Sattmtfettb, 2VSonnfmt, 25. Dezember 193S —
Kasseler Treueste Mchrlchkm
Selle Z-I. Bellas«
Kinderwagen des Staatsanwalts wieder nach. Weht
Ltnfere Heirnat
ter vorzubehälten.
Aus dem Landkreis Kassel
seren l andere
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u «Uö. ö.i£ sich meldenden.Ker- bMcksichtigt,. Atsch cüy.’icUe tri AcherWÜsEtÄWMh en zu erledigen HSbLs seinäch reri einem Verforgungsanwür-
Das Ltrteil in Schlierbach
2'/- Jahre Gefängnis für Vietor, Wickert freigesprochen
... S» -ine Verführung aus dem Gerichtsgefängnis WttM, Üch tolaenüerinagen ab: Die Staatsanwalt- chaft meldet die Vorführung dem Gerichtsgefängnis.
dort wird nach Wehlheiden telephoniert, wo der 'ii Die „grüne Minna" fährt, dann I
'.^.Zuckeltrab von Wehlheiden nach dem Unterneu- I
De/ Publlkumsandrang zur letzten Verhandlung war beängstigend. Der Vertreter der Anklage, Dr. Brinkmann, führt aus, der Geschäftsführer. Vietor, der als der Hauptschuldige des ganzen Kalles anzusehen, sei/ habe in. dem Dorf und den, Verein eine, 'große Machtstellung Hrnegehabi. Er fei sozusagen
Kaft an jedem Gerichtstage müssen aus dem Ge- nchtsgefängnis am Unterneustädter Kirchplatz oder aus der Strafanstalt Wehlheiden dort sitzende Untersuchungshäftlinge oder Gefangene pem Gericht vorgefuhrt werden. Sofern die durchgängig motari- perte Poftzei an diesen -Vorführungen nicht beteilig, tst, geschieht der. An- und Abtransport der Vörzufüh- renden mittels des alten Pfewefuhrwerks, der „grü- ”e!* Minna". Dies Geführt, auch der Kinderwagen des Staatsanwalts genannt, stammt noch aus einer Veit in der die Justiz bei weitem mehr-Zeit hatte als Heute.
zirke sind auf 6 Feuerlöschbezirke reduziert worden. Der freigewordene Bezirk Istha ist mit dem Feuer- löschbezirk Wolfhagen zusammengelegt worden. Die Leitung des neuen Feucrlöschbezirks Wolshagen wurde dem Bezirksbrandmeister, Stadtbauverwalter Schäfer- Wolfhagen, übertragen. Der neue Feuerlöschbezirk Wolshagen besteht nunmehr aus den Gemeinden: Wolfhagen, Nothfelden, Altenhasungen, Bründersen, Leckringhausen, Istha, Marlinhagen, Oelshausen Wenigenhasungen und Burghasungen.
Ippinghausen. Die Maul- und Klauenseuche ist nunmehr erloschen. Als Sperrbezirk gilt noch Ort und Gemarkung Naumburg. Erweiterte Beob- achtungsgebi^te sind Ippinghausen Ort und Gemarkung und Altenstädt.
Aus dem Kreise Eschwege
Das Derfügungsrecht über Gemeindebeamtenstellen
In einer kleinen Stadt Bayerns war eine freige- wordene Polizeisolidatenstelle vom Stadtrat mit einem Fabrikarbeiter besetzt worden, der nicht zu den Versorgungsanwärtern gehörte. Das Bezirksamt hatte daraufhin angeordnet, daß die Stelle nach ven gesetzlichen Vorschriften vergeben wende. Der Bayerische ^"^kiungsgerichtshof trat, wie die Deutsche Beam- tenbuntz-Korrcspondenz erfährt, in einer Entscheidung öom 2. November 1931 — 44. I. 31 — der Ansicht des Bezirksamts bet~ mit folgender Begründung: Die Einwände des .Stäötrais feien verfehlt. 'M war ein Schutzmann verschieden'; die fteiqewordene Stells sollte wieder besetzt wenden-, es handelte sich' nm dis einzige Stelle für einen vienstausuberüden Polrzei- soldaten. Zur kritischen Zeit waren ztvel Stellen für den Polizeidienst vorhanven gewesen; , die eine Stelle hatte der Bürgermeister inne, der sie nicht ausüben konnte, die zweite Stelle war durch den Tod des. Inhabers fteigewonden. Die freigeworbene Stelle müsse nach den gesetzlichen Vorschriften einem Gcmeindebc.- amten übertragen, werden. Bei Befetzüyg solcher Stellen, seien die reichsgesetzlichen Vorschriften zu beachten, die das Selbstverwaltungsrecht der Ge»uelnven'-be- fchränken. Stach der Notverordyung des Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1030 und den ArisiellungF- grundsätze» vom.26. Juli.1922, 22. Juli 1926 und 16. Juli 1930 sollen die Stellen der Gemeindepolizeisol- daten Dersorgungsanwärtern Vorbehalten und mit aktiven Angehörigen der Landespolizei besetzt werden^ falls sich solche Bewerber um freigewordene. Stellen bewerben. Dementsprechend sei der StadEat.nicht verfahren, sondern habe die freigewordene Stelle einem
beiden, » nach Beendigung der Verhandlung die Bvrgefuhrten wieder vom Gericht abzuholen.
Daß das ein höchst iwnständlichrr und, zeitraubender Betrieb ist, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren Begründung. ^Für die Gefangenen ist der Transport in dem Schunkelkarren auch gerade keine ungetrübte Freude. Noch viel weniger aber für die Gerichtsstellen, wenn einmal ein am Unterneustädter S2r Wehlheiden einsitzender Gefangener
fthnell als Zeuge vorgeführt wewen muß. Stunden vergehen, manchmal, ehe die „grüne Minna" den Transport aüsgcfuhrt hat!
Der angeklagte Rechner Jakob Vietor, Schlierbach wurde wegen Urkundenfälschung, Untreue und fortgesetztem Betrug zu einer Gesamtstrafe von 2% Jahren Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Ein Haftbefehl wird nicht erlassen. Die Beschuldigung der Unterschlagung kasin nicht erwiesen werven, da es auf Grund der unoudent- lichen, rekonstruierten Buchführung unmöglich ist, irgendwelche Beweisschlüsse zu ziehen. Von der zur Last gelegten' Prctokollfälschung wurde der Air " freigesprochen. Gleichfalls läßt sich, bei der :______
Verschiebung keine Veruntreuung des Angeklagten feststellen. Im Einzelnen wird der Angeklagte wegen Untreue zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis, wegen fortgesetzten Betrug zu 6 Monaten und wegen Urkunden-
UnZulänglichkeit zu dem Amt eines Vorsitzenden in
Frage. Er beantrage 3 Monate Gefängnis I fälschung in jedem Fall zu je drei Wochen verurtellt.
. -t*er ungekrönte König von Schlierbach gewesen. ...Vorstand und Aufsichtsrat seien Wachs in seinen Händen gewesen. Ter Angeklagte sei ein skrupelloser Kaufmann gewesen. Bei seinem privaten Getreidegeschäst habe es, der Angeklagte stets meisterhaft verstanden, bei den Leuten den Anschein zu erwecken — durch ungenügende Firmenbezeich^ nllng — daß das Getreidegeschäft genössen- schaftlich organisiert sei. Was die Anklagepunkte cknbelangt, so ist der größte Komplex die fortgesetzte Betrugshandlung, bte- der Angeklagte dadurch begangen habe, daß er die Getreidegutschriften nicht verbucht habe. Als die dunkelste Affäre erweise sich die Warenverschiebung. Für etwa 4 000 Mark sei verschoben worden. Ferner seien die selbständigen Betrugshandlungen zu vermerken, in denen der Angeklagte sich Vorteile verschafft habe. Der Angeklagte habe ferner in mehreren Fällen schwere und einfache Urkundenfälschungen begangen. Es sei dem Angeklagten, der Vorwurf zu machen, daß er über seine Verhältnisse gelebt bade. Bei der angeklagten Ehefrau.liege der Tatbestand an sich klar — Fälschung zweier Urkunden.
Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb für die Angeklagte eine Gesamtstrafe von sechs Monaten Gefängnis, für den Ehemann eine Gesamtstrafe von 5 Jahren Gefängnis.
Die bürgerlichen Ehrenrechte sollen auf die Dauer von drei Jahren aberkannt werden. Ein sofortiger Erlaß eines Haftbefehls erscheine notwendig. Strafverschärfend sei hinzügekommen, baf$ der Angeklagte während der Dauer der Verhandlungen auch keinen Punkt der Anklage klipp und klar zugegeben habe.
Zum Fall Wickert fei grundsätzlich festzustellen, daß zwischen Vietor und Wickert schon in der Person ein weiser Unterschied zu machen sei. Wegen Anstiftung zur Unterschlagung beantrage er Freisprechung. Dann sei Wickert wegen fortgesetzter genos- euschasilicher Untreue angeklagt. Als mildernder Umstand komme hier-die große Unerfahrenheit Und
D« Publikumsandrang zur letzten Verhandlung | und 1000 Mark. Geldstrafe. Ferner habe er inner- A “ 41 ** ■ halb seiner Bewährungsfrist von 3 Jahren 5 000
Mcark für die durch seine Fahrlässigkeit entstandenen Schäden an die Genossenschaft zu zahlen.
Nach der Anklagerede des Staatsanwalts erhält Rechtsanwalt Dr. Schneider, Marburg das Wort. Wickert habe immer nur das Beste zu leisten versucht für die Genossenschaft, er sei nie daraus ausgegangen, sich irgendwelche Vorteile auf Kosten der Genossen zu verschaffen. Zum Vorstandsamt sei er ja nur so an den Haaren herbeigezogen wowen. Er müsse das Gericht bitten, den Angeklqgten Wickert freizusprechen. Rechtsanwalt Dr. Wendel, Borken, erklärt, daß das Gericht sehr ernst eine Schuldfrage des Angeklagten Vietor prüfen müsse. Frau Victor habe ‘ nur im
Eschwege. Kaffenstunden der Kreissparkaffe. Am dritten Feiertag ist die Bankabteilung wegen organisatorischer Umstcllurig für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Sparabteilung und die Zweigstellen halten dagegen ihre Schalter geöffnet.
Aus dem Kresse Rotenburg
Sontra. In. der Stabtverordnetenfltzung wurde bei älteste Einwohner, Karl Brück, der 97 Jahre alt ist, zum Ehrenbürger ernannt. Brück gehörte der Stadlvertretung in den Jahren 1882 bis 1884 und 1896 bis 1898 an. Ein Antrag der Jnvaliden- rentenempfänger auf Befreiung vom Wassergelb wurde abgelehnt..
Der vierte Brand in Raßdorf
In Raßdorf hat es in der Nacht zum Freitag schon wieder einmal gebrannt, zum vierten Male innerhalb vier Wochen. Diesmal brannte die mit Erntevorräten reich gefüllte Scheune des Gast- und Landwirts Bartholomäus nieder. Die Wehren von Raßdorf, Botterode und Obersuhl konnten ein Weitergreifen des Feuers verhindern. Der Schaben soll durch Versicherung gedeckt sein.
Schon seit einiger Zeit findet man an Haus- wänden usw. anonyme Zettel mit Ankündigungen von weiteren Bränden. Mit welch unglaublicher Frechheit die Brandstifter arbeiten, geht daraus hervor, daß sic, trotzdem sich seit vier Wochen mehrere Polizeibeamte in Raßdorf aushalten, ihr verbrecherisches Wirken fortsetzen. Hoffentlich wird man der Verbrecher bald habhaft.
Aus dem Kreise Kirchhain-Marburg
Emsdorf. Scharlach. Im Ort sind Fälle von Scharlach festgestelli worden.
Marburg. Von der Universität. Der Privat- bozerit ber Medizinischen Fakultät ber Universität Marburg, Dr. Otto Geßner, ist zum nichtbeamteten außerorbentlichen Professor ernannt worben.
Marburg. MilMpasteurisiernngszwang in Mar- bürg. Da alle beteiligten Behörben unb bie gesetzliche Berufsvertretung zugestimmt haben, beabsichtigt ber Regierungspräsibent, den Milchpasteurisie- rungszwang in Marburg einzuführen. Weiterhin soll die Einleitung eines Verfahrens auf Zusam- menschließung aller die Stadt Marburg unmittelbar ober burch bie. Händler mit Milch beliefernden Erzeugungsbetriebe und milchbearbeitenden Betriebe vom Regierungspräsidenten beabsichtigt (em.
, Marhizrg,, Die Amnestie in Marburg. : Aus Grund der Amnestie sind bereits zehn vom Schöffengericht Verurteilte aus der Hast entlassen worben. In 30 weiteren Fällen sind bie eingeleiteten Vollstreckungsmaßnahmen sofort eingestellt worben. Es haubelt sich in ben weitaus meisten Fällen um politische Vergehen.
Wihenhausen. Tagung auf dem Ludwigstein. Vostl' •4- dis V. Januar sinder- auf beut -Ludwigstein eine Tagung bet • „Deutschen Slkadeutschen GttSen- schaft" statt, bie von der Mlderi schasst. fedes LJähr gbgehaUan Mrd.. .......
Aus dem Kreise Wolshagen
Wolshagen. Neueinteilung der Feuerlöschbezirke. Die im Kreise Wolhagen bestehenden 7 Feuerlöschbe-
Asssllc und gründliche AenSerung wgre möglich, wenn man der Kaffeler Justiz ein Träns- porfauto zur,'Verfügung stellen würde. Da das unter ^"gegenwärtigen .Finanzverhältnissen in Preußen wohl kaum möglich sein wird, möchten wir den Acr- ® E-Veri, daß sich bie Justizverwaltung mit der Pohjet u ber eine gemeinsame Benutzung des bez 6 er Pol t ;ei im Dienst befinHli- ~ dn us Port a u t o s v e r st ä n d i at, sodaß m Zuku-ift alle gerichtlichen Transporte ebenfalls mit dem ichnellen Auto ausgeführt werden. Das wäre für dre Gerichts stellen ein großer Gewinn — und für bie Gefangenen eine wesentliche Erleichter.llng. '• r ftäbter Kirchplatz, Igbt ^«"ihre'^H^Sste^e/st'und I ä"zwischen Gericht und
gggW'ÄRi ......- ■ 1 na tonnte, dann außer Dienst gestellt werden.
Oberzwehre«. Weihnachtsfeier. Auch dieses Jahr veranstallete bie Volksschule eine theatralische Weihnachtsfeier, die sehr gut besucht war Hauptlehrer Seibert erhoffte von ber Feiet ein weiteres gutes Einvernehmen zwischen Elternhaus unb Schule. Die Darbietungen gelangen aufs beste. Herr Manns, der Elternbeiratsvorsitzende, sprach Worte des Dankes unb forderte die Eltern zur Unterstützung der Schule auf. 7*. Die Haushaltungsschule feierte mit einem Krippen- ipiel. Vor einer großen Kinderschar führten die Schülerinnen am folgenden Abend das Märchenspiel .ststautendelein" auf, das bie kleinen Gäste mit größter Aufmerksamkeit entgegennahmen.
Harleshausen. Um das Pfarrhaus. Im Iahte 1907, als bie neue Kirche errichtet wat, hat b(e politische Getneinbe Verträge mit der Kirche abgeschlossen, innerhalb einer festgelegten Frist ein ber -Würbe und dem Amt enlsprechenbes Pfarrhaus zu bauen. Daß es jetzt bet Gemeinde nicht möglich ist, größere-' Summen aufzunehmen unb eia Pfarrhaus bauen, ist verständlich. Die Gemeinde hat, solange ein verheirateter Pfarrer die Kirche betreut hat, die Wohnungsmiete bezahlt. In den letzten Tagen ist nun eine Liste im Dorfe herumgegangen, um.Stim- wen zu sammeln und bie Gemeindevertretung zu dem Beschluß zu veranlassen,- daß ein Pfarrhaus gebaut wird. Hoffentlich kommt es nun auch bald dazu und werden, der, Gerneinde die .Wege gezeigt, wo sie das Geld zum Bau hernehmen soll.
Harleshausen. Demonstration vor dem Rathaus. Von Harleshausen wird geschrieben: Am Zahltag ber Wohlfahrtsunterstützungen hatte sich ein großer Teil der Erwerbslosen vor dem Bürgermeisteramt angesammelt unv schrien .Hunger". Wie man vom Bürgermeisteramt hört, sollen durch die Winterhilfe 750 Zentner Kartoffeln beschafft fein für die Armen, die unter der Wirtschaftskrise leiden, aber bie wenigsten der Kartoffeln sollen abgeholt sein. ----- " Ihringshausen. Die DoAehnskaffe hielt Generalversammlung. Der Vorsitzende, Landwirt- Heinrich Krug I wurde wiedergewählt: die Anschaffung einer Obstbaumspritze beschlossen, lieber Viehfütterung sprach Dr. Keitz von „Hessenland".
Aus dem Kresse Melsungen
Melsungen. Rentenauszahlung. Die- Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse für Jantlar findet beim Postamt am 29. Dezember statt. Die Invalidenrenten werden am 30. Dezember gezahlt.
Melsungen. Viehseuchenabgabe. Das Berzeich- nis über die Erhebung ber -Viehseuchenabgabe 1933 liegt vom 23. b. Mts. bis einschließlich.6. Januar im Städtbüro zur Einsicht ber Beteiligten aus. Berichtigungen können bis zum 20. Jariuar beantragt werben.
Landeselde. Getreidediebe. Vorgestern prangen Diebe bei dem Landwirt Wagner ein und entwendeten drei Sack Roggen.
. Gensungen. Schlägst du mich, dann öeiß ich dich . . . Ein Hausschlachter hatte ein Schwein
Warum immer noch die langsame „grüne Minna"?
Gin Weihnachtswunsch für die Kasseler Justiz.
durch ernen Schlag mit der Art betäubt. Beim Dre- hen tzes Schweines wachte es aber aus der Betäu- bückg . auf mich'biß dem Schlachter ein Stück Fleisch aus dem Oberschenkel.
Aus dem Kreis Hofgeismar
Veckerhagen. Pfarrer Haupt zum Abschied, ssum Ifnrrlrä fahrige segensreiche Wirksamkeit des £ UN Kirchspiel ^aake-Veckerhagen
wurde dieiem, da er am 1. Januar nach Kasscl-R. uberiledelt, von dem Kirchenchor Veckerhagen unter Mliwirkimg des Männerchors und der von Pfarrer
Se'chafsenen Organisationen: Frauenbilfe ein Ehrenabend im „Kai- ferhoffaal" veranstaltet. ' ”
■ Earlshafen. Den Bemühungen der' Polizei ist ^ gelungen, tn das Dunkel der Diebstähle etwas ^?E iu^brlngen Bei dem Einbruch in den Keller des. Gasthofes „Zur Linde" 'hatte einer seine in Beverungen erbettelten Wohlfahrtsmarken verloren. Ermittlungen ergaben, daß die Marken einem jungen Mann' aus Beverungen von einer dortigen ^arnilw ausgehändigt Wörden waren. Sluf Grund dt.e,er /rrststellung .konnte er jetzt festgenommen werden. Es handelt, sich ,ym einen wegen gleicher Straftaten vielfach vorbestraften -Menschen, der noch emtge Helfer hat, bie nunmehr wahrscheinlich auch bald..ermittelt werben können. Eine Hallssuchung verlief ergebnislos, was die Vermutung gestärkt hat,.-baß-sich Pas Diebeslager-in einem nähergelegenen Orte befinbet.
r. Aus dem Kreise WitzeuHaufen
guten Glauben gehandelt. Außerdem habe sie sich ja auch gar keinen Vermögensvorteil verschafft. Rechtsanwalt Dr. Kreisrher, Marburg kommt im übrigen zu dem Schluß, daß unbedingt Freisprechung erfolgen müsse, in allen Fällen mit Ausnahme ber Urkundenfälschungen.
Das Llrieil
.. Der Angeklagte 1. Vorsitzende des Vereins Karl Wickert, Schlierbach wirs freiaesprochen. In der Urteilsbegründung führt »er Vorsitzende aus, daß ber Freiaesprochene unzulänglich dafür gewesen wäre, einen solchen Vereinshetrieb zu überblicken.
Die angeklagte Ehefrau Vietor wird an Stelle einer als verwirkt anerkannten Gefängnisstrafe von zehn Tagen zu 30 RM. Geldstrafe verurteilt.
Aus Waldeck
Arolsen. Feier im Krüppelheim. Im Krüppelheim Bathildisheim fand die Weihnachtsfeier für die Pfleglinge und das Personal statt. Pfarrer Preising sprach über die gebende Liebe unb Freu- ben am Ehristfeste. Sodann erhielten alle Insassen des Heims Geschenke. An ber Feier nahm auch btc Fürstin Bathildis teil.
Eine Hundertjährige
Der Witwe Marie Wagner, geb. Schneider, in Rüdigheim ist anläßlich ibres 100. Geburtstages am 23. Dezember ein Glückwunschschreiben, eine Ehrentasse und ein Geldgeschenk von dem Vertreter des Reichskommissars für das Land Preußen überreicht worben.
Aus dem Kresse Hersseld
Hersselv. Christliche Liebestätigkeit. Die Arbeitsgemeinschaft der privaten Wohlsahrtsorganisationen hat über 300 Familien eine Weihnachtsbescherung in Form von Lebensmitteln und Kleidungsstücken bereitet. Die Schülerinnen der Städtischen HauShal- tungsschule bescherten 40 armen Kindern Kleidungsstücke. — Versuchte Erpressung. Auf einem zugesteck- ten Zettel wurden von einem Einwohner 100 Mark verlangt, andernfalls mit Erschießen zu rechnen sei. Die Polizei konnte den Täter feststellen.
Aus dem Kresse Dillenburg
Biedenkopf. Das Steueraufkommen im Kreise. Als Kreisumlage des neugebildeten Kreises werden 75 Prozent erhoben. In Anrechnung gebracht wurde ein Betrag von 276 155 RM. Allein 702 000 RM. müssen für bte Wohlfahrtserwerbslosen verwendet werden, daneben noch 96 000 RM. für sonstige Hilfsbedürftige. Den Gemeinden sollen an Reichssteuer- übertoeifung 240 000 RM. zugewiesen werden.
Biedenkopf. Neufestsetzung der Ortslöhne im Kreise. Das Oberversicherungsamt hat die Ortslöhne für bie Zeit vom 1. Januar 1933 bis zum 31. Dezember neu festgesetzt, unb zwar für männliche Personen über 21 Jahre 3,40 Mark, für gleichaltrige weibliche Personen 2,40 Mark. Bei männlichen Personen im Alter von 16 bis 21 Jahren beträgt ber Ortslohn 2,80 Mark, bei weiblichen Personen 2,— Mark. Personen unter 16 Jahren haben zu erhalten: männlich 1,50. Mark, weiblich 1,10 Mk.
Aus dem Kresse Frankenberg
Fraukenberg. Der Magistrat befaßte sich mit der bauernden und einmaligen Unterstützung der Erwerbslosen. Es konnten leider nur kleinere Beträge bewilligt werden. Die Genehmigung zur Anstel- Ivng des Gewerbelehrers Limmroth konnte nicht erteilt werden. Die Verteilung der durch die Sammlung in letzter Woche eingegangenen Beträge wurde dem Wohlfahrtsausschuß der Stadt Frankenberg überlassen.
Brand in ORomrod
Eine Scheune abgebrannt.
In Romrod (Kr. Alsfeld) entstand früh morgens in der Scheune des Landwirts Bombay Feuer, dem trotz eifriger Tätigkeit ber Feuerwehr bie Scheune mit Inhalt zum Opfer fiel. Das Wohnhaus unb bie anberen angrenzenden Wirtschaftsgebäude konnten geltet werden. ,<3dud
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Merlan. In der DarlehnÄaffe wurde Max Roth zum Direktor und Wilhelm Muller als Aufsichtsrat gewählt.
Hochhausen. Arbeitslos. Tas Braunsteinbergwerk wird wegen Ausbeutung »er vorhandenen Erzlager Enide des Jahres geschlcssen. 80 Avbeiter ivertzen wieder arbeitslos.
Groß-Eichen. Sturz der Kirchenglocke. Beim Läuten der Kirchenglocke, während die Gemeinde andächtig tn der Kirche war, stürzte die Glocke vom Glockenstuble. Zum Glück blieb sie auf dem Kirchengewölbe liegen, fönst wäre ein nicht auszudenkendes Unglück geschehen. Ein Bruch der Aufhängevorrichtung ist die Ursache des Falles.
Aus dem Kreise Hünfeld
Buchenau Kr. Hünfeld. Ein schweres Schadenfeuer suchte die Schreinerwerkstatt von Grebner heim. Das Feuer fan» an vem leicht brennbaren Material reiche Nahrung. Werkstatt, Stallungen, Scheuer und ein Teil des Wohnhauses brannten ab. Auch der Sachschaden ist beträchtlich. An der Bekänrpfung beteiligten sich die Orts- und Nachbarwehren sowie die Motorspritze von Hünfeld.
Das Buch aus dem Lande
rgr. In der heutigen Zeit der Arbeitslosigkeit und ber wirtschaftlichen Bebrückung ist bas Buch ein geistiger und seelischer Heiser, dem wir ungemein viel verdanken. Besonders der Erwerbslose empfindet bas Bedrückenbe ber leeren Tage nicht, wenn er ein Buch zu lesen hat, bas ihm Anregung über feinen Gebankeiikreis hinaus gibt. Aus biesem Grunb ist bie Bücherei-Arbeit im Regierungsbezirk Kassel, an bereit Spitze bisher Bücheretberater Maurer ftanb, nicht boch genug einzufchätzen. Die 600 Büchereien, bie int Regierungsbezirk Kassel bekannt find, leisten eine ungemein wichtige kulturelle Arbeit.
Das Ziel ber Büchereiarbeit ist die Errichtung einer auserlesenen Bücherei in jedem Ort, ferner die Errichtung von Kreisbüchereien in den Kreisstädten als AusgleichssteUe unb Reserve. Wie wichtig bas Buch in ben kleineren Lanborten ist, geht schon bar- aus hervor, baß die Volksbücherei in Niederzwehren doppelt so viele Bücher ausgeliehen hat als die Kasseler Volksbücherei, da ja ber Landort die übrigen Bil- dungs- unb Unterhaltungseinrichtungen, Theater, Vorträge unb Kinos unb anbere Bibliotheken nicht in bem Matze besitzt wie bie Großstabt.
Man spricht viel von einer Krise bes Buchs, aber diese Krise besteht nur im Hinblick auf bas Buch als Ware. Tas Buch als geistiger Wert hat seinen Rang behalten. Unb barutn iff bie Arbeit ber Bücherei so wertvoll. Es ist nur zu bebauern, baß Büchereiberater Maurer in nächster Zeit feine Tätigkeit aufgibt, um als Pfarrer nach Württemberg zu gehen. Regierungspräsident Dr. Friebensburg sprach ihm seinen Dank aus für die fruchtbare Arbeit im Kaffeler Regierungsbezirk.
Geschäftliche Mitteilung.
Ein Weivnachtsausflug nach Schlotz gkriedrichstein, Bad Wildunaen, wird als wohltuende Erholuna empfohlen. Sämtliche Restaurant-, Reffet« und Gesellfchastsräume find den ganzen Winter geöffnet.
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