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Noe Sktmmmg an die Kriegsseil: der Rnffen-Sriedhos vor den Toren Kaffels

Lebt Lebt Lebt

das Material, wurde, traf sich

seines Wirkens Früchten, seiner Kinder Taten, seiner Enkel Mund

itechts: Ueberall ischuf des Gärtners Hand ein . rundliches Bild

Glücklich, glücklich nenn ich den, Dem des Daseins letzte Stunde Schlägt in seiner Kinder Mitte;

Solches Scheiden hei&t nicht Sterben, Denn er lebt im Angedenken,

Zwischen fichten Bir­kenstämmen stehen die Tafeln des Todes

Sommertagen gi

drinnen tausendstimmiges Konzert. Zwei­tausend kleine schwarze Holzkreuze stehen

schen hinter der dichten Hecke und an libt die Vogelwelt dort

zu den chlüssel

Gras schoß in unbändigem Drai Bäumen empor, als unser

Der Friedhof der zweitausend Vergessenen

inkst Abendnebel

eigen über den!

zemen Kreuzen

eben dem prunkvollen Friedhof der y? in deutscher Kriegsgefangenschaft * gestorbenen englischen Soldaten, der auf den Höhen bei Niederzwehren mit allen Kennzeichen englischer Gar­ten- und Friedhosskunst angelegt wurde, liegt ein anderer. Seine kleine Pforte ist nicht offen wie das riesige Portal des Nachbarn, der Blick schweift nicht wie in jenen frei hinein über die Külte schnee- weitzer Steine: Büsche und Bäume rau-

zöstscher Architekt und ein Bildhauer baben ihn entworfen. Sammlungen im Lager brachten die Mittel dazu auf und aus den- Balhorner Sandsteinbrüchen holten die Gefangener

Als er 1916 eingeweiyt

das ganze Lager hier zu einer stim­mungsvollen Feier. Ansprachen in allen Zungen wurden gehalten, und die eigene

Grauer Herbsttag über dem Gefangenenlager von Niederzwehren gefangene lebten in den Baracken

Auge reicht. Sie tragen Nummern und nur am Wegrand kündet eine Tafel, wessen Körper dort unterm Kreuze in der Erde ruht. So schreitet man die unheim­liche Front der Tafeln und Kreuze ab fast ausschließlich sind es russische Namen und immer wieder kehrt die Zahl 1915 als Todesjahr wieder.

Siebzehn Jahre ist es her...

Im Januar 1915 traten die ersten Flecksieberfälle im Kaffeler Gefangenen­lager auf, das damals etwa zwanzrg- taüsend Kriegsgefangene beherbergte. Aus dem Garnisonfriedhof wurden die ersten Toten der immer mehr um sich greifenden Seuche beigesetzt. Bald aber, schon im März, stieg die Zahl der Opfer auf bis zu fünfzig am Tage da wurde das erste Grab draußen auf den Höhen jenfeits des Lagers geschaufelt. Eine fieberhaft arbeitende Hilfsaktion setzte ein. Noch aber war der Uebertrager der furchtbaren Krankheit nicht gefunden. Professor Förster-Jena war es, der dann die Bekämpfung ermöglichte, als er die Läufe als Verbreiter der Seuche entdeckte. Unter Mithilfe von etwa achtzig kriegs­gefangenen Aerzten und dem deut­schen Sanitätspersonal wurde die erste Schlacht gegen die Seuche gewonnen. Kompanieweise wurden die zwanzig­tausend Lagerinsasien entlaust, oft ge­waltsam in den Baracken hinter Stachel­draht zurückgehalten, um neue Infek­tionen zu verhüten. Mitte Mai 1915 ließen die Sterbefälle nach. Auch Deut­sche waren unteren den Opfern...

Hier stehen wir vor dem schlichten Stein, der inmitten der tausenden von fremden Namen rund um ihren Tod in die Erinnerung zurückruft. Am jen­seitigen Ende des Friedhofes ragt ein anderer Stein, den die Lagerinsasien ihren toten Brüdern setzten. Ein ftan-

Kreuz unter Margueriten

Musikkapelle und der Gesangverein der Gefangenen warteten mit Vorträgen auf. Noch lagen auf dem Friedhof Eng­länder, Franzosen, Belgier, Russen und Rumänen... 3600 Tote...

Nach Kriegsende waren die Franzosen die ersten, die ihre Toten in die Heimat zurückhollen. Dann erwarb England einen Teil des Friedhofsgeländes, um dort einen eigenen Sammelfriedhof ein­zurichten und überführte im Laufe der Jahre 21/23 Angehörige aus allen Teilen Süddeutschlands nach hier. Auch die Belgier bestatteten zum größten Teil ihre Toten in heimischer Erde. So blieben die Russen saft allein zurück. Eine ein­zige Besucherin aus Rußland ist in den vielen Jahren seit Kriegsende hier ge­wesen, um das Grab ihres Gatten zu be­suchen ...

Nahm sich die Heimat ihrer nicht an, so übernahm der deutsche Staat die Pflicht für eine Erhaltung der letzten Ruhestatt zu sorgen. Sechshundert Mark im Jahr sind ausgesetzt, den Friedhof in würdigem Kleid zu erhalten und in Gärtner Wittwer, der schon die Anlage des Friedhofes während der Kriegszett leitete, hat das vergessene Fleckchen "Erde vor den Toren Kassels einen sorgenden Freund gefunden. Hier ist nicht der kalte Prunk des englischen Friedhofes neben­an hier, fühlt jeder, spricht das Herz. Und so nimmt des Gärtners Sorgfalt und Taktgefühl dieser Stätte der schwar­zen Holzkreuze das Furchtbare: Friedhof von zweitausend Vergeffenen zu (ein.

Ed. Schulz-Keffei.

knarrend die kleine Eisenpsorte erschloß. Mit goldenen Strahlen strich die Nach­mittagssonne durch die Hecken, vergoldete die Stämme der Birkenbäumchen, die die wohlgepflegten Wege getreulich begleiten und zauberte den tausenden von Mar­gueriten feenhafte Gesichter. Schwarze kleine Holzkreuze, so niedrig, daß der Blumen hohe Stengel sie oft überragen, stehen in Reihen von zehn soweit das

hier in Reih und Glied so wie die Männer einst den deutschen Fronten gegenüberstanden, die jetzt hier tausende von Kilometern von der Hermat entfernt ihre letzte Runestatt fanden.

Es ist ein Friedhof der Vergessenen. Mm fühlte es, wenn mau sommertaas sich in Niederzwehren den Schlüssel hotte und dann, einsam auf weitem Feld, die Höhen hinaufschritt, die einst des Gefan­genenlagers Barackenstadt bedeckte. Heute zeugen hier nur noch ein paar Feldwege und etwas Steinpflaster davon und ein Schild, das in englischer Sprache zum englischen Militärfriedhof weist. Von dem andern kein Wort...

Die Margueriten blühten und das

Aus Balhorner Sand­stein errichteten dieGe» fangenen selbst dieses Ehrenmal

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5 Wasili Spiridonow 2?OJ.R 4 ft. ^1915 4 Wasili Potschenko 209J.R + ft- 10-ÄW SSidorBawin 314.1R-+ 5. 4.1915 5 Rlexai DaschzuK 150.1 R.t 15. 4-1915 7 KonstontinBegdanswttZJ.R f 13.10.W« 8 ÄfanasiTretjakoff 53.5ib.R. t S. 4.151- ä Dimitri Tolstik 25t.J. R. f 13.10.1918 iöFranciseekHaiti&fai] 13J.R. + 13. 4.1915

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