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Kasseler neueste Nachrichten

Mittwoch, 5. Oktober 1932

Seite 2-1. Beilage

Bilder aus dem Gerichtssaal

"e. AXX DülTeJdorf

$166/121

Zum Einweichen der Wäsche, zum Weichmachen des Wassers: HenK<^ Henkel's Wasch- und Bleich-Soda«

Bei dem Brückenbau in Frieda (Kr. Eschwege) er­eignete sich am 6. Juli, einem Sonntag, ein Unglück, dem ein blühendes Menschenleben zum Opfer fiel. Um Die alte Brücke ausfahren zu können, mutzte ein Ver­schiebegerüst gebaut werden, d. s als eilige Arbeit am Sonntag fertiggeüellt werden sollte. Bei den letzten Verrichtungen am Sonntag nachmittag passierte das Unglück: Der Arbeiter W i e g a n d stürzte von einem provisorischen Laufsteg etwa 20 Meter in die Tiefe und

Gange ist und schon mehr als 100 Projekte ausweist, steh, das Werk angesichts der gelündesportlichen Er­ziehung deutscher Jungmannschaft, die es im Rah­men seinesDeutschen Jahres" durchzusühren ge­denkt, vor neuen weittragenden Aufgaben; gleich­zeitig soll die Aufbauarbeit in unbesetzten Gebieten erneut planmäßig in Angriff genommen werden.

gung der Alternden Leider und mit dem grötzten Be­fremden müsse man seststellen, datz ein

Mißverhältnis zwischen der Behandlung der Grotzpensionäre und Pen Jnvalidenrentnern bestehe. Man spreche von wohlerworbenen Rechten der Großrentner und übe stärksten Wider­stand gegen die Streichung der Beträge über 12 000 Mark, während Bestrebungen im Gange seien, die Mittel für die Jnvalidenrentner noch weiter zu ver­ringern. Mit Entrüstung lese man die Auslassungen eines pommerschen Landrats, der sich für eine Zurück­führung der Fürsorge in Vorkriegsbahnen einsetze. Was das bedeute, wisse man nur zu genau; würde es doch Rückkehr zu staatsbürgerlicher Entrechtung bedeuten.

Man begreife, so führte der Vortragende weiter aus, daß gute Sozialpolitik nur bei guten wirtschaft­lichen Verhältnissen möglich sei; aber man müsse im Hinblick aus die Matznabmen der Regierung Papen sagen, daß sie nicht befähigt scheine, die allgemeine Not zu lindern. So bedeute die gegenwärtige Han­delspolitik eine ungeheuere Gefahr für die Preisge­staltung im Inland. Das Bestreben müffe dahin­gehen, die Aufhebung der September Notverordnung zu erzielen. Auf parlamentarischem Boden müsse eine grundsätzliche Aenderung der gegenwärtigen Sozial­politik erwirkt werden. Der Vortragende schloß mit der Aufforderung, nicht die Hände resigniert in den Schoß zu legen, sondern immer wieder die Stimme mahnend zu erheben, daß die

Sicherung des Alters eine sittliche Pflicht.

ein moralisches Recht sei, das durch ein Leben voller aufopfernder Berufsarbeit erworben ist. Im Anschluß an die Versammlungen wurden Resolutionen ange­nommen, die den maßgebenden Behörden eindringlich die katastrophale Lage der Arbeitsinvaliden und Wit­wen vorstellen und zu schnellster Aenderung aus­fordern.

Henkers

Bleich- und Spülmittel für die Wäsche

gibt ohne Selben und ohne Bleiche

frifch duftende

weilye WäfcHe

Ohne Chlor

schneidiger Diszipliniertheit. DerVergnügungs­rat" des Vereins hatte eine Folge unterhaltender

mutzten, daß es jedoch zweckmäßig gewesen Ware, den Laufsteg besser zu sichern als durch das angebracht gewesene Kantholz. Aus diesem Unterlassen könne man aber dem Angeklagten keinen Vorwurf machen, zumal er immer auf das Anseilen gedrängt habe. Wahrscheinlich habe der Verunglückte die Aufforde­rung, sich anzuseilen, nicht befolgt und dadurch fahr­lässig den Unfall herbeigesührt.

Nach dieser Klärung beantragte der Staatsanwalt die Freisprechung des Angeklagten, die das Gericht dann auch unter Ausbürdung der Kosten aus die Staatskasse aussprach.

Ein loses Mundwerk

Oer Tod beim Brückenbau

Oer tödliche Llnfall beim Brückenbau in Frieda vor Gericht

personalveränderungen in der Justizverwaltung

Ernannt: Oberstaatsanwalt Dr. Trautmann in Berlin zum Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Strasvollzugsamts in Kassel: Strafanstaltshilfswachtmeister Ulrich rum Strasanstaltsoberwachtmeister in Marburg a. L. Versetzt: die Amtsgerichtsräte Dr. Eberhard von Netra nach Naumburg i. H.. Eckhard von Burghaun an das Amtsgericht in Kassel, Opbenbofs von Nentershausen nach Windecken. Schattenberg von Rosenthal nach Woliihagen. Hesse von Abterode nach Eschwege. Klioverr von Niederaula an das Amtsgericht in Kassel, Menges von Zierenberg an das Amtsgericht in Kassel. Eissengartben von Rauschenberg nach Kirchhain, Förster von Vöbl nach Frankenberg sEdert. Reinemund von Friedewald nach Rotenburg a. d. F., Stan- dinger von Beckerhagen nach Hofgeismar und Dr. Freiherr von Camvenhausen von Schwarzenfels nach Friedewald: die Fustizinspebtoren Andre von Niederaula nach Sersfeld und Schlot! von Rosenthal an das Amtsgericht in Marburg a Jb. L.: die Justizobersekretäre Möller von Veckerhagen an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Kassel, Mer­tens von Abterode nach Eschwege, Elsässer von Zierenberg nach Wolshagen, Finster von Rauschenberg nach Kirchhain, Breitstadt von Schenklengsfeld nach Kirchhain. Stietz von Bieber nach Svangenberg, Dietz von Bischhausen nach Schenklengsfeld, Schmer von Nentershausen nach Roten­burg a. d. F., Heinzerling von Netra nach Sontra. Israel von Vöhl nach Frankenberq lEders, Nahgel von Nenters­hausen an das Amtsgericht in Marburg a. d. 8.. Völker von Burghaun nach Hünfeld Bös von Wanfried nach Eschwege und Füllina von Schwarzenfels an das Oberlan- desaericht in Kassel: die Justizfekretäre Heckmann von Zie- renbera nach Wolshagen, Pfeil von Homberg, z. 3t. in Bohl, nach Kirchhain, Sandrock von Nentershausen nach Roten- buro a. d. F., Schott von Bischhansen nach Eschwege, Wa- letzke von Netra nach Sontra und Wolf von Abterode nach Eschwege: Justizbnroassistent Klaus von Schmalkalden nach Grebenstein: die Kustizoberwachtmeister Armstroff von Bek- kerhagen an das Amtsgericht tn Kassel und Diebener von Rauschenberg nach Kirchhain: die Justizwachtmeister Divvel von Windecken nach Rotenburg a. d. F.. Dörbaum von Zie­renberg nach Gudensberg. Grehling von Rosenthal nach Kirchhain, Hochmeister von Netra nach Eschwege, Kcunecke von Vöbl nach Krankenberg, Kratzenberg von Birstein an das Amtsgericht in Kassel. Landgrebe vor Burghaun nach Bad Wildungen und Schneider von Niederaula nach Hers­feld.

Ueberwiefen die Jnstizangestellten Bub von Wan­fried dem A.-G. in Eschwege, Kreyling von Rauschenberg dem AG. in Kirchhain, Psränger von Rosenthal dem AG. in Jesberg, Ploch vom Veckerhagen dem AG. in Carlshafen, Schreiber von Abterode dem AG. in Esch­wege, Seibel von Amöneburg dem AG. in Frankenberg, Wetzel von Rauschenberg dem AG in Kirchham und Ziehe von Nentershausen dem AG. in Rotenburg a. d. F.

Als dienstlicher Wohnsitz des Amtsqerichtsrats Dr. An­ding ist an Stelle von Wanfried vom 1. Oktober d. I. ab Eschwege bestimmt.

In den einstweiligen Ruhe st and versetzt: Ju- stizinsvektor Zschorlich in Amöneburg, Justizinsvektor Kirch­ner in Niederaula, Justizsekretär Pirr in Niederaula, Ju- ftizoberwachtmeister Hennebcrqer in Abterode und Justtz- oberwachtmeister Kaufmann in Amöneburg

In den Ruhestand versetzt. Justizoberwacktmeister Ockert in Kirchhain. Justizwachtmeister Arend in Bad Wil« düngen.

«iaiöefizii 4.25 Millionen

Die heute abend vor sich gehende Beratung des Stadthaushalts wird sich wie folgt abwickeln: der Stadtverordnetenvorsteher Hofacker wird als Vor­sitzender des Haushaltsausschusses einen Bericht über dessen Verhandlungen geben und daran den Antrag knüpfen, den Voranschlag en bioc anzuneh­men. Die weitere Verschlechterung der städtischen Finanzlage drückt sich darin aus, datz der Fehlbe­trag, der vor 14 Tagen noch 4 050 000 Mark betrug, inzwischen bereits aus 4 250 000 Mark angewachsen ist. Dann werden die großen Frattionen sich voraussichtlich! aus schriftlich formulierte Erklä­rungen zum Haushalt beschränken.

Aber es gibt anderweitig Stoff zur Erregung ge­nug. Als zweiten Tagesordnungspunkt hat man inzwischen noch die Verabschiedung der neuen Ge­schäftsordnung eingeschoben. Diese soll verhindern, datz es wieder zu so unwürdigen Szenen kommt, "tote in der letzten Sitzung vor den Ferien. Nach den Dispositionen des Geschäftsausschusses soll die neue Ordnung bereits für die heutige Sitzung Gel­tung haben.

Ein Zwischenspiel wird der Sitzung ein beson­deres Gepräge geben. Die kommunistische Fraktion hatte dieser Tage bei Gericht den Antrag gestellt, ihr zur Zeit wegen eines politischen Delikts im Ge­richtsgefängnis befindliches Mitglied Valentin Gabel für die heutige Sitzung zu beurlauben. Aus eine Rückfrage der Staatsanwaltschaft hat der Geschästsausschuß nach den uns gewordenen In­formationen einstimmig das Urlaubsgesuch für Herrn Gabel befürwortet. Wahrfcheinlich wird der Staatsanwalt dem Gesuch nun stattgeben, so datz Gabel für heute abend fein Amt als Stadt­verordneter wahrnehmen kann.

Kassels Blaujacken

bleibe die Eieichberechtigung Deutschlands, das nicht schutzlos übermäebti'- Gegnern aca<- b riehen dürfe. Zum wirksamen Schutz gehöre auch eine starke Flotte, darum sei nicht nur der Bau eines Panzer­kreuzersC" zu fordern, sondern auch der weiterer zwölf Panzerkreuzer! Damit würde auA der Wirt­schaft gedient und eine mer'liche Entlastung des Ar­beitsmarktes erreicht.

Namens des Kreiskriegerverbandes Kassel-Stadt übermittelte Rechtsanwalt Dr. Schneider kame­radschaftliche Grüße. Er betonte die gemeinsame Arbeit zwischen Marine- und Kysfhäuserbund, die getragen fei von dem gleichen Wehrwillen, aus dem allein der rechte Geist der Wehrhaftigkeit geboren werde, wie er zu früherer Zeit das ganze Volk be­seelte und der dem Deutschland der Vorkriegszeit Respekt und Achtung verschaffte. Sein Hoch galt dem Geburtstagskinde, dem er weitere Erfolge wünschte. Auch General von Hülsen fand zu Herzen gebende Worte, in denen er den Geist wah­rer Kameradschaft feierte.

Deklamationen der Jungmannen wechselten mit musikalischen Darbietungen des Hauso..Hefters, plastische Gruppen mit heiteren Singspielen des SängerklubsFidelio", die wesentlich zum guten Gelingen des Festes beitrugen. Nach einem flotten Lustspiel huldigte man dem Tanz.

50 Jahre evangelische Iugendführung

Zur Erinnerung an die Tage, da vor 50 Jahren am Hermannsdenkmal im Teutoburger Walde die evangelischen Jungmännerbünde Deutschlands sich zur Einheit zusammenschlossen, versammelte sich Ende September die Führerschaft des evangelischen Jungmännerwerkes an der gleichen Stätte. In ernsten Beratungen wurde im Anschluß an einen Vortrag von Reichswart D. Stange über die gegen­wärtige Aufgabe des Werkesim Lichte der Ver­säumnisse eines halben Jahrhunderts" gesprochen, und die überparteiliche Haltung des Werkes in den politischen Fragen der Gegenwart erneut geklärt.

Der Sonntagmorgen bereinigte dann die Füh­rerschaft mit dem Jungvolk und der Jungmann­schaft des umliegenden Landes zu einem gewaltigen Gottesdienst am Fuße des Hermannsdenkmals, bei dem einer der ältesten Führer des Werkes, Gene­ralsuperintendent D. Stoltenhofs-Koblenz, die Fest­predigt hielt. Unter der Stabführung von Altmei­ster D. Kuhlo, der schon vor 50 Jahren mit dabei war, spielten 500 Posaunen aus der Umgegend und umrahmten mit ihren Liedern auch die anschließende Dankversammluna auf einem alten Thingplatz im Teutoburger Walde, wo die kurzen Berichte der zu- sammengeschlossenen Bünde überWas Er uns Gutes getan hat" einen Eindruck von der Mannig­faltigkeit dieses ältesten deutschen Jugendwerkes und von dem bewegten Erleben der letzten Jahre gaben.

Während sich die Jugend mit der Bevölkerung der Stadt Detmold am Nachmittag des Festtages aus dem Schloßplatz zu einer Werbeversammlung um Reichssekretär Lüft scharte, wurde im Kreise der an­wesenden Bundeswarte noch zu drei besonders brennenden Fragen der gegenwärtigen Arbeit Stel­lung genommen: Während der Einsatz des evan­gelischen Jungmännerwerkes auf dem Gebiete des Freiwilligen Arbeitsdienstes bereits in vollem

In sechs machwollen Kundgebungen nahm Der Zentralverband der Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands Stellung zur gegenwärtigen gesetzlichen Handhabung der Sozialversicherung und Fürsorge. In Rothenditmold und in der Nordstadt, imGilde- Haus", sprach Berbandsfunktionär Hofmann, Berlin über den Kampf um Sozialversicherung und Fürsorge Der Vortragende bedauerte die Abwesenheit der Ver­treter städtischer und staatlicher Behörden Mitten in diesen Versammlungen könnten sie unmittelbar das Elend erleben und erkennen, wie die jüngsten Maß­nahmen gefahrdrohend sind. Welch traurigen Erfolg die rücksichtslosen Einschränkungen der letzten Zeil haben, könnte man aus der

erschreckenden Zunahme der Selbstmorde alternder Menschen

entnehmen. Wo bleibe der Dank des Vater'nndes au den Arbeitsinvaliden, die, ein Leben lang werttätig schaffend, einen Lebensabend voll Not und quälender Verbitterung vor sich sehen würden? Durch Die Not­verordnungen vom 8. 12. 31 und 14. 6. 32 feien die an und für sich schon niedrigen Renten der Unsall- und Invalidenversicherung ganz erheblich gekürzt wor­den. Hinzu komme ferner, daß fast alle Stadt- und Landkreise durch die preußische Sparverordnung vom 12. 9. 32 die Richtsätze in Der Fürsorge um 12 Proz gekürzt hätten, und nachdem noch die Richtsätze in der gehobenen Fürsorge ganz erheblich gesenkt wor­den seien. Man müsse seststellen, daß eine

Preissenkung für Lebensmittel ober Miete nicht ein getreten sei.

Angesichts der gekürzten Renten und Unterstützungs einkommen, seien Rentner und Witwen außerstande, sich warme Kleidung, Heizungsmaterial und Kartof­feln, den dringendsten Winterbedarf zu beschaffen. Die Sozialrentner wüßten fchon heute nicht, wie klein sie die Brotration fchneiden sollten, um mit den bewil­ligten Pfennigen durchzukommen. Ein Kulturvolk wie das deutsche habe die moralische Pflicht zur Versor-

brandt-Felsberg, einem der Ueberlebenden on derNiobe", der beim Untergang des Schulschiffes zwei feiner Kameraden unter Einsatz seines Lebens vom sicheren Tode rettete. Ernste Andacht lag über jung und alt, als der Vorsitzende der Toten des letzten Jahres gedachte, stehend hörte die Festver­sammlung seinen Nachrus für den verstorbenen Ehes der Reick marineleitung, Admiral Zenker, und die Opfer desNiobe"-Unterganges, leise ver­wehten die Klänge vom guten Kameraden . . .

Seefahrt iit Not! In eindringlichen Worten wies der Redner auf die Bedeutung einer starken Flotte hin, die zum Schutze unserer Grenzen an Ost- und Nordsee unerläßlich sei. Erste Forderung

Darbietungen zusammengestellt, die, dem Charakter des Festes entsprechend, ernste Würde und fröh­lichen Ernst, humorvolle Heiterkeit und gemütliches Fröhlichsein in harmonischer Weise vereinte.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Begrü­ßungsrede des ersten Vorsitzenden H. Junker. Ein besonders herzlicher Gruß galt dem Angehörsi gen der Reichsmarine, Obermatrosen H i l d.

Seiner persönlichen Abneigung gegen den Bürger­meister Wiegand in Altenburschla hatte der Händler Otto W. aus Eschwege dadurch Ausdruck gegeben, datz er zweimal erzählte, der Bürgermeister habe in seiner Eigenschaft als Rechner des Darlehns- kassenvereins einen Betrag von 600 Mark unterschla­gen. Wegen einer ähnlichen Aeußerung war der An­geklagte schon einmal vom Bürgermeister im Wege einer Privatklage belangt worden. Er hatte damals seine Vorwürfe de- und wehmütig zurückgenommen und die Kosten bezahlt. Trotz dieser Warnung hielt der Händler den Mund nicht, sondern schwätzte wie­der dummes Zeug.

Vor dem Schöffengericht wollte der Händler von nichts mehr wissen, sondern bezeichnete die ihn bela­stenden Aussagen als Racheakte. Man glaubte ihm diese Ausrede jedoch nicht. Eine Geldstrafe von 30 Mk. soll ihm beibringen, den Mund über anderer Leute Angelegenheiten zu halten.

Zum Hungern verurteilt

Zweierlei ^echt für die Alten / Sicherung des Alters sittliche pflicht!

war sofcrt tot.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen wurde der 56jährige Richtmeister Paul R. der fahrlässigen Tötung angeklagt, weil er unterlassen haben soll, die Schutzvorrichtungen o zu treffen, daß jeder Unfall ausgeschlossen war, insbesondere soll er unterlassen haben, an Dem etwa 4 Meter langen Laufsteg ein S 'Utzgerüst anzt-bringen. Der Angeklagte, der schon 33 Jahre in dem verantwortungsvollen Dienst seiner Firma steht, macht dagegen geltend, daß er am Tage des Unglücks krank gewesen sei und die Arbeitsstelle nicht aufgesucht habe. Von ihm seien die Unfallver­hütungsvorschriften genau beachtet worden, wozu auch gehörte, datz er die ihm unterstellten Arbeiter auf die Pflicht zum Anseilen immer wieder hinwies. Neben Dem Laufsteg war in Höhe von 1.301,50 Meter ein Kantholz angebracht, das beim Uebergang über den Laufsteg zum Anteilen dienen konnte. ,

Die Verhandlung vor dem Schöffengericht ergab, daß der Verunglückte nicht vom Laufsteg selbst, sondern von einem Ende abgestürzt ist, als er mit dem Aufräumen des Werkzeugs beschäftigt war. Ein Sach­verständiger faßte sein Gutachten dahin zusammen, - , daß dte Unfallverhütungsvorschriften an der eigentli» - | chen Arbeitsstelle als ausreichend angesehen werden

Zur Personenstands und Betriebsaufnahme für die Reichseinkommenfteuer Veranlagung 1932 werden in diesen Tagen Den Hauseigentümern ober deren Stellvertretern durch Beamte der staatlichen Polizei­verwaltung die Haus- und Haushaltungslisten sowie die Betriebsblätier zugestelli werden Vom 12. d. M. ab werden die Listen wieder abgeholt. Die Listen bil­den u. a. auch die Grundlage für die Ausstellung der Steuerkarten. Besondere Aufmerksamkeit muß deshalb der Ausfüllung Der Spalte 10 a gewidmet werden. Sie enthält die Frage, ob eine Steuerkarte für das Jahr 1933 notwendig ist ober nicht. Die Frage ist von jedem Arbeitnehmer (Lohn-, Gehalts- ober Pensions- Empfänger), auch wenn er zurzeit in keinem Arbeits- Verhältnis steht, mitja" zu beantworten.

* Wetterführung eines Personenzuges. Da der Dienst bei den Kasseler Behörden im Monat Oktober noch um 7 Uhr beginnt, verkehrt der Perjonenzug 242 W KasselWilhelmshöheKassel Hbhf. (Kassel- Wilhelmshöhe ab 6,39 Uhr) vom 4. Oktober bis ein­schließlich 31. Oktober.

Kleines Theater. Das LustspielWas fang ich mit ihr an? von P. Manhart wird heute, Mittwoch, des großen Erfolges wegen noch einmal zu kleinen Prei­sen wiederholt. Die Eröffnung der Winterspielzeit am Donnerstag mitMaria Magdalene" von Hebbel fin­det für den Bühnenvolksbund mit freiem Kartenver­kauf statt.

Der Kasseler Hausfrauenverein teilt mit, daß die Oktoberlehrgänge seiner beliebten Kochkurse in näch­ster Woche ihren Anfang nehmen. Zu allen Kursen (Kochen, Backen, Kalte Küche) können noch einige An­meldungen in der Geschäftsstelle Friedrichstraße 29, geöffnet a% bis 12H Uhr, Ruf Nr. 5477, entgegenge­nommen werden.

Wiederholung der KantateBon deutscher Nof. Am 21. Oktober findet durch den Eau Kurhessen- Kassel im Mitteldeutschen Sängerbund im großen Saal der Stadthalle eine einmalige Wiederholung der staatspreisgekrönten KantateVon deutscher Not" unter Mitwirkung der Staatlichen Kapelle und der Künstlerinnen und Künstler, welche an den früheren Aufführungen teilgenommen haben, statt. Die Lei­tung hat Staatskapellmeister Dr. ßaugs.

Strassensperrung. Wegen Pflasterarbeiten wird die Franksurter ©trabe von Km. 4,2 bis 5,0 in Niederzwehren vom 10. bis 81. Oktober für den Verkehr mit allen Fahr- zcuaen in der Richtung aus Kassel gesperrt. Umleitung über Schul- und Grimmstratze. Der Verkehr auf der Frankfurter Strahe nach Kassel findet über die Baustelle statt. Für beide Einbahnktrecken wird eine Stundengeschwindigkeit von 10 Kilometer festgesetzt.

Das Stistungssest, das der Marine-Verein Kassel im Kasino beging, war ein beredtes Zeugnis vom Geiste guter und wahrer Kameradschaft. Fleißige Helfer hatten überalle Toppen geflaggt, bunte Wimpelketten durchzogen den Saal, über alles hin­weg grüßte die Reichsmarineflagge den Eintreten­den. Im Schmuck der blauen Jacke die einen, im schneeigen Weiß des Paradeanzuges die anderen, erwies dieR. M. I. Kassel" die Jugendgruppe des Vereins, den Gästen Ehrenbezeugung voll

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