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Kasseler Tkeuesse Tkacheichlen
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Einmal möciile man nine Ausnahme machen
nicht nur das anschaffen, was sich gar nicht mehr umgehen läfjf, Weihnachten möchte man schenken, seine Angehörigen erfreuen.
Aber kann man das ohne sich gleichzeitig mit einer Sorge zu belasten ? Man kann's, wenn man sich unseres Systems der Krediterleichterung bedient. Durch unsere Zugehörigkeit zur Kreditgemeinschaft Deutscher Einzelhandelsgeschäfte können wir Ihnen monatliche, sehr bequeme Ratenzahlungen einräumen, die Sie auch bei kleinem Einkommen erübrigen werden, und die Sie sicher gern erübrigen, wenn Sie damit Ihren Angehörigen eine grofoe Freude machen können.
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die Schulkinder alljährlich in den Hain, um Grün zu brechen.
Weitere interessante Beispiele sind u. a. die Igelsburg mit dem Herdenkopf-Heidenfriedhof und der „Hölle", dem von den Christen „verrufenen" heiligen Hain. Die heilige Quelle rinnt hier noch hinab zur Ahne, der Afcharund liegt unter dem alten Leucht- und Brandstapel. Die Quelle entspringt in der Wul-(Wulf?)hagenwiese, vielleicht auch Wal-Hagen. — Auch Ditmold ist „verdächtig", das uralte Gericht, das nach bis 1306 sächsisches uraltes Recht sprach- GhrWuche, Elfbuchen reden ihre geheimnisvolle und doch klare Sprache. Hier kündet eine Steinstreuung das Trümmerfeld der Malstatt. Am Hühnerberg findet man di« Kammwälle der Fliehburg.
' Noch mehr der Orte: die Altenburg mit den Runensteinsunden. Die Divergenz mit dem uralten Metze- Mäktium (Züge des Eermanikus) könnte so gelöst werden, baß nach der Zerstörung eine Umsiedlung stattgefunden hat, was ja auch später hundertfach vorkam. — Der Odinsberg bei Gudensberg mit uralten Wällen und Quell und der Vorburg Scharfenstein. — Der MaderstAn mit dem Kampfrasen im Madergrund, dem (heiligen) Maderholz und der Maderheide, wo noch 1654 ein Landtag abgehalten wurde.
Der Fritzlarer Dom steht an Stelle einer Tonar- eiche, die dann wohl Mittelpunkt eines heiligen Hains war. Vielleicht lag er mehr nach Geismar zu, wo die „Helle Warte" an den Leuchtstapel erinnert. — Von Ritte nach Rengshausen, wohl schon chattischen Ge
stüten, geht ein noch heute hie und da uirbewachsener Rennsteig. — Der Hasunger Berg wurde wohl nicht umsonst Klausnerei des Aimerod, der vorher an den Externsteinen wirkte, vielleicht als „Exorzist" bewährt. — Der Baunsberg trägt „Ringwälle", nahe dem Bahnhof Altenbauna ist der Hain mit dem Sonnenborn. Ritte = Rennbahn? Stück glaubt sie gefunden zu haben.
Nicht fehlen darf der Meißner mit den Wacht- steinen, dem Leuchtmal bei Bransrode und dem Hain am Hollenteich. Kitzkammer — Katzenkammer? Die „Stinffteine" haben auch, io umgetauft, ihre Bedeutung ebenso wie das Katzenloh- Weiler geht dann Stück nach Süden, nach Kappel am Spieß und in den Vogelsberg mit seinem Siebenahorn. Merkwürdig: Dreizehnlin- den, Elfbuchen ... (9 fehlt heute) ... Siebenahorn... Ein Achsensystem. Achse oder noch tiefere Bedeutung?! Es folgt Kassel im Spessart (mit wieder einer „Altenburg". uralter Gerichtssttz), das „Besenkassel", das wohl ein Böfen-Kassel, eine satanisierte Kultstätte war! Weiter: die Monbrunner Höhe, das Maintal beherrschend, vielleicht .zugleich Stern(Mond-)wart«, und der weitblickende Melrbocus, mit seinem ausgesprochenen Weißnerkult.
Wir müssen enden. Mag dies oder jenes als Hypothese erwiesen werden, es bliebe genug. Wer die Heimat liebt, wird freudig einen Mick hinter den dichten Vorhang ihrer Vergangenheit tun- Und wäre es nur darum allein, uns das zu schenken, so wäre Fritz Stück schon auf rechten Wegen. -ts-
das Sammelergebnis im Kreise Warburg für die Stadt Bochum gibt, wurde bekannt gegeben. Im Laufe des Jahres 1932 haben die Landwirte des Kreises Warburg Spenden im Werte von 45 000 RM. aufgebracht. Zur Kenntnis wurde gegeben, daß im Kreise mehrere Prüfungen von Landwirtschaftsbetrieben durch das Landesfinanzamt erfolgt seien. Es wurde geraten, bei Schwierigkeiten durch derartige Maßnahmen sich der Mithilfe der berufsständigen Organisation zu bedienen. Im Winter sollen in den größeren Orten des Kreises wiederum Obstbaukurse durch den Verband durchgeführt werden.
Aus dem Kreise Schmalkalden
Schmalkalden. Auseinandersetzungen. Nachstehend werden die jetzt anhängigen Auseinanderjetzungs- sachen angeführt. Es wird allen unbekannten Teilnehmern. Hypothekengläubigern oder Realberechtigten, die Interesse an den Auseinandersetzungen zu haben vermeinen, überlassen, sich s p ä t e st e n s in dem auf Sonnabend, den 7. Januar, vormittags 11 Uhr vor dem Kulturamtsoorsteher, Regierungsrat Dr. Fuhr- berg im Dienstgebäud« des Kuilturamts in Schmalkalden. Neumarkt Nr. 5, anberaumten Termin zu melden. Es betrifft: a) Umlegungen: 1. Gemarkung Reichenbach, Kreis Schmalkalden; 2. Gemarkung Seligenthal, Kreis Schmalkalden; 3. Gemarkung Hohleborn, Kreis Schmalkalden; b) Neusiedlungen; Aufteilung der Staatsdomäne Winne, Kreis Schmalkalden. (Gesch.- Nr. 4492).
Unsere Heimat
Aus dem Landkreis Kassel
Harleshausen. Der Gern. Verein Earteugemeinde Harleshausen wird am Sonnabend 20 Uhr in den Elf Buchen unter Teilnahme der Ortsgruppe Harleshausen vom Hessischen Gebirgsverein und unter gütiger Mitwirkung des Münnergesangvereins Harleshausen sowie i des Christ!. Vereins junger Männer seine Ad- vcsitsseier abhalten. Den Mittelpunkt des Abends soll ein Vortrag des Schriftstellers Ide bilden, dem ein Spiel nach Hans Sachsscher Art vorausgeht. Lieder und Ansprachen bilden die Verbindung und den Schluß eine kleine Verlosung. Darauf folgt gemütliches Bei- sammenstein.
Aus dem Kreis Hofgeismar
Burguffeln. Diebe drangen nachts tn das Gehöft des Landwirts Stein, schlachteten ein schweres Schwein und ließen den Kopf liegen. Die Därme warfen sie dem Eigentümer vor die Türe. Außerdem schlachteten sie noch einige Gänse. Vorläufig fehlt noch jede Spur von den Dieben.
WilhelmslMusen. In der Spar- und Darlehnskasse wurden der Vorstand und der Kassierer wiedergewählt. Es wurde beschlossen, Spargelder bei vierteljährlicher Kündigung mit 6 Prozent, bei einmonatlicher Kündigung mit 5 Prozent und bei täglicher Abhebung mit 4% Prozent zu verzinsen. Für Darlehen der Mitglieder werden 8 Prozent Zinsen berechnet. Auch wurde beschlossen, den alten Sparkonten eine lOprozentige Auswertung zukommen zu lassen.
j Aus -em Kreise Wttzenhaufen
Kammerbach, Kreis Witzenhaufen. Obftbaumdieb- stahl aufgeklärt. Wie verlautet, wurden in Gärten und an Rainen Obstbäume sestgestellt, die einem Einwohner aus Oberrieden gestohlen wurden. Da die Ortspolizei den Täter nicht feststellen konnte, suchte der Bestohlene selbst verschiedene Nachbargemarkungen ab. In Hilgershausen und Kammerbach konnte er seine Stämme wiederfinden. Die Ortspolizei in Kammer- 'bäch stellte fest, daß die Bäumchen von einem Knecht, der inzwischen seinen Wohnort 'bei Kassel hat, gestohlen und verkauft wurden.
Bad Sooden-Allendorf. Reinhard Eschstruth f. Im Alter von 77 Jahren ist Fabrikant Reinhard Eschstruth gestorben. Er war Mitinhaber der Holzsichlerferei Eschstruth u. Rhode. Im Gemeinde- und gesellschaftlichen Leben hat er eine große Rolle gespielt.
Bad Sooden-Allendorf. Wahlanfechtung. Die Ersatzwahl zur Handelskammer, bei der Fabrikant Bertram Schrot gewählt wurde ist angefochten worden. Bei der Nachprüfung Hai sich ergeben, daß eine Stimme zu Unrecht abgegeben worden ist. Die Wahl mutz wiederholt werden.
Hess.-Lichtenau. Silbernes Arbeitsjubiläum. Der Maichinist Heinrich Range begeht fein 25jähriges Arbeitsjubiläum bei der Firma Fröhlich u. Wolf. Dam Schornsteinbau an hat er das Werk vollenden helfen. Die , K. N. N-" gratulieren ihm besonders herzlich, da der Jubilar auch ihnen treue Arbeit leistet.
Eine erregte Sitzung
... btt Stadtverordneten von Hess. Lichtenan.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich mit Anfragen der kommunistischen Fraktion zu befassen. Vor Eintritt in die Tagesordnung protestierte der kommunistische Stabte. Karl Jung dagegen, daß mehrere Anträge nicht auf die Tagesordnung gekommen seien und forderte hierfür eine Erklärung. Als der Stadtverordnetenvorsteher dies ablehnte, gab es einen erregten Wortwechsel, der dem Stabte. Karl Jung zwei Ordnungsrufe einbrachte. Zur Anfrage betreffend Kartosfellieferung erklärte Bürgermeister Keidler, daß das Sammelergebnis gegen das Vorjahr um die Hälfte zurückgegangen sei. Vom Kreis seien nur 62 Zentner Kartoffeln zugeteilt worden, die in Kürze eerteilt würden. Den Mißtrauensantrag gegen den Stadtverordnetenvorsteher begründete Stabte. Georg Jung bamit, daß der Stadtverordnetenvorsteher Adolf Vogt eine Doppelrolle spiele, indem er einerseits als Stadtverorbnetenvorsteher bte Interessen der Stabt vertreten wolle und andererseits als Mitglied des Kirchenvorstandes die Interessen der Kir- chengemeinbe wahrnehmen müsse. In der Debatte erhielt der Stabte. Georg mehrere Orbnungsrufe. Der Antrag würbe abgelehnt. Stabte. Karl Jung polemisierte bagegen, baß Hauptunterstützungsempfängern im Walbe Arbeit angewiesen worben sei, während Wohlfahrtserwerbslose, die schon jahrelang zu Hause säßen, nicht berücksichtigt worden seien. Bürgermeister Keidler gab die Erklärung ab, daß bei der Einteilung der Holzhauer stets nach bestem Wissen verfahren worden sei. Nunmehr gerieter die Stadtverordneten Jung und Lenz (Soz.) in einen solchen Wortwechsel, der in persönliche Anwürfe ausartete, daß der Stabteerordnetenvorsteher, nachdem mehrere Stadtverordnete bett Sitzungssaal verließen, die Sitzung vorzeitig aufhob.
Aus dem Kresse Fritzlar-Homberg
Homberg. Winterhilfe. Die gespendeten Lebensmittel, Kleidungsstücke usw. werden von Montag nächster Woche ab abgeholt- Die Abholer sind im Besitz eines Ausweises.
Gudensberg- Ein schwerer Berkrhrsuufall ereignete sich, wie schon so oft, bei dom Hospital. Als der bei dem Ueberlandwerk Felsberg tätige Monteur H. Becker mit seinem Motorrad zu seiner Arbeitsstätte fuhr, geriet er zwischen ein Fuhrwerk und einen Last- kraftwagen, Mit diesem stieß er so heftig zusammen, daß er mit schweren Kopfwunden in das Landeskran, kenhaus gebracht wurde. Es wäre wohl an der Zeit, den Verkehr hier durch die Stadt in Einbahn zu führen.
Aus dem Kresse 'Ziegenhain
Treysa. Vom Finanzamt. Zur Bezahlung der am 10. Dezember fälligen Einkommensteuer wird der Höbetermin für die Stadt Treysa auf Montag, den 12. Dezember, vormittags 8—12 Uhr bei der Finanz- kasse in Ziegenhain festgesetzt. — Winterhilfsmaßnahme Die Reichsbezugsscheine für verbilligtes Frischfleisch für Monat Dezember können auf dem Magistratsbüro in Empfang genommen werden.
Aus Sü-weflfalen
Warburg. Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins. Der Vorsitzende des Kreisoereins Warburg, Freiherr von Wrede, wies darauf hin. W hei den Landwirten die sparsame und risikalöse, Wirtschaft als Selbsthilfe einsetzen müsse und förderte gegenseitige Hilfe sämtlicher Mitglieder. Ein Dankschreiben des Dekanats Bochum, das Aufschluß über
Eschwege, den 10. Dezember.
In der heutigen Sitzung des Kreistages gab der kommissarische Landrat Dr. Deichmann einen Ueberblick über die Finanzlage des Kreises. Er führte u. a. aus, daß bte brennendste Frage für die Kreisverwaltung zur Zeit die Arbeitslosigkeit und, aufs engste damit verbunden, das Finanzwesen sei. Das Rechnungsjahr 1931 habe mit einem
Fehlbetrag von 180 000 RM. im ordentlichen Haushalt
abgeschlossen. Dieser Fehlbetrag sei durch 24 000 RM. aus dem Landwegebauetat auf 156 000 RM. herabgedrückt worden. Kassenmäßig stellte sich aber der Fehlbetrag, wie der Landrat weiter ausführte, doch wieder auf 178 000 RM., da von den 24 000 RM. aus dem außerordentlichen Haushalt 22 000 RM schon vorschußweise verausgabt waren. Andererseits konnte der Fehlbetrag um weitere 68 000 RM. aus der Kreisumlage von 1931 ermäßigt werden, die infolge Einspruchs einer Gemeinde erst im Jahre 1932 zur Verrechnung gelangen konnten. Infolgedessen stellte sich der tatsächliche Fehlbetrag für 1931 auf 110 000 RM. Der Etat für 1932 wies einen Fehlbetrag von 454 000 RM. bei seiner Aufstellung auf. Dieser Betrag war aber viel zu niedrig angeletzt, weil bei der Aufstellung des Voranschlages im Jahresdurchschnitt nur tausend unterstützungsbedürftige Familien angenommen worden waren, während sich in Wirklichkeit
die Zahl der zu unterstützenden Familien im Kreisgebiet auf 1500 stellte.
Infolgedessen erhöhte sich der Fehlbetrag schätzungsweise auf 600 000 RM. Ls mußten daher einschneidende Maßnahmen getroffen werden. Die Kreisumlage wurde nachträglich um 75 000 RM. auf rund 400 000 RM erhöht und erreichte damit den Vorjahrsstand. Eine erhebliche Entlastung brachte bte von ber Aufsichtsbehörde verfügte Kürzung der Richtsätze. Es war möglich, diese Kürzungen in einigen Punkten zu mildern. Auch jetzt stehen wieder einige Milderungen bevor. Dankbar erkannte der Landrat an, daß die Zuweisungen des Staates, namentlich die Sonderbeihilfen in den letzten Monaten eine weitere außerordentliche Erleichterung gebracht haben. Auch die Kreisverwaltung hat von sich aus alles getan, um die angespannte Finanzlage jju entlasten. In erster Linie wurde, soweit es eben möglich war, Arbeit für die Wohlfahrtsempfänger geschafft, jo baß beten Zahl gegenüber dem Hochsommer nicht mehr gestiegen ist.
Ein umfassendes Arbeitsbeschaffungsprogramm
wird zur Zeit vorbereitet. Das Ziel tst nicht die Ausdehnung bet Pflichtatbeit, die immer an letzter Stelle stehen mutz. Auch bet Freiwillige Arbeitsdienst, so angebracht er in besonderen Fällen ist, soll nicht im Vordergründe stehen. Es wird vielmehr angeftrebt, möglichst viele Erwerbslose im öffent-
Aus Waldeck
Bad Wildungen. Gegen Auflösung des Edetkreises. In seiner Versammlung hat der landwirtschaftliche Verein des Eberkreises zum ersten Male ben Rundfunk in den Dienst bet Fortbildung feiner Mitglieder gestellt. Ein Vortrag einer landwirtschaftlichen Kapazität wurde durch ben Lautsprecher angehört unb bann besprochen- Man beschloß, am 3. Januar unb 8. Februar ähnliche Versammlungen folgen zu lassen. Im Januar soll auch ber landwirtschaftliche Familien- abertb abgehalten werben. Ferner Wbkoß der Verein, sich mit allem Nachdruck hinter die Protestaktion zu stellen, um die Auflösung des Eberkreises zu verhindern.
Waldeck. Straßensperte. Die Auffahrt von der Gemeinde Waldeck nach dem Schloß Waldeck wird von dem an bieder Auffahrt gelegenen oberen Parkplatz bis zur Einmündung in ben Schloßhof für bas Befahren mit Kraftfahrzeugen aller Art gesperrt.
Berufung im Holzhäuser Lanösrtedensprozeß
In Holzhausen bei Gladenbach war es im Sommer nach einem Vranbe, als ber zuständige Landjäger den vermutlichen Brandstifter festnehmen wollte, zu einem Tumult gekommen. Die Feuerwehrleute ergriffen Partei für ben Festgenommenen, warfen ihre Uni« formröcke vor unb in das Landjägerauto unb brohten, es umzuwerfen. Das Schöffengericht hatte damals sieben Feuerwehrleute wegen Landfriebensbruch zu je sechs Monaten verurteilt, unter Zubilligung einer Bewährungsfrist bei fast allen.
Zwei Angeklagte hatten gegen dieses Urteil Berufung eingelegt- Bei der jetzt ftattgefunbenen zweiten, -Verhandlung gewährte die Strafkammer hem einen, der nach dem Urteil der ersten Instanz einen Teil der Strafe verbüßen sollte, volle Strafaussetzung bei ratenweiser Zahlung einer Geldbuße von 30 Mark,
lichen Arbeitsverhältnis zu beschäftigen. Im Haushalt des Kreises muß ein Ausgleich unbedingt gefunden werden. Der Fehlbetrag des Vorjahres in Höhe von 110 000 RM. läßt sich allerdings nicht einsparen. Er ist zum Teil durch die Inan, spruchnahme noch verfügbarer Fonds unb im übrigen durch einen
Kassenkredit von rund 96 000 RM.
gedeckt worden, den der Kreis bei der Kreissparkasse aufgenommen hat. Dieser Kredit soll in eine Anleihe umgewandelt werden. Im übrigen sollen die diesjährigen Einnahmen und Ausgaben tn Einklang gebracht werden, so daß in der Ordnung der Krets- finanzen schon viel erreicht ist. Dadurch werden wie- der klare Verhältnisse geschaffen. Die Gesundung der Kreisfinanzen muß auf diesem Wege unter allen Umständen sichergestellt werden. Die Kreisverwaltung ist sich bewußt, daß sie damit zugleich den Gemeinden unb weiterhin bei Wirtschaft bes Kreises ihre Aufgaben wesenUich erleichtert unb zur Behebung bet Arbeitslosigkeit beiträgt. Wenn diese Aufgabe erfüllt ist, bann muß vor allem angestrebt werben, die öffentlichen Lasten im Kreise und in ben Gemeinheit zu senken.
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Eschwege. Der Ausschuß bet Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Stadt Eschwege hat den Voranschlag für das Jahr 1933 genehmigt. Es wurde eine Satzungsänderung beschlossen, berzufolge vom 1. Januar nächsten Jahres an als freiwillige Mitglieber nut noch solche Personen aufgenommen werben, bte das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Ausschuß wirb sich künftig aus 12 Arbeitgebern unb 24 Arbeit- nehmeroerttetern und der Vorstand aus 4 Arbeitgeber- und 8 Arbeitnehmervertretetn zusammensetzen.
Eschwege. Zwanzig Mark Belohnung hat ber 2ßerratalperein Eschwege für ben Nachweis des Täters ausgesetzt, der an der Werrabrücke einen Betsn- pfeilet ber Wandertafel umgerissen hat.
Eschwege. Für Hausinstandsetzungen hat bi« Stabt 10 000 RM. aus Reichsmitteln erhalten- 40 Hausbesitzer sinb bamit unterstützt worden. Ebensoviel Anträge aus Gewährung von Reichshilfe können noch be- rüchichtigt werden.
Waldkappel. Der Freiwillige ArbeitÄ»ienst ist beendet. In den Monaten Mai bis Dezember sind 60 junge Leute beschäftigt worden. Es wurde eine Flußbadeanstalt mit zwei Wasserbecken angelegt, eine Wegeverbindung in ber Feldmark geschaffen, brei Wassergräben in ber Gesamtlänge von 800 Metern hergestellt usw. Das Landesarbeitsamt hatte insgesamt 4800 Tagewerke bewilligt und dafür 8316 RM- überwiesen. Nachdem diese Arbeiten beendet find, wird eine Reihe älterer Leute im Stadt- ■ walbe beschäftigt, um ihnen Verdienst zum Weihnachtsfeste zu beschaffen.
Die Finanzen des Kreises Eschwege
Der Landrat berichtet dem Kreistag
die Berufung des anderen, der Freispimch erzielen wollte, wurde verworfen.
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Holzhausen. Unfall eines 70jährigen. Einen schwe- ren Unfall erlitt ber über 70 Jahre alte hiesige Metzgermeister Heinrich Krumm. Er kam mit seinem Gespann von Allendorf, als plötzlich bie Pferde scheuten und durchgingen. Der alte Mann kam unter das Gefährt zu liegen und wurde sehr erheblich am Kopfe verletzt.
Aus dem Kreise Frankenberg
Battenberg, Kr. Frankenberg. Weihnachtsfiug- woche Vom 2. bis 9. Januar versammelt sich die evangelische Jugend bes Bezirkes zu einer Weihnachtssingwoche. Man rechnet mit einer ziemlichen Zahl von Besuchern.
Svvprozent Bürgersteuer inKtrchhaiu
Aus dem Stadtparlament
Der Vorsitzende gab bekannt, daß der Regierungspräsident die Erhebung von 500 Prozent Bürgersteuer verfügt habe, um bas durch Wohlfahrtslasten entstandene Defizit für 1933 zu decken. Der Magistrat habe die Erhebung bes gleichen Betrages beschlossen. Ms Vorsitzender wurde Sparkassendirektor Lang wiedet- gewählt, als Stellvertreter Bäckermeister Karl Wolf unb als Schriftführer-Stellvertreter Landwirt Wilhelm Schmidt. In den Sparkassenvorstand wurden bestimmt: Rechtsanwalt Langerfeld. Landwirr Wilh. Schneider, Schuhmacher Heinrich Dettner unb Gastwirt Wilh. Thielemann. Abgelehnt wurde bie Bewilligung eines Zuschusses für bie Beschäftigung eines Schulamtsbewerbers. Beschlossen wurde, die Auszahlung des Erlengeldes für bas Jahr 1932 und 1933 nicht vorzunehmen. Den Hilfsbedürftigen wurden je 5 Pfund Mehl bewilligt. *
Marburg. Kirchhainer Kreisetat liegt aus. Der Halbjahresausweis — 1. Halbjahr des Rechnungsjahres 1932 — über die Einnahmen unb Ausgaben bes früheren Kreises Kirchhain liegt vom 15. Dezember bis einfchl. 28. Dezember im Büro des Kreisausjchus- fes (Zimmer 51) zur Einsicht offen.
Aus -em Hinterlanö
Biedeukopf. Einführung von Fürforgescheiue«. Der Magistrat hat beschlossen, dem überhandnehmertben Bettelwesen in ber Stabt dadurch entgegen zu treten, daß Fürsorgescheine verausgabt werden sollen. Die Scheine lauten über 1 Pfennig unb sollen an Stelle von Geld verabfolgt werden. Der Bettler erhält dafür auf dem Bürgermeisteramt Gutscheine für Nahrungsmittel, Kaffee ober ein Nachtlager. Die Gutscheine werben auf dem Rathaus verausgabt in Blocks zu 100 Stück und in kleineren Mengen.
Dermbach. Hohes Defizit. Der Haushaltsplan bet Gemeinde für das laufende Rechnungsjahr weist einen Fehlbetrag von rund 9000 RM. nach. Die Vürger- fteuer wurde auf den fünffachen Landessatz erhöht. Auch erfahren die anderen Realsteuern eine Erhöhung.
Biedenkopf. Schmiedeknechts Berufung verworfen. Der wegen Betrugs an verschiedensten Baufirmen Deutschlands zu einer Gefängnisstrafe von 1% Jahren verurteilte Architekt Schmiebeknecht legte gegen bas Strafmaß Berufung ein. In ber jetzigen Verhandlung wurde bie Berufung verworfen, da ber Angeklagte einige Vorstrafen hat. Der Haftbefehl mürbe indessen auf gehoben.
Laasphe. Neuer Bürgermeister. Zutsi Bürgermeister des neuen Amtes Berleburg wurde in der Amtsversammlung ber bisherige Bürgermeister bes Amtes Arfeld, Peußner, gewählt.
Das Glück der Erde...
Abschluß des Reit- und Fahrkurses in Dillenburg
Beim Preußischen Lanbgestüt zu Dillenburg ging der vierte Reit- und Fahrkursus zu Ende. Landstallmeister Wachs ist ber oerbiente Förderer ber Kurse, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Auch an Diesem Kursus nahm wieder eine Anzahl junger Leute aus Kurhessen. Waldeck unb Nassau teil. Die Abschlußprüfung am Donnerstag, die zahlreiche Besucher an« lockte, stellte die Kenntnisse und Fertigkeiten ber Schüler unter Beweis. Die Schüler zeigten sich in allen Lagen fest im Sattel unb bestanden die Prüfung.
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