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Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Handelszeitung
Dienstag, den 13 Dezember 1932
Glossen zum Tage
Einheitswert und Handelsbilanz
eid. Bücherrevisor, Kassel
Ratsam ist eS dann, wenn der Buchwert höh der Einheitswert, weil man sonst riskiert.
er ist als
50
Sie fuhren zum Hotel und wurden von dem Tül
aus, um
lurner zu
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Kapital-Anlage.
Sohn, Man
Von Kurt SB. Merten, ver
Tier „Eiserne Mann”
Man erinnert sich, Satz bereits seit länsererer Zeit ein Berkaus durch Automaten außerhalb der Laden- ,ett untersagt ist. Neuerdings scheint sich nun aber die Automatenindustrie zwecks Aushebung dieses Verbotes zu rühren nnd in Einzelhandelskreisen ist man einigermaßen besorgt, daß die Regierung in dieser Hinsicht einige Zu- gsständuisse machen könnte. Man will auf Seiten der Au- tomatemndustrie die geforderte Berkaufsfreihett für Automaten der Regierung und sogar dem Einzelhandel schmackhaft machen, indem man stch an di« Einführung einer so- genannien „Residenz-Pflicht binde» will. Dies bedeutet, daß nur solche Einzelhändler oder Gaststätten. Trink- bude» usw. Automaten unterhalten und wahrend der Nacht geöffnet halten dürfen, die die tot Automaten seilgehaltenen Ware» auch tagsüber im eigenen Betrieb« führen. Mit Recht wird demgegenüber im Einzelhandel daraus hinge-
stigten gemeinnützigen Neuhausbcsttz gleichgestellt werden. Die aus dem privaten Ncuhausbesitz noch auskommenden Rückflüsse an Zins und Tilgung der HauSzinssteuerhypotbeken sollen ausschlietzlich zugunsten des privaten Reuhausbesitzes verwendet werden.
uviicii, daß das Finanzamt, wenn mehrere Fabre hintereinander ein Unter
fahren und ihm telephoniert. Nachdem ich festgestellt hatte, daß Mrs. Gwynn bereits in London war und Ihre Frau Schwester nicht angerufen hatte blieben nur Fräulein Petersen und Fräulein Nadja Nikitento ubrrg. Da Fräulein Petersen, wie mir die Portters- Tpau in der Düsseldorfer Strasse mitteilte, am selben Tag abgereist war, beschloss ich, nach der Oudenarder Strass« zu fahren." Er machte eine kleine Pause Die Wohnung war nicht verschlossen. Als ich eintrat, fand ich Ihren Herrn Bruder. Er war tot.“
Daniel starrte vor stch auf den Tisch und schwieg. .Nach einer Weile ho-b er den Kopf, richtete seinen
Blick auf den Arzt und sagte:
„Ich möchte die Wobnung meines Syriers fetzen Ist das möglich?“
weiteres, Lord Daniel. Ich habe Schlussel der Wohnung.“
Der Kapitän stand sofort auf.
„3Bir wollen hinfahren, Dr. Turner.“
(Schluß folgt.)
wies«», Latz Li« etwaige» geschäftlichen Vorteile des Automa- tenverkauss bei Verwirklichung dieses Projektes viele Firmen dazu veranlassen könnten, die j» Frage kommenden Artikel von nun an regelmäßig zn führen, obwohl sie an fich „betriebsfremd" sind. Ferner wird geltend gemacht, daß die Automatenindustrie nach einmal erfolgter Expansion zur Aufrechterhaltung ihrer erhöhten Kapazität die Auf- bebuug der Residenz-Pflicht verlange» wird, wodurch eine neue Gefahrenauclle für Len obnehin überaus überlasteten Arbeitsmarkt im Einzelhandel entstehen müßte. Wie schnell eine solche Expansion vor stch gehen könnte, kann man stch etwa vorstellen wen» man bedenkt, daß in Dänemark, wo keine derartigen gesetzlichen Beschränkungen bestehe», bereits rund ein Drsttel des Einzelumsatzes durch de» „Eisernen Mann" verteilt werden. Dazu kommt noch, datz die Nachteile Les Automatenverkauss lleichtere Verderbnis der Waren, fehlender Kundendienst usw.f stets ein gewichtiges Argument gegenüber seine» Vorteile» lBeauemlichkeit und Schnelligkeit des Einkauss) dar- ftellen werden.
Mensch auf der Flucht Roman von Ludwig Wolff
schied nach dieser Richtung besteht, dazu übergehen könnte, den Einbettswert dem höheren Buchwert anzugleichen. Dieser Fall, nämlich Buchwert höher als Einbeitswert, dürfte aber äußerst selten sein, denn die stinheitswerte nach der früheren Feststellung waren durchweg niedriger als diejenigen vom 1. Januar 1931, und die Buchwerte können deshalb eigentlich nur dann höher lieger, wenn seit der letzten Veranlagung Zugänge zu verzeichnen waren. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine zur Angleichung vorgenommene Abschreibung für die Einkommen- dezw. Körperschaftssteuer und
die Gewerbeertragssteuer kaum anerkannt werden wird. Immerhin wäre eine solche Angleichung denkbar und auch angebracht, wenn etwa ohnehin eine Kapitalbereinigung geplant ist.
Im umgekehrten Falle: Einheitswert höher als Buchwert, stehen, wenn der Buchwert „richtig" ist, das beißt, wenn er gleich dem Anschaffungspreis oder den Herstellungskosten abzüglich angemessener Abschreibungen ist, die Bestimmungen des Handelsgesetzbuches einer Höherbewertung entgegen, es sei denn, daß der Buchwert unter dem gemeinen Wert läge, weil dieser den Höchstsatz darstellt, zu dem Vermö- gensgegenstände in der Bilanz eingesetzt werden dürfen. Eine Angleichung der Handelsbilanzwerte an den Einhcitswert in dieser Form bedingt aber eine gleiche Erhöhung in der Steuerbilanz, also in der Regel eine steuerliche Mehrbelastung, sodaß schon aus diesem Grunde von einer eHraussctzung abzuraten ist.
Der Regelfall wird also sei», datz bei der Aufstellung der Handelsbilanz der steuerliche Einhcitswert außer Betracht bleibt.
Das Fazit ist allerding, daß Steuerbilanz und Handelsbilanz auch weiterbin nebeneinander her laufen, was an stch kein wünschenswerter Zustand ist.
Henrike Petersen lennen-gelernt hatte.
Dr. Turner kam dem Kap.itän entgegen, verneigte sich und sagte ohne Aufwand von Gefühlen:
„Mein Beileid, Lord Daniel.“
Der neue Titel machte den Kapitän verlegen und unsicher.
,Lch habe heute früh in Hamburg von dem Unglück erfahren. Er,zahlen Sie mir bitte, Dr. Turner.“
„Nehmen Sie, bitte, Platz, Lord Daniel.“ Er betrachtete mit den Augen des Arztes das verstörte Gesicht feines Gastes. „Darf ich Ihnen Tee anbieten?" Daniel schüttelte den Kopf. .Dann nehmen Sie, bitte, einen Schluck Kognak.“ Dr. Turner schenkte aus einer Reiseflasche ein Glas voll und reichte es dem Kapitän, der gehorsam trank. „Eine Zigarette. Lord Daniel?“
Barker nahm die Zigarette und zündete sie an. Er hatte in diesem Augenblick den Groll, den et gegen seinen Verfolger empfunden hatte, vollkommen vergessen und spürte ein nahezu freundschaftliches Gefühl für den Arzt, der sich so sicher und unterlegen benahm.
,Zch will Ihnen vorerst die wichtigsten Tatsachelt berichten, Lord Daniel. Es ist festgestellt worden, dass Ihr Herr Bruder an einem Herzschlag verschieden ist. Die Leiche ist gestern von der Polizei freigegeben worden. Ich habe, Ihre Zustimmung vorwegnehmend, veranlaßt, dass der Verstorbene nach Tytonnel Hall übergeMrt und dort beigesetzt wird.“
»Kann ich ihn sehen?“ fragte Daniel bedrückt.
„Er ist schon auf dem Weg nach Eromer, Lord Daniel.“ Er fuhr mit der Hand über seine Oberlippe, als streichelte er- .einen unsichtbaren Schnurrbart. „Was Sie noch interessieren wird, ist. daß weder die Polizei, noch sonst jemand weiß, wer Zack Horner gewesen ist. Ich habe es sogar für unnötig gehalten, Sir Somers und seiner Frau Aufklärungen über die Persönlichkeit Jack Horners zu geben.“
»Das ist sehr gut Ich danke Ihnen, Dr. Turnet.“
Hause sei. Dr. Turner war in seinem Zimmer.
Als Barker durch den Hotelkorridor schritt, hatte er das Gefühl, dass viele Jahre vergangen waren, seitdem er hier gewohnt und das hübsche Zimmermädchen
Heimische Wirtschaft
Eschweg« Leberwerk« Schmidt n. C».. A.-G., Eschwege. Die GV. genehmigte einstimmig den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931/3-2 und beschloß, den Berluft von 88 212 RM. (it. V. aus 13 787 RM Reingewinn 4 Prozent Dividende), der rein konjunkturmäßig bedingt sei, aus neue Rechnung vorzutragen. Die vorhandenen offenen Reserven von 250 000 RM sollen nicht zur Verlustdeckunz herangezogen werden, da bet Eintritt nur etwas gebeflerter Verhältnisse — wie die ersten Monate des neuen Jahres bereits gezeigt hätten — die Tilgung des Verlustes aus den laufenden Erträgnisse« möglich (ein dürfte.
Kasseler Gruudkrediibauk A.-G.. Kassel. Die dem Bank- haus S. ,, Werthauer nahestehende Gesellschaft verzeichnet f»r bas Geschäftsjahr 1931'32 einen Robgewinn von 26 716 (40 996) RM. wahrend Unkosten usw. 25 853 (24 695) RM erforderten. Nach 26 805 RM Abschreibungen ergibt stch unter Beruckstchttgung von 1222 (921) RM Gewinn- ££&ra?- rote bereits gemeldet, ein Verlust von 24720 RM, der, aus den Rücklagen von 43 500 RM gedeckt werden soll (t. B. aus 16 222 RM Reingewinn 3 Prozent Di-
„Sie sollten wirklich eine Tasse Tee trinken, Lord Daniel,“ sagte der Arzt und läutete bem Kellner, ohne einen W derspruch abzuwarten.
Der Kapitän saß still und abwesend da. So viele Fragen bedrängten ihn, daß sein Mund geschlossen twieb.
„Wenn es Ihnen recht ist, Lord Daniel, werde ich im Schlafwagen Karten für heute abend bestellen Ich nehme an. daß Sie noch beute nach Tyrannei &att labten werden. Ihre Frau Schwester und Sir Somers reifen morgen. Falls es Ihnen nicht unerwünscht ist, w:ll ich S:e begleiten.“ Barker nickte zuislimmend. „Ihr Chauffeur fährt wohl auch mit?“
Daniel nickte.
Dr. Turner rief den Portier an und verhandelte mit ihm wegen der Karten.
Nachdem der Kellner den Tee serviert hatte, begann Dr. Turner ohne Aufforderung zu sprechen.
„Sie werden die Einzelheiten hören wollen, Lord Daniel. Ich will Ihnen alles berichten, was ich weiß. Fhr Herr Bruder und ich hatten zusammen zu Mittag gegessen. Um drei Uhr verabschiedete ich mich von ihm, weil ich noch einiges zu besorgen hatte. Wit wollten am nächsten Morgen, also geftern früh, nach Hause fahren. Ms ich ungefähr um sechs Uhr in das Hotel zurückkam, teilte mir der Portier mit, dass Lord Richard um vier Ubr roeg-aeaangen sei und für mich die Nachricht hinterlassen habe, daß er bis spätestens um sieben Uhr wieder hier sein werde. Ich möge auf ihn warten. Gleichzeitig erfuhr ich von dem Portier, datz Zhr Herr Bruder um vier Uhr angerufen worden fei. Ick muß gestehen, datz mich dieser Telephonruf ein wenig nervös gemacht hat. Wer konnte Lord Richard anrufen? Schliesslich bildete ich mir ein, datz Sie ober Ihr Herr Batet angerufen hätten. Ich ging in mein Zimmer, packte meine Sacken und wartete auf Ihren Herrn Bruder. Als er bis sieben Uhr nicht kam, wurde ich beunruhigt. Ich fetzte mich mit der Hoteltelephonistin in Verbindung und fragte, ob sie sich erinnern könne, wer Lord Richard vor vier Uhr angerufen habe. Die Telephonistin antwortete mir, datz es eine Damenstimme gewesen sei. Um acht Uhr entschloß ich mich, nach der Oudenarder Strasse zu fahren.
Daniel fragte, vlötzl'ck argwöhnisch geworden:
„Wieso tarnen Sie auf die Idee, nach der Oudenar- der Straße zu fahren, Dr. Turner?“
„Das war eine einfache Ueberlegung. Lord Daniel. Es kamen nut vier Damen in Betracht, die Ihren Herrn, Bruder anqerufen haben konnten. Ihre Frau Sckwejter und Mts. Barbara Gwynn batten mög- ttcherweize von der Amvesenhett Ihres Bruders «r-
Der Kupferkrieg geht los
Nockdem die Neuvorker Kuvf«rko»kurr«u, gescheitert ist, muß ma» die Lage an öeti Weltkupfermarkten als recht ungünstig betrachte». Es ist zu erwarten, ^"olond nunmehr den in Ottawa verabredete» lOprm. Sott für nichtbritisches Kupfer einführen wird, wodurch die kanadische und die südafrikanische Kupferproduktion einen wesentlichen Anreiz zur Ausdehnung erlangen wird Die südafrikanisch« Roan Antclope Gesellschaft bat bereits er- daß fie «roße Exvansiousplän« verfolgt. Ob die bel- gtschc H a u t Katanga — die im Gegensatz m den amerikanisch«» Ge,ellschaften ebenso wie die südafrikanischen Produzenten mit Gestehungskosten ja rechnen hat, die selbst bet den heuttgen Preisen noch einigermaßen rentabel fein öurtten — stch ebenfalls derart cxpansionslüftern zeigt, bleibt abzuwarte». In jedem Fall dürfte auch dieses Un- ^rnehme» iach Ablauf des alte» Kartelloertrages am 31. Dezember 6. Js. die vereinbarte 20proz. Drosselung der Produktion nicht mehr einhalte». Die Stellung des amerikanische» Kuvferexportkartells, die stch letzthin wieder befestigt hat. erscheint daher von neuem bedroht. D ese Entwicklung am Kupfermarkt mag ei» Grund mehr sei», di« vorgesehene Verstaatlichung derjenigen Telle der M a n s f« I d A.-G. vor- »»nehmen, die unmittelbar mit dem Kupferbergbau zufam- menhängen. Sofern nicht ein« baldige Preiserholung ein- tritt. können selbst die fortgesetzten Subventionen die Verluste nicht aufhalten, so datz eine Stillegung der Betrieb« bei einem Verbleiben derselben in privater Hand kaum möglich sein dürft«, sogar bei evtl, weiteren Lohnkonzessionen der Belegschaft. Auch die öffentliche Hand — dar- über mutz man stch klar sein — wird am deutschen Kupfer- bergban in absehbarer Zeit nichts gewinnen können. Erst wen» stch die internationalen Produzenten auf einer neuen Grundlage wieder zur Produktions-Einschränkung bereitftn- den und bei einer Wiederbelebung des Konsums ist «ine Rentabllität bet Mansseld-Kupfer möglich.
Aluminium- Verteuerung ?
Die Verlängerung des deutsch-schweizer Alumininm-Ab- kommens hinsichtlich der Belieferung des Aluminium-Walzwerkes Singen durch das Aluminiumwcrk Badisch Rheinfelden, welches auf deutschem Bode» liegt, stch aber in Schweizer Besitz befindet, scheint eine Zeit besserer Beziehungen »wischen den reichsetgenen Vereinigten Aluminiumwerken A.-G. und dem schweizerischen Nenhausener Konzern anzubahuen. Dies ist insofern wichtig, als die offiziellen Richtpreise des internationalen Aluminium-Kartells, der Alliauee Aluminium Cie in Bas,«l, nicht durchweg eingehalten worden sind. Man zieht nun in Kreisen, die der Alumniumindustri« nahestehen, aus der B e e n- digungdes „Aluminiumkrieges" mit dem wichtigste» europäischen Konkurrenzlande, der Schweiz, di« Folgerung, datz stch hierdurch eine friedlichere Atmosphäre anbahnen wird, di« auch auf die-Gesamtentwicklung des AIu- miniummarktes nicht ohne Einflutz bleiben könne. Frellich sollte man hierbei nicht übersehen, daß die sehr diktatorische Preisfestsetzung durch das Kartell in der Aufnahmefähigkeit des Konsums eine natürlich« Begrenzung findet. Die unsichere Lage an den übrigen Metallmärkten ist jedenfalls geeignet, jede überhöhte Preisstellung am Aluminiummarkt i« der Praxis zu erschweren.
„Zum Donnerwetter, so reden Sie doch!“ ries Bar- I C‘ ? ' ______ *
ter ungeduldig. I Hüter mit grosser Freude begrüßt. John stieg
John Hogan holte tief Atem und stotterte mit sich bei dem Portier zu erkundigen, ob Dr. Ti trockener Stimme: f
tieukavital beträgt 500 000 RM und ist voll eiuaezahli. Di« trtrnm hat tue Futterstoffweberei und -schlichtere, i» Ztttau käuflich erroeriett. Der Betrieb soll alsbald ausgenommen werd«».
. Industriell« glaubt ,« wisse«, daß man stch aus
Ü.e t ro t e n m kousere « , dahin geeinigt habe, die tägliche Produktion Rumäniens von 2400 aus 1850 i aR21”t «leich 18 -iOO t berabznsetzen. Die Rumänen sollen ftck damit eiuverftanden. erklärt haben. In K-nferenz- kreiseu erkläre mau, daß die Konkurrenz Sowietrutzlands unbt mebr als gefährlich angesehen werde, da die russische ^«lvroduktio» in rückläufiger Bewegung sei.
- ’• ®-’S- d« R et a llwareufabrik »arm.
0. SS Ißuer A.-G„ Zella- Rt e h l i s. aenebmiate den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1^31/32 • der Gesa mtgew in« »o» 114180 RM wird aus nene Reckmuna pettanett. lieber die Aussichten des lausende« Geschäfts- labres wurde nlitgeterlt, datz der Auftragseingang nnd die Preise zusriedenstellend seien, so datz für das nächste Jahr er« etnigermatzeu gutes Ergebnis erwartet werde» könne.
.Der auf den 13. Dezember vor dem Landgericht Hannover anberaumte Termin in Sachen Hanomag-Obligatio- ttonsaLM 'Ä'?’111 «'s Treuhänderin der Obltga- lionsanleihe von 1926 wegen der Verwendung des 6>nicn
?er aus dem Verkauf der Lokomotivguote an Hen - sch e l eiugegangenen Betrage mutz wegen des umfänglichen bsct Schwierigkeit der Rechtsftage vertag" werden. Noch in den letzten Sagen wurden zwischen den Parteien umfangreiche Schriftsätze gewechselt. 8 W “ 6
Der Haushaltsverein Hannover. Kaufhaus ffir mhaf|tehebrCnl?hfnn2il,Iill^CiUnb1.,rtl? Berufe mit weit über 1000 oeth?inbhur*CSt n1n>i.,V10Lne der starken Abhebung von Spar- ?.cJ?c«n d^ch die Mitglieder gezwungen, seine Zahlungen ein- ^aslrllen und das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beamra- ttngen/1* Berbmdltchketten durften mehrere 100 000 RM be-
„Sehen Sie nut bas Mädel da drüben? Die hat sich ,a rote ein Mann angezogen! Was wohl ihre Ettern dazu sagen würden?“
„Ich bitte Sie, das ist meine Tochter'“
„£>b, Verzeihung, ich wußte nicht, daß Sie der zbater find!
»Bin ich auch nicht! Ich bin die Mutter!“
(Berttngske Tidende)
Eine Drille
ist. auch ein Weihnachtsgeschenk. Kausen Sie beim „Brillenspeztaltsten" ein Gestell und einen Gutschein für zwei Gläser. Beides wird nach dem Fest mit bekannter Gründlichkeit angepaßt.
Optiker Heß, der „Btillenspezialist", - Kassel, Schloßplatz.
Hessische Erfinder
(Unentgeltliche Auskunft erteilt unser patentrechtlicher Mitarbeiter)
Patentanmeldungen.
206, 25. H. 80.30 Henschel u. Sohn A.-G. Kassel, Schtenenrad mit elastischer Zwischenlage zwischen Radreifen und Radnabe. 305.30.
37 d, 28. Sch 89.30 Ludwig Schaberick, Kassel, Rollladen 4. 3. 30.
42 1, 4. Z. 78 410. Dr. Günther Laubmeyer, Kassel- Wilhelmshöhe. Verfahren zur quantitativen Bestimmung brennbarer Gase in Gasgemischen. 23. 4. 31.
63c. 71. L. 77 681. Max Lapp. Kassel, Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl von Kraftfahrzeugen. Zus. z. Pat. 597 375. 26. 2. 31.
Gebrauchsmuster.
16. 1 240 185. Maschinenbau-Akt. Ges. vorm. Beck». Henkel, Kassel, Wolfhagerstratze 40. Einrichtung zur Behandlung des Düngers in Schlachthosanlagen u. dgl. 25. 6. 30 M. 2727.30.
30k. 1 240 906. Weidemeyer u. C o., Kastel, Kanüle zum Bespülen von Körperhöhlen. 8. 11. 32. W. 10 685.
34L 1 239 441. Hanny Bachmann, geb. Bode, Kassel, Eulenburgstratze 9 „Aufbewahrungsvorrichtung für Lebensmittel. 24. 10. 32. B. 18 167.
42n. 1 239 775. Wilhelm Ruppek, Kassel-Wilh., Kunold- stratze 32. Rechenkasten. 17. 3. 32. R. 8053.
42n. 1 239 776. Wilhelm R u p p e l, Kastel-WilhelmSH., Kunoldstraße 32, Rechenapparat 17. 3. 32 R. 8054.
Eine Weile später saßen fie im Auto und sagten nach Berlin zurück. Diesmal steuerte John Hogan den Wagen.
Als fie Berlin erreicht batten, war Barkers erster Weg zur englischen Botschaft um mit seinem Schivager zu sprechen, aber Sir Somers war nicht anwesend.
„Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, Kapitän.“ meinte John Hogan, „suchen Sie Dr. Turner auf. Der wird am meisten von der Eeschichte wissen.“
„Sie haben recht, John. Dr. Turner ist der richtige SJciul“ - ,
In Kürze:
m Di« 1870 gegründete Tuchgrotzhanbelssirma Wilhelm Milduer, Sommerfeld R./L.. hat lt. „Konfektionär" die Zahlungen eingestellt. Wie verlantet, soll ein außergerichtlicher Vergleich ans Basts einer Quote von 70 Pro^nt vorgeschlagen werden. Der Status verzeichnet Aktiven von etwa 205 000 RM gegenüber Passivett von etwa 250 000 RM
Die 1024 gegründete Lebensmittel - Großhandlung, Fm - und Export. Elans H. Schuba ck ,„ H a m b « r g , hat die Zahlungen eingestellt. Zis- serumaßtge Angaben über die Höbe der Verbindlichkeiten find erst nach eingehender Prüfung der Verhältnisse in etwa einer Woche ,» erwarten.
- f&JMS' Deutsch-Oftafrikanische« Ge- s e.I lschas t, Berlin, genehmigte einstimmig die Ver- trage über de» Zusammenschluß mit der Dstasrik-nischen Eisenbahngesellschaft, Berlin, und dem Nuassa-Konsorttum. S«titt. Dre Erhöhung des Grundkapitals von 4,50 Mill. 31® mtf 10,0 Mill. RM wurde gleichfalls einstimmig beschlossen.
Dei G.-«. der Eisenwerk Weserhütte
Soi> LeonSottien i. W„ genehmigte einstimmig den Ab- icklutz Mtnt 80. Juni 1982 und beschloß, den Verlust von 97 880 RM ans neue Rechnung vorzutragen. Rach Mitteilung der Verwaltung ist im neuen Geschäftsjahr eine Be- lebnng des JnlatrdsabsatzeS nicht eingetreten.
Die ao. G.-B. der Berei« ig 1« Thüringer Me- tallwarenfabriken A.-G.. Zella-Mehlis, die die Fusion mit der Metallwarensabrrk norm. H. Witzner A '^- Zella-Mehlis, beschließe« sollte, wurde vertagt, da die Verhandlungen zwischen der Verwaltung und den opponierenden Aktwnaren ohne Ergebni sblieben.
Wie WTB -Handelsdienst ersähet, sind die Aktien der uengegrüudeten Gebrüder Moros A.-G, 3it tou. oon einem Konsortium übernommen worden, dem eine Reihe von Lieferanten und Banke« augehöreu. Das Ak-
„Nämlich . . . der . .. der . . . Herr Bruder ...“ „Was ist mit meinem Bruder?“
„Der Herr Bruder . . . ist .. . gestorben. Plötzlich Herzschlag“
Der Kapitän starrte ihn fassungslos an. Dann setzte er fich langsam nieder und stützte seinen Kopf auf die Hand.
„Gestorben, sagen Sie?“ John Hogan nickte. .Mäher wissen Sie es?“
„Aus der Zeilung, Kapitän.“
Barker sah mit einem leeren Blick in die Weite.
„Das ist ein großes Unglück, John,“ sagte er leise.
»Jetzt haben wir unsere Freiheit verloren.“
Der Steuermann versuchte zu ttösten.
vielleicht wäre so ein Fischkutter doch nicht das Richtige gewesen, Kapitän.“
„Stoben Sie die Zeitung da?“
„Jawohl. Kapitän.“
Daniel Barker las und las. aber er begriff nichts. Er liess die Zeitung finken und blickte hilflos den Steuermann an.
„Sn der Oudenarder Straße? In der Wohnung unseres Vaters? Können Sie das verstehen, John?“
„Es ist nicht leicht zu verstehen, Kapitän. Ich habe mir wichrend der ganzen Nackt den Kopf zerbrochen, wie das möglich gewesen ist. Aber in Berlin werden Sie Genaueres erfahren, denke ich.
Barker sprang auf.
--Ja, wir müssen nach Berlin.
Sanierung des Neuhausbesitjes
Ergänzungsforderungen des Hausbesitzer - Zentral- oerbandes
Der Zentralverbaud Deutscher Haus- und Gruudbestzervereiue batte bereits Anfang Oktober d. I. em „Sofort-Programrn für den Neuhausbcsiy" aufae- stellt. Unter voller Aufrechteroaltung der dainaligeu Beschlüsse erhebt der Zentralvcrband nunmehr eine Reihe ergänzender Forderungen, die er, wie s. Zt. die Oktober-Befchlusse, den Regierungsstellen unterbreitet hat. Vor allem fordert er, datz bis zur technischen Durchführung der unbedingt notwendigen generellen Aussetzung von Verzinsung und Tilgung der Hauszinsstcuerhhpotheken für die Dauer des Rotttandes, mindestens aber ab Beginn der laufenden Zinsperioda, auf Antrag V i n z ! n f u n g und Tilgung ausznfeyen sind, sofern der Eigentümer die Erforderlichkeit nachweift. Ferner sollen Zwangsversteigerung von Neubauten und Zwangsvollstreckungen in die Mieten und das sonstige Vermögen bis zum 31. Dezember 1935 untersagt werden, soweit diese wegen Zinsen, Tilgungsraten oder Kapitalbeträgen der Haus- zinssteuerbhpotheken und der durch diese gesicherten persönlichen Forderungen betrieben werden.
Durch besondere gesetzliche Vorfchristen soll das Aufrücken der Hauszinssteuerhvpotbele» im Ausmaße der bereits erfolgten und künftigen Tilgung bezw. Rückzahlung der voran- ghcnden privaieu Hhvoibeken unierbunden werden. Die sich hieraus ergebende freie R a n g st e l l c im Grundbuch soll für die Kreditbedürsnisse des «Eigentümers freigebalten werden. I Der private Ncuhausbesitz sott dem bislang einseitig begün-
Ein Fabrikantenverband, der neben der wirtschaftlichen Förderung feiner Mitgliedssirmen auch die Klärung beiriebswirischasilicher Fragen aus sein Programm gesetzt hat, veranstaltete aus Anregungen aus dem Kreise seiner Miiglieder hin eine Umfrage darüber, ob der vom Finanzamt festgesetzte Einheiiswert als Grundlage für die Bewertung de Anlagevermögens in der Handelsbilanz dienen kann und soll. Das Ergebnis der Umfrage wurde in der Sitzung eines Ausschusses von Fachleuien, der zur Behandlung derartiger Fragen besteht, ausführlich besprochen.
An sich wäre die Uebereinftimmnug der vom Finanzamt «rrechneten und festgesetzte« Einheitswerte mit den Werte« der Handelsbilanz wünschenswert
und zwar für die Zwecke des Bilanz- und Betriebsvergleichs und auch für vier Beurteilung der Kreditfähigkeit, und zweckmäßig, wenn der Einheitswert dem gemeinen Wert enspräche. Dem steht jedoch die Tatsache entgegen, datz die Feststellung der Einheitswerte für Grundstücke nicht gleichförmig im ganzen Reichsgebiet vorgenommen wird; vielmehr erfolgt die Bewertung in den einzelnen aLndesfinanzamtsbezirken, ja sogar in den Bezirken der Finanzämter, unterschiedlich. Zum Teil wird vom Ertragsweri ausgegangen, zum Teil von der Jah- resrohmieie, und cs wurde ein Multiplikator angewandt, der auf dem regionalen Zinsfuß aufbaut. Wen», wie es bei eigengenutzten gewerblichen Betrieben die Regel ist, eine Jahresrohmiete nicht zu ermitteln war, wurde ein fiktiver Satz angenommen, und es liegt auf der Hand, daß bei den heutigen Verhältnissen kaum jemals ein Betrag herauskam, der sich mit der Schätzung des Betroffenen auch nur annähernd deckte.
Bei der Beurteilung diefes Vorgehens muß man der Steuerverwaltung zugute halten, daß es außerordentlich schwer ist, eine allgemein gültige, gerechte Löfung zu finden, und unmöglich, eine solche, die jedem Sonderfall (und welcher Industriebetrieb beansprucht heute nicht das Vorliegen besonderer Verhältnisse!) Rechnung trägt. In den Fällen, wo die eigene Schätzung gar zu weit unter derjenigen des Finanzamtes liegt, bleibt nichts übrig, als Herabsetzung zu verlangen, und. wenn der Einspruch überzeugend begründet wird, wird man damit meist auch durchdringen. Bei der erwiesenen AnpassungSsäbigkeit der Steuergesetze (leider nicht der Steuersätze) an die wirtschaftlichen Erfordernisse steht auch zu erwarten, datz nach den ersten tastenden Versuchen in absehbarer Zeit Möglichkeiten gesunden werden, die eine bessere Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse verbürgen als das jetzt angetoenbete, reichlich ohe Verjähren.
man nun in der Handelsbilanz auf die nach so vagen Grundsätze« ermittelten Einheitswerte Rücksicht nehmen?
Der Vater: „Denke frühzettig daran, mein daß man niemals sein Geld verschleudern darf! mutz es sparen oder nutzbringend in Häusern, Ee- schasten, Fabriken oder ähnlichem anlegen! Was haft Du zum Beispiel mit der Mark getan, die Du von Tante Erna bekommen hast?“
,,..Der Sohn: „Die habe ich in einem Schokottdenae- schaft angelegt.“ (Vari Hem)
Moderne Familie.