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Sezugspreis 40 Pfg. monatlich

v erleljährltch 1,20 Mk., vorau-zahlbar, frei inS HauS. Abgeholt in unserer Expedition ober in den Zweig, ausgabestellen vierteljährlich 90 Psg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Weitere- weg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Verlag derGießener Zeitung" G. m. b. H.

Expedition: 5 eItersweg 83.

Anzeigenpreis 20 pfg.

die 44 mm breite Inseratenteile. Die 90 mm breite Zeile im di es lameteil 50 Psg. Extrabellagen werden nach Gewicht und Gröhe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deSZahlungA. ziele- (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in WegsaU. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit.

Druck der Eichener VerlagSdructerei.

Nr. 100

2. Blatt

Samstag, dm 14. Dezember 1912.

Telephon Nr. 362. 24. Jahrg.

Stehen Spargulgaben auch in Kriegsfällen sicher?

Ueber diese, besonders in Zeiten politischer Hoch- ronnimg akute Frage schreibt die volkswirtschaftliche ZeitschriftDie Sparkasse" in ihrer letzten Nummer -

Für die Einlagen der Sparer haften bekanntlich:

1. Das eigene Vermögen der Kassen (Rücklagen);

2. das gesamte Vermögen der Körperschaft, die die Haftung übernommen hat;

3. die gesamte Steuerkrast der betreffenden Ge­meinde ;

4. die Forderungen der Sparkassen selbst.

___; d ^ü die Anlegung der Gelder der Sparkassen in her Hauptsache in vorsichtig ausgewählten, ersttlassigen Hypotheken und in Staatspapieren erfolgt, und da die .j . Grundstücke nur bis höchstens zwei Drittel ihres Wertes Hieben werden, so würden schon die durch Hypotheken, ffnenlâll ^rch Wertpapiere und Schuldscheine von Gemeinden |id;eigeftclltcn Ansprüche in Verbindung mit dem eigenen Vermögen der Kasse allein ausreichende Deckung sür die Einlagen bieten, ohne datz die Gemeinde in An-

)sse AuswaL 6 Preise

Iprud; genommen zu werden brauchte.

Das gleiche gilt für den Kriegsfall. In den Jah- lti 1866, 1870-71 haben alle Sparkassen den an sie gestellten Anforderungen entsprochen. Niemand hat bei

einer behördlichen Sparkasse einen Pfennig verloren. Mit dem Tage der Mobilmachung würde das Reich für

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Mitteln unter seiner Garantie hin­genügende Barmittel gegen Sicher-

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; img zur Verfügung stellen. 1848, 1866, 1870-71 ge- schah dies dadurch, daß Preußen Darlehenskassen ins ! Leben rief mit der Bestimmung, gegen Verpfändung Mit Waren oder Wertpapieren -Darlehen zu gewähren, jii diesem Zwecke wurden unter staatlicher Gewährleist- Wg Darlehenskassenscheine im Nennwerte von 1, 5, 10

Uermiscbtes.

):( Herborn. DasHerborner Tagblatt" bringt die Nachricht, daß im Westerwald große Radium- fünde gemacht worden feien; es sollen bei Weihen - borg in der Nähe des Salzburger Köpfes durch Indu­strielle Landankäufe gemacht worden sein, und zwar soll die Rute, die bisher 2 Mark kostete,' 15 Mark ge­bracht haben.

* Von der Eisenbahn. Die Eisenbahndi­rektion Frankfurt hat an die meisten Beamten iünb die Arbeiter aller Chargen in ihrem Direktivtisbezirk Weih- nachtsgeldgeschènke auszahlen lassen. Die Beamten und Arbeiter der anderen Direktionsbezirke hoffen, daß auch sie in den augenblicklich teueren Zeiten von ihrer vor­gesetzten Behörde bedacht werden.

* Neue Wandergewerbescheine. Mit dem 1. Januar 1913 tritt eine Abänderung der Be­stimmungen inKraft. Der Bundesrat hat die alten Be- stimmungen dahin verschärft, daß neben der Personal­beschreibung des Inhabers d!s Scheines der Schein auch mit der Photographie des Inhabers ver­setzen werden muß, da behördlich sestgestellt worden ist, dab Wandergewerbescheine verkauft worden sind, und zwar an solche Personen, denen die Ausstellung solcher Scheine von der Behörde versagt worden war.

* Die Deutsche Kolonialgesell schast beging am gestrigen Tage das Fest ihres 30jährigen Bestehens. Aus kleinen Anfängen hat sich die Gesell - schaft durch eigene Kraft zu einem weltumspannenden Unternehmen, das jetzt über 43 000 Mitglieder zählt, emporgearbeitet. In der am vormittag abgehaltenen Vorstandssitzung wies der Präsident, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, aus die Bedeutnng des Ta­ges hin, gab einen kurzen Rückblick über die Fortschritte des Unternehmens und hob besonders das Wohlwol­len bervor, das das Reichskolonialamt stets der Ge­sellschaft entgegengebracht habe.

Geschäftliches.

:: Saure Wiesen zu verbessern m " ß man gründlich s i e entwässern. Erst wenn dies in sachgemäßer Weise erfolgt ist, kann man von einer Düngung, besonders von einer kräftigen Tho« matmcfjlbüngung, die höchste Rente verlangen. Mit der Düngung Hand in Hand soll aber immer aud) eine kräftige Bearbeitung mit der Wiesenegge gehen. Zu nasse- saure Wiesen liefern nur ganz minderwertiges Futter. Daher ist die Regulierung der Feuchtigkeit die erste Bedingung für jede Wiesenmelioration.

iino 25 Talern ausgegeben, die der Kasse als vollgiltige W^^ Zahlungsmittel dienten. Diese Einrichtung hat sich vor- 1 güglich bewährt. Dagegen ist in Kriegszeiten die Ge­fahr sehr groß, datz das von der Sparkasse abgehobene

per Datz. ML m

Gelb dem Eigentümer zu Hause oder anderswo

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- per Stück. ' ausenden ki* ken gratis rt i M

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»ommen wird. Es ist deshalb ganz entschieden besser, nur den unbedingt nötigen Betrag abzuheben, jede verfügbare Mark aber zur Sparkasse zu bringen und dort aufbewahrt zu lassen.

Unter Kulturstaaten ist im Kriege das Privateigen- tuni unantastbar. Die Sparkassengelder sind Privat - eigen! um und die Sparkassen können nach den Grund -

dort von 181 von

Citerarifcbes.

? Deutsches Jugendbuch. Unter Mitar- namhafter Schriststeller und Künstler herausgegeben Wilhelm K 0 tz d e. Band 4. Ein starker Band, Seiten in Ganzleinen gebunden 3 Mark. Verlag Jos. Scholz in Mainz.Das ist ein Fest-

sahen des Völkerrechts nicht zu Zahlungen an das Rerch, an den Bundesstaat oder gar an eine feindliche Macht angehalten werden. Die Annahme, daß zum Beispiel die Ersparnisse zur Deckung der Kriegsunkosten verwendet und unter Umständen verloren gehen könn­ten, trifft deshalb nicht zu. Sollten durch den Krieg an dm verpfändeten Grundstücken Wertminderungen ein= treten, so müßte das Reich vollständigen Ersatz leisten. Tie Ansicht, daß ein Goldstück im Strumpf beim Aus- druch eines Krieges sicherer sei als eine Eintragung von zwanzig Mark im Sparkassenbuch, ist nach alledem falsch Man beobachte den Sparkassen gegenüber in kritischen Zeiten! eine besonnene und vertrauensvolle Hal- Mg, ein Verlust wird aus keinen Fall erwachsen.

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Unsterblichkeit.

Von Rudolf Dietz.

(AusFlageolett und Flamberg".) Wer eines Kindes Kartenhaus Als plumper Taps zertritt, Wer strebet möglichst hoch hinaus Mit rücksichtslosem Schritt, Wer Menschenherzen und Menschengerst Will in Schablonen pressen, Mit roher Hand am Zügel reißt, Der stirbt und wird vergessen.

Doch wer ein kleines fremdes Glück Wie's eigne hüten kann, Und wer mit Sankt Johannesblick Die Seelen sich gewann, Und wer gar fein ein Rosengerank Selbst um die Rute flticht, Den trägt durchs Alter Lieb und ^ank, Der Jünger, der stirbt nicht!

geschenk für Kinder, wie wir esuns besser und billiger kaum denken können." Diesem Urteil derRundschau auf dem Gebiete der Jugendliteratur" können wir uns nur voll und ganz anschließen. Es wird in diesem für Kinder jeder Altersstufe bestimmten stattlichen Buche, nur Gediegenes geboten, unsere besten Schriftsteller u. Künst­ler beteiligen sich daran. In buntem Wechsel bringt es Mäichen, Geschichten, Lieder, Reime, farbige Bilder und Zeichnungen; Rätsel, Spiele und Aufgaben mancherlei Art geben dem Kinde Gelegenheit zu heiterer Beschäs- tigung. Es ist also ein rechtes Haus- und Familien - buch, auch die Eltern werden gerne in das Buch sehen, und wenn es die Familie zu gemeinsamer Freude zu­sammenführt, wird es seine Aufgabe recht erfüllt haben.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde in Gießen.

Sonntag, den 15. Dezember, 3. Advent.

Gottesdienst.

I n der Stadtkirche.

Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian.

Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Beichte u. hl. Abendmahl für Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend einge­laden wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.

Donnerstag, den 19. Dezember, abends 8 Uhr, im Markussaal: Bibelstunde. (Brief an die Philipper.) Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche.

Vorm. 9% Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Bechtolsheimer.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Beichte und heiliges Abeildmahl für die Johannes- meinde, wozu besonders auch die konfirmierte J"gend eingeladen wird. Anmeldungen vorher im Pfarr -

Haufe, Südanlage 8, erbeten.

Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannesfaal.

Mittwoch, den 18. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel - stunde im Lutassaal. (Die Gleichnisreden Jesu.)

Pfarrer Bechtolsheimer.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Samstag, den 14. Dezember.

Nachm. um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen - heit zur hl. Beicht.

Vorm. Vorm. Vorm. Vorm. Vorm.

Sonntag, den 15. Dezember.

3. Advents-Sonntag.

von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

7 Uhr: Die erste hl. Meffe.

8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes-

dienst.

Nachni. 5% Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaftsandacht.

fabrizieren wir unter der Marke

Mandelmilch-Pflanzen-Butter-Margarine.

Nur echt mH dem Namenszdge des Erfinders Geh. Medizinal rat Prof. Dr. Oskar Liebreich.

Nachahmungen weise man zurück!

Sana-Gesellschaft m. b. H.

Cleve.