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Kasseler Xeaesse RachrMm
Srdtog, 30 Dezember 1932 / 1 Beilage
Aermsten eine solch große Fi dieser Stelle nochmals herzu
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Wetter-
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Temv. 0. Lullieuchttakett
Wir fchützen uns durch
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Durch eine
Glückwunsch=Anzeige
feiern, 63 hatten sich «gesraum unter dem
Notjahr und Verkehrsbilanz
Streiflichter auf die Entwicklung -es Kasseler Fremdenverkehrs
in dem Sonderteil für Silvester-Anzeigen der K. N. N. bringen Sie sich Ihrer Kundschaft wieder in Erinnerung. Hohe Auflage und weiteste Verbreitung gewährleisten den Erfolg. Anzeigenaufgabe in unserer Hauptgeschäftsstelle
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®e8,.3e^t- bas die wirtschaftliche Weltkrise auf würde, so wußte man vorher, a & bre 33erfefirgjtffern der deutschen Großstädte nicht ohne unheilvollen Einfluß bleiben Mit Sorge E-Nihlen s°ah man Ä« in
Lb ? für 1932 entgegen, nach-
bem die Jndustrieschrumpfting, die Notlage des Ein- ÄÄ x»nV£- rPanbroerrJs’ s°wie die geschwächte Kaufkraft der Bevölkerung schon ihre katastrophalen Folgen gezeigt hatten. Man darf deshalb
N°rt Der ^teinweg 10" ist fmmer e^Mch KJ*1- bsnen man hier und da keinen großen Wert wehr beimißt. Es wird alles verwendet und man muß staunen, wenn man steht, was mit primi- twsten und geringsten Mitteln geschaffen wird
Achtung Kleinrentner!
Die Auszahlung der ersten "älfte der Unter- Nutzung für Januar findet unter Vorlage der grünen Auswelskarte von 8%—12% Uhr statt: . Im B o s e h e i m — Luisenstraße 5 — Montag, den 2. Januar Buchstabe A-F; Dienstag, Buchstabe stabe^ ^Mntwoch, Buchstabe L—R; Donnerstag, Buch-
Man kann dem Heer von Arbeitslosen, das ein paar Groschen bekommt, die kaum zum Nötigsten reichen, nicht auf einmal Arbeit geben und doch: Mit einigem guten Willen und weniger Hilflosigkeit ließe sich überall ein Anfang schaffen.
, .Der junge Mensch, der irgendwie vorbelastet ist, I fehlgeleitet, — der beaufsichtigt werden muß, weil er zu schwach ist auf eigenen Füßen im Leben zu stehen, ohne der menschlichen Gemeinschaft verloren zu gehen, dlesem kungen Menschen muß man Arbeit und damit wand machend Millionen ^wertvoller ° Menschen ^nd I unb^bie” °Eewerb bie Fürsorgerinnen
arbeitslos und ausgerechnet diese „weniger Wert- I mSnnir*»» «J?eIc^r btrf Abtt€n mtt ihrem fach
vollen ' sollen vorgezogen werden. Gewiß ein begreif- XTmAÄ Sette ~ dieser Aufbau, licher Einwand. Aber man muß bedenken wernoch ^1 »na-mr-t-« Anfang an ganz auf die wenigen Miteher existieren kann, ohne wenigstens den letzten Katt I bte man neben den von der Behörde
zu verlieren. Es ßibt leibetJuvielt^ögWeSenJ aus privaten Hän-
Strafanstalten, Anstalten für Geisteskranke, Trinker- änber? Det^ rn« -»s 9eute nocf’ fflht gehe,lanstalten Krankenhäuser für Geschlechtskranke. -----
alles bezahlt letzten Endes wieder das Volk — D.'e rahrlichen Statistiken in Deutschland zeigen, daß hier noch ungeheure Arbeit geleistet werden muß.
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Zeit Barom. t. mm
Mitwsö 12 Uhr 797
Abends 6 Uhr 7ML
Eine sehr starke Einbuße erlitt der Ausländerverkehr.
Die bisher höchste Ausländer-Verkehrsziffer hatte Kastel unter Ausnützung besonders günstiger Umstande 1931 mit 4531 Ausländern, die jedoch 1932 auf 2654 polizeilich gemeldete Auslandsfremde zurückgina Dies entspricht einem Verlust von 41 Prozent. An diesem Rückgang sind hauptsächlich die Holländer Amerikaner und Engländer beteiligt, deren Ausbleiben ganz außerordentlich zu Buche schlägt. Die Voraus- letzungen für die Auslandswerbung 1932 waren denkbar Ungünstig, und standen unter dem unglücklichen Stern der Schrumpfung fast aller ausländischen Volks- wirtschasten, bte vielfach starke protektionistische und bevisenpolitrsche Abwehrmaßnahmen trafen Hinzu kam bie Eelbknappheit, die den reiselustigen Ausländer mehr als in den Jahren zuvor zwang, weite Reisen einzuschränken; vor allem aber hielt man sich an
Kurz vor Weihnachten veranstalteten die Stein« ihrer Arbeiten. Gezeigt «urden Buchbinberarbelten, entzückende Bastkörbchen usw., Puppensachen. Wäsche vom soliden Hausklew bis zum geschmackvoll und künstlerisch be- ^?stte Arbeiten von bewundernswerter Vielseitigkeit von Geschmack und Sorgfalt. ' a
Erlös, bet aus bem Verkauf der Arbeiten ent= verwandt, neue Kurse einzurickten bans i“ beschaffen. Ue'Lt
«7 /SAl, laßt sich noch Nicht übersetzen, es ist bassen, daß hier und da von privater Seite ! 25«$* °"ch von maßgebenden behördlichen Stellen' ^balfen witd. Die Arbeitsgemeinschaft im Sttinweg ste! bRn Endwert, produktive Arbeit gelei-
haben sie gibt vor allem einer (wenn auch mento^n5 |C^t beschränkten) Anzahl von jungen gesiih?*" etnen liefen moralischen Halt: Das Pflicht-
. „Silvester unb „Große Kasseler". Am Neujahrs- tage und Silvester verstärkt bis in bie Nacht hinein bte Straßenbahn ihren Verkehr außerordentlich, wi« aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist.
Kasseler Allerlei
mrrF^t «nb Sparkasse. Die Stabtsparkasse hat ge- vom ‘8)7 ^er«rbloUnfl.t.be§-p,reu Staatsministeriums I 81 22 nach erfolgter Annahme der neuen
Mustersatzung Rechtsfähigkeit und Eigenschaft einer Korperichast des öffentlichen Rechts erhalten. Sie (an8p ~ e.r aus dem Verband der Stadtge-
memde ausgeschieden. Damit sind gleichzeitig bie bildenden' bisherige Sparkaffensondervermögen ! ^entiogenStoerte der Stadtgemeinde auf
bte mit Rechtsfähigkeit ausgestattete Sparkasse übet' h$hraLC\ ~te Stadtgemeinde haftet aber als Ge- f£t!£,et.für die Einlagen bei der wlt ihrem ®ermogen und mit ihrer Steuer- fraft. Nach der Krise vom Jahre 1931 ist nunmehr aetret^'Tie1^6 Beruhigung in der Bevölkerung ein getreten, die ein Steigen der Spareinlagen zur Folge rtnb verschiedene ginge*
Mangel in der Mombachstraße erschte- nMrtJp M Bezirksverein Nordstadt hat sich t» der Angelegenheit an den Magistrat gewendet. «2JL^zirksverem. ff mitgeteilt worden, daß die nm?er lfage ist, eine Verbesserung ber verflache der Mombachstraße auf ihre Kosten Eine durchgreifende Verbefferung wurde nur durch den endaultigen Ausbau der Straße Erreicht tv?rden. An diesem Falle müßten die an» Grundstückseigentümer die auf sie entfallen- den Anliegerbettrage bezahlen.
! denn zur Arbeitsstätte. Mit rastlosem Fleiß wurde daran gearbeitet, geweißt, gestrichen, gepinselt, — aus privaten Händen kamen Möbelstücke, es wurden Nähmaschinen erstanden, eins reihte sich zum anderen, bis man endlich in dem neuen Heim mit der Arbeit be- Si-men konnte, lln da zeigte es sich, daß in diesen jungen Mädchen, die sonst arbeitslos hätten herumlun- gern muffen, auf bas angewiesen, was ihnen von der Fürsorge zugeteilt wurde — daß in diesen jungen Menschen Kräfte steckten, die nur darauf gewartet Hatten, geweckt zu werden. Es wurde gearbeitet! Freudig und gern. Der anfängliche leichte Druck „von oben" der zu dieser „Pflichtarbeit" für nötig befunden mürbe, errotes sich mit ber Zeit als beinahe über» i“M' Die Kurse waren immer zahlreich besucht, derart, daß man beinahe an eine Erweiterung der Arbeitsraume denken muß.
ÄkM -jyr Stifofyz&fätgtRg- frfregi E ;j .v A^ent. In den Monaten Januar bis November ^^ ftiegen in den Kasseler Beherbergungsbetrieben ^/5« polrze,llch gemeldete Fremde ab gegenüber 104 662 Fremde in bem gleichen Zeitraum bes Vot- ^ttc" °lf° -inen Verkehrsschwund von 12 a06 Fremden. Da ber Fremde in Kassel knapp zweimal zu übernachten pflegt und pro Tag für llebernachtung, Verpflegung, kleine Erinnerungs- und Stimmungseinkaufe wenig gerechnet 12 RM ausgibt, bat der Fremdenverkehr durch bie Kasseler Beherber- bbbtnebe der Kasseler Gesamtwirtschaft rund 2 Millionen Mark eingebracht, llmgerechnet auf den Verkehrsschwund von 12 500 Fremden ergibt sich eine Mindereinnahme der Kasseler Beherbergungsbetriebe «m mindestens 300 000 RM.
^De« Sauptanteil an dem Kasseler Fremdenverkehr di« Hotel».
einen BerkehrvrLSgans von 11,9 Prozent
K^2 als Nicht gar so unbefriedigend be- h k ^Emer kommen können, und tatsächlich haben eine Anzahl ber bekanntesten beut« '^n Jtemben«^ und Kurstädte schlechter abgeschnitten ?as i*t allerdings nur ein Der Trost, aber die veröffentlichten Zahlen b0®> 'm allgemeinen eine gewisse Wertbestän- 2*9«tt, ober sagen w»r eine feste Grundlage unserer ^Er^hrsbilanz auf denen wir in hoffentlich bald E^^ldeu Efferen Zeiten wieder aufbauen können. mii^f£^,.^funbeV,t^rtun9 'N England, die schwere utt° Vas Danieberliegen des Imllanbtfäen Ueberseehandels unser Kontingent an auslandychen Hotelgästen, die sich in erster Linie aus Angelsachsen und Holländern rekrutieren, schmälern wurde, war vorauszusehen. Aber auch ber Jnlands- »erfehr hat, wie ia auch bie Ziffern ber Reichsbahn geigen eine schwere Einbuße erlitten. Die Folge da- I eine Notlage der Hotels, wie sie bisher noch nicht zu beobachten war. Wir sind in ftüheren besseren Jahren für eine Vermehrung der Kasseler lleber- nachtungsmoglichkeiten im Interesse der Belebung der Kongresse und Tagungen in unserer Stadt eingetreten, geute können wir bas mit gutem Gewissen nicht mehr tun, wir können nur verlangen, daß man I
bf? '"^rSslüh hohen steuerlichen Lasten der Ho. «l» mtb Gasthöfe werter erheblich einschräukt, wenn ntmt nicht dem gesamten Kasseler Beber- I -ersungsgewerbe tue Kehle zuschnüren will. Wenn fr't.t928 fast ein Drittel ber hiesigen Hotelgäste aus- I die billigen Gasthäuser ein« jachster Art 1000 Fremde mehr aufweisen können, so I fprechen diese Zahlen eine deutliche Sprache für den I ^b'treg der Lebenshaltung. Die vermutliche Steigerung der Familrenbesuche ist da nur ein billiger Trost ein rWe,teKe Entwicklung des Fremdenverkehrs in Äaffel wird für die Zukunft der Stadt mit entschei-
's-; r^r^iterung und Stadtverwaltung müssen I sich auf diesen Gesichtspunkt einstellen; ein gut gelei«
M für Kassel einfach nicht mehr zu enroeyre«.
urogenen una wo Pia Kate ficht bot
I Beutel 35 Pfg., Dose 40 Pfg. und 75 f'
gleich mehr an llmsatzvolumen einbüßten als das Land. Dies liegt einfach daran, daß die Großstadt zu stärkeren Eeldausgaben verführt und den erholungssuchenden Touristen veranlaßt, sie trotz der großen kulturellen Werte und hervorragenden Erholungseinrichtungen wenigstens in den Deflationsjahren zunächst zu i T T .
meiden. Einen gewissen Ausgleich für den Ausfall des 71 irn nd/>i 1013 I^hr ziffernmäßig erfaßten Fremdenverkehrs hat jedoch die 1 'ivuvll Jalil
Stabt Kassel wegen ihrer unvergleichlich schönen Lage daburch zu verzeichnen gehabt, daß der Familienverkehr nach den bisherigen Feststellungen zweifellos stark gestiegen ist. Denn gerade, weil der Erholungssuchende heute nicht mehr in dem Maße wie früher Geld für eine Erholungsreise zur Verfügung hat, ist er dazu übergegangen, bei verwandten ober bekannten Familien in schönen Stabten unentgeltlich ober gegen Zahlung eines Beitrages zu den Haushaltungskosten Unterschlupf zu finden. So ist man z. B. in Nürnberg hinsichtlich ber zahlenmäßigen Erfassung dieses Familienfremdenverkehrs auf überraschende Ergebnisse gestoßen. Wenn auch die konzessionierten Beherbergungsbetriebe insoweit hinsichtlich der Uebernachtungskosten leider zu kurz kommen, so haben doch immerhin die Restaurationsbetriebe und ber Einzelhanbel einen gewissen Ertrag aus biesem Familienfremdenverkehr zu erwarten, da die Kasseler Familien ihre Gäste doch im Rahmen des Möglichen in die Gaststätten führen und größere Einkäufe in den Lebensmittelgeschäften zu machen haben." I
b'E"an Januar bis November 1932 insgesamt 55 214 ^meldete Fremde beherbergten gegenüber S1®? Fremde im selben Zeitraum bes Jahres 1931; "te Hotels hatten hiernach einen Verlust von 7983 #yremben. Wie stark die Abwanderung bes in den «sten Zähren immer kapitalschwacher gewordenen Inlands- und auch Auslandsreisenden geworden ist, M am besten daraus hervor, daß die Kasseler Ho- tels 1930 noch 75 225 Fremde, 1929 74 949 Fremde noch 80 945 Fremde beherbergten. Dies ent- M^Le/ttieot^$€^et^r9»ns5DelIuft bct Kasseler Ho- tels seit 1928 von 32 Prozent. Da die Verbältnisse ^nir*er” Hroßstabten mit touristischen Einschlag hnheI^..hi?97l’«e^,bt M unter Berücksichtigung de?
Eaum gesunkenen fixen Kosten eines j Hotelbetriebes mit klarer Erkenntnis daß die S o - telerie fast ertraglos gearbeitet hat. 9 ®sthöuser Kassels beherbergten 193» 4818 (frembe gegenüber 3828 Fremden in 1931. Diefe Beherbergungsgattung hatte also rund 1000 Fremde mehr zu beherbergen als 1931. In den Kas- leler Herbergen zeigt sich in den letzten 3 Jahren eine dauernde, ebenfalls konjunkturell bedingte Ab- nahme des Verkehrs. Während die Kasseler Herber- gen einschließlich Jugendherbergen in den er^ elf Meuten des Jahres 1930 noch 24 177 Fremde be- !»fb9i82«’ fl"L btre Ziffer 1931 auf 22 793 und 1932 uuf-1456 zurück. Es erwachst also hier den oerkehrs- roerbenben Stellen bte besondere Aufgabe das In- ! ll^mandern 1933 tatkräftig zu färbe«. Es ist^m h« b,*l tmdurch erreicht werden kann, daß b" Derkehrsverband für Hessen unb Waldeck im März 1933 feinen neuen, von Wilhelm Ide verfaßten Wan- derfuhrer burch das hefsisch-waldeckische Berglanb her- ausbrln^, durch welchen nicht nur das Jugend-, tom betn auch das Erwachsenen-Wandern nachhaltig ge- l^b"t werden durfte. Die Kasseler Vereins- hauser und Hospize hatten 1931 ihre höchste Beherbergungsziffer mit 14 844 polizeilich gemeinen uuszuweiien, bte erstmalig 1932 um 4176 auf
10 668 Fremde zurückgefallen ist. 1 I
§?rrbe<"rj?üroräumen ber Rentnersürsorge r - Montag, den 2. Januar Ää!s5 ‘ $aWc s-*- ”i-
I b'e von verschiedenen Auslandsregierungen eingeschla- gene stay at Home-Politik und folgte der verstärkten Jnlandspropaganda ausländischer Staaten, den Ur- laub tm Inland zu verbringen, und nicht in ein von Unruhen bedrohtes Deutschland zu fahren. Diese frembenverkehrspolitischen Maßnahmen wurden von den deutschen Fremdenverkehrsträgern rechtzeitig er» tarnt unb deshalb vielfach auch nicht in dem Maße w>e früher Geld in die Auslandspropaganda gesieckl. Desto starker wurde bie Jnlanbspropaganda betrieben
't dem Ziel, einen möglichst ziffernmäßigen Aus-
*Ur ^eB Abfall des Ausländerverkehrs zu
Wenn auch der ziffernmäßige Rückgang des Fremdenverkehrs gegenüber dem Vorjahre verhältnismäßig gering ist, so war
die llmsatzschrumpfttUg
doch stärker, als da- dem Preisrückgang auf der gan= ^n Linie entsprechen würde. Dies haben vor allen Dingen bte Großstädte zu verspüren bekommen, die un=
®5 ist ein dunkler Punkt in dem großen Werk der Fürsorge, daß sie sich viel zu sehr auf Almosen er- nicht auf Arbeit. Es ist bitter, den Hilfsbedürftigen zum Almosenempfänger gestempelt zu sehen. Der Mensch muß auch Pflichten haben, soll er verlieren ein großes Stück seiner Selbstachtung
Eine sechsblätterige Rose leuchtet rot mit grünen Kelchblättern im Wappenbild der Stabt Sontra. Der gekrönte hessische Löwe schreitet aufrecht hindurch. Das alte „Suntraha" ist eine der ältesten Städte unserer Heimat; wann es hessisch wurde, ist unbekannt, Dorf unb Gericht Sontra waren aber schon um die Mitte bes vierzehnten Jahrhunderts Leibgedinge der Landgräfin Elisabeth. Eine Zeitlang war Sontra zur Hälfte mainzischer und thüringischer Besitz und erst um 1434 kam es wieder unter hessische Hoheit. Die Stadt, einst unter Herrschaft ber Vögte von Sontra, entstaub burch Vereinigung der beiden Dörfer Ober- und Unterjofttra.
Kirchen blick in Sontra
.Lassen mirnun das Kasseler Verkehrsamt selbst £®5 teilt in seinem Ruck- und Ausblick für 1932 folgendes mit:
„Betrachtet man das Gesamtergebnis der £ J. m Fremdenverkehrsentwicklung .-if• ■ Monaten Januar bis November 1932 ein» Ichließlich, so ist dieses unter Berücksichtigung ber sehr schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage noch als
leidlich günstig
n।jihtui-?a,G,., a» tw... ____ , rudfaffä das
< ^.b?dß-^ et an Ausdehnung verloren bat, wird fübMnAeU9^ttfte^ ^eftIan? berrschende südliche bis ber überwiegend trorfene ble/ber^n0^^WTattcr tm wesentlichen noch erhalten
Aussichten für Samstag: vom 29. '
306 z Aweftmdiwanrigster Iahrgm»«
Was man sich zuweilen im großen wünscht, wird tm ^'^n geleistet. Mag man zu einer Dezentralisierung der Fursorgearbeit stehen wie man I ?tll,^ble Frauensursorge im Steinweg hat einen toö. Inan hat sich abseits vom Moralpredigen daran ge- eine Arbeitsgemeinschaft aufzubauen, bie es versteht, Kräfte auszuwerten unb produktiv zu fchaf.
Unter ber Leitung von zwei von bet Stadt gestellten Fürsorgerinnen hat man für junge Mädchen Äutfe eingencbtet, tn denen man mit viel Erfolg jun- gen Menschen Pflichtbewußtsein beibringt. 9 1 s<tni - deinen Anfängen heraus ist hier etwas entstanden, etn in sich geschlossenes Ganzes, das sich rl*» If,ntn Ergebnissen ohne weiteres bet Oeffent- I Weit zeigen kann. "
Als vor rar nicht langer Zeit bie Stabt die weni- I gen kleinen Raume zur Verfügung stellte, schienen sie I laum zu menschlichem Unterschlupf geeignet, geschweige I
Aussicht
Ä*f Wie alljährlich, konnten wir auch in diesem Jahre mit beit Brüdern von der Weihnachtsfest feiern, 63 hatten sich .Leschmn-^ten Tagesraum unter dem -
>,.57" ^.^arog <>un j t Ungesunden. An weitz < - Lb^e2l LMetMinL^ vu-r fetneui. "
I ^^sÜnaMlsinte mtt allerlei Süßigkeiten.' Mit einem taennÄ™n Ä Ä-Leier eingeleitet, welche vfa»ets n Festansprache des Landes 1
Pfarrers O <y u ch s fand. Einer aus der großen Ge- s sr £er Walzbrüder fand warme Worte des Dan- an die Hausmutter und feine Schicksalsgenossen
I Spenden, welche von einem großen Teil der B?wieÄ^leute und Firm7n9A in diesem »er emgingen, war es möglich, jedem eine Z ude ff machen. So bekam jeder einzelne ein Ä Ä^aubeten warmen Kleidungsstücken über- Magen zu seinem Recht kam, gff es anschließend warmes Abendbrot, bestehend dratwurft mit Sauerkraut. Auch Schlafgeld 1,1 bl59Zac& "icht gezahlt zu werden, ebenso mH At r?m erl‘e« Weihnacklsmorgen Kaffee, Kakao T" Otollen und Kuchen. Allen denen, die uns durch Spenden geholfen haben, auch in diesem Jahr den hM^ r-tLrrine ,sroÄe Freude zu machen, sei an nochmals herzlichst gedankt. Wir hoffen dag die Kasseler Bevölkerung auch im Jahre unsere schwere Arbeit weiterhin »n erstutzt, damit unsere „Herberge zur Heitmat", welche heute mehr denn je notwendig ist, ihrer Be- stnnmung erhalten bleiben kann. Tragen auch Sie <tbren Teil dazu bei, indem Sie den anklopfenden Mitmenschen Gutscheine geben, welche Ihnen die @e= ffÄ5 Ä daß das Gegebene richtig verwandt Lffd. narnttch für Uebernachtung und Verpflegung.
H^berge zur Heimat im Werte bo" 5 und 10 Pfg. sind zu haben bei Ludwig Lohne, ^-b. Gaffe, A. Waege, Ob. Gasse, Chartier, Unt. Kö- nigsstratze, Guise^ Karlstraße, Hellmuth, Pferdemarkt, Betten Kruck, Mauerstaße, Wagner. Kunoldstraße. ■- Wir wünschen allen denen, welche uns bisher durch ^bffbEn und Gutscheinverkauf ihr Jntereffe in so 1 teigem Maße gezeigt haben, ein gesegnetes Neues
Arbeit, nicht Almosen
Gn Besuch am Steinweg
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