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Llnsere Hstmat

Kampf dem Kartoffelkäfer

Der Minister für Landwirtschaft, Domäne und Forsten hat unter dem 10. November d. I. eine Perordnung zur Bekämpfung des Kartos. f e l k ä f e r s erlassen.

Hiernach ist es verboten, den Kartosselkäser in allen seinen Entwicklungsstadien im lebenden Zu­stande zu halten oder zu züchten, ihn anzukaufen, zu verkaufen oder Rechtsgeschäfte anderer Art über sei­nen Erwerb anzubieten, zu vermitteln oder abzu­schließen, chn zu befördern oder zu versenden. Zu­widerhandlungen werden nach dem Feld- und Forst­polizeigesetz bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft.

Aus dem Kreise Wolshageo

Wolfhagen. Die Weihnachtsfeier im städtischen Kindergarten findet Mittwoch, den 21. Dezember, nachmittags 4,30 Uhr, itn Zuschlag'schcn Saale statt. Me Eltern und Angehörigen der Kinder sowie Freunde des Kindergartens werden zu dieser Feier hiermit herzlichst eingeladen.

Dörnberg. Weihnachten bei den Schulkindern. Am Sonntag hatte die Volksschule die Einwohner­schaft zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Nach einer Ansprache des Hauptlehrers Homburg wecst selten Gesangs- und Gedichtvorträge miteinander ab. Am besten gefiel wohl das Weihnachtsmärchen Knecht Ruprecht" undDer verzauberte Hans". Der herzliche Beifall war wohlverdient. Ter Abend zeigte, wie schön es ist, wenn Schule und Eltern­haus zusammenarbetten.

Aus dem Landkreis Kassel

Niederkaufungen. Kritische Finanzlage. Die restlose Auszahlung der Unterstützung war diesmal nur möglich dadurch, daß man die Staatssteuer da­zu mitverwandte. Die Gemeinde ist nun hiermit erheblich im Rückstand. Die Einsetzung eines Staatskommiffars wird unausbleiblich sein. Noch wurde in einer Sitzung der Antrag angenommen, gegen die im erheblichen Verzug stehenden Steuer­schuldner energischer vorzugehen.

Aus dem Kreise Rotenburg

Renmorschen. 90. Geburtstag. Am gestrigen Tage beging die älteste Einwohnerin unseres Ortes Frau Kath. Holzhauer, ihren 90. Geburtstag. Leider ist fie seit einiger Zeit infolge Altersschwäche ans Bett gefesselt, aber der Geist ist noch rege und sie verfolgt noch die täglichen Ereignisse. An Gra- tulatwnen hat es ihr nicht gesehlt, auch wir schlie­ßen uns denen an und wünschen der alten Dame einen recht gesegneten Lebensabend.

Aus dem Kreise Hrankenberg

Frankenberg. Es wird gesammelt. Der Wohl­fahrtsausschuß der Stadt läßt am Dienstag, Mitt­woch und Donnerstag eine Sammlung zu Gunsten der Arbeitslosen veranstalten. Erbeten sind vor allem Geld, da man den Erwerbslosen Gutscheine über Lebensmittel aushändigen will.

Aus Waldeck

Arolsen. Piehverzeichnis einsehen. Das Ver­zeichnis des Bestandes an Pferden und Rindvieh

DerGoldene" in der Provinz

Nach den aus der Provinz vorliegenden Meldun- gen ist das Geschäft am Goldenen Sonntag im all­gemeinen ganz gut gewesen.

Sowohl aus Göllingen als auch aus Hann.-Mün- den wird gemeldet, daß der Goldene Sonntag im Ver­gleich zum Silbernen eher noch eine llmisatzsteigerung gebracht hat. Vorwiegend war es wieder die Land­bevölkerung, die den größten Teil der Käufermassen stellte. In einigen Artikeln soll das Geschäft sogar noch deffer als int Vorjahr gewesen fein.

Auch in Marburg wurde im Verhältnis zum Sil­bernen Sonntag eine Umsatzsteigerung festgestellt, ja einzelne Firmen konnten sogar einen 2025 Prozent höheren Umsatz als im vergangenen Jahre melden. Am

Nachmittag herrschte starker Verkehr in den Geschäfts­straßen. Das Haupikontingent stellte auch hier die Landbevölkerung. Es wurden in her Hauptsache Dinge in kleinen und mittleren Preislagen gekauft.

Die größte Stadt des Waldecker Landes, Eorbach, hatte gleichfalls einen überaus starken Verkehr am Goldenen Sonntag aufzuweisen. Im Vergleich zum Vorjahre soll jedoch das Geschäft nicht so gut gewesen fein. Wohl wurde mengenmäßig mehr verkauft, doch zahlenmäßig ist der Umsatz zurückgegangen.

Es wäre den Geschäftsleuten von Herzen zu wün­schen, daß auch die Tage bis zum Weihnachtsfest einen auf der ganzen Linie befriedigenden Abschluß bringen.

Der KAO. im Kreise Melsungen

Der erste weibliche Arbeitsdienst

Der Kreisausschuß Melsungen führt zur Zeit auf dem Kreisgur Elbersdorf erstmalig einen freiwilligen Arbeitsdienst für junge Mädchen durch, der aus sechs Wochen berechnet ist. Unter Leitung der Kreisjugend­pflegerin Frl. Wolff -Melsungen und der beiden Gewerbelehrerinnen Frl. Pagendarm-Kallel und Frl. Sieber t-Trendelburg weiden in verschiedenen Räumen des Altersheims etwa 20 junge Mädchen aus dem ganzen Kreisgebiet in allen hauswirtschaftlichen Arbeiten ausgebildet. Besonders hervorzuheben ist, daß die Arbeit in erster Linie der Winterhilfe zugute kommt. Es werden ältere Kleidungsstücke wieder für den Gebrauch hergerichtet und neue Sachen angefer­tigt. Außerdem werden einige Familien in Elbers­dorf und Spangenberg aus der eigenen Küche des Ar­beitsdienstes mit warmem Mittageflen versorgt. Fer­ner sind einige Mädchen im Spangenberger Kinder­garten tätig, während andere wiederum durch Krank­heitsfälle betroffene ärmere Familien und alte Hospi­talsinsassen besuchen und dort helfend eingreifen.

Tie geistige Betreuung der Arbeitsdienstwilligen vollzieht sich in folgender Weise: Frl. Wolff unter­weist die jungen Mädchen in der Säuglingspflege, während Kreismedizinalrat Dr. K a h l-Melsungen die erste Hilfe bei' Ünglücksfällen behandelt. Ferner haben sich die Jugendleiterin Frl. Hoffmann- Spangenberg. der Kreisjngendpfleger Hauptlehrer

Bornemann - Altmorschen, Kreisjugendpfarrer Reute r-Dagobertshausen und Lehrer flutet» muth -Spangenberg zur Verfügung gestellt. Der Ar­beitstag umfaß sieben Stunden und beginnt mit gym­nastischen Hebungen, um auch der sportlichen Seite Rechnung zu tragen.

Führerlager auf Kreisgut Elbersdorf.

Wie nunmehr feststeht, wird Anfang Januar 1933 in der Fugendherberge des Kreisgutes Elbersdorf ein geschlossenes Führerlager für den freiwilligen Arbeits­dienst eingerichtet werden. Träger des Dienstes ist das Arbeitsamt Kassel, während die staatliche Oberförste­rei Spangenberg Träger der Arbeit sein wird. Die Finanzierung wird in der Hauptsache aus Reichs­mitteln durch das Landesarbeitsamt erfolgen.

Es ist in Aussicht genommen, daß zwei Führer­kurse, die zusammen drei Monate dauern werden, zur Durchführung kommen. Jeder Kursus wird etwa 45 Teilnehmer umfassen, die gemeinsam mit noch 20 Ar­beitsdienstlern der Obersörsterei Spangenberg ver­schiedene Arten von forstlichen Arbeiten in Angriff nehmen werden. Die körperliche Betätigung im Füh­rerlager wird nur drei bis vier Stunden täglich be­tragen. Die Leitung des Schulungslagers hat sich der Bezirkskommissar für den freiwilligen Arbeitsdienst, Präsident Dr. Engler-Frankfurt, selbst Vorbehalten.

Arbeitsbeschaffung im Kreise Eschwege eine Bürgermeisterdienstversammlung

Eine Dienstversammlung der Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises Eschwege, bei der auch die drei Städte des Kreises vertreten waren, befaßte sich mit der Arbeitsbeschaffung. Zunächst behandelte diese Fragen Dr. M i ch a e l s e n vom Standpunkt des Arbeitsamts aus. Er teilte weiter mit, daß Mittel für den freiwilligen Arbeitsdienst während des Winters nur in beschränktem Umfange noch zur Verfügung ständen und ferner vom nächsten Frühjahr ab in erster Linie die geschlossenen Lager gefördert werden sollen, die es bisher im Streife Eschwege noch nicht gebe. Es ständen daher in Zu­kunft die Notstandsarbeiten und Fürsorgearbeiten mehr im Vordergründe. Endlich sagte er zu, prü­fen zu wollen, ob nicht die wöchentliche Meldung der Wohlfahrtserwerbslosen durch eine monat- liche Meldung ersetzt werden könne.

Im Anschluß daran besprach Landrat Dr. D e i ch- mann die Arbeilsbeschasfungsmaßnahmen, die von feiten der Kreisverwaltung geplant seien. Es soll mehr als bisher die Fürsorgearbeit geför­

dert werden. Das bedeute in erster Linie füt die Bürgermeister eine erneute Belastung, die sie aber im Interesse der Allgemeinheit auf sich nehmen müssen. Mit besonderem Interesse wurde die Mit­teilung des Landrats entgegengenommen, daß der Regierungspräsident auf Antrag mit Wirkung vom 19. Dezember ab bei den über 18 Jahre alten Fa­milienangehörigen einer Erhöhung der Richt­sätze zugestimmt habe. Diese erreichten nunmehr den Frauenzuschlag. Dies bedeutet immerhin eine fühlbare Besserung für die Hilfsbedürftigen, die ge­rade vor Weihnachten dankbar empfunden werde.

Kreistierarzt, Veterinärrat Dr. Müller, hielt Vortrag über das Tuberkulose-Tilgungsversahren. Zum Schluß sprach der Kreisbrandmeister Ed Döhle. Er betonte die Notwendigkeit, daß den Ortsbrandmeistern von den Gemeinden eine ange­messene Jahresentschädigung gewährt werde. Dies sei in einigen Gemeinden noch nicht der Fall. Eben­so müßten es die Gemeinden schon übernehmen, den Abgeordneten zu den Feuerwehrtagungen eine an­gemessene Entschädigung zu gewähren.

Dienstag, 20. Dezember 1932

Kasseler neueste 7!achrlchie«

Sette 3 - l. Beilage

liegt In der Zeit vom 17. Dezember bis einschließ­lich 30. Dezember d. I. im Rathaus (Vorzimmer des Polizeibüros) während der Vormittagsdlenst- stunden zur Einsicht öffentlich aus.

Sachsenberg (Waldeck). Wieder Unterricht. Nach­dem die Masernepidemie so ziemlich erloschen tst, wurde der Schulbetrieb, nachdem er vier Monate unterbrochen werden mußte, wieder ausgenommen.

Mengeringhausen ohne Erwerbslose

Die waldeckische Stadt Mengeringhausen ist in der glücklichen Lage, zur Zeit keine Arbeitslosen zu haben. Sämtliche Erwerbslose der Gemeinde werden mit Not- standsarbeiten beschäftigt, wodurch ihnen Gelegenheit gegeben iftt sich vor den Festtagen noch etwas zu ver­dienen.

Aus dem Kreise Dillenburg

Biedenkopf. Keine neuen Richtsätze. Wie mitge- teilt wird, sind die Fürsorge-Richtsätze itn Kreis Dillenburg nicht geändert worden.

Aus dem «reift Kirchhain-Marburg

Kirchhain. Neuwahl der Schiedsmänner. Der Kreisausschuß hat im ehemaligen Kreisgebiet als Schiedsmänner in Viehseuchenangelegenheiten für das Jahr 1933 gewählt: Landwirt Konrad Btngel, Kirchhain, Landwirt Konrad Zimmer, Stausebach, Landwirt und Bürgermeister a. D. Lauer, Anze­fahr, Landwirt und Bürgermeister Sachs, Erksdorf, Lorenz Ruhl, Amöneburg, Landwirt Heinrich Bo- dcnbender, R.-Holzhausen, Landwirt Peter Römers- Häuser, Ernsthausen, Landwirt und Bürgermeister a. D. Schneller, Hatzbach, Landwirt und Bürgermei­ster a. D. Geißel, Speckswinkel, Landwirt und Bür­germeister Friedrich Herbst, Wohra, Landwirt und Schuhmacher Reinh. Krevling, Rauschenberg, Land­wirt Karl Streuter, Mardorf, Landwirt Herbener, Melchiors Hof, Großseelheim, Bäckermeister Heinr. Nees, Neustadt, Landwirt Joses Zinser, Neustadt, Landwirt Augustin Lotter, Momberg, Landwirt Heinrich Bruch, Josbach, Landwirt Konstantin Martin, Allendors.

Marburg. Eine nicht alltägliche Trauung wurde aus dem Marburger Standesamt vorgenommen. Ein junger Mann aus Frankenberg, der sich int Mar­burger Gefängnis in Untersuchungshaft befindet, schloß mit einem jungen Mädchen aus Jesberg den Bund der Ehe.

Wegen Blutschande verurteilt

Vor dem Marburger Schöffengericht hatte sich ein Mann aus Grüßen und seine Stieftochter wegen

Blutschande zu verantworten. Beide Angeklagten sind wegen desselben Deliktes bereits mehrfach vor­bestraft." Der Mann wurde zu 9 Monaten und die Stieftochter zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Bet dem Mädchen kommen noch drei Monate hinzu, die bei ihrer letzten Bestrafung ausgesetzt worden waren. . ,

Wir fürchten, daß die wiederholten Bestrafungen nicht viel helfen werden. Uebrigens ist bei einer Stieftochter der AusdruckBlut"-Schande im Grunde falsch, wenn auch in der Rechtswissenschaft feftgelegt.

Seltene Hirschjagd

Sonntag nachmittag wurde die Gemeinde Fried« richsfeld in eine nicht geringe Aufregung versetzt. Ein Rudel Hirsche war bis in die Nähe des Dorfes gekom­men, einzelne der Tiere hatten sich sogar bis auf eine Entfernung von 20 Meiern an die Häuser heran­gewagt. Das Rudel bestand aus elf Tieren, unter denen sich zwei weiße Hirsche befanden. Durch das Ge­schrei der Einwohner erschreckt flüchteten die Tiere Wer das Feld in den nahegelegenen Wald.

Noch kurze Zeit darauf kehrten sechs der Hirsche wieder zurück und irrten über die Felder. Die Pächter der Feldjagd nahmen die günstige Gelegenheit wahr, um einen Schuß anzubringen. Durch einen guten Schuß aus 150 Meter Entfernung konnte der Iagdpächter Lehrer Funkhäuser aus Grebenstein einen starken Acht­ender erlegen. Die übrigen Tiere durchbrachen die Menschenkette und verschwanden im Walde.

Schmalkalden

wird Aotstandsgebiei

Aufträge und Steuervergünstigungen in Sicht.

Im Preußischen Landtag wurde ein Antrag deS Handelsausschufles angenommen, der die Regierung ersucht, beim Reich darauf hinzuwirken, daß sofort die Streife Schmalkalden, Solingen und Rem­scheid als Notstandsgebiete anerkannt werden, ein umfassendes Arbettsbefchaffnngsprogramm für diese Kreise ausgearbeitet und durchgeführt wird, alle Nachgeordneten Stellen darauf hingewiesen werden, bei Bestellungen auf die Kleineisen-Jndustrie dieser Kreise Rücksicht zu nehmen und diesen Aufträge zu­zuweisen, daß ferner fofort Ermittlungen angesiellt werden, wieweit der Staat In eigenen Betrieben Erzeugnisse der Kleineisen-Jndustrie dieser Streife verwerten kann und dieser Industrie entsprechende Bestellungett zukommen und daß alsbald mit den Wirtschaftsvertretungen dieser Kreise in Verhand­lungen wegen Gewährung von Steuervergünstigun­gen während der jetzigen Notzeit eingetreten wird.

Leder Feuer m Raßdorf

Zwei Gehöfte vernichtet

Sonntag nacht wütete in Raßdorf, Kr. Roten­burg wieder ein Feuer. Die Wirtschaftsgebäude, Stallungen und gefüllten Scheunen der Landwirte Fischer und R i n g l e b brannten vollständig nie­der. Das Vieh konnte zum größten TeU gerettet werden, nur die Hühner sind den Flammen zum Opfer gefallen.

Die Wehren aus Raßdorf, Ober- und Niedersuhl, Hönebach sowie die Motorspritze aus Gerstungen waren zur Stelle, doch gestalteten sich die Löscharbei­ten sehr schwierig, da die Wasserstelle sehr weit ge­legen war und eine Wehr der anderen das Wasser erst zuleiten mußte. Das Anwesen des Fleischer­meisters Dippel war sehr gefährdet, doch gelang es den Wehren, das Feuer auf seinen Herd zu be­schränken.

Als Ursache des Feuers nimmt man Brand­stiftung an, umsomehr, als vor kurzer Zeit schon zwei Schadenfeuer in Raßdorf waren, ohne daß es bisher gelang, den Brandstifter zu fassen.

Es brennt weiter

Die Dachgeschosse dreier Häuser in Natzungen " ausgebrannt.

In Natzungen stand plötzlich das neuerbaute Wohnhaus des Landwirts M. hell in Flammen. Das Feuer griff auf die anliegende Scheune und die Stallgebäude übet. Der freiwilligen Feuerwehr ge­lang es, das Feuer in Kürze zu löschen, so daß nur an den drei Gebäuden die Dachgeschosse vernichtet wur­den. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die Brandursache konnte bislang nicht ermittelt werden.

Einnahme-Ausfälle in Bad Wildungen

Aus der Stadtoerordnetensitzung.

Vor Eintritt in die Tagesordnung der Stadtver­ordnetensitzung widmete der Vorsitzende, Dr. Förster, dem kürzlich verstorbenen früherenBürgermeister der Stadt, Dr. Othenberg, warme Worte des Nach­rufs.

Zu Punkt 1 standen Bewilligungen von Haushalts­überschreitungen und Titelübertragungen an. Der Vorsitzende gab hierüber die neuen Gesetzesbestimmun­gen bekannt, wonach jeder Posten seitens der Stadt­

verordneten der Genehmigung bedürfe, wenn man nicht Gefahr laufen wolle, daß die lleberschreltungen durch den Bürgermeister erseht werden müßten. Bür­germeister Nöldner erklärte bte Ueberschreitungen, die tn erster Linie auf erhebliche Ausfälle tn der Ee- werbeertragssteuer (3000 Mk.) und den weiteren Rückgang der Reichsüberweisungen begründet lägen. An den (Eingängen der Steuerrückstände würde es lie­gen, ob der Etat 1932 ohne ein Defizit abgeschlossen werden könne, was er jedoch zuversichtlichst hoffe. Bei dieser Gelegenheit gab er auch Kenntnis davon, daß durch einen Erlaß der preuß. Regierung,

bei den Steuerrückvergütungen die kleineren Städte, die sparsam gewirtschaftet hätten, zum Dank dafür insofern erheblich schlechter gestellt würden, als sie zur Tilgung der Schulden der Großstädte mit herangezogen wurden.

Hiergegen sei von den kleineren Städten berechtwter Einspruch erhoben worden. Die besprochenen Posi­tionen wurden genehmigt. Man hofft, fie aus dem Mehrauskommen der Städt. Werke zu bestreiten.

Bei dem Titel Wasserwerk wurde bei dieser Ge­legenheit mitgeteilt, daß der jetzige Zulauf täglich

455 Kubikmeter betrage und als günstig zu ^bezeichnen

Dann war über die Verlegung des Wildunger Kram- und Viehmarktes zu beschließen. Um Kollis- ssonen mit anderen Märkten zu umgehen, sei von der Regierung der Donnerstag und Freitag der 3. Juli- Woche festgesetzt worden, wozu die Stadtverordneten ihre Zustimmung gaben. Dte Eisenkieselklippen am Salzleckenkopf, der Sottderrain und der Odershäuser Wasserfall sollen nun unter Naturschutz gestellt wer­den. Hinsichtlich der unentgeltlichen Wasserabgabe an den Eolfklub für das Jahr 1932 wurde entschieden, es bei der freien Abgabe bis zum Betrage von 500 RM. bewenden zu lassen, so daß die Ueberfchreitunaen von 61,75 Mk. durch den Club bezahlt werden müssen. Zum Schluß stellte Bürgermeister Nöldner es an­heim, was die Stadt zu dem Kommunalen-Arbeits- beschaffungsprogramm der Reichsregierung glaube in Angriff nehmen zu können. Ohne, baß man sich auf etwas festlegte, wurden genannt: Feldwege-Jnstand- setzung, Ausbau der Badeanstalt und evtl, der Aus­bau der Südstraße. Jedenfalls dürfte der Ausbau der Badeanstalt wohl das Nächstliegende sein, da er für die Stadt die Erschließung einer Einnahmequelle bedeutete.

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