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Kasseler Abendzeitung Kasseler Tageblatt Hessische Abendzeitung

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-lummer 261* Sonnabend /Sonntag, 5./6. November 1932 22. Jahrgang

Am Vorabend der Reichstagswahl

Berlin immer noch im Zeichen des Verkehrstreiks / Straßenbahn nimmt Teilverkehr auf / Hochverratsverfahren gegen Funktionär

Anordnungen aus Moskau

Der 6. November

Von unserer Berliner Schriftleitung.

th Berln, 5. November.

in die G. m. b. H.

Es gibt nichts Heikeleres als Wahl-Vorausschätzun­gen. Man ist vor allem durch die schlechten Erfahrun­gen der früheren Fälle gewitzigt, und da diese Fälle noch garnicht lange zurückliegen, ist man in dieser Hin­sicht zurückhaltend bis zur Schüchternheit. Gerade dies-

was gegenüber den 607 Mitgliedern des vorigen Reichstages immerhin ein beträchtlicher Rückgang wäre. Falls die obigen Schätzungen einigermaßen zutreffen, würde man bei der Neuwahl nur zwei Parteien mit Gewinnaussichten haben. Die Kom­munisten, die im letzten Reichstag über 89 Sitze ver­

mal ist es auch besonders schwer, irgend etwas voraus zu berechnen. Man glaubt zwar, eine allgemeine Wahlmüdigkeit feststellen zu können, aber selbst diese Beobachtung ist nicht allgemeingültig. Wenn trotz­dem in den sogenannten Berliner politischen Kreisen einige Zahlentabellen von Mund zu Mund gehen, die sich auf die Zusammensetzung des neuen Reichstages beziehen, so geschieht es diesmal mit noch größeren Vorbehalten als sonst.

Die verschiedenen Zusammenstöße, die sich gestern vor allen Dingen vor dem SMneberger Straßenbahn- Depot, aber auch in anderen Gegenden der Stadt, er­eigneten, habe« dazu geführt, daß abermals zwei Todesopfer und eine große Anzahl von schwer verletzten Personen feftzuftelleu sind. Die Zahl der leichter Verletzten ist sehr groß, und die Zahl der Feft- genommenen liegt zwischen 200 und 400.

W. P. Der fünfte Wahlkampf, den uns die­ses Jahr gebracht hat, nähert sich seinem Ende. Es ist diesmal stiller zugegangen als bei den Wahlschlach­ten des Frühjahres, stiller auch noch als bei der Wahl­kampagne des Sommer- und Ferienmonates Füll. Das ist nicht verwunderlich und in mancher Hinsicht auch nicht zu beklagen. Die Kräfte der Kämpfenden haben die früheren Anstrengungen doch nicht so schnell und so vollständig überwunden, wie man sich gern den An­schein gibt, und vor allem hat es jetzt fast überall an der Munition, an den nötigen Geldmitteln, gefehlt. Man mußte mit den Mitteln sparsam umgehen, man -konnte sich kein wochenlanges Trommelfeuer leisten, man war vielmehr froh, wenn die Munition für ein vorsichtig kalkuliertes und vor allem auf die letzten Tage konzentriertes Wirkungsschießen ausreichte. Die Parteistrategen mögen diese Selbstbefchränkung, die ihnen auferlegt war, beklagen,- die Allgemeinheit wird es, wie gesagt, kaum bedauern, daß ihre ohnedies an-

Im Berliner Verkehrsstreik find im Verlaufe der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen kleinere Sabotageakte verübt worden. Weichen wurden mit Zement ausgegossen, sowie Schienen mit Brettern und Steinen verbarrikadiert. Die Polizei war verjchiedeut-

Don diesem entwicklungsgeschichtlichen Hintergründe heben sich dann auch deutlich die Fragen ab, die gleich­falls am 6. November zur Beantwortung stehen, und die im Grunde doch nur Teilausschnitte aus dem oben I umrissenen Probleme sind. Wird der neue Reichstag ebenso wie das alte Parlament eine braun-schwarze Mehrheit haben, oder wird sich eine Mehrheit nur durch Hinzunahme der Deutschnationalen finden lassen; wird diese so oder so zu errechnende Mehrheit schließ­lich wirklich aktionsfähig sein, oder wird das Parla­ment wieder sein eigenes Todesurteil aussprechen bas alles find Fragen, die ihre volle Bedeutung bereits bann erhaltn, wenn sie unter die charakterisier­ten Gesichtspunkten gestellt werden. Gewiß wäre es eine Illusion, wenn man glauben würde, daß der 6. November nun auch tatsächlich unbedingt klare Ant­worten geben müßte. Bei der gegenwärtigen Verwir­rung der Fronten spricht die Wabricheinlickkeit sogar dafür, daß ein e i n d e u t i g e r S p r u ch der Wähler- lchaft n i ch t z u st a n d e k o m m t. Aber enthebt diese Wahrscheinlichkeit den Staatsbürger der Pflicht -ur Wahlurne zu gehen? Rechtfertigt sie die Wahlrnü-

I fügten, werden zweifellos anwachsen, und ebenso | dürften die Deutschnationalen ihren Bestand von 37 Mandaten vergrößern. Alle anderen Parteien würden sich voraussichtlich verkleinern, denn die Na-

ParoleWahlrecht ist Wahlpflicht" sind diese Stim­mungen nicht aus der Welt zu schaffen; dringlich ist vielmehr, daß der Gang zur Wahlurne als Notwendig­keit begreiflich gemacht wird.

Wenn man den 6. November entwicklungsgeschicht­lich beleuchtet, wenn man ihn also in die Vergangen­heit und die Zukunft einzuordnen sucht, dann ergibt sich, wie uns 'scheint, die Kern- und Hauptfrage, die durch diese Wahl zu beantworten ist, von selbst. Sie lautet: Kann ein Parlament geschaffen werden, das die Aufgabe, Mittler zwi, scheu Volk und autoritärer Regie«

Aus dem Inhalt der heutigen Ausgabe

Artikelserie Nachkrieg: IV. Kapp - Putsch

Das ist so englisch Unterhaltungen in einem eng­lischen Klub

Deutsches Bier fließt über den Ozean

Rene Kraus: Roman eines Filmstars

Prof. E. Waldmann: Künstlerliebe - Rubens und der Jugend Göttin *

Prof. Dr. Emil Utitz: Das Paradies auf Erden

th. Berlin, 5. November.

Am Vorabend der Reichstagsneuwahl steht Berlin diesmal nicht etwa im Zeichen des ver­schärften Wahlkampfes, sondern vollständig unter dem Eindruck des wilden Verkehrsstreiks, der nicht nur in seinen äußeren Begleiterscheinungen, son­dern auch in seinen politischen Auswirkungen von den ernstesten Folgen begleitet ist.

Im Laufe des gestrigen Tages hat die Berliner Verkehrsgesellschaft mit polizeilichem Schutz den Ver­such gemacht, einen Teil des Verkehrs in Gang zu bringen, da eine sehr beträchtliche Zahl Arbeitswilli­ger sich zum Wiederantritt des Dienstes gemeldet hatte, aber

die Terrorakte der weiterhin im Streik verharren­den Elemente der Gewerkschaften haben es verhin­dert, daß dieser Teilverlehr am Freitag wieder in Gang kommen konnte.

Es ist dabei vielfach zu schweren. Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen, bei denen es sich meistens herausstellte, daß die Ter­roristen garnicht zu den im Streik befindlichen Ange­stellten und Arbeitern der Berliner Verkebrsgesell-

A zählren und also garnicht unmittelbar mit dem Streik in Verbindung standen.

Gestern ist es also trotz des polizeilichen Schutzes nicht gelungen, den Terror zu brechen, aber

für heute sind vom stellvertretenden Reichskommissar Dr. Bracht die schärfsten Maßnahmen angekündigt, um auf jeden Fall der Staatsauwrität Geltung zu verschaffen.

Gestern haben Besprechungen in der Reichskanzlei rw"Ichen den maßgebenden Persönlichkeiten des Reichs und Preußens stattgefunden, und daraufhin hat Dr. Bracht, in dessen Händen sich die Exekutive und die Verfügung über die staatlichen Machtmittel Preußens befinden, die Ankündigung veröffentlicht und sie gestern I abenb wiederholt auch durch den Rundfunk verbreiten lassen, daß mit dem heutigen Sonnabend früh die g e - famte Berliner Schutzpolizei eingesetzt werden soll, um den Arbeitswilligen den erforderlichen I Schutz gegen Terrorakte zu gewährleisten. Jeder Wi­derstand gegen diese Schutzmaßnahmen soll rücksichts­los unter Anwendung der Schußwaffe gebrochen wer­den. Dr. Bracht kündigt an, daß die polizeilichen Mit­tel unbedingt ausreichen werden, um den Arbeitswil­ligen den erforderlichen Schutz ju geben, und daß auf diese Weise der Verkehr auf jeden Fall wieder in Gang gebracht werde. Gestern abenb hat der Reichs- Minister davon abgesehen, diese für heute angekündig­ten verschärften Maßnahmen anzuwenden, weil sich nach der Zurüchiehung der verhältnismäßig wenigen Wagen, die man versuchsweise in den Verkehr gebracht hatte, keine neuerlichen Zusammenstöße mehr ereig­neten und weil die dunklen Abendstunden nicht geeig- I net erschienen, um größere polizeiliche Unternehmungen in Gang zu setzen.

2 Todesopfer

ment sich stellen muß, wenn es wieder einen festen Platz in her Organisation unseres staatlichen und innerpoliti- wen Lebens gewinnen will. Mit den alten selbst- gefalllgen und egozentrischen Methoden wird es diese Aufgabe nicht lösen können. Notwendig ist vielmehr jeneSelöstbescheidung der Parteien", von denen kürzlich ein süddeutscher Staatsmann ge­sprochen hat. Diese Selbstbescheidung allein wird die Parteien wieder Brücke Mischen Regierung und Volk werden lassen,- sie bedeutet einen Verzicht, zugleich aber auch einen Gewinn. Denn wenn dieser Weg beschritten wiüd, wird das Parlament nicht allein im Volke an Ansehen gewinnen, es wird nicht" nur an der Ausbil­dung und Vervollkommnung der autoritären Regie­rungsform aktiv Mitwirken, sondern es wird da die Regierung die, Fühlung mit dem Volke braucht, auch mitbeteiligt sein an der wichtigen Aufgabe, der neuen Form neue Inhalte zu geben.

Wahl-Prophezeiungen

(Eigener D ra h tb e r i cht.)

die Borausschätzungen im Laufe der letzten Wochen erheblich geändert haben.

lich gezwungen, mit Schreckschüssen die Unruhestifter zu vertreiben.

Sn den heutigen Vormittagsstunden wurde ein Teiloerkehr der Straßenbahn wieder in Gang gebracht. Von den rund 22 000 Verkehrsangestellteu Haden sich bisher aber nur 5000 zur Arbeit gemeldet. Insgesamt verkehrten auf etwa 20 Straßenbahnlinien etwa 110 Wagen, auf denen vorn 2 Schutzpolizisten Platz genom­men hatten. Der Autobusverkehr ist noch nicht wieder ausgenommen. Die Untergrundbahn ist betriebsfähig, und «s soll versucht werden, in den Mittagsstunden mit dem Betrieb zu beginnen. Ein ausreichender Po­lizeischutz ist vorhanden.

Die Streikleitung der Kommunisten versucht, durch Flugblätterverteilung den Streik aufrechtzuerhalten. Von den Berliner zuständigen Regierungsstellen wird die Fortsetzung des Streiks mit besonderer Aufmerk­samkeit verfolgt. In diesem Zusammenhänge gewin­nen Anordnungen aus Moskau besondere Bedeutung, in denen der kommunistischen Partei wei­tere revolutionäre Akte zur Pflicht gemacht werden. Man erblickt in dieser Propaganda hochverräterische Unternehmungen. Ans diesem Grunde will man in Berlin die festgenommenen Streikfun k^Lnäre ttiK-aus der sönstkrii-^iL^er

rcn wegen Hochverrat gegen sie einleiten.Von der Verhängung des Ausnahmezustandes wird man vorläufig absehen.

*

Bei der Berliner Müllabfuhr A.-G., die ungefähr 1400 Arbeiter beschäftigt, ist heute morgen ein Sym­pathiestreik für die Verkehrsarbeiter ausgebrochen. Der Streik ist von besonders radikalen Elementen angezettelt worden. Ta Lohnverhandlungen nicht im Gange sind und augenblicklich eine Aenderung der Tarife überhaupt nicht beabsichtigt ist, ist der Streik ungesetzlichen Charakters.

rung zu sein, erfüllt? Die Entwicklung der letzten Zeit hat immer deutlicher gezeigt, daß der Ge­danke des autoritären Regierens trotz aller Bedenken, die weite Kreise gegen die heutige Form seiner Ver­wirklichung hegen, ständig an Boden gewonnen hat. Die Parteien 'haben ihm mit ihrem Parteiismus, mit ihrer Unfähigkeit, ihre egoistischen Interessen dem All­gemeinwohl unterzuordnen, selbst den Weg bereitet, und mag auch das Wortautoritär" nicht überall genehm fein, so besteht doch in der Sache weitgehend Einigkeit: Das System der Parteiregierung hat ab­gewirtschaftet, und es kommt nun darauf au, die neue Regicrungsweise steru genauen. hast die autoritäre ,27 o=-ieruna ni ir- s < oeo-ao. »erröte v~yrtm>retS

lerung ^.2ePotenbura .^Ärengeführt

Politisch bemerkenswert ist an dieser Streik­bewegung einmal die Tatsache, daß es sich nach der Derbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches un­bedingt um eine wilde Streikbewegung handelt. Dor allem in den Rechtsblättern wird ferner der Umstand viel beachtet, daß Nal io nalfoz i a listen und Kommu­nisten an dem Streik beteiligt sind. Die Erklärun­gen der Streikleitung lauten allerdings nicht mehr ganz einheitlich. Während von der kommunistischen Zentralstreikleitung erklärt wird, daß der Streik fortgesetzt werden soll, und daß die For­derungen (Zurückziehung des Lohnabbaues von 2 Pfg-, Bezahlung der Streiktage, Verzicht auf Maßregelung, Freilassung der verhafteten Streikposten usw.) durch- gesetzt werden müssen, verlautet von der national­sozialistischen Betriebszellen-Organisation, daß feine Beschlüsse gefaßt worden seien.

5000 von 20000!

So spricht man jetzt davon, daß die National­sozialisten im neuen Reichstage 200 bis 210 Sitze erlangen könnten, während man selbst in national­sozialistischen Kreisen vor zwei bis drei Wochen kaum mehr als 170 bis 180 Mandate erwartete. Für die Sozialdemokraten werden 115 bis 120 Man­date geschätzt, für die Kommunisten 95 bis 100. Dem Zentrum billigt man 65 bis höchstens 70 zu und der Bayerischen Volkspartei etwa 20. Bei den Deutschnationalen gehen die Schätzun­gen besonders weit auseinander. Jrn allgemeinen glaubt man an 45 bis 50 Mandate, aber es liegen auch noch optimistischere Aeußerungen vor. Bei der Deutschen Volkspartei hofft man, auf 10 bis 12 Mandate zu kommen. Dann bleiben noch die Staatspartei, die Christlich-Sozialen und einige klei­nere Splitter übrig, denen man diesmal insgesamt etwa 10 Mandate zuschreiben möchte.

Wenn man von allen diesen Schätzungen die nie­drigsten Zahlen, annehmen wollte, würde der neue Reichstag nur ungefähr 560 Abgeordnete zählen. Trotz der erwähnten Wahlmüdigkeit ist das zu we­nig. Man wird der Wahrheit näher kommen, wenn man

mit ungefähr 580 Mandaten rechnet.

tionalsozialisten hatten zuletzt 230 Sitze, die Sozial­demokraten 133, das Zentrum 75 und die Bayern 22.

Aus der Zusammenstellung dieser Zahlen ergibt sich aber auch bereits die Antwort auf die politisch wichtigste Frage, die dahin geht, ob die Mehrheit aus Nationalsozialisten und Zentrum, die int vori- gen Reichstag bestand, auch im neuen Parlament vorhanden sein wird. Damals hatten diese beiden Parteien gemeinsam 305 Mandate, also 2 über die ab johlte Majorität. Diese Kombination wird kaum ^erkehren, aber angesichts des engen Zusammen- gehens des Zentrums mit der Bayerischen Volkspar- tet wurde es wahrscheinlich möglich sein,

mit Beteiligung der Bayern die bisherige Mehr­heit aufrecht zu erhalten,

Deutschnationalen dazu braucht, selbstverständlich ist es aber noch sehr fraglich ob d-e Bayerische Volkspartei ttotz ihr« Ingen Nachbarschaft mit dem Zentrum gesonnen ist, sich an einer ausschließlich schwarz-braunen Mehrheit zu beteiligen. Besonders interessant ist, daß sich

Das gilt vor allem hinsichtlich ber Beurteilung der nationalsozialistischen Wahlaussichten. Wenn die Reichsregierung mit der Reichstagsauflösung die Ab- ücht verknüpft hat, die NSDAP, erheblich zu schwä­chen und die schwarz-braune Mehrheit sicher zu besei­tigen, so hat sie sich bei der Festsetzung des Wahlter­mins vergriffen. Sie hätte dann die Neuwahl min- ,

oejtens auf Mitte Oktober anberaumen müssen. Es ®er Harem des Propheten von Essad Bey »ar damals unverkennbar, daß bei der NSDAP. Einzelgänger des Lehens- Philen eine gewisse Depression eingetreten war. Inzwischen Ehl " d Lebens. Philosophen gegen die ip es der Parteileitung im Laufe eines abermals I .

Sport: Interview mit Kurt Jordan

Funkbeilage; Winterfahrplan für den Aether

. --* uh sauje eines aoermats I <

recht energisch geführten Wahlkampfes gelungen, diese» Literaturbeilage: Hamsun, der Wanderer . Vom nmmungsmäßige Depression zu einem guten TE unbekannten Christus

rtnebtr zu überwinden, und aus dieser Beobachtuna Recht«.-!! r r-, , x

öieht man den oben erwähnten Schluß, daß der Rück- ' udlt in die G m h T1

Sang der nationalsozialistischen Stimmen nicht das früher vermutete Maß erreichen wird.

gespannten Nerven ein wenig geschont wurden. Troy dieser mildernden Umstände ist es aber doch gut, daß die Innenpolitik allmählich wieder aus der Wahl- atmosphäre entrückt wird, daß sich der Novembernebel, der über weiten Gebieten des politischen Lebens liegt, zerstreut, und daß endlich Klarheit geschaffen wird.

KlarhM. worüber? _J>te Kern

eTei M aSe m birwah C taucht damit auf. UP*-----,

wäre unehrlich, wenn man verschweigen wollte, daß Uttt> beider Willen in Berührung gebracht wird ÄS"LÄSTSftLL

fein Raum gegeben hat: Zweifeln, die sich nicht selten dahin verdichteten, daß der bevorstehenden Wahl über« baufct ber Sinn abgesprochen oder höchstens eine destruk- ttoe Wirkung zuerkannt wurde/ Bedenken, die vor allem deshalb erörtert werden müssen, weil'sie in der PraG zur passiven Resistenz, zur Wahlmüdigkeit und zum Verzicht auf das Wahlrecht führen. Allein mit der