Sekte 2-1. Beilage
Kasseler Treueste Hachrichfen
Dienstag, 18. Oktober 1932
flnfere Heimat
htlfe
heit
Aus Efchwege und Umgebung
Aus -em Kreis Hofgeismar
Aus -em Kreise Schmalkalden
und Sohn wurden aus
Aus -em Kreise Witzenhausen
herrscht Messetreiben.
Kasseler Neuesten Lachrichtea
Staatsstratze Mihla und wegen Stra- auf weiteres
Oie-siä-le ohne Sn-e
Im «reise Warburg.
und alle sonstigen Veröffentlichungen bevorzugt man stets die
Earlshafeu. Em schwerer Einbruchsdiebstahl wurde in einer der letzten Nächte verübt. Als der Besitzer eines in der Gartenstadt gelegenen Wochenendhäuschens eintraf, mutzte er zu seinem Schrecken feststellen, datz das ganze * '
Die Diebe hatten eine r
Eschwege. Kellerbrand durch den Sturm! Bei dem großen Sturm in der letzten Nacht wurde an den Bäumen vielfach erheblicher Schaden angerichtet. In einer Gastwirtschaft schleuderte der Sturm im Keller Kohlenstücke aus dem Keflel der Zentralheizung, so datz ein Kellerbrand entstand. Da er rechtzeitig bemerkt wurde, konnte das Feuer bald gelöscht werden.
+ Ä Mä i o ,4 -
SinC HsvJ tzTSO V*miC<iT9n ölte L«D8nSTr#UO• 10000 Oratleproben ,, versenden wir, em jeden voe der Wirkung unseres Anuvailn xu Gbeneugen. Tigllch gehen Dankschreiben von UeberglOckHchen ein, denen geholfen wurde. Sie whaltanJProba, med. Aufklärungsschrift ärztliches Gutachten, alles umsonst und portofr. durch die Versandepoth. Schreiben Sie deshalb heute noch an Anuvailn, Berlin SO 36» Abteilung 12
gewicht über Creuzburg—Netra—Hoheneiche—Eschwege—Treffurt und umgekehrt.
Bischhauseu. Autounsälle. Infolge des Regenwetters war die Straße sehr glitschig geworden. Ein von Kastel kommender Kraftwagen fuhr gegen einen
kehr m. Fuhrwerken 1, Verkehr mit Fahrrädern 8, Verkehr mit Kraftfahrzeugen 6. 37 Verwarnungen wurden erteilt, 2 Verkehrsunfälle kamen vor, ferner ein Unfall mit tödlichem Ausgang.
Heringen. Endlich die Mchern überwunden? Außer in der Gemeinde Leimbach, wo die Masern noch
und Biersteuer sowie die im Etat nicht vorgesehenen Mehrausgaben an Fuhrlöhnen, Reparatur des Kirchendaches und Aufstellung eines Entwurfs für Noi- standsarbeit zu decken, werden die Zuschläge zur Grund- und Gewerbesteuer um 40 Prozent erhöht. Die Stadtverordneten befürworteten die Ausführung von Restaurterungsarbetten an und auf der Kugelsburg im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes.
Aus falschem Ehrgefühl
Tragödie eines jungen Mannes.
Im Jahre 1928 wurde dem damals erst 18jähri- gen L. die Posthalterstelle von Sterzhausen, Kreis Marburg, übertragen, welche der junge Mann in den ersten Jahren auch korrekt ausfüllte. Als jedoch Ende 1930 Kontrollbeamte feststellten, daß öfters Absenderdaten von in Sterzhausen aufgegebenen Zahlkarten geändert waren und daraufhin eine Revision vorgenommen wurde, fand man in einem Tischkasten neun Zahlkarten von vorhergehenden Tagen, zusammen auf 376 Mark lautend, während das dazugehörige Geld in der Kasse fehlte. Der junge Posthalter ging im Augenblick dieser Feststellung in ein anderes Zimmer und schotz sich eine Kugel in die Brust.
Erst jetzt ist er von der schweren Verletzung gene-
DedÜrftigen zukommen zu lasten. Die ganze Winter- '■'? ist als zusätzliche Unterstützung gedacht.
Aus -em Lan-krels Kassel
Dittershausen. Einbrüche. Bet der Witwe Wiegand drangen nachts Diebe ein und entwendeten drei Säcke Gänsefedern, Fleisch- und Wurstwaren, sowie eine Anzahl Brote. Bei dem Landwirt Schmidt wurden gefüllte Einweckgläser gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingeleitet.
Aus -em Kreise Wolfhageu
Volkmarsen. Aus Veranlassung des Verkehrsvereins Volkmarsen wird die Sonnlagsfahrkarte, welche bisher lautete: Volkmarsen—Kassel—Wilhelmshöhe oder Kassel Hauptbahnhof, ab 29. 10. 32 geändert in Volkmarsen—Kassel Hauptbahnhof. Der Preis konnte dementsprechend von 2,60 aus 2,40 Mark gesenkt werden.
Volkmarsen. Dteuererhöhung. Zur Deckung der Kosten der beim freiwilligen Arbeitsdienst auf dem Witmer-Wald erforderlichen Fuhren wurden 800 RM. bewilligt. Die Stadtverordneten genehmigten ferner die schon lange In Aussicht genommene Drai- nage im Knaupsteich durch Wohlfahrts-Erwerbslose und stimmten dem Ankauf von Drainrohren im Werte von 100 RM. zu. Die Kosten betragen etwa 1000 bis 1100 Mark. Die Kosten für Entwurf und Kostenanschlag zu der in Aussicht genommenen Kanalisation in Höhe von 200 Mark wurden bewilligt. Die Versammlung fatzte dann Beschluß über die Erhebung der Burgersteuer für 1933 aufgrund der Bürgersteuerverordnung vom 28. 9. 32, die umgehend erfolgen mutz, damit die Steuer auf den Steuerkarten angefordert werden kann. Die Bürgersteuer wird auf 200 Prozent festgesetzt. Um die Ausfälle an Obst- und Holzgeldern, sowie Bürger-
Hersfeld. Der Polizeibericht der Landjägerei des Kreises Hersfeld für September 1932 weist u. a. folgende Anzeigen auf: Körperverletzung 5, grober Unfug und rudestörender Lärm 34, Fischereipolizei 8, Feld- und Forstpolizet-Getztz 4, Diebstahl 6, Ver
sen und hatte sich vor der Großen Strafkammer zu verantworten. Er bestritt eine Unterschlagungs- avsicht und führte aus, daß in seiner Kaste Ende 1930 sich mehrmals Mankos rinstellten, die er aber angeblich aus Angst vor seinem Vater nicht meldete, sondern mit eingezahlten Postgeldern deckte. Der Angeklagte erklärte sich die Kassenmankos damit, daß er sich bei Auszahlungen öfters zu seinen Ungun st en verrechnete. In zwei Fällen wurden ihm auch, wie Zeugenaussagen nachwiesen, irrtümlich zuviel ausbezahlte Beträge von 100 und 20 Mark zurückerstattet. Seine Angabe, datz er die Fehlbeträge nicht für sich verbraucht habe, wurde durch Bekundungen mehrerer Zeugen bestätigt, welche hervorhoben, daß der junge Mann als einer der solidesten und ehrlichsten des ganzen Dorfes galt.
Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr Zuchthaus, wenn er auch anerkannte, datz der junge Mann den an ihn gestellten Anforderungen noch nicht gewachsen war. DaS Gericht erkannte auch Unbesonnenheit der jungen Mannes als Motiv seiner Verfehlungen an, mutzte ihn aber zu der für Amtsunterschlagungen gesetzlich geringsten Strafe von einem Jahr Zuchthaus verurteilen. Es empfahl Anrufung der Gnadenbehörde, um den gut beleumundeten und seither unbestraften jungen Mann vor dem Zuchthaus zu bewahren.
um des Lullusfeuers schloß. Elfte diesjährige Lollsruf von ufgenommen und immer wie-
Montag mittag ist die Hersfelder Lulluswoche feierlich eröffnet worden. Die große Not der Zeit hat nicht vermocht, diesem im HeimatgxÄanken wurzelnden Fcst Abbruch zu tun. Der Zustrom der auswärts wohnende« Hersfelder wi« auch der Fremden ist wieder ganz beträchtlich. Schon frühzeitig sah man festtäglich gekleidete Menschen. Die Mitglieder der Innungen, der Schützen, der Feuerwehr wie auch die Schullinder begaben sich an die für sie. bestimmten Standquartiere. In gefchlostenen Zügen ging es unter den flotten Marichweifen der Kapellen zum Marktplatz, wohin sich auch der Bürgermeister, der Magistrat und die Beamtenschaft begaben.
An der Feuergrube gab der Bürgermeister einen durch Lautsprecher überiragenen Rechenschaftsbericht über das vergangene Lullusjahr, an den sich mit dem Glvckenfchlage zuwlf vom Turm der nahen Stadttirche die feierliche Entzündur " " '
Begeistert wurde der ei der zahllosen Menge aus.
der wiederholt. Im Festzuge ging es dann zur Stiftsruine, deren tausendjährige Glocke geläutet wurde. Im Rahmen einer kurzen Feier sprach hier Pfarrer Freudenstein. Der Zug bewegte sich schließlich durch die Stadt zum Rathaus, wo der Feuermeister eine poetische Rede hielt, womit die offizielle Eröffnung mit einem Lollsruf beschlossen wurde. Nun schallt es acht Tage durch die Straßen und Gasten „Enner, zwoon, dräi, Broder Lolls". In den Gaststätten finden Lollsesten und Lollsbälle statt und auf dem Markt
Baum. Von den Insasten wurde einer schwer und der andere leicht verletzt. Wenige Stunden später trug sich ein zweiter Autounfall in der Nähe der Unglücksstätte zu. Ein Major a. D. von Plessen aus Gotha kam mit seinem Wagen, der von seinem Sohn gesteuert wurde, die Straße entlang gefahren, als plötzlich ein Bruch des einen Rades eintrat. Der junge von Plesten wollte den Wagen noch zur Straßenseite steuern, fuhr aber gegen eine Mauer. Vater und Sohn wurden aus dem Wagen herausgeschleudert. Der erstere trug Eefichtsverletzungen, der Sohn Verletzungen an der Hand davon. Beide fanden Aufnahme im Landeskrankenhaus.
Wieder brenni das Lullusfeuer
Die Hersfelder Lulluswoche ist im Gang
ise Haus ausgeräubert war. Fensterscheibe ausgeschnitten und dann das ganze Fenster von innen geöffnet. Da das Haus etwaS abseits am Waldrande liegt, konnten die Einbrecher alles, was ihnen begehrlich und wertvoll erschien, in größter Ruhe und ungestört einpacken und fortschaffen, nämlich sämtliches Bettzeug bis auf Bettstellen und Matratzen, sämtliche Bettwäsche, alle Kleidungsstücke, Leibwäsche, Teppiche und Decken, darunter 6—7 Kamelhaardecken, einige Gewehre mit Munition, einen Radioapparat, Kognak u. a. m. Der Wert der gestohlenen Sachen belauft sich auf etwa 2000 RM.
Baake. Merkheft! Dor einigen Monaten wurde ein Werkverein des Reichsbundes vaterländischer Arbeiter (R. v. A.) ins Leben gerufen. Die Mitgliederzahl ist bereits auf 66 gestiegen. Am Sonnabend fand eine Mitgliederversammlung statt. Kamerad Kohlepp, Hannover, berichtete über die bisherigen Erfolge des Vereins und überreichte den Kameraden Fern und Lichte im Namen der Bundesleitung die silberne R. v. A.-Nadel mit Ehrenurkunde.
E-el fei -er Mensch ...
Schwerer Autounfall bei Borgentreich
Auf der Provinzialstraße Borgentreich—Bergholz fuhr in der Sonntagnacht ein Kraftwagen aus Warburg, der Teilnehmer einer politischen Versammlung von Beverungen nach Warburg zurückbringen wollte, in einer unübersichtlichen Kurve auf einen Steinhaufen wurde gegen einen Baum geschleudert und stürzte eine steile Böschung hinab. Die drei Insassen wurden herausgeschleudert und zogen sich schwere Verletzungen zu. Einer der Mitfahrer erlitt neben inneren Verletzungen einen doppelten Schädelbruch, während ein anderer einen Beinbruch und große Schnitt- wuniden davontrug. Der Wagenführer blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Ein Arzt leistete bte erste Hilfe und ordnete die UoberMrung in das 6t. Petri-Howital Warburg an. Ein den Weg paifsteren- der Kraftwagen wurde durch die Verunglückten an» gehalten, der Führer weigerte sich aber, den Schwerverletzten »um Arzt zu fahren, da et fernen Wagen nicht beschmutzen wollte Er lehnte es ferner ab, Hilfe aus der nächsten Ortschaft herbei- zurufen. Möge er niemals mit gebrochenem Schädel im Straßengraben übernachten müssen.
Sann. Münden. Feuerwehrübung. Am Freitag findet gegen 8 Uhr abends eine gemeinschaftliche Feuerwehrübung statt. Alarm durch Feuermelder
Bolkmarshaufen (<5rogtr. Göttingen). Wieder das unbeleuchtete Gespann. Ein in der Richtung nach Münden fahrendes Motorrad fuhr in den Abendstunden am Eingang von Volkmarsen auf ein unbeleuchtetes Ackerfuhrwerk. Durch ein entgegenkommendes Auto vom Scheinwerferltcht geblendet, konnre der Fahrer das Ackergespann zu spät sehen. Durch den Anprall wurde dem Fahrer die Hand zwischen der Wagenbremse eingeklemmt, wobei der Mittel- handknochen zerbrochen wurde. Ferner zog er sich eine Verletzung des Knies zu. Durch einen Arzt konnte der Verunglückte in feine Wohnung überführt werden. Die Schuld an dem Unfall trifft den Führer des Ackergespanns.
Schmalkalden. Segelslng im Kreis Schmalkalden. Auch im Thüringer Wald wird seit geraumer Zeit tüchtig gebastelt, um wie auf den nahen Bergen der Rhön mit schmucken Seglern die Luft zu erobern. Der an der Grenze des Kreises gelegene Dolmar Bietet mit seinen kahlen Hängen ein ideales Fluggelände, an denen die Segelfluggruppen Schmalkalden und Meiningen schon beachtliche Leistungen vollbrachten. Neuerdings wird eine Abteilung der in Meiningen stationierten Reichswehr in diesem aussichtsreichen Sport geschult. Am Sonntag hatte Schmalkalden an den Abhängen des Questenberges dicht bei der Stadt seinen großen Flugtag. Die Veranstalter, welche zum größten Teil Arbeitslose aus der nahen Umgebung waren und ohne jeglichen Zuschuß ihren Sport betreiben, hatten einen großen Erfolg zu verzeichnen. Leider ereignete sich gegen Ende der Veranstaltung em bedauerlicher Unfall. Der Iungflieaer Kummer aus Asbach flog die Maschine seines Freundes Holland- Moritz, der selbst arbeitslos, in monatelanger Arbeit unter stärksten persönlichen Opfern sich das Flugzeug gebaut hatte. Der Pilot setzte nach einem vorzüglich gelungenen Schleifeiiflug die Maschine etwas hart auf einem Sturzacker auf, sodaß sie sich überschlug unb in Trümmer ging. Kummer mußte aus dem eingedruckten Führersitz befteit werden, hatte aber wie durch
Eschwege. Straßensperrung. Die Eisenach—Mühlhausen wird zwischen Nazza von Km. 13,00 bis Km. 16,227 ßenbauarbeiten vom 17. Oktober bis für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt. Umleitung für Fahrzeuge bis 5,5 Tonnen Gesamtgewicht über Erenzburg—Treffurt—Falken und umgekehrt, für Fahrzeuge über 5,5 Tonnen Gesamt-
In Osiendorf drangen vor Tagen Diebe in derselben Nacht in zwei oer Gastwirtschaften des Ortes ein und entwendeten Spirituosen, Zigarren und Zigaretten. Außerdem wurden in oer Gastwirtschaft Lüther Lebensmittel entwendet. In Warburg verachten Diebe einen Einbruch in die Gastwirtschaft Bremer zu unternehmen. Sie hatten bereits eine Fensterscheibe geräuschlos eingedrückt und waren eingestiegen, als sie gestört wurden. In der Eile nahmen sie nur einen Lodenmantel des Besitzers an sich. In Borgholz drangen Diebe in die Wohnung des Schreinermeisters N. ein und konnten mit Bekleidungsstücken und zwei Fahrrädern durch die von innen geöffnete Haustür entkommen. In Borgentreich wurde ein Einbruch in einen Kolonialwarenladen verübt, bei dem die Täter kleinere Gebrauchsgegenstände erbeuten konnten. Ferner wurde in Borgentreich bei einem Gutsbesitzer eingebrochen. Hier fiel dem sicherlich sehr ortskundigen Einbrecher ein Barbetrag von 1000 RM. in die Hände, der in einer unverschlossenen Kommode aufbewahrt war. Nebenher werden von den Feldern immer noch Kartoffeln in größeren Mengen gestohlen, und zwar werden zur Nachtzeit die Diemen auf den Feldern aufgegraben. Mehrere Gemeinden haben bereits einen besonderen Feldschutz eingerichtet, der aus Arbeitslosen besteht. Man plant diese Einrichtung für den ganzen Kreis.
Aus -em Kreise Ziegenhain
Ziegenhain. Der Sommerkursus an der landwirt- fchaftlichen Saushaltnngsschule fand mit einet kleinen Feier seinen Abschluß. Zu der Prüfung hatten sich außer den Angehörigen der Kursusteilnehmerinnen und den Vorsitzenden der besonders interessierten landwirtschaftlichen Vereine auch Landrat von Steinrütf und Vertreter des Kreisausschuffes eingefunden. Der gute Besuch der Haushaltungsschule während der letzten Jahre beweist, daß die anfangs erheblichen Schwierigkeiten überwunden sind uno der Gedanke der Haushaltungsschule in der Form einer an die Landwirtschaftsschule angeschlossenen Mädchen- klasse immer mehr Freunde gewinnt.
etwas zugenommen haben, soll nun der regelmäßige Unterricht wieder beginnen. Ein weiteres Fernbleiben bet Kinder aus der Schule würde auch seht verderblich werden, da die Schule schon ein volles —. u—-------- ----- ....
Vierteljahr wegen Masernerkrankungen geschloffen ist. ein Wunder, nur leichte Verletzungen erlitten.
Witzenhausen. Wieder Winterhilfe! Bürgermeister Domke hatte die Dertteter der Wirtschafts- und Hand- werksorganffationen, die Vertreter der Vereine ein» geladen, um mit ihnen übet die Maßnahmen zur Linderung der Not zu beraten. Im Jahre 1930 sind für Wohlfahrtslasten eingesetzt 70 000 SaJt., im Jahre 1931 bereits 85 600 RM. und in diesem Jahre find mindestens 120 000 RM. nötig, um die grotze^ Zahl der Unterstützungsempfänger zu befriedigen. Wenn die Richtsätze heute für ein Ehepaar 40 RM., für eine dreiköpfige Familie 58 RM. im Monat betragen, so kann man verstehen, daß derartig« Beträge ftiapp aus- teichen, die notwendigsten Bedürfnisse des Lebens nur mangelhaft zu bestreiten. Bei den llnterstützunas- empfänaern mangel« es an Lebensmitteln, an Kleidungsstücken, an Brennmaterial, also mit einem Wort an Allem. Hier habe die Winterhilfe einzusetzen. In einet Sitzung des Kreisausschuffes ist auch beraten worden, wie man non (eiten des Kreises helfen könne. Danach sollen die vier KreiHtädte ihre Winterhilfe getrennt durchführen, und was in den Landgemeinden durch Sammlungen herbeigeschafft würde, soll nach einem besonderen Verteilungsjchlüffel verteilt werden. In erster Linie ist an eine verbilligte Beschaffung von Kartoffeln und Brennmaterial gedacht worden. 700 Zentner Kartoffeln find bis jetzt schon als Bedarf angemeldet worden. Anfang November soll auch wieder mit der Schulspeisung begonnen werden. Inwieweit die Beschaffung von Kleidungsstücken durAeffihrt werden kann bedarf noch einer eingehenden Prüfung. Ein Verteilungsausschuß von 10 Mann unter dem Dor- jig gon PKarrer Glucket übernimmt es, dir Mittel beu
Aus dem Kreis Melsungen
Melsungen. Steinbruchunglück. Im städtischen Eteinbtuch lösten sich beim Losbrechen von Steinen, größere Eesteinsmaffen und stürzten herab. Der Arbeitet Gombert wurde davon getroffen und erlitt erhebliche Kopfverletzungen und einen komplizierten Beinbruch.
Spangenberg. Der Kriegerverein beschloß, ein« Jugendgruppe zu gründen. Zu diesem Zweck wird demnächst der Kreisjugendleiter, Hauptmann a. D. Müller-Guxhagen vor der Spangenberger Jugend sprechen. Der Kteiskriegervetbandsvorfitzende, Oberstabsarzt a. D. Dt. Braun-Melfungen überreichte den Herren Heinrich Angersbach-Spangenbevg, Christian Kellner-Bergheim und Friedrich Küllmet-Spangen- berg das Ktiogerveteinsehrenkreuz. Es wurde dann doch der Plan gefaßt, einen eignen Schiehstand zu et»
Melsungen. In der Bezirkeversammlung der Handwerksmeister der Stadt Melsungen gab bet Vorsitzende des Kreishandwerkerbundes, Bäckermeister Dietrich, einen Bericht über di« Arbeit im verflossenen Iahte. Et erwähnte u. a. die Herabsetzung der Be- rufpschulheiträge und di« Verhinderung der Auf- lLsung des Kreises in Gemeinschaft mit den anderen Berufsorganisationen. Zum Schluß sprach Kreisbaumeister Koch übet die Arbeitsbeschaffung durch Hausreparaturen und wies besonders darauf hin, daß es im Interesse aller beteiligten Kreise liegt, von der Gewährung von Reichszuschüffen reichlich Gebrauch zu machen.
Heimailunst in Melsungen
Eine Ausstellung bei bet Haupttagung de» Vereins für Heimatschutz.
Die Jahrestagung des Vereins für Heimotschutz in Kurhessen und Waldeck ist nunmehr endgültig auf Sonntag, den 30. Oktober festgelegt worden. Mit der Tagung soll auch eine Heimatkunstausstellung verbunden sein. In einem Aufruf wendet sich der Vorsitzende der Ortsgruppe Melsungen des Vereins für Heimatschutz, Dt. Fritz Braun, an die Einwohnerschaft der Stadt und des Kreises, in dem es u. a. heißt: „Besonders erwünscht ist die Ueberlaffung von alten Stadtbildern, Stichen, Gemälden, Skizzen, Per- sonenphotos, Dokumenten und Handschriften, von alten Handwetkszeugen, Haus- und Küchengeräten und Möbel, von altem Schmuck, Waffen und Kleidungs- ftüden.* Alle Gegenstände werden notiert und mit Kennzeichen versehen, um sie später den Eigentümern zurückgeben zu können, falls diese nicht weitet dem Verein leihweise überlassen werden, der ein Heimatmuseum einzurichten gedenkt..
Treysa. Die Stadtverordnetenversammlung befaßte sich mit dem mit dem Kirchenvorstand abgeschlossenen Vertrag über die Mitbenutzung der der Kirchengemeinde gehörigen Heizanlage seitens der Stadtschule. Rach einer Kostenverteilung von «3 Prozent von der Stadt und 27 Prozent von der Kirche fand die Position Annahme. — Den Wünschen der Bauherrn Eller, Görgel und Riemenichneider ihnen die vor ihrem Bauplan gelegenen städtischen Böschungen zu überlasten, wird stattgegeben. Da der Landwirt Ernst Helwig ein altes Wegerecht im Falle Görgel geltend macht, soll hier eine Entscheidung abgewartet werden. — Der Antrag Schaub, . jedem verheirateten Fürsorge-, Notstands- und Wohlfahrtsarbeiter wöchentlich 2 RM. Unterstützung zu gewähren, findet einstimmige Annahme. — In die Kommission zur Prüfung der städtischen Pachtverträge wurden die Stadtverordneten Bormann, Nick und Thume gewählt.
Aus dem Greife Kirchhain-Marburg
Kirchhain. Arbeitsgelegenheit. Unter Leitung von Kreiskulturbaumeister Giesler werden demnächst größere Arbeiten vom Zweck-Verband „Ohm-Mitte in Angriff genommen, wobei eine größere Anzahl Arbeiter Beschäftigung findet.
Neukirchen. Wege durch die schöne Heimat. Don den hessischen Wandervereinsverbänden sind in letzter Zeit neue Wegebezeichnungen sestgelegt worden, die auch den Knüll berühren, z. B. der Löwenweg in der Richtung Warburg—Bad Orb, der Wartburgpsad in der Richtung Hatzfeld—Warburg, der Schwälmerweg in der Richtung Biedenkopf—Salzungen, der Lullus- pfad in der Richtung Herzhausen—Vacha. Durch neue Wegemarkierung hofft man den Fremdenverkehr zu fördern und die schöne Heimat dem Wanderverkehr zu verschließen.
Kirchhain. Die Geschäft« des KreisleiterS der Landjägerei im neuen Kreise Marburg wurden dem Oberlandjägermeister Kettelhut in Marburg Üb<anatnl>ctg. Dank den Spendern! Die vom Eharitas- verband abgehaltene Sammlung zur Winterhilfe ergab ca. 100 Zentner Kartoffeln, 15 Zentner Getreide und 3 Zentner Gemüse. Die Sammlung wird nach Kastel—Bettenhausen überwiesen.
Aus -em Kreise Frankenberg
Frankenberg. Nervenberatung. Am Donnerstag, den 20. d. M„ vormittags mm 10—12 Uhr, findet im Landratsamt — Zimmer Nr. 2 — eine kostenlose Nervenberatungsstunde statt.
Frankenberg. Das Brot nochmals billiger, gemor- den! Die Backerinnung Frankenberg gibt bekannt, >daß das 4-Pfund-Brot statt 0,60 RM. nur noch 0,56 RM., das 6-Pfund-Brot statt 0,90 RM. nur noch 0,84 RM. kostet.
Frankenberg. Stiftungsfest der SanitätÄolonne. Mr 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit in der Sanität skolonne erhielten 4 Mann und für 15 Jahre anerkennende Tätigkeit 7 Mann Auszeichnungen vom Hauptvorstand des preußischen Landesvereins des Roten Kreuzes. Redner des Abends waren vor allem Landrat von Winkerfeldt und Vorsitzender Dr. Hertel.
Aus dem Kreis Dillenburg
Gladenbach, «r. Dillenburg. 500 Prozent Bürger» steuer. Die Gemeindevertretung befaßte sich mit der Erhöhung her Bürgersteuer. Gegen zwei Stimmen stimmte die Versammlung der Vorlage zu. Die Gemeindevertretung konnte sich dem Verlangen der Regierung nicht verschließen, obwohl allgemein die Ansicht vertreten wurde, daß die Aufbringung der erhöhten Steuer äußerst schwer sei.
Belebung -er Dautvlrtfchast
Insgesamt erhält der Wiesbadener Bezirk annähernd 1000 000 RM.
Die gemäß Verordnung der Reichsregierung zur Belebung der Wirtschaft zur Verfügung gestellten Mittel für den Wohnungsbau usw. wurden bereits an di« einzelnen Regierungen unterverteilt. Der Regierungsbezirk Wiesbaden erhält von diesen Mitteln rund 832 000 RM. für Instandsetzung von Wohngebäuden (größere Reparaturen) und etwa 155 000 RM. für Teilung von Wohnungen in mehrere Räumlichkeiten. Insgesamt steht also ein Betrag von etwa 987000 Reichsmark zur Verfügung. Dieser Betrag wird an die einzelnen Kreise unterverteilt werden.
Für Familien- Anzeigen
»an
Rheumati-mu«. Nach B Rheumatismul-Tee Mn
inMg von meinem Leiden beste t.
Josef Fischer, Raiidor-Skuzienna.
65000 Anerkennungen über Zinsser- Lausmittel (notariell beglaubigt)
ist ein vorzügliche« SRtttel bei Rheumatismus. Sicht, Ischia«, Hexenschuß unb Äreu schmerzen D-ket SSt 1.62, »erstarkt (©. R. <p. a.) Mt 2.25. In Apotheken,uhab^sonst ostek«(Versandapolh.>