1500 Mk. gebracht haben.

n Gießen. Die Silberne Hochzeit feiern heute die Eheleute Konrad Vonarius und Frau, geb. Wi- gandt.

n Allgemeine KarnevalfeierGiehens. Der Gießener Karneval soll Heuer eine großzügische Aus­gestaltung erhalten. Der Bund der Karnevalvereine Deutschlands dessen Hauptzweck darin besteht, allüberall einenallgemeinen" Karneval einzu­führen, oder einen alten wieder auHeben zu lassem durch Neugründung eines würdigen Karnevalvereins hat bereits im Spätsommer vorigen Jahres beschlossen, in Gießen, den vor zirka 33 Jahren bestandenen großen Karneval wieder zum Leben zurück zu rufen. Da nun Gießen durch Koblenz und Kassel gute karnevalistische Vororte hat, hofft die Bundesverwaltung ihr Festlager mit gutem Erfolg hier aufschlagen zu können. Die festlichen Veranstaltungen in dieser Saison werden allgemeine Arrangierungen bilden unter dem Motto: Ob wir arm sind oder reich, die Schellenkapp' macht alle gleich" und daß es gerade dadurch an Sympathien nicht fehlen wird, dürfte wohl heute schon mit aller Be­stimmtheit zu sagen sein. In vielen Kreisen der Stadt bespricht man schon lange das Kommende, das Interesse steigert sich ständig und selbst die maßgebenden öffent - liehen Körperschaften stehen dem Ganzen nur sympatisch und unterstützend zur Seite. Wenn man nun vielleicht sagen möchte: ja, die heutigen wirtschaftlichen Verhält­nisse fhrb für Karneval wenig zugeschnttben, so müßte dem doch entgegen gehalten werden, daß die gesamte Geschäftswelt nur Nutzen durch wirklich großzügische Veranstaltungen hat, besonders aber durch einen allge­meinen Fastnachtszug, der nachgewiesenermaßen einen kolosalen Fremdenbesuch zeitigt, andererseits aber auch durch benötigende Arbeiten zu demselben, weiterhin durch Abhaltung von festlichen Damensitzungen usw. Geld wie man zu sagen pflegt in's Rollen kommt, mithin für alle Schichten der Bevölkerung sich Vorteile geltend machen. Gießen hat sich als Feststadt schon oft bewährt, warum sollte dem Prinzen Karneval nicht auch eine schöne durch Gründung eines würdigen Karnevalvereins bleibende Stätte errichtet werden, ganz besonders noch, wenn hier die Bundessahne unter dem Motto:Wohltun durch Humor!" gehißt wird, wodurch im Lause der Jahre schon manche Träne wirk­lich Armer und Notleidender getrocknet wurde, wovon viele Städte den besten und dankbarsten Beweis anlre- ten können. Seitens der Bundesverwaltung ist hier eine Geschäftsstelle errichtet, von wo aus alle Vorarbei­ten des bereits schon ausgestellten Programms erfolgen. Bedingung für das Gelingen i st frei­lich die Mitwirkung aller dazu Beru­fenen, insbesondere zum Fastnachtszug seitens un­serer zahlreichen Vereine, an welche wohl bald der Rus

Müde, Unvätzlich,

Blatz, Blei«?ücht,g,

Abspannung, Schlaflosigkeit, Nervosität, sind sichere Zeichen, daß Leriferrin notwendig ist, die Kräfte zu heben, Lebens­frische herzustellen, das Blut zu bereichern und wieder gute Farbe und Aussehen herzustellen.

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um Mitwirkung ergehen wird. Die Bundesverwaltung reich an langjährigen und bewährten Erfahrungen bietet die Hand, nun heißt es Kräfte und Wittel zur Verfügung stellen, damit eine große Sache, die in selbst losester Weise im Interesse unserer Stadt vorbereitet, auch durchgesührt werden kann und hierzu rufen wir heute schon:Aus ein fröhlich Gelingen!" Die Ge­schäftsstelle befindet sich im Laden Seltersweq, Ecke Wolkengasse.

n G i e ß e n. In derBad-Nauheimer Zeitung" lesen wir: Welche Urteile manchmal der Haß gegen die Landwirtschaft zeitigt, beweist folgendes Vorkommnis: Sah da am Montag, den 8. Januar, abends gegen 10 Uhr im Hotel Schütz-Gießen an verschiedenenTischen eine Anzahl Gäste. Unter anderem ein Viehhändler, Isidor Katz aus Heimbach bei Melsungen und ein Gutsbesitzer aus Fmnken. Wie bei allen derartigen Gelegenheiten in der Wahlzeit dreht sich das Gespräch fast ausschließ­lich um die Begehrlichkeit der Agrarier. Während der Gutsbesitzer aus Franken der Meinung ist, daß eine frischmelkende Kuh 350400 Mark kostet, und nur täglich im Durchschnitt 10 Liter Milch gebe, sodaß der Selbstkostenpreis pro Liter Milch für den Landwirt 14 Pfennig betrage, behauptet der Händler Katz gerade das Gegenteil. Eine Milchkuh gebe mindestens bei einem Futterwert pro Tag von 60 Pfg. 20 Liter Milch im Durchschnitt und der Selbstkostenpreis betrage 5 Psg. pro Liter für den Landwirt. Der Gutsbesitzer aus Fran­ken versteht keinen Spaß und verlangt von dem Händ­ler Lieferung von 100 Milchkühen zu 450 Mk. Jedes Tier müsse aber 20 Liter Milch pro Tag geben bei einem Futterverbrauch von 60 Pfennig pro Tag. Katz willigt ein, die schriftliche Vereinbarung soll aber erst am näch­sten Morgen 9 Uhr fertiggefteUt werden. Als der Guts­besitzer sich am nächsten Tage einfindet, erfährt er aus Anfrage bei dem Händler Schütz, daß Katz schon mor­gens um 7 Uhr abgereift sei. Da der Käufer auf Lie­ferung besteht, wird die Angelegenheit noch die Gerichte beschäftigen.

n Gießen. Aus der Eisbahn des Eisvereins fin­den Freitag nachmittag Wettläufe statt, zu denen Preise ausgesetzt sind.

n Gießen. Infolge verschiedener Unfälle ist die Benutzung der Rodelbahn am Schiffenberg vor­läufig eingestellt worden.

n Gießen. Am Samstag abend- schlug ein grö­ßeres Mädchen aus dem Neuenweg der 10jährig. Toch­ter des Fuhrmanns I. mit einem Blecheimer derart ge­gen den Kopf, daß über dem linken Auge eine große, klaffende Wunde entstand, die in der Verbandsstelle von Kraushaar, Seltersweg (freiw. Sanitätskolonne) ver­näht und verbunden wurde. Wäre der Schlag etwas tiefer gekommen, konnte das Auge unrettbar verloren sein.

o Vilbel. Hier wurde ein Zwillingspaar (Mädchen) geboren, das an der Oberseite des Kopfes an der Schädeldecke zusammengewachsen ist, sodaß die beiden Mädchen längs gegeneinander liegen müssen. An der Atmung stellten die Aerzte fest, daß jedes Hirn einzeln für sich besteht. Die Kinder befinden sich den Umständen nach wohl.

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