Kasseler Tageblatt Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
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Kasseler Neueste Nachrichten
Br. 242
Freitag, den 14. Oktober 1932
22 Jahrgang
Keine Verständigung mit Schacht
Die Fühlungnahme Mischen Regierung und Schacht / Die Bedenken gegen den Gerekeplan / Herriots Besprechungen in London
Wer wird Bankenkommiffar?
Bo« unserer Berliner Schriftleitung.
schäft, Wiederaufbau des Haus- und Grundbesitzes und schließlich nationale Verkehrswirtschast und Neuregelung der Tarife.
Politische Zwischenfälle in Hamburg
th. Berlin. 14. Oktobr.
Nach der Rücktehe des Reichskanzlers aas München haben gestern in Barlin die internen Beratungen der Reichsregierung sofort wieder ihren Ausaug genommen. Wr heute ist eine Kabinettssitzung anberaumt, tu der der umsaugreiche Komplex jener innerpolitischen Angelegenheiten behandelt werde« soll, die seit längerer Zeit Gegenstand der Diskussion bilden.
Dabei kommen vor allem die mit dem Arbeits- beschaffungsprograurm zusammenhängenden Fragen in Betracht, darunter auch der Gerekeplan, dem man jedoch in maßgebenden Kreisen nach wie vor sehr skeptisch gegenübersteht. Weiterhin wird über die B e - rufungeinesBankenkommissars gesprochen werden. Für eineu derartigen Posten, dessen Zuständigkeit noch keineswegs fest umgrenzt ist, wurde feit I längerer Zeit der frühere Reichsbankpräsident Dr. Schacht genannt.
Wie wir hären, hat gestern an .matzgebender Stelle in Berli« eine Fühlungnahme mit Dr. Schacht ftattgefnudeu, die aber kein positives Ergebnis erbracht hat. Man hat daraus den Eindruck gewonnen, Latz bis auf weiteres die Betrauung Dr. Schachts mit dieser Mission nicht in Frage kommt.
kratie sich zur Verteidigung und zum Gegenangriff gegen das jetzige Reichskabinett stelle.
Das Arbeitsbeschaffungs- Programm der NSDAP.
München, 14. Oktober.
In einer geschlossenen nationalsozialistischen Versammlung sprach Donnerstag abend Gottfried Feder über das neu gefaßte nationalsozialistische Arbeitsbeschaffungsprogramm. Erundforderungen des Programms seien direkte Arbeitsbeschaffung für zwei Millionen Menschen auf Grund von Auftragserteilung für staatliche Investitionen im Ausmaß von fünf Milliarden Mark, Verstaatlichung des gesamten Geld- und Kreditwesens, Um- und Entschuldung der gesamten Wirtschaft durch Zentralisierung aller privaten und öffentlichen Schuldverhältnisse, „Brechung der Zinsknechtschaft", Aenderung der Stillhalteabkommen und einheitliche Regelung der Auslandsschulden, Stärkung des Binnenmarktes, Wegfall der produktionshemmenden Steuern, Wiederherstellung des deutschen Staatskredites durch Sanierung der öffentlichen Finanzen, staatliche Schutzmaßnahme« für die Landwirt-
Hamburg, 14. Oktober.
In der Nacht zum Freitag kam es zwischen Nationalsozialisten, die von einer Versammlung heimkehrten, und Angehörigen des Stahlhelms zu Zusammenstößen. Hierbei fielen mehrere Revolver- schüffe. Zr i Stahlhelmangehörige, der Korvettenkapitän a. D. Lauen st ein und der 22jährige Heinz Wolf wurden durch Messerstiche schwer verletzt, ein dritter Angehöriger des Stahlhelms erlitt eine leichtere Verletzung. Ein Nationalsozialist, bei dem eine Browningpistole mit mehreren Rahmen beschlagnahmt werden konnte, wurde fest- genommen.
Hindenburg an die deutschen Zeitungsverleger. Auf ein Begrüßungstelegramm des Vereins Deutscher Zeitungsverleger antwortete Reichspräsident von Hindenburg am 13. Oktober mit folgendem Telegramm: „Das Begrüßungstelegramm der zur Hauptversammlung in Berlin vereinigten deutschen Zeitungsverleger und ihr Gelöbnis, im Widerstreit der Tagesmeinungen stets die Nation als das große gemeinsame Ziel im Auge zu behalten, haben mich ausrichtig erfreut. Ich erwidere Ihre Grüße mit den besten Wünschen für Ihre in diesen Notzeiten besonders verantwortungsvolle und schwielige Arbeit. Von Hindenburg Reichspräsident."
Es handelt sich dabei nicht nur um die Funktionen des jetzigen Bankenkommisfars, sondern um erweiterte Kontrollrechte. Der ■ negative Verlauf der bisherigen Besprechungen mit Dr. Schacht schließt natürlich nicht aus, daß in einem späteren Zeitpunkt ähnliche Verhandlungen wieder ausgenommen werden.
Das Kabinett wird sich heute ferner mit den seit längerer Zeit schwebenden sozialpolitischen Fragen befassen, also einer Milderung der Härten bei Kürzung der Invalidenrenten und einer Erhöhung der Lei st ungen der Arbeitslosenversicherung in den Wintermonaten. Für di« Arbeitslosenunterstützung kommt eine gestaffelter Zuschlag unter Berücksichtigung des Familienstandes in Betracht.
Inwieweit die Außenpolitik im Kabinett wieder eine Rolle spielen wird, bleibt vorläufig dahingestellt, besonders da mit der Rückkehr der Kontingentierungskommission aus Rom im Augenblick noch nicht zu rechnen ist, und da auch aus London noch keine Nachrichten über einen endgültigen Termin der von London aus angeregten Konferenz vorliegt.
Im Reichsfinanzministerium sind gegenwärtig Beratungen über die Frage im Gange, ob im Hinblick auf den während der Wintermonate eingeschränkten Kraftwagenverkehr eine Herabsetzung der Kraftfahrsteuer in Betracht kommen kann. In diesem Falle würde das Reich einen Teil des Ausfalles übernehmen, da diese Steuer bekanntlich den Ländern zufließt.
Der Wahlkampf
th. Berlin, 14. Oktober.
Im Rahmen des Wahlkampfes interessiert man sich nach wie vor besonders für die für den 19. Oktober in Aussicht genommene deutschnationale Versammlung, in welcher der Führer der Berliner Gruppe der Nationalsozialisten, Dr. Göbbels, das Wort erhalten soll. Der Vorsitzende des Verbandes Eroß- berlin der D. N. V. P.. Stadtrat Steinhorst, hat Dr. Göbbels die Meldung zukommen lassen, daß die Versammlung, bei der Göbbels eine Stunde Redezeit erhalten soll, mit dem Thema „Nie wieder Parteikrieg in der neuen Welt" in der Hasenheide bei Berlin abgehalten werden soll.
Der Führer der Deuts^tationalen Dr. Hugen- berg hat bereits mit einer RÄ>e in Stendal den Wahlkampf für seine Partei offiziell eröffnet. Er betonte unter anderem, wenn die Deutschnationalen den neuen Kurs, der mit der Regierung Papen eingeleitet wurde, bewußt unterstützen und zwar trotz mancher persönlicher Bedenken und trotz vieler Versäumnisse und Fehlgriffe, die man im Lande der Regierung zur Last lege, dann geschehe dies, weil die Deutschnationalen sich bei der Frage, ob sie den Staat oder die Partei wählen, für den Staat entscheide«.
Auf dem anderen Flügel der politischen Front treten die Sozialdemokraten jetzt stärker mit der Agitation in den Vordergrund. Der Vorstand der S. P. D. veröffentlicht heute im .vorwärts" einen Aufruf an das deutsche Volk, worin dem Kabinett Papen der Kampf angesagt wird, vor allem auch wegen der bekannten Plane über eine Verfassungs- ÖBbow Der Aufruf besagt, da- die Ltzrüldemo-
Viermächtekonferenz in Genf?
(Eigener Drahtbericht^
London, 14. Oktober.
lieber die Verhandlungen, die der französische Ministerpräsident Herriot im Laufe des Donnerstags mit Macdonald und den englischen Politikern hatte, roitrbe abends ein amtliches Kommunique herausgegeben, das folgenden Wortlaut hatte: „Die Unterredungen wurden in sehr freundschaftlichem Geiste bis um 18,30 Uhr fortgesetzt und werden Freitag vormittag nm 10 Uhr wieder ausgenommen."
Etwas mehr als diese nichtssagende amtliche Aeußerung weiß der Londoner Havasberichterstatter zu melden. Er verzeichnet eine Aeußerung aus zuständigen französischen Kreisen, derzusolge die Wahl des Konferenzortes zur Prüfung der deutschen Eleichberechtigungsforderung bereits Donnerstag erörtert worden sei. Heute werde hierüber eine Mitteilung erfolgen.
Der von der Agentur Havas nach London entsandte Sonderberichtererstatter glaubt weiter mitteilen zu können, daß Genf als Konferenzort gewählt fei. Macdonald habe natürlich versucht, Herriot für London als Ort der Viererkonferenz zu gewinnen. Herriot habe das jedoch abgelchnt, um nicht der Abrüstungskonferenz und indirekt dem Völkerbund dieses Problem zu entziehen. Um aber ein Entgegenkommen zu beweisen, habe der französische Ministerpräsident die Möglichkeit von Besprechungen zwischen den Vertretern der Hauptmächte zugelaffen, vorausgesetzt, daß sie in Genf, d. h. im Rahme« des Völkerbundes stattfinden und nur vorbereitenden und offiziösen Charakter trügen. Anscheinend habe Herriot Macdonald für feine Ansicht gewonnen. (Ob hier die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen richtig wiedergegeben werden, oder ob es sich nur um einen französischen Versuchsballon handele, bleibt abzuwarten. D. Red.).
Der Havas-Sonderberichterstatter meldet weiter, die französische Regierung bleibe dabei, daß eine Rüstungsherabsetzung von zusätzlichen Sicherheitsgarantien abhängig gemacht werden müsse, die sie durch Konsultativpakte und Regionalabkommen zu erzielen gedenke.
Englischerseits sei man gegen jede neue internationale Verpflichtung und rege u. a. als Lösung an, 1. einen politischen Waffenstillstand für 10 Jahre, durch den Deutschland sich auch dem gegenwärtigen territorialen status guo verpflichten solle, 2. Freiheit für Deutschland, alle Rüstungskategorien zu besitzen, wenn auch in beschränktem Umfange, 3. eine progressive Rüstungsherabsetzung der übrigen Mächte.
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Von maßgebendster englischer Stelle wurde der gestrige Tag als sehr befriedigend bezeichnet. Dadurch daß man in der Lage gewesen sei, von der anderen Seite zu hören, welche Ausfassung sie vertrete und die eigene Auffassung barzulegen, fei das gegenseitige Verständnis gefördert worden, das zur Beseitigung der bestehenden Hindernisse notwendig fei. Betont wird, daß cs sich nicht um Verhandlungen handelt, sondern um »«formelle Besprechungen. Set Ge
danke, aus dem sie herbeigeführt worden seien, sei der daß es zur Zeit besser sei, öffentliche Erörterungen über die Abrüstungsfrage zu vermeiden, da zur Zeit folche Erörterungen nur die Differenzen verschärfen und die wohlgemeinte« Bestrebungen der in Betracht kommenden Regierungen zufchanden mache» könnten.
Jedoch fei es nicht die Absicht, aus dem Inhalt diefer Besprechungen ein Geheimnis zu machen. Auch die nicht beteiligten Regierungen würden darüber unterrichtet werden, um fo sicherzustellen, daß die Einzelbefprechungen in zwangloser Art z« den Verhandlungen der Viermächtekonferenz übergeleitet werden. An dem Gedanken dieser Konferenz wird hier festgehalten.
Englischerseits betont man mit besonderem Nachdruck, daß man in London keineswegs bestrebt ist, zu abschließenden Ergebnissen zu gelangen, die dann anderen aufgezwungen werden fallen. Man hege die Hoffnung, den Weg für eine wirkliche Abrüstung dadurch zu ebnen, daß Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und auch die kleineren Nationen in die Lage gebracht werden, im Geiste gegenseitigen Vertrauens und guten Willens das vorzubringen, was sie aus dem Herzen haben.
Ein belgischer Sicherheitsplan
London, 14. Oktober.
Der diplomatische iKvrrespondent des „Daily Tele- graph" glaubt mitteilen zu können, daß der belgische Profepor B o u r q u i n einen Sicherheitsplan ausgearbeitet habe, der evtl, den französischen Plan ersetzen könnte. Dieser Plan umfasse eine Welt- und eine regionale oder europäische Konvention. Die erstere sehe eine allgemeine Beratung zwischen den Signataren des Kelloggpaktes vor, an der sich, rote angenommen werde, die amerikanische Regierung beteiligen würde. In der zweiten (europäischen) Konvention würde Sicherheit gewährleistet werden hauptsächlich durch genaue Feststellung des agressiveu Handelns.
Sei eine Grenzverletzung erfolgt, so würde der Völkerbundsrat Vollmacht erhalten, andere Staaten zur Unterstützung des bedrohten Staates aufzurufen. Diese Unterstützung dürfe aber nicht bie Form der Entsendung von Truppen ober Anwendung von Sanktionen annehmen, sonder« in der Entsendung von Kriegsmaterial bestehen. Finanzieller Beistand sei bereits in der zu diesem Zweck abgeschlossene« Konvention vorgesehen. Hierfür solle eine Dreiviertelmehrheit des Dölkerbundsrates genügen.
Benesch in Paris
Paris, 14. Oktober.
Der tschechische Außenminister Benesch ist gestern abend in Paris eingetroffen und wird hier mehrere Tage bleiben. Der Genfer Korrespondent des „Petit Parisien" kündigt an, daß Benesch Gelegenheit haben werde, mit Herriot und Paul Loncour über die endgültige Fassung des sogenannten Sicherheitspla- Mt ju verhandeln.
Politik auf Reisen
Tie wichtigsten politischen Vorgänge ähneln in diesen Tagen wie ein Ei dem andern. Kaum war bet deutsche Reichskanzler in den D-Zug eingestiegen, ber ihn von seiner recht erfolgreichen Münchener Reise nach Berlin zurückführen sollte, so schwang schon der französische Ministerpräsident auf dem Viktoria-Bahnhof in London feinen schwarzen Hut grüßend Herrn Macdonald entgegen. In ber technischen Unterkom- Mission der Abrüstungskonferenz aber wetterte bet frisch in Paris präparierte französische Vertreter Maffigli gegen die, wie es scheint, schrecklich gefährliche deutsche Schupo. Und damit diesem ernsten Dreiklang ein lustiger Oberton nicht fehlte, amüsierte sich ber englische Kronprinz im nächtlichen St. Pauli. Vielleicht wollte er Deutschland kennen lernen. Vielleicht aber wollte er sich auch nur von seinen anstrengenden Dienstreisen im Auftrag des englischen Handelsministeriums nach Kopenhagen und Stockholm etwas erholen.
Nun gibt es ei« altes schönes Sprichwort: „Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen..." Wahrscheinlich werden die Herren dieser politischen Besuchsreisen sogar sehr viel erzählen können. Ob aber immer für Deutschland Erfreuliches, bleibt doch zu bezweifeln. Der Prinz von Wales wird im Hamburger Hypodrom, int ungarischen Tanzcafs und in anderen Etablissements kaum das richtige Deutschland kennengelernt haben. Vielleicht hat ihm Generaldirek- tor Cuno von der Hamburg-Amerika-Linie bei einem Begrüßungsfrühstück mehr davon erzählt. Daß Herr Maffigli in Genf Deutschland besser kennt, kann man auch nicht annehmen. Denn was er von ber angeblichen Zusammenarbeit der Berliner Schupo mit der Reichswehr bei den letzten Manöver« in der Nähe von Frankfurt a. O. „enthüllte", gehörte zu jenen Behauptungen, mit denen man auf die wirklich unterrichteten Kreise im Ausland kaum großen Eindruck machen kann. Die Absicht derartiger Aufrüstungsmärchen ist z« klar, um nicht zu verstimmen.
Ernster steht es schon mit dem Zusammentreffen von Macdonald und Herriot, weil hier nicht nur Politik, sondern große Politik gemacht werden sollte. Von deutscher Seite wird dazu noch manches zu sagen sein, und es ist eigentlich sehr bedauerlich, daß zwar ein amerikanischer Beobachter dem englisch-französischen Gespräch beiwohnt, aber das Haus des deutschen Botschafters in London noch immer verwaist ist. Man muß nur hoffen, daß man trotz des eigenen Fernbleibens in ber Wilhelmstraße bie Bedienung des politischen „Rückkopplers" so gut versteht, daß man im entscheidenden Augenblick auch mit einigen Warnungspfiffen in bie Unterhaltung auf ber Downing Street eingreifen kann.
• Inzwischen ist Herr von Papen aus München nach Berlin zurückgekehrt. Er wirb bereits im Zug Gelegenheit genommen haben, um bas Echo in ber deutschen Oeffentlichkeit auf feilte Versassungsreform- Rede zu studieren. Er darf im allgemeinen damit zufrieden fein, aber er wird nicht verkennen, daß auch unter den Kritikern manche beachtenswerte Stimmen zu Worte kamen. Ja, vielleicht ist er dankbar dafür, daß sich für den Neubau des Reichs auf. einmal fo viele ernst zu nehmende Mitarbeiter finden, darunter auch solche, die nicht nur nachsprechen, sondern etwas Eigenes dazu zu sagen haben.
Zu diesen Männern gehört C. F. von S i e m e n s, ber in seiner Berliner Rede sehr stark den Nachdruck auf die Rückgewinnung des Vertrauens legte und dabei starke Bedenken an mancherlei politischen Aktionen des neuen Kurses nicht verhehlte. Die Warnung, bie dem Kanzler schott aus der Rede des Vertreters der bayerischen Industriellen entgegengeklungen war, fand hier noch einmal ein Echo. Auch die Ankündigung der Reichsreformpläne ist im einzelnen auf mancherlei Bedenken gestoßen. Man hat recht schroff gesagt, daß es sich dabei nicht um den notwendigen Landschafts- ober Länder-Föderalismus handelt, der in Deutschland heute im Erwachen ist und dessen Einbau in ein neues Staatsprogramm dringend erforderlich wäre, sondern um den alten Staaten-Föde- ralismus, den wir überwunden zu haben glaubten und der nun auf einmal in fast vorbismarckischer Unbekümmertheit von neuem austaucht. Auch Die larlamentarischen Möglichkeiten einer Annahme des von dem Reichskanzler gekennzeichneten Reformprogramms fanden zum Teil eine Kritik, die nicht ohne weiteres als böswillig ober aus alten überholten Ge- tchispnnkten stammend zu bezeichnen ist.
So ist wohl auch Herr von Papen auf der Heim reife nicht bar von Sorgen und nachdenklichen Ge danken gewefen. Vielleicht ist es ihm dabei ähnlich er gangen wie dem englischen und französischen Mini terpräsidenten drüben in der Londoner Downing treet. Auch ihr freundliches und diplomatisches Lä cheln ist mehr für die Blitzlicht-Photographen und bie neugierigen Presseleute bestimmt, als für die ir * Ucheu Verhandln ngssrunden bei denen ein scharfer