Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Tageblatt Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

l

Nummer 249»

22. Jahrgang

Sonnabend/Sonntag, 2Z./23. Oktober 1932

1

Der Umbau der Preußenkaffe

Vor Verkündung der Notverordnung Kabinettswechsel nach der Wahl? / Sir John Simon zur Abrüstnngsfrage

Abgebrochene Brücken

Litzmann kandidiert!

th. VerUn, 22. Oktober.

.4

1

V

Handelsteil r Beginnende Belebung Die heimische Wirt*

schäft im 3. Quartal 1932.

i

; 1

Staatssekretär Sir John Simon kam Freitag abend in einer Rede erneut ans die AbrüKungsjrage

zu sprechen. Sir John Simon wies den Vorwurf zu­rück, daß dir britische Note an Deutschland eine Art vonlegaler Schiebung" gewesen sei, die nie­mals versucht habe, den Kern des deutschen An­spruches zu behandeln, und erklärte: Die britische Note hat mit Nachdruck betont, daß der einzige Weg, die Gleichberechtigungsfrage zu regeln, in geduldigen Erörterungen zwischen den Mächten liege. Die bri­tische Regierung sei dauernd hinter der Szene be­strebt, Deutschland und seine Nachbarn in vertrauens­vollen Beziehungen zu bringen. Die Abrüstung hänge in hohem Maße von einer Besserung dieser Be­ziehung ab.

W. P. Diskussion ist Brückenschlag zwischen unter­schiedlichen Meinungen. Das Wesentliche und Wertvolle an chr ist: Daß die Verfechter dieser Ansichten genötigt werden, über die Grenzen, innerhalb deren sich ihr Den­ken und Fühlen vollzieht, in andere Bezirke hiniiber- zuschauen und t/nüberzuhören. Daß sie gezwungen wer­den, ihre eigenen Vorstellungen an denen der anderen auf ihr Begründetsein und auf ihre Allgemeingültig­keit zu prüfen. Daß damit das Allgemeine, das, was die Gegner trotz aller Unterschiede verbindet, heraus­gestellt und auf beiden Seiten ins Bewußtsein zürück- gerufen wird. Dabei ist die Herstellung des Kontaktes zwischen den verschiedenen Denkkreisen mindestens ebenso wichtig wie die Herbeiführung eines Kompromisses. Die Meinungen mögen chren Eigenwert und ihre Eigenbedeutung behalten, die Hauptsache ist, daß sie nicht ohne Berührung bleiben. Denn gerade in diesem Aufeinanderstoßen liegt, sofern es allen Beteiligten um die Sache geht, die schöpferische Bedeutung der Diskussion.

Gibt es, so verstanden, in unserem politischen Leben überhaupt noch Diskussionen: Nach den Erfahrun­gen der letzten Jahre ist man geneigt, diese Frage mit einem Nein zu beantworten. Der Reichstag, der ja nicht nur gesetzgeberische Funktionen hat, sondern auch der große Sprechsaal der führenden politischen Män­ner sein soll, hat seine Unfähigkeit, diese Aufgaben zu erfüllen, bewiesen. Die Auseinandersetzungen, die in ihm geführt wurden, waren zu einem guten Teil nur agitatorisch gemeint und verloren damit immer mehr an Wert. Mit seiner Kaltstellung verschwand also eine

Maßnahme«

für de» Mittelstand

Um zu verhindern, daß im neuen Reichstag das Alterspräsidium wieder von der kommunistischen Ab­geordneten Frau Klara Zetkin ausgewbt wird, wer­den die Nationalsozialisten an sicherer Stelle ben Ge­neral Litzmann, der bekanntlich auch das Mters- prästdium des preußischen Landtages ausübte, als Reichstagskandidaten aufstellen. Mit der Nominie­rung v. Litzmann, der 7 Jahre älter ist als Frau Zet­kin, ist die Kandidatur des Deutschnationalen von Ol- dewburg-Januschau, der 2 Jahre älter ist als Frau Zet­kin, überflüssig geworden.

wöchentl. sechsmal nachmittags. Abonnementspreis: für den einichl. 30 4 Trägerlohn bet freier Zustellung ins Hau», IN der 8^'Eait-stelle aßgeholt 1.80 Ji. Postbezug monatl. 2.10 Jt ausschl. Zmtellgeouhr. 3n trauen höherer Gewalt besteht kein Anspruch am Lieferung der Zeitung oder

wichtige Basis, auf der sich Diskussionen, die überall zu hören und zu verfolgen waren, abspielen konnten. Was blieb? In den von Parteien einberufenen V e r - s a m m l u n g e n ist es ganz abgesehen davon, daß durch die Wirkung der Massenpsychose die sachliche Aussprache stets beeinträchtigt und gefährdet wurde längst üblich geworden, den PunktDebatte" von der Tagesordnung zu streichen. Vor zwei, drei Jahren ließ man es noch zu, daß vor die eigenen Anhänger auch ein Vertreter anderer Gruppen und Parteien trat und seine Argumente gegen die Ausführungen des Hauptredners vortrug. Heute "handelt es sich um Aus­nahmefälle, wenn dieser Brauch noch einmal geübt wird. Der Rundfunk? Ein paar Mal ist der Ver­such gemacht worden, politische Diskussionen vor dem Mikrophon aufzuziehen; heute ist auch diese Experimentierlust verflogen, und die Regierung hat sich selbst in der Hauptsache die Rolle des politischen Spre­chers in den Sendern vorbehalten. So blieb also als Diskussionsmittel nur noch das gedruckte Wort. Die Aufgaben, die der Presie auf diesem Gebiete ge­stellt sind, werden hernach noch kurz zu erläutern fein; aber hier ist schon aus die grundsätzliche Schwierigkeit, mit der sich diegedruckte Diskussion" abzufinden hat, gebührend hinzuweisen.

Die Gefahr, die sich für das ganze politische und nationale Leben aus dieser Verkümmerung der D:s- kuffionsmötzlichkeiten ergibt, kann nach dem was ein­leitend über die Bedeutung der Diskusiion gesagt wurde, nicht gering veranschlagt werden. Nochmals: Diskusiion ist ein schöpferisches M o m e n t im politischen Leben, das nicht ohne Schaden für die All­gemeinheit einfach ausgeschaltet werden kann. Heute führen die politischen Ideen jede für sich ein Sonder­leben, und wenn man nicht an die Aufrichtung der Diktatur einer Idee glaubt, so ist nicht akyusehen, wie aus diesen autark lebenden Ideen allgemeine Maximen des Denkens und Handelns entstehen sol­len. Heute wendet sich jeder politische Führer fast nur an Leute, die gleicher Gesinnung wie er selbst sind: Das Forum, in dem der Kanzler sich vorstellt, ist so zusammengesetzt, daß die Ausführungen des Redners ein freundliches Echo finden. Die Parteiführer sprechen zu Parteimitgliedern, die Arbeitgeberführer treten nur in den Veranstaltungen ihrer Organisationen auf, und die Vertreter der Arbeitnehmerschaft unterhalten sich allein mit den Schichten, denen sie zugehören.

Diese Entwicklung läßt befürchten, daß die Selbst- 'baschränkung zu einer Verengung des geistigen Hori­zontes führt; sie ist aber vor a,em such um deswegen bedenklich, weil sie unser nationales Leben bildlich gesprochen durch Streifen von Oedland auseinander­reißt, die zwischen den von hohen Mauern umgebenen politischen Jdeenkreisen entstehen. Das Experiment, das in diesen Tagen von den Deutschnationalen und den Nationalsozialisten in der Hasenheide gemacht wurde, hat die gegenwärtige Lage deutlich genug be­zeichnet: Diskusiionen in großem Rahmen sind heute kaum noch möglich, sofern der Auseinandersetzung sach­liche und nicht nur agitatorische Ziele gesetzt sind. Die Masien haben die Kunst des Zuhörens und des Prü­fens verlernt; sie suchen in derartigen Veranstaltun­gen damit soll nichts gegen die Veranstalter gesagt sein Sensationen und nicht Aufklärung.

Nur Schritt um Schritt werden wir uns von dieser Situation wieder entfernen, nur allmählich werden die abgebrochenen Brücken durch neue ersetzt werden kön­nen. Heiter die Wiedereinschaltung und die Neugestal­tung des Parlamentes braucht heute nicht ausführlich gesprochen zu werden; ergänzt werden mutz diese große Reform aber durch Kleinarbeit, durch Ausnutzung aller Chancen und durch Selbsterziehung jedes ein*

Immer noch 32 »Parteien"

_ Zunächst wird der Wahlkampf für die nächsten 14 Tage stärker in den Vordergrund treten, von dem man bisher in Berlin nur wenig gespürt hat. Zn Bezug auf die Zahl her Bewerber für den neuen Reichstag zeigt sich auch diesmal wieder die völlig sinnlose Hefter* treibung in der Ausstellung des Wahlzettels, die schon bei früheren Fällen festgestellt und getadelt wurde. Ob­wohl jedermann weiß, daß bei der bevorstehenden Reichstagswahl höchstens 56 Parteien ernsthaft in Frage kommen, weist der Berliner Wahlzettel schon jetzt nicht weniger als 32 Wcchlvorschläge auf, von denen die allermeisten natürlich vollkommen auspchts-

nettswechsels rechnen, im zweiten Falle jedoch würde die Regierung Papen unverändert im Amte bleiben. Auch die Führung des Kabinetts würde die gleiche bleiben, und es würde vielleicht auf dem Po- sten des Ernährungsministers der oben angedeutete Wechsel Eintreten.

Sollte sich aber durch die Wahl und vor allem durch die Entwicklung innerhalb der nationalsozialistischen Partei eine Koalitionsmöglichkeit ergeben, so wären immerhin mancherlei neue Kombinationen denkbar. Dabei

beachtet man stark die Rede, die der nationalsoziali­stische Abgeordnete Gregor Strasser vor den nationalsozialistischen Betriebszellenorganisationen Grotzberlins gehalten hat

(Siehe auch Seite 2!) Strasser hat darin eine ausge­sprochen freundliche Stellungnahme gegen­über Hugenberg und gegen den Gewerkschafts­führer Leipart eingenommen. Er hat in dieser Rede unter anderem betont, daß die NSDAP, bereit sei, mit jedem zusammenzuarbeiten, der sich zu Deutschland bekenne. Allerdings hat er in diesem Zu­sammenhänge wieder den nationalsozialistischen An­spruch auf unbedingte Führung innerhalb jeder Zu­sammenarbeit mit anderen Gruppen betont, aber be­reits die Tatsache, daß er überhaupt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit so stark hervorgehoben hat, gilt als ein bemerkenswertes politisches Symptom.

Es wird sich nun zeigen, ob Hitler sich für die koalitionsfreuudliche Richtung Gregor Strassers oder für die entgegengesetzte Linie von Dr. Goeb­bels entscheidet. Es güt aber nicht als wahrscheinlich, daß der Parteiführer einseitig für de« einen oder anderen Flügel feiner Bewegung Stellung nimmt, und infolgedessen läßt sich gegenwärtig auch in dieser Hin­sicht noch keineswegs voraussagen, ob für die R. S. D. A. P. nach dem 6. November Koalitiousmöglichkeiten bestehen werden.

H. R. Berlin, 22. Oktober.

Wie wir erfahren, sind die Fachressorts der Reichsministerien zur Zeit damit beschäftigt, Maß­nahmen zu prüfen und vorzubereiten, die hauptsäch- lich den mittelständlerischen Schichten, den Handwer­kern und den kleinen Gewerbetreibenden zugute kom­men sollen. Es handelt sich dabei in erster Linie um die Neuordnung der KredithiElfe, die diesen Schichten schon lange zugesichert worden ist, in zwei­ter Linie um steuerliche Maßnahmen. Hierbei denkt man einmal an eine Herabsetzung der Um­satzsteuer, deren Höhe schon in der großen Wirt­schaftsverordnung der Papen-Regierung als auf die Dauer untragbar bezeichnet wurde, zum andern an eine Neuregelung der Hauszinssteuer, die in der großen Notverordnung nicht berücksichtigt werden konnte.

Es gehen dabei zwei Pläne zur Diskussion. Der eine sucht nach einem Wege, den schon vorgesehenen Abbau der Hauszinssteuer zu beschleunigen und das System der Steuergutscheine als Ucbergang doch noch zur Anwendung zu bringen und zwar so, daß die Gutscheine zur Hälfte auch den Mietern zu gute kommen. Der andere Plan will die Beibehaltung der Steuer in abgeänderter Form mit dem Ziel, die Be­träge der neuen Hauszinssteuer der Siedlung zu gute kommen zu lassen. Diese Anregung soll von dem deutschnationalen Führer Dr. Hugenberg aus­gehen, der sie im Rahmen seines Plans zur Auflocke­rung der Großstädte verfolgt.

Wir wir hören, wird der Reichskanzler in einer Rede, die er am Montag in Berlin vor den Handwerkern hält, schon einige Andeutungen über diese Pläne machen, vor allem dürfte der Kanzler auf die dringende Frage der Kredithilfe für den Mittel­stand näher eingehen.

Im Schatten des 6. Novembers

(Eigener Drahtbericht).

Einzelpreis 20 Pfennig

Kasseler Neueste Nachrichten

auf Rückzahlung des BezugsvrekseS. Für Sas Erscheinen von Anzeigen in be- Anzeigenvrekse: Geschäfts- und Komrltenan,eigen die 30 mw-Zetle 11 4. Kleine

summten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für telefonisch erteilte Aufträge Anzeigen aus Kassel das Wort 7 4. Ausw. Kleine Anzeigen ine 30 mm breUe

keine Gewähr. Juristische Sorechstunden: Dienstags und Kreitags 1719 Uhr. Zeile 11 4. Anzeigen im Reklameteil die 78 mm breite Zeile to Offertgeduhr

Verlag, Lchriftleitung n. Druckerei: Köln. Straße 10. Tel.-Sarnmelnitmmer 6800. 25 4 (6ei Zustellung 86 4). Gerichtsstand Kastel. Postscheck: Frankfurt a. M. 6380.

th. Berlin, 22. Oktober.

Die in 14 Tagen bevorstehende Reichstagswahl macht sich im politischen Leben in Berlin vor allem da­durch in steigendem Maße bemerkbar, daß alle wichtigeren Entscheidungen ans einen Zeit­punkt nach dem 6. Rovember vertagt werden. Besonders in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung beabsichtigt die Reichsregierung ofsenbar keinen Be­schluß mehr zu fassen, soweit nicht ganz dringende Auf­gaben vorliegen.

Diese Zurückhaltung erklärt sich einmal ans der einfachen Rücksichtnahme auf die Stimmung der Wäh­lerschaft vor allem aber aus der Berücksichtigung der bei den führenden Parteikörperschaften bestehenden Anschauungen. Wenn man beachtet, daß hinter der Regierung zur Zeit als einzige größere Partei die Deutschnationalen stehen, die großen Wert auf die Beibehaltung des Ernährungsministers von Braun und seines Kurses legen, so sst es verständlich, daß die Reichsregierung

gerade in der Kontingentierungsfrage vor dem

6. November keine grundlegenden Beschlüsse fassen wird. Damit dürfte es auch zusammenhängen, daß die Kontingentierungskommission, die jetzt aus Paris nach Berlin zurückkehrt, nach der in den letzten Tagen herrschenden Auffassung nun auch noch die Reise nach Kopenhagen antreten soll. Nachdem mit Dänemark und Finnland der gestern gemeldete Abschluß der Verhandlungen über die deutsche Butter­kontingentierung erzielt worden ist, bleiben mit Däne­mark nur noch einige kleinere Fragen zu klären, aber da die Stellungnahme des Kabinetts Mm Gesamt­bericht der Kontingentierungskommission nach Auf­fassung der maßgebenden Kreise keine Eile hat, kann die Kommission ihr Regierungsprogramm ruhig ju Ende führen und sich auch zur Besprechung dieser unter­geordneten Fragen nach Kopenhagen begeben.

Ob nach dem 6. November eine Aenderung der Kocktingentierungspolitik eintritt und dann ein Ernährungsminister berufen wird, der die Interessen der Landwirtschaft stärker als bisher mit den Interessen der Exportindustrie in Einklang brin­gen soll, laßt sich natürlich noch nicht Voraussagen. Diese Frage, sowie alle grundsätzlich wichtige» Pro­bleme dazu gehört auch die evtl. Neubesetzung des Postens des Reichsrundfunkkommissars sind vom Wahlausfall abhängig.

Für das Ergebnis der Wahl gilt diesmal vor allem die Frage, obdieMöglichkeiteinerKoa- l i t i o n zwischen Zentrum, Deutschnationalen und Nationalsozialisten geschaffen wird, oder ob die par­lamentarischen Verhältnisse im Vergleich zum vorigen Reichstag im wesentlichen unverändert bleiben. Im ersteren Falle müßte man mit der in den lebten Tagen vielfach erörtert« Möglichck^z eäwes Aabt-

th. Berlin, 22. Oktober.

Heute wird nunmehr die Notverordnung über die Umwandlung der Preußenkassc in eine Rcichszentralgenvssenschaftskafse amtlich veröffentlicht. Einen wesentlichen Bestandteil der Verordnung wird derB. Z." zufolge eine großzügige Kredithilse des Reichs für die Landwirtschaft bilden. Das genannte Blatt meldet, daß das Reich einen be­trächtlichen Teil derjenigen notleidenden Forderun­gen übernehme, die landwirtschaftliche Genossenschaf­ten an einzelne Landwirte haben. Es dürste sich da- . bei um ein Objekt von etwa 200 Millionen Mark handeln.

In diesem Zusammenhang weiß das Blatt ferner zu berichten, daß in landwirtschaftlichen Fachkreisen neuerdings der Gedanke eines Fett-Mono- pols erörtert wird. In Verfolg dieser Idee sollen alle Margarinefabriken und Schmalzsiedereien zusam- mengefatzt und verpflichtet werden, ihre Gesamtpro­duktion an dieses Fett-Monopol abzuliefern. Diesem würde nach Art anderer Monopole die Belieferung des Handels zufallen, womit naturgemäß das Reich einen großen Einfluß auf die Preisgestaltung ausüben Fritte. Man tut aber gut, diese Meldung mit dem . .tigen Vorbehalt aufzunehmen.

Aus dem Inhalt der heutigen Ausgabe

Sonderbericht : Eine Stadt stirbt an einer Maschine

Ärtikelreihe:Nachkrieg: Weimar

Das Drama am Kongo: Leben und Sterben Emin Paschas

Wilhelm Hausenstein: Napoleons Liebesbriefe

Stefan Zweig: Marie Antoinettes letzte Fahrt

ProfTs. Waldmann:

Eine Künstlerehe der Hochrenaissance

Dr. E. Stianik: Bei den ehrlichsten Menschen Europas

K-N«N« Sonntagsbilderbogen:

»Fürstenhochzeit in der Republik*

Hessische Städtewappen: Die neue K NN- Bilderserie Der von Mitternacht kommen her.. .*

Die Beziehungen zwischen Hessen und Schweden.

Bilderartikel.

Kredithilfe für die Landwirtschaft?

Don unserer Berliner Schriftleitung.

Der Kampf gegen die Krise

Reuyork, 22. Oktober.

Bei einem Freitag von der deutsch-amerikanischen Handelskammer gegebenen Frühstück zu Ehren des Generalkonsuls Dr. Kiep legte Dr. Kiep in einer Ansprache die deutsche Wirtschaftslage dar und sprach über das Programm der Reichsregierung. Für .die deutsche Politik gelte heute wie in den meisten ande­ren Ländern die Bekämpfung der Krise als das Wichtige. Das Ziel, das sich Deutschland hierin gesetzt habe, stimme besonders mit dem amerikanischen über­ein

Botschafter S a ck e 11 schilderte Amerikas Anteil an der Lösung der großen finanziellen und politischen Probleme der Nachkriegszeit, die sich aus der Lage Deutschlands und der Liquidation der Weltkriegskosten ergäben.

Legale Schiebung"

Sir John Simon sucht sich zu rechtfertigen.

London, 22. Oktober.