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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeilung Kasseler Tageblatt Hessische Slbenbseitung

Nummer 276»

Donnerstag, den 24. November 4932

22. Lohrgang

Wieder mündliche Verhandlungen!

Nach Hitlers Ablehnung der parlamentarischen Lösung / Neuer Empsang bei Hindenburg? / Wenig günstige Aussichten

Die neue Sensation in Berlin

(Don unserer Berliner Schrtstleltung).

th. Berlin, 24. November. |

Die Verhandlungen über die Regierungsneubil­dung werden heute in ein neues Stadium tre­ten. Der langandauernde und umfangreiche Brief­wechsel zwischen der Wilhelmstratze und zwischen dem Kaiserhof" ist nunmehr abgeschlossen; und heute rechnet man mit neuen mündlichen Vereinbarungen, di« entweder in einem Empfang Hitlers beim Reichs­präsidenten oder in einer weiteren Fühlungnahme zwischen Hitler und Staatssekretär Meißner getroffen werden.

Das narlonalfozlalistrsche Schriftstück

Der über siebe» Seiten lange Schrift- s a tz, den die Nationalsozialisten gestern abend durch den Reichstagspräsidenten Göring dem Staatssekre­tär Meißner überreicht haben, hat noch keine endgül­tige Klärung der Lage gebracht, aber er bedeutet auch keineswegs der Abbruch der Brücke zu weiteren Ver- jhandlungrn.

_ Die Nationalsozialisten haben über dieses Schrift- ftüct, welches im Wortlaut nicht veröffentlicht wird, eine kurze Mitteilung ausgegeben, in der lediglich ge­sagt wird, daß Hitler in diesem Schreiben den Auf­trag zu einer rein parlameniarischeu Lösung der Regierun gskrise a blehnt, weil er in Verbindung mit den gemachten Vorbe­halten innerlich undurchführbar ist." Hitler werde aber einen eigenen Vorschlag unterbreiten, durch welchen er glaube, in kürzester Zeit die Regierungs­krise lösen zu können. Er verspricht dabei, sowohl seine Person als auch seine Bewegung für die Lösung der Regierungskrise einzusetzen. Seitens der Regie­rung ist ebenfalls eine kurze Mitteilung veröffentlicht worden, in der lediglich der Empfang dieses Briefes bestätigt und im übrigen darauf hingewiesen wird, daß der Gegenvorschlag Hitlers dem Reichspräsiden­ten zur Prüfung vorgelegt worden ist.

Aus diesen Mitteilungen über den gestrigen Schritt der NSDAP, gehen keine Einzelheiten her­vor, aber inzwischen ist über die Stellungnahme der NSDAP, folgendes bekannt geworden:

Hitler lehnt zwar die Bildung einer parlamenta­rischen Regierung nunmehr endgültig ab, aber er schlägt eine andere Regierungsform vor, die zwar nicht ausgesprochen als Präsidialkabinett betrachtet wird, die aber wohl eine Art Zwischenstel­lung zwischen Präsidial- und parla­mentarischem Charakter eiunimmt. Wesent­lich ist, daß Hitler auch in einer solchen Regierung

die Führung, d. h. den Kanzlerposten für sich in Anspruch nimmt.

Der Standpunkt Hindenburgs

geht nun allerdings unverändert dahin, daß ein Par­teiführer für die Leitung eines Präsidialkabinetts nicht in Frage kommen kann. Wenn also Hitler ein­fach den Kanzlerposten für ein Präsidialkabinett ge­fordert hätte, so würde dies das Ende der Verhand­lungen bedeutet haben. Eine solche Forderung ist in dieser Form aber auch nicht ausgestellt worden. Ueber- haupt ist der Hitlersche Gegenvorschlag kein in allen Einzelheiten fertiggestellter Plan. Er enthält vielmehr Vorschläge für das weitere Verhandlungs­verfahren, um damit doch noch zu einem Ziel zu gelangen. Wenn der Reichspräsident trotz dem pro­pagandistisch abgefatzten Kommunique der NSDAP, und trotz der darin enthaltenen Kritik an der Auf­tragserteilung des Reichspräsidenten davon absieht, aus die Einzelheiten dieses Kommuniques sofort zu antworten, so geschieht dies aus dem Wunsche her­aus, die weiteren Verhandlungen nicht unmöglich zu machen. Denn auch der Reichspräsident legt ebenso wie Hitler Wert darauf, daß die Besprechungen fort­gesetzt werden.

Dies hat allerdings zur Vorrussetzung. haß die Na­tionalsozialisten nicht unabänderlich an den Einzel­heiten ihres Vorschlages festhalten. Es besteht jedoch Ü«r Eindruck, daß die Nationalsozialisten tatsächlich bereit sind, ihre eigentlichen Vorschläge im wesentlichen als Diskussionsgrundlage betrachten zu lasse».

In maßgebenden Kreisen ist man im übrigen der Ansicht, daß in der Haltung der Nationalsozialisten gewisse Widersprüche vorliegen. So habe vor allem Adolf Hitler in den mündlichen Unterredungen in voriger Woche und während der Aussprache, die er am letzten Sonnabend mit dem Reichspräsidenten hatte, die Vorbehalte, die der Reichspräsident an sei­nen Auftrag knüpfte, keineswegs als unmöglich bezeich­net, und er habe den Gedanken einer sofortigen Re- gierungs- und Mehrheitsbildung nicht abgelehnt. Diese Aussprache zwischen Hindenburg und Hitler habe übrigens erst die Grundlage für die Auftragserteilung selbst gegeben, und deshalb sei es nicht recht verständ­lich, warum Hitler setzt diese Auftragserteilung als undurchführbar bezeichne, obwohl er jedenfalls mit den in Betracht kommenden Parteien noch gar keine ernst­haften Verhandlungen über eine Mehrheitsbildung ge­führt habe. Auch die andern Parteiführer «hätte» die vom Reichspräsidenten gewählte Form der Auftrags­erteilung in keiner Weife beanstandet.

Schleicher und Neurath sollen bleiben

In personeller Hinsicht enthält der Gegenvor­schlag Hitlers noch keine vollständige Mi- nisterliste, sondern er begnügt sich damit, den Kanzlerposten für Hitler selbst zu fordern. Im übrigen erklärt er sich damit einverstanden, daß die Minister von Schleicher und von Neurath an der Spitze ihrer Refforts, also Reichswehrministe­rium und Außenministerium bleiben, weil der Reichspräsident auf die Besetzung dieser Posten aus verfaffungsrechtlichen Gründen besonderen Wert legt. Es war ferner davon die Rede, daß für die Nationalsozialisten für Strasser ein Ministerposten ge­fordert wurde, aber in dem schriftlichen Vorschlag von gestern abend ist eine derartige Forderung nicht enthalten.

Die Voraussetzungen, die der Reichs - Präsident an seine Auftragserteilung geknüpft batte, bezogen sich, abgesehen von den erwähnten Personenfragen, in sachlicher Hinsicht darauf, daß ein festes Wirtschaftsprogramm vorgelegt werden sollte, und daß der Dualismus zwischen dem Reich und Preußen nicht wieder hergestellt werden dürfe, und daß keine Abschwächung des Artikels 48 vorge­nommen werden sollte. In dieser Hinsicht bat die nationalsozialistische Denkschrift vor allem bemän­gelt, daß die Vorlage eines festen Programms ge­fordert wurde. Die Nationalsozialisten stellen sich auf den Standpunkt, daß eine Mehrheit von Par­teien überhaupt kein solches Programm haben könne.

Alles in allem enthalten also die nationalsozia­listischen Gegenvorschläge weder in der Personen­frage noch im Hinblick auf das sachliche Programm der Nationalsozialisten endgültige Gegenvorschläge. Es ist vorläufig nur festgestellt worden, daß Hitler die parlamentarische Mehrheitsbildung ablebnt und eine Regierungsbildung vorschlägt, die wohl ein Mittelding zwischen parlamentarischem und präsidia- le» Charakter darstellt und für diese Regierungs­

bildung den Kanzlerposten für seine Person for­dert.

Alles übrige bleibt den mündlichen Vereinba­rungen Vorbehalten, die nun heute einsetzen werden. Die Aussichten dafür werden zwar nicht gerade günstig beurteilt, es wird aber von allen Seiten ausdrücklich betont, daß die Tür zur weiteren Ver­ständigung keineswegs geschloffen sei.

Falls eine Verständigung nicht zustandekommt, würde der Reichspräsident vielleicht noch einen Ver­such machen, eine Mehrheitsbildung im neuen Par­lament durch den Zentrumsabgeordneten Kaas zu erreichen, aber wenn auch dies aussichtslos sein sollte, würde zur Bildung einer neuen Präsidialre- gicrung geschritten werde» müssen, wobei vorläufig noch keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, welche po­litische Persönlichkeit der Reichspräsident mit einer solchen Aufgabe betrauen würde.

DieKreuz-Zeitung" zur Lage

DieKreuz-Zeitung", die der Bundesleitung des Stahlhelm nadesteht, beschäftigt sich heute in einem Artikel unter der UeberschriftWarum Hitler nicht Reichskanzler werden kann" mit der politischen Lage. Das Blatt nennt den Versuch Hitlers, den Reichsprä­sidenten zu einer Aenderung seines Auftrages zu be­stimmen und ihn mit der Bildung einer Präsidial­regierung zu betrauen, einen vollendeten inneren Widerspruch. Der Führer der NSDAP, die tn der letzten Zeit geradezu beängstigende Fortschritte auf dem Wege der Parlamentarisierung gemacht habe, habe keine überparteiliche Stellung.

Das Blatt geht weiter auf die gestern erwähnten Bemühungen einer Neubelebung der Harzburger Front ein und schreibt dazu:

Im Augenblick besteht keine Möglichkeit, die Harzbur­ger Front wieder wirksam zu machen. Selbstverständ­lich bleibt sie als Fernziel der nationalen Bewegung bestehen.

Der Kampf umZahlurrgsaufschub

v (Eigener Drahtbericht.)

Washington, 24. November.

Nach der Aussprache Roosevelts mit Hoover hat Hoover seine Ansichten zur Schuldenfrage in einem längeren Expos« dargelegt, indem er sich gegen Streichung und gegen Aufschub der am 15. De­zember fälligen Kriegsschuldenrate aussprach. Er schlägt jedoch vor, die amerikanischen Delegierten auf der Abrüstungs- und Weltwirtschaftskonserenz zu be­vollmächtigen, Verhandlungen mit den Schuldner - Regierungen zu führen. Diese Verhandlungen sollen sowohl die künftige Zahlungs­fähigkeit der Schuldnerstaaten zum Gegenstand haben, wie auch dazu dienen, Mittel und Wege zu finden, durch die die Zahlung erleichtert werde» kann.

*

Neuyork, 24. November. Während seiner Rückreise nach Atlanta erklärte Roosevelt im Zuge, die Schuld- neruatione» könnten sich mit der amerikanische Regie­rung am zweckmäßigste» und wirksamsten aus diplo­matischem Wege in Verbindung setzen. Er sei der Meinung, daß ein einzelner Schuldner jederzeit Gele­genheit haben kollte, seinem Gläubiger Tatsachen und Vorstellungen zu unterbreiten, denen der Gläubiger immer wohlwollende und gründliche Erwägung zuteil werden lassen sollte. Er stimme mit Hoover vollkom­men überein, daß es sich bei den Kriegsschulden um Darlehen handelt, die in der Annahme gewährt wur de», daß sie zurückgezahlt werden würden, daß jedes dieser Darlehen isoliert erhoben werden sollte, daß Vereinbarungen die Zahlungsfähigkeit berücksichtigen

sollten und daß die Schulden mit Reparationen nichts zu tun haben.

Amerikanisches Darlehen?

Neuyork, 24. November.

Wie die NeuyorkerEvening Post" mitteilt, find in Wallstreet hartnäckige Gerüchte im Umlauf, wonach das Bankhaus Morgan u. Co. Londoner Privatbanken die Zusicherung gegeben habe, daß im Falle der Zah­lung der britischen Schuldenrate an Amerika am 15. Dezember nötigenfalls ein erheblicher Kredit zur Stützung des Sterlingkurses gewährt. ,

England hofft noch immer

London, 24. November.

Die Morgenblätter zeigen keine Neigung, die gestri­ge Erklärung Hoovers über das Schuldenproblem allzu tragisch zu nehmen. Der allgemeine Eindruck ist, daß der Präsident die Tür zu weiteren Verhandlungen nicht geschlossen hat; man rechnet so­gar mit der Möglichkeit, daß schließlich doch nicht aus der Zahlung der Dezemberrate bestanden werden wird.

Man erwartet ferner, daß die britische Regierung ohne Verzug in einer ergänzenden Note gewichtige Argumente für Gewährung eines Zahlungsaufschubs anführen wird. Auf jeden Fall hält man es für sicher, daß Amerika bei den im nächsten Jahre fälligen Zah­lungen keine rein negative Haltung einnehmen wird

Znflationsgefahren inFrankrelch

Von unserem Pariser Korrespondenten

Paris, 24. November.

Es ist ein Ereignis von kaum abzuschätzender Tragweite: die neue 4,5prozentige Anleihe vermag nicht in die Paristellung hinaufzurücken und schwankt zwischenden Börsenkursen 96 und 97, bei sehr ge­ringer Nachfrage. Das will in erster Linie besagen: Die vielen Millionen Kleinrentner, die ver­trauensvoll in die Konvertierung einwilligten und ihre alten Titel zum Hunderlerkurse eintauschten, er­leiden einen Kapitalverlust von 34 v. H. Sie hätten es sich vor wenigen Wochen noch gewiß nicht träumen lassen. Man hatte alle Vorkehrungen getrof­fen, um den Rentenmarkt so zu gestalten, daß das kon­vertierte Papier mit fast mathematischer Sicherheit über 100 notieren mußte, woraus sich dann natürlich ein augenfälliger Gewinn ergeben hätte. Umso stärker war die Erregung, als gleich am ersten Tage der Kurs von 97 nur mühselig überschritten wurde. Ein großes Wochenblatt spricht offen von einemBetrug", und an maßgebender Stelle ist man voller Besorgnis über das unzweideutige Sturmzeichen. Die neue Rente sollte dasbeste und sicherste Anlagepapier der Welt" darstellen. Wie aber nun, wenn sie in Frankreich selber nicht aus Pari zu bringen ist, womit zugleich all diejenigen als unverbesserlich Dumme erscheinen, die mit so starker Zuversicht die vielen Milliarden zeichneten? Aber die materiellen Folgen sind natür­lich viel fühlbarer als die moralischen, um die sich in solchen Dingen nieinand zu kümmern pflogt. Der französische Staat und die ihm untergeordneten Stellen brauchen in kurzer Frist gewaltige Beträge man spricht von insgesamt 40 Milliarden Franken, die auf dem Anleihewege beschafft werden sol­len. Unter welchen Bedingungen kann dies nunmehr geschehen, da sich Solches an dem grünen Rentenholze ereignete? lieber welchen Kredit verfügen jetzt noch die großen Eisenbahngesellschaften mit ihrem unge­heuren Defizit, die großen Verwaltungen, die Kolo­nien? Und wie gestalten sich die Aussichten des fran­zösischen Staates selber, wenn er seinen Haushalt ins Gleichgewicht bringen will und ihm dafür letzten Endes kein anderer Weg als den der Anleihe übrig bleibt?

In Wirklichkeit steht Frankreich vor einer der folgenschwer st en Entscheidungen, die es seit Kriegsende auf finanziellem Gebiet zu treffen hatte. Die Oppositionspreffe begnügt sich da­mit, auf die trüben Zeitin von 1926 hinzuweisen, auf diesinnlose Kartellpolitik", die jetzt wiederum einge­setzt habe und mit langsamer Sicherheit das Ver­trauen untergrabe. Noch liegen die Goldbarren in den Stahlkellern der Bank von Frankreich, noch sei der französische Franken die bestgestcherte Devise der Welt; aber dies alles könne ein mehr oder minder rasches Ende nehmen, und es müsse soweit kom- men, wenn der Muustertzräsidenl Herrwl trotz seines

feierlichen Schwurs wieder tn die alten Irrtümer zurückfalle.

Die gegenwärtige Lage hat natürlich mit den Zu­ständen vor sechs Jahren, wo es sich um eine schwebende Schuld handelte, nichts weiter ge­mein, und die Technik eines Poincare müßte heute st^erlich versagen; die Folgen jedoch können in bei­den Fällen die gleichen sein, und man malt den Teu­fel durchaus nicht an die Wand, wenn man von einer offenen Jnflationsgefahr spricht, die Frank­reich gegenwärtig bedroht. Viel wäre ohne Zweifel gewonnen, wenn es gelänge, den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen, und zwar durch gemein­same, auf Me Bevölkerungsschichten verteilte Opfer: Der moralische Gewinn wäre dabei noch viel größer als der materielle. Was aber denken darüber zum Beispiel die französischen Beamten? In einer Ver­sammlung ist die Bildung einesAktionskomitees" beschlossen worden, das den Willen und die Mittel zum Widerstande organisieren soll. Unter denMit­teln" sind aufgezählt:Systematische Störung der öffentlichen Dienstzweige durch die buchstäbliche An­wendung der Reglements (!), Vernachlässigung des Dienstes, und unter Umständen gleichzeitige und all­gemeine Niederlegung der Arbeit in sämtlichen Ver­waltungen."

Der Staat will die schrumpfende Wirtschaft da­durch ankurbeln, daß er den Kammern ein umfang­reichesProjekt zur nationalen Aufrüstung" unter­breitet: das gleiche Heilmittel sollte vor Jahren schon von dem damaligen Ministerpräsidenten Andre Tar- dieu verabreicht werden, und zwar zu einem ent­gegengesetzten Zwecke, oder doch wenigstens unter gänzlich verschiedenen Umständen. Das Kind ist da­durch nicht kräftiger geworden, daß es einen andern Paten erhalten hat; umsonst wohl auch bemühen sich die Sozialisten, ihm durch ihre Gegenvorschläge in der Finanzkommission neues Blut zuzuführen und damit eine finanztechnische Operation zu verbinden. Sie gehen von der richtigen Erwägung aus, daß es gegen­wärtig für Frankreich kaum eine schlimmere Gefahr geben kann, als die der Thesaurisation; daß man mit allen Mitteln dahin gelangen muß,die Leinen- strümpfe zu mobilisieren", und zwar natür­lich zu produktiven Zwecken. Wenn ein Nibelungen­schatz von mehr als 50 Milliarden Franken dies find die offiziellen Ziffern unter dem Stroh der französischen Matratzen begraben ist, so scheint dies ohne Zweifel als ein sehr bedenklicher Zustand, in finanzieller sowohl wie in wirtschaftlicher Beziehung. Wenn jedoch die Sozialisten mit einem Schlage 30 Milliarden für öffentliche Arbeiten for­dern und diese Riesensumme auf dem Anleibeweg beschaffen wollen, so muß man hier von einer Utopie sprechen, durch die die schleichende Inflation, in der sich Frankreich gegenwärtig befindet, mit einem Schlage in eine offene verwandelt werden würde

Es bleibt kein anderer Weg als der von C a i 1 -