Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Sport-Zeitung

Kasseler Neue st e Nachrichten / Sonnabend, 10. Dezember 1932

Großkampf an der Gtruthbach

Bleiben die Fuldaer Borussen weiter ungeschlagen?

Fußball in Hessen-Hannover

H. Sp. Kassel, den 10. Dezember. ■

Sott bett am 11. Dezember in der Sonderklasse »argesebenen drei Spielen tst das in Kassel ftattsindcnde «ohl das wichtigste. Die Fuldaer Borussen werden an der Struthbach in Hermannia einen Gegner vorfinden, der erst nach Kamps bezwungen sein will. Nach auswärts fahren Kurhessen und Spielvercin und stehen vor keinen leichten Aufgaben.

Oie Sonderklasse am 11. Dezember

[ Hermannia Kassel — Borussia Fulda (1:3) ' Göttingen 05 — Spielverein Kassel (2:0)

Germania Marburg — Kurhessen Kassel (0:8) iDie Zahlen in Klammern geben das Ergebnis der iewetli- gen Spiele in der 1. Serie wieder.)

Oer westdeutsche „Zweite" in Kassel

Hermanni« — Borussia.

Das Interesse der Kasseler Fußball-Anhänger wird sich an diesem Sonntag aus den Kampf an der S t r u t h b a ch konzentrieren. Kein Geringerer, als die bisher noch ohne Punktoerlust an der Spitze der Tabelle stehenden Ful­daer Borussen werden bei den z. Zt. in guter Form befindlichen Hermannen aus einen nicht zu unter- fchatzenden Gegner flohen. Dte Elf der Struthbacher scheint endlich ihre frühere Bcständtgkeil wieder gewonnen zu ha­ben. Nach einer Reihe unglücklicher Kämpfe kam dann der Sieg über Tura. dem Hermannia — nach dem Torverhält­nis gerechnet — z. Zt. den 4. Platz in der Tabelle verdankt. Natürlich durchaus kern Grund, nun die anderen Kämpfe aus die leichte Schulter zu nehmen, denn bei der Gleichwer­tigkeit der Mittelgruvve können noch sehr leicht Verschiebun­gen eintreienl

Dieser Kampf gegen Borussia Fulda ist ,weisellos ein P r ü f st c i n für das Können der Hermannen. Mögen die Fuldaer auch in ihrer Form gewissen Schwankungen un­terworfen sein, so wird man auf jeden Fall damit rechnen können, datz sie sich in Kassel anstrengen müssen, wenn nicht doch vielleicht eine Ueberraschung fällig sein soll, (die von vielen erwartet und ... erhofft wird!). Wie dem auch sei, der Hermannenplab wird am Sonntag nachmittag nach langer Zeit einmal wieder einen Grohkamps zu sehen bekommen und selbstverständlich auch eine stattliche Z u - schauermen ge (für Sitzplätze ist gesorgt!) beher­bergen, was dem Platzverein, der in finanzieller Hinsicht gewiß nicht verwöhnt ist. zu wünschen tft.

Nach unseren Informationen werden sich beide Bertre- . hingen rote folgt gegenübersteben:

Hermannia: Schreite r: Löhrbach. Schul,: A. Kellner, Siebrecht. A. Gnndlach: W. Groh- berndt, Reinke. Hehler. Rehm, Becher.

Bornfsia: Büchner: Christian. Klipp stein: Rohberg. Maintz. Hehberger: Maisei, »a- merl, Strasser, Lengers, Bonard.

Schiedsrichter ist P ö 1 t t n g - Bielefeld, der hoffentlich seine Sache besser machen wird, als sein Kollege aus Osna­brück am letzten Sonntag in Kassel.

Falls es die Bodenverhältnisse erlauben, findet vorher ein Schülerspiel (17/18) Hermannia — Hessen-Prenhen statt.

Nach dem Spiel gemütliches Beisammensein in den gut geheizten Räumen bei Karl Dach im Schrebergarten.

Kurheffen fährt nach Marburg

Germania Marburg — Kurheffen Kassel.

In dem Vorspiel konnten die kurheffen s. Zt. mit 8:0 gegen die Marburger Germanen gewinnen. Ob es zu einem ähnlich hohen Ergebnis langt, mutz bezweifelt werden, da die Marburger auf eigenem Platz immer schon gefährlich waren und auch im Spiel gegen den Sportclub 03 am vorigen Sonn­tag in Staffel recht annehmbare Leistungen zeigten. Die Rur- dessen werden diesen Kamps aus jeden Fall recht ernst nehmen und sich so leicht nicht überraschen lassen. Normalerweise mühte die Kasseler Mannschaft gegen den Tabellenletzten ge­winnen können. Ein anderes Ergebnis würde eine Ueber­raschung bedeuten. Diesen Kamps wird der Schiedsrichter Urbansky -Weidenau leiten.

Spielverein vor einer schweren Aufgabe

Göttingen 05 — Spielverein Rothenditmold.

Die Rothenditmolder müssen am Sonntag die gewiß nicht leichte Reise nach Göttingen antreten. Schon das Vorspiel in Kaffer ging damals 2:0 verloren und da die Göttinger bestrebt sind, ihre Position unter allen Umständen zu verbessern, müs­sen sich die Rotbenditmolder schon besonders anstrcngen, wenn zu den 12 Verlustpunkten am Sonntag nicht noch 1 oder 2 binzukommen sollen. Rach ihrem unglücklichen Kamps gegen Kuihessen am letzten Sonntag steht die Mannschaft jedenfalls vor keiner leichten Aufgabe. In Göttingen wird dieses Spiel mit Interesse erwartet. Wingenfeld-Fulda wird leiten.

Oie Spiele der 1. Beztrkstlaffe

Homberg fäbrt der derzeitige Tabellensübrer, der BC. Sport. Aus Grund der bisherigen Kämpfe sollten die Kasseler gewinnen können. Wilhclmsböhc wird in Melsungen auf einen schwer zu überwindenden Gegner stotzen. Dieses Spiel findet bereits um 13,20 Uhr statt, da nachher noch das Turner-Handballfpiel Melsungen — Gensun- gcn auf dem gleichen Platz zum Austrag kommt. Also eine Doppelveranstaltung! — In Corbach dürsten die Platzbesttzer aller Voraussicht nach zu einem Erfolg gegen die Kasseler Sportfreunde kommen.

Gruppe Südhannover.

Abteilung Göttingen: SC Cschwege — FC Grone

Abteilung: Harz-Weser: Petcrsftütte — BsB Holzminden. NSlar — Osterode. SpSp. Northeim — Einbeck 05. Lauter­berg — BsB. Northeim.

Gruppe Fulda.

Alsfeld — Schlüchtern Bebra — Sterbfritz

Pnvatspiele

Germania Fulda — FC. Grohalmerode. Die Tonstädter folgen einer Einladung nach Fulda, um gegen die wtelftar- kcn Germanen anzutreten. Grohalmerode fpielt_ nut: Lindmeier II: Lindmeier I, ^chaal III, Gnndlach. Ocklen- bnrg I, Herrmann; Lindmeier IV, Lindmeter III, Tchaal II, Ocklenburg II. Sch aal I.

B. f. B. Gießen — V. f. R. Butzbach. Dem Beifpiel der Sp. Vgg. 1900 folgend, hat auch der V. s. B. Gießen seinen Gegner für Sonntag aus der nächsten Umgebung gewählt. V. f. R. B u tz b a ch, der nach seinem Rücktritt aus der ersten Bezirksklassc nicht mehr zu den Verbandsspiclgegnern de« VfB. gehört, wird diesem in einem Privattressen ge- genübertreten. Trotz der nicht gerade imponierenden Smr- merleiftunflen, die der VfB. in der letzten Zeit zeigte, wird man doch mit einem Siege derselben rechnen dürfen. =pp.

Blau-Weiß Wabern — SB. Gilsa. Am Sonntag trägt in Wabern der Meister des KellerroaidbundeS i Sport­verein Gilsa I.) gegen Blau-Weiß Wabern I. ein Freundschaftsspiel ans. Es ist dies das erste erotet, das Gilsa außerhalb des Kellerwaldbundes austragt.

Gau Kassel (W.S.B.)

Das Spiel Homberg II. — Kleinenglis am 11. 12. fin­det nicht statt. Spielansetzung: 18. 12. 32: Wtlhelmshöbe II. — Melsungen II. Karl Uhl, Kassel.

Personalien

Neue Anschrift: Der Bezirks-Fußballsachbearbeiter Hugo Uhl wohnt ab 14. Dezember Kassel, Karolinrn- stratzr 18.

Schalke 04 protestiert

Im Anschluß an die in den letzten Tagen erfolgte Verös- sentlichung des Urteils der WSV-Spruchkammer gegen ver­schiedene westdeutsche Vereine, unter denen sich auch «challe 04 befand, hat der FC. 04 Schalke an den Vorstand des West­deutschen SpielverbandcS das folgende Proteftschreiben ge­richtet:

„Das erst am Sonntag den 4. Dezember ausgesprochene, bereits am folgenden Tage schnellstens veröffentlichte Urteil ist gefällt worden, ohne daß den Beschuldigten das zur Aufklärung des Sachverhaltes erforderliche rechtliche Gehör ge- slbenkt worden ist. Die gegen die Führung von Schalke 04 er­hobenen Angriffe sind unbegründet und durch nichts bewiesen. Den Beschuldigten wurde keine Gelegenheit gegeben, diese Angriffe durch Beweismaterial, zu entkräften. Tas Urteil be- ruht also auf falschen Annahmen und Voraussetzungen. Der Verein wird gegen das Urteil bei den zuständigen Jnftanzer angehen und die Oeffentlichkcit über die tatsächlichen Verhält nissc aufklären."

Die Vorstandsherren von Schalke 0< tuen recht daran, wenn sie sich ihrer Haut wehren, aber unseres Wissens dürfte es nicht zutresfcn, datz man in Schalke vom Urteil 6er WSV.» Spruchkammer überrascht worden ist. Ter WSV. hat viel­mehr schon vor Monaten bekannt gegeben, datz sich auch Schalke 04 unter den Vereinen befinden würde, gegen die neue Ver- sahren wegen Verstößen gegen die Amateurbestimmungen im Gange seien.

Wie dem auch sei: man gewinnt immer mehr den Ein­druck, als sollte das „neue Strafgericht des WSv" noch schwer­wiegende Folgen für den gesamten deutschen Fußball haben.

Aeusels glücklicher Sieg

Scbönraih nach der 7. Runde vom Ringrichter gestoppt

5^* >

erfennung. Die Sympathien 6er Zuschauer waren voll auf Seiten Schönraihs.

Das Treffen wurde in schnellstem Tempo durchgefuhrt und brachte Schlagwechsel, in denen beide Borer abwechselnd Vorteile hatten. Reusel war zwar der schnellere von beiden, aber der Krefelder blieb ihm nichts schuldig und stellte sich nach einer grohen vierten Runde in der nächsten Runde wie­der tapfer zum Kampf. Vis zum Abbruch des Treffens hatte Reusel nur geringe Vorteile, die aber für einen Punkt­sieg nickt ausgereichi hätten.

Gtasch -Gpannagel

Mittwoch, den 14. Dezember Boxkampfabend des BSK. 26.

Dem Beispiel anderer Städte folgend, bringt der BSK. 26 Kassel am kommenden Mittwoch im großen ^igdtvark- saal eine Winterlnlseveranstaltung zu Gunsten feiner er­werbslosen Mitglieder zur Abwicklung. Es boxen Kampfer der Boxabteilung des nunmehr im Deutschen Reichsverband aitfgenommenen Reichsbahn-Turn- und Lvorwercins Kas­sel, Kämpfer des Sportvereins Kurheffen, des Bs-K. 26 und evtl, noch Kämpfer der 10. Jägerkomv. Als Hauptkampf findet die Begegnung zwischen dem Olnmmakampier und Bantammeister Svannage l-Barmen und dem. 2. deut­schen Fliegengeroichtsmeister S t a s ck - BSK. 26 statt. Die­ser Kampf dürste der beste werden, der bisher in Kassel, ge­zeigt wurde. Eine weitere interessante Paarung bringt man mit Wirt-Reichsbahn und Bauersfeld-BSK. 26. Einige weitere lokale Paarungen werden den Kanwsabend ans- süllen.

Leichia hletik

Dritte Geländelaufveranstaltung des Rafensport- verbandes.

Walter Neusel

Als Strecke für diesen Geländelaus am 11. Dezember ist diesmal ein Teil der Langlaufstrecke, die am 29. Januar durchlaufen werden muß, vorgesehen und zwar vom Aueaus- gang aus, der Fulda entlang, bis zur Neuen Mühle, Gut rsrehenbagen und zurück. Für die Hauptklasse über 8000 Me­ter liegen 12 Meldungen vor. Es sollte zu einem Endkampf zwischen den drei 9Ifclcrträgern Walpcrt, «chinge und Schnit- zcrling kommen. Vierundzwanzig Nennungen liegen für die kürzere Langstrecke, die 4000 Meter vor. Eine Voraussage ist überaus schwierig, immerhin darf man den bekannten Lang­strecklern der Jäger ernsthafte Chancen auf die ersten Plätze einräumen. Die Anfängerklaffe bat eine Massenbeteiligung gesunden. Hart umtämpft dürfte in der Anfängerklaffe vor allem der Mannschaftssieg werden, da alle beteiligten Grup­pen hier mit mehr wie drei Läufern an den Start gehen. Ein Massenfeld geht auch in der Jugendklasse an den Start, deren Strecke auf mehrseitigen Wunsch von 4000 auf 3000 Meter verkürzt worden ist. ~ .

Start und Ziel aller Läufe liegt am Hessen-Preutzen-Platz Start aller Klassen um 10 Uhr. Alle Läufer werden von der Leitung daraus bingewiesen, datz warme Oberkörperkleidung dringend erforderlich ist. k—b

gewann gestern gegen Hans Schönrath durch technischen k. v.

Berlin. 10. Dezember.

Die Berussboxveranstaltung am Freitag abend im Berliner Sportpalast erbrachte den. Beweis, daß der als Hauptkampf aus dem Programm ftebende Schivergewichtskamps N e u s e l — » 6 o n r a t b nicht zug­kräftig genug war, denn der weite Raum war nur etwa zur Hälfte gefüllt. Der Kamps selbst gtng nnbemebigen» aus Schönrath (92 kg) erlitt in der dritten Runde über dem linken A u g c eine stark blutende Verletzung. -Pie recht gefährlich ausgehende Wunde veranlaßtem der P a u- fe zur achten Runde den SiingriSter, «dwnratl) das Weiierkämvien zu verbieten. Der Kreielder und feine Sekundanten waren mit dieser Entscheidung nabt zufrieden, aber auch das Publikum gab sein Mmiallen durch ein an­haltendes Pseifkonzert (und N e u l e I (9O.:> kg) Sieger durch technischen k. o.. sand aber keine Än-

Kniisches

zu England—Oesterreich

Von diesem Fußballspiel zwischen England und Oester­reich wurde soviel geschrieben, bevor es gespielt, wurde, datz man eigentlich wirklich nachher in Verlegenheit sein sollte, noch etwas Neues zu schreiben. Was ist noch zu sagen, wenn alles schon gesagt ist. Bei so vielen Superlativen, bevor eine Sache begonnen hat, steht immer zu befürchten, datz man nach­her Einschränkungen machen mutz. Bei so bochaeschraubten Erwartungen pflegen sich immer eine Reihe von Enttäuschun­gen einzustcllen. , , , o

Natürlich gab cs enttäufchungen in London, und zwar schon genug vor dem e>picl. Es fing damit an, daß wir alle, die vom Kontingent berübergekommen waren, vermuteten eine Stadt Im Futzballsieber zu finden, em London das von nichts anderem reden würde, als eben von diesem Spiel. Aber noch zwei, drei Tage vorher war in den Zeitungen leine Zeile darüber zu finden. Die Engländer hatten viele andere Sorgen. Erst am letzten Tag wurde dann von deni Z-picl überhaupt Noti, genommen. Und auch dann waren die Be­richte nicht gerade angetan, die Begeisterung der deutschen und österreichischen Fußballsanatiker zu erregen. Die Meinung aller britischen Fachleute war: die Engländer siegen tote sie wollen. Die Gäste haben nicht die Spur einer Cbance.

Der Weltmarkt war ziemlich unlustig. Man fand nur schwer Leute, die auf Oesterreich zu setzen geneigt waren. England war eben bausbober Favorit, und es wurde von geradezu un­wahrscheinlich hoben Torzisfern der Engländer mit der größ­ten Selbstverständlichkeit gerebet Indessen saßen in einem

Fortrma-Oüffel-ors kommt!

Am 18. Dezember in Kassel gegen den Sportclub 08.

Dem Kasseler Sv ortclub 03 ist es nach lan­gen Verhandlungen gelungen, di? bestens bekannte Mannschaft der Düsseldorfer Fortunen pi einem Spiel am 18. Dezember nach hier zu verpflich­ten. Man geht wohl nicht fehl, wenn man die s^r- tuna Düsseldorf heute mit zu den b e st e n deutschen Mannschaften zählt. In ihren Reihen wirken Spieler mit, die schon ost zu repräsentativen Spielen heran- gezogen wurden. Bekannt sind Albrecht, Hoch« gesang, K o bi er ski, Wiegolt, Janes, Ben­der Trautwein, Pesch usw.

Da die Fortunen zugesagt haben, mit ihrer kom« pleiten Elf am 18. Dezember in Kassel zu spielen, kann man mit einem erstklassigen Spiel rechnen, zumal auch der Kasseler Sportclub 03 gerade gegen starke Gegner immer besonders gute Leistungen ge­zeigt hat. Beide Mannschaften standen sich übrigens schon einmal in einem westdeutschen End­spiel gegenüber. Damals siegten tn Wuppertal-El­berfeld die Fortunen mit 5:1.

9 io

4

4

4

7

9

13:9 12:8 10:8 10:10

4:14 2:18

Sportverein Helsa Hessen 09

6 6

5

5 2

1

815:65 38:36 61:65 51-52 54:77 21:58

Sportclnb 03

Hessen-Preußen 11

Tura 10

Kurheffen 9

Sportclub Guxhagen 10

Spiele gern. un. vert. Tore Punkt« 9 8 0 1 82:39 17:1

Die Tabelle der Handballer ändert sich durch «ine not­wendig gewordene Spielwertung, durch die Tura Kassel zwei Punkte aus dem Meisterschaftsspiel gegen den srvort- club Guxhagen bekommt, (Unvollständiger P^atzaufbau, der nach der Spielordnung des Westdeutschen srnelverbandes mit Spielverlust zu bestrafen ist.) Diese be'den Punkte, die der SC. Gurhagen leichtsinnigerweife verschenkt hat. können für tue Wehlheider von Bedeutung werden, da sie in der berichtigten Tabelle noch fehr günstig stehen.

1 o 0 0 0 0

Antel am Piceadilly-Cireus die Oesterreicher: die kontineMale Presse und alles, was im kontinentalen Futzballsport einen Namen hat, scharte sich um sie. Die Stimmung war sehr ge­drückt." Selbst Hugo Meist machte weder sich noch den anderen vor, datz er an einen Sieg seiner Mannschaft si^aube. Pessi­mismus ist Trumpf. Man begann bereits zu bereuen, baß man überhaupt herübergekornmen war, um sich dieses Spiel anzusehen. War nicht vom Kampf des Jahrhunderts die Rede gewesen? In England sah sich das ein wenig anders an.

Mit Befremden batte man gehört, datz keineswegs das Wernblehstadton als Schauplatz ausgewählt worden war son­dern das zwar große Stadion von s t a rnf ° t d Br i d g e, das aber keineswegs einer so großen Sache würdig war. AIS man hinkam, war man, wenn das überhaupt möglich ist, noch mehr enttäuscht. Dieses Stadion liegt in South Kensington, umgeben von Fabriken, die Zusahristratzen, die keineswegs diesen Namen verdienen, sind eng, häßlich, man mutz sich durch enge Tore zwängen, die Tribüne sagt höchstens 4000 Platze, der Rest besieht aus Stehplätzen. Alles das macht einen pri­mitiven. fast alltäglichen Eindruck. Nichts deutet darauf hin, daß hier ein besonderes Spiel stattftnden soll.

Es ist das Wesen einer Sensation, datz sie überraschend kommt. Was als Sensation angemeldet ist, wird meist kerne. Kämpfe, von denen man sich unter Berücksichtigung, der Pa­pierform Wunder verspricht, tragen meist keinen besonderen Stempel. Es wäre also eigentlich ganz >n der Ordnung ge­wesen wenn dieses Fußballspiel, von dem man sich io viel versprochen batte, eine riesige Enttäuschung geworden Ware. Aber die ganz besondere Sensation dieses Treffens war, daß sie wirklich eintraf. Die Massen sahen einen Kampf, der wirk- Ii* -r-cV Pietta'u? deS^Spiel^ ist bekannt. Nicht davon soll hier die Rede fein. Aber nicht nur dieses Spiel, unvergetzilch und spannend und erregend von der ersten bis zur letzten Minute bleibt in der Erinnerung, Wenn man ein Wenig Distanz «e- Wonnen hat. Da sind so viele Kleinigkeiten, die der Bericht­erstatter nicht erwähnen kann. Weil sie mit dem «spiel direkt nichts zu tun haben. Aber diese Kleinigkeiten sind manchmal iCl,rTa'fftt®um Beifpiel die Organisation. Wie daS alles klappte, wie trotz schmalen Znfabrtsstraßen, trotz primi­tivster Vorrichtungen alles klappte. Wenn man, daran denkt. Wie schlecht die Organisation des Landeripiels tn Düsseldorf War wo noch die Gegebenheiten viel günstiger Waren. Hier ist alles ganz einfach, ein paar Sperren, ein paar Kontrolleure und alles gebt wie am Schnürchen. Man war eben tn England ...

Sandball (0.6.S.)

Gruppe Kassel.

Sportfreunde Warburg — BV 06 Kassel Hessen-Preußen Kassel — Niederzwehren Rot-Weiß Homberg — BC Sport Kassel Melsungen 08 — SC WilhelmShobe Corbach 09 — Sportfreunde Kassel

Von den fünf Treffen in der Gruppe Kassel der 1. Bezjrksklasse findet nur eins in Kassel stakt. Die Hessen- Preußen sind bereits bedenklich am Schluß der Tabelle an­gekommen und Werden gegen Nieder; Wehren schon bes­sere Leistungen zeigen müssen, um ein annehmbares Resultat derauszubolen. — In Warburg Wird es zwischen den dor­tigen Sportfreunden und dem BV 06 zu einem interessanten Kampf kommen, dessen Ende kaum vorher zu sagen ist. — Nach

Oer DAS. Prag in $orm

Zum Fussball-Lehrspiel gegen die Kasseler Stadk- mannschafr am ersten Wcihnachtstag.

Der Deutsche Futzballelub Prag Weilte am letzten sonniag tn Breslau und besiegte dort nach hervorragendem spiel die AusWablmannschaft Schlesiens mit 5:1. lieber den Kamps entnehmen Wir der Breslauer Sportzeitung folgendes „Man batte den weit über 10 000 Zuschauern, die am Sonntag zu dem Kampf des DFC Prag gegen die Bezirksauswablmann- febaft erschienen Waren, in Den Vorberichten Wirklich nicht zu­viel versprochen, denn Futzballkünftler von kontinentaler Ertraktasse erteilten Fußball-Lektionen, Wie sie eben nur ein Lehrmeister erteilen kann. Die Art und Weise, in der die Prager ihren Sieg erfochten, begeisterte alle, das Ergebnis ist für die Mittelschlesier sehr günstig ausgefallen. Es wurde nicht der Kampf Mann gegen Mann gefudu — Wie er in Breslauer Verbandsspielen so oft schon zu unwürdigen sze- nen führte, sondern es wurde eine Kombination gepflegt bei der alle gleich aktiv tätig Waren. Dieser dauernde Bereit- fchaftsaeist und dieses Einsetzen des einen für alle und alle für einen sind es. die den DFC zu dem getiirchteten interna- lianalen Gegner machen." Das Weibnachislebripiel des Ihn fensporwerbandes verspricht wiederum. W'C 1 »29 ein gen 5 besonderes Ereignis zu werden. Al» Vorbereitung für dieses 2piel ist für den kommenden Miitw 0 * aut bem protz an bet Hafenbrücke ein Auswahlspiel geplant, für das die Mann schäften am Montag befanntgegebeu werden.

Fachliche Ausbildung im Skilaut

Arbeit nutzlos war. „ . „ .

Ter wahre Genuß der BeberrtAung der langen Bret­ter und die Freude am Skisport wird io lange nicht em-

gen oer utujcicu uiiv .......... ........

man als erfahrener -portier teitnetten, da« die Technik bei den organisierten Skiläufern lehr guie Fortschritte gemacht bat Ein nicht unwesentlicher Prozentsatz vou skilauierii, vielleicht sogar der größte Teil, ist über die Amangsgrunde nicht hinausgekommen und versucht mit primitivem Können Skiwanderungen zu bestreiten oder am Hang mrt mehr oder weniger beschick zu üb»n. Oft bemerkt man Antanger. S,e einzelne Hebungen eines für sie anscheinend ertabrenen läuiers nach,nahmen venu wen. um sich spater bei Bern» eines Kurses selbst zu überzeugen, das die autgewenbete

In der Vorkriegszeit iah man im Sa b cht» wald und in den Gebirgen der Umgebung im Winter nur Wenige, d.e den weiften Lport nach den damals bekannten Lehrmetho­den ausübten. Das Bild änderte sich in der Nachkriegs- jeit wesentlich. Wie alle anderen Sportarten,, w nahm der Skisport einen Umfang an, daß man von einem wah­ren Volkssport reden kann.

Wenn man beute einen Vergleich zwischen den Leistun­gen der früheren und jetzigen Lkiläiiter zieht, dann muß

, - - ________ inUbaff71 ah Tito 1 orrittrr nPf

freien, als man sich nicht aufrattt, sich einem zuverlässigen Skilehrer anzuvertrauen. Nicht nur. datz die beste Zeit »um Erlernen nutzlos vorübergeht, bringt man. sich und andere in Gefahr, verletzt zu werden. Warum lahrelanges Ab­mühen, wenn man in verhältnismäßig kurzer Zeit unter Leitung eines Skilehrers fein Ziel erreichen kann.

Seit Jahre« bat der Deutsche sfioerbanb tteier Mit­hilfe der besten Skiläufer daran gearbeitet, eine ge­meinverständliche Lehrmeibiche für den «kiiauf infam- menzubriugen. Er bat weiter das Sebtwefe« >- ent­wickelt. daß nicht nur die Auobstduua nach dem Et­lichen Lehrplan erfolgt, ,andern daß Ke »°n fümaus- gebilbeten und geprüften sltlebrer bte Gewahr dafür bieten, datz der Schuler in kurzer Zeit dte wichtigsten Hebungen erlernen kann.

Anfängern, insbesondere den Jugendlichen, ist d« Teil­nahme an einem von einem DSV.-Ailehrer geleiteten Kurs unbedingt zu empfehlen. Auch der Fortgeschrittene soll mit dem bisher Erlernten sich nicht zuineden geben,., sondern er soll sich weiter bilden, wozu er in den Kurten tur Kort- geschrittene die Möglichkeit Hai. Besonders denienigen Fortgeschrittenen ist die Teilnahme anzuraten, die sich tm Hochgebirge sportlich betätigen wollen.

Der Fulda-Werra-Skigan veranstaltet im 3<^ nuar 1933 einige Tkikurfe auf dem Meißner, fre durch den DSV.-Skilehrer W i ck l e i n. Kassel, abgehalteu wer­den. Die Kurse sind offen für Alle. Alles Nähere ist tn

den Geschäften, die den Aushang bewirkt haben, »n er­fahren _ ,

In gleicher Weife werden von den Skivereinen in Kassel Kurfe für Anfänger und Fortgefchrittene und rur Ju­gendliche durchgeführt. Näheres hierüber wird rechtzeitig durch Aushang in den verfchiedenen »vorigefchaiten be­kannt gegeben. .. ___,

Ter Deutsche Skiverband veranstaltet Hochgebirgskurs.c, die durch erfahrene Berufssktlehrer, 6te~ auch, gleichzeitig Bergführer sind, abgehalten werden, soelbst Hochgebirgs- wanderungen für ganz Zünftige sind vorgetehen.

Prospekte sind in den Svortgeichgften und bei der Ge- fchäftsstelle der DSV.-Kurse in München, Rotenstratze 6, zu haben. uL

*

Sportmannschaft des Wintersportvereins Kaffel-Wilhelmshöhe.

Durch die Schneeverhältniffe tm Habichtsroald (5 Zentimeter) ist es möglich, einen. Trainingslauf durchzn- führen. Die Tvortmannschaft trutt sich am eonniag. den 11. 12., pünktlich 9,30 Uhr. Neu-Holland Nach Möglichkeit Tourenbreiter verwenden. Zurück gegen 17 Uhr.

Alb. Brinkmann.

Das Meißnerbaus (665 m) meldet heute morgen: 8 Grad Kälte, Nordwind, Schneehöhe 4—5 Ztm., Pulver­schnee, Rauhreif. Skilauf gut.

600 m

ahnen ne

VoeksryieH

Winterkur, Wintersport

W Bob Rodel.Ski y Kunsteisbahn

Sprungschanze

Siretie Jabrt arten n. SepäCtbet8r6eruttg von u n. SabnenMce TJegelm, Dost' aufDecrbinb. von V-Zug-Lranon Sostar <40 Min4 anf modern«: Auto-Leer- • strotze. — Preisabbau —

Winterkuren, Sport und Sonne Sehoenwald, IC09—1200 m Hotel Sommerberg Beifgefährtes behagl. Fan-ifienhofel SdiönMe Südlage inmitten des Sportgeländ. Händige Sklknree. öeheiiteGarage und Rep.-Werkst. Au^er Verpfi. Fens. Mk. 6.-SO an TeL 4® Triberg. Prosp. L Wlrthle, Bes.

Schierke, 650 m

•sdmeesicher und sonniß {.elegen. Mä&ige Preise. Bahnlinie: Station Elend (No.dbausen—Wer» nigeroder Eisenbahn), von dort zehn Minuten Auto» berw, Sdilittenfahrt.

Auto lul^: Bad HarrburS'^diierke.

Crstklasbige Anlagen $ki=. Rod«l* Eis# end Bobsport. — Hfinf Wintersrx>rtwodicn.