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Bezugspreis 40 Pfg. monatlich
v erteljährlich 1,20 D!k., vorauszahlbar, frei ins HauS. Abgcholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. — Erscheint Mittwochs und SamstagS. — Redaktion: Selters- weg 83. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
Verlag der „Gießener Zeitung" G. m. b. H.
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Expedition: Zelters weg 83.
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Druck der (Wiesener Verlagsdruckerei.
Nr. 22. (2. »latt>.
Samstag, Den 16. März 1912.
Telephon: Nr. 362.
24. Jahrg.
Zum Dergarbeilerausstand im Ruymvier
schreibt man uns:
Da bei dem gegenwärtigen Bergarbeiterausstand im Ruhrbezirk die Lohnsrage den Kernpunkt der Bewegung bildet, sei in der nachstehenden graphischen Darstellung ein Bild von der Entwickelung geboten, die die Löhne der eigentlichen Bergarbeiter, kurzweg Hauer genannt, in den drei wichtigsten preußischen Steinkohlen - revieren in den letzten 20 Jahren genommen haben.
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Das Jahr 1890, das den Ausgangspunkt der Darstellung bildet, war durch sehr günstige wirtschaftliche Verhältnisse und durch einen entsprechend hohen Stand der Löhne ausgezeichnet. Dem für 1892 und die folgenden Jahre zu verzeichnenden Rückgang folgte von der Mitte der 90er Jahre ein Aufschwung, der in 1900 seinen Höhepunkt erreichte, um von da ab sür mehrere Jahre einer starken Depression zu weichen. Der 1906 von neuem einsetzende Aujschwung brachte die Löhne in 1907 weit über den vorher erreichten Höchststand und auch bei dem folgenden Niedergang in 1909 und 1910 hielten sie sich über dem Stand des 10 Jahre zurückliegenden Hochkonjunkturjahres. Tritt hierin aufs beut - lichste die Besserung zutage, deren sich die Bergarbeiter der drei Reviere in den letzten zwei Jahrzehnten erfreuen konnten, so macht das Schaubild vor allem die Besserstellung des Ruhrbergmannes vor feinen Kameraden in den anderen Bezirken offensichtlich. Besonders bemerkenswert ist angesichts des jetzigen Ausstandes und der ihm zu Grunde liegenden Lohnsorderungen die Tatsache, daß der Ruhrknappe in 1890 einen geringeren Verdienst hatte, als der èaarbeTgmann, während 'cr gegenwärtig annähernd 1 Mk. mehr in der Schicht verdient als dieser; der oberschlesische Hauer bleibt gar um über etwa 1% Mk. hinter ihm zurück. Diese Feststellung läßt die Lohnforderungen der Ruhrbergarbeiter als nichts weniger als begründet erscheinen.
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