Hietzener Iettitng
Uezngspreis 40 Pfg. monoilid)
v erteljahrlich 1,20 MH., vornuüzahlbar, frei ins Haus. Y( bgef) o (t in unserer Expedition ober in den Ziveig* auSgabeftclkit vierteljährlich 90 Pfg — Erscheint Mittwochs und SamStagS. — Redaktion: SelrerS- weg 83. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
Verlag der „Gießener Zeitung" G. m. b. H.
Samstags liegt für die Stabtabonnenten der Illustrierte Wochen-Ünzeiger gratis bei.
Expedition: Zeltersweg 83.
Anzeigenpreis 20 Pfg.
die 44 mm breite Inserat en-eile. — Die 90 mm breite Zeile im Reklamet etl 50 Pfg. — Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitungdeü Zahlung-« zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Druck der Gießener Berlagsdruckerei.
Nr. 12
(L Blatt )
Samstag, den 10. Februar 1912
Telephon: Nr. 362.
24. Jahrg
neueste naebriebteu.
Berlin, 9. Febr. In der heutigen Reichstags - Sitzung wurde das Präsidium gewählt. 1. Präsident ist Dr. Spahn (Zentr.), 1. Vizepräsident Scheidemann (Soz.) und 2. Vizepräsident Dr. Paasche (Natlib.). Es ist das erste Mal, daß ein Sozialdemokrat dem Präsidium angehört. Scheidemann ist 1865 in Kassel geboren. Er erlernte die Buchdruckerei. 1895 gab er seinen Beruf auf und übernahm die Redaktion eines sozialdemokratischen Parteiorgans in G i e- ß e n. 1902 wurde er Chefredakteur des „Offenbacher Abendblattes", 1905 trat er zum „Kasseler Volksblatt" über. Scheidemann ist seit 1903 Reichslagsabgeordne- 1er, seit 1908 Stadtverordneter in Kassel.
Frankfurt a. M., 9. Febr. Der Raubmörder Pöllmann ist heute früh im Hos der Strafanstalt Preungesheim h i n g e r i ch t e t worden. P. hatte seinerzeit den Agenten Siemer bei Frankfurt meuchlings ermordet.
durch Humor!", hat derselbe den Reinertrag des Wappen- und Liederverkaufs der beiden Festsitzungen an die Wohltätigkeilsvereine der 3 großen Religionsgemein - schäften abgesührt mit der Bestimmung, diese Gelder am Fastnachtssonntag zu verteilen.
* Gießener Rläppcrbubc. Als solche können sich alle Jungens beteiligen, die im Besitz eines sogenannten Schnitzelanzuges sind, der für weniges Geld (denn es handelt sich ja nur um rol-weih-blau-gelbes Papier) herzustellen ist. Die Kopfbedeckung wird den Kläpperbuben bei der Zugausstellung geschenkt. Im Schaufenster der Firma Heilbronner ist ein Musteranzug ausgestellt, wo auch gerne Auskunft über Anfertigung erteilt wird.
* Karn.evalzug amFastnachlsonntag! In diesem Zug soll bei Gruppe: „Sommer" ein 5^ nabe n-Trommlerkorps Verwendung finden. Die Jacken, Hüte und Gürtel werden den Rnabln gestellt, hingegen sind die Trommeln selbst zu beschaffen. Das Trommeln wird den Knaben im Lause der Woche ge-
lernt
Auch eine Clowngarde soll verwendet
werden. Knaben, die im Besitze solcher Clownanzüge sind und M u n d h a r Monika spielen können, mögen sich in der Geschäftsstelle, Seltersweg 50, melden.
s Darm st ad t. In einer Kuranstalt zu Wiesbaden erlag der ev. Pfarrer der Petrusgemeinde, Ludwig Walz, im Alter von 59 Jahren einem Schlagan- fall. Mit ihm ist ein sehr verdienter evangelischer Geistlicher Hessens aus dem Leben geschieden. Geboren zu Lich am 13. Januar 1853, trat Walz am 28. Rovbr. 1875 als Pfarrverwalter zu Güttersbach in den Dienst der hessischen Landeskirche, wurde dann am 17. Mai 1876 Vikar in Langsdorf und Lehrer an der erweiterten Volksschule in Lich, am 9. Januar 1881 Pfarrer in Gr ü ningen, am 17. November 1890 Pfarrer in Langgöns, von wo er am 23. Juni 1899 ; als Pfarrer nach V e s s u N g e N kam.
):( Dillenburg. In die Geschäftsräume des Herrn Iusttzrats Blitz hier wurde ein Einbruch verübt, wobei ein paar hundert Mark und aus dem Schreib - pult des Bureauvorstehers etwas Kleingeld und eine Anzahl Postwertzeichen gestohlen wurden.
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Gießen, den 10. Februar 1912.
n Gießen. Der Grohherzog hat dem Pfarrer Dr. Iakob B a t 1 e i g e r zu Ilbeshausen die evangelische Pfarrstelle zu Dittelsheim und dem Pfarrer Otto Repp zu Mittel-Seemen die evangelische Pfarrstelle zu Nieder- Flörsheim übertragen.
n Gießen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wird sich am Montag, den 12. Febr., nach Gießen begeben, um die Pläne für die neuen Klinikbauten an der Landesuniversität und das im Bau begriffene neue Amtsgerichtsgebäude einer Augenscheinnahme zu unterziehen. Für das letztere wird im Vermögensteil des Budgets als zweite Baurate eine Summe von 166 000 Mark angefordert und von der Regierung die Ermächtigung gewünscht, die früher im Än-
schluß an die Einrichtung des Provinzial-Arresthauses zu Mainz für die Herstellung von 16 mittleren und klei
neren Beamtenwohnungen bewilligten 43 000 Mark für
di nicht di über- .
> Mittel )| enutzen! ; ;ostenlos gebracht st, diese
den Neubau in Gießen mit zu verwenden, da sich inzwischen die Ausführung jenes Projektes als unzweck - mäßig erwiesen hat.
n Gießen. Am 26. Januar waren 50 Jahre verstossen, daß Major a. D. Freiherr Friedrich Joseph Röder von Diersburg als Freiwilliger in das 1. Großherzogliche Infanterie Regiment (Leibgarde) Nr. 115 eingetreten war; er wurde mit einem Patent als
Die 'Erd- und Maurerarbeiten zur Herstellung des Personentun- nelS auf Bahnhof F iedberg i. H. sollen verdungen werden. Zeichnungen und AngebotSmuster liegen int Geschästsgebäude der Bauab- teilung zur Einsicht auS, Utztere können, solange der Vorrat reicht, gegen portofreie Einsendung von 180 Ml. bezogen werden Die Angebote werden am 23. Febr. 1912 vormittags 10 Uhr g öffnet.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
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Die Herstellung von 15 000 qm Pflaster und daS Versetzen von 3260 lfdm. Bordsteine soll in einem Lose vergeben werden Zeichnungen u. AngebotSmuster liegen im Geschäftsgebäude der Bauabteilung I zur Einsicht auS. Letztere können solange der Vorrat reicht, gegen portofreie Einsendung von 1 Mk. (nicht in Briefmarken) bezog, werd D'e Angebote werd, am 21. Febr. 1912 vormittags 10 Uhr g öffnet.
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Leutnant vom 30. 6. 1866 am 2. 5. 1869 in das jetzige Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm versetzt, in dem , er am 11. 3. 1873 zum Oberleutnant und am 22. 3. ; Wmeiifanetwagen aller Art, neu 1881 zum Hauptmann und Kompagnie^Chef ausrückte. ’ “rV Gr«er Butzbach 3 Bis zu seiner am 22. 3. 1889 erfolgten Verabschiedung ' *r-*’raBer- aus dem aktiven Dienst mit dem Charakter als Major hat der Jubilar an der Spitze der 10. Kompagnie des
hiesigen Regiments gestanden.
n G i e ß e n. Die M a t h i l d e n st t f t u n g für die Provinz Oberhessen hat beschlossen, 1800 Mk. zu wohltätigen Zwecken, in erster Linie zur Unterstützung bedürftiger Kleinkinderschulen zu verteilen.
n Gießen. Das goldene Jubelfest des Turngaues Hessen findet vom 6. bis 8. Juli hier auf dem Trieb
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n Gießen. Die 4. Sänger-Versamm- lung zur Bekämpfung der Unlauterkeiten bei Gesang - Wettstreiten findet hier morgen Sonntag, den 11. Febr., nachmittags 2 Uhr, im Hotel Schütz statt. Die drei vorausgegangenen Versammlungen in Frankfurt a. M., in Limburg und Wiesbaden haben gezeigt, daß diese Be- wegung^ die in ganz Mittel- und Westdeutschland großer Sympathie begegnet und zahlreiche Anhänger besitzt, eine croße Berechtigung hat. Mehrere Gesangwettstreite werden schon jetzt weit vorsichtiger und reeller vorbereitet. Die Gesangvereine und Sänger, welche im kommenden Sommer auf Gesangwettstreite gehen, sollten sich darum auch zu dieser Versammlung einfinden.
n Gießen. Der Bund der K a r n e v a l v e r- eine Deutschlands hat seine direkte Tätigkeit in
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Gießen nun beendet. Getreu seinem Motto: „Wohltun P. Thum, Köln, Chlodwtgpl. 11.
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