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greifag, 11 November 1932 / 1. Deilas«
Neues aus Kassel
Kassel, 11. November.
Der aktuelle Laden
Es mar einmal ein Laden. Der halt« den Ehrgeiz, aktuell, fortschrittlich zu sein, — obwohl er nur ein ganz kleiner Laden war, mit einem einzigen Schaufenster, durch das das Lichl von der Straße nur recht spärlich in den dunklen Raum drang, und die alten Brocken des Besitzers, eines alten Antiquitätenhändlers beleuchtete. All seine großen Arlgenoffen, die Warenhäuser, kämpften Jahre hindurch mit der Pleite, ohne sich im geringsten umzustellen. Daß dies aber auch aktuell. — sogar hochaktuell war, das wußte der kleine Laden nicht, denn er mar weit draußen im Norden der Stadt und bekam nur recht selten etwas Aktuelles ,zu hören...
Im Frühjahr, als der letzte Märzlchnee als schmutzigbrauner Schlamm aus der Gosse geschaufelt wurde, und das erste Grün in den Vorgärten sproß, hielt vor der Ladentür ein Auto. An dem stand: M. Kuhlemann, Möbeltransport.
Auf dieses Auto wurde die gesamte bewegliche Habe des Antiquitätenhändlers geladen und ahtransportiert, dahin, von Wannen es heutzutage kein Wiederkommen gibt. Das wußten die meisten, die den „Möbeltransport" sahen, denn das bekannte Wappentier einer preußischen Behörde klebte leuchtend und sichtbar an jedem Möbelstück und machte das diskrete „M. Kuhlemann, Möbeltransport" — eigentlich überflüssig.
Nach wenigen Stunden war der Laden leer, und «N dem Schaufenster klebte ein Schild: Au vermieten.
Drinnen lag der Staub in allen Ecken, die Tapete hing in Fetzen von den Wänden und Mäuse spielten zwischen alten Zeitungen und Stroh. Und nachts leuchtete der Mond herein, wanderte in dem kleinen Raum umher und besah sich das Gerümpel, das in einer Ecke zusammengekehrt lag. Ein alter Plüschfetzen, eine zerbrochene Nippesfigur, ein Stück von einem Stuhlbein, Spinnweben und Dreck — dazwischen ein rundes Papierchen mit der Aufschrift: Preußisches Dollstreckungsamt . . .
Am Tag gingen draußen die Menschen vorbei, warfen im Vorbeigehen einen Blick in den leeren Laden und sagten kopfnickend oder achselzuckend: Ein Zeichen der Zeit. Und da freute sich der Laden, denn er wollte doch aktuell sein.
Es wurde Sommer. Um die Saison auszunutzen, vermietete der Ladenbefitzer den kleinen leerstehenden Laden. Es wurde daraus eine Original-Amerikanische Eiskonditorei. Dom Opapa bis zum Säugling lutschte alles mit Begeisterung das ff. S-peife-Eis, Vanille, Schokolade, Erdbeer, Himbeer und Ananas, zu fünf, zehn, zwanzig u. vierzig Pfennigen die Portion. Man konnte es von weitem hören, — das heißt nicht das Lutschen, sondern das Brummen der großen Eismaschine, die der Inhaber „auf langsam" gekauft hatte.
Der kleine Laden hatte ein anderes Gesicht befom« men. Die Wände waren grün und rot gestrichen, di« Decke geweißt, der Fußboden geölt, di« Tür hatte eine neue Bimmel und die Schaufensterscheibe war schön blank. Es standen da fünf weiß gedeckte Tischchen, eine Menge Stühle und an der Wand hingen Schilder mit mahnenden Worten der Polizeibehörde. Es sah wirklich alles sehr freundlich aus, — das heißt nicht die Polizeiverfügungen. Und manchmal blieb jemand stehen und sagte: „Amerikanisch« Eiskonditorei? Das ist ja ganz etwas Neues." Und dann freute sich der Laden, denn er wollte doch aktuell sein.
Dann wurde es Herbst. Ms di« rauhen Oktoberstürme ins Land zogen und die bunten Blätter von den Bäumen holten, den Menschen die Hüte von den Köpfen rissen und durch die Pfützen jagten, da hielt «s der Laden an der Zeit, sich mal wieder umzustellen. Es ist egal, wovon einem schlecht wird, dacht« er, — die Original-Eiskonditorei verschwand und ein Parteibüro zog ein. Dieses Parteibüro hatte di« Aufgabe, mit Flugblättern, Bildern und Schriften die Menschen „in zwölfter Stunde" zu warnen, eine an und für sich undankbare Ausgabe! Dor allem, da der Laden ja weit draußen im Norden stand. Di« Menschen blieben stehen, schüttelten die Köpfe und sagten: Was die heute alles machen!
Bei der ersten Wahl stellte es sich dann heraus, daß sämtliche Mitglieder der Partei einschließlich der Füh- rer etwas anderes gewählt hatten.
Man nahm es sich indessen gegenseitig nicht übel und hätte die Partei sicher noch dies« Saison weiter bestehen lassen, wenn nicht ein ganz "besonderer Umstand eingetreten märe. Nämlich: das Schaufenster des Parteibüros wurde eingeschlagen. Dunkle Machenschaften von Andersgesinnten.
Zu stundenlangen Borstandsfitzungen wurde der Fall besprochen, und kurze Zeit daraus überrascht« man die aufhorchende Welt mit einer Original unzerbrechlichen Fensterscheibe der Firma Bruch u. Dalles. Es war eine der ersten Glasscheiben dieser Art in Kassel, wirklich ganz was Neues, und der Laden freute sich mächtig, denn er wollte ja aktuell fein. Die Partei aber brach unter dieser neuen finanziellen Belastung zusammen. Bruch u. Dalles ließen pfänden, das Mobiliar wurde versteigert und di« Kampfschriften kaust« ein Tapezierer als Makulatur, einige Tage später war das Parteibüro leer, — di« Partei verschwunden. Man Hatte einen Kegelverein aufgemacht.
Die schöne neue, unzerbrechliche Scheibe aber nahmen Bruch u. Dalles wieder mit, und die gähnende Lücke wurde mit Brettern vernagelt.
Das sah roh und häßlich aus, und es blieb niemand mehr stehen, um den Laden anzufehn. Nur die Kinder, die auf der Straße spielten, nahmen Notiz von ihm. Eie beschmierten die Bretter und warfen Steine durch die Astlöcher.
Da wurde der kleine Laden böse, et verfluchte alles Aktuelle, Neuzeitlich«, Fortschrittliche, er entsagte Ehrgeiz und Eitelkeit und sühnte sich fort nach Ruhe und Frieden.
Daß dies aber aktuell war, sogar hochaktuell, wußte et Gottseidank nicht, denn «r stand weit draußen im Norden der Stadt, und nut selten bekam et etwas Aktuelles zu hören. Ü.
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Das Unglück
-ei Saasen
Etwa 20 Verletzte
Am Mittwoch ereignete sich, wie wir in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe schon berichteten, gegen 7 Uhr 20 Min. ein Zusammenstoß zwischen einem Perfonenzug und einem Güterzug, indem der von Fulda kommende Personenzug auf den im Bahnhof Saasen haltenden Güterzug aufprallte.
Der Güterzug hatte im Bahnhof kurzen Aufenthalt i nehmen, um dann nach Fulda weiterzufahren. Angei lich soll das Unglück auf falsche Weichenstellung i Bahnhof Saasen zurückzuführen sein.
Durch die Schnellbremsen konnte das Tempo des Personenzuges noch in letzter Sekunde abgedämpft werden, wodurch die Wucht des Anpralls vermindett werden konnte. Beide Lokomotiven sind stark be-
PhoU A. Buhl ir„ Gießen.
fchädigt, auch Wagen des Personenzuges und des Güterzuges wurden zertrümmert.
Zwanzig Fahrgäste wurden verletzt. Der Hilfsdienst von Gießen war fofort zur Hand. Die Freiwillige Sanitätskolnne vom Roten Kreuz sorgte für das Unterbringen der Verletzten in der Klinik. Durch das tatkräftige" Zusammenarbeiten sämtlicher Instanzen konnte innerhalb weniger Stunden bereits die Strecke wieder dem Verkehr übergeben werden.
Gänseschicksale
Grün und saftig mie einst im Mai dehnt sich die Wies« unter dem grauen Novemberhimmel, eine Gänse- promenade, wie sie um Martini herum nicht befier gewünscht werden kann. Und schon watschelt es daher im feierlichen Gänsemarsch, ein letzter Ausflug des vielgeschätzten Martinsvogels, ehe sein Schicksalsstündlein schlägt. Vielversprechend schweben die dicken Hängepürzel noch soeben über den Boden, und in schöner Farbenharmonie vermählt sich das Dottergelb der stabilen Patschen und wehrhaften Schnäbel mit dem satten Grün des Grases. 1
„tzchau da, die Madame Wackelpürz! Welche Freu«, Sie noch unter den Lebenden M sehen. Wie? Mit dem Gewicht hapert es? Sie haben es erst auf neun Pfiindlein gebracht? Za, meine Liebe, wollen Sie es nicht einmal mit Stopfen versuchen? Immer tüchtig stopfen, und wenn die Lust wegbleibt! Schauen Sie mich an. Vierzehn gute Pfunde habe ich an, in und auf mir. Gefuttert habe ich, daß ich manchmal am
Was sagen Sie $u meinem blütenweißen Flaum? Famos« Sache nicht? Ein geradezu ideales JülÜfol für das beliebte „Nur ein Viezstelstündchen-Kissen". Aber was glauben Sie, was ich geputzt uwd gezupft und mit dem Schnabel gewetzt habe, bis ein Fdderchen lag wie das andere. Oft genug hat mein Hüter mir zugerufen: Du bist doch die eitelste Gans auf der ganzen Wiese, aber ein Prachtexemplar bist und bleibst Du trotzdem! Schon äußerlich trägst Du ein halbes Kopflisten Daunen auf Dir, nicht zu sprechen von dem, was darunter steckt. —
Ja, wie gesagt, meine Liebe. Man muß eben immer nach Höherem streben, seinen Lebenszweck vor Augen sehen. Wenn der Lichterbaum brennt, Tannen» Lüfte bas Haus durchziehen, dann gedenke ich, als Krönung des Festes in die Pfanne zu springen umd knitze- biaun und knusperig mit süßen^Aepfelaroma auf der Weihnachtstafel zu prangen. So gebührt es mir, denn ich bin eine Prachtgans!
Hessische Martinsgänse in ihrem Element
Phot K. N. N.
Platzen war. Aber gottseidank, jetzt habe ich es geschafft. Ich bin eine Weihnachtsgans comme il faut. Meine schöne Eansseele und was sonst noch zu den beachtlichen Angelegenheiten meines inneren Corpus gehört, sitzt wohlverpackt im leckersten Gänseschmalz wie die Made im Speck. Mein Rückenende ist fest und kugelrund wie eine handliche Kokosnuß, meine zarte Gänsebrust fleischig und von einer Stattlichkeit, die das Master im Munde zu'sammenlaufen läßt. Mein Hals bei aller Schlankheit rundlich und in guter Form.
O, viel Aerger haben Sie Arme gehabt, mit den Jungen, mit dem Herrn Gänserich-Gemahl? Aber Liebste, Beste, wie können Sie nur! Dachten Sie nicht dabei an Ihre wohlzubehütende Galle? War Ihnen die Bewahrung der Köstlichkeit Ihrer zarten, delikaten Leber nicht wichtiger als aller nichtige' Aerger Ares Gänsedaseins? Indolent muß man sein, liebe Freundin, dazu dumm, faul und gefräßig. Nach diesen drei Hauptgeboten muß eine richtige Eans ihr Leben einrichten, um sie hundertprozentig vollwertig chrer letzten Bestimmung zuzuführen.
Schau an, auch Ihr Federkleid ist leider längst nicht so in Form, wie es zu wünschen wäre. Sie sehen etwas ruppig-struppig aus, Beste, etwas de rangiert und mitgenommen. Himmel, der Kotflügel eines Autos hat Sie unsanft gestreift? Ja, was machen Sie aber für schnurrige Sachen! Schließlich ist ein Auto doch groß genug, daß man ihm rechtzeitig aus dem Wege geht.
Schauen Sie nicht so geknickt darein, Madame Wackelpürz, zugegeben, auch an Ihnen ist allerhand dran, wenn es eben auch nur zu einem guten Martini» braten reicht."---
Tuuuut, tut, tut, twuuut heult das heransausende Auto. Madame Wackelpürz hat noch eben mit einem angstvollen Geschnatter den schützenden Straßengraben erreicht. Mitten auf dem Weg liegt di« Vierzehn- pfündige mit beschmutztem Gefieder, die gelben Patschen von sich gestreckt, das Auge gebrochen. „Unsere Beste", brummt wütend der herbeigeeilt« Bauer, ,Frau, das wird ein saftiger Martinsbraten. Morgen hätte sie doch daran glauben müssen!" Kopfschüttelnd watschelt Madame Wackelpürz ihrem heimischen Stalle zu. Man soll den Tag nicht vor dem Abend laben und Weihnachten nicht vor Martini! ,w.
Achtung! Kleinrentner!
Die Auszahlung der 2. Hälfte der Unterstützung für November findet unter Vorlage der grünen Ausweiskarte von 8% bis 12% Uhr statt: Im Bose- heim, Luifenstraße 5 — Montag, den 14. November: Buchstabe A—K; Dienstag, den 15. November: Buchstabe L—Z. In den Büroräumen der Rentnerfürsorge — Holländische Straße 12 — Montag, den 14. November: Buchstabe A—K; Dienstag, den 15. Rov.: Buchstabe L—Z.
Oie Giadiväier tagen
Die Kasseler Stadtverordneten fühlen das lebhafte Bedürfnis, sich nach dem Wahlkampf wiederzusehen. Sie treten am Montag zu einer Sitzung zusammen, die hoffentlich ohne ein Wetterleuchten vom großen politischen Kampfplatz her ausgehen wird.
Auf der Tagesordnung stehen die üblichen ^ahr«- rechnungen von 1930 und diverse Wahlen, sowie die bisher noch unerledigten Anträge der Deutsch- nationalen, wegen der Dienst- und Freiplatze rm Staatstheater. Es ist auch über den Antrag der SPD abzustimmen, der Sondervorstellungen für Unterstützungsempfänger anstrebt.
Auch die Nachforderungen fehlen nicht ganz. So fallen für das Wohlfahrtsamt 32 700 Mark für ärzt- liche Behandlung im Jahre 1931 nachbewilligt werden. Die Ueberschreitung fei, fo erklärt der Magistrat, nicht vorauszufehen gewesen. Es handelt sich hierbei auch um Zahnbehandlung.
Auch die Landgräfin Sabine „spukt wieder". Bekanntlich hätte der preußische Staat lange ihr Legat anerkannt, nachdem die Arznei für die Armen Kassels vom Staate zu bezahlen war. Am 1. Dezember 1930 hat der Staat jedoch diese löbliche Gepflogenheit ab- geschasft, sodaß nunmehr 115 400 Mark schmerzlicher Weife von der Stadt nachzubewilligen, sind. Der Staat hat zwar eine Pauschale zur Ablösung angeboten, eine Einigung ist jedoch noch nicht erfolgt. Die Stadt Kassel ist aber gesetzlich verpflichtet, wenn niemand anderes zahlen will, für dre Arznei der Armen aufzukommen. __
Es folgen dann mehrere Anttäge. Die NSDAP wendet sich dagegen, daß Gräber auf dem städtischen Friedhof auch dann eingeebnet werden, wenn die Angehörigen sie noch pflegen, aber kein Geld haben, das Anrecht zu erneuern. Es wird gebeten, das an sich berechtigte Vorgehen der Friedhofsverwaltung zugunsten des moralischen Rechts der Hinterbliebenen zurückzustellen.
Einen wenig angenehmen Nachgeschmack hat ein Anttag der KPD, der allen Unterstützungsempfängern 30 Mark Beihilfe geben will, da auch die Antragsteller wissen, daß ohne Deckung eine Bewilligung nicht möglich ist, diese Deckung aber nicht vorhanden ist. Ein weiterer Anttag dieser Fraktion aus Ueber- nahme der Mieten der Erwerbslosen auf das Wohlfahrtsamt ist in dieser radikalen Form selbst bei Annahme im Rathaus nicht geeignet, an den Klippen der Aufsichtsbehörden ungefährdet vorbeizusteuern, fo fehr man an sich den Notleidenden jede nur mögliche Unterstützung wünscht. Ebenfalls werden die Städtischen Werke nicht in der Lage fein, nach einem Antrag der KPD die Preise für Gas und Strom St Kleinabnehmer um 50 Prozent zu senken, die Lieferung der Städtischen Werke ist das Rückgrat des Fonds für die Zahlung der Unterftützung. Wer die Einnahmen der Städtifchen Werke verringett, mutz auch sagen, aus welcher Quelle bann die Unterstützungen gezahlt werden sollen. Schließlich wendet sich ein Anttag der KPD gegen die Baracken Im Lindenhof und verlangt anderweittge Unterbringung ihrer Bewohner.
Alarm über einen Alarm
v 9?ur Erprobung
einzelner Teilgebiete deS zivilen Luftschutzes.
Ein hiesiges Morgenblatt hat am Donnerstag in großer Aufmachung berichtet, daß am 21. und 22. November in Kassel eine große Lustschutzübung stattfinde, bei der die Räumung des Staatstheaters und des Landeskrankenhauses fowie abends eine viertelstündige Verdunkelung der ganzen Stadt durchge- sührt werden sollen. Gegen diese Darstellung wendet sich das Polizeipräsidium, vielmehr handele es sich bei der für den 21. und 22. November in Kassel vorgesehenen Hebung um eine interne Veranstaltung, über die wir aus dem Präsidium, in dem Polizei- major Elwanger und Polizeihauptmann Schütze das Gebiet des zivllen Luftschutzes bearbeiten, folgendes erfahren:
Ende November finden, wie in den K.N.R. ange- kündigt, in einigen mitteldeutschen Städten Luftschutzübungen statt, die eine planmäßige Fortbildung der bereits in Ostpreußen und Norddeutschland abgehaltenen Uebungen bilden. Aus Grund der bei den bisherigen Hebungen gemachten Ersahrungen sollen keine großen Schauübungen, sondern nur Einzelerprobungen vorgenommen werden. Die jetzigen Uebungen sind lediglich dazu bestimmt, ganz besondere, noch nicht genügend erforschte Teile des zivilen Luftschutzes einer Klärung entgegenzuführen. Darum werden in Kassel am 22. November in den Nachmittagsstunden die Lustschutzmaßnahmen in einem Krankenhaus und im Staatstheater erprobt und etwa um 23 Uhr ein etwa
3-Minuten-Versuch zur Verdunkelung der Stadt unternommen werden.
Eine Mitwirkung des Publikums bei den Rach» Mittagsübungen ist noch vorgesehen.
Ueber die Durchführung der Verdunkelung und über Maßnahmen, foweit sie die Oeffentlichkeit angehen, ergehen noch besondere Bekanntmachungen. Heute schon aber wird daraus hingewiesen, daß Kranke im Krankenhaus ober Theaterbesucher durch die Ucbung nicht berührt werden. Auch ein Einsatz von Verkehrsflugzeugen kommt nicht in Frage. Eine Verwendung der örtlichen Luftschutzorganisation in Form eines Zusammenwirkens von Polizei, Feuerwehr, Technischer Nothilse usw. findet nicht statt. Schüler werden nur foweit herangezogen, wie sie als Warner und Läufer im Sicherheits- und Hilfsdienst vorgesehen sind.
Es handelt sich hierbei um einen nur kurze Zeit dauernden Versuch, der sich in der Oeffentlichkeit nicht bemerkbar machen wird.
Es soll lediglich erprobt werden, in welcher Weise die Stteifensahrten der Läufer und Warner im Luftschutz am sachdienlichsten einzusetzen sind.
Di« kulturelle Arbeitsgemeinschaft veraiHaltet Montag, den 14. November, abends 20 Uhr, im Landesmuseum, einen Lichtbilderoorttag. Es spricht Dr.-Jng. Text« über: „Sie WeiDelsbwrg." Eintritt frei.
SCHNELLVERBAND
Machen Sie einen Versuch, er wird sich lohnen, und — es ist ein billiges Vergnügen-
® Jawohl? Erst Nrvee-Oeme oder -ÖU dann wie immer einseifen mit Rosier- Creme oder Seife, — — dann rasierens Mag Ihr Bart noch so stark, mag Ihre Haut noch so empfindlich sein: Mit Nivea wird das Rasieren zur Freude.
CREME