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Xr. 228

ZweiundZwanzlgsier Jahrgang

Kasseler Neueste Xachrichte«

Sonnabend 26,/Sonntag, 22. November "1932 2. Drilaß«

Adventszeit zog ins Land

schk. 9luf den Bergen fiel der erste Schnee, die ersten Axtschläge hallen in den Christbaumwäldern u. vor weihnachtliche Stimmung zog mit den, ersten Advent in aäer Herzen ein. In diesen Tagen erschien wie der wie alljährlich Trude Schaumlöffels Kalen derLvuiienlichter auf den: Jabrespsad", jenes ge icfimnrftioKe Kalenderwerl bas sich in den Jahren sei nes Bestehens so viel Iren nde errang. Wieder besticht die saubere und schöne Ausstattung dieses Sammclbandes vorbildlicher ixandschasts- und Blumen­photos. Motive aus Kassel nud Hessen tauchen in künst­lerisch erfaßten und in Kupfertiefdruck vortrefflich wiedergegebenen Bildern auf und wechseln mit Blu­menstücken und Stilleben, die zu dem besonderen Ar­beitsgeist der kasseler Licht­bildnerin gehören. Sinn­sprüche und Gedichte ergän­zen das Kalendarium glück­lich. Durch die Möglichkeit der Verwendung der Pho­tos als Postkarten ist dem Kalender auch nach Ablaus des Jahres 1933 eine nutz­bringende Aufgabe gesichert. Wer Freude an der Welt und am schönen Bild hat, wird auf dem Weihnachts­tisch dieSonnenlichter" Trude Schaumlöffels nicht misten wollen.

Unser Bild:

Birken im Schnee, ein Mo­tiv aus dem Habichtswald, ist dem Kalender entnom­men. Phot. Trude Schaum­löffel.

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er weise, wählt Wolle!

Ein Werbeabend für deutsche Wolle im Gtadtpark

Das verdienstvolle Werk, das der Kasseler Haus- frauen-Berein mit Veranstaltung der Ausstellung Holz ui® Wolle" in die Wege geleitet hat, trägt hof­fentlich im Interesse der deutschen Volkswirtschaft gute Früchte. Der Werbeabend am Freitag abend im kleinen Stadtparksaal, oer deutfcheu Wolle gewidmet, war jedenfalls erfreulich gut besucht. Frau Gra - P r> w, »ic verdienstvolle Vorsitzende des Vereins, hieß die Gäste willkommen und wies auf den Zweck des Abends, für Oie deutsche Wolle zu werben, hin. Die Hausfrauen hätten es in der Hand, aus ihre Weise zur Hebung des deutschen Volksvermögens beizutra­gen. lieber das Thema

Warum deutsche Wolle?

sprach hierauf Syndikus Dr. Sellenthin, Berlin. Tie -iasseler Ausstellung dürfte, so führte er aus, in allen schafzüchterisch interessierten Kreisen Deutsch­lands große Beachtung finden. Die deutsche Schaf­zucht, »die seit Friedrichs des Großen Zeiten in Blüte stand, habe in ©eit letzten Jahrzehnten einen bedauer­lichen Verfall aufzuweisen. Der notier gab einen ge- n a ließen Rückblick über die Entwicklung der Schaf­zucht. Mit spanischen Merinoschafen habe man ange- iangen bis man ein vorzügliches deutsches Zuchtschaf hcranbilden konnte.

Die Konkurrenz der Kolonialwolle habe einen voll­ständigen Umschwung auf ©ent deutschen Wollmarkt gebracht. Während es int Jahre 1860 noch 30 Millio­nen Schafe in Deutschland gab, sank diese Zahl 1914 auf 5 Millionen und beträgt heute nur noch 31/. Mil­lionen. Auch der rapide Rückgang ©er Hainiuelsleisch- preise habe la.astrophal auf die Schafzucht gewirkt. Der Redner malte in schwarzen Farben aus, welche Gefahren eintreten könnten, wenn die oemsche Schaf­zucht ganz vernichtet wäre und Deutschland mit sei­nem Wollbezug auf das Ausland angewiesen sei. Heute schon importieren wir für 400 Millionen Mk. Wolle aus dem Ausland, für oie wir Devisen liefern müssen. Die 3A Millionen Schafe, die wir noch haben aenügten nur für 7 Prozent des deutschen Wollbedarss Gewisse Zwangsmaßnahmen ließen sich zur Aufrecht­erhaltung der Schafzucht wohl nicht imngehen, aber in ©er Hauptsache müsse man freiwillig für den Schutz der deutschen Wolle eintreten. Der Revner verweist auf Vie guten Erzeugnisse der deutsche Schafwolle und appelliert an die Unterstützung der Hausfrauen. Auch Spinnrocken m® Webstithl und die Poesie der Spinn­stube seien mit dem Rückgang der Schafzucht immer mehr geschwunden.

Herr L i n n e n k o h l öoen Verband der Kurhes­sischen Schafzüchter machte saun noch nähere Mittei­lungen üb»x ©en Hammelfleischverbrauch in Deutsch­land. Allein in Hessen hätten wir über 20 000 gute Zuchttiere, die schon im vierten bis fünften Monat schlachtreif seien. Hammelfleisch sei gesund, preis­wert und ibetönimtlicber als andere Fleischsorten.

Den unterhalteiwen Teil eröffnete Annemarie M es sing, guter Laune wie immer, die drei Schla­gerlieder, bzw. Walzer mit Temperament und Grazie, teils auf der Bühne, teils auf ©ernt Laufsteg sang. Frau G i e f l e r - B u ch e n h o r st war ihr eine an- schmiegende Begleiterin am Klavier. Dann ging An­nemarie zur Gonferencc über. Sie pries zunächst in allen Tönen die wunderbaren Tilona Schlafdecken aus reiner deutscher Schafwolle, leicht, warm urub preis­wert. Dann folgte

eine Kubier Modenschau

der Firma Louis Dietrichs. Eine Reihe schik- ker Probierdamen führten in buntem Wechsel Kostüme, Straßen- und Sportkleider vor, die sämtlich wie an­gegossen saßen un© einen vorzüglichen Eindruck mach­ten. Kübler Wollkleider sind bekanntlich die ebenso ideale wie gesunde Stratzenkleidung für jung und alt. Eine Reihe von neuen geschmackvollen, auch in der Farbe gut abgetönten Kleidern mit passei®en Mützen erregte die Bewunverung der sachkundigen Damen. Ein drei Jahre getragenes Kleid, das nach unten an­gestrickt war, bewies, daß Vie Foren dieser Kleider haltbar und beinahe unverwüstlich ist. Besonderen Beifall fanden eine Reihe farbiger Kostüme und ein sehr schönes vornehmes schwarzes Stratzenkleiv. Die angesagten Preise, die in den letzten Jahren erheblich herabgesetzt sind, erwiesen, daß heute jede sparsame Hausfrau sich Küblerkleivung für sich und ihre Kin­der zulegen kann.

Holz in Naim und Kunst

Der Eröffnungstag der AusstellungHolz und Wolle" des Kasseler Hausfrauenvereins im kleinen Stadtparkfaal war durch einen Festabend gekrönt. In Anbetracht der Tatsache, daß die Abende im Stadt­park während der Ausstellung einen doppelten Zweck verfolgen, einmal zu den ausgestellten Sachen eine persönliche, verinnerlichte Beziehung zu schassen und zum anöercn die Abführung der Eingänge an die Winterhilfe, ist sehr zu wünschen, daß die liebevollen

Bestrebungen des Hausfrauenvereins von einem zahlreichen Publikum unterstützt »ertten.

Holz in Natur und Kunst" war der erste Vor­tragsabend, iber durch gesangliche Darbietungen von Fran Claudius umrahmt wurde, betitelt. Direktor Schulz sprach als erster über den deutschen Wald. Es ist genußreich, einem Mann, der dem Wald so viel Eigenes abgelauscht hat, zuzuhören. Direktor Schulz hat uns dann anhand schöner Lichtbilder zu den in­timsten Vorgängen im Walv geführt, an denen man sonst achtlos vorbeiging. In dem fortwährenden Schaffen des Waldes verbinden sich die Kräfte des Kosmos mit den Kräften der Erde und der Mensch ist in diese Wechselwirkung eingespannt. Das Aller- kleinste und Unscheinbarste gewinnt in diesem Walten allmählich Bedeutung, ein' einziges Blatt hat eine i ebenso wunderbare Struktur wie ein schön gewachse­ner Baum. In derselben feinsinnigen Weise behan­delte der Vortragende das Pflanzenlebeir. Der Puls­schlag des deutschen Volkes bedarf des Waldes, der der Volksseele so nahe steht, deshalb mutz vor einer sinnlosen Ausnutzung der Wälder gewarnt werden.

Der zweite Vortrag von Dr. Vogel vom Landes- müseum gehalten, behandelte das Holz als Material der Holzplastik. Während Stein und Bronze in Kunst­epochen mit monumentalem Ausdruck Anwendung finden, kommt das Holz als bildsamerer Faktor in vergeistigten Zeitabschnitten zur Verarbeitung. Dr. Vogel verfolgte dann die Holzplastiken der verschiede­nen Kunstepochen, wie etwa die mittelalterliche Spät- gctik lPacher Altar, St. Wolfgang, Riemenschnei­der ustv.), das Rokoko als eine Phase des sonst Stein und Bronze bevorzugenden 18. Jahrhunderts: als neueste Epoche kann der Erpreffionismus genannt werden. Plastik in Holz gibt letzte Möglichkeiten, Zartheit und Innigkeit aus dem Material herauszu­holen, sodaß der Schlußgedanke des Vortragenden die Ueberzeugung aussprach, daß die Kunst immer wieder sich des Holzes bedienen werde, so lange es noch Wälder gibt.

Quer über -en Wochenmarkt

Wieder einmal steht der erste Advent vor der Tür, der Zeitpunkt, wo das Jahr Siebenmeilenstiefel an­zieht, um rasch mit seinen guten und bösen Tagen zu Ende zu kommen. So mancher wandert mit einem grünen Advents-Tannenkranz am Arm vom Königs­platz heim. Würziger Tannenduft, vereint mit dem herbsützen Wachsgeruch der Lichtlein, gehört nach gu­ter alter Sitte zum ersten Adventssonntag ins Haus. Ist man sehr optimistisch, so hängt man seinen Strumpf selbstverständlich ohne Durchfallöffnungen ans Bett, ober stellt einen Schuh je größer die Schuh­nummer in diesem Falle, desto rentabler für den Inhaber vor die Tür. Ein richtiger guter Niklas hat die moralische Verpflichtung, ihn mit kleinen Ga­ben zu füllen, etwa als Vorgeschmack für das, was in vier Wochen als Wunscherfüllung unter dem brennenden Lichterbaum liegen wird oder auch nicht. Denn die Niklasse werden immer zugeknöpfter und stöhnen über die schlechten Zeiten. Und die Aus­sichten für den Adventspantoffel oder -strnmpf sind diesmal alles andere als rosige.

Für Bub und Mädel aber beginnt ab morgen die geheimnisvollste Zeit des Jahres, eine Zeit voll stil­ler Erwartungen und heißer Wünsche. Der alte Weihnachtskalender wird hervorgeholt und aufge­hängt und jeden Morgen ein neues Türlein aufge­macht. Nüsse und Aepfel, ein süßer Kuchenmann wer­den von der Mutter heim! ch auss Bett gelegt. Ein I Tannenzweiglein ist die Visitenkarte des Spenders.

Die Kinder singenO du fröhliche, o du selige" m jedem Jahr mit der gleichen frohen Inbrunst. Und mag rundum die Welt einstürzen, das Weihnachts­licht brennt immer wieder aufs neue, die Weihnachts­botschaft aus der Kindheit klopft immer wieder a» aufnahmebereite Herzen.

Turchschnittsnoticrungen im Kleinhandel vom 26. Rov. Weißkohl 46, Wirsingkohl 68, Rotkohl 58, Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 1820, Schwarzwurzeln 1525, Rote Rüben 810, Zwiebeln 810, Möhren 810, Spinat 810 Nüßchen 5060, Sellerie 1520, Porree 1520, Meerret­tich 2535, Unterkoblrabi 810, (Psd.s, Blumenkohl 2550 Salat 1015, Endivien 1015. (St.) Kartoffeln, alte 3. Bananen 2530, Aepfel I 2025, Mo. II 1218, Birnen I 2025, dto. II 1218, Weintrauben 2535, Zwetschenmus 4050, Birnenmns 2535, Walnüsse 3240, Haselnüsse 28 bis 35, Molkereibutter 135145, Landbutter 110120, Koch­käse 3545, säfematte 2530, (Psd.) Zitronen 510, Apfelsinen 1015, Hühnereier, int. 1415, ausl. 1011, Rebbuhn 100120. Taube 5060, <St.) Hasen im fielt 50 bis 55, Reb im Fell 5055, Rehkeule-Rücken 90100, Reh­blatt 7080, Rebkochwild 4050. Gänse 6075, Enten 70 bis 85, Hübner 6075, Hahnen 7080, Rindfleisch 60-80. Kalbfleisch 6075, Hammelfleisch 6080, Schweinefleisch 60 bis 80, Speck mag. ger. 90100, Speck fetter ger 7585, Zervelatwurst 120140, Leberwurst 7585, Blutwurst 60 bis 70, Schmal? 8090. Ziegenfleisch 3040,, Schellfisch 35 bis 40, Eabelfau 3032, Seelachs 3032, Goldbarsch 3 bis 35, filutzbecht 8090, Barbe 4060, Weißfische 2535. Grüne Heringe 1820. (Pfd.)

Straßenraub. Am 23. November gegen 18,30 Uhr wurde einer Schülerin in der Trottstraße von einem etwa 1820 Jahre alten Radfahrer, der plötz­lich an die Schülerin herangefahreu war, die Hand­tasche und ein Marktnetz entrissen, womit der Täter unerkannt entkam. In der Handtasche befand sich eine Geldbörse mit einem geringen Betrag sowie eine Schülerkarte der Reichsbahn für die Strecke KirchditmoldKassel. Das Marktnetz enthielt nur wenige Lebensmittel.

Anerkennung für brave Tat. Der Kunstgewerbe­schüler Edmund G e r g s in Kassel hat am 8. August dieses Jahres einen Mann, der in die Fulda gefal­len war, vom Tode des Ertrinkens gerettet. Hierfür wurde ihm vom Regierungspräsidenten in Kassel eine staatliche Anerkennung zuteil, die im Amts­blatt der Regierung veröffentlicht wurde.

Aussicht

Bereits eine neue Störung rückt vom Atlantik ost­wärts nach den Britischen Inseln vor, welche aber­mals unser Wetter beeinflussen wird. Infolgedessen verbleiben wir im Bereich ozeanischer Luft, der Wit­terungscharakter bleibt unbeständig und regnerisch, wenn auch zwischendurch kurzes Äustlaren eintritt.

Aussichten für Sonntag:

Mildes, wechselnd wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen, südwestliche Winde.

Aussichten für Montag:

Fortdauer des unbeständigen milden Westwetters. Wetterbeobachtung vom 25. November.

Zeit Barom. i. mm Temp. C. Luftfeuchtigkeit

Mittags 12 Uhr 759,9 + 6° 80 %

Abends 6 Uhr 762,2 + 6 8 77 %

Wetterbeobachtung vom 26. November.

Morgens 8 Ubr 762.7 + 7,5 8 91 %

Mitgeteilt von Divlomovtiker Heft.

S.eueikalender der KNN

A) He^chssieusrn

Ab 1. De,. Ilmfatz-Steuer-Riickvcrgütung Tie Notver­ordnung vom 8. 12. 31 hat dieAusgleichsttcuer" einge- fiibrt. Das ist eine Umsatzsteuer, die bei der (Stntubr er­hoben wird. Gleichzeitig erhielt die Regierung eine Er- inächciguttg. zum Ausgleich bei der Ausfuhr auf beiondereu Antrag des Attsfubrstättdlers, eine Rückvergütung zu ge­währen,die auf der Lieferung oder dem Einbringen der bei der Erzeugung verwandten Bestand! nie, Zubehörteile und Silfsstoffe lastet". Tiefs Rtickvergii ung soll vom 1. Dezember ab endlich in .straft treten, und zwar etwa in Höhe von % .Prozent des Ausfubrbetrags

Bis 5. Ts,.: Lolm-Ttencr für die Zeit von, 16. bis 30. November. Meine Schonfrist. Tie Arbeitslosenhilfe ist gleichfalls abzufübreu. soweit sie vom Arb-.tgeber einzube­halten und an die Finanzlage abzuführen ist. 4m Regel­fall wird die Arbeitslosenhilfe durch die Krankenkasten ikud Eriatzkasten erhoben.

10. Tez. bis 17. Dez.t Umfatz-«tener für bei Monats­zahler für den Monat November. Tie Umsatzsteuer ist die einzige Steuer, bei der noch eine Lchonfrist bis 17. Dezem­ber besteht Bis zu diesem Tage kann 6te Steuer ohne Zuschlag bezahlt werden. Auch die Voranmeldung mutz spätestens bis zu diesem Tage einaereich, werden.

Bis 10. Tez.: fiüttfie Vierteljabrcsratc auf die Einkom­men-Steuer und Körperfchafts-Steuei Pfl., die bauptfäch- lich Einkünfte aus Landwirtschaft beziehen, haben jetzt keine Vorauszahlungen zu leisten Tie Einkominenfteuer- befcheide 1931 wurden zum grasten Teil im August und September zugestellt. Die Vorauszahlung erg bt sich aus diesem Bescheid.

Bis 10. Dez.t Zuschläge zur Einkommen-Steuer. 1. Lc- digcnzufchlag. 2. Zuschlag für Pfl mit mehr als 8000 RM Einkommen. 3. Aufstchtsratstetter. Tie Sol>e dieser Zu­schläge ergibt sich ebenfalls aus dem Einkommensteiterbe- scheid 1931.

Bis 15. Dez.t Die Landwirte hatten am 15. November Zahlungen auf die Einkommensteuer zu leisten und zwar in Sähe der Hälfte des Jabresbetrages Mit Rücksicht aus die gegenwärtige Wirtschaftslage ist den Landwirten allge­mein eine Stundung bis zum 15. Dezember gewährt. Wer bis zum 15. Dezember zahlt, Hai also keinerlei Verzugs­zuschläge oder sonstige Nachteile.

Bis 20. Dez.t Lohn-Steuer für die erste Tezemberhälfie. firn Dez.t Steuergutfcheine. Ter Tezember ist de- dritte Monat, in dem die laut gesetzlicher Vorschrift füllig wer­denden Steuerbeträge an Umsatzsteuer Grttndsteuet. Ge­werbesteuer (uni. Befördern nässte uer 6c: der Reichsbahn ufro.l Steuergutscheine erhalten wenn die S'citcrbetrnge gezahlt werden. Auslieferung erfolgt nut aus Antrag. Vom 1.8.1 Tie E ssig ft euer füi der, Monat Novem­ber 1932.

ö) Städtische und Etaatssieuern

Vom 1.10.: ai Ttc G e t r ä n f eft e tt c i für du Geträn­ke. für die int Monat November eine Steuerschuld entstanden ist iBei Ucb-r- schreitung des Termins wild ein Zu­schlag von 10 Proz de- S euer erhoben4 bi die letzte Rate d 'r B ii r B c r ft e tt c r 1932. io wett sie durch Einbehaltung eines Lobnteiles erhoben wird. Wird der Ar- beiislohn für Zeiträume von nicht mehr als einer Woche gezahl io ist die :'\Ve in 2 Teilbeträgen am 10 und 28. 12. 1932 fällig. <Vom Arbeitgeber ist die Steuer bis Htm 20. 12. 1932 bezw. 5. 1. 1933 an die Steuerkaste abzmühren.c

Wird der Betrag nicht rechtzeitig abgeführt, wird auf eine Ordnungsstrafe auf Grund des § 202 A. £. festgesetzt werden, fiür die Steuerpflichtigen, denen für 31 ein 6 c f o u- derer Bescheid zugegangen ist, war d'c Steuer bereits mit je der Hälfte am 10. 10. und 10. 11. 1932 füllig.

Vom 1.15.: 1. Die StaaiSfteuer vom Grundver­mögen

2. der G e m c t n d e z u f ch l a g hierzu.

3. die S t a a t s h a tt s z i n s st e u e r.

4. die Kanalbenutzungs- tt. M ü 1 k- abtuhrgebübren.

5. die Beiträge zu Seit Kosten der Stra - tzenreinigung.

Vom 1.25.: Die Bier ft euer für den Monat Novem­ber 1932. tTas von auswärts eingeführte Bier ist binnen 8 Tagen nach der Einfuhr anzumelden and zu versteuern.!

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