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Nummer 786»
Dienstag, den 6. Dezember 1932
22. Jahrgang
Der erste Tag des neuen Reichstags
NSDAP, und Vertagungspläne / Das Arbeitsprogramm der Negierung / Zniklativentwurf zur Präsidentschastsfrage
Vertagung oder Konflikt?
Von unserer Berliner Sch r if tleitu n g.
Januar stattsinden sollen. Es wird also von den Na- tionalsozialiflen abhängen, ob dieser Gedanke verwirklicht wird.s In der
Preußenfrage
th. Berlin, 6. Dezember.
Die Dispositionen über die ersten Sitzungen des neuen Reichstags und über den Termin der Regierungserklärung sind entgegen den gestrigen Meldungen noch nicht endgültig getroffen; vor allem hängen sie natürlich mit dem Vertagungsproblem zusammen, denn die Regierung strebt dahin, die politische Debatte, die sich an die R i'girrungserklärung anknüpft, erst im Januar stattfinden zu lassen, weil mit dieser Debatte zweifellos Beschlußfassungen verbunden sein werden, die unter Umständen zu Kon- fliktsmöglichkeitcn führen. Wenn man diese Debatte schon in den nächsten Tagen durchführt, so ist keine Gelegenheit mehr vorhanden, um mit den maßgebenden Parteien Verständigungsüverhandlungen zu führen, und die Gefahr eines Konfliktes, der die Auflösung des Reichstages nach sich ziehen würde, ist weit größer, als wenn man eine Wcihnachtspause von mehreren Wochen einlegt und erst im Januar die Debatte und die Beschlußfassung vornimmt.
Es wird nun im wesentlichen von der Verständigung mit den Nationasozialisten abhängen, ob eine Vertagung durchgesetzt werden kann, oder ob der Reichstag bereits in den nächsten Tagen in die eigentlichen Beratungen eintritt, die dann wahrscheinlich nicht reibungslos ablaufen werden.
Die fachliche« Aufgaben
Von der Regelung dieser Fragen hängt abgr nicht nur die Technik des parlamentarischen Verfahrens, sondern auch die Möglichkeit ab, noch einige fachliche Aufgaben zu erledigen, wie es von der Regierung beabsichtigt ist. Hierzu gehören vor allem die
Aenderungen an der sozialpolitischen Notverordnung des Kabinetts Papcn,
wobei geplant ist, diejenigen Bestimmungen zurückzunehmen, wonach der Arbeitgeber bei der Einstellung neuer llrbeitskräfte gewisse Senkungen des Tariflohnes vornehmen kann. Von dieser Bestimmung ist seitens der Industrie ohnehin nur sehr wenig Gebrauch gemacht worden, und es ist beabsichtigt, diese Vorschrift wieder zu beseitigen. Auch beiden Steuer- gutscheinen sind Aenderungen in Aussicht genommen, insbesondere soll derjenige Teil der Steuergutscheinc. die von der Privatwirtschaft bisher noch nicht in Anspruch genommen worden waren, für die kommunale Arbeitsbeschaffung verwendet werden. Hier liegt jedoch noch keine endgültige Stellungnahme der Regierung vor und deshalb können Einzelheiten noch nicht fcstgestcüt werden.
Es handelt sich im allgemeinen dabei um die
Durchführung gewisser Teile aus dem sogenannten Gerekeplan,
bis in die Nacht ausgedehnte Fraktionssitzung abgehalten. Der partewfsiziöse Bericht über diese Sitzung enthält auch üuer die wesentlichen Punkte, nämlich Wer die Stellungnahme zur Bertagungsfragc und zum Preußenproblem, nichts. Man zieht daraus den Schluß, daß die E n t s ch e i d u n g der Nationalsozialisten zu den ans diesen beiden Gebieten vorliegenden Anregungen n o ch n i ch t g e f a l l e n ist. In der Ver- tagungssrage tritt das Zentrum mit den anderen Mittelparteien fUeber die Koalitionssitzungen berichten wir im einzelnen auf Seite 2!) dafür ein, daß die Regierungserklärung und die politische Debatte erst im
sind vom Zentrum Anregungen in dem Sinne ergangen, einen nationalsozialistischen Mini st erpräsidenten in Preußen zu wählen und den dem Zentruni angehörenden Oberpräsidenten Gronowski in Münster zum preußischen Innenminister zu machen, unter der Voraussetzung, daß der Reichskanzler den Reichskommissar in Preußen zurückzieht. Der preußische Ministerpräsident soll dann gleichzeitig vom Reichskanzler als Minister ohne Porteeuille in die Reichsregierung ausgenommen werden. Die Zustimmung der Nationalsozialisten zu diesem Vorschlag des Zentrums liegt ebenfalls noch nicht vor.
Die letzten Vorbereitungen
. Berlin, 6. Dezember.
Im Reichstage herrschte schon vom frühen Morgen aiz lebhafte Tätigkeit.
Wie sonst bei ähnlichen Gelegenheiten, so hatten sich auch heute auf den Straßen und im, Tiergarten rings um das Reichstagsgebäude zahlreiche Neugierige eingefunden.
Im Büro des Reichstages ist bereits eine ganze Reihe von Vorlagen und Anträgen niedergelegt worden- Die Reichsregierung hat einige Abkommen mit fremden Staaten vorgelegt. Die Nationalsozialisten haben außer Entlasfungsanträgen für einig« Abgeordnete, die in den Bomben- leger Prozessen verwickelt find, einen
Initiativ Entwurf über die Stellvertretung des Reichspräsidenten
vorgelegt, wonach im Falle der Behinderung des Reichspräsidenten der Reichsgerichtspräsi- dent grundsätzlich die Stellvertretung übernehmen soll. Beim Tode des Reichspräsidenten Ebert wurde durch ein besonderes Gesetz der damalige Reichsgerichtspräsident Simons bestimmt, aber diese Ernennung galt nur für den Einzelfall. Die Nationalsozialisten beantragen — und eine große Mehrheit der Parteien des Reichstags hat diesem Antrag zugestimmt — diese Stellvertretung generell durchzuführen.
Auch das Zentrum und die Sozialdemokraten haben eine Reibe sachlicher Anträge vorgebracht, die sich zum Teil mit den Plänen der Reichsregierung in Üebereinstintmung befinden und infolgedessen keine Schwierigkeiten machen dürfte. (Siehe auch Seite 2!)
Die meisten Fraktionen sind schon gegen Mittag nochmals zusammengetreten. Die Gottesdienste, die jedesmal vor dem Zusammentritt eines neuen Reichstages abgehalten werden, finden um 12 Uhr statt. Der
evangelische Gottesdienst wird im Berliner Dom abge- haltcn, die Predigt hat Oberdomprediger D. Burghart übernommen. Für die Katholiken Wird eine Messe in der Hedwigskathedrale zelebriert.
Für 12 Uhr ist als Ersatz sür den noch nicht vorhandenen Aeltestenrat eine Fraktionsführerbesprechung im Reichstage vorgesehen, bei der noch Einzelheiten des Sitzungsverlaufes und die Tagesordnung für die nächsten Sitzungen beraten werden sollen.
Für die e r st e Sitzung bleibt es bei den bisherigen Dispositionen. Alterspräsident ist der nationalsozialistische General a. D. L i tz m a n n. Er wird die erste Sitzung des Reichstages eröffnen, provisorische Schriftführer berufen, durch diese den Namensaufruf vornehmeu lassen und im Anschluß daran die Beschlutzsähigkeit feststellen. Mit diesem Akt gilt dann der Reichstag als konstituiert. In der Fraktionsfüh- rerbesprechung hofft man jedoch, sich noch darüber einigen zu können, daß im Anschluß an die Konstituierung in der heutigen Sitzung noch die
Wahl des neuen Präsidiums vorgenommen werden kann. Sollte diese Einigung nicht gelingen, so wird die Wahl erst Mittwoch statt- sinden.
Dabei kann es zu einer sogenannten Kampswahl kommen, wenn nämlich die Vermutungen sich bestätigen, daß Nationalsozialisten und Sozialdemokraten zunächst bei der Wahl des Präsidenten gegeneinander stimmen werden, im übrigen aber vor allem die Wiederwahl des deutschnationalen Vizepräsidenten Gräf verhindern wollen. Vermutlich wird das neue Präsidium sich aus Nationalsozialisten, Sozialdemokraten, Sentiupt und Bayern zufammensetzen, wenn nicht in letzter Stunde wieder andere Verabredungen getroffen werden. Der Mittwoch wird außer der Präsidentenwahl im wesentlichen die Entschließung über die Vertagungsfrage bringen.
die aber nur bei starken Sicherungen durchgeführt werden, wobei insbesondere der Reichsbankpräsident Dr. Luther und der Reichswirtschaftsminister Professor Dr. W a r m b o l d voraussichtlich eine genaue Kontrolle üben werden, venu dieser Plan soll nur insoweit verwirklicht werden, als Luther und Warmbold damit einverstanden sind.
Zu den Plänen, die die Regierung weiter verfolgt, gehört auch der A m n e st i e g « d a n k e und eine Aenderung des Verfahrens auf handelspolitischem Gebiet, welche sich jedoch erst in den späteren Monaten auswirken wird.
Dieses Arbeitsprogramm läßt erkennen, daß die Parteien und zwar auch die Nationalsozialisten an der Durchführung stark interessiert sein müssen, und daraus leitet man die Erwägung her, daß den Parteien nichts daran gelegen sein kann, die sosortige Auflösung des Reichstages dadurch herbeizuführen, daß sie schon den nächsten Tagen Beschlüsse fassen, welche den Konfliktfall bedeuten. Lediglich die Kommunisten streben osfensichtlich dahin, die heutige unv morgige Sitzung bereits zu derartigen Störungen zu benutzen. Sie beabsichtigen, noch heute Anträge auf Aufhebung der Notverordnungen und Mißtrauensanträge zu stellen.
Für die heutige Sitzung genügt allerdings der Einspruch eines einzigen Abgeordneten, der dieses mal (im Gegensatz zum vorigen Reichstag) zweifellos erfolgen wird und damit werden die Pläne der Kommunisten selbstverständlich durchkreuzt. Aber für die morgige Sitzung ist eine Abstimmung über die Feststellung der Tagesordnung erforderlich, und hier wird sich bereits zeigen, ob die Nationalsozialisten gesonnen sind, den Reichstag zunächst bis ;um Januar leben zu lassen, oder ob sie ihn durch einen sofortigen Konflikt abermals rasch beendigen wollen.
Die Entscheidung der Nativnalsozialichen ist iveder Wer die Bertagusigssragc noch Über die Stellungnahme zum Preußenproblem, melches in diesem Zusammenhänge eilte wichtige Rolle spielt, bekannt ge- geben worden. Die Fraktion Hal geltet u abend eme
Vorsichtige Fühlungnahme
Genf, 6. Januar.
Nachdem Montag abend nach der Ankunst des Reichsaußenministers Freiherr von Neurath eine erste allgemein gehaltene Fühlungnahme mit dem britischen Premierminister Macdonald und eine Zusammenkunft rein gesellschaftlicher Art mit den Vertretern Frankreichs, Italiens, der Vereinigten Staaten von Amerika und Englands stattgefunden hatten, werden die gemeinsamen Besprechungen der fünf Mächte heute beginnen.
Die Frage der Gleichberechtigung bildet das Thema der gemeinsamen Besprechungen. Der deutsche Standpunkt hat sich in keiner Weise geändert. Wenn man sich mit dem Gedanken tragen sollte, die Abrüstungskonferenz jetzt oder in nächster Zeit mit irgendeiner Scheinlösung vertagen, so ist es seibstverständlich, daß Deutschlands Zustimmung unter feinen Umftänticn zu haben sein wird.
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Der Reutervertreter in Gens meldet, bei dem von Macdonald gegebenen Essen am gestrigen Abend sei nichts Entscheidendes geschehen. Macdonald habe den Reichsautzenminister Freiherrn von Neurath über die Lage unterrichtet und Wert darauf gelegt, ibin deutlich zu machen, datz keine Rede von einer Einheitsfront gegen Deutschland sein könne. Nachdem sich die übrigen Gäste verabschiedet hätten, sei Norman Davis noch eine halbe Stunde mit Mac donald zusammen geblieben. Herriot beab- jichtige Genj heut« abeud zu v-erlnz-j^u.
et wolle aber, falls es nötig sei, am Sonnabend wieder zurückkehren.
Der amerikanische
Kompromißvorschlag
Paris, 6. Dezember. Die Sonderberichterstatter der sranzösiichen Morgenpresse beurteilen die Erfolgs- aussichten des Kompromißvorfchlages von Norman Davis äußerst skeptisch.
Der Sonderberichterstatter des offiziösen „Petit P a r i f t e n“ hätte das gestern von Macdonald veranstaltete Essen für einen guten Anfang der Besprechungen gehalten, wenn Macdonald sich dabei nicht über das Ziel hätte vorgreisen lassen. Macdonald habe sich nämlich während des Essens erhoben und in einer kurzen Willkommensansprache den Reichsaußenminister übet di« Besprechungen der letzten Tage und namentlich über den Vorschlag von Norman Davis unterrichtet und Herrn von Neurath gebeten, den Vorschlag ebenfalls ernstlich in Erwägung zu ziehen. Dieser ganz unvorhergesehene Vorstoß habe anscheinend den deutschen Delegierten stark überrascht, der sich in feiner Antwort auf die Erklärung beschränkt habe, daß die Lösung von ihm in aller Ruhe geprüft werden müsse. Im Verlauf der sich an-Mießenden Aussprache habe Herr von Neurath keine Ansicht über den amerikanischen Plan geäußert. Der Berichterstatter glaubt, daß allem Anschein nach auch »on Herrn von Neurath eine Ablehnung des amerikanischen Vorschlags be-oor- stehe, wenn nicht gewaltige AenderunHe» norgenom- nten mürb-«.
Die Abrüfl «ngsbesprechungen in Genf
Der neue Reichstag
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Unter allen Anzeichen der stärksten Spannung tritt der am 6. November gewählte neue Reichs- tag am heutigen Dienstag nachmittags 3 Uhr, zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die Erinnerung an seinen so kurzlebigen Vorgänger ist noch sehr frisch. Wird das neue Parlament lediglich dem Beispiel des vorigen Reichstags folgen, oder werden die Spuren der längsten Vergangenheit ihre heilsame Wirkung ausüben? Davon hängt nicht nur das Schicksal dieses neuen Parlaments, sondern vor allem die Antwort au die Frage ab, ob wir aus dem Stadium des reinen Machtkampfes zwischen der autoritären Regierung und den Parteien wieder in den Normalzustand zurückkehren werden, in welchem der Reichstag nicht lediglich ein Tummelplatz der politischen Leidenschaften, sondern diejenige Stätte der positiven Arbeit wird, die er eigentlich sein sollte. Die Friedensparole, mit der der neue Reichskanzler von Schleicher dem Parlament entgegenkommt, eröffnet zwar eine Möglichkeit, daß wir alsbald den Tiefpunkt der politischen Entwicklungskurve überwinden, in die wir schon durch den allmählichen Verfall des Parlamentarismus in der Aera Brüning hineingeraten sind, aber noch sind die Anzeichen einer Besserung seht schwach, und man muß infolgedessen wieder auf allerlei Komplikationen gefaßt sein.
Das politisch beherrschende Moment des neuen Reichstages ist auch diesmal wieder in der absoluten Mehrheit der radikalen Opposition, me sich aus Nationalsozialisten und Kommunisten zusammensetzt, zu erblicken. Diese Mehrheit ist freilich genau wie beim vorigen Male nur im Negativen vorhanden. Die beiden Parteien, aus denen sie besteht, sind innerhalb und außerhalb des Parlaments die heftigsten Gegner, die man sich nur dorstellen kann. Einig sind sie sich nur in dem gemeinsamen Kampfe gegen die anderen Parteien " und vor allem gegen die Regierung. Gerade diese Gegnerschaft, die einen so hohen Grad erreicht, daß nicht einmal dieser Kampf wirklich gemeinsam durchge- führt wird, trägt" aber die einzige Möglichkeit in sich, vielleicht einem sonst unausweichlich bevorstehenden Konflikt zu entgehen. Diese Ueberlegung beruht darauf, daß die beiden Parteien zwar vielfach die völlig gleichen Anträge gegen die Regierung einbringen, daß sich aber jede von ihnen weigert, für den Antrag der anderen Partei zu stimmen. Dies könnte insbesondere bei den Nationalsozialisten vielleicht an entscheidenden Punkten der Fall sein. Bon einem solchen parlamentarisch-technischen Zufallsspiel kamt unter Umständen das Schicksal des neuen Reichstages und damit der weiteren innerpolitischen Entwickelung in Deutschland abhängen.
Es ist also deutlich, wie außerordentlich weit der neue Reichstag noch von einer gesunden parlamentarischen Arbeit entfernt ist. Die Entscheidung darüber , ob sich in dieser Hinsicht die Geschichte des vorigen Reichstags einfach wieder- bolen wird, hängt lediglich von den Nationalsozialisten ab. Es ist für die NSDAP, natürlich außerordentlich fdjtoer, sich irgendwie von der Linie zu entfernen, die bisher in den verschiedenen Wahlkämpfen und in den Verhandlungen über die Regierungsneubildung im Sinne des absoluten Anspruches auf die alleinige Führung vertreten wurde, und sich zu einer in noch so engen Grenzen gehaltenen Zusammenarbeit oder Unterstützung gegenüber der Regierung oder einer parlamentarischen Parteigruppe zu begeben. Andererseits muß sich die Parteileitung natürlich darüber klar sein, daß die Verwirklichung der radikalen Oppositionsparole selbstverständlich zu nichts anderem als der sofortigen Wiederauflösung des Reichstages führen kann. Ob jedoch eine baldige Neuwahl angesichts der letzten Wahlergebnisse im Interesse der Partei liegt, muß ihrem eigenen Urteil Überlassen bleiben.
Die Taktik, welche die Regierung gegenüber dem neuen Parlament einzuschlagen gedenkt, wird sich im Gegensatz zu dem Verfahren vom September wahrscheinlich durch ein besonderes Maß von Elastizität anszeichnen. Ter Reichskanzler von Schleicher hat die verschiedenen Möglichkeiten gewissermaßen generalstabsmäßig vorher erwogen, behält sich aber die Entschlußsrciheit für ,ede etwa ein- treteude Situation vor. So ist es z. B. fraglich, ob er bereits aus einem Mißtrauensvotum die gleichen Konsequenzen wie ans der Aushebung der Notverordnungen ziehen würde. Voraussichtlich wird hier ein gewichtiger Unterschied gemacht werden, und deshalb ist es sehr wohl möglich, daß die NSDAP., der diese Einstellung des Kanzlers natürlich bekannt ist, zwar einem Mitztrauensantrage zu stimmt, aber einem etwaigen kommunistischen Anträge aus Aushebung der Notverordnungen die Zustimmung verweigert. Sachliche Gründe für eine solche Haltung wären angesichts der von der Regierung in der Amiieknefraae und aus tischem Gebiete verfolgten Abffcktz-n unschwer zu sin den. Alle btefe Fragen find jedoch — ebenso wie das