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Freitag, 30. September 1932

Kasseler Neueste Nachrichten

Seite 3

In den Tropen verschwunden

Dir Löcher des tzeröftes

Verlag Tradition Wilhelm Kolk, Berlin.

Das Schicksal eines lllanenleutnants / Robinsonade des Grafen JRofenot»

i.

Der Schwiegersohn -es Sultans El Hiba

wenigen Monaten brachte der „Corriere della Sein" einen etwas abenteuerlichen Bericht seines Spezialberichterstatters Paolo Zappa. Zappa war in der spanischen Kolonie Rio de Oro an der Rordwestküste Afrikas zu den räuberischen Noma­denstämmen vorgedrungen. Im Hauptquartier des „blauen Sultans" El Hiba lernte er dessen Schwie­gersohn kennen, den man „El Hadi Alernan" nannte, und der einen seltsamen Eindruck machte.

„Wenn Sie nach Europa zurückkommen", sagte der Schwiegersohn des Sultans zu Zappa, „so er­zählen Sie, daß ich der frühere Ulanenleutnant Erich von Sätzen bin — vielleicht erfährt es meine Mutter, wenn sie noch lebt ... Sie wissen, daß Deutschland während des Weltkrieges einige Male versucht hat, mit den aufständischen Mauren in Verbindung zu treten, um sich die marokkanische Freiheitsbewegung dienstbar zu machen. Eine solche Expedition wurde auch zu El Hiba geschickt, und ick> wurde als militärischer Organisator mitgenom­men. Wir verließen am 15. Oktober 1916 mit dem Unterseeboot U. C. 20 Helgoland. An Bord be­fand sich noch der frühere deutsche Konsul in Fes, Pröbster, und der türkische Hauptmann Hairv Bei.

Als wir Mitte November vor Assaka anlangten, wo uns die Vertrauensleute El Hilms empfangen sollten, verhinderten französische Kriegsschiffe un­sere Landung, wir mußten nach Süden abbiegen und gingen an der Mündung des Draa an Land. Sofort fiel eine Horde von Mauren über uns her und nahm uns gefangen. Wir wiesen unsere vom deutschen Kaiser und vom türkischen Sultan ausge­stellten Geleitbriefe vor, und man führte uns zu El Hiba, der uns freiließ. Aber in Bezug aus Strategie war er der Ansicht, eine Armee sei desto besser, je mehr Lärm sie mache; daher müßten vor allem Kanonen angeschafft werden. Konsul Pröb­ster wurde nach Deutschland zurückgesandt, um Ka­nonen zu besorgen. Auch Hairy Bei wurde in einem ähnlichen Auftrag nach der Türkei zurückge­schickt. Von beiden habe ich nie mehr etwas ge­hört. Ich bin hier geblieben, lebe seit 15 Jahren unter meinen maurischen Freunden, habe die Toch­ter des Sultans geheiratet und bin zum Caid er­nannt worden. Ich habe mich an die Sitten mei­nes Gastvolkes, ja sogar an das Ungeziefer ge­wöhnt. Vom Ende des Krieges habe ich erst 1920 gehört, durch gefangene deutsche Fremdenlegionäre.^

Eine romantische Geschichte — ein deutscher Ulanenleutnant als Räuberhauptmann . . . fast möchte man an der Zuverläffigkeit des italienischen Journalisten zweifeln.

Aber die Akten des Reichswehrministeriums, das wir befragten, enthalten tatsächlich die Mit­teilung, daS deutsche Unterseeboot U. C. 20 fei unter Führung des jetzt in Buenos Aires leben­den Kommandanten Franz Becker im Oktober 1916 in „geheimer Mission" an die marokkanische Küste gesandt worden.

Ein Ulanenleutnant Erich von Sahen hat jedoch niemals in den Listen der aktiven Offiziere exi­stiert. Wer ist also dieser geheimnisvolle Räuber­hauptmann? Oder hat Zappa den Namen mißver­standen? Konsul Pröbster, der in Thüringen im Ruhestand lebt, kann sich nicht daran erinnern, auf jener U-Bootsahrt, die er wirklich mitgemacht hat, einen Leutnant gesehen zu haben. Statt dessen fuhr jedoch ein bayrischer Unteroffizier mit, der auch tatsächlich in Marokko geblieben ist, besten Name aber nicht mehr festzustellen ist.

Ist er vielleicht der Caid des „blauen Sultans" geworden? Und welche merkwürdigen Gründe moch­ten ihn bewogen haben, jeden Versuch aufzugeben, die Heimat wiederzusehen?

II.

Aus Liebesleid auf dem Eiland

An einem Julitag des Jahres 1931 war der englische Postslieger Norman noch sechshundert Kilometer vom australischen Festland entfernt, als plötzlich seine Motoren streikten. Im Gleitflug ging er auf die einsame Insel Anao nieder, landete auf einem Felsplateau und hielt Umschau. Plötz­lich tauchte eine seltsame Gestalt dicht vor ihm auf: ein alter hagerer Mann mit langem weißem Haar und Bart, in Lumpen gehüllt, bewaffnet mit einem Gewehr, das er auf den Flieger anlegte mit den Rufen: „Mach sofort, daß du wieder von meiner Insel heruntergehst!" Norman erklärte dem Alten, er würde gern verschwinden, müsse aber erst seine Maschine in Ordnung bringen. Der weißhaarige Jnselfürst beruhigte sich endlich und half sogar bei der Reparatur. Ein Gespräch kam in Gang, und Norman merkte sofort, daß dieser Mann ein ehe­mals kultivierter Europäer sein müsse, den ein ge­heimnisvolles Schicksal hierher in diese Einöde ver­schlagen hatte, die von keinem anderen Menschen bewohnt war.

Der Alte lud schließlich den Flieger, zu dem er Zutrauen gefaßt zu haben schien, als Gast in seine primitive Hütte, wo er ihm Schildkrötenbraten, Fisch und Kokosnüsse vorsetzte. Norman gab ihm dafür Zigaretten, Streichhölzer und einen Mon­teuranzug — Geschenke, die mit größter Freude an­genommen wurden. Und endlich war der Greis auch zu bewegen, seine Lebensgeschichte zu erz ry- len.

„Ich bin Wilhelm Graf Rosenow und war Kapitän zur See.

Ich war mit meiner Kusine verheiratet, die mich im Jahre 1909 mit einem Freund verließ. Ich wurde durch diesen Schicksalsschlag zum Menschen­feind, schied aus dem Dienst und ging nach Austra­lien, wo ich Schiffer auf einem kleinen Segelkutter wurde. Auf einer meiner Fahrten entdeckte ich diese Insel, und sofort reifte der Wunsch in mir, hier den Rest meines Lebens zu verbringen. Ich schaffte mir die nötigen Geräte an, charterte einen Kutter und fuhr nach dieser Insel.

Am 18. Januar 1912, also vor mehr als zwan­zig Jahren, setzte ich den Fuß auf Anao — ich habe es nicht wieder verkästen. Sie sind der erste Mensch, den ich seitdem wieder gesehen habe. Ich bin glück­lich hier und fühle mich wohl. Lebe von den Tie­ren und Pflanzen, die auf meiner Insel Hausen und wachsen; nur Zahnschmerzen quälen mich ab und zu ... Es hätte übrigens nicht viel gefehlt, und ich hätte Sie niedergeschosten; das würde ich mit jedem tun, der gegen meinen Willen sich hier niederlassen wollte!"

Norman mußte ihm erzählen, was sich in der Zwischenzeit alles in der Welt ereignet hatte. Vom Weltkrieg hatte Graf Rosenow nichts erfahren, nichts von der Revolution in Europa, nichts von Krise und Inflation. Ein glücklicher Mensch, möchte man fast sagen . . .

Norman blieb über Nacht bei dem Alten: dann flog er ab, nachdem er dem Robinson-Grafen das Versprechen gegeben hatte, gelegentlich wieder auf Anao zu landen und wieder Zigaretten mitzubrin­gen.

Auf dem Wege über die australische Regierung, der Norman Bericht erstattete, wurde die Geschichte des Grafen Rosenow jetzt bekannt.

Gibt es in Deutschland noch Menschen, die ihn gekannt haben, — die ihn vermißten und ihn viel­leicht als Toten betrauerten, seitdem er vor zwan­zig Jahren spurlos aus der Heimat verschwand?

Geschmackskrise in Hollywood

Gespräch mit dem deutschen Regisseur Berthold Viertel

Aus aller Well

Ein Berliner Gericht zei ev i - 'i beschäftigt sich mit einem Ein Autoräubermit 20jährigen jungen Mann,

Süssem ber es trotz seiner Jugend

1 schon ziemlich „weit“ ge­

bracht hat. Er ist der Sohn eines sehr bekannten Berliner Zahnarztes und tagsüber in der Praxis seines Vaters als Assistent tätig. Das Taschengeld, das der Junge erhält, ist dem ziemlich großen Einkommen des Vaters entsprechend, aber doch nicht groß genug, daß die große Autoleiden­schaft des Jünglings davon befriedigt werden könnte. Wenn der letzte Patient abends gegangen war, zog er den weißen Kittel aus und ging auf den Autofang. Seiner wissenschaftlichen Bildung entsprechend hatte er auch hierfür ein System. Er machte den Erfolg der Autoräubereien nicht vom Zufall abhängig, sondern suchte sich sein Opfer sorgfältig aus Hatte er einen Wagen entdeckt, der ihm wertvoll genug erschien, um den Besitzer wechseln zu können, dann notierte er sich zunächst die Nummer, ging zum Kraftverkehrsamt und ließ sich die Adresse des Besitzers und die Fabrikmarke geben. Darauf forderte er von der Autofabrik Du­plikate der Schlüssel zu jenem Wagen, die er immer anstandslos erhielt. Hatte er die Schlüssel dann paßte er eine günstige Gelegenheit ab und fuhr mit dem schönen Waqen davon, ließ ihn umlackieien, versah ihn mit neuen Nummern und Typenschildern und brachte ihn zum Verkauf nach Hamburg. Sechs Wagen haben den Umwandlungsprozeß unter seiner Leitung bisher durchmachen müssen.

Lias Drahtseil riß

108 beladene Förderkörbe abgestürzt.

Erfurt, 30. September.

In den Hartstein-Werken Hambach-Dietbardt riß unweit der Verladestelle das Förderseil. 108 vcll- beladene Förderkörbe, jeder etwa 12 Zentner schwer stürzten mit furchtbarem Getöse aus einer Höhe von etwa 40 Metern in die Tiefe. Das gesamte Bahn­gelände bietet ein Bild völliger Zerstörung. Lin ouf der Strecke arbeitender Aufseher konnte sich 'm letz­ten Augenblick durch Abspringen retten. , Eine Land- straßenübersührung wurde von einem Förderkorb durchschlagen. Ein Förderwagen stürzte vor den Au­gen zweier Touristen nieder, die mit dem Schrecken davonkamen.

1928 wurde Berthold Viertel ans Deutschland nach Hollnwood geholt. Vorübergehend hält er sich jetzt in Berlin aus, wird aber schon im nächsten Monat wie­der zurückkchren. Wie sieht dieser klug« Beobachter des Films nun die jüngst ausgebrocheuc Krise in der Welt-Filmstadt?

„Neben der finanziellen Krise gibt es im ameri­kanischen Filmbetrieb neuerdings auch eine Krise des Geschmacks. Man muß sagen: glücklicherweise. Die Filmgesellschaften sind durch ihre riesigen Theater­ketten gezwungen, durchschnittlich jede Woche einen Film herauszustellen. Seit der Erfindung des Sprech­films erwächst nun den Firmen aus dieser Ver­pflichtung ein katastrophaler Mangel an Stoffen, an neuen Manuskripten. Man ist daher immer mehr da­zu übergegangen, Autoren aus den Kreisen des Thea­ters und des Journalismus zu holen. Reporter- Autoren spielen bei der Vorliebe des Amerikaners für die Tatsachenwelt eine große Rolle.

Jeder deutsche Künstler, der sich dem amerikani­schen Filmbetrieb verschreibt, muß sich der nun einmal völlig entgegengesetzten künstlerischen Auffassung des Amerikaners unterordnen. Der amerikanische Pro­ducer will seinem Publikum eine amüsante Abendun­terhaltung liefern und hat in jahrelanger Entwicklung eine solide „Industrie“ ins Leben gerufen. Der Durchschnitts-Spielfilm, der der deutschen Auffassung nach einen Kompromiß ans Publikum bedeutet, ist für den amerikanischen Filmmann die eigentliche Auf­gabe seiner Tätigkeit. Hieraus versteht sich, daß er mit gutem Gewissen alles das verantwortet und liebt, was wir als Kitsch empfinden. Es gibt na­türlich auch in Amerika radikale Kreise und Zeit­schriften, die gegen die Nivellierung protestieren, aber sie haben bisher keine wesentliche Rolle gespielt im Konzert der öffentlichen Meinung Heute liegen die Verhältnisse aber so: Inmitten der Krise (der Sprechfilm fiel in die letzte Welle der Prosperity, man stürzte sich auf die neue Erfindung und über­stürzte sich in der Produktion und im Bau neuer Theater, die heute leerstehen) wird eine Bewegung deutlich, die zu einer Erneuerung des amerikanischen Filmwesens führen kann. Da die großen Firmen vor Stoffmangel nicht ein noch aus wissen, kommen Außenfeitergesellschaften hoch, die den unabhängigen

I Film zur Geltung bringen, die eine Art Avant-Garde inmitten des Klischees bilden. Vielfach bemächtigen | sich die großen Gesellschaften bereits dieser Außen­seiter und ordnen sie durch Auftragserteilung ihrer Produktion ein. Während ein großer Wechsel unter den Producers vor sich geht, ist diese neue Filmauf­fassung vielleicht ein Weg der Rettung trotzdem die große Provinz allen Bestrebungen, den Film zu „ver­geistigen“, höchst skeptisch und ablehnend gegenüber^ steht.

Die Ansichten der Schauspieler? Sehen Sie, ich bin mit Greta Garbo, dem „größten Filmrätsel“ Amerikas, persönlich sehr gut bekannt. Sie leidet stark unter der Kluft zwischen ihrer eigenen künstlerischen Auffassung und den Vorschriften ihrer Manuskripte. Aber keinem Menschen gegenüber äußert sie sich über ihre wirkliche Einstellung zum Betrieb Hollywood. Ihre Auffassung ist: „Wenn ich rede, habe ich auf der Leinwand zu reifen; aber ich will keine privaten Aus­künfte über mich geben.“ Sie ist der innerlich sau­berste Mensch in Hollywood, sie ist vielleicht der einzige Mensch, der ganz sein Europäertum bewahrt hat; alles was man über sie Böswilliges gefchrie- ben und getratscht hat, gleitet an ihr ab. Ihr Rätsel besteht nur darin, daß sie konseauent den einmal be­schrittenen Weg der Vereinsamung durchführt, nur ihrer künstlerischen Aufgabe lebt und sich im übrigen hinter die festen Mauern ihres Privatlebens ver­schanzt.“ E. v. W.

Eine Elitetruppe aus Newyorker Gangsters hatte, wie man hört, ein früherer Minister des kubanischen Kabinettes Machado angeworben, um auf Kuba eine Gegenrevolution zu entfesseln. Die Angeworbenen hatten aber Pech; von 500 landeten über 450 nicht auf Kuba, sondern noch gerade vor der Abfahrt aus Neuyork im Gefängnis.

Winston Churchill, der frühere englische Schatz­kanzler und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im politischen Leben Englands, hat in London kurz nach seiner Rückkehr aus Salzburg, wo er an Para­typhus erkrankt war, einen schweren Rückfall er­litten. Sein Zustand gilt als besorgniserregend.

Felix Baumann: Der Fall Edith Cawell. Maximilian Böttcher: Tiere und Menschen. Cordt von Brandts: Der Kriegsstarke Arnolt Bronnen: Erinnerung an eine Liebe. Bilddokumente der Zeit: Der Kaiser

Gustav Goes: Auf bricht Deutschland; Gustav Goes: Der Tag 1. Die große Schlacht in Frankreich.

Lehrer im Krieg: Ein Ehrenbuch deutscher Lehrer. Herausgegeben von Franz Führen.

von Lüttwitz: Im Kampf gegen die Revolution. Erinnerungen an die Revolutionszeit und den Kapp- Putsch.

Martin Schirmer: Wir Volksvertreter.

Tröbst: Balkan durchs Schlüsselloch, Reportagen aus Südosteuropa.

Der Verlag Grethlein u. Co., Leipzig und Zürich, bringt folgende Herbstneuerscheinun- gen: Walter Bloem „Gottesferue", Volksausgabe in einem Bande. — P. 91. Krasnow „Vom Zarenalter zur roten Fahne", kulturhistorischer Roman, Volks­ausgabe in einem Bande. — Ludwig Huna „Bartho­lomäusnacht", Roman. — Ernst F. Löhndorsf „Noahs Arche" Eine Sage von Mensch und Wal". — Prof. Dr. Jos Nadler „Literaturgeschichte der deutschen Schweiz". — Carl Stemmler „Das Buch der Adler". — C. Täuber „Die Entwicklung der Menschheit von den Ur-Australiern bis Europa". — Jakob Boßhart „Ein Ruser in der Wüste", Volksausgabe. — Lisa Wenger „Der Vogel im Käfig, Volksausgabe — und einen Brahms - Roman „Lied des Schicksals" von Kurt Arnold Findeisen.

Neues in -er Kunst- und Wohnkultur!

Die zwei führenden deutschen Kunstorgane, die in Mün­chen erscheinende Bruckrnannsche Monatsschrift „D i e K u n ft" und die von Alexander Koch in Darmstadt gelei­tete „Deutsche Kunst- und Dekoration" treten mit dem nun beginnenden neuen Jahrgang vereinigt auf den Plan. Die Darmstädter Kunstzcitschrift ist in der Münchner aufgegan­gen, wird aber bei inhaltlicher Uebereinstimmung der bei­den Kunstzeitfchriften ihren eigenen Titel und ihr charakte- ristiiches Umschlagbilü beibehalten.

In der vereinten Monatsschrift besitzt Deutschland ein einzigartiges umfassendes Kunstorgan. In ihm finden alle die Kräfte, die auf den Gebieten der Malerei und Plastik, der Wohnkultur und des Kunsthandwerks wirksam sind, ihre eindrucksvolle Würdigung. Ein weiterer Fortschritt ist darin zu erblicken, datz nicht nur künstlerische Probleme an­hand eines ganz vorzüglichen reichhaltigen Bildermaterials Erörterung finden, sondern auf dem Gebiet der Wohnkultur auch praktische Lösungen im Sinne der prinzipiellen Forde­rungen neuzeitlichen Wohnens besprochen werden.

Einiges aus dem Inhalt des neuen Heftes: Zunächst nachträgliche Bemerkungen zur Grohen Internationalen Kunstausstellung in Venedig, aus der eine Auswahl von 14 vorzüglichen Bildern, darunter eines in reizvoller farbi­ger Reproduktion, zu sehen ist. Aus der schwedischen Bild­hauerkunst in Ivar Johnfson vertreten, von deutschen Künst­lern der Aauarellist Werner Blev, dessen Kompositionen sich durch eine besondere malerische Farbigkeit auszeichnen. Aus dem Bereich der künstlerischen Photographie wird eine Thea­ter-Reportage mit künstlerischen Lichtbildnissen besprochen. Aus der Architektur und Wohnkunst find reichillustrierte Aufsätze über den modernen Kirchenbau. über das moderne Terrassenhaus, den Raumbedarf von heute und eine Menge anderer Dinge aus dem nahestehenden Kunsthandwerk zu nennen. Von praktischer Bedeutung sind die verwanüelba- ren Kleinmöbel, die besonders in der Kleinwohnung eine Rolle zu ipielen berufen sind, und die Sommer- und Wohn­lauben aus der Berliner Ausstellung „Sonne, Luft und Haus für alle", die in ihren Hauvttnven im Bild aez >qt u. aussührl. besprochen werden. Das mit über 60 Kunftbrnck- bildern ausgestattete Heft kostet nur RM 2,.50 und ist durch iede Buchhandlung zu beziehen.

„Glaubst Du, daß er sie aus Liebe geheiratet hat?“ „Ja, aus Liebe zu ihrem Gelbe!“

Die heutige Nummer umiaht 18 Seiten

Verantwortlich für den politischen Teil. Di W a t i e r xebnt: für daS Feuilleton! German M Bonau: für den lokalen Teil: Dr. Hans Joach'm Glatze r: für den Seimaneil: R u d o I' G I ä । e r füt Handel: Dr. Hans Langen berg: für den Sportteil: Her beri -Sveich: Phoro-Redokreur: Eduard Schul,. Sessel: für Anzeigenteil: Konrad Wachsman n.

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