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Nummer 789*
Freitag, den 9. Dezember 1932
22. Jahrgang
Mehrheit sür Amnestievorlage
Annahme im Rechtsausschuß mit 21 gegen 4 Stimmen / Ernste Bedenken Schleichers / Strassers „Krankheitsurlaub"
Vertretungsgesetz angenommen!
Komplikationen?
th. Berlin, 9. Dezember.
In der heutigen Reichstagssitzung, die bereits um 11 Uhr vormittags begann, mutz sich Herausstellen, ob die Erwartungen sich bestätigen, datz eine Mehrheit des Parlaments für die Vertagung des Reichstages auf Januar Eintreten wird, oder ob die Komplikationen, die sich inzwischen eingestellt haben, eine Gefährdung dieser Absicht mit sich bringen.
Bei den politischen Komplikationen handelt es sich einmal um die Schwierigkeiten in der
Amnestiefrage
mtb zum anderen um interne Vorgänge in der nationalsozialistischen Partei. In der Amnestiefrage bat der Rechtsausschuß des Reichstages gestern nachmittag und gestern abend zwei Sitzungen abgehalten. Es hat sich in diesen langwierigen Verhandlungen eine Mehrheit der Parteien, und zwar der Nationalsozialisten, des Zentrums, der Deutschna- tionalen und der Bayerischen Volkspartei auf einer Kompromißbasis zusammengefunden, die ungefähr folgendes besagt: Die Amnestie soll sich auf Straftaten erstrecken, welche aus politischen Beweggründen oder anläßlich von wirtschaftlichen Kämpfen begangen wurden. Strafen bis zu 5 Jahren sollen erlaffen werden, bei längeren Strafen sollen 5 Jahre und die Hälfte des anderen Teiles der Strafe gestrichen werden. An die Stelle von Zuchthaus soll Gefängnis treten. Dagegen sollen von dieser Amnestie ausgenommen werden: Verbrechen gegen das Leben, sowie Landesverrat und Verrat militärischer Geheimnisie, wenn diese Taten aus Eigennutz begangen wurden, und schließlich Sprengstossvergehen. Diese Ausnahmen von der Amnestie haben selbstverständlich zu schwierigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien geführt, da einzelne Parteien, vor allem die Nationalsozialisten und die Kommunisten ein Interesse daran haben, daß ganz bestimmte Gruppen von Vergehen und Verbrechen ebenfalls unter die Amnestie fallen. (lieber den heutigen Beschluß und die gestrigen Beratungen des Rechtsausschusses berichten wir an anderer Stelle. D. Red.)
Die zweite Schwierigkeit, die sich inzwischen ergeben hat, liegt innerhalb der Führerschaft der NSDAP, und ist mit der Person des bekannten Abgeordneten Gregor Strasser verknüpft. Dieser hat bekanntlich schon seit längerer Zeit in manchen Punkten abweichende Meinungen gegenüber der Parteileitung der NSDAP, vertreten. Insbesondere wünschte er eine engere Zusammenarbeit mit der Reichsregierung und widersprach dem rein oppositionellen Kurs, der vor allem von Göbbels und Goeriug iunegehatten wird, und dem gegenwärtig auch der Führer Adolf Hitler zustimmt.
So kam Strasser gestern zu dem Entschluß, einen Brief an Hitler zu schreiben, in welchem er sein Amt als Reichsorganisationsleiter der NSDAP., sowie sein Mandat als Reichstagsabgeordneter niederlegt, im übrigen aber einfaches Mitglied der Partei bleibt. Ursprünglich sollte dieser Brief veröffentlicht werden. Dazu ist es aber nicht gekommen, sondern
die Auseinandersetzungen zwischen Straffer und Hitler,
welcher sich gegenwärtig wieder in Berlin aufhält, haben lediglich dazu geführt, daß Strasser gestern abend Berlin zu einem Urlaub verlassen hat. Tie Partei offiziöse Erklärung, die von der nationalsozialistischen Preffestelle darüber herausgegeben worden ist, besagt freilich nur: „Parteigenosse Gregor Strasser trit mit Genehmigung des Führers einen Krankenurlaub von drei Wochen an. Alle weiteren daran geknüpften Gerüchte und Kombinationen sind unzutreffend und entbehren jeglicher Grundlage."
In politischen Kreisen gibt man sich jedoch mit dieser Erklärung nicht zufrieden, sondern die politische Presse erörtert heute früh teilweise mit großer Ausführlichkeit die Vorgänge, die dieser parteiamtlichen Notiz zugrunde liegen. Danach hat Straffer, wie bereits erwähnt, die Absicht gehabt, Bem, Führer der Partei seine Aemter zur Verfügung zu stellen. Hitler hat aber diese freiwillige DernissionStrassers zunächst noch nicht offiziell angenommen, sondern hat diese Absicht Straffere durch die erwähnte Urlaubserklärung geroiffermaßen durchkreuzt.
Es taucht nun die Frage aus, ob dieser Konflikt noch eine weitere Ausdehnung erfahren wird. Zu nächst ist Straffer gestern abend abgereift, und damit wird die zur Verständigung mitderRcgie. rung bereite Strömung innerhalb her NSDAP, zunächst ausgefchaltet. Hierin liegt das für den Augenblick besonders wesentlichste politische Moment. Deshalb ist es erklärlich, datz auch von der Rei chsregierung gestern abend bereits Br mübungen unternommen wurden, den Konflikt innerhalb der NSDAP, auszugleiche»,
(Eigener
Berlin, 9. Dezember.
Der Rechtsausschutz des Reichstages nahm am Freitag vormittag den Amnestieentwurs mit 21 gegen 4 Stimmen in der Schlutzabstim- mung a n. In der Fassung, die gestern bereits gemeldet wurde (siehe Seite 21), ist nur noch insofern eine Aenderung eingetreten, als das Delikt des schwere» Raubes von der Amnestie ausgenommen wird.
Aus der Debatte sei vorweg erklärt, datz Reichskanzler von Schleicher dem Reichsjustizminister mitteilen Uetz, er habe schwere Bedenken gegen die Ausdehnung der Amnestie auf die Delikte des Landesverrates und Hochverrats. Er, der Reichskanzler, werde die Vorlage auf ihre Auswirkungen vom Standpunkt der Wehrmacht aus ernsthaft prüfen.
Auftakt im Plenum
Berlin, 9. Dezember.
Der Beginn der Plenarsitzung ves Reichstages vollzog sich um 11 Ubr in voller Ruhe. Vor Eintritt in die Tagesordnung wuiven in üblicher Weise Hie Urlaubsbewilligmigen an Abgeordnete bekanntgegeben. Abgeordneter Torgler (Kom.) rief: „Wie ist es mit dem Nationalsozialisten Straffer?" Vizepräsident Esser erwiderte: „Ein Urlaubsgesuch des Abg. Straffer ist noch nicht eingegangen."
Verschiedene Anträge ^>if,Einstelli!Ng von Straf- und Disziplinarverfahre»)kuurden GeschäftSurd nungsausschuß überwiesen. Dann wurde in dritter Lesung ohne Aussprache über vas von den Nationalsozialisten beantragte Vertretungsgesetz für de»
Paris, 9. Dezember.
Petit Part sie» berichtet über den Stand der Schuldenfrage nach der gestrigen englisch-französischen Aussprache: Die englische Regierung sei entschlossen, die Dezcm beträte bar zu zahlen und sie würde es gern sehen, wenn Frankreich ein gleiches täte. Hcrriot habe Macdonald davon unterrichtet, datz er seinerseits bereit wäre, die Zahlung nicht zu verweigern, jedoch unter der Bedingung, datz ausdrückliche Vorbehalte und ernste Garantien daran geknüpft werden. Wenn die amerikanische Regierung sich dazu verstehen könnte, die Zahlung vom 15. Dez. als letzte vor der Revision des Mellon Beteuger-Ab- lommens anzusehen und außerdem zuzulaflen, datz die am 15. Dezember fällig werdenden Summen auf die künftige Liquidierung angcrechnct würden, könnte sich fchlietzlich doch noch eine gute Lösung ergeben. H e r r i o t sei es gelungen, mit Macdonald eine Art Verständigung auf dieser Formel zu finden.
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London, 9. Dezember. Der parlamentarische Korrespondent der Times schreibt, in britischen Regic- ruugSkreisen gewinne die Einsicht Boden, datz, wenn (Großbritannien und Italien beschließen würden, ihre Tezemberzahlungen an Amerika zu leisten, Frankreich höchstwabrscheinlich diesem Beispiel folgen würde, wenn auch Herriot noch keine endgültige Mitteilung über diese Angelegenheit machen könne, bevor sich die Kammer am Montag geäußert habe.
„Financial News" erklärt, in Londoner Bankkreisen nehme die Zahl der Persönlichkeiten ständig zu, die dafür Eintreten, daß England schon die am 15. Dezember fällige Rate an Amerika nicht mehr bezahlt.
Amerika antwortet England
London, 9. Dezember.
Wie wir bereits gestern in einem Teil unserer Auflage berichteten, heißt es in der Antwortnote der amerikanischen Regierung an England, datz die Ver
weil man an einer Verschärfung dieser inneren Gegen fätze selbstverständlich kein JnteressE haben kann. Tie heutigen Reichstagsverhandlungen, die sich zweifellos bis in den Nachmittag hinein ausdehnen werden, müssen zeigen, ob man über die Schwierigkeit in der Amnestiefrage und über die Differenzen innerhalb der NSDAP, hinweg doch noch zu der in Aussicht genommenen Vertagung auf Januar kommen kann.
Datz unter diesen Umständen die Preußen- fr a g e wieder in den Hintergrund treten mutz, nachdem gerade Gregor Strasser als preußischer Ministerpräsident in Aussicht genommen war, versteh: sich von selbst, denn eine solche Lösung kommt vorläufig nicht mehr in Berrachi. Ob sich aber das Zentrum und die NSDAP, aus eine andere Persönlichkeit (genamu
Drahtbericht.)
Reichspräsidenten namentlich abgestimmt. Das Gesetz besagt: „Der Reichspräsident wird im Falle seiner Verhinderung durch den Präsidenten des Reichsgerichts vertreten. Das gleiche gilt für den Fall einer vorzeitigen Erleoigung her Präsidentschaft bis zur Durchführung der neuen Wahl".
Die Schlußabstimmung ergab i» namentlicher Abstimmung die endgültige Annahme dieses Gesetzes mit der großen Mehrheit von 404 Stimmen gegen 127 Stimmen.
Tann kam man zur Fortsetzung der am Mittwoch abgebrochenen Debatte über sozialpolitische und wirtschaftspolitische Maßnahmen und über die Winterhilfe.
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Nach dem Beschluss des Rechtsausschusses ist eine sehr große Mehrheit, die die notwendige Zweidrittelmehrheit des Hauses nach übersteigt, für die Annahme der Amnestievorschläge vorhanden, und man kann infolgedessen mit Bestimmtheit annehmen, daß das Amnestiegesetz, welches den letzten Punkt der heutigen Tagesordnung der Plenarsitzung bildet, ohne weitere Schwierigkeiten angenommen wird.
Sollte der Reichsrat dann doch noch Einspruch erheben, was allerdings nicht sehr wahrscheinlich ist, io würde eine Wiederholung der Abstimmung im
einigten Staaten bereit feien, im Zusammenwirken mit der britischen Regierung die gesamte Lage zu prüfen und zu erwägen, welche Mittel ergriffen werden könnten, um die Wiederherstellung der Währungs- fiabilität und des Wiederauflebens des Handels herbeizuführen. Eine Prüfung der Schuldensrage bedeute aber nicht Streichung. Es müßten bei der Prüfung greifbare Kompensationen für die Erzeugnisse der amerikanischen Landwirtschaft und Industrie erwogen werden.
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London, 9. Dezember. Die amerikanische Antwortnote an England hat keine gute Presse gefunden. Man kritisiert mehr ober weniger deutlich die „rein negative Haltung Amerikas". Am deutlichsten ist Daily Expreß, der vom „amerikanischen Wahnsinn" spricht und für Zahlungsverweigerung eintritt. News Ehronicle und Daily Herald äußern sich zurückhaltend. Das Arbeiterblatt hebt Amerikas Bereitschaft hervdr, die Lage nachprüsen zu wollen. Daily Mail dagegen bemerkt mißbilligend diese Zusage fei unbestimmend und verschwommen. M o r n i n g p o st sieht eine endgültige Regelung des Kriegsschuldenproblems in weite Ferne gerückt, der gemäßigt konservative Daily Telegraph meint, man solle diesmal zahlen, wenn man dazu gezwungen werde. Die nächsten Raten dürften aber keinesfalls in der Form wie die jetzige beglichen werden. Bemerkenswert ist die gleichbleibende beschwichtigende Haltung der T i m e s.
England will in Gold zahlen
London, 9. Dezember.
Wie Reuter erfährt, beabsichtigt die englische Regierung nach der Rückkehr Macdonalds aus Genf eine dritte Rote an die Vereinigte» Staaten zu senden, in der Amerika von der Absicht Englands unterrichtet wurde, die am 15. Dezember fälligen Zahlungen in Gold zu leisten.
wird der Reichstagsprästdent Göring) für den Posten des preußischen Ministerpräsidenten einigen werden, bleibt vorläufig noch dahingestellt.
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Zu den Gerüchten um Gregor Strasser seien im folgenden einige besonders interessante Presseäußerungen verzeichnet:
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meint, daß es ein Verhängnis für die Ration wäre, wenn sich die größte Rechtsbewegung zersetzen würde, ehe sie ihre geschichtliche Ausgabe erfüllt habe. Strassers aufsehenerregender Entschluß könne aber nicht mit einem Dementi abgetan werden, dessen Fassung in auffallender Weife an die lange mangelhafte Dementierkunst des „Systems" erinnere.
Englands Schwäche
Dor kurzem ging eine auffallende Nachricht durch die internationale Presse: Persien habe die Konzession der Anglo Persian Oil Company, her großen Petroleumgesellschaft, von deren Anteilen die englische Regierung die Mehrheit besitzt, gekündigt. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß man in England die Kündigung einfach hinnehmen wird, aber schon das bloße Faktum, daß Persien, sei es auch mit russischer Rückendeckung, einen solchen Schritt gewagt hat, ist nur erklärlich, wenn man den innerere Unterschied zwischen dem Vor- und dem Nachkriegs-England in auswärtigen Fragen in Rechnung stellt. Der Geist d»r englischen Politik hat sich geändert, und dafür hat niemand eine so feine Empfindung, wie die Asiaten.
Bei meinem jüngsten Aufenthalt in Britisch Indien, in Aegypten und in den englischen Mandatsgebieien des Orients bekam ich wiederholt zu hören: Merkwürdig, wie sich das durchschnittliche Niveau der Kräfte, die jetzt für den indischen und orientalischen Dienst Englands hinausgehen, erniedrigt hat! Tatsächlich wurde besonders für Indien früher nur Material erster Klasse angenommen. Mer in die indische Zivilverwaltung hineinwollte, mußte die stärkste Siebung passieren, die es im englischen auswärtigere Dienst gab. Jetzt trifft man selbst in Indien zweitklassige Leute, und ihre Zahl nimmt zu. Dasselbe gilt für den Orient.
Ist es eine Folge davon, oder stammen Heide Er- fcheinungen aus einer Wurzel, wenn sich heute in allem was England im Rahen, im Mittleren und auch im Fernen Öftere tut, eine auffallende Schwungwngteit zeigt? Die englische Politik in Indien schwankt seit Kriegsende zwischen Nachgiebigkeit 'und wechselnden Versuchen, die „feste Hand" zu zeigen, hin und her. Der neue Vizekönig, der vor einem Jahr den kompromiß- freundlichen Lord Jroire äblöfte, begann mit einem scharfen Regime, mit Massenverhaftungen, Gefängnisstrafen und Konfiskationen der Gelder, die der indischen Unabhängigkeitspartei zur Verfügung standen. Erreicht wurde damit nicht viel, weil die Bewegung durch das Wachsen des mit der Weltkrise zusammenhängenden Notstandes auch in die breite bäuerliche Masse eingedrungen ist. Dort kann man ihr mit Gefängnis nicht mehr begegnen; noch weniger mit der gewaltsamen Beitreibung verweigerter Pachten und Steuern- Ganz in der Stille findet jetzt in London eine dritte Indienkonferenz statt, an der nur ein kleiner Kreis „gemäßigter" indischer Politiker beteiligt ist, aber auch diese sind unter dem Druck der herrschenden Volksstimmung zurückhaltend gegenüber dem Plan, eine neue indische Verfassung einseitig durch Verord- njing einzuführen.
Int Nahen Orient bat England die staatliche Selbständigkeit des Königsreichs Irak anerkannt. Militärisch sucht es das Land durch drei große Fliegerlager in der Hand zu behalten. Eines davon wird jetzt von Mossul nach Kerkuk verlegt, also unmittelbar an die Stelle, wo letzthin große Oelvorräte bind) Bohrungen aufgeschlossen sind. Vor hier wird eine schon im Ban befindliche Röhrenleitung nach den neuen großen Hafenanlagen von Haifa führen. Hiermit sind die jetzigen englischen Ziele in Irak und in Palästina am Ende. Man will das Oel und man will den Ueberlandweg nach Bagdad, Südpersien und Indien haben, aber man denkt nicht mehr an die früheren großen Kulturpläne, die aus Babylonien ein zweites Aegypten machen sollten. Die alte imperialistische Schule der Cecil Rhodes, Lord Eurzon, Joseph Chamberlain und ihrer Gesinnungsgenossen ist in England ausgestorben — jene Schule, bereit Bekenntnis Lord Roseberrvs Worte waren: „Wir haben uns daran zu erinnern, daß es zu unserem Erbe und zu unserer Verantwortlichkeit gehört, dafür zu sorgen, daß die Welt, soweit wir sie formen können, keinen andern Charakter erhält, als den angelsächsischen!"
Drei Tinge sind es hauptsächlich, die auf das englische Selbstgefühl von beute drücken: der Verlust der Suprematie zur See, die aussichtslose Unterlegenheit gegenüber der kolossalen Bewaffnung Frankreichs mit Kriegsflugzengen und Unterseebooten, endlich der schwere Rückgang des englischen Handels, der lange vor Beginn der Weltkrise deutlich war. Datieren doch die Millionenziffern der englischere Arbeitslosen schon seit 1921!
Will man den Wurzeln der Wandlung noch weiter nachgeben, so stößt mau, abgesehen von den Folgen des Krieges, auch aus das Emporkommen der Arbeiterpartei, das schon an sich einen Wandel der englischen Mentalität zum Ausdruck brachte. Die Labour Party ist zwar auch imperialistisch, aber sie ist es ohne den grandiosen und prätentiösen Zug der früheren Zeit. Die englischen Konfervativen, die jetzt maßgebend sind, stecken sich ihre ideenpolitischen Ziele auch nicht mehr weiter, als bis zum Zusammenhalten des Imperiums durch wirtschaftliche Maßnahmen, Vorzugszölle und berg!....
Eine Art Epigone des „rthifeben" Imperialismus ist nur Lord Robert Cecil, seit Jahren ein Prediger in
Reichstag Erforderlich fein, und es würde eine Verzögerung um mehrere Wochen eintreten. Voraussichtlich werden aber diese Komplikationen vermieden werden.
Will Frankreich zahlen?
(Eigener Drahtbericht.)