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Kasseler Neueste Nachrlchke«
Dienstag, 29. November 1932 ✓ 2. Dellage
Sensationen in und um Wien
Garborummel in Wien / Oer 24-Stun-en-)iuhm eines Revuegirls / Neu-Kalifornien in Zistersdorf Oer erste Wolkenkratzer ist da!
Von unserem Wiener Korrespondenten.
A. K. Wien, 28. November.
I.
Es geht nichts über sicheren Blick und blitzartiges Erfassen von überraschenden Situationen Das konnte die Wiener Oeffentlichkeit und allen voran die Schar der in einen Taumel von Geschäftigkeit gestürzten Reporter in den letzten Tagen schlagend beweisen. Wer die Worte, die mit unglaublicher Scknelligkeit alle Bezirke der Donaustadt bis an die Peripherie durcheilten, elektrisierend auf die Herren in den Zeitungsredaktionen, auf die Theater- und Filmdirektoren und vor allem auf alle Enthusiasten der Flimmerleinwand wirkten, zuerst ausgesprochen hat, die zündenden Worte:
„Greta Garbo ist in Wien",
wer weiß es heute? Man fragte und forschte nicht lange. Man hatte kaum einen Hauch dieser Botschaft erhascht und schon nahm man, mit detektivischem Instinkt, mit Kamera und gespitztem Bleistift ausgerüstet, die Jagd nach diesem seltenen Wild auf, das es stets mit legendenhafter Geschicklichkeit verstand, sich allen Zugriffen der begeisterungstrunkenen Oeffentlichkeit zu entziehen. Reporter durchflogen in Automobilen die Straßen, der Telephondraht spielte nach allen Richtungen und ein regelrechter Feldzug mit Hauptguartier, Erkundigungsoffizieren und Ordonnanzen wurde organisiert. Natürlich — die Fäden führten in ein Ringstraßenhotel; begreiflich —, daß alle Angestellten, vom Chef de reception, der bedauernd die Achseln zuckte, bis zum konsternierten Liftboy, nichts von der Anwesenheit des illustren Gastes wissen wollten; nur selbstverständlich, daß der Name der herrlichen Frau in der Fremdenliste nicht vorkam, und nur ganz den Erwartungen entsprechend, daß man auch niemanden zu Gesicht bekam, desien Aeußeres die Agnoszierung der Gesuchten leicht gemacht hätte. Aber auf all das war man gefaßt gewesen.
Man dachte nicht daran, sich durch derlei durchsichtige Manöver täuschen zu lassen, man wußte, daß man die „schönsten Augen der Welt" hinter einer dunklen Hornbrille zu erkennen haben würde, daß ein zerdrückter Filzhut, ein alter Regenmantel von der öffentlichkeitscheuenden Künstlerin dazu verwendet werden würden, den Glanz der Erscheinung zu verbergen. Man blieb mit gespannter Aufmerksamkeit auf dem Posten — stundenlang —, in der Hotelhalle, vor dem Eingang, unter den Bäumen der Ringstraße und in allen Nebengassen. Und man stellte das Wild! Die Dame, die, jung, schlank und schön, in Gedanken versunken und ohne auffällige Vorsichtsmaßregeln die Hoteltreppe herunterkommt, sieht sich plötzlich in einen Strudel von rufenden, schreienden, begeisterten Menschen gerissen, in einen Wirbel von Enthusiasmus, der einen Grad von Lebensbedrohung erreicht, wie er in Wien selbst von Hans Albers und Richard Tauber noch nicht erlebt worden ist.
Umsonst, daß sie beteuert, nichts, aber auch gar nichts mit der Gesuchten zu tun zu haben, daß sie Erna Kaiser heiße, vor längerer Zeit vom Revuepodium Amerikas nach Europa gekommen, daß Wien ihre Geburtsstadl sei und daß ihre Anwesenheit im Hotel nur den Zweck habe, einen vorübergehend hier weilenden Direktor zu einem Engagement zu bewegen. Alle diese überstürzt und — merkwürdigerweise — in echtem Wienerisch vorgebrachten Erklärungen fruchten nichts. Man hat die vielbewunderte und von Hunderttausenden sehnsüchtig geliebte Frau, Greta Garbo, Greta mit „öen schönsten Augen der Welt", „mit dem süßesten Mund", „mit den einzigartigen Beinen", „mit dem unnachahmlichen Lächeln" stellig gemacht und man ist nicht gewillt, sich diesen Triumph so leicht entreißen zu lasten.
Die Menschenmasten jubeln, die Automobile der Reporter durchrasen wieder die Straßen, die Redaktionen habe« Hochbetrieb und die Kolporteure der Abendblätter schreien sich begeistert die Kehlen wund.
Später dann, — ja später tauchten Gerüchte aus, daß Greta zur selben Zeit auch in Budapest verfolgt und in Paris erkannt worden war (sollte sie am Ende Doppelgängerinnen haben?). Später, als die Aufregung sich ein wenig gelegt hatte, erschien dies und das doch ein wenig bedenklich und zweifelhaft und der Schatten Greta Earbos verschwand hinter der blutwarmen, wienerischen Wirklichkeit der Erna Kaiser, der kleinen, unbekannten Tänzerin aus der Zieg- field-Revue, die 24 Stunden lang Ruhm und Publicity gekostet hatte, wie sie der Laufbahn eines Revuegirls sonst nur in Märchen beschieden sind.
IL
Der Weizen der Optimisten blüht augenblicklich um Zistersdorf, einem kleinen Ort in der Ebene des Wiener Beckens. Hier will man Erdgas und Erdöl, das die Geologen schon seit langem in dieser Gegend vermutet, die Spekulanten erhofft und die Rutengänger mit Bestimmtheit angezeigt haben, dem' Schoße der Erde entreißen, die bisher nur Getreide und Weinreben getragen hat. Staunend und kopfschüttelnd besehen sich die biederen Zistersdorfer von weitem das unverständliche Treiben auf den früher so stillen Feldern, und seit vor einigen Tagen ein dicker, brauner Strahl mit ungeheurem Getöse aus dem Innern der Erde ans Licht brach, ist ihnen die Sache wohl überhaupt nicht mehr geheuer. Seit diesem denkwür
digen Tag find die Straßen nach Zistersdorf nicht leer geworden von 'Automobilen, die Neugierige, Spekulanten, Reporter und schließlich auch Sachverständige zu der Grube führten. Der Platz mit dem einfachen hölzernen Bohrturm und den wenigen Arbeitsbaracken inmitten öder, feuchter Felder sieht, gewesten an den kühnen Vorstellungen des durch die Lektüre von Upton Sinclairs Roman „Petroleum" vorgebildeten Besuchers eigentlich recht armselig und ernüchternd aus, aber trotzdem liegt für die Augen des Phantafievollen über all dem ein Schimmer von Gold, eine Ahnung von unermeßlichen Reichtümern, die aus der Erde strömen und nur aufgefangen werden müsten, eine unklare, aber beglückende Vorstellung von endlosen Tankreihen, die mit dem Gewicht ihres kostbaren Inhalts, des „flüssigen Goldes", die österreichische Handelsbilanz ausgleichen, das Defizit des Staatshaushaltes in Nichts zerfließen lasten und das Land einer neuen, reicheren Zukunft entgegenführen.
Man schwelgt in Zahlen und Berechnungen, man erwägt schon tausend Möglichkeiten, für die das durch die Erdölausbeute im eigenen Land ersparte Geld wieder ausgegeben weiden könnte, man fliegt ein bißchen im Reiche der Illusionen herum und weiß ganz genau, daß man in ein paar Tagen wieder schön solide auf der Erde landen wird. Denn die Quelle kann versiegen, wie schon viele vor ihr in Nieder- und Oberösterreich angebohrten, — oder das Gutachten der Sachverständigen kann unbefriedigend ausfallen, — oder der bohrenden Gesellschaft kann das erforderliche
Am Montag früh verzeichneten die Seismographen der Bochumer Erdbebenwarte wiederum zwei kleine Nahbeben, von denen das erste auch von Personen deutlich verspürt worden ist. Das erste Beben begann um 5 Uhr, das zweite um 6.42 Uhr. Bei beiden Beben setzte nach etwa 14 Sekunden die zweite Bewegungsphase ein, was einer Entfernung des Bebenherdes von etwa 125 Kilometer entspricht und den Schluß zuläßt, daß der gleiche Herd wie bei den Beben in der letzten Woche, also Holland, in Frage kommt.
In Essen drangen drei^junge Burschen mit dunklen Masken in die Verkaufsstelle des Kruppschen Konsums ein, wo sich vier Verkäuferinnen und zwei Kundinnen befanden. Einer der Burschen hielt mit gezogenem Revolver die Verkäuferinnen und Kundinnen in Schach, während ein anderer der Kassiererin den Geldschrankschlüssel abnahm. Nachdem die Burschen etwa 614 RM. Bargeld geraubt hatten, ergriffen sie die Flucht und entkamen. Ein vierter Räuber hatte während der Tat draußen Schmiere gestanden.
In der vergangenen Nacht fand auf der Straße Herborn—Wetzlar ein Motorradfahrer im Graben zwei Reichswehrsoldaten bewußtlos auf. Daneben lag das zertrümmerte Motorrad. Beide hatten, wie sich später herausstellte, schwere Verletzungen an Kopf und Beinen. Ihr Zustand ist lebensgefährlich. Auf welche Weise sich der Unfall zugetragen hat, konnte, da die
Kapital, das schon jetzt phantastische Höhen erreicht hat, ausgehen, — oder schließlich, wenn alles gut geht, wird sich Herausstellen, daß die Meiige des gewonnenen Petroleums gegenüber dem Bedarf überhaupt keine nennenswerte Rolle spielt
Bis dahin träumt man aber gerne einen Traum von kalifornischer lleppigkeit, und wenn bann das Erwachen kommt, nun, dann wird man eben auf den Feldern um Zistersdorf wieder Reben bauen und wird sich mit dem Gedanken trösten: Auch der Wein ist gut, — er ist sogar sehr gut in Oesterreich — und den haben wir sicher!
III.
Der ehrgeizige Eifer in Oesterreich blickt jetzt aber nicht nur nach Kalifornien, sondern er will auch hinter Chicago nicht zurückstehen. Ein heißer Kampf der Meinungen hat um das Projekt des ersten Hochhauses in Wien getobt, — jetzt steht der Bau im Herzen der Stadt, in der Herrengasse, die Mieter find eingezogen und sehen von der Höhe ihres 10. oder 12. Stockwerks stolz auf das Getümmel in den Niederungen herab. Ringsum staunen die jahrhundertealten Paläste über den neuen Nachbarn aus Stahl und Glas. Das angrenzende, um die Jahrhundertwende von Architekt Loos erbaute Haus dessen glatte Fassade seinerzeit eine Revolution in der Architektur entfesselte und über Anordnung des Kaisers nachträglich mit Fensterbrüstungen versehen werden mutzte, weil er bei seiner Fahrt durch das Burgtor den störenden
Soldaten noch nicht vernehmungsfähig sind, noch nicht ermittelt werden.
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In München verübte die Hausangestellte eines Profeffors Selbstmord mit Leuchtgas. Da die Tür zum Nebenzimmer, wo der 13jährige Sohn des Professors schlief, nicht geschlossen war, ist das Gas auch m den Nebenraum gedrungen und hat den Tod des Kindes herbeigeführt.
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Der bei dem Unfall der Seilschwebebahn auf dem Schauinsland bei Freiburg am Sonnabend schwer verletzte britische Staatsangehörige Willy Kühlental aus London ist gestern mittag gestorben.
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Der Schriftsteller Arnold Vieth von Golssenau, genannt Ludwig Renn, der bei der Durchsuchung der marxistischen Arbeitsschule in der Schicklerstratze in Berlin festgenommen war, wurde dem Vernehmungsrichter unter der Beschuldigung vorgeführt, Umsturzpläne in Aufzeichnungen und Schriften vorbereitet zu haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Vorbereitung zum Hochverrat erlassen.
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Im Besitz eines kürzlich in Paris gestorbenen 80jährigen Junggesellen fand man eine Sammlung von zirka 250 000 Frauenbildnissen von Eva bis Marlene Dietrich; es waren allerdings fast ausschließ- 1
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Polnische Legionäre im Hungerstreik
Arbeitslose Invaliden der polnischen Legion, die seit Tage» keine Nahrung mehr zu sich genommen haben.
In dem Klubhaus der polnischen Legion in Warschau haben zahlreiche arbeitslose ehemalige Angehörige der Legion, die vom Staat keinerlei Unterstützung mehr empfangen, einen freiwilligen Hungerstreik begonnen, durch den sie in einen Zustand völliger Teilnahmslosigkeit versunken sind.
Kleine. CUcofruk
Anblick nicht vor Augen haben wollte, — dieses umstürzlerische Haus kommt sich nun reichlich altmodisch vor und drückt sich beschämt in seinen Winkel.
Hunderte von Besuchern strömen durch die Tore des neuen Baus ein und aus, denn wenn man auch ursprünglich ziemlich einmütig gegen das Projekt Stellung genommen hatte (wozu brauchen wir denn einen Wolkenkratzer, in Einfamilienhäusern wohnt fichs viel schöner!), jetzt ist man doch bereit, zu bewundern und sich imponieren zu lassen. Und es gibt viel Imposantes: die gewaltigen Heiz- und Warmwasseranlagen in den vier Stockwerke unter der Erde liegenden Kellern, den Schnellaufzug, der in beängstigendem Tempo auf- und absaust, die hohen Fenstertüren der Wohnungen, die entzückenden „Junggesellenheime" mit Bade- und Kochnischen, die ganz in Glas gebaute Kaffee-Restaurätion im 14. und 15. Stockwerk des turmartigen Aufbaus.
Man ist sehr begeistert nach der Besichtigung und ziemlich müde, denn man ist zu Fuß 15 Stockwerk auf und ab geklettert, weil der Schnell-Lift eben mit Betriebstücken zu kämpfen hatte; man wundert sich auch ein bißchen über die (Enge der Räume und man kann den fatalen Eindruck nicht los werden, daß die gute Akustik des Hauses ein unentwegter Feind aller Familiengeheimnisse sein wird. Man hat den Ausblick aus den Fenstern des luftigen Kaffeehauses sehr schön gefunden, aber man kann eigentlich verstehen, daß bisher noch kein Pächter den Mut aufgebracht hat, diese Räume zu beziehen, denn das Wiener Kaffeehaus gehört nun einmal an den angestammten Platz an der gewohnten Straßenecke und nicht in schwindelerregende Höhen. Und die Junggesellenwohnungen, — sie find ja sehr schön, praktisch und einladend, — aber da hat man in der Hausordnung eine Bestimmung entdeckt, die den glücklichen Inhabern dieser trauten Heime den Empfang von Besuchen verbietet! Man findet das sehr richtig, — gewiß, — und man geht doppelt befriedigt nach Hause: befriedigt vor allem darüber, daß Wien nun endlich seinen Wolkenkratzer hat, und zweitens darüber, daß man selbst nicht darinnen wohnen muß.
lich einfache Druckerzeugnisse, zu deren jedem dieser merkwürdige Sonderling eine kleine Biographie geschrieben hatte.
*
Ein Eisenbahnfährdienst über den Aermelkanal soll demnächst zwischen Dover und einem französischen Hafen, wahrscheinlich Dünkirchen, eingerichtet werden; die Fähre soll insbesondere Güterzüge befördern, damit das zeitraubende und kostspielige zweimalige Umladen vermieden wird.
* e
Nach einer Meldung des „Neuyork Herald" ans Earsan Eich im Staate Nevada werden dort Vorkehrungen getroffen, um einen zum Tode Verurteilten durch Lethalgas hinzurichten. Im Staate Newada ist seit 1925 die Hinrichtung mittels Lethalgas eingeführt, die angeblich den sofortigen Tod herbeiführt.
Oer Hamburger Serum-Skandal
Hamburg, 29. November.
Wie die Bremer Nachrichten aus zuverlässiger Quelle erfahren, hatte Dr. Enoch, gegen den die bereits gemeldete Anzeige schon feit längerer Zeit lief, einen Wink bekommen, daß seine Verhaftung bevor- stehe. Als die Kriminalbeamten in seinem Büro ein» trafen, fanden sie einen schwerkranken Menschen vor, fast einen Sterbenden. Ä. i rechten Arm Dr. Enochs war eine kleine, kaum sichtbare Wunde. Neben ihm lag eine zerbrochene Ampulle. Wie die Aufschrift besagte, enthielt sie vordem „Tetanus", also Starrkrampfbakterien. Ehe die Beamten ihm den Tatbestand seiner Verhaftung mitteilen konnten, versank er in einen Dämmerzustand, aus dem er bis zur Stunde nicht mehr erwacht ist. Dr. med. Hans Enoch ringt im Morphiumschlaf mit dem Tode. Die Aerzte, die ihn im Hafenkrankenhaus behandeln, wissen nicht, ob es ihnen gelingt, den Todkranken über Tage bin in» zu retten.
Ehe Dr. Enoch zum Tetanus griff, unterrichtete er seinen Rechtsanwalt über die Vorgänge und versicherte bei dieser Gelegneheil, daß er nie das Pserse- fteisch weitergegeben habe und daß seine Plombe.r- fälschnng wohl Tatsache, aber menschlich metteiuit erklärlich sei. Wenn z. B. abends ein dringender Auftrag auf ein Diphtheriefernm z. B. aus irgendeinem Winkel Europas eingelaufen fei — zu einer Zeit alte, wo er keine Untersuchungsperson mehr e reichen tonnte, eine amtliche Plombierung also unmöglich gewesen sei —, dann habe er die Plomben gevi'ichi. Das Serum fei vorschriftsmäßig hergestellt voreeu, nur die amtliche Kontrolle habe er in dringenden Fällen ul ergangen — freilich durch eine tUkuiiven- sälschung. Die Untersuchung wird sich no* lange hinziehen. Dabei bleibt es fraglich, ob Dr. Enoch den Ausgang der Untersuchungen noch ,'tleb:. denn jein Zustand wird von Stunde zu Stunde ernster.
phosgengas im Hörsaal
Halle, 29 November.
In einem Hörsaal des Physiologischen Instituts der Uniberfität Halle ereignete sich ein aufregender Vorfall Als man damit beschäftigt war, einige Strhl- flaschen, in denen sich Reste von Phosgen Mciibui, versondfertig zu machen, wurde eine Flasche aus ungeklärter Ursache undicht. Das außerorde i '>ch giftige Ps.osgcngas strömte aus und verbreitete üch jebr schnell im Hörsaal, der von den Studenren fluchtartig Verb ffen wurde. Der Feuerwehr, die ut schwerem Gosschutzgerät vorging, gelang es, das Ventil ibzu- dichten und fo jede weitere Gefahr zu 'efeifigen.
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