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gebe. Der Bericht des Komitees fügt hinzu, es sei kein durch eine Bescheinigung der Polizei- ober Ortsdehörde Beweis dafür gefunden, daß Japan oder irgend eine nachzuweisen. Wird der Zucker durch Mittelspersonen andere Regierung hinter dem Magdalenenbuchtzwischen- Ouderjabrifanten, bienenwirtschaftliche Vereine, Rauf» fall stände. . leute usw.) zur Vergällung vorgesührt, so sind der Steu-

Bus Stadt und Land.

Gt e hen, H. Äußuft 1912

• • Hessische Truppen aus dem Uebungs- platz bei Gotha. Die Regimentsübungen, wie jetzt das Regimentsererzieren genannt wird, der Regimenter der 49. (1. Großh. Hess.) Infanterie-Brigade sind nunmehr beendigt. Sie fanden, wie auch die ihnen solgenden Brigadeübungen, aus dem neuen Truppen-Uebungs- platze des 11. Armeekorps Ohrdrus statt und endigten mit der Besichtigung durch die Korps-, Divisions- und Brigade-Kommandeure Erzellenzen v. Eichhorn, von Plüskow und Generalmajor v. Branconi.

• Die Landwirtschastskammer für das Großher­zogtum Hessen will den hessischen Gemüsezüchtern Ge­legenheit geben, sich einmal den bedeutenden und allen Gemüsebau von Bamberg und Würzburg n e b st Umgebung anzusehen. Sie veranstaltet da­her bei genügender Beteiligung am 16. und 17. Aug. eine Besichtigungsreise dorthin unter Führung von Obst- und Weinbauinspektor Pseister-Darmstadt. Die Absahrt erfolgt am 15. August, mittags 11.37 Uhr ab Darm­stadt, die Rückfahrt am 17. abends, so daß die mei­sten Teilnehmer noch an diesem Tage ihren Wohnort erreiche,! können. Die Teilnehmer wollen sich bis läng­stens 10. August bei der Landwirtschastskammer, Rhein- straße 34, melden, woraus denselben weitere Mitteilung zugehen wird.

n Gieße n. Der Assistenzarzt an der Unwerstlats- Frauenklinik Dr. Rudols Theodor Jaschke, geboren zu Pettau, erhielt die venia legendi bei der medizini­schen Fakultät für Geburtshilfe und Gynäkologie.

n Gieße n, 3. Aug. Einen rohen Ueber- sall führte der nahe 14jährige Schüler (!) B au - m a n n von hier gegen einen 15jährigen Lausburschen einer Gießener Firma gestern Nachmittag aus. B. ver­langte in der unteren Bahnhofstraße mit rohen Worten von dem Laufburschen etwas. Als ihm sein sreches Verlangen nicht erfüllt wurde, verfolgte er den Laus- burschen zirka 300 Nieter weit bis zur Reichsbanl. Dort lockte B. den Laufburschen in den Hauseingang und schlug ihm von hinten mit einem starken Spazierltock dermaßen über den Kops, daß der (betroffene eine graut klossende Wunde davontrug und sofort besinnungslos zusammenstürzte. Die Beamten hörten den Schlag im innern der Bureatlrämne. Zum Glück hatte derJunge seine dicke Sportmütze auf; im anderen Falle wäre ihm der Schädel zerschlagen worden. Nach Anlegung eines Notverbandes' kam der Ucbcrfallcnc in ärztliche Behand­lung. Strafantrag ist gestellt.

m B a d N a u h e i m, 2. Aug. Heute nachmit­tag stürzte sich der Landwirt Christoph Mörler in das zirka 5 Meter Soolwasser Bassin. Derselbe muß aus den Ausslußbock des Soolgrabens gestiegen sein und von da abgestürzt sein. Da der Wasserstand gegenwär­tig nur 30 Zentimeter betrügt, fiel der Unglückliche direkt mit dem Kops auf den Boden und brach das Genick.

o Darm stabt. Das Heidelberger Ba- taillon wird am 12. August zu einer 14tägigcn Uebung nach dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt ausrücken. Die Rückkehr erfolgt am 27. August. — Das Psadfin- ber Korps „I u n g • M aNnhei m" rückt am Sams­tag, den 3. August, zu einem dreiwöchigen Aufenthalt in den Odenwald ab. Standquartier wird in dem reizenden Dörfchen Unterschwarzach bezogen, von wo aus Wanderfahrten usw. unternommen wer­den.

):( Warburg, 26. Juli. Zur ß ütUtun g der Bienen im kommenden Winter und Frühjahr für jedes Bienenstandvolk werden versuchswüse 5 Kg. Zucke r, der zu mahlen und mit 5 Gewichtsteilen sei non Sandes zu vergällen ist, steuerfrei abgelaffen. Die Abtastung des vergällten, steuerfreien Zuckers darf nur in den Monaten August und September geschehen. Dein Anträge auf steuerfreie Abtastung ist eine Nach * Weisung belustigen, aus der Name und Wohnort der Bienenwirte, Zahl ihrer Standvölker, der Standort der­selben und die Menge des dem einzelnen Bienenwirt abzulassenden Zuckers zu ersehen sind. Die Zahl der den einzelnen Bienenwirten gehörigen Standvölker ist

i leute usw.) zur Vergällung vorgeführt, so sind der Steu­erbehörde außer den Bescheinigungen über die Zahl der Bienenvölker auch die Bestellschreiben der Bienen-

wirte vorzulegen. Bezüglich der steueramtlichen Ueber- wachung der Verwendung des Zuckers werden noch nähere Anordnungen ergehen.

):( Fulda. Hermann Ebender, der jüngere der verfolgten Zigeuner, wurde in Rosenthal bei Fran­kenberg verhaftet.

derartige Angaben über den Aufenthalt des Desraut^ft ^ ten Brüning zu machen, daß dieser ohne Schwie?Dfi " ' ^« eil feit verhaftet werden kann, aber unter der Bedingv-ÄI. daß er auch bann eine Belohnung erhalte, wenn j?^ ning das unterschlagene Geld nicht mehr habe. Die Atz wort erbittet der anonyme Briesschreiber im „Berste Tageblatt". Daraus hat die Direktion der Dresden Bank dem „Berliner Tageblatt" mitgetettt, daß siede, Briefschreiber eine angemessene Belohnung ausjab^ werde, wenn er Brünings Verhaftung veranlassen för^ ganz gleich, ob und wieviel Geld bei Brüning gef^ den wird.

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):( Frankfurt a. M. Der Besitzer des Palast- ! Hotels Fürstenhos Esplanada-Hotel beabsichtigt, , das Hotel demnächst in ein Geschäftshaus mo- . dernen Stils umzuwandeln. — Der beim Tiefbauamt 'm"e

beschäftigte Geometer W. F. Brückner aus Emden wird seit einigen Tagen vermiß,. Er ist vlon einem Morgenspaziergang im Wald, den er täglich unternahm, nicht heimgekehrt. Möglicherweise liegen ein Verbrechen vor. Brückner hatte am Tage vorher sein Gehalt er­hoben und trug das Geld bei sich.

):( Marienberg. Der Rechtskonsulent Schuy ist nach Unterschlagung von 13 000 Mark flüchtig ge­gangen. Schuy war der Führer der Westerwälder Heils- armer.

):( Aus dem Rheingau. Die Erbauung eines Gruppengaswerkes ist in einer gemeinsamen Sitz­ung von den Vertretern für G e i s e n h e i m, Johan­nisberg und Winkel beschlossen worden.

):( Worms. Von dem Lutherbaum in Psistligheim ist die eine Hälfte des Baumes, der gewal­tige Ast n'ach der Alzeyer Straße zu, mit mächtigem Getöse niedergestürzt. Im Augenblick des Niederpras­selns befand sich ein Fuhrmann mit seinem Gefährt an dieser Stelle; er sonnte im letzten Augenblick sein Pferd zurückreißen. Der Baum wird polizeilich bewacht, da Viele sich anschickten, den Ast stückweise davonzuschlep­pen, um eine Erinnerung an den Lutherbaum zu ha­ben. Es wird angenommen, daß der Baum im Jahre

1521 gepflanzt worden ist, Reichstag verteidigte.

! Alzey, 30. Juli, kurz nach 2 Uhr entstand

als Luther sich hier vor dem

In der verflossenen Nacht im Dachgeschoß des wegen

seiner interessanten altertümlichen Fassade unter Denk - malsschutz stehenden Cases „Deutsches Haus" am Fisch - markt Feuer, das den ganzen Dachstuhl zerstörte.

):( M annhei m. Der Fußballklub Viktoria Feudenheim veranstaltete am Sonntag zwischen Mann heim und Feudenheim einen Stafettenlaus, um das Dampfbähnle zu schnellerem Tempo zu ermuntern. Die erste Mannschaft brauchte für die 4800 Meter lange Strecke 10,15 Minuten, die zweite Mannschaft vier Se­kunden mehr, während das Bähnle erst in zirka 20 Minuten sein Ziel erreicht.

Bus aller Welt.

::: Köln. Ein in der Hohestraße wohnender Zahntechniker wurde verhaftet, weil er im Verdacht teht, die gestohlene K a i s e r k e t t e im Besitz zu Ha­ien. Der Verhaftete ist ein Vetter des unter dem Ver­dacht des Diebstahls der Kette verhafteten Verbrechers Hochgeschurz. Teile der Kette wurden bei dem Zahn - echniker gesunden, außerdem in einem Stockschirm meh­rere Edelsteine, die vermutlich aus der Kette stammen.

::. Paris. In der Nähe der Madaleine-Kirche ötete die durch ihre Jugendschriften bekannte, unter )em Pseudonym Bolieu schreibende Frau Bloch ihre Rivalin, die Geliebte ihres Gatten, in deren Wohnung )urd) drei Revolverschüsse. Sie stellte sich darauf selbst der Polizei.

• Pari s, 1. Aug. Der „Petit Pansien" mel­det aus New Porl: Ein Marconigramm verzeichnet die Auffindung einer F l a s ch e n p o st in der Nähe von Black Island, in der sich ein Zettel mit folgendem In­halt befand: „16. April. Wir sind hier mitten im Meere aus einem Floß und haben weder Vorräte noch Wasser. Major Butt." Major Butt war bekanntlich einer der Passagiere der „T i t a n i c".

::: Berlin. Bei der Dresdener Bank ist ein Brief eines Unbekannten eingelaufen, der sich erbietet,

::: Berlin, 31. Juli. Die Ruhr ist in Ti beritz ausgebrochen. Im ganzen sind bis jetzt i Fälle festgestellt worden, die sämtlich leicht verlaute

::: Nürnberg, 2. Aug. Eine schwere Einstw katastrophe hat fidi heute früh bei dem im Bau bèfii lichen großen Kraftwerk Franken in ^kürnderg-Stein । getragen. Das eiserne Gerüst der Maschinenhalle bra in sich zusammen, und es wurden die meisten der d raus befindlichen 110 Arbeiter unter b t Trümmern begraben. Die Verwundungen d aus den Trümmern des Werkes herausgebrachten Ae unglückten sind sehr schwer. Sie bestehen meistens i Beckenverletzungen, Schädel-, Arm und ^einbrüthn Nach den letzten Feststellungen des städtischen Rachn^ tenamts beträgt die Zahl der Getöteten 11, bte ber letzten 35; vermißt werden noch 4 Arbeiter.

::: C o r b ei l. 5 Mädchenhändler, die vier m« derjährige Mädchen nach Argentinien entsühren roollM wurden hier verhastet. Es sind größtenteils Italien« ::: R i o de Janeiro. Ein Eisendahnzusa» menstoß ist in der Nähe der Stabt erfolgt. Gegen bl Personen sollen getötet oder verletzt worden sein.

CumilUbri

• Unsere Luftschiffe. Der Generalinip! teur des Militärverkehrswesens Generalleutnant grh v Lyncker stattete dem Flugplatz Johannisthal eine längeren Besuch ab und unterzog das Luftschij Schütte-Lanz einer eingehenden Besichtigung. Ä Abend unternahm der Schütte-Lanz eine Fahrt üb

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Berlin. Er stieg um 7.20 Uhr auf dem Flugplatz Zi - hannisthal aus und kehrte um 8.15 Uhr zurück unb Iw Ip

bete glatt. — Die „Viktoria Luise" unternch eine Fahrt über Kreuznach ins Nahetal nach Idar. - Die Fahrt der „H a n s a" von Friedrichshafen ui Hamburg fand in der Nacht zum Freitag statt. Zeppelinkreuzer „Viktoria Luise" mjrb, wenn ■ die Umstände erlauben, am 18. August eine ZwisctxW landung in Leipzig vornehmen.

• Mainz. Aus dem Flugplatz Großer SaW bei Mainz weihte der Verein für Flugwesen in SÄ Wesenheit der Spitzen der Behörden und Verlretunâ der Brudervereine von Franksuri, Darmstadt imb fr ßen seine neue Flugzeughalle ein. Die Halle soll ■ vorübergehenden Ausnahme hier landender auswättiM Flieger, insbesondere Militärflieger, dienen.

• Die deutsche Fliegertruppe wird am I Oktober neu formiert werden. Sie besteht jetzt aus II . Mann und wird auf gefüllt auf 306 Mannschaften D Offizierskorps besteht aus 22 Offizieren und 5 Beu ten. Die Mannschaften der Lehr und Versuchsan^ für das Militärflugwesen, die bekanntlich eingehl, i den den Stamm der neuen Fliegertruppe.

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Vie Dotlage der Gdenaiald-Gemtinden.

Aus Anlaß des Zusammenbruchs der Nieder-K dauer Spar- und Darlehenskasse und der Hierdinchs, urfachten Notlage und des Elends in vielen Gema den des vorderen Odenwaldes haben die Abgeorbtd Dr. Köhler-Worms und Dr. Osann einen bringt Antrag zur Abwendung dieses Notstandes durch Stâ^ Hilfe bei der Staatsregierung eingebracht. In der 1 grünbung verweisen die Antragsteller daraus, daß » nur die 196 Genossen der Kasse Nieder Modau, fonh auch die Schuldner der Kaste und deren Bürgen * dem Zusammenbruch in stärkste Mitleidenschaft geM seien. Durch zahlreiche Zwangsvollstreckungen an Ga^ stücken und Mobilien sei das ganze wirtschaftliche ■ ben im vorderen Odenwald lahm gelegt und es stetig

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