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Teile 2 — 1. Beilage

Kasseler neueste Nachrichten

Montag, A. OktoSer 1932

Hütet der Heimat kostbares Gut!

Große Heimatfchutz-Tagung in Melsungen

Reformationstag in dunkler Zeit

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen.

D. Martin Luther.

Wetter- Aussicht

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das Grün in Stadt und Land.

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Schlechte Strassen. Es herrscht allgemein große Klage darüber, daß sich die nach Volkmarsen führen­den Straßen in einem sehr schlechten Zustande befin­den. Beinahe vollständig unbefahrbar aber ist die Provinzialstraße zwischen Volkmarsen und Weide, an der schon lange Schilder „Schlechte Wegestrecke" ange­bracht sind. Dieser Zustand bringt es mit sich, daß die meisten Reisenden, Geschäftsleute usw., die mit Kraftfahrzeugen kommen, einen großen Bogen um Volkmarsen und seine schönen Zufahrtsstraßen machen, woraus der Geschäftswelt natürlich ein großer Schaden entsteht. Hinzu kommt, daß sich wöchentlich zahlreiche Unfälle infolge der liefen Schlaglöcher und der ausgefahrenen Biegungen und Kurven ereignen. Es wäre endlich nötig, daß au eine gründliche Ausbesserung der „schlechten Wege­strecken" herangegangen würde.

zeigte in feinen Beobachtungen die Zusammenhänge zwischen Weg, Wasser und Landschasi, zwischen Bau und Grün in ihrer künstlerischen Wirkung, ohne daß allzusehr Menschenhand die Landschaft beeinflusse. Vielmehr vertritt Direktor Stier die Meinung, daß man die Natur nach Möglichkeit wachsen lassen soll und auch die Gartenkunst sich Beschränkung aufzuer­legen hat. Er gab in herrlichen Bildern der Lichtbild­stelle hauptsächlich Beispiele aus Hessen, wie das Grün in Blume, Baum und Strauch Einklang herstellt zwi­schen Bau und Natur und fehlerhafte Eingriffe in die Landschaft ausgleicht. Beispiele aus alter Natur- und Kulturlandschasr regten an, das auf diesem Gebiet Vorhandene zu erhalten.

Dr. Stiers gut durchdachter Vortrag wurde mit be­geistertem Dank ausgenommen, da er nicht nur genuß­reich zu hören war, sondern auch neben ästhetischen Bekenntnissen praktische Hinweise enthielt.

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geworden und unterstützen ihn in der Pflege der Na­tur und aller Kräfte der Heimat. Es wäre zu hoffen, daß noch manche Stadt und mancher Kreis sich diesen Bestrebungen anschließen. Stehen doch keinerlei Zu­schüsse aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung.

Dennoch geht die Arbeit vorwärts. Der Wolfhager Zweigverein hat unter Leitung von Dr. Textor auf der Weidelsburg Fruchtbringendes geleistet und die Burg zum Mittelpunkt des volkstümlichen Lebens im Kreise gemacht. Auch auf der Krukenburg bei Hel­marshausen sind Ausgrabungen beabsichtigt, nur steht noch die Zustimmung des Bezirkskommissars zu dem Freiwilligen Arbeitsdienst aus. Die Ausgestaltung des Platzes vor der Hersfelder Stiftsruine und die Maßnahmen für die Sababurg müssen vorläufig noch .... ... vull

zurückgestellt werden. Dagegen wird die Möglichkeit Wirtschaft und Technik und Städtebau auf die Land­bon I schait aemildert oder verhindert werden können ttr

provinzialausschuß

für Oberpräsideni v. Hülsen

Der Provinzialausschuß trat heute morgen zu einer Sitzung zusammen. Er erklärte sein Einoer, ständnis zu der Ernennung des bisherigen Kurators der Universität Marburg, kommissarischen Oberpräfi, deuten Dr. von Hülsen, zum Oberpräfidenteu der Provinz Hessen-Nassau.

Morgens 8 Uhr 748,3

2V Millionen für Gtraßenbauien

Aus dem Arbeitsbeschafsungsprogramm der Reichs­regierung ist ein Betrag von 20 Millionen RM. für Straßenbauren in größeren Städten in Aussicht ge­nommen worden. Die Mittel sollen nicht für Unter­haltungszwecke, sondern lediglich für Um- und Aus­bauten, in Ausnahmefällen auch Neubauten, von sol­chen Straßen verwendet werden, welche in den Außen­bezirken der Städte liegen und hauptsächlich die Funk­tion haben, Fernverkehrsstraßen des am 11. Septem­ber 1930 zwischen dem Reich und de» Ländern ver­einbarten Netzes durch die Städte fortzusetzen oder sie als Ringverbindungen zur Umgehung des Stadt- mnern miteinander zu verbinden. Straßenstrecken im Stadtinnern können aus diesen Mitteln nicht behan­delt werden.

Die Beträge sollen den Städten unter Berücksich- ttgung arbeits- und verkehrspolitischer Gesichtspunkte zugeteilt werden. Ter Reichsverkehrsminister hat aber an die Regierungen der Länder die Bitte gerichtet, die Mittel nicht einfach schlüsselmäßig umzulegen, weil dadurch eine zu starke Zersplitterung erfolgen würde. Die Durchführung der Arbeiten, die Heranziehung der Unternehmer und Arbeitskräfte sowie die Vorfinan­zierung erfolgt im übrigen nach entsprechenden Ge­sichtspunkten wie bei dem ersten Arbeitsbeschaffungs- Programm.

Hoffentlich wird Kassel sich dranhalten! Wenn irgendwo, so treffen hier nicht die „arbeits- und ver- kehrspolittschen" Gesichtspunkte zu, sondern unsere Schlaglöcher schreien sozusagen allgemach zum Hirn- mel.

Noch manche praktische Anregung wurde gegeben. Dr. Textor wünscht mit Recht die schönen, schatten- penden und richiungweisenden Bäume an der Land­straße erhalten zu sehen, was auch durchaus im In­teresse des Kraftverkehrs liege. Herr G a b e l i ck - Melsungen wandte sich gegen die pachtweise Auftei­lung von Fluß- und Seeufern, die dem Wanderer kein Plätzchen mehr lasse. Dr. Braun-Melsungen schlug vor, daß die Gemeinden Heckensträucher und Heckenbäume zur unentgeltlichen Abgabe an Interessenten anbauen, damit die Hecke im Dorf- und Landschaftsbild gegen­über der Mauer wieder zu ihrem Recht kommt.

Am Abend sprach Gartendirektor Stier über

M E

Eine Aenderung erfährt auch Abs. 3 zu Ziffer 8 der Ausführungsbestimmungen zu § 90. Bisher konnte ein höherer Betrag als die halbe Zusatzrente gewährt werden, wenn das Einkommen des Be­schädigten geringer ist als die halbe Zusa^rente oder wenn der Beschädigte über keinerlei Einkommen ver­fügt. Im ersten Falle konnte der Beschädigte den Unr.rschiedsbetrag zwischen seinem Einkommen und der vollen Zusatzrente erhalten, im zweiten Falle die volle Zusatzrente. Diese Bestimmung ist durch die obige Regelung überholt.

Die neue Regelung sieht vor, daß ein höherer Betrag als die halbe Zusatzrente innerhalb der Ein­kommensgrenze aM dann gezahlt werden kann, wenn bei Schwerbeschädigten, die über eigenen Grundbe­sitz verfügen, nachweisbar die Gefahr der Zwangs­versteigerung durch Gewährung der höheren Zusatz­rente voraussichtlich abgewehrt werden kann. Die Höhe und die Dauer wird bestimmt nach Maßgabe des unbedingten Bedürfnisses.

In einem weiteren Absatz wird bestimmt, daß Zusatzrente nach den Einkommensgrenzen Im § 90 gezahlt wird, wenn der Kriegsbeschädigte Versor­gungskrankengeld erhält.

Rach der neuen Ziffer zu § 90 erhalten Kriegs­beschädigte mit einer EM von 80 bis 100 Prozent Zusatzrente, wenn das gesamte Einkommen einschließ­lich Rente und Zusatzrente 150 Prozent des Einkom­mens in dem früheren Beruf nicht übersteigt. An dieser Bestimmung ist auch nichts geändert. Es ist die alte Bestimmung, wenn auch in gemäßigter Form, wieder eingefügt, daß Pflegezulageernpfän» gern immer eine ssusatzrente gewährt werden soll. Wenn nämlich nach der jetzigen Fassung der Ziffer 8 b zu § 90 uu Zusatzrente vollständig entzogen wer­den müßte, so kann Pflegezulageempfängern ein Be­trag bis zur Höhe von ein Zehntel der Zusatzrente ohne Kinderzuschuß belassen werden. Das bedeutet immerhin, daß die Schwerbeschädigt n, die Pflegezu­lage beziehen und jetzt infolge der Bestimmungen keine Zusatzrente erhalten und daher auch bei der Ermäßigung durch den Versorgungskrankenschein

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Ausgrabungen auf dem Heiligenberg geprüft, auf dem das Kreiskriegerdenkmal errichtet werden soll. Wertvoll war die Mitarbeit an dem vom Bund Heimatschutz herausgebrachten Werk „Technische Kulturdenkmäler", das mancherlei aus hessischem Ge­biet enthält. Die finanziellen Mängel haben im allge­meinen die Arbeit stark beeinträchtigt. Trotzdom ge­lang es wenigstens noch, die Errichtung eines Vogel­schutzgehölzes zu fördern. Für das nächste Jahr ist in Kassel ein großer Heimatschutztag

vorzubcreiten, der den Gedanken des Heimatschutzes in die Oesfentlichkeit bringen soll.

„Denn nicht tote Gelehrsamkeit soll die Heimat­pflege sein", so schloß Dr. Geßner seine Ausführun­gen, „sondern sie soll lebendige Volksbewegung wer­den. Sie darf nicht Angelegenheit des Schrifttums bleiben. Mir ihrer Hilfe sollen wir uns tief hinein­leben in die Naturschönheiten unserer Heimat und iv die Bildersprache der künstlerischen Werke unserer Vor­fahren, die das ausspricht, was das Wort nicht wie­dergeben kann, worin aber das Herz des Volkes schlägt. So wird es uns gelingen, echte Bürger unse­rer schönen Heimat zu werden."

Direktor Schulz, der neue Bezirkskommissar für Naturdenkmalpslege, betonte die Schwierigkeiten des Heimatschutzes, der in den neuen gesetzlichen Bestim­mungen keine zuverlässige Handhabe findet. Er schlug vor, die Liebhaberphotographen zur Aufnahme bemer­kenswerter Landschaftsbilder anzuregen und auch alte Platten von früheren Landschaften zur Verfügung zu stellen. Dr. Braun forderte mit Recht, daß man in jedem Kreis der Oesfentlichkeit ein Verzeichnis der ge­schützten Pflanzen und Baudenkmäler zugänglich mache. Dr. Textor wünschte ebenfalls eine verstärkte Sammlung von Bildmaterial besonders über Burgen deren jede einen Vertrauensmann zum Schutz bekom­men solle. Er führte Klage über di« Behandlung, die die Behörde demfreiwilligenArbeitsdienst auf der Weidelsburg zuteil werden läßt.

Die Leute aus der Weidelsburg arbeiten schwer und angestrengt, ihre Kleider werden bei der Arbeit verbraucht, ohne daß ihnen irgendwelcher Ersatz ge­währt wird, und nun hat man die tägliche Vergütung von 1,80 Mark pro Tag auf 1,30 Mark herabgesetzt. In dieser Herabsetzung ist tatsächlich eine Schmähung der Arbeit zu erblicken. Denn wenn die Leute auch nicht nur um des Geldes willen arbeiten, so bedeutet diese Herabsetzung eine geringere Bewertung ihres Tuns, sodaß jeder Anreiz zur Arbeit entfallen muß. Bei dieser Handhabung des Freiwilligen Arbeits­dienstes geht natürlich nicht nur das Weidelsburg- Projekt zugrunde, sondern die Folgen werden sich auch allgemein tat Freiwilligen Arbeitsdienst bemerkbar machen.

Dr. Braun- Melsungen gab eine wichtige An­regung hinsichtlich der heimischen Flüsse, besonders der Fulda, die durch das Wasserbauamt immer mehr I zu Kanälen gemacht werden, sodaß mit der Entfer­nung der Altwässer und der Bewachsung der Tier- u. Pflanzenwelt in Gefahr ist. Das Heiligenberg-Projek: werde eifrig betrieben, Modelle des geplanten Mals sollen als Sparbüchse in den Gastwirtschaften Gelder einbringen, eine Lotterie und Bausteine sollen weiter finanzieren helfen. Der Heiligenberg werde wieder I das Aussehen erhalten, das man von alten Stichen kenne. Auch die Volksfeste sollen wieder aufleben. I Gleichzeitig bat Dr. Braun um Hilfe für die Wieder- I Herrichtung des Melsunger Kasinos. Dr. B l e i b a u m verkündete, daß im Januar die Zeitschrift wahrfchein- I lich in einer Auflage von 15000 erscheinen könne, so­daß die Bestrebungen des Heimatschutzes auch in be­freundeten Vereinen propagiert werden können.

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und die Arzneigebühr nicht ber Züchtigt wurden, nunmehr wieder in den Genuß dieser sowie anderer an die Zusatzrentengewährung gek "-'+<• • Verc fb gungen kommen.

In erhöhtem Maße soll teils durch die Versor- gungsämter, teils durch die Fürsorgestellen durch einmalige Unterstützungen in besonders dringenden Notfällen geholfen werden.

So können die Versorgungsämter einmalige Unterstützungen gewähren an:

Bedürftige Eltern ohne Elternversorgung, wenn Voraussetzungen der §§ 43/44 RVG an sich ohne Aristablauf erfüllt wären. Waisen sowie Kinder schwerbeschädigter, wenn unfreiwillige Unterbre­chungen in der Berufsausbildung (Aufgabe des Ge­schäfts, Stillegung von Betrieben usw.), Waisenren­ten- und Kinderzulagenzahlungen verhindert.

Begabte und fleißige Krtegerwatsen, die nach dem 21. Lebensjahre noch Hoch- oder Fachschule besuchen, im Falle des Bedürfnisses 100 RM. Waisen, die am 1. 10. 32 24 Jahre alt sind, fallen aus.

Von den Fürsorgestellen erhalten einmalige Un­terstützungen: Kinderlose Witwen unter 40 Jahren, die keine Zusatzrente haben, ohne jedes Einkommen in Höhe von 50 RM., bet Einkommen von monat­lich 10 RM. in Höhe von 40 RM., von monatlich 20 RM., in Höhe von 30 RM.

Kinderlose Witwen non 40 bis 45 Jahren und mit einem Kinde bei Nichtgewährung der Zusatzrente in Höhe von 30 RM., bei Gewährung einer Zusatzrente von 5 RM. in Höhe von 15 RM.

Beschädigte mit einer EM von 40 Prozent, die infolge Alters oder sonstiger nicht auf DB beruhen­den körperlichen ober geistigen Gebrechen dauernd erwerbsunfähig sind und denen — im Falle einer von 50 Prozent — in sinngemäßer Anwendung der AB zum § 90 Nr. 8 a Abs. 2 RVG. di. volle oder eine höhere als die halbe Zusatzrente gewährt wer­den könnte, 30 RM. und für jedes Kind 10 RM.

Die Verteilung der Mittel an die Versorgungc- und Fürsorg-bedörden nimmt das Reichsarbeits Ministerium in einem besonderen Erlaß vor.

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rgr. Der Verein für Heimatschutz traf sich zur Hauptversammlung in Melsungen und hatte damit einen Ort gewählt, der seinen Bestrebungen reichlichen Swff und neue Unterstützung bietet. Hatte sich doch vor kurzem in Melsungen ein neuer Zweigverein ge- bildei, der sofort tatkräftig die Arbeit aufnahm und die Tagung durch eine interessante Ausstellung bereu (fterte. Im Kasino Hürden alte Melsunger Erinne­rungen zusammengetragen, Waffen und Soldatenbil­der. schöne Zunftfahnen und Meisterbriefe, allerlei Handwerksgerät, besonders Werkzeug der Tuchmacher- zuuft, die in Melsungen bedeutend war, auch Trachten und Häubchen, Möbel und Porzellan, kurz ein lerr- licher Reichtum schöner alter Dinge. Die Ausstellung fand ungemeinen Anklang auch bei der Bevölkerung, denn am Nachmittag setzte ein ununterbrochener Zu­strom ein. Landrat Noelle hat sich übrigens dankens­werterweise bereit erklärt, der Ausstellung im Land- raisamt Raum zu gewähren.

Auch bei schlechtem Wetter versteht Melsungen Eindruck zu machen. Altbürgermeister Gleim führte die Tagungsteilnehmer durch die Stadt und gab ihnen Erklärungen aus einem unerschöpflichen Wissen und aus einer Liebe und Vertrautheit mit der Ver­gangenheit der Stadt, wie sie nur der Angehörige einer seit Generation eingesessenen Familie haben kann. Um zwölf bestaunten die Besucher den emsigen Bartenwetzer auf dem Rathaus. Die wechselvolle Ge­schichte des Rathauses wußte Bürgermeister Gleim interessant darzustellen, nachdem Bürgermeister Dr. Schmidt als Herr des Hauses und Oberhaupt ber gastgebenden Stadt herzliche Worte der Begrüßung gesprochen hatte. Interessant waren bei dem Rund­gang vor allem die Hinweise auf die alte Melsunger Tuchmacherei. Uebrigens ist es ein Irrtum, daß diese Tuchmacherei heute in Melsungen eingegangen ist, es wird vielmehr in einer Fabrik immer noch gearbeitet.

Am Nachmittag hielt der Zweigverein Nie- derhessen seine Versammlung, in der Oberbaurat Dr. Geßner über die Arbeit des Jahres berichtete, die sich mit den heimischen Burgen befaßte, zahlreiche Ausflüge und Vorträge umschloß und auch sonst in jeder Beziehung Heimatgut betreute. Dr. Geßner mahnte vor allem zur

Mitarbeit jedes einzelnen, da es unmöglich sei, daß die ganze Tätigkeit des Hei­matschutzes nur auf einzelnen ruhe.

Danach wurde den Gästen noch ein reizvolles Stück Melsungen geboten. Dr. Braun zeigte voll Swlz den Forstgarten, der ihm gehört und den er langsam zu einem Botanischen Garten ausbaut. Jrn vorigen Jahrhundert besaß Melsungen eine Forst- lehranstalt, die später mit der Hochschule in Hann.- Münden zusammengelegt wurde. Diese Lehranstalt unterhielt einen Garten, von dem heut« der im Besitz von Dr. Braun befindliche Forstgarten übrig geblie­ben ist. Herrliche alte Bäume stehen auf den Gras­flächen. Mit unendlicher Liebe hat Dr. Braun einen kleinen Steingarten angelegt und es ist zu erwarten, daß der Garten nach seiner Vollendung ein Schmuck­stück für Melsungen bilden wird, zumal er einen wun­derschönen Blick aus die Fulda und die Berge gegen- über bietet.

In der Hauptversammlung des Landesver­eins gedachte Dr. Geßner zuerst eines Mannes, der sein Leben der Pflege der heimischen Natur gewidmet hatte, Professor Dr. Schäfers, des vor einigen Mona­ten verstorbenen Kommissars für Naturdenkmalpflege. Dann hielt er Rückblick über die Arbeit des Jahres die der Erforschung und Pflege der hessischen Burgen galt und vor allem dem Lichtbildarchiv. Eine ganze Anzahl Vereine, dir verwandte Ziele verfolgen, sowie auch eine Reihe von Behörden, ja sogar einzelne Städte und Kreise sind Mitglied des Landesvereins

Durch das sehr schnelle Herannahen der neuen Atlantikstörung kam der hohe Druck und die zu erwar­tende Besserung nicht zur Auswirkung. Die Störung führt wieder zu wechselhaftem Wetter, wenn auch zett- weises Aufllaren einsetzt.

Aussichten für Dienstag:

Wechselnd wolkig mit Aufklaren, Temperaturen weiter finkend, noch Schauer.

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Seit Satorn, t mm Teuro. C. Luftfertchtiskeit »N-ttags 13 Uhr 756 + 7 • 81%

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