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Gründerger Zeitung

(GrkLberZer ^tefte Nachrichten.) Tägliches (Grünberger Tageblatt.)

^okal u. Anzeigenblatt für die Gerichtsbezirke Grünberg u. Laubach.

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Nr. 92

2. Blatt.

Samstag, den 16. November 1912

Telephon 9tr. 862.

24. Iabrg

(Qefkrrrtth und Serbien.

Von Professor Dr. Iowan Zwijitsch, ordentl. Mitglied d. RgL Akademie der Wissenschaften in Belgrad.

(Die diplomatischen Verhandlungen über eine rasche Beendigung des Balkankriegs spitzen |id) zu einer österreichisch-serbischen Aus­einandersetzung zu. DieFrkf. N." brachten überraschende Deutlichkeit auszeichnet.)

Seitdem Serbien ein unabhängiges Königreich und der Kristallisationspunkt für die ganze serbische Nation geworden ist, ist die Freiheit seines Handels und seines Handelns stark beschränkt worden. Durch gewisse Be- ftinimungen des Berliner Vertrages wurde Oesterreich - Ungarn seinerzeit in die Lage versetzt, ohne das Terri­torium Serbiens zu besetzen, das Königreich doch zu seinem ökonomischen und politischen Vasallen zu ma­chen. Durch das an Oesterreich-Ungarn gegebene Man­dat, Bosnien und die Herzegowina zu besetzen, hat der Berliner Kongreß die Schaffung einer ununterbrochenen Reihe von slawischen Staaten auf der nördlichen Hälfte der Balkanhalbinsel verhindert und eine europäische Großmacht zu einem Balkanstaate gemacht. Dadurch wurde die territoriale Vereinigung der zwei serbischen Staaten, des Königreichs Serbien und des jetzigen Kö­nigreichs Montenegro Hintangehallen. Die westliche Grenze Serbiens wurde seit 1878 bis auf den heutigen Tag von Oesterreich-Ungarn aus politischen Gründen hermetisch geschlossen. Dadurch verlor Serbien die alte

werden die nationale Energie in den eroberten Teilen der serbischen Nation aufrechterhalten und die Gelegen - heit benützen, um die serbische Frage zu lösen.

Handelsstraße von Mokra Gora über gufa und somit den freien Ausgang Mccr. Es blieben für Serbien noch um feine Produkte auszuführen, aber

Folscha nach Ra- zum Adriatischen zwei Richtungen, diese waren zwei die Donau für

große Umwege zum Meere. Einmal

die Häfen des Schwarzen Meeres und dann die Gif cm Hghn von Urania nach Saloniki für die Häfen des Ae- gäischen Meeres sowie des Mittelländischen Meeres und für den italienischen Markt. Aber die sehr hohen Taren für die Durchfuhr durch das Eiserne Tor und noch grö­ßere Schwierigkeiten auf der anderen Richtung machten, daß Serbien bis jetzt in wirtschaftlicher Beziehung volt-

Politische Prophezeiungen für 1901» 1919.

In einem vor etwa 10 Jahren in Paris veröffent- (ichicn Merkchen mit dem Titel:Zwanzig kommende Ereignisse nach den Prophezeiungen Daniels und der Apokalypse" sind die Revolutionen und die Kriege von 1906 bis 1919 vorausgesagt und zuletzt ein im Jahre 1919 zu begründender Staatenbund, der zehn : Reiche umfaßt: Frankreich, England, Spanien, Italien, i Oesterreich, Griechenland, Aegypten, Syrien, die Tür- I fei und die kleinen Balkanstaaten, die hier also a ' s ! einziger großer Staat, mit Ausschluß Griechenlands, ' gedacht sind. Das merkwürdige Büchlein enthält unter I anderen Prophezeiungen, die mehr oder minder drollig : sind, ein paar Kuriositäten, die zu denken geben. Man ' lieft da unter anderem:In der Periode zwischen 1906 j und 1919 wird es Revolutionen geben, die Mazedonien, Albanien und Syrien vom türkischen Reiche trennen werden. Wenn der Staaten - bund der zehn Reiche, der den Dreibund und den Zwei­bund ersetzen wird, vollendete Tatsache werden sollte, mirb Italien wahrscheinlich Tripolis erobern. Am Schlüsse des Jahres 1919 wird die Türkei nur nochThra- zien und Bilhynien umfassen. Alle slawischen Staaten werden stark sein und siegreich und sicher inner­halb ihrer mit Feuer und Schwert eroberten natürlichen Grenzen leben." Der französische Prophet verkündet das Erscheinen eines Krieges, der als eine Art Napoleondiesen Bund der zehn Reiche so hoch erhoben wird, daß er einem politischen Eifelturm glei­chen dürfte". Schließlich wird der Mann aber ein biß­chen konfus: er prophezeit die allgemeine Verkündigung des Evangeliums, wobei 144 000 Christen Christus ent- gegengehen werden. Diese Christen werden dann in der Osterwoche 1929 oder 1931 allesamt in den Himmel fahren.

Fiskus und Kohleusyndikat.

Uns wird geschrieben:

fern bemerkt, daß die e n g l i s ch c n K o h l e n p r e i s e im Vergleich zu den deutschen seit 1907 eine Durch schnittserhöhung erfahren haben, die unsere deutschen Preiserhöhungen teilweise um das Vierfache überragt. Das sollte doch beachtet werden.

Für Handwerker

Am 1. Oktober 1913 ist die gesetzliche Uebergangs

frist abgelaufen, welche Handwerkern die Ablegung der M c i st e r p r ü s u n g ohne den Nachweis

staudcnen Gesellenprüfung gestattet. Artikel dec WoüeKe zur Reichsgewerbeordnung vom 1908, deren Bestimmungen am 1. Oktober Kraft getreten sind, bestimmt hierüber:

Während der ersten 5 Jahre nach dem

einer

br

2 Abs. 2

30. Mai

1908 in

Inkrasttre-

ten dieses Gesetzes darf die Zulassung jur Meisterprüf­ung von dem Bestehen der Gesellenprüfung nicht ab= hängig gemacht werden. Für Personen, die beim Iw kroslneten dieses Gesetzes zur Anleitung von Lehrlingen

befugt sind, gilt das gleiche auch nach Ablauf Jahre. Wer also am 1. Oktober 1908 nach stehenden gesetzlichen Vorschriften die Befugnis leiten von Lehrlingen besag, kann auch nach Oktober 1913 zur Meisterprüfung zugelassen

dieser 5 den be= zum An- dem 1. werden,

ohne den Nachweis der abgelegten Gesellenprüfung zu erbringen. Alle übrigen Handwerker müssen hingegen, wenn sic nach dem 1. Oktober 1913 die Meisterprüfung ablegen wollen, sich zuvor der Gesellenprüfung unter - ziehen. Es liegt daher im Interesse der in Betracht kommenden Personen, die kurze Frist noch au'szunützen und sobald wie möglich die Vorbereitungen zur Mei-

ständig eingeschlossen lag.

Die Folgen, die eine so schlechte geograpchsche und wiilschcistliche Lage auch in den inneren Verbällmssen de- Landes mit sich bringen muh, sind auch in ser - bien nicht ausgeblichen. Die Parteikömpse und die sonstigen politischen Zuckungen des Landes haben über 30 -echte gedauert und zwangen Serbien schlieglich ent­scheidende Schritte zu tun, um seine wirtschaftliche Emanzipation vo- ^"r--*. .Harter S^-c-i Frieden auf der Balkanhalbinsel wird es nur dann ge- ben wenn man streng daraus ficht, bah das Gleichge­wicht zwischen den Balkanstaaten erhalten tmrb. Au; vieles Gleichgewicht hat man damals im Berliner Ber- trai bei der Bestimmung der Landcsgrenzcn für bien und Montenegro keine Rücksicht genommen ebenso wenig aus das Mindestmast des Gebietes, für das Leben dieser beiden serbischen Staaten abtolut notwendig ist. Auherdem hat man da- nationale Gleichgewicht und die arotzcn nationalen Re-bte die Na hn-ccbfc eines jeden Volkes, auh-r acht, gelassen. Seit Jahren besteht nun bie stets klar ausgesprochene ~en= bent das ganze südslawische Gebiet, von Laibach und Triest angelangen' bis tief nach Mazedonien zu emer nationalen Einheit zu machen und die Lultur au na- Hanoier Grundlage zu entwickeln. Die 6°"^°"*". ben sich dem Nationalitätsprinzip untergeordnet und d-c 5>auvtma!le in diesem sudstawischcn Kompler b bie serbische Nation, die außerdem auch dlè gunsNgsl^ aber auch die schwerste Position emt. bietest mt den Lmnptkamps führte und die l°bwerüen ^pter für diese Idee brachte. Die beiden serbischen -taaten w ^

er-

und das

Als gegen Ende der zweiten Hälfte des Oktobers die ersten Meldungen vom Austritt des^Bergfiskus aus fernem Vertragsverhältnis zum Kohlen-Syndikat erfolg­ten da ging eine freudige Bewegung durch die links- liboralen Blätter, auch die Presse des Zentrums, in Sonderheit dieKölnische Volkszeitung", pries in hohen Tonen das Eintreten des Fiskus zum Schutze desarmen Hauc-brandverbrauchers" vor der Begehrlichkeit derSyn- dika:sgewaltigcn". Daß schließlich, wie von anderer Seite ausgeführt wurde, der Fiskus trotz seiner Kün- diauna das Geschäft des Syndikats mitmachen werde, daß er an der Saar im Durchschnitt höhere Richtpreise hatte, als die sog. Syndikatszechen an der Ruhr, das wurde völlig übersehen. Nun gelangte kürzlich die Mitteilung in die Oeffentlichkeit, daß auch die König­liche Berginspektion in Ibbenbüren (Wests.) ihre Preise, einschließlich verschiedener Hausbrandsorlen, erhöht hat. Jetzt gehen auf einmal derKölnischen Volkszeitung" biV Augen auf, sodaß sie am Oktoberschluh zu einem etwas anderen Urteil über den Fiskus gelangt:Das Merkwürdige an der Sache (der Richtpreiserhöhung nämlich), so schreibt sie in Nr. 952 vom 31. Oktober, Morgenblatt, ist nur, daß der S 1 a a 1 an der Ruhr die Erhöhung der Kohlenpreise um 0,25 Mk. bis 1.00Mk. für die Tonne ablehnt und sich den Zorn (!) des Syn- I bUat^ zuzieht, an her Saar aber, wo er selbst ! dieFührunghat, diese zu einer noch gr o= , ßeren Steigerung der Preise benutzt." ! 3n ber Tat ein recht bemerkenswertes Geständnis. Im

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oTuf merf Inrnteit ber Entwickelung j Anschluß hieran sei übrigens, wie wir bestimmt Mitzu- Aufmerksamreu --- ^ tc;fcr jn ^er Laye smd. den deutschen Syndrkatsknü-

den weiter ihre ganze ~-.;-.;xh

ihrer Armeen und der Volksamklarung L 1

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