Tiummer 269*
Oienstag/Mittrvoch den 15/16. November 1932
22. Jahrgang
Europäische Gespräche
Zu
Novelle von Paul Ernst: Ein Mensch lernt beten
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feine Dhesen mehr aufzustellen, die diesem Grundsatz französischen Memorandums schärfsten Widerspruch auf deutscher Seite auslösen müssen. Die Differenzierung, die int Grundsatz nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, soll in die Durchführung der 2 Abrüstungsbestimmungen eingeschmuggelt werden. Dies gilt zum Bei-
über „Die Sprache im politischen Geschehen“, „Die rote Wirtschaft“, Wetter im Osten“ und „Schriften an die Nation“.
Gerhart Hauptmanns 70. Geburtstag: Beiträge von Prof. J. Petersen. Alfred Döblin, Prof. Paul Graener, D. Dr. Otto Dibelius, Karlheinz Martin u. a.
Daß es Deutschland um die Sache des Friedens vor allem geht, haben alle amtlichen und maßgeblichen Berliner Erklärungen der letzten Zeit eindeutig festgestellt. Als die deutsche Delegation die Abrü- tungskonferenz verließ, verbreitete eine geschäftige Propaganda, es sei Deutschland keineswegs um die Abrüstung zu tun, sondern allein um die eigene Wiederbewaffnung. Eine Propagandalüge, gewiß, aber eine, die, im Zusammenhang gebracht mit der inneren Gärung im Seite und mit der Kräfteverlagerung nach rechts, ihre Wirkung auf die Weltöffentlichkeit nicht verfehlt hat. Es ist darum sehr zu begrüßen, daß Papen und Schleicher nunmehr eine regelrechte internationale Gegenpropaganda betreiben, indem sie nicht müde werden, in Aufsätzen und Interviews in der Weltpresse zu betonen, wo das Endziel aller deutschen Wünsche liegt: in der allgemeinen gleichberechtigten Abrüstung auf dem tiefstmöglichen Niveau.
Der deutsche Standpunkt ist damit in weitem Rahmen gekennzeichnet, auf Grund dessen Freiherr von Neurath sich in die Genfer Gespräche einschalten kann. Natürlich kann es sich dabei nur um persönliche Aussprache handeln und um eine inoffizielle Fühlungnahme. Ehe Deutschland an offiziellen Abrüstungsverhandlungen wieder teilnehmen wird, haben die anderen das Wort: das .Wort zur offiziellen Zusiche-
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spiel für sie Dienstpflicht, deren Dauer für die einzelnen Staaten nach dem französischen Wunsch unterschiedlich zu bemessen wäre. Es kann kein Zufall sein, daß die ersten Mitteilungen über diesen sehr "wesentlichen Punkt nicht ans Paris direkt kamen, sondern daß sie zuerst in der polnischen Regierungspresse veröffentlicht wurden. Das offiziöse Warschauer Blatt, entgegenstehen; ein Fortschritt, den Berlin durchaus anerkennt, wenn auch ganz wesenlliche Punkte des das sich diese kleine Indiskretion leistete, bemerkte in einer für das deutsche Volk gewiß schmeichelhaften Weise, man könne einen polnischen Bauern nicht in der gleichen Zeit durchbiboen wie etwa einen deutschen Arbeiter. Aber schon die internationale Höflichkeit wird Deutschland verbieten, derartige Unterscheidungen neuerwachter polnischer BeBscheidenheit anzuerkennen. eRichskanzler von Papen, der sich in der letzten Zeil häufig mit ausländischen Journalisten über den Fragenkomplex der Abrüstung unterhielt, hat die gesamte deutsche Oeffentlichkeit hinter sich, wenn er erklärt, das einzige Potential, das anerkannt werden muß, seidieLängederGrenzen und die spezifische Art der Nachbarschaften. Nach diesem Potential, dessen Atüvendung übrigens zum ersten Mal gerade von polnischer Seite gefordert worden war, wird zu berücksichtigen fein, daß Deutschland längs feiner gesamten West- und Ostgrenze das gleiche Recht auf Verteidigung zugestanden werden muß, das beispielsweise Frankreich beim Bau seines riesenhaften Festungsgürtels für sich in Anspruch nahm.
Derartige Erörterung von Einzelfragen greift scheinbar der Frage des Tages voraus, die allein lautet: Gleichberechtigung oder nicht? Es ist aber nur ein sehr äußerlicher Unterschied in dieser Problemstellung. Tatsächlich versuchen die von Frankreich vorgeschlagenen Ausführungsbestimmungen schon den Kern der Sache zu präjudizieren. Deutschland wird ich aber das gleiche Recht, das es mit überwältigender Einmütigkeit fordert, durch keine Formeln und von keinen Voraussetzungen verfälschen lassen. Man dürfte in den letzten Wochen auch in London erkannt haben, daß mit einer allein formalen Rechtsgleichheit, der keine praktische Gleichheit der realen Machtverteilung entspräche, die Sache des Friedens in keiner Weife geordert wird.
Mleo Sie ii dieser Hammer Meis:
Die neue Beilage „Volk und Staat“ mit Beiträgen
Rings nm den Herriotplan
lEigener Drahtbericht.)
Papens Parteiführer-Besprechungen
Heute Kaas beim Kanzler / Der Empfang der sozialdemokratischen Führer / Das Echo des Pariser Abrüstungsplanes
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Das europäische Gespräch gerät wieder in Gang. In wenigen Tagen wird Freiherr von Neurath gemeinsam mit Sir John Simon und Paul-Boncour am Genfer Beratungstisch sitzen, natürlich nur, um den Bericht des Lytton-Ausschusses über die mandschurische Krise entgegenzunshmen. Die Staatsmänner dürften aber bei dieser Gelegenheit bemerken, daß es immerhin näherliegende Konflikte gibt als jene, die in der fernen Mandschurei sich äbspielen. Nach den jüngsten Erklärungen, insbesondere nach der Rede des britischen Außenministers, ist anzunshmen, daß diesmal mit verstärkter Kraft der Versuch unternommen wird, Deutschland zur Rückkehr in den Schoß der alleinseligmachenden Abrüstungskonferenz zu bewegen.
Deutschlands Haltung gegenüber diesen Veresuchen und Versuchungen ist klar vorgezeichnet. Das Reich wird sich an den internationalen Abrüstungsarbeiten beteiligen, sobald eindeutig und unmißverständlich festgestellt ist, daß deren Ergebnisse für alle Partner, also für die Rüstungsstaaten wie die einseitig Entmachteten, gleichmäßig gelten soll oder, um es juristisch auszudrücken, sobald Uebereinstimmung darüber besteht, daß die Abrüstungskonvention einer — hoffent- lichen nahen — Zukunft den Teil 5 des Versailler Vertrages ersetzt.
Die Entwicklung der letzten Monate scheint sich diesem Ziel zu nähern, das die Voraussetzung aller prak- । tischen Abrüstung ist und bleibt. Selbst das eben ver- 1 offen tlichte Pariser Rüstrngsmemorandum vermag
Die Einladung an Hitler
Von unserer Berliner Schrtftlettung.
dann der Kanzler nach Süddeutschland, wo er den Regierungen in Stuttgart, Karlsruhe und Darmstadt einen Besuch abstattet. Er wird am Montag wieder in Berlin eintreffen und dann dem Reichspräsidenten von Hindenburg Bericht erstatten.
Man nimmt an, daß der Reichspräsident dann von sich ans noch einmal Gelegenheit nimmt, persönlich mit den Parteiführern Rücksprache zu nehmen. Ans diese Weise wird völlige Klarheit geschaffen, ob eine Erweiterung des Kabinetts Papen zu einem Kabinett der nationalen Konzentration möglich ist oder nicht. Man ist in dieser Hinsicht nach wie vor sehr wenig zuversichtlich, aber auf jeden Fall wird der Kanzler den nunmehr unternommenen Versuch zu Ende führen. Alles weitere wird dann natürlich der Entscheidung des Reichspräsidenten überlassen werden.
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Gregor Strasser fordert heute aufs neue in einem Artikel in der nationalsozialistischen Parteikorrespondenz die Einschaltung der „außerordentlich starken aufbauwilligen, opferbereiten, energiegeladenen Kräfte des Nationalsozialismus in die Staatsführung, und zwar,“ so schreibt er, „ganz ohne Widerspruch, ungeteilt und uneingeschränkt, garantiert allein durch den Entscheid des Schöpfers und trijhrers der Bewegung“.
Loudon: „Wertvoller Beitrag"
Der französische Abrüstungs- und Sicherheitsplan (Siehe Seite2!“ wird von der englischen Presse als wertvoller Beitrag zum Abrüstungsproblem und als geeigneter Ausgangspunkt für Besprechungen bezeichnet. Es wird aber auch erklärt, daß es sich nicht um Vorschläge handele, die in Bausch und Bogen angenommen oder abgelehnt werden müßten.
In den konservativen Blätter werden Zweifel an der praktischen Durchführbarkeit einiger Punkte geäußert, vor allem in Bezug auf die Rolle, die dem Völkerbung im Falle eines bewaffneten Konfliktes zugedacht ist.
Das Arbeiterblatt „Daily Herald“ begnügt sich mit der Forderung, Sir John Simon solle die Hauptgedanken des französischen und des amerikanischen Planes energisch unterstützen und namens der britischen Regierung einen ebenso entscheidenden Beitrag zum Abrüstungsproblem leisten.
Der liberale „New Chronicle“ sagt, bei den interessanten Vorschlägen blieben u. a. einige wesentliche Punkte unklar, z. B. die Frage des Umfangs der Armeen mit kurzer Dienstzeit und die der Kolonialtruppen.
„Daily Telegraph“ stellt fest, daß die „zur Definition des Angreifers“ empfohlene Methode mit der britischen Auffassung in Widerspruch stehe.
„Times" schreibt, der französische Plan enthalte einige Punkte, die auf den ersten Blick hin schwerlich als annehmbar betrachtet werden könnten, aber der allgemeine Sinn des Planes stehe im Grunde nicht in Widerstreit mit den Vorschlägen, die von der britischen Regierung in großen Zügen bekanntgegeben worden seien. Somit brauche kein endgültiges Hindernis gegen eine Verschmelzung der Vorschläge Frankreichs, Großbritanniens und Amerikas über einen Plan der Rüstungsverminderung und -begrenzung zu bestehen. Ein solcher Plan sollte überdies von Anfang an der deutschen Forderung nach Gleichberechtigung Genüge tun, indem er keine dauernde Unterscheidung in qualitativer oder quantitativer Beziehung zwischen dem deutschen Wehrsystem und dem anderer Nationen mache. Der Prozeß tatsächlicher Angleichung könne natürlich nur schrittweise vor sich gehen.
Paris: Beruhigung rechts
Rach der Veröffentlichung des Wortlauts des stan- -önichen Abrüstungsplans zeigen sich die nationalistischen Pariser Blätter jetzt weniger beunruhigt als bei früheren Betrachtungen. ..Echo^e Paris“ bezeichnet den Plan als ein ideologi- Ees System, der lediglich den Intellekt zufriedenstelle, mit den praktischen Forderungen aber nur zufällige Berührungspunkte aufweise. Immerbin sei das Dokument als bedeutend besser zu bezeichnen als der Entwurf: man habe nämlich inzwischen sich sehr fühlbar machende textliche Aenderunaen vorgenommen. — „Aven! t“ nennt den Plan verworren. Er ver-
th. Berlin, 15. November.
®er Reichskanzler ist von seiner gestrigen Reise nach Dresden nicht direkt nach Berlin zurück- gekehrt, sondern hat sich gestern abend erst nach Halle begeben. Er wrrd heute früh in der Nähe von Halle auf dem Gute eines seiner Freunde mit politischen Persönlichkeiten Zusammentreffen und wird dort — ebenso wie am vorigen Sonnabend in Schlesien — eine Reihe Besprechungen führen, die mit der Frage einer Zusammenkunft mit Adolf Hitler im Zusammenhang stehen. Sie Einladung des Kanzlers an 21 i>OIf Hitler zu einer Besprechung in Berlin ist gestern nach München gelangt, aber im Brannen Hause hat man noch keine Stellung dazu genommen.
Man nimmt zwar in Berliner politischen Kreisen an, daß Hitler am Donnerstag in Berlin sein wird, aber es ist dabei doch noch fraglich, ob die Anwesenheit des Führers der Nationalsozialisten wirklich das Ziel einer Unterredung mit dem Reichskanz- ler verfolgt, oder ob Hitler nicht vielmehr zum Zwecke von Verhandlungen anderer Art nach Berlin kommt, jedenfalls ist eine Entscheidung darüber, ob er die Einladung des Kanzlers annimmt, noch nicht gefallen, und es besteht durchaus die Möglichkeit, daß erst nach der Ankunft Hitlers in Berlin am Donnerstag Klar- beit darüber geschaffen wird, ob Hitler nun wirklich zum Reichskanzler geht, oder ob er sich mit den oppositionellen Kreisen in Verbindung setzt, die zwar ebenfalls Verhandlungen über die Herstellung einer nationalen Konzentration als Regierungsbasis führen, aber nicht mit dem Ziel einer Untermauerung des Kabinetts Papen, sondern vielmehr im Gegensatz zur jetzigen Reichsregierung und mit einer ausgesprochenen Spitze gegen die Absichten Papens.
Der Reichskanzler trifft heute mittag von Halle wieder in Berlin ein und wird heute nachmittag den Führer des Zentrums, den Prälaten Kaas, empfangen. Morgen werden die Besprechungen m't dem Führer der Bayerischen Bolkspartei, Staatsrat Schäffer, und mit dem Vertreter der Sozialdemokraten statffinden.
Die Besprechungen mit der SPD.
Wenn der Reichskanzler auch mit den Sozialdemokraten Fühlung nimmt, so hat das feinen Grund darin, daß man einerseits feststellen zu können glaubt, baß in manchen sachlichen Fragen die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der SPD garnicht so groß sind. Das gilt beispielsweise für bestimmte Vorschläge im Rahmen der Reichsreform. Ferner wird aber die Besprechung zwischen dem Kanzler und den Sozialdemokraten nicht nur dieser Prüfung einer eventuellen Uebereinstimmung in manchen sachlichen Fragen, sondern vor allem dem Problem der Bildung einer Mchrheitsregierung im neuen Reichstag gelten.
Da man sowohl in der Umgebung des Kanzlers als auch in anderen politischen Kreisen einem Erfolg der jetzt geführten Parteiführer-Besprechungen sehr skeptisch entgegensieht, und da andererseits auch die Bemühungen, ein Kabinett auf parlamentarischer Basis gegen das Kabinett von Papen zustande zu bringen, vorläufig recht wenig Aussicht auf Erfolg staben so muß man sich, wenn man nicht zur sofortigen Wiederauflösung des Reichstages gelangen will, natürlich mit der Frage einer Vertagung vertraut machen, und bei einer derartigen Abstimmung würden die Sozialdemokraten eine gewichtige Rolle spielen. Es ist anzunehmen, daß auch über dieses Problem zwischen dem Kanzler und dem Vertreter der SPD. gesprochen wird, so gering auch die Aussichten fein mögen, daß man auf dieser Linie mit den Sozialdemokraten zu einer Vereinbarung gelangt.
Der in manchen Blättern erörterte Gedanke, daß Hitler sich eventuell durch andere nationalsozialfftische Politiker bei einem Besuche beim Kanzler vertreten lassen könnte, ist wieder in den Hintergrund getreten, denn der Kanzler hat in seinem Schreiben an Hitler entscheidendes Gewicht barauf gelegt, daß er mit Hitler eine persönliche Aussprache haben müsse, wenn man wirklich zu einer bestimmten Klärung gelange» wolle^ Besprechungen des Kanzlers mit Göring, Frick oder straffer kommen daher in diesem Falle nichtinBetracht. Obes demgemäß zu einer Fühlungnahme zwischen Regierung und Naiionalsozia- listen komistt, wird lediglich von der Entscheidung Hitlers abhängen.
Die Reise nach Süddeutsch^ nd
Die ursprünglich für heute in Aussicht genommene Kabinettssitzung wird voraussichtlich am Donnerstag stattfinden, da der heutige unb der morgige Tag durch die Parteiführerbefprechungen in Anspruch genommen ist. Am Donnerstag abend begibt sich
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeilung Kasseler Tageblatt Hessische Abendzeikung
suche, absolut heterogene Dinge in Einklang zu brin- gen. Das ganze System der Friedensverträge fei als verloren zu ^betrachten, sobald man erst einmal eine Bresche geschlagen habe. Frankreich müsse „stark“ bleiben und sich als „starkes Land“ direkt mit Deutschland auf der Grundlage der Gleichheit verständigen.
। „Quotidie n“ schreibt, die Bestimmungen des Planes hätten die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa zur Voraussetzung, weil er einen überstaatlichen Oberbefehl vorsehe. .Mspublique“ meint, Frankreich weise in dem Plan Deutschland Wege, wie die Gleichberechtigung verwirklicht werden könne.
Der sozialistische „Populaire“ erklärt, der Plan sei unter der Voraussetzung gutzuheißen, daß alle Länder durch ihn gleiche Rechte und Pflichten erlangten.
Berlin: Starke Bedenken
Der französische Abrüftungsplan wird von einer ganzen Reche Berliner Morgenblätter bereits ausführlich kommentiert.
Die „V o s s i s ch e Zeitung“ bezeichnet als das Gesamrcharatteristikum liegen der Verquickungen t>on Problemen, die auf ganz verschiedener Ebeüe liegen, die mangelnde Durchsichtigkeit des Wortlautes. Der Plan sei viel zu klausnliert, als daß ein oft enttäuschtes Volk daraus sofort Hoffnungen schöpfen könnte. Und doch müsse er die Basis einer Aussprache bilden. Es bedürfe eines klaren deutschen Gegenprogramms, das wohl an die Grundidee der Miliz anknüpfen könne, aber im übrigen den berech- tigten eigenen Sicherheitsforderungen zu entsprechen habe.
Tie '.Deutsche Allgemeine Zeitung“ hält es für völlig unmöglich, daß Deutschland sich mit Formulierungen zufrieden gebe, die sein juristisches Anrecht auf Gleichberechtigung weiter bestritten. Eine Regelung der Gleichberechtigungsfrage sei völlig undenkbar auf rein empirischem Wege. Es wäre ein schwerer Fehler, wenn wir uns etwa sagen wollten, daß auf Grund des französischen Planes und einiger Andeutungen, die er enthalte, im Verlauf von künftigen Verhandlungen die Gleichberechtigung heraus- zukristallisieren sei, gewissermaßen als Schlußpunkt der ganzen Angelegenheit.
Der „Tag“ spricht von „Herriots Sabotageplan“ und der Eröffnung der „Generaloffensive gegen Abrüstung und Gleichberechtigung“.
Roosevelt nimmt
Hoovers Vorschlag an
Albany (Nenyork), 15. November.
Roosevelt hat in einem Telegramm an den Präsidenten Hoover dessen Einladung zu einer Konferenz in Washington angenommen. Er erklärte jedoch, er könne noch keinen bestimmten Tag für diese Aonferenz Vorschlägen.