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Quer über den Wochenmarkt
SSaniientttflt Mittwoch, i6en 7. Dezember iE, 3 Mr: AL Prinzenauelle, Harleshausen, Firnsknvve, Urwald, Jage« Haas. Gäste Willkomm«».
Der Chor der Meysenbugschule wird außer a ca- pella — Gesängen mit dem Orchester der höheren Schulen, Tänze von Schubert bringen. Otto Friedrich, der bestens bekannte junge Geiger, spielt ein Konzert von Tartini.
So ist jeder Geschmacksrichtung Rechnung getragen. Möge ein recht reger Besuch die Bemühungen der Schuljugend und die Bereitwilligkeit der Künstler, einer guten Sache zu dienen, lohnen.
gen und Schollen zu 50 Pfg. und leckeren Goldbarsch- Filets zu 50 Pfg- könnte beinah zu Großeinkäufen verleiten, wenn . . . nicht das Portemonnaie vor den Magen ginge.
Spinat und Braunkohl zu 10 Pfg., Schwarzwurzeln zu 20—25 Pfg., Blumenkohl von 25 Pfg. an, dicke Meerrettichstangen zu 10 und 15 Pfg., weiße Bohnen und grüne Erbsen zu 25 Pfg. das Pfund, Wirsing, Weißkraut, Rotkraut, Unterkohlraben zu 6 bis 8 Psg., Möhren zu 7—10 Pfg. — alles stopft das große Loch im Magen aus, auch ohne daß ein Viertel vom Schwein, vom Hammel oder vom Rind dazwischen oder dazu gegeben wird. Der Rohköstler tut einen liefen Griff in seinen Taschentresor für ein Pfund Tomaten zu 60 Psg. Mit einem zarten Rettich zu 10 Psg. kann er seine Gelüste aber auch billiger stillen. Dem Salatvertilger sei eine Schüssel Nüßchen für 15 Pfg. das Viertel, eine Endiviensonne zu 8 bis 10 Pfg., ein Köpfchen Blattsalat zu 10 Pfg. in Schmant öder Essig und Oel serviert.
So man kann und darf: als Magenschluß ein Edler von Boskop oder eine Kasseler Reinette zu 25 Pfg das Pfund, eine leckere Traube süßen Weines zu 38—45 Psg. das Pfund, eine Banane „wie frisch vom Baum gepflückt" zu 38 Pfg. das Pfund und Nuß- und Mandelkern zu 35-^0 Pfg. für Hasel- und Walnuß.
Der erste Schnee — auf den Dächern noch als blanke weiße Winterkappe, auf den Straßen schon kurz nach seinem gloriosen Auftreten als graubraunes, breiiges Fragment, das dem ahnungslos Dahineilenden unversehens den Boden unter den Füßen wegzieht und seine schöne Kehrseite in unliebsam« Berührung mit Akutter Erde bringt. Weiter als Künder des immer näher rückenden Christfestes die ersten Weihnachtsbäume auf den Plätzen, grüne duftende Wirklichkeit aus den stillen Winterwäldern. Es weihnach- tet ringsum mit immer stärker einsetzender Intensität!
Bei den Buttevfrauen am Wochenmarkt hält die Hausfrau Ausschau nach den Fettigkeiten, die die Weihnachtsplätzchen inhaltsreich machen sollen. Man riskiert den ersten „Wurf" mit der offerierten. .Back- butter zu 1 M. das Pfund- Sehr sensible Schinecke- wöhlchen legen sogar 1,20 M für das gute Gelingen an. Die Molkereibutter zu 1,30 und 1,40 M. bleibt dem „Butterbemmchen" Vorbehalten. Das deutsche Hühnerei kocht man sich für 11—13 Pfg. das Stück. Enteneier zu 13 und 14 Pfg. geben dem Kuchen das trügerische Aussehen von zehn soliden Hühnereiern. —
Die Vorweihnachtsgans präsentiert sich zu 60 bis 65 Pfg. das Pfund in Konkurrenz mit jungen Enten - zu 75—80 Pfg. und den fleischigen Brüsten und Keulen appetitlicher Koch- und Brathühner zu 65—70 Pfg. das Pfund. Die Taube für das Krankensüppchen sucht man sich aus der Menge bläulichen Taubenbäuchlein zu 50—60 Pfg. das Stück aus. Ein Fellhäschen wird zu 50 Pfg. das Pfund Dein Eigen, ein appetitlicher Rehrücken oder eine Keule zu 90 Pfg., ein Blättchen zu 70 Pfg. Ein Wildragut entwickelt sich für 40 Pfg. und dem bewunderungswürdigen Raffinement der mit allen Wassern gewaschenen Hausfrau zu einer Delikatesse-
Der im Winter besonders beachtliche Wohlgeschmack von Schellfisch und Kabeljau zu 35 Pfg., Goldbarsch zu 32 Psg., Seelachs zu 30 Pfg., Rotzun- |
Hesslsch-Waldeckischer GeMrgsverehi
Wanderung
Schuljugend im Dienste der Winterhilfe
Auch die Schuljugend will sich in den Dienst der Winterhilfe stellen. Es ist gelungen, erste Künstler für einen musikalischen Abend zu gewinnen, der am Donnerstag, 20 Uhr, in der Aula der Meysen- bug-Schule stattsindet. Fräulein Vaupel singt die Ozeanarit aus „Oberon" von Weber, außerdem Lieder und mit Herrn Tibaldi das große Duett aus dem „Troubadour". Kammersänger Fitzau und Herr Tibaldi vereinigen sich zu einem Duett aus dem „Perlenfischer" von Bizet. Beide spenden noch wertvolle Liedergaben.
Reichsöarlehen für Eigenheim
Nach den jetzt bekannt gewordenen Bestimmungen über Reichsbaudarlehen für Eigenheime können für Einfamilienhäuser, deren Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten, jedoch ausschließlich Grunderwerb und der Geländeerschließung, in der Regel 8000 RM., in besonders gelagerten Fällen 10 000 RM. betragen, Reichsbaudarlehen in Höhe von 1500 RM. nach Maßgabe der vorhandenen Mittel gegeben werden. D'.e genaue Finanzierung ist nachzuweisen.
Baulustige, die die Absicht haben, ein Rerhsbau darlehn in Anspruch zu nehmen, können den erforderlichen Fragebogen im Rathaus, Zimmer 99 in Empfang nehmen.
„Mit der Reichsbahn in Oberstdorf«, so tituliert Herr Lange seinen Vortrag mit Lichtbildern, den er am Donnerstag int Boseheim, Luisenstratze 5, anläßlich des „Offenen Abend" der Euttemplerloge Cha- salla, halten wird. Etwa 100 herrliche Aufnahmen aus sonnendurchfluteter Landschaft werden zur Vorführung gelangen. Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen.
Berichtig«»«. In dem gcftrtoc» Artikel „Dienst am Volke" auf Leite drei, erste Beilage, must es -im zweiten »att statt Bundesvorstandsmitglied Georg Hellwig Ge- orchardt beigen, wie dies auch aus dem dritten Abschnitt wervorgebt.
Beamten-Personalie». Ernannt wurde Regierungsrat Dr Schwab anstelle des Oberregierungsvais Dr. Hoch zum Stellvertreter des 2. Mitglieds des Bezirksausschusses, Kreisobersekret. Kirstein in Rotenburg zum stellvertretende» Mitglied des Prüfungsausschusses sür die bei de» Land- ratsämtern anzustellenden Kreisassistenten.
Dienstag, 6. Dezember 1932 ’
Aus der Landeskirche. Pfarrverweser Rübesam in Zwesten wurde aunt Pfarrer ernannt, Pfarrer Heisterhage», t» Kleinenglis zum Pfarrer in Gudensberg, Pfarrer Dr. -ech'.m» melvrennig in Kirchvers zum Psarrer in Marburg, Pfarrer Tr. Steinweg in Berlin zum Psarrer der Altstädier Gemeinde in Rotenburg, Psarrer Haupt in Baake zum Psarrer in Kastel-Kirchditmold.
Schul-Personal Nachrichten (Aus dem Schulblatt). Per. setzt: Lebrer Job. Knausfvon Bölkersheim (Kr. Fritzlar) nach Eiterhagen (Kr. Kassel Land), Lebrer Karl Schmalz vonHetzlar (Kr. Schmallalden) nach Düderode (Kr Wrtzenhai^ fen), Lehrer Job. Berg von Heenes (Kr. Hersfeld) nach Michelbach (Kr. Marburg Land). Endgültig ange[teilt: Lehrerin Frieda Staudt Weimar (Kr. Kassel Land), 6« Lehrer Heinr. Bieler Kerspenhausen (Kr. Hersfeld) Theod. Pottbarst .Trusen (Kr. Schmallalden). Ludwtg Poelt. Himmelsberg (Kr. Altenburg Land), Paul Steinwedel Meckbach (Kr. Hersfeld), Schulamtsbewerber Ehrhardt Pflüger, Gottsbüren, Kr. Hofgeismar, Heinr. B a r ch f e l d, Berneburg (Kr. Rotenburg). Karl G l e b e, Trusen (Kr. Schmalkalden), Karl Kilian, Motzfeld (Kr. Hersfeld). Balthasar Trümmer, Nenterode Kr. Rotenburg, Wilh. Müller, Schenklengsfeld (Kr. Hersfeld) Mar R o b e s, Krautbausen (Kr. Rotenburg), Joseph Schröder Roßbach, Kr. Hünseld, Walter B i n g e l Goddelsheim (Kr. d. Eisenbergs) Herrn. Ziegler, Hillershausen (Kr. d. Eisenbergs). Lehrerin Frie- dericke Brauer, Adors (Kr. d. Eisenbergs), Lehrer Dr. Friede. G r o l l e, Rhoden (Kr. Twiste). Einstweilen äugest ellt: Schulamtsbewerber Wilhelm Nebel, Burgusfeln, Kr. Hofgeismar, Lehrer Karl Mähler, Solz, Kr. Rotenburg, Schulamtsbewerberiu Erna Senge in Schwarzenborn Kr. Ziegenhain, Lebrer Gerhard Bartsch, Gellersbausen Kr. d. Eder, Lehrer Karl Höhne, Braunau, Kr. d. Eder, Lehren» Grete Sumpf, Willingen, Kr. d. Eisenbergs. Pensioniert: Lehrerin Elisabeth P o d k o w a, Volkmarsen. Entlassen: Rektor Franz B r o s i g, Volkmarsen, Mittelschul- lebrerin Schulz, Kastel Einstweilen angestellt: Schulamtsbewerber Dr. Eduard Puhl, Ostheim, Kr. Hofgeismar. Zum Hauptlehrerernannt: Lehrer Ludwig K elb er, Volkmarsen. Einstweilen angestellt: Letz- rer Hans H i rsch. Netze, Kr. d. Eder. Zum Rektor ernannt: Lehrer Gustav Reufsurth, Kassel.
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