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Sette 3 1. Beilage

Raffelet Treueste Nachrichten

A. Oktober 1932

Llnfere Heimat

kommt sie schon

MIT GUTSCHEIN

DIE PUTZFRAU

stimmt, mit den noch zu

Vertretern der

IN DER DOSE

OOS V-4O8-138

FÜR 20 PFG

tragens zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Die Un, tersuchungshaft wird voll angerechnet und der Haft, befehl aufgehoben. Für den Rest der Strafe tritt eine Bewährungsfrist auf drei Zahre ein.

Aus dem kreise Kirchham-Marburg

Marburg. Bor dem Schwurgericht. Der dritte Verhandlungstag des Marburger Schwurgerichts be­schäftigte sich mit dem von Bergmann August Geller

zweiter Antrag beschäftigte sich mit der von Preußen für 1934 in Aussicht genommenen

Auflösung des LreiseS.

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Aus dem Kreis Melsungen

Spangenberg. Erste öffentliche Versammlung des Deutschen Nationalvereins". Aus den Ausführungen des Redners, Werbeleiter Strübing, sind einige beson­ders beachtliche Mitteilungen zu entnehmen.Ein Voll kann nicht leben, wenn einigen wenigen Wirt-

Bad Wildungen. Der Haushaltsplan liegt aus. Der Hausbaltsplan für das Rechnungsjahr 1932 Ii'V vom 20. bis 28. Oktober zur Einsicht der Gemeinde- angehörigen aus dem Rachaus, Zimmer 3 aus..

Volksküche Oberkaufungen gefährdet

Der Christliche Verein Junger Männer und der Jungmädchenverein stellten seither der Volksküche einen Raum in der Winterkirche zur Verfügung. Die Weiterbenutzung des Raumes stieß jedoch mit vor­gerückter Jahreszeit auf Schwierigkeiten, da der C. V. I. M. seine Turnstunden und die Kirche ihre Gebetstunden in diesem Raume abhielten. Mit Ein­tritt des Winters drangen die bisherigen Mieter auf Räumung des Lokals, so daß die Volksküche ge­schloffen werden mußte.

Der größte Schaden ist derSelbsthilfe Ober­kaufungen" jedoch dadurch entstanden, daß durch die Raumfrage der Fortbestand überhaupt in Frage gestellt war. Die Möglichkeit, sich mit b i l - igen Lebensmitteln, wie Kartoffeln und Ge­müse, einzudecken, wurden der Volksküche dadurch g e - n o m m e n. Der Volksküche wurde inzwischen wieder ein anderer Raum zur Verfügung gestellt, der jedoch durch Umbauten größere Kosten verursacht. Es kom­men nur Materialkosten in Frage, da sich arbeitslose Handwerker bereit erklärt haben, den Umbau kosten­los durchzuführen. Es muß anerkannt werden, daß der C. V. I. M. jetzt bemüht ist, das Werk der Volks­küche zu unterstützen. Der Schaden, der durch die Räumung entstanden ist, kann jedoch so schnell nicht wieder gutgemacht werden.

Don der Oberweser

Hann.-Münden. Freunde des Deutschen Rational- vererus hatten zu einer Aussprache eingeladen. Herr Strübing aus Kaffel setzte die Ziele der Bewegung auseinander. Die Anwesenden traten ausnahmslos dem Nationalverein bei und faßten den Entschluß, in Kürze eine große öffentliche Versammlung zu veran­stalten mit dem Ziele der Gründung einer Ortsgruppe

Aus dem Landkreis Kaffel

Harleshausen. Iw Haus- und Grundbesitzer-Ver­ein sprach Syndikus Schneider -Kaffel. Er wies insbesondere darauf hin, daß eine Zinssenkung neben einer Steuerermäßigung zweifellos nötig sei, jedoch müffe man in bezug auf die Zinssenkung darauf achten, daß dadurch der Realkreditmarkt nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen würde. In bezug auf die Steuergutscheine sei es bedauerlich, daß man die Scheine erst zum vollen Nennwert in 19341938 verwenden könne. Der 50-Millionenkredit für den Hausbefitz sei immerhin ein Anfang, aber es würde dem Hausbesttz zweifellos schwer fallen, 80 % der ganzen Kosten für Instandsetzungsarbeiten aufzu­bringen. Es könne den Haus- und Grundbesitzern keine neue Belastung der Grundstücke helfen, sondern nur eine Entlastung von den Steuern. Im übri­gen stellte sich der Redner auf den Standpunkt, daß die Hausbesitzer, die die 80 % heute noch ausbringen können, zweifellos dies auch schon früher gekonnt hätten und deren Häuser naturgemäß in gutem Zu­stand sich befänden; daß aber die Hausbesitzer, de­ren Häuser infolge ihrer wirtschaftlichen Notlage ver­nachlässigt seien, auch h e u t e bei größer gewordener Wirtschaftsnot zweifellos von diesem Angebot nicht profitieren und daß ausgerechnet doch diesen Hausbesitzern eigentlich geholfen werden müßte.

In der Stadtverordnetensttzung war für das Rech­nungsjahr 1933 Beschluß zu fassen über die Ein­führung der Bürgersteuer. Bürgermeister N ö l d n e r erklärte, nach ferner Ueberzeugung käme ihre Er­hebung noch gar nicht in Frage, es gelte bei dem Be­schluß nur eine Formsache zu erfüllen um evtl, später falls sich die Notwendigkeit ergeben sollte, vom Reich die Wohlfahrtshilfe zu erhalten. Ein endgültiger Beschluß über die Einziehung der Bürgersteuer solle erst bei der Feststellung des Etats für 1933 erfolgen. Bei der namenüichen Abstimmung ergab sich die Ab­lehnung der Bürgermeister mit 6 zu 10 Stimmen.

Zu dem Anttag, doch Schritte zu unternehmen wegen des frühen Schluffes der Kurkonzerte wurde allgemein bedauert, daß die Stadt so wenig Einfluß besitze, um die notwendigen Schritte zu einer Besserung herbeizuführen. Man war sich einig darin, daß ein Wandel hierin zu schaffen sein wird, auf dem Wege gütlicher Verhandlungen mit der Fürst!. Wil- dunger Mineralquellen A. G.. Eine Eingabe an das preußische Ministerium nach Berlin würde ziemlich aussichtslos sein, da Berlin nur so weit interessiert sei, als es Geld aus dem Badeort für sich herauszu­holen beabsichtige. Man wählte eine Kommission der die Stadtv. Hänel, Kötting und Schumacher ange­hören, die im Einvernehmen mit dem Magistrat bei de? Kurverwaltung vorstellig werden sollen. Ein

Aus dem Kreise Frankenberg

Frankenberg. Unfall beim Kartoffelabladen. Ein Landwirt rutschte beim Einkellern von Kartoffeln aus und fiel mit dem Sack zu Boden. Dabei zog er sich eine solch schwere Beckenverletzung zu, daß er so­fort in die Marburger Chirurgische Klinik eingelie­fert werden mußte.So ein Schwein. Ein Schwein das zur Schlachtbank geführt werden sollte, hatte scheinbar von demBraten" etwas gerochen. Es setzte sich den Wünschen des Schlächters ganz entschieden entgegen und versuchte sich mit allen Mitteln zu weh­ren. Ja, es scheute sich nicht einmal, dem ehemali­gen Besitzer, der dem Metzger helfend zur Seite stand, das vordere Glied eines Fingers vollständig abzu- beitzen.

Schreufa. (Kreis Frankenberg). Unverschämte Bett, ler. Auf dem Hofe eines Landwirts erschienen zwei Wanderburschen und bettelten. In frechster Weise tra­ten die beiden aus und verweigerten das ihnen gebo­tene Brot; sie verlangten vielmehr von den Frauen Wurst und Geld. Als ihnen das verweigert wurde, nahmen sie eine drohende Haltung an und einer von ihnen zog, als der Hofbesitzer sie vom Hofe verweisen wollte, ein dolchartiges Messer. Die Leute konnten sich nur noch durch Anrufen polizeilichen Schutzes der zu­dringlichen Bettler erwehren, die, als der Landjäger aus Röddenau erschien, flüchteten. Der Beamte konnte die Landstreicher verhaften.

Frankenberg. Neuer Stadtverordneter. An Stelle des durch Tod aus der Stadtverordnetenversamm­lung ausgeschiedenen Herrn Daniel Schellberg tritt Herr Karl Butterweck.

schaftsführern die Maffe des Proletariats gegenüber- steht. Ein Volk ist nur dann gesund, wenn zwischen beiden eine breite lebensfähige Mittelschicht ständig die Möglichkeit sozialen Ausstiegs und sozialen Ausgleichs gibt. Sie ist die Vertreterin aller Persönlichkeilswerre und auch der christlichen Grundlagen unserer Kultur Ter deutsche Nationalverein bemüht sich diese Mittel­schicht zu sammeln und sie zu politischer Bedeutung un Rahmen der Gesinnungsgemeinschaft zu gestalten. Der Redner ging auch aus die Meinung ein, nach der der Nationalverein nur eine demokratische Partei neuen Namens sei. Die Liste der Gründer und Leiter, von der eine große Reihe Namen bekannt gegeben wurde, zeigt solche von Leuten auf, die fast in Tuchfühlung mit den Deutschnationalen stehen, bis zu denen aus Kreisen der Etaatspartei. Die Gesamtheit der bisheri­gen Mitglieder gibt Gewähr dafür, daß es sich hier" um eine Bewegung handelt, die wirklich das liberale Bürgertum im Sinne Gustav Stresemanns zusammen­führt.

Aus dem Kreise Rotenburg

Bebra. Autozusammenstoß. In der Unterführung in der Göttinger Straße stießen zwei Lastautos zusam­men. Ein Wagen wurde so stark beschädigt, daß er abgeschleppt werden mutzte, während der andere mit leichteren Beschädigungen die Fahrt fortsetzen konnte. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Der MännergesangveremGermania" veranstaltet am 13. November ein Konzert unter dem MottoTänze und Märsche". Die Kapelle des Jägerbataillons Kaffel w'rd mitwirken.

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Aufgehobene Straßensperre. Die Sperrung der Bebra - Sontraer Landstraße zwischen Sontra und der Stratzengabel zwischen Wichmannshausen und Hohen­eiche ist ausgehoben worden.

Aus Eschwege und Umgebung

Eschwege. Ein uraltes Steinkreuz ist am Mart­weg bei Schwebda von Freunden deutscher Vorge­schichte ausgegraben und neu aufgerichtet worden.

Wanfried. Bleibt die Stadtsparkaffe bestehen? Regierungspräsident Dr. Iriedensburg fuhr mit Landrat Dr. Deichmann nach Wanfried, wo die Stadtsparkasse besichtigt wurde, für deren Fortbestand sich der Magistrat bei den zuständigen Behörden ener­gisch eingesetzt hat. Der Regierungspräsident konnte sich von der mustergültigen Führung der Sparkaffen­geschäfte überzeugen. Man darf wojn hoffen, daß die endgültige Entscheidung über das Weiterbestehen der Stadtsparkaffe in Wanfried in einem für die Stadt günstigen Sinne fallen wird.

Aus dem Kreise Ziegenhain

Treysa. Billiges Fleisch. Die Reichsbezugsscheine für verbilligtes Frischfleisch für die Zeit vom 17. Oktober bis 30. November können auf dem Ma­gistratsbüro in Empfang genommen werden.

Bürgermeister Nöldner zeigte, wie sich gerade in die­ser Frage die Unterlassungssünden der damals beim Anschlußvertrag Beteiligten heute unheilvoll aus- wirkten. Ein geschloffenes Vorgehen der ganzen Kreisbevölkerung könne Aussicht auf Erfolg haben. Einige Prozesse in den gleichen Angelegenheiten vor dem Staatsgerichtshof, konnten wertvolle Fingerzeige werden. Der Stadwerordneten-Vorsteher wurde be-

Bodenwerder. Sperrung der Weserbrücke. Die hiesige Weserbriicke, die bisher noch von leichten Fahrzeugen befahren werden durfte, ist nunmehr wegen Baufällig­keit für sämtlichen Fuhrwerksverkehr gesperrt worden.

Oberscheden. Wenn die Pferde durchgehen. Auf der Straße zwischen Wellersen und Scheden ereignete sich ein schweres Unglück. Bei dem von dem Land­wirt Otto Wagener gelenkten und mit vier Frauen besetzten Wagen gingen plötzlich dte Pferde durch wo­bei der Landwirt zu Boden gerissen wurde. Während zwei der Frauen sich durch Abspringen retten konn­ten und nur leichtere Verletzungen erlitten stürzten die beiden anderen Frauen ab, wobei sie schwer ver­letzt wurden. Die eine der Frauen erlitt einen schwe­ren Schädelbruch und einen Bruch des Schulterblattes und wurde dem Mündener Krankenhaus zugeführt, während die andere sich einen Beckenbruch zuzog, die ihre Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Eöt- tingen notwendig machte.

Hedemünden (Kr. Göttingen). Aus der Gemeinde- Vertretung. Betr. Festsetzung der Holzhauerlöhne soll bei der Oberförsterei Kattenbühl sowie bei der Stadt­forst Münden angefragt werden, welche Löhne dort bezahlt werden. Die Forstkornmission soll dann diese Angelegenheit erledigen. Der Pächter des Basalt­steinbruchs auf der Hoben Schleife will eine größere Ausbeutung vornehmen. Dem Antrag wird zuge­stimmt unter der Bedingung, daß auch heimische Ar­beiter beschäftigt werden. Für Bau eines Gleisan­schlusses benötigte Schwellen will die Gemeinde lie­fern und antragsgemäß Basaltstein dafür in Gegen­rechnung nehmen.

einzelnen Wirtschasts- und sonstigen Interessengrup­pen des ganzen Kreises die weiteren Schritte für die Stadt wahrzunehmen.

Verschiedene Anfragen bett. Verbesserungen von Straßen kamen zur Sprache und wurden dem Ma­gistrat zur Weiterversolgung übertragen, jedoch kann nur im Rahmen der für diese Zwecke zur Verfügung stehenden Mittel mit Verwirklichung gerechnet werden.

Da- Wil-ungen lehnt die Bürgersteuer ab

Die Kurkonzerte. Hm die Kreisauflösung.