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Kasseler Sport-Zeitung

Kasseler Neueste Nachrichten / Freitag, 16. Dezember 1932__

03 - F ortuna=Düsseldorf

am 18. Dezember an der Nürnberger Strafte.

Deutschlands Krastfport hat

'JV

eltgeltung

vielseitige Vortragssolge. aus den Charakter der Feier ab- gestimmi, unrd sur gute Unterhaltung ivrgen Milivirkenoe u a Frl. Engelnrohr. die bekannte Kasseler Konzert­sängerin, und die Gesangsabteilung der CT.

Sebanze werden 1933 auch die Meisterschaften des Verbandes ausgetragen.

Wintersport-Wetterbericht

Im Taunus, Odenwald. Spessart, Vogelsberg und Rhön bestehen z. ZI. keine Schnecsoorrnrüglichkeiten.

Ichwarzmald: Feldberg: heiter 2 Grad Warme, 10 Ztm. Schnee, Ski und Rodel nur stellenweise

Tbitringerwald: Oberhof: bewölkt. 2 Grad Warme. 8 Ztm. Schnee, gekörnt, nur Rodel möglich. — Jnsels- berg: bewölkt. 7 Grad Wärme, gering« «chneedeck«.

Aloen: Schneesrrnerhaus: heiter. 1 Grad Kalte, 165 Ztm. Pulverschnee. Ski und Rodel sehr gut.

Schweiz: Arosa: bewölkt. .3 Grad Kalte. 20 Ztm. Schnee — Davos: bewölkt, -2 Gr Kälte, 20 Ztm. Schnee. Engelberg: bewölkt. 0 Grad, 10 Ztm. -chncc. — Murren: bewölkt, 1 Grad Kälte. 15 Zrm. schnee. — S t Moritz: bedeckt. 3 Grad Kälte. 35 Ztm. wchncc.

Schneefälle sind vorerst nicht zu erwarten.

Aus den Vereinen

Weihnachtsfeier des VfL. Heffen Preußen.

Ter VfL. Hessen-Preußen veranstaltet am Sonntag, den 18. Dezember, im groben Stadtrarksaal , sein drcs- jähriges Weihnachtsfest Tas Fest der Jugend findet be­reits nachmittags um 4 Ubr statt. Die Mitglieder werden ausgcfordert, Spenden an den Vorsitzenden Studienrat Emil Jnnghcnn, Akazienweg 13, gelangen zu lassen.

Anschliebend abends 8 Uhr findet die Weihnachtsfeier der Erwachsenen statt. Dies« wird neben gesanglichen und anderen stimmungsvollen Darbietungen auch die Ehrung der in d«n WSV-Bestenlisten verzeichneten aktiven Leicht­athleten bringen. Anschliebend Weihnachtsball. Anhänger können eingefübrt werden. -er.

Heute spielt Schachmeister Bogoljubow in Kassel!

Wie von uns bereits mitgeteilt, spielt beut« abeud 8 Uhr im Hotel Vereiushaus, Kölnisch« Strabr, Grohmei- ster Bogoljnbow gegen 40 Kasseler Spieler simul­tan. Di« Teilnahme ist für alle Kasseler Spieler off«». Zuschauerkart«« 50 Psg.. für Arbeitslose 25 Pfg.

Meisterschaft im Futzball.

Tech«. Hochschule Darmstadt—Universttä« Marburg 2:0 (1:0).

Tic Fußballmannschaft der Marburger Univcrstt« mußtc am Mittwoch im zweiten Spiel um die südwestdentsche Hoco- schulmeistcrschast in Tarmstadt gegen die Mannschaft der dor­tigen Technischen Hochschule antreten. Die Marburger mutz­ten sich diesmal eine etwas unverdiente 2:0 Niederlage ge­fallen lasten, nachdem sie im ersten'Spiel die Gietzener Um- vcrsttät 4 :ll geschlagen hatten.

Die Mannschaft der Darmstädter setzte sich zum großen Teil ans Spielern süddeutscher Vereinsmannschaften zusam­men, gegen die sich die Marburger Elf sehr gut schlug, denn etwa Zweidrittel der Spielzeit bedrängte sic das Darmstadter Tor. Das schwache Spiel des JnncnsturmeS ist daran schuld, datz während dieser Zeit keine Tore erzielt wurden. Das Spiel selbst war außerordentlich intereffant, aber auch reich- lief) hart. . L ,

Leider batte man auch hier einen Schied?'' ,T

Leitung des Spieles betraut, der seiner 21' Weise gewachsen war.

Llnion-Tliederrad in <

Hochschulsport

Fortsetzung der Runde um die südwestdentsche Hochschul-

Sportoereiu Kurheffe«

Wir machen hiermit nochmals auf die heute abend 7 Uhr bei Günther Frankfurterftr stattfindende Fu­gendweihnachtsfeier und auf den um 9 Uhr beginnenden Herrenabend bei Kölbel. Unt. Karlstr. tAchenbachklau.se) auf­merksam.

Weihnachtsfeier der CT.

In der Casseler Turngemeiude spielt das Weihnachtsfest immer eine besondere Rolle. 'Seit Wochen bereiten sich die Ingendabteilnng«n für ihre besondere, nur von ihnen bestrittene Feier vor. Alle Erwachsenen werden Sonnabend abend im großen Stadtvark- s a al eine große FamUie um den Weibnachtsbaum bilden. Es ist di« Veranstaltung neben den großen Schauturnen, die einmal im Jahre alle Mitglieder erfassen will. Eine

Nach den wenig befriedigenden Eiei Futzballfeldern in der letzten Zeit, wird kommenden Sonntag durch ein sportlich bö entschädigt werden, das die Spielvereinignng , ,e

mit der bestbekannten Elf der U n i o n N i e d e. *)t.

Zu diesem Spiel wird 1900 auf dem Mittelläuferin.,i.u ver­stärkt durch Henrichs (früher VsB) antreten. Dadurch wird Heilmann für den Sturm frei und dürfte dort für den nöti­gen Druck zum Tore sorgen. Es steht also nicht zu befürch­ten, daß dieses Spiel eine einseitige Angelegenbeit werden wird. Gleichwohl wird man den Einheimischen keine Sieges- aussichten einräumen können, sondern nur hoffen dürfen, daß sie auf die Erzielung eines ehrenvollen Ergebnisses bedacht sein werden und im übrigen im Verein mit den süddeutschen Gästen den Fußballanhängern einen sportlichen Genuß bieten.

PP.

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, WM- .

Lobierski, der ausgezeichnete Linksaube« der Düssel­dorfer beim letzt«« Spiel Holland — Deutschland.

Die Jahresbilanz des Deutschen Athletik-Sport- verbandes von 1891 zeigt ein erfolgreiches Bild. Richt allein, daß sich der Mitgliederbestand auf über 120 000 erhöht hat, vor allem sind es die sportlichen Lor­beeren, die von den Verbandsmitgliedern in der ver­gangenen Saison errungen wurden. Die Olvmpia- erfolge stehen obenan. Neun Aktive haben drei : goldene, vier silberne und eine bronzene Medaille mit heimgebracht. Die deutschen Ringer bestätigten ihre hohe Klasie erneut durch einen 7:0 Sieg über Dä­nemark, ein 6:1 gegen die Tschechoslowakei und den zweiten Platz beim Vierländer-Turnier in Stockholm, bei dem Schweden bezwungen wurde. An den deut- : schen Meisterschaften in den einzelnen Disziplinen Waren mehr als 4000 Aktive beteiligt. Zahlreiche Rekorde, Landes- und Welthöchstleistüngen legen wei­ter davon Zeugnis ab, daß Deutschlands Krastfport international mit an erster Stelle steht.

Kasseler Hallensportveranstaltung am 14. Januar

Die Vorarbeiten für die große Hallenveranstaltung der Kasseler Turn- und Sportvereine schreiten rüstig vorwärts. Noch ist die große Veranstaltung im Werden, neue Ideen und Vorschläge werden beraten, alle Kräfte sind am Werk ■ dieser großen, gemeinsamen Aktion für die Kasseler Winter­hilfe zu einem Erfolg in jeder Hinsicht zu verhelfen. Fest . steht bereits beute, daß die Stadthgllenveranftaltung am 14. ' Januar den Höhepunkt der heimischen turnsportlichen Winter­arbeit zu werden verspricht. Das Programm der Veranstal- iung wird durch die Teilnahme der Ruderer, Wintersportler usw. noch eine wesentliche Bereicherung erfahren.

* * *

Der Prag kommt

Am 1. Weihnachtstag gegen die Kasseler Stadtmannschast

Der DFC Prag, der am 1. Weibnachtstag nach dreijäh­riger Pause gegen unsere heimische Stadtmannschaft antriit, befindet sich zur Zeit in ausgezeichneter Form. Tie Prager Fußballer erwiesen sich bereits 1929 als hervorragende Lehr­meister für unsere heimischen Fußballspieler. Ihre elegante Spielweise wird auch beim zweiten Spiel die verwöhniesten Seltner zu begeistern vermögen.

Absahrtsläufe im Sauerland

Der Skiklub Sauerland hat die Verbands-Absahrts- läufe für den Neujahrstag nach Willingen angesetzt. Die Läufe finden in sämtlichen Herren- und Tamenklassen sowie für Jungmannen statt. Die Strecke von etwa 1 Km Länge ist bet den Damen und Herren die gleiche, es ist möglich, daß sie zweimal durchlaufen wird. Der Ncnnungsschlutz ist auf den 27. Dezember festgelegt. Als Verschiebetermine sind der 8. und 15. Januar vorgesehen.

Ein begrenzter Sprunglauf, der zugleich als Eröffnungs­springen auf der Mühlenkopfschanze gilt, ist von der Orts­gruppe Willingen für den 26. Dezember angesetzt. Auf dieser

Der Handbattspori des Sonntags

Rannbäufer führt immer noch den DFC-Sturrn, über ibn entnehmen wir der Breslauer Sportzeitung fol­gende bewerkenswerten Zeilen: „Vor allem kann sich der DFC gratulieren, datz Kannhäuser zu ihm kam. Breslaus Fußballer feierten mit dem großen Sturmfübrer Wiedersehen. Denn im Jahr 1924 führte er den Sturm des Wiener Spori- clubs, der den Futzballverein 6:0 und die Sportfreunde 7:1 Überfuhr. Auch damals stellte sich Kannhäuser nie in den Vordergrund, sondern war stets bestrebt, seine Mitspieler freizubekommen, den Ball aus den freien Raum zu spielen, und durch dauernde Aktivität den gegnerischen Mittelläufer unaufhörlich zu beeinflussen.

Als Vorbereitung für diesen schweren Kampf wird die Kasseler Stadtmannschaft am kommenden M i t t w o k auf dem Platz an der H a f e n 6 r ü d e, ein Trainingsspiel gegen eine zweite Auswahlmannschaft der Kasseler Vereine absol­vieren. Heute sei bereits darauf hingewiesen, datz nume­rierte Tribünen-Sitzplätze im Vorverkauf schon zu haben sind.

Das i. Spiel gegen de« Chemnitzer B. C. Auf reiner Reise nach Deutschland trägt der D F. C. V r a g neben dem Kasseler Spiel noch ein Treffen gegen den Chem­nitzer 8. C. aus.

Oie Mannschaften für das Probesp e! am Mittwoch, den 21. Dezember (14,30) auf dem Sportplatz an der Hafenbrücke sind wie folgt vor

Llm den zweiien Platz

Handball der Sportler.

Nur noch «reuige Meisterschaftsspiele der Handballer sind aitszutragen. Die wichtigsten davon finden aber am fern» inenden Sonntag statt und werden wahrscheinlich die end­gültige Entscheidung für die Plazierung des Tabellen- z weiten bringen. Im Augenblick sind die Aussichten noch so, datz. theoretisch betrachtet, die Mannschaften von Kurheffen. Sesien-Preußen und Tura in Frage kommen können, wenn Kurhessen zwei Punkte verliert. Hessen-Preu­ßen mindestens einen und Tura noch zwei Punkte gewin­nen. In diesem Falle würden die genannten drei Mann­schaften sogar punktgleich stehen und noch Ansschsi^nngen erforderlich werden. In der Praxis allerdings sollte sich die Sache wohl eindeutiger entwickeln. Immerhin — man kann nie wissen . . .!

Besonders wichtig ist der letzte Kurhessen-Kamps in Helsa, der dort

Wert. Mau sollte anushmen, datz Heffen-Preutzen bei tech­nischer Uebertegenlxit auf eigenem Platze die Oberhand be­halten könnte. Tann müßte aber der Sturm entschieden besser spielen wie an den letzten Sonntagen. Schiedsrichter ist Ernst. Tura. Wg.

Oie Termm'iste der ^-Klasse

im Gau Kassel.

18. 12. 32: Hessen 09 II. — Hcffen-Pr. II (Hornickel).

8. 1. 33: Guxhagen II. — Kurhessen II. (Dehnens: 03 II. — Hcffen-Pr. II (Thomas): Helsa II. — Herman- nia I. (Rogge I).

15. 1.: Hessen 09 II. — 03 II. (Krause): Kurhessen II. — Heffen-Pr. II. (Dehnert)

22. 1.: Guxhagen II. — Hessen 00 II. (Fischer): 03 II. — Kurheffen II. (Schuchhardt): Heffen-Pr. II. —-Hermau- nia I. (Hornickel).

gesehen:

A-Maunschast, die gegen den DFC. Prag spielen soll: letwaige Aeuderungen werden nach dem Probesviel noch vorgenommen).

Kniep

Darmitzel Schröder

(alle Kurheffen)

Köckeri Siebrecht Riuderma««

(03) (Hermanuia) (Kurheffen)

Menzel Engelhardt Markert Jordan flleim (spielver.) (beide 08) (Kurheffen) (03)

*

Sportverein Helsa — Kurheffen Kassel

zufammenführen wird. Die Kurhessen haben sich während der zweiten Svielserie sehr gut nach vorn entwickelt und mit Hilfe ihrer Spielerfahrung einige Treffen in guter Ma­nier gewonnen. Wir rechnen damit, daß Kurheffen mit knappem Torunterschied das Helsaer Spiel für sich entschei­den wird und damit die Vertretung in den Endspielen um die Bezirksmeisterschaft erringt. Schiedsrichter bst Schanz (Heffen-Prenßen).

_ Die beiden Kasseler Spiele werden ebenfalls mit großer Spannung erwartet. Auf dem Turaplatz vor dem Park Schönfeld spielen um 11 Uhr:

Tura — Sportclub 03.

B-Mannschaft Scknverdtle (Tura)

Löhrbach Schul, (beide Herrnannia)

Fischer Sturm Falk (Tura) ' (Sport) (Kurheffen)

•WeWor Pap« Schröder Stöffel Müller

(Kurheffen) (Lvprelv.) (Tura) (beide Spielverein)

o Ersatz für das M i t i w o ch s p i e l : Wilhelm, Sinkenoach (Tura)/ Siebert. Lnckhardt (Kurheffen), Grob- bernbt (^pteltierem), Schreirer (jpermannia).

ist Herzog. Linienrichter: Hartung UNo iDöft.

Diese Begegnung hat ihren besonderen Reiz, als es ab­solut möglich ist, daß die 03er ihre erste Niederlage bekom­men können, weil sie nicht in der Lage sind, mit ihrer be­sten Mannschaft auzutreten. Die stärksten Spieler aus der ..Deuten* befinden sich mit der Kompauiemannschaft ans- ivärts. Allzu viel macht es dem Svortelub zurzeit nicht aus, denn einmal hat er fo ausgezeichneten Ersatz, daß er jederzeit eine schlagkräftig« Elf einstellen kann und ande­rerseits können ihm auch zwei Minuspunkte nicht mehr weh tun. Schiedsrichter: Dr. »reutet, Heffen-Preußen. — Am Aueausgang spielen um 11 Uhr

Heffen-Preutzen — Sportclub Guxhagen.

Auch die Heffen-Preutzen sind noch Anwärter, wie wir oben bereits sagten, da die Spiele all« zu gleicher Zoit auSgetra- gen werden, bleiben alle Spiele unbedingt von gleichem

29. 1.: Heffen 09 II. — Kurheffen II (Putlitz): Helsa II. — 03 II. (Schuchhardt): Hermannia I. — Guxhagen II. (Noetzold).

5. 2.: Heffen-Pr. II. — Guxhagen II.: Kurhessen II. — Helsa II.; Hermanuia I. — 03 II.

12. 2.: Heffen 0V II. — Hermanuia I.: Kurheffen II. — Helsa II.

26. 2.: Hessen 09 II. — Helsa II., 03 II. — Guxhagen II.

5. 3.: Helsa II. — Guxhagen II., Heffen-Pr. II. — Hessen 09 II.

Fehlende Spiele werden noch angesetzt, desgleichen die restlichen Schiedsrichter.

Amtliche Nachrichten

Gau-Handball-Sachbearbeiter. Kassel.

Jnsolg eines llnglückssglles des Herrn Petri habe ich die Vertretung für den Gau Kassel bis auf iveiieres übernommen. Alle Handüall-Auaall'aenhettcn. des Gaues K a s f «1 (Termin-Angelegenheiten/ Einsprüche, Schiedsrich­ter-Anforderungen, Meldungen usw.) sind daher bis auf weiteres an meine Adresse: Wilhelmshöher Allee 74, Fern­ruf 33315, zu richten!

Um Verzögerungen und Fehl-Leitungen zu vermeiden, werden ine Vereine gebeten, diese Aeuderungen unbedingt zu beachten.

Bezirk Hesseu-Hannover, Handball-Sachbearbeiter: Willing.

Nur 4 Spiele der Meisterklasse

Turnerhandball

Der letzt« Sonntag vor dem Weihnachtsfest steht verhält­nismäßig wenig Mannschaften beschäftigt. Im T u r n er­log e r gibt man sich einer kurzen Ruhepause hin. Denn erst am 8. 1. 33 setzen die Pslichtspiele wieder ein. Der kommende Sonntag sieht vier Spiele der Melsterklasse vor. Gruppe 1 und 3 bleiben ganz spielfrei.

Gruppe 2:

Göttingen 05 — Spielvereinigung Göttingen. DaS Vor­spiel konnte di« «poielnereininitng mi1 geringem Torunter- schied für sich entscheiden. Auch in dem Rückkampf ist mit einem ähnlichen Ergebnis zu rechnen.

Gruppe 4:

Casseler Turngemeinde — Reichsbahn Kassel. Die C. T. hat ihre Mannschaft beträchtlich verbessern können, sodaß der Ausgang durchaus ofen ist. 11 Ubr Polizei-Platz.

Gruppe 5:

Tuspo Wilhelmshöhe — Corbach 1850. Die Gäste wer­den in diesem Rückspiel Wilbelmshöbe größten Widerstand entgegensetzen, sodaß man auch hier mit einem gleichwertigen Kampf rechnen kann. 15 Uhr Sportplatz am Rammelsberg.

Gruppe 6:

Tv. Bebra — Lispeühausen. Von beiden Mannschaften weiß man, datz sie sehr eifrig und kampfkräftig sind und sich gegenseitig an Spielstärke kaum nachstehen.

Freundschaftsspiele: Kirchbauna I. — Niederzwehren I. Kirchbauna dürfte trotz Ersatz gewinnen können. W.

Arbeitersport/Handball

Di« A-Klass« am 18. Dezember.

Am kommenden Sonntag ist der Sandballbetrieb der Rrbeitersporiler vom 1. Bezirk sehr schwach. Nur drei Mei- sterschastsspiele werden ausgetragen.

1. Gruppe:

Fr. T. Haun.-Münde« — Wassersport Kassel. Der Ta­bellenführer dieser Gruppe Wassersport unternimmt eine Reise nach Sann.-Münden, um gegen die dortige Freie Tur- nerschasi das fällige Serienspiel auszutragen. Das Vorspiel gewann Wassersport ohne Kampf, da Münden nicht antrat.

2. Grupp«:

Harleshausen — Fr. T. Kassel. Harleshausen empfängt die Fr. T. Kassel. Das Vorspiel endete uneuischieden. Viel­leicht gibt es diesmal wieder ein ähnliches Resultat.

Fr. T. Kirchditmold — Eintracht Kassel. Am Angers­bach in Rothenditmold kommt dieser Punktekampf zum Austrag. In der ersten Runde gab es auf dem Eintrachi- platz ein Unentschieden. Beginn Sonntag morgen 10,30 Uhr.

In der ersten Gruppe ist die erste Mannschast Wolss- anger wegen zweimaligen Nichtantretens in der zweiten Serie von der diesjährigen Serie ausgeschlossen. In der zweiten Gruppe bat Jahn Calden seine zwei Mannschaften zurückgezogen. «>m.

Juristisch ist der Dieb im Recht...

Merkwürdige Urteile und Rechtstheorien / Mit sieben Jahren verlobungsfähig Das betten von Menschenleben ist strafbar

Der Nichtjurist ist sich wohl kaum darüber klar, was oberste Gerichte alles «utscheideu muffen und welche Fülle juristischer Probleme ans dem Alltag wuchert. Hier eine klein« Blütenlese:

Da war einmal in höherer Instanz zu prüfen, ob Milchkannen im Sinne des Postgesetzes „verschlossene Briefe" sind. Das Reichsgericht ist darum angegangen worden, ob auch die Hosentasche als „Behältnis" gilt, aus dem man „mittels Einbruch" stehlen kann. Es hat sich dahin ausgesprochen: Die Hosentasche ist als Behältnis anzusehen. Das oberste Finanzgericht mutzte sich schlüssig werden, ob Geldstrafen, die einer zahlen mutz, als Werbungskosten von der Steuer abgezogen werden dürfen.

Dann kommt die Theorie mit ihren Zweifels­fragen: in welchem Alter können junge Leute rechts­wirksam sich verloben? Hierzu — das ist die offizielle Meinung — genügt das siebente Lebensjahr, voraus­gesetzt, datz auch die Eltern mit der Verlobung einver­standen sind. — Kann mich der Selbstmörder, den ich zwar wider seinen Willen, jedoch mit Einsatz meines Lebens aus dem Waffer ziehe, aus diesem Grunde wegen Nötigung belangen? Sn einer juristischen Studie wird das bejaht. — Sm Krieg hat das Problem gespukt und ist in Fachzeitschriften lang und breit erörtert: wer ist der Eigentümer des Eeschoffes. das einem Frontsoldaten in den Rippen sitzt? Bleibt es im Eigentum des Feindes? Darf es der Landwehr- m->nn b-hglten "vd sich den Splitter der Granate als Uhranhänger faffen lasten? Oder spielt hier das

Beuterecht des Staates eine Rolle? So viele Fragen, so viele Kontroversen. —

Ein kecker Zeitgenosse zieht Ihnen im Gedränge der Trambahn die Brieftasche heraus, zwei Scheine zu je fünfzig Mark — es war bald nach dem Monats­ersten. Sie lesen ruhig in Shrer Zeitung weiter und merken nichts davon, datz Sie um hundert Mark er­leichtert sind. Der Taschendieb hat eine Freundin. Voll Freude über seinen Fang eilt er zu ihr, erzählt von seinem Beutezug und macht ihr, grotzmütig wie er ist. einen der beiden Scheine zum Geschenk. Wird nun der Mann und seine Freundin gefaßt, so werden beide, er als Dieb, sie als Hehlerin, bestraft.

Sn Wirklichkeit spielt sich die Sache anders ab, denn solche Leute kennen ihre Paragraphen und wisten, wie sie auszulegen sind. Der Man« mit den geschickten Fingern geht in den nächsten Laden, lätzt hier den Fünzigmarkschein wechseln und überreicht erst jetzt das Geld seiner Geliebten. So läuft das Mädchen kei­nerlei Gefahr: vor schwedischen Gardinen und anderen Unannehmlichkeiten ist sie sicher. Die Braut ist keine Hehlerin, das Geld ist umgewechselt und Hehlerei ist nur an solchen Gegenständen möglich, die direkt durch die Tat erworben sind. Das ist sei^ langen Sa6ten die Rechtsprechung des Reichsgerichts und folglich auch der unteren Gerichte.

Unser Gesetzbuch gibt sich alle Mühe, das Fundrecht möglichst lückenlos zu regeln. Trotzdem hat dieses Para-»raphennetz noch manches Loch.

Wer einen Schoß entdeckt und in Besitz nimmt, er­wirbt daran das Eigentum zur Hülste. Die andere

Hälfte gehört dem Eigentümer der Sache, in der der Schatz verborgen war. So steht es im Gesetz.

Ein Dieb räumt einen Speicher aus und findet eine alte Truhe. Da sie sich handlich tragen lätzt, nimmt er sie mit. Als er das Möbelstück zu Haus genau durchsucht, da findet er, in einer Zwischenwand verborgen, ein nettes Häuflein blinkender Dukaten. Der Dieb wird alsbald festgenommen und gibt den Einschleichdiebstahl unumwunden zu. Inzwischen hat man amtlich festgestellt, datz der Besitzer dieser Truhe vorn Schatz, der dort verborgen war, nicht die geringste Ahnung hatte. Dem Dieb wird seine Strafe zudik­tiert. Bevor er ins Gefängnis wandert, erklärte er zwischen Tür und Angel des Eerichtssaales im Ton gekränkten Rechtsgefühls: „Die Strafe wegen Dieb­stahls nehme ich an, aber die Hälfte der Dukaten ge­hört mir. Das war ein Schatzfund meine Herren! Sch werde im Armenrecht die Sache weitergehen las­sen bis in die obersten Snstanzen!" — Juristisch ist der Dieb im Recht. Die Hälfte des entdeckten Schatzes gehört wirklich ihm. Darüber sind sich die Suristen ziemlich einig und eine schon etwas angemoderte Ent­scheidung meint zu diesem Fall elegisch : der Schatz ist ein Geschenk des Glücks. Der Reichssatz gilt auch, wenn die Sache, in der der Schatz verborgen war, durch irgend ein Delikt erlangt ist, sonst wäre der Willkür freie Bahn gegeben. — Der Einschleichdieb ging mit der Hälfte der blinkenden Dukaten ins Ge­fängnis.

Der Schuldner darf bekanntlich nicht kahl gepfän­det werden. Was er zum Leben unumgänglich nötig hat, mutz man ihm laffen.

Ein armer Fischer besaß gerade nur das Aller- nötigste zum Leben, darunter einen Kahn, den er zum Fischfang brauchte. Da er die Miete seines Häuschens nicht bezahlen konnte, hat ihn der Hausherr einge­klagt. Und eines Tages kam wirklich der Gerichts­vollzieher und wollte auf den Kahn fein Wapperl kleben. Der Fischer hat sich dagegen beschwert und schließlich Recht bekommen. Der Kahn darf nicht ge­

pfändet werden, weil ihn der Fischer zur Weiter­führung des Gewerbes nicht entbehren kann.

Da war einmal ein anderer Fischer, der war so atm, daß ihm sein Kahn gar nicht allein gehörte. Er hat ihn seinerzeit zusammen mit dem Nachbarn ange­schafft, weil ihm das Geld nicht reichte. Der Kahn gehört ihm nur zur Hälfte. Der Fischer kann die Miete nicht bezahlen und nun erscheint der Herr Ge­richtsvollzieher. Setzt ist es um den Kahn geschehen. Die Zwangsvollstreckuüg in den Hälfteanteil ist er­laubt, auch wenn der Kahn zur Lebensfristung nötig ist — das ist die Ansicht, die von der Wissenschaft ver­treten wird. Der Richter, der im Leben steht, wird sicherlich ein anderes Urteil sprechen.

Dr. Fritz Balder.

Johanna Waescber: „Wegbereiter der deutschen grau*

D. von Velsen schreibt im Fachorgan des Staats- bürgerinnen-Verbandcs über das bei der A.-G. für Truck und Verlag erschienene Buch: „Wir haben schon früher auf dies Buch hingewiesen, möchten cs aber unserem Leserkreis noch besonders empfehlen. Es enthält Lebensabrisse, die den Ideengehalt der Frauenbewegung widerspiegeln. Da die Biographien von einem zeitlich engen Rahmen umspannt werden — 1848 bis zur Gegenwart — entsteht ungezwungen ein Kulturbild des Zeitalters, das die Stellung der Frau grundlegend veränderte. Sehr zu empfehlen ist das Büchlein für Schulbibliotheken*.

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