Einzelbild herunterladen
 

den Händen des bewährtesten und erfolgreichsten deut­schen Circusdirektors läge, verdieM sicherlich eine außer­ordentliche Aufmerksamkeit schon aus dem Grunde, weil es möglich sein wird, eine durch und durch volks­tümliche, auf dem Besuche der breitesten Massen basierende Circusschau zu veranstalten, sarrasani, der während der Sommerszeit in seiner Riesenzeltstadl reist, die bereits alle bisher bekannten Rekorde an Umfang und technischer Organisation schlägt. Hat sein Material an Tieren und Menschen in der letzten Zeit derartig ver­mehrt, daß im Winter alle bislang in Europa besteh­enden Circusgebäude zu klein für ihn sind. So mußte er bereits zu dem Auswege greifen, in Berlin einen Winterbau zu errichten, der eine Uebertragung des Zelt- fpftemes in den festen Winterbau bedeutet und in Dresden seinen bekannten Monumental-Circus zu er­bauen, den er kommenden Weihnachten eröffnen wird. Auch in Frankfurt a. M. konnte der dort bestehende Cir­cus als zu klein und ungeeignet für die Zwecke Sarra- sanis nicht in Betracht kommen, und so reizte es den Direktor Stosch-Sarrasani, das schier Unmögliche mog- lid) zu machen und die Festhalle zum Circus umzuge- ftclten. Dieser kühne und schöne Bau mußte ihn reizen, etwas zu schaffen, was völlig eigenartig ist, und was Möglichkeiten erschloß, von denen man nichts bisher wußte. Durch eine geniale Konstruktion wird cs mög­lich sein, mehr als 15 000 Menschen gleichzeitig den Genuß einer Circusvorstellung zu verschätzen, und diese McglickM bringt zwei Vorteile, die bisher noch kein Unternehmen der Welt zu bieten vermochte. Das alte Wmt:M a s s e n u m s a tz, kleine Preise" wird hier wieder einmal zum Schlagwort und zur Wahr - hett. Es wird möglich sein, die allergeringsten Eintrittspreise für Plätze zu fordern, wie sie gleich bequem kein zweiter Circus zu bieten vermag. Zwischen 40 Pfennigen und 2^ Mark sollen sich (von den Luruslogen abgesehen) die Preise der Plätze be= wegen, womit auf jeden Fall ein Rekord ausgestellt wird. So soll es jedem ermöglicht werden, den Rie­sencircus mit seinen fortwährenden Abwechselungen nicht einmal, sondern mehrmals zu besuchen, und dabei nicht mehr Unkosten zu haben als beim Besuche eines Wirts­hauses oder eines Kinotheaters. Als Unikum sei zu­dem erwähnt, daß hier der erste Circus der Welt sein wird, bei dem kein Zwischenpfeiler hemmend aus die Aussicht einwirkt. Aus der anderen Seite aber bietet die Größe des Circusses die Möglichkeit, mit der Zu- sammcnstellung und Anordnung des artistischen $ro* grammes aus dem vollen heraus zu schöpfen. Tatsäch- iidi hat Sarrasani für die kurze Saison in Frankfurt a. Main, die nur bis Mitte Dezember dauern wird, ein Programm zusammengestellt, das an Reichtum e i n Unikum für die'ganze Welt b e d e u 1 e t. Es fehlt nichts, garnichts, was innerhalb einer Circusvor- ftcllung überhaupt gezeigt werden kann, es treten außer dem Riesenmaterial an Pferden und erotischen Tieren ganze Trupps von fremdländischen Artisten in die Er­scheinung, ein russisches Hosballet ist für ein Gastspiel gewonnen, das im Gegensatz zu der sonst üblichen Cn- custänzerei den höchsten Stil der Tanzkunst repräsen- ticrcn soll, alles in allem hat Sarrasani sür die enga- qi'rtcii Artisten einen Gagcnctat von mehr als 80 000 Marl ausgeworfen. Ein Kunststück wird es sein, diese Ricscnmassen zusammenzufügen, aber dem bedcic'cnden Rca.iclalcnt des Direktors Stosch-Sarrasani wird auch biXe Ausgabe, an die sich bisher noch kein anderer i'«i- anoetraut hat, zweissellos glücken. ?lus jeden Fall wcr- deu wir Gelegenheit haben, ein Unternehmen zu sehen, bar in ganz Europa einzigartig dasteht.

C»1

* H o s l i e s e r a n t e n - T i' 1 e l sind, was vielfach noch unbekannt ist, als persönliche Aus- icichnung auszusassen. Wenn ein Ecschästsinhaber strrbt ober sich jurüdjiebl, bars der Nachsolgcr, falls er ein naher Lkcrwandtcr ist und denselben Namen tragt bei Kcsticserantcn-Diplomcn ausländischer Fürsten den Titel mitübernehmen; handelt es sich um ein deutsches Di­plom so muh er die Erlaubnis besonders nachsuchen. Wirb das Unternehmen aber in eine Gesellschast m. b. 5, ober in eine Aktiengesellschast umgewandelt, so sal- (cn die Hoflieseranlen-Titcl stets fort, auch wenn die Gesellschast als Firma den Namen des früheren Ge- fdiiiflsinhabers führt. Daher kommt es, dah in den ictven Fahren eine Reihe angesehener deutscher ,r»br>- feil deren Inhaber vor der Uinwandlung in Müengc- sellschasten sich als Lieseranlen einer grohen Anzabl er. fier esöfc bezeichneten, fett nur noch mit dem Namen firmieren und dem Zusatz Aktiengesellschaft und alle wei­teren Titel sorttassen.

. . d$wi^H44*Htff ^Lcn2^&l^Wk

Â^ ZW|l*M^, ^'^^i^4^ X'H*^4MW

^c-"^^^ 31Dg4tÄr^4w*«<A.

^HT C^c£l ân^^'!

Literarisches.

Ueber unsere soziale Dersicherungsgesetzgebung, ihre Einrichtungen und Hilfsmittel sind die Versicherten sowohl als auch vielfach die Persönlichkeiten, die be­ruslick oder infolge freiwilliger Liebestätigkett in der sozialen Fürsorge arbeiten, nicht genügend unterrichtet. Um den interessierten Kreisen, vor allem auch den Aerz­ten, Geistlichen, Lehrern die Kenntnis des Gesetzes zu erleichtern und damit die Wirkung der Gesetzgebung fruchtbarer zu gestalten, hat der Vorstand der Landes- verslcherungsanstatt Großh. Hessen sich entschlossen, einen Wegweiser durch die neu in Kraft getretene R r ich sversicherungsordnung herauszuge­ben. Dieser Wegweiser, der jetzt im Großh. Staatsver- Iag erschienen ist, bringt eine gedrängte Zusammenstell­ung der wichtigsten Bestimmungen^ der Reichsversicher- ungserbnung (Kranken-, Unfall-, Invaliden- Imb Hin- terbliebenenversicherung) und schließt daran eine Ueber: sieht über die von der Landesversicherungsanstalt Gr. freiten geschaffenen oder von ihr unterstützten Hessischen Wohlfahrtseinrichtungen und Wohlfahrtsbesttebungen. Gerade dieser letztere Teil des Wegweisers dürfte man­cherlei Interesse erregen und einem Bedürfnis entgegen­kommen, denn er gibt die Grundsätze bekannt, die die Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen bei Ueber­nahme und Durchführung eines Heilverfahrens beobach­tet, er verbreitet sich über die Tuberkulosefürsorge mit ihren Einrichtungen wie Fürsorgestellen, Invaliden - Heime usw., er unterrichtet über die Bekämpfung des Altehclismus, über Wohnungsfürsorge, über Mutter- und Säuglingsfürsorge und über Krüppelsürsorge. Als Anlagen sind in dem Wegweiser zum Schlüsse noch ab- gebrud! das Tuberkulose- und das Alkoholmerkblatt des Reichs-Gesundheitsamtes, das Merkblatt des Ernst Ludwig-Vereins über gutes und gesundes Wohnen, sowie 2 Säuglingsmerkblätter, das eine herausgegeben von der Hessischen Zentrale für Mutter- und Säuglmgs- fürforge, das andere bearbeitet von der Renhszentrale in Berlin. Das 104 Seiten starke, mit einem ausführ- lichen Sachregister versehene Büchlein kostet im Einzel- verlauf 60 Pfg., bei Abnahme von mehr als 50 Stuck 50 Pfg. Der Preis ist so niedrig wie möglich gehal­ten und es kann somit allen Interessenten, den Ver­sickerten sowohl wie auch den Herren Aerzten, Geistlichen, Lehrern usw. nur empfohlen werden, den zuverlässigen belehrenden Wegweiser, der dem Laien die Uebersicht über die umfangreiche Reichsversicherungsordnung wo- fcntlid' erleichtert, zu erstehen. Das Büchlein ist von bem Grohh. Staaisverlag, sowie durch alle Buchstand- hmgen zu beziehen. *

o D i c rechtliche Sicherung d e r Zwei l- »eiligen Hypothek, eine in letzter Zeit viel ve- honbelt und namentlich für den mittleren unb fletneren 5>a>.-besitzer sehr wichtige Frage, erörtert Rechtsanwalt Dr. SSeilbrunn lFranksurt a. M.) im neuesten Heft der ZeitschriftRecht und Wirtschaft- (Carl Heymanns Ver­las in Berlin W. 8). Nach einer sorgfältigen und m- tereffanten Betrachtung der hierhergehongen Erw°gun- gen, wegen deren das Hest der betreffenden Zeüschryt selbst nachgelesen werden möge, gelangt D^. Heilbrunn zu der Forderung, dah der § 1124 des BGB. eine etwas andere Fassung und einen Zusatz erhält so dah r was keinen Bedenken begegnen wurde, folgender - mähen lauten mühtenWird die Miet- oder Pachtjor- beruno getilgt, ehe sic zugunsten des Hypothelarglau- bigers" mit Beschlag belegt ist, so muh dieser bie Tllg- una gegen sich gelten lassen.Eine Abtretung, Ber- vfänbunq oder Pfändung oder die Einräumung eines sonstigen Rechts an ihr ist dem Hypothekargläubcger ge- nenüber unwirksam." Eine Tilgung ist dem Hypothe- kenalâubiger gegenüber unwirksam insoweit, als sie sich auf eine spätere Zeit als das laufende oder das da­rauffolgende Ralenberoiertclfahr bezieht." Erst durch eine solche Abänderung des § 1124 wäre wie der Herf aff er ausführt, der Hypothek das gegeben was ihr von Rechts wegen gebührt und der gesamte städtische Grund-Kredit entsprechend unserer jetzigen wirtschaftlichen Entwickelung ausgeftaltet und gesichert.

e

9 Lehrmeister-Bibliothek. Eine Gamm« luno p r a 11 i f ch e r Anleitungen für alle mög- lieben Bedürfnisse des täglichen Lebens. Leipzig Ver­lag von Hachmeister & Thal. Preis pro <Banbd)en 20 Pra. Doppelbändchen 40 Pfg Der Gedanke des er- leaers ist nicht schlecht. An Jedermann wohl kann täg­lich die Aufgabe herantreten, sich auf irgend einem Go- biele schnell zu informieren, dann wäre ihm ein üben sichtlich und kurzgefaßter Leitfaden, der natürlich trotz dem der Gründlichkeit nicht entbehren darf, erwünscht Ein umfangreiches Handbuch kostet viel Studium und Geld. Die Bändchen der Lehrmeister-Bibliothek aber sind billig. Die sehr schmuck ausgeftattete Bibliothek er­streckt sich zunächst auf die Gebiete Obst- und Garten - bau. Landwirtschaft, Hauswirtschaft. Liebbaberkunste, häusliche Technik und Handwerkskunst, Sport, opid, Jagd. Soeben sind wieder neu erschienen die nach In­halt und Ausstattung gleich empfehlenswerten Bünd - eben: Nr. 49: Das Aquarium (9 Abbildungen); Nr.

Hnfte«Heiserkeit

brfeitiat man am raschesi 'n durch L«bod*»Dr«gee-, sebr schleim- iBftwb, beseitigen den Rei, und Hären die Stimme. Labodo- Dragèe- bestehen auS Tannenwaldluft und V entbot und finb bi* schätzbar bei allen H«l- Luftröhre« ew> Sehtkapfketarrhe«., Schatz gege« Iastaeaza.

Preis M. l.M, in Apotheken erhältlich ; wo nicht vorrätig, wende man sich an die Engel-Apotheke, flranksnrt a. Mai«

5152:

)bie (26

Nr. 87: Selbftanjcrtigung von Bilderrahmen k bilöungen); Nr. 123: Kurzes Lehrbuch der Soa funit und Nr. 131: Balkon und Fenster im B^ schmuck (19 Abbildungen).

? Die bekannte Damen- und Modenzeitung j Bazar- hat in dieser Woche eine Spezial-NmM Wintersport- und Wintermoden herausgegeben, ^ durch große Schönheit und Nützlichkeit cmszeichng 28 illustrierten Seiten bietet die Nummer ihren j innen u. a. eine Fülle praktischer Vorlagen zur 3 anserligung für Sportmoden jeder Art, für einfach elegante Wintcranzüge und Gesellschaftstoiletten, Kinderkleider, Handarbeiten usw. Der Nummer i bei: ein großes farbiges Wintersporttableau, ein riertes Modenbild, ferner ein Schntttbogen mit 3 ten in natürlicher Größe. Der Preis der Spezial! mer ist 50 Pfg., Preis des Bazar Abonnements Quartal 2.50 Mark. Jede Post anstatt und Buch (ung nimmt Abonnements an.

? Aus den Memoiren der Prinze, Arnulf. Roman von Olga Mohlbrück. Berlin | (Concordia Deutsche Verlags-Anstalt G. m. b. Broschiert Mk. 5., gebunden Mk. 6.. Im i Teile des Buches huscht noch der Kobold Humor j die Seiten, wenn die Bilder aus der Jugend, io schaulich und farbengetreu wiedergegeben, allsteii und wenn sie z. B. die Porträts der fürstlichen A sicher zeichnet. Später spielt die große Zeit 70-711 wirkungsvoll hinein, dramatisch belebt werden Schilderungen vom Tode des Vaters, spannend W vielen Folgen beschrieben. Amüsanter z. B. kann, den Aufenthalt am Hofe des verwandten Großlun mit den Serenissimusallüren kein Humorist uns] dern. Es folgt die Zeit in Berlin und Paris, tot so bar aller Reize und Mitgift nur mit ihrem ] auf den Heiratsmarkt gestellt wird, zudringliche obrfâgt, dann die Zett in Ruhland, wo sie als I steherin einer Kinderkrippe Geld verdient, bis fit London kommt, um von der Jugendliebe des Ai eine Millionenerbschast zu machen. In der Beschert dieses internationalen Wanderlebens liegt ein gut: Zeit- und Kulturgeschichte.

W 'M

^vler. L eil Npracli

K h mir in > CmrAbhallu

K :ar einen I Cpdueht auf r r^r Sprachheil L^rwertigei t-, im Besitze L* ; -hl die Bel heilen

Kirnte, welch 6t wurden, beko

Otfchäiiliches.

pandert polb iNriglnal-Ant

I* isswirtige

); Es gibt noch manche Hausfrau, welche biK theaPer^o den teuren Fleischpreisen für jeden Haushalt so liehen und praktischen Knorr-Suppenwürfel nock nicht kennt. Der billige Preis ist es, welcher t Artige Hausfrauen davon abhält, einen Versuch zu maWr Bemiss sie können sich nicht erklären, daß es überhaupt mW** ist, für 10 Pfennige 3 Teller gute Suppe zu ;v( 9hin ist aber die bekannte Nahrungsmittelsirma uirhe UHkn in Heilbronn tatsächlich in der Lage, für wenige «^èv nige so viel zu bieten, weil in dem großen {fntr>2 ^dmtle n triebe alle Vorteile bis ins Kleinste ausgenützt sönnen, die sich aus dem Einkäufe und bei ber ist; Wendung der Suppengemüse ergeben. Gerade brj>>rffhMand jetzt so teuren Zeit sollte man sich nach billigen, »« Freitag, Lebensmitteln umsehen und dabei auch einmal*lhr narhni Knori-Suppenwürfeln, welche in über 40 Sorten W 10. Nov. gestellt werden, einen Versuch machen. * Spndhjsi

e

)( Es kann heute kein Zweifel mehr barübtre CltS$(ß stehen, daß es nicht so viel Butter gibt, wie qcbrü^ * wire. Wir sind also gezwungen, uns nach Er fak väiS zuseben. Während nun früher als Ersatz für Butte è> ^ Margarine aus tierischen Fetten in Betracht kam, W neuerdings die Pslanzen-Butter-Margarine nTc 1 J. u na, ein Produkt aus Pslanzenfetten, das in Geschmack und Geruch der besten Süßrahmbutter fornmen ebenbürtig ist, mit besonderer Vorliebe

+ a

L^Wi * MWilt. fw btn.

* Bocatius,

wendet.

)( I e weiter dieZei 1 je stärker ft r c ii 1. Dies gilt ebensogut wie für die Saat üudjg die Düngung. Daß man bei späten Herbstsaaten gängig das Aussaatquantum etwas stärker benâ soll, ist allgemein bekannt. Dagegen scheint t? noch nicht in diesem Umfange bekannt zu sein, dah^ gut tut, dann auch kräftiger mit Thomasmehl zu gen. wenn die Zeit schon weiter vorgeschritten ist. mit auch die späten Saaten sich noch vor Eintritt Winters kräftig entwickeln können.

Die Unempfindlichkeit der Metnlldrabtkcnnp^

Die große Haltbarknt^ ^cionfcbnilffmpm " zogenem Drobt wird da- in uTifrrrr Äi*l w! cderqegebeneGorkowiM da- wir der

Nischen Zeitsihrrsi" nehmen, »regend Sie stellt die ?s0lflc br» pralles eines Motor^I busieS an einen LoN^I Pfosten in Marvlebon^ in London dar. Die?»-^ Stotzes war so groß, d^ Pfosten entzwei brmb Laterne heruntergew und zerbrochen wurdc. ^ ^ dem blieb die t^ fi L-r-m.Dr-h'I-m^^ beschädigt und ergro» Wiedereinschalwn^ ^ meS in un geschwächter-