Jtr. 259 Iwelundzwanzlgster Jahrgang
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Donnerstag 3 Tlovemher 1932 2 Wagt
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„Ich möchte nochmals betonen, dass mich Ihre Honigkrem-Seife immer wieder durch ihre milde Wirkung und ihren feinen, dezenten Geruch entzückt." (LAA., Ludwigshafen.)
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All well.
Roald Amundsen.
und
des Zechenunglücks auf Grube Anna II
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„Maud Harbour. May 1-st 1919."
Der Weinkonsum in Deutschland ist, wohl infolge der gesenkten Preise, in den Krisenjahren 1928/32 auf 6 Liter pro Kopf der Bevölkerung von 3,5 Liter in den Jahren 1925/27 gestiegen; zugleich ist der Verbrauch von Auslandsweinen von 60 auf 22 Prozent des gesamten Weinkonsums zurückgegangen.
Können Sie das von Ihrer Seife auch sagen?
übervorteilt fühlte, nach kurzem Streit niedergeschossen.
Die Annahme, daß die Lufthülle der Erde an den Polen — wie die Erde selbst — abgeplattet ist, wurde durch die Messung der dänischen meteorologischen Expedition „Thule" bestätigt; über dem Pol dürfte die Troposphäre, d. h. also die eigentliche Erdatmosphäre nur etwa 5 bis 6 Kilometer hoch sein, gegenüber 8 bis 10 Kilometer über den gemäßigten Zonen und am Aequator.
Der erste „gezeichnete Tonfilm" wurde dieser Tage von der Bayerischen Filmgesellschaft in München vorgeführt; die von Rudolf Pfenningen erfundene Methode gestattet allerdings nur die — erheblich verbilligte — Wiedergabe einfacher Naturlaute, orgel- ähnlicher Klänge neuer Jnftrumentalcharaktere und gewisser Obertöne.
Das Schnellschöffengericht Berlin verurteilte in dem seit dem 19. Oktober verhandelten großen Devisenschieber-Prozeß den Kaufmann Weber zu einem Jahr Gefängnis und 8000 Mark Geldstrafe, den Holländer Trompetter zu einem Jahr Gefängnis und 10000 M. Geldstrafe und den Bankier Freiser zu 6 Monaten Gefängnis und 45000 Mark Geldstrafe.
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Auf Veranlassung der Berliner Staatsanwaltschaft sind die Konten und Esfektendepots des Berliner Bankgeschäfts Lißner u. Co., Jägerstraße 41 wegen Verdachts der Devisenschiebungen beschlagnahmt worden. Den Inhabern des Bankgeschäfts ist aufgegeben worden, sich zur ständigen Verfügung der Behörden zu halten.
Das Schwurgericht Bochum verurteilte den ^jährigen Apotheker Zwingmann ans Freien an der Ems wegen vorsätzlicher Tötung zu 3% Jahren Gefängnis. Zwingmann hatte den Apotheker Timmermans, von dem et sich beim Lauf feiner Apotheke
Das Schiff der Erinnerungen / Flugzeuge als Eispiloten / Unbekannte Inseln entdeckt / „Miß Nordpol" mit dem Nrvolver Ein Bries des toten Amundsen gesunden / Ueberwinterte Forscher erlöst / Oie nördlichste Funkstation errichtet Stürme vernichte. den Nadiosender / Ein Oeurscher im Zelt aus 1000 m Höhe
sie einen Glassplitter oder ähnliches mitgeschluckt. Der verlassene Ehemann aber saß traurig neben der Leiche und wich Tag und Nacht nicht von der Stelle. So hockte er bald zwei Wochen auf demselben Fleck und hielt Totenwache. Dann aber nagte der Hunger zu sehr in ihm uns begann, die Trauer zu verdrängen. Mit so radikalem Erfolg, daß der unglückliche Wiiwer anfing, langsam seine einstige Lebensgefährtin auszusressen. Obwohl er jetzt schon damit fertig ist, bleibt er weiter ein treuer Besucher unserer Station, sodaß wir ihn leicht einfangen und für den Zoo von Leningrad mitnehmen können.
Retter aus drohender Kohlennot.
Wir werden unruhig: Die Uebeitointeinben auf Ssewernaja Semlja lassen uns ohne jede Nachricht. Ist etwas passiert? Jedenfalls müssen wir noch einmal zurück und nachsehen.
Wie wir auf der Kamenew-Jnsel landen, merken wir gleich das Unglück. Starke Stürme haben den Windmotor beschädigt. Und vor allem: Die wilde Brandung hat einen Teil des unentbehrlichen Heizmaterials ins Meer gespült und überhaupt viel Unheil angerichtet.
Wir packen alle mit an, setzen die Rundfunkstation wieder in Stand und laden einen neuen Vorrat Kohlen ab. Dann nochmals: „Auf Wiedersehen in zwei Jahren!" — und dann weiter nach Nowaja Semlja.
mische Beobachtungen angestellt Hai — das war die norwegische „Maud"-Expedition im Jahre 1919. Ihr Führer war — der verschollene Amundsen gewesen.
Die Kupferkugel ist hohl. Wir öffnen sie. Darinnen liegen zwei Briefe Der kürzere von Dr. Harald Dverdrup. Der längere — zeigt die Schriftzüge und den Namen des großen Toten, Roald Amundsen. Der Inhalt von beiden rein sachlich. Tas Schreiben Aymndsens lautet: _
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Die Strafkammer verurteilte den Bankier Walter Schwarz wegen Vergehens gegen das Depotgesetz zu zwei Jahren, 6 Monaten Gefängnis.
Don .
Professor N. Samojlowitsch, Direktor des Arktischen Instituts, Leningrad
Die Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Grubenunglücks von Alsdorf
Die Feier vor dem eindrucksvollen Denkmal,
Auch ein Deutscher wird zurückgelassen.
Hier sollen sehr interessante Arbeiten in Angriff genommen werden: Untersuchungen des Inlandeises im zentralen Teil der Insel. Zu diesem Zweck werden sechs Forscher hoch oben auf der Eiskuppe, 1000 Meter über Dem Meeresspiegel, in einem Zelt überwintern. Unter ihnen ein Deutscher, Dr. Kurt Wölcksn. Sie werden mit seismischen Verfahren die Stärke der Eisdecke erforschen und noch weitere geophysikalische Arbeiten ausführen.
Unten, im Hafen, errichten wir ihnen ein Haus, das als Basis beim Aufstieg in den zentralen Teil dienen soll. Als Transportmittel lassen wir nicht nur Hundegespanne zurück, sondern auch Aeroschlitten mit Propellerantrieb. Hoffentlich bewähren sich diese neuen Beförderungsmittel. Dann wird die Runfunkstation gebaut — am 17. September hat sie bereits ihre Tätigkeit ausgenommen.
Rückkehr und Ueberblick.
55 Tage nach unserem Aufbruch treffen wir schon wieder in Archangelsk ein. Wir haben das Wunder erlebt, das Polarmeer fast völlig frei von Eis zu finden .. . man hätte glauben können, überhaupt nicht durch arktische Gewässer zu fahren. Wir haben wichtige hydrologische, hydrobiologische, geologische, geomagnetische und andere Arbeiten gemacht. An Bord führen wir anstelle der mutigen Gefährten, die auf den verschiedenen Stationen überwintern, unseren lebendigen Eisbärenwitwer mit und einige lebende arktische Vögel sowie viele erlegte Tiere.
Zum Schluß meinen Dank an die Gefährten. Wir hatten zwar auch viel Glück. Aber wenn der Erfolg unserer Expedition groß wurde, dann nicht zum mindesten durch ihre bewundernswerte Eintracht, durch ihre Gewissenhaftigkeit, Disziplin, Tapferkeit und durch die Hingabe aller an das gemeinsame Werk!
das auf dem neuen Nordfriedhof in Alsdorf (L andkreis Aachen) zum Gedenken an die 272 Opfer ' ~ " (Oktober 1930) eingeweiht wurde.
(Gekürzte Uebertragung: „Die Maud-Expedition fuhr hier am 9. Sept. 1918 vorüber, wurde aber einige Tage später bei Kap Maud durch Eis ausgehalten gezwungen, dort zu überwintern. Einzelheiten
von Gronau in Achen
Berlin, 3. November.
Die deutschen Weltflieger teilten in einem Radio- telegramm ihre Landung im Hafen von Athen mit. Das Dornier-Flugboot hat sein gestriges Tagesziel um 11,50 Uhr erreicht, von Gronau will als nächstes Tagesziel Rom aufliegen. Zur Beendigung seines Weltfluges liegt dann noch als letztes schweres Hindernis die Ueberguerung der Mpen vor ihm, die mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Jahreszeit bei schlechter Wetterlage nicht möglich ist. Die Flieger werden in Rom deshalb besonders sorgfältige Wettermeldungen einholen. ____________
Das Urteil im Favagprozeß ist nunmehr sämtlichen Angeklagten zugestellt worden. Es ist im Abzugverfahren vervielfältigt worden und umfaßt rund 1225 Seiten. Für eine solche Urteilsabschrift werden 361 Mark gefordert.
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Der frühere deutsche Gesandte Wirkl. Geheimer Rat Michahelles ist, 76 Jahre alt, in Dresden gestorben. Michahelles hat zweimal in die Weltgeschichte eingegriffen: 1890 schloß er den Sansibar-Vertrag, der Helgoland unter deutsche Oberhoheit brachte, und im Weltkrieg erreichte er als Gesandter in Sofia den Beitritt Bulgariens zum Bund der Mittelmächte.
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Der internationale Scheckschwindler Karl Thiel aus Riga, der seit drei Jahren als angeblicher amerikanischer Konsul Bohrer Geschäftsleute geschädigt hat, ist jetzt in Bremen verhaftet und nach Osnabrück gebracht worden, wo er seine letzten Betrügereien begangen hat.
Maudexpeditonen.
The Norwegian polarexpedit'on — The Maud Expedition — oassed this espe — Cape Tschelusk n — on Septbr. 9. the 1918, but was stopped by the ice a few days aft' r at Cape Maud — 77°32’6 n. 1. and 105°40’ 1. e. Gr. — and forced to winter there. —
Particulare concerning the expedition will be found in our headcairn on the eastmost of the Lodewood Isles— 24 miles from this cape S. 400 E by compass.
Früher Morgen — am 31. Juli 1932. Wir stehen an Bord des „Russanow" in der Mündung der Dwina ins Weiße Meer. Langgezogen ertönt der Abschiedspfiff der Sirene. Eine dreifache Salve antwortet vom Ufer.
Niemand an Bord weiß, ob er wiederkehren wird. Ter „Russanow" ist zwar einer der besten Eisbrecher aber doch ungefähr fünfmal schwächer als z. B. der ^krassiu".
Im Schatten des toten Freundes.
Mit dem Namen meines Schiffes verbindet mich ein enges Band. Der verstorbene W. A. Russanow war mein Freund und mein erster Führer in der Arktis. 1912 fuhren wir zusammen auf einem kleinen Schiss — das, wer weiß weshalb, ausgerechnet den Namen „Herkules" trug — nach Spitzbergen. Drei Monate blieben wir beieinander. Dann zogen drei Mann, zu denen auch ich gehörte, auf einem norwegischen Boot nach Süden. Russanow aber fuhr, nut zehn Gefährten — unter denen sich eine Französin, feine Frau, befand — nach Osten. Er erreichte glücklich Nowaja Semlja. Dort hinterließ er einen Zettel und segelte weiter, augenscheinlich nach Osten... um nie wieder zurückzukehren! Das Schiff verschwand spurlos, und wir wissen bis heute noch nicht, wo. wann jtnb unter welchen Umständen diese Expedition um» tarn.
An der Nordküste Asiensentlang.
Wir 93 Menschen auf dem „Russanow" fahren jetzt «ach Norden. Durch das Weiße Meer und die Ba- rents-See zur Matotschkin-Straße, welche die Insel Nowaja Semlja in zwei Stücke teilt. Dann stoßen wir in die schwimmenden Eismassen des Karischen Meeres vor. Bis vor kurzem galt dieses für undurchfahrbar. Jetzt aber passieren — dank den neueröffneten Sow- iet-Funkstationen und der Hilfe der dort stationierten Wasserflugzeuge — Dutzende von Lastdampseru dte Eisbarrieren. . . ±
Am 6. August können wtr in der Dtcksou-Bucht Anker werfen. Durch Rundfunken suchen wir einen ange- tünbiaten Helfer, den norwegischen Dampfer Wagland, "her uns Kohlen bringen soll. Wir finden ihn auch. Aber er funkt zurück, daß et sich ohne Eisbrecher nicht mehr in die Eiszone wagt und erst den Ets- brecher „Lenin abwarten will. Was tun? Die Zett nützlich verbringen: Wir dampfen nördlich, nehmen alle 10 Meilen aus verschiedenen Tiefen Wasserproben, messen Wassertemperaturen und fertigen etn sogenanntes „hydrologisches Profil" an.
Ein Eisbär bekommt eine Maulschelle.
Nach 40 Meilen erreichen wir die Insel Sverdrup, die vor uns noch kein menschlicher Fuß betrat. Wir sehen eine große Anzahl Eisbären, finden Polarfuchs- und Renntierspuren. Ein Mitglied unserer Expedition, der Geologe Aller, hat hier ein Erlebnis, das beinahe tragisch geendet hätte.
Er ist Weit ab vom Schiff mit geologischen Unter- suchungen beschäftigt und merkt nicht — Was Wir von Bord aus sehen —, daß ein Eisbär auf ihn zuläuft. Wie er sich zufälligerweise umdreht, ist das Tier kaum noch hundert Meter entfernt. Er reißt das Gewehr empor und will schießen — die Büchse versagt. Aber schon ist die Bestie vor ihm. Da schlägt er ihr mit dem Kolben einmal über den Schädel und rennt, Was ihn die Seiner tragen, zu einem anderen Wissenschaftler, Fokidow, der eben geo-magnetische Beobachtungen anstellt. Fokidow hört ihn, schießt und trifft den zudringlichen Kerl im Pelz- tödlich. — Unsere Schiffsmannschaft, die etwas davon versteht, meint nachher, Aller habe auf der Flucht einen neuen Weltrekord im Schnellaus auf 1 Kilometer Distanz aufgestellt . . .
Wir hissen auf der Insel Sverdrup eine frisch an- gefertigte Sowjetfahne, kehren nach der Insel Dickson zurück, wo wir die inzwischen eingetroffenen Kohlen fassen, und fahren weiter.
Nach zwetJahren die ersten Menschen.
Südlich der Insel „Einsamkeit" stoßen wir. aus eine Gruppe bisher unbekannter Inseln. Aber wir dürfen nicht landen, sondern müssen weiter nach Norden. Am 14. August legen wir vor den Kamenew-Jnseln an Kaum haben wir Anker geworfen, da jagt auch schon ein Motorboot mit winkenden Menschen heran:
Es sind die vier Forscher, die in unermüdlicher Arbeit zwei Jahre allein hier verbracht haben. Sie haben nicht nur die umliegenden Inseln ausgenommen, sondern auch trotz der strengen arktischen Verhältnisse wertvolle wissenschaftliche Beobachtungen durchgeführt
Jetzt werden sie von vier anderen Gelehrten abge- löst, an deren Spitze diesmal eine — übrigens revolverbewaffnete — Frau steht, Frau Demme-Rjabzowa. Zwei Tage vergehen mit dem Ausladen der nötigen Lebensmittel, des Heizmaterials, und der Ausrüstung der Zurückbleibenden. Dann ein herzlicher Abschied — und Volldampf voraus zur Schokalsky-Straße, welche die Südinsel von SseWemaja Semlja, „Bolschewik", von der Mittelinsel, .Mtober-Revolmion", trennt.
Verwundert denke ich: Wie sehen diese Gletscher und Felsen doch ganz anders aus wie vor einem Jahre als ich sie . . . neben Hugo Eckener stehend, vom Luftschiff „Graf Zeppelin" aus betrachtete, aus 1000 Meter Höhe! Damals schienen es kleine Hügel zu sein, heute erweisen sie sich als hohe Gebirgsketten. Upd Gletscherspalten, die von oben schmalen Streifen glichen, sind in Wirklichkeit breite und tiefe Abgründe. Ihr Anblick ist wundervoll — sie glänzen und funkeln türkisblau in der Sonne.
Wir finden einen Brief des toten Amundsen!
Unsere Hauptaufgabe ist, auf der nördlichsten Spitze Asiens — dem Kap Tscheluskiu auf der Tai- mur-Halbinsel — eine Rundfunkstation zu errichten. Nur wenige Expeditionen haben sich bis jetzt hierher durchschlagen können. Das Gebiet gilt namentlich seiner bösen Eisverhältnisse wegen als besonders unzugänglich. Wie fassungslos erstaunt sind wir deshalb, als wir uns durch die Wilkitzky-Straße der Halbinsel nähern und . . . überhaupt kein Eis antreffen (abgesehen von den vereinzelt auftauchenden Eisbergen.)
Wir landen ungehindert auf Kap Tscheluskin und haben hier ein erschütterndes Erlebnis. Unsere Anker sinken in der Nähe eines seltsamen Bauwerks, dessen Vorhandensein uns überrascht. Es scheint eine künstliche Stcirmyramide zu sein, auf Deren Spitze eine kupferne Kugel befestigt ist. Sie kann nur von der letzten Polarexpedition stammen, die hier astrono
Srste Schilderung aus dem Internationalen Polarjahr 1932:
„Wir kehren soeben aus der Arktis heim“
über unsere Expedition sind auf der Ostspitze der Lockwood-Jnseln zu finden. Uns geht's gut.
Roald Amundsen.")
„All Well" — damals Wußte Amundsen noch nicht, daß er wenige Jahre später beim Versuch der Rettung Nobiles den Polartod finden würde — den Tod, mit dem wir alle früher oder später einmal rechnen.
Des Nordens Blumen auf dem Grab eines Tapferen.
Während wir erschüttert die Briefe betrachten, entdecken wir auf der Rückseite des Schreibens von Sverdrup einige Zeilen, mit Bleistift geschrieben. Mühsam entziffern wir:
This cairn bullt by two members of the said Expedition on may 12-th 1915. Peter L Jessem
Emanuel Tönnesen.
Peter L. Tessem? Das War derjenige Matrose, der mit seinem Kameraden Amundsens Expedition verließ und zu Fuß den Weg nach der Dickson-Jnsel einschlug. Fast war er schon bis an die Rundfunkstation auf Dickson-Jnsel gelangt . . . da kam er, von d»rn langen Wege erschöpft, nur 3 Kilometer von der rettenden Station entfernt vor Schwäche und völliger Ermattung um . . .
Als mein Gefährte N. N. Urwantzew zur Ueber- winterung nach Ssewernaja Semlja aufbrach, fand er vorher die Leiche.
Bei meiner diesmaligen Landung auf der Dickson-Jnsel besuchte ich das Grab des armen Matrosen und legte ein paar blasse Blumen darauf, die ich in der Tundra gepflückt hatte.
Abenteuer mit Walroß und Eisbär.
Unsere Bauleute haben mit Hochdruck auf Kap Tscheluskin gearbeitet. In 13 Tagen stehen Radiostation, Wohnhaus für die neun hier Ueberrvintern- den, Badehaus, Jnstrumentenschuppen usw. Dabei erschweren stürmisches Wetter und Walrosse das Ausladen des Materials.
Auch neben meiner kleinen Schaluppe taucht einmal drohend der Kopf eines Walrosses auf, das sofort zum Angriff übergeht. Heftiges Schießen befreit uns dann von feiner Gesellschaft. Eisbären müssen wir mehrfach erlegen. Einen aber nehmen Wir lebend mit. Das kommt so: In der Nähe unserer Station liegen oft Fettreste herum, durch die ein Eisbärenehepaar angelockt wurde. Es kam täglich — bis eines Tages die „weiße Dame" tot dalag; vielleicht hatte
So erteilt eine begeisterte Anhängerin der Ahab<Siyzerii»4tonigkrem-Seife^o schreiben vns zahlreiche andere Freunde dieser Seife.
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