Handel - Wirtschaft - Börse
Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Handelszeitung
Mittwoch, aen 7. Dezember 1932
gute
In Kürze
bet aro»
Mensch auf der Flucht
45
Roman von Ludwig Wolff
zwei Kokotten, die am Nebentisch hatten. „2)u wirst zugeben müssen,
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Bergt.
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Die Wurzeln der Agrarkrise
Produktionsausdehnung / Verkraftung / Konsumrückgang
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Er sah |te lange an, wanderte dann voll Unruhe durch das Zimmer, kehrte zurück und sagte schamge-
erheblichcr Rüikgang der Nachfrage
nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen gegenüber. Durch die Modernisierung der Ernährungsweise nach dem Kriege, durch die Abnahme — dank der Rationalisierung — der Muskelarbeit i st der Anteil des Brotes, speziell des Roggenbrotes der Kartoffel und des Fleisches an der Gesamtnahrung gesunken. Obst und Gemüse sind z. T. an ihre Stelle getreten Insbesondere ist aber zu bedenken, daß das Wachstum der |
Bevölkerung ein wesentlich langsameres ist als vor dem Krieg. Schließlich fällt entscheidend ins Gewicht, daß die Gesamtkaufkraft der städtischen Konsumenten um ein Bedeutendes hinter der Vorkriegskaufkraft zurückbleibt.
Seit 1925 ist eine ununterbrochene Zunahme der Welt- vorräte an Weizen seftzustellen.
Nach einer Untersuchung des Jnterenationalen Landwirtschafts-Instituts werden die über den eigenen Bedarf hinausgehenden Mengen der diesjährigen Weltweizenernte für die Ueberschutzgebiete auf etwa 19,6 Millionen Tonnen veranschlagt, dazu kommen noch etwa 15,4 Mill. Tonnen aus alter Ernte, so dast mit einem Gesamtüberschuß von rund 35 Millionen Tonnen zu rechnen sein wird. Der Einsuhrbedarf der Zuschußländer wird mit rund 17 Mill. Tonnen angenommen, so daß für das Wirtschaftsjahr 1933/34 mit einer V o r r a ts r e se rve von 18 Millionen Tonnen ge- rechnet wird. Die Notwendigkeit, von Jahr zu Jahr große Vorräte mitzuschleppen, hat sich auf die Preisbewegung ungünstiger ausgewirkt, als die jeweiligen Produktionswerte in sich gerechtfertigt hätten. Sofern die Produktion dieser Jahre zu niedrigsten Preisen auf den Weltmarkt geworfen wird, bedroht sie die Existenz der mit diese» Produktionsmethode« und Produktionspreisen in keiner Weise konkurrenzfähige« europäischen Landwirtschaft.
Die Berliner Handelsgesellschaft giht i« einet besonderen Untersuchung über die Agrarkrisis der Entstehung dieser alle Länder in ihren grausamen Bann zwingenden Erscheinung n h. Das Institut nennt als Hauptwurzeln der internationalen Agrarkrisis: Die ProduktionsauS- d e h n u n g der Kriegs- und Nachkriegsjahre, die S e n k u n g der Produktionskosten durch den T r a k t o r, sowie den K o n- sumrückgang durch Abnahme der Muskelarbeit als Folge der industrielle» Rationalisierung. Im einzelne» wird hierzu folgendes ausgeführt: Die Jahre des Krieges und des Nachkrieges waren Jahre schwerster Lebensmittelknappheit und hoher Preise sämtlicher Erzeugniffe des landwirtschaftlichen Betriebes. Die Preishauffe bildete einen gewaltige» Antrieb zur Ausdehnung der landwirtschaftlichen Produktion. Wahrend in den einen Ländern — besonders in Argentinien eine ganz ungewöhnliche Ausdehnung der Anbauflächen vor sich ging, vervollkommneten die Bereinigten Staaten und Kanada die Produktionsmethoden ihrer Agrikultur, steigerte» so den Ertrag pro Hektar und senkten zugleich den Gestehungs- preis der landwirtschaftlichen Produkte. Die Ersetzung des Zugviehs durch Kraftquelle» ist vor dem Kriege nicht möglich gewesen. Der Dampfmotor hatte in der Landwirt- fdfaft nur beschränkte Verwendungsmöglichkeiten. Seine Gebundenheit an einen bestimmten Standort machte ihn zur Mechanisierung der landwirtschaftlichen Zugkraft ungeeignet.
Diese blieb dem Verbrennungsmotor überlasten. Mit seiner industriellen Verwertung beginnt die neue Etappe in der modernen Agrarwirtschaft.
So betrug im Jahre 1917 die Anzahl ber in den Bereinigten Staaten vorhandenen Traktoren erst einige Tausend Im Jahre 1920 erhöhte sich die Zahl auf 246 000, im Jahre 1931 erreichte sie eine Million. Der Mähdrescher wurde zwär auch schon vor der Einführung des Traktors verwandt. Mit Traktorzug aber revolutionierte diese kombinierte Arbeitsma- fchine den Anbau des Wetzens und anderer Kulturen derart, daß die Produktionskosten in einer bis dahin geradezu uw wahrscheinlichen Weise gesenkt wurden. Beim Mähen mit der Sense und beim Dreschen mit dem Flegel brauchte ein Mann 35—50 Stunden, um die Fläche eines Acre abzuernten und abzudreschen. Beim Ernten mit dem Mähdrescher braucht der amerikanische Farmer für die gleiche Fläche nur noch % Stunden.
Dieser Steigerung der Produktivität der landwirtschaftlichen Arbeit in sämtlichen überseeischen Uebcrschußgebieten und der ungewöhnlichen Senkung sämtlicher Gestehnngskosten steht auf der anderen Seite ein
„Es ist so weit mit mir, daß ich Enttäuschungen kaum mehr ertragen kann." W 8
- ^gt ein Mann wie Sie?" fragte sie mit zärtlichem Vorwurf. a
aÄ«&Äfte,arti« Musterungen scheinen 3« dar Snnstieideuindnstrir
20 22 16 H
Unser Textilmharbeifer schreibt:
Sorgen und Hoffnungen
. "ttf de» 21. Dezembereinbernsenen ao. G.-V. der Handels- nub Gewerbebank A.-G., Hol,« PU,?.? e *L' .soll Bericht über das eingelettete Bergleichsoer« fahren erstattet nnd sodann Mitteilung nach § 240 HGB. gemacht werden.
, .Di« G.-B. der WefterwaldbrSche A.-G.. Bonn, beschloß gegen die Stimme eines Aktionärs, den ansgrwic- °°°" Bfrlust »»« 198 564 RM ans neue Rechnnngvo"». «ESSztSl J4? 47» RM Berlnstvortrag». 3m tankenden «'SÄ 6h“bcJ'l1 <?IC AkfubArarnpfuna zunächst weiter kortgeietzt, die Belebung dnr chdas Arbritsbeschafsunas- Ftonb°Wm 6rei6tt bctt Rückgang jedoch teilweise ,um St?ll-
Nooember Oktober
Bergl. Konk.
Geschäftes nicht einheitlich. Bäh- roSiUf» eme6 «eite ein einigermaßen befriedigendes ’i11 verzeichnen war, hatte man auf der anüeren fit Ne Entwicklung des Geschäftes»»^"
«•u?; rechnet zwar damit, daß sich üie Laae wieder «itw- wird, sobald durch Swbilttät dkr 7n«ro°ft^ chen Entwicklung Verbraucher und Handel wieder me^ Vertrauen gewinnen. Bedarf ist vorhanden a^r es schwül gegenwärtig stellenweise das Vertraue» ,» fehle»
Die Pariser Petroleumkonferen, d «uira”i#I,?Ä<!e” E°"»5P/, und bet rnmänil^e» ProdL- ; k"ten ist zu einer grundsätzlichen Eiulgnng gelangt. Die Kouzerwe. sollen sich bereit erklärt haben, bie rnmänische Lluote, die ursprünglich ans 1750 Waggons täglich festgesetzt «iwas zu erhöben, wodurch eine Einigung der ramä- «ii-tzu ProdEuteu über di- Aufteilnng der rumänischen Quote durch bie eis,einen Gesellschaften ermöglicht werde»
Der Absatz an R uhrk«hIe hat sich im November
T«r Gesamtabsatz für Rechnung des Rbei- Msch-Weftialischeu Kohlen-Sunbikats stellte sich nach den vor» »t^heu tm abaelanfeueu Monat auf arbeits« täglich 190 000 t leiuschl. der durch das Sondikat von .'{erben. t«ger abgesetzteu Erwerbsloieukoulej gegen '77 000 t tm Ok-
Sdiröder Schmirgelwerke
Wieder Reingewinn nach der Sanierung.
~ Nach dem Geschäftsbericht der C. F. Schröder
E PU V »ei w erfe A.-G.,Hann.-Münben. für das am "K - Gcichaftsiahr 1931/32 war es
rrotz wrtichreitender Verschärfung der Wirtschaftsnot und des
»«Zunbenen Rückgangs an Warenumsätzen, bei ge- 9«"iib«r dem Boriahr 22 Proeznt betrug, der Gesellschaft möglich, sich vor wettere» Verluste» zu bewahren. Die
Maßnahme» in betriebswirtschaftlicher Hinsicht batte» vollen Erfolg, während die Svarmaßnahmen bei der Abwärts- entrouflunfl des Umsatzes sich nicht ganz >n der erhoffte» Werse answirken konnten.
Das Geschäftsjahr brachte einen Warenrohgewinn von 1066 320 (1174 557) RMr dazu komm-n 646 RM Erlös aus Abfallen und Forderungen und 8732 (11 966) RM Steuererstattungen. Andereieits erforderten Generalun- koften 932193 (1116 262) und Steuern 67 872 (96 633) RRt.
t3378RM Zuweisung an den Delkrederefonds und 47 9<8 (816»6) RM ordentlichen Abschreibungen verbleibt ein R e l» g e w i n n von 14 277 RM. während bas Bor- labr nach 660 421 RM außerordentlichen Abschreibungen mit einem Verlust von 791 808 RM abschlotz de: durch Herabsetzung des Aktienkapitals von 2 Mill, auf 800 000 RM im Wege der Einziehung von 1.2 Mill. RM von »en Haupt- aktionareu erworbenen Aktien getilgt wurde. Der Rein« aennnn soll dem Delkrederefonds zugeführt werden.
, der Bilanz vom 30. Juni 1032 stehen Grund- besitz nrtt 440 000 (450 000) und Maschinen, Werkzeuge an» Lichtanlagen mit 291103 (300 0001 RM zit Buch. Debitoren haben sich von 9W 489 auf 492 641 und Waren von 508 038 auf 425 ol5 RM vermindert. Auf der P a s s i v se i t e Nnd Kreditoren. Akzevte und Bankschulden mit 754 042 (872 065)
Ter Reservefonds ist von 48 292 auf Z0 0M roorben. roaSrenb ta Delkrederefonds mit 23 000 (80 000) RM zu Buche steht.
Errichtung einer Zigarrensabriksiliale In Hundes« Hage »bet Duderstadt soll eine Filiale der Berliner Aigav. reufabrik Neumann u. Co. eingerichtet werden.
Richard wollte eine verletzende Antwort geben, aber er be-wang sich und lächelte ironisch.
,Mie lange werde ich auf deine Ueberlegungen warten muffen?"
»Bis morgen, Dick. Wohnst du bei Dan?" . Richard schüttelte den Kops und nannte das Hotel, tu dem er abgestiegen war.
»Um welche Zeit sollen wir kommen, Vater?"
„So wie heute, wenn es dir recht ist, Dick."
»Bitte." Er stand auf und dachte nach. „Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, falls du nicht nach Tyrannei Hall zurürftehren willst." Er warf Nadja einen anerkennenden Blick zu. ,Mas ich sehr gut verstehen könnte."
Darüber können wir uns morgen «nterhalten, mein lieber Dick."
Richard nahm förmlichen Abschied von seinem Vater, verbeugte sich vor Nadja und ging, gefolgt von Daniel, aus der Wohnung.
Was sdienke Ith der Finster?
Ueber eine neue Brille würde sie sich wohl freuen. Denn wenn erst einmal die Rüstigkeit nachläßt, ist müheloses Sehen eme der größten Freuden. Lasten Sie sich beraten von
DHitet Heß, dem .Brillenspezialisten", — Kassel, Schloßplatz. _
rar Deckung des vorliegenden Bedarfs ,» schreite». Auch in Aezmi <ius ine weitere Entwicklung her SZobe können die Aussichten bet Kunstseide günstig beurteilt werben.
3» manchen Betriebe» bar Banb- nnb Svitzeninbuftrie
in ber letzten Zeit eine befriebigenbe Beschäftigung wahrgenommen werben. Man hat hier an sich günstige Mo- «j ung es scheint, baß mit einer weiterhin befrie- bigenben Entwicklung gerechnet werben bars.
daß sich sein Gesicht verdüsterte, als er Fräulein Petersen noch in der Wohnung antraf. Er grüßte feindselig und zog sich in sein Schlafzimmer zurück. Eine Weile spater spürte er Reue über seine Unfreundlichkeit gegenüber einem jungen Mädchen, das ihm ergebener war als irgendein anderer Mensch, wenn man John Hogan ausnahm, und suchte Fräulein Petersen, die eben tm Begriff war, wegzugehen.
Bleiben Sie doch noch," bat er herzlich. ,S>der haben Sie irgend etwas vor?"
,Zch habe nichts vor, Mr. Barker. Ich wollte nur Nicht stören."
„Sie stören niemals, Fräulein Petersen."
Sie lächelte ihm zu.
„Alle Frauen stören, Kapitän Barker. Es ist das Amt der Frauen, zu stören."
„Kommen Sie, Fräulein Petersen, ich will Ihnen berichten, was heute nachmittag geschehen ist."
Sie hörte seiner Erzählung mit angespanntester Aufmerksamkeit zu und sprach kein Wort, als Barker zu Ende war.
„Warum sagen Sie nichts?" fragte er besorgt.
., ist schwer für mich, irgend etwas zu sagen, da ich weder Ihren Herrn Vater noch Nadja kenne."
Er blickte sie verwundert an.
„Was hat Nadja damit zu tun?"
"Nadja ist die unbekannte Größe, Kapitän Barker.
Von Nadja wissen wir fast gar nichts."
. ,D?niel wurde nachdenklich. Von Nadja wußte er, daß sie ihm einen Zettel mit den Worten „Ich liebe Sie in bie Manteltasche gesteckt hatte, aber davon Fraulem Petersen zu erzählen, hielt er für taktlos.
.Mollen Sie damit andeuten, daß Nadja entschei- I den wird, was mein Vater tun soll?"
„Gewiß nicht, ich mache nur darauf aufmerksam, I daß eme Figur im Spiel ist, die wir nicht kennen I Daniel runzelte die Stirn. Der Ausdruck .Figur im I «prel erschien ihm leichtfertig und ärgerte ihn. Mas I Wartet?“ 616 D°n i>em morgigen Tag, Kapitän
Mein Vater wird nein sagen, das ist klar"
Der alte Mann wird verschwinden, dachte Fräulein Petersen, halb m der Wirklichkeit, halb in ihrem Roman eingesponnen.
.And sehen Sie, Fräulein Petersen, da ich weiß, I nah et nein sagen wird, ist alles sinnlos, was ich ge- I tan habe." ” I
tobet. Währeick ie KoNenbestanbe dnr» bk Abgabe vo» ^r«k»4slose»käble etwas verringert werben konnten, sind bte Koksbestande etwas gestiegen.
Rach heu Erhebungen des Reichsverbanbes bet Handels« »'■rtrefer des Tabakgemerbcs (RHT.) entwickelte (ich bas Geschäft ^tt Zigarren im November in einem bett Antigen Zeiwerhaltnisie» augernesienen Rahmen. Das Weihnachtsgeschäft bat sich in btefem Jahre stark verzögert, weil ber Hanbel seine Bestellungen sehr spät nnb mit großer BoarstcR gegeben hat, Die Pfennig-Zigarette s-ä-int sich trnmer bester burchzufetzeu. Das Rauchtabakgeschäst hat sich wötfl flcatoctt
Der Aussichtsrat bet ComvaniaHispano-Ame« rica u a de Electrieidab S. A. Mabrib (Cd-bes hat beschlosieu. eine «bschlagsbioibenbe für 1932 in Höhe »an 4 Prozent zu verteilen. Im vergangenen Jahre waren 6 Prozent Abschlagsbioibenbe zur Ausschüttung gelangt. Die Gesamtbimbeube für 1932 wirb erst in bet ordentlichen «eneralneriammlnnB sesigesetzt werben (1981 Gesamtdivi« benbe von 12 Prozent).
„So dürfen Sie mA sprechen, Kapitän Barker Halt die Freude, Ihren Vater wiedergesehen zu haben Sie nicht für alle Enttäuschungen schadlos, die vielleicht noch kommen können?"
Er sah sie lange
ÄÄ"n sMeL^n^^ Kollektionen der Strickblusen eine große Rolle 4n »UÄ«^Wel9S”, TtttMÄtoS bi? untra"»» überfallenden kurzen Eaveärmeln
a»sS. mirken feh^S URil
3» Banmwollwareu
StSiSÄiÄ füt Srühjabrs-
Uuter den wollenen Kleiderstoffen, bie kür bie kommende Frühjahrssaison als aussichtsreiche Artikel genannt werden, nnb lose Gewebe tweedartig oder lnL.?f^tc£*atin^tcr gewebt hervorznbeben. Die Stoffe haben ment eine rauhe angoraartige Oberfläche. Ganz kleine Bin- dungsefsekte und ferner leicht angedeutere Streifen, teils
Zunahme der Insolvenzen
November-Konkursstatistik für Hessen-Nassau.
Während in bett meisten anderen deutschen Landesteilen i» den, letzten Monaten eine ständige Abnahme ber Jniol- venzziftem zu verzeichnen war, macht Heffen-Nasiau hiervon leider eine Ausnahme: denn hier brachte ber November eine verhältnismäßig starke Zunahme ber Insolvenzen. Für bie Provinz Hefsen-Naffa» ergibi sich im November folgendes Bild: Insgesamt mußten 42 Firmen und Einzelver- sonen ihre Zahlungsunfähigkeit erklären gegenüber 26 im Oktober und 27 im «evtember. Das Konkursver- sabren wurde in 20 Fällen (Oktober 15, Seviember 15) eröffnet, das B e r g le i chsversahren in 22 (Oktober 11, September 12) Fallen elngeleitet. In 8 (Oktober 8. September 8) Fallen wurde das Konkursversahren wegen Mangel an Maste einaeftelli.
Dte in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Firme» u»b Einzelvenonen verteilen sich auf bie verschiedenen Erwerbs- gruppen rote folgt:
der Alte ist nich-t normal." Daniel bliebstill. .Marum hast du mir übrigens dieses nette Mädchen verschwiegen?"
,^Zch habe es vergessen."
Richard lachte boshaft.
„Man müßte eigentlich dem Alten das Kätzchen ausspannen. Viel zu schade für ihn, findest du nicht?"
„Ich bitte dich, Richard!"
„Oder glaubst du vielleicht, daß er mit dem Kätzchen verheiratet ist?"
„3d) weiß es nicht."
„Schließlich kommt er noch wegen Bigamie ins Zuchthaus.^ Ich bin auf alles vorbereitet." Er betrachtete lächelnd Mei Kokotten, die am Nebentisch Platz genommen hatten. ,D>u wirst zugeben müssen. Dan, daß es eine unglückliche Idee gewesen ist, den alten Mann aufzuspüren."
„Man kann nicht vorhersehen, ob eine Idee glücklich oder unglücklich ist."
.Mein, kann man nicht. Ich will dir auch keinen Vorwurf machen, Dan. Ich stelle nur fest." Er trank mtt großem Behagen Tee. .Sie hat fabelhafte Beine."
Mon wem sprichst du?"
Mon Nadja natürlich. Woher hat er das Mädel?"
.Darüber kann ich dir keine Auskunft geben."
Richard fragte nicht weiter und musterte die Frauen, die durch die Halle gingen. Das Orchester begann zu spielen.
Sanbttnrtfdtaft tt. »ernt. Berufe 1 Giitererzeuguug ©anbei aller Art ©anbwerk uttb Gewerbe Gelbinstitute Nachlässe Sonstige u. Branche untief.
I. »Das sagt ein Mann, den nicht das Unglück, son- dern die Glücklosigkeit zermürbt hat." Er wurde zornig über die unstatthaften Worte, zu denen er verleitet I worden war. „Aber was liegt an mit! Es ist nur I otttet, daß auch andere die Rechnung für mich mitbe- I zahlen müssen/
I - zahlen gern, dachte Fräulein Petersen, aber sie I sand nicht die Worte, um ihr Gefühl auszudrücken.
,^aben Sie kein Mitleid mit wehklagenden Männern, liebes Fräulein Petersen!" rief er spöttisch. I <5ie> roil wollen spazierengehen. Der Abend
I ist so schon.
I Sie versuchte zu scherzen.
.Abendbrot gibt es nicht, Kapitän Barker?"
.Aber selbstverständlich. Nur werde ich heute kein I amüsanter Gesellschafter sein, Fräulein Petersen."
.Sie sind doch niemals amüsant," lachte sie oe» zwungen.
■ h"he ich noch gar nicht bemerkt, aber es wird schon strmmen."
.Drosten Sie sich, Kapitän Barker. Gerade das ist amüsant, dass Sie niemals amüsant sind."
. »bie denken immer in Spiralen, Fräulein Petersen. Man wtrd ganz schwindlig dabei."
Z-..7?05...der Nachteil philosophischer Gehirne. Höchst widerwärtig. Aber ich verspreche Ihnen, heute nur geradlinig zu denken."
—, wanderten planlos durch die Straßen, die schien unwirklich, eine Traumstadt mit künst-
umBe5 die sich wie eine Grabkugel der Himmel wolbre, Rufe, Stimmen, Schreie kamen von weither, als wäre alles verschüttet, die farbigen Lichter waren matt und kraftlos. a
irgendeiner Wirtschaft, Gläser klirr- ten. Meger kreischten, Zungen schlürften, die Eß- maschmen^waren in vollem Betrieb, der Rauch stand
"«r den Köpfen. Fräulein Peter-
- sich em Gespräch in Gang zu halten, obwohl sie merkte, daß Barker nicht zuhörte und daß seine Unruhe von Minute zu Minute größer wurde.
quälte er sich fragte sie sich Woran dachte er? Was befürchtete er?
Als sie aus dem Lokal gingen, verriet sich Barker.
(Fortsetzung folgt).
Die G -8. ber Jobs. Girrnes «. Co., Oebt, bat die Berbältnis 10:1 sowie Sie Wie- tt#:1to Kapitals nm 1 134 006 ans 1 620 000 RM
Erbobnna des Grnnbkavitals nm bts in ttntet «»sschltttz bcö sesetziichett
Vezugsrecyts genehmigt.
Die Zabl ber Arbeitslosen in Enalanb betrau nm 52 80«'?/;?^. 8W, bas bedeutet eine Sfeigeratta
nm az 800 feit dem 24. Oktober.
Presiemelbunaen teilt bie «bam Opel A.-G.. Rüsielsveim a. M., mtt, baß eine Küübtauna des Vertrages zwnche» bet Abarn Opel A.-G. nnb bet Stent - W e r« i«. Die -»sIrusib^s Bettiaaes r!$ S,äFttn6 .00“ Antornobilteilen zu Montanen von aÖO Ovel-waaen in Oesterreich sei in vornesebenern Rahmen etsolat. In ben öfter re ichiichen Alpen hätten sich mähS,,tIroaBC” iM Selbem Maße wie in ber Schwei, be-
»Nette Stadt, dieses Berlin," erklärte er nach einer Weile. .Mas wollen wir heute unternehmen? Wo kann man sich amüsieren?"
,D>r. Turner wird besser Bescheid wissen als ich. Du kannst dich seiner Führung beruhigt anvertrauen."
.Lch bewundere deine Menschenkenntnis," spottete der Bruder. hast keine Ahnung von Menschen mem guter Dan. Dr. Turner ist weder ein flotter Lebemann noch ein finsterer Verschwörer, sondern..."
.Ar. Turner interessiert mich wirklich nicht."
,Aas still heißen, daß du auf meine Gesellschaft verzichtest.
Am mußt mich entschuldigen, Richard. Ich bin heute kern geeigneter Begleiter für dich."
~ .Zwang ist vollkommen ausgeschloffen, lieber Dan. Ich nehme es dir nicht im geringsten übel, wenn du jetzt gehst."
danke dir, Richard."
holst mich morgen nachmittag um drei Uhr ab?
.Lawohl."
*
Daniel verabschiedete sich von dem Bruder u. i»hr »ach Haus. Er hatte eine solche Scheu vor Mensche»,
Als sie auf die Straße kamen, sagte Daniel hastig: .Lntichuldige mich einen Augenblick!" und jagte wieder die Treppen hinauf.
Er konnte durch die unverschlossene Tür Eintreten und sehen, daß sein Vater und Nadja schweigend einander gegenübersaßen.
.Aast du etwas vergessen, Danny?"
„Nem, Vater," antwortete Daniel mit gepreßter Stimme, „ich wollte dich nur wegen dieser Stunde um Enschuldigung bitten Ich hätte schweigen müssen."
„Es war richtig, daß du gesprochen hast, Danny, dich trifft kein Vorwurf. Du sollst dich damit nicht quälen."
„Danke, Vater," sagte Daniel und beugte sich über dte Hand des alten Mannes.
,^ch freue mich, dich gesehen zu haben, Danny," er- klarte Thomas Tyronnel und sttich seinem Sohn das Haar zurück, wie er es getan hatte, als Kapitän Barker noch ein kleiner Zunge gewesen war.
42.
Die Brüder fuhren nach dem Hotel zurück, Daniel in seinem Wagen, den John Hogan steuerte, Richard in der Droschke.
Als sie das Hotel erreicht hatten, sagte Richard in guter Laune:
„Komm, Dan, wir wollen zur Erholung Tee trinken."
Daniel nahm mit Widerstreben die Einladung an und folgte dem Bruder in bte Halle. Er saß sehr unglücklich neben Richard, dessen Stimmung immer besser wurde.
»Du kamH saget», was ba willst, mein lieber San,
Vorbereitungen für die Januar-Jnventurverkäufe. — Was die Tamenkleidermode bringt: wollene Stoffe unb Seide, matte Kunstseiden Samte. — Neue Muste- rungen m Strickbekleidung. — Günstige Modeaus- sschtcn für Bänder und Spitzen.
in ber zweites Sim ' f “ft r ’e iei äuftraaseiiroans
r zweite» Hälfte des November unter bem (sinkt„s her
E’JSäX1 miCb” "klaffen. Im Ginzelban- oet nnb vor allem auch im GroßHanbel nm t„„» „„ tC66aftcs Geschäft'aewotznt ist. war es »ellenwnse an^rsewöSulich rubia unb bte Sol« davon ?**”?“* 6er 11061 auch seinerseits keine Neigung zu Be- ^ ^ungeu zeigte. I» ber Herren- wie in ber Vamen- f0»fefeu„ bem»»t letzt schon bie Nachfrage nach a u ß e r g" Fnnev.k b6lV9en «"ikeln für bie I a » , a ^« 1""""kaufe. Man bat schon mieberholt ve!- ^serbeftanben einzudammen. Es
kiffte -»rückhalienbe» Dispositionen.
, ' Jte ™ letzten Wochen üblich waren, baß ob».- ent- Schluß"^ ~aT 6<lr ttIt6t a«szukommen ist. % Unb am E^n bann »Heber für Lagerwa«
Mltnfg fiese« « ®ert 6er Ware in gar fernem fidxren ü fft6t cS einstweilen noch keinen &cn WSierairs ergebenbe» Schutierigkeiten ,» begegnen. Zum mrabeften sollten nun aber bie S-Iciberfa- ubg^bra"w/rb"bt?' ^/agerware nur an solche Firmen 6en regulären Bedarf kaufen. Auf laßt sich vielleicht boch bie gewohnSeitsmäßige
Preisschleuberei etwas einbammen. B e
3» der Dameukleidermode
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ZLMKWWUW
WRZKMNW assi^Mssd"mackvolle"G^araierung^Wert"g^egt^^wirb^^^^n^ für Summt unb auch für^trickbluftn ermähn?, Lß Ä rei&n fonntem“ ^ebeuiung. bte man erwartet hat. er-
Das HauvtgeschLft kottzenträrt sich auf Jump«.
»lufeu unb Westen.