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Är. 228 / Zweiundzwanzigfler Jahrgang

Kasseler Tleaeste Tkachrichie«

Mittwoch, 28. September 1982 / 1. Lellaße

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letzte Sonnentage in der Aue

Noch einmal lodet vor dem großen Sterben des Herbstes die Schönheit der Karlsaue. Noch bricht sich in den goldenen Blättern ihrer alten Bäume tausendfältig das Licht. Aber schon weben Silber» fäden das Totenkleid und in kalten Nächten zehren wehende Nebel am erschlaffenden Leben

Nun auf einmal:

Bauen viel bissiger geworden!

Oie Stadt besorgt sogar Vergünstigungen

Das städi. Presseamt schreibt:

Wer sich ein Eigenheim bauen will, sollte die hierfür vorteilhaften gegenwärtigen Zeitverhältnisse ausnutzen. Der Bauindex ist so niedrig, wie er seit dem Kriege noch nicht gewesen ist. Das Bauen kostet heute nur zwei Drittel von dem, was vor 3 Jahren bezahlt werden mutzte. Bei Belebung der Wirt­schaft werden die Baukosten vermutlich wieder stei­gen. Die Steuerbefreiung, die bei Neubauten bis zum Jahr 1939 von der Grund- und Vermögens­steuer, von der Einkommen- und Körpersch^ftssteuer gewährt wird, entlastet den Neubaubesitzer mehr, als gewöhnlich angenommen wird.

Zur Förderung der Bautätigkeit ist die Stadt Kassel 3. 3t. bereit, weitere Ve rgü nsti - g u n g e n zu gewähren. Die Stratzenanlieger- und Kanalbaukostenbeiträge können an fertigen Straßen gestundet werden. An neu auszubauenden Stratzen wird ein provisorischer Stratzenausbau auf die günstigste Weise für den Baulustigen geregelt. Beim Bauen auf städtischen Grundstücken kann der Kauf­preis gestundet und zu günstigen Zinssätzen als Hypothek an Nachgeordneter Stelle eingetragen werden.

Es ist bekannt geworden, daß von Bauunterneh­merseite erste Hypotheken vermittelt werden, wenn sich mehrere B a u l u st i g e zu einem größeren Bauvorhaben vereinigen. Durch gemeinschaft­liches Bauen weiden die Kosten nicht unerheblich weiter verringert. Werden die gebotenen günstigen Umstände ausgenutzt, dann sind nur noch verhältnis- mätzig geringe eigene Mittel erforderlich.

Die Stadtbauverwaltung will Baulustige zu Gemeinschaften zusammenführen, um ihnen die genannten Vorteile zu verschaffen. Damit ver­schiedene Ansprüche berücksichtigt werden können, sind mehrere Formen der Siedlung geplant. Für eine bescheidene ländliche Bauweise kann die Stadt Grundstücke von je 1000 Quadratmeter Grütze unterhalb der Heilstätte Lindenberg anbieten. Für ein dort zu bauendes Einfamilienhaus mit 3 bis 4 Wohnräumen und reichlichem Neben­raum, dessen Wert mit Grundstück 5500 NM. betra­gen mag, sind an eigenem Kapital nur rund 2000 Reichsmark aufzubringen. Wenn der Siedlere bereit und in der Lage ist, im Dienst des Unternehmers am Bau mitzuarbeiten, kann ein eigenes Kapital von 1000 RM. zum Bau eines Eigenheims genügen.

Für eine Bauweise mit Kanalanschlutz, Gas und Elektrizität und sonstigem städtischen Komfort sind noch Grundstücke an der Hebbel st ratze nahe der Holländischen Stratze geeignet. Dort würde ein Ein­familienreihenhaus mit kleinem Garten, das vier Wohnräume und ein auszubauendes Dach hat, auch nur ein Eigenkapital von etwa 2000 RM. erfordern.

Ein größeres Einfamilienhaus, das als Hälfte eines Doppelhauses gebaut wird und sechs Wohn­räume enthält, ließe sich schon mit einem Eigen­kapital von etwa 3000 RM. durchführen. Für solche größeren Eigenheime sind Grundstücke im Fa- sanenhofgelände und in Wehlheiden auf dem Graß in Aussicht genommen.

Wer Ersparniffe jetzt günstig im Eigenheiyr an­legen will, benutze die gebotene Gelegenheit und melde sich bei der Stadtbauverwaltung, Rathaus, Zimmer Nr. 126. Dort werden ihm bereitwilligst alle weiteren Auskünfte gegeben.

* * *

die Deutsche Beamtenbund-Korrespondenz erfährt, nach einem Erlaß des Preußischen Handelsministexs vom 25. August nicht nur in einer beschleunigten Bearbeitung der Anträge seinen Ausdruck finden, sondern sich auch nach der sachlichen Seite hin aus­wirken.

Wenn es auch nicht dazu führen darf, datz Bau­herren und Bauunternehmer sich willkürlich über Forderungen Hinwegsetzen, die der Sicherheit und dem Bestreben auf Schaffung gesunder Wohnungen dienen, so soll doch in einer Zeit der wirtschaftlichen Not von der Durchführung mancher Forderung im Wege der Ausnahme oder der Befreiung abgesehen werden können, deren Erfüllung zu anderer Zeit unerläßlich erscheint. Im Einvernehmen mit dem Preußischen Wohlfahrtsminister ersucht der Preu­ßische Handelsminister daher die Regierungspräsi­denten, die Gewerbeaufsichtsbeamten anzuweisen, auch ihrerseits bei der Prüfung der Anträge zur Errichtung und Veränderung gewerblicher Anlagen und Einrichtungen auf die schwierigen Wirtschafts­verhältnisse, in denen sich die Unternehmungen heute fast durchweg befinden, Rücksicht zu nehmen. Es wird in vielen Fällen möglich sein, bei den an die bauliche Beschaffenheit der Betriebe zu stellenden Forderungen zumal unter Ausnutzung der in der Beleuchtunq und Belüftung von Arbeitsräumen erzielten technischen Fortschritte durch Frist- und Ausnahmebewilligungen Entgegenkommen zu üben.

Film der Unfälle

Von der Feuerwehr. Am Dienstag nachmittag wurde die Hauptfeuerwache nach dem Bahnhof Wil- helmshöhe gerufen. Hier war in^der Lackfarbenfabrik von Rosenzweig und Baumann, wahrscheinlich durch Selbstentzündung, eine große Korbflasche mit leicht brennbarem Inhalt in Brand geraten, doch brauchte die Wehr nicht in Aktion zu treten, da es dem Fa­brikpersonal geglückt war, mittelst Löschapparate den Brand zu ersticken, ehe er auf die anderen leicht ent­zündlichen Waren übergegrisfen hatte.

Mit dem Fuß in die Speichen. In der Nähe des Gaswerkes in der Leipziger Stratze geriet ein auf dem Soziussitz eines Motorrades befindlicher 14jähriger Schüler mit dem Fuß in die Speichen des Rades, wodurch er sich schwere Verletzungen des Fußgelenkes zuzog. Hier sorgte die Sanitätswache Fuldabrücke für sofortige ärztliche Hilfe.

Wenn das Pferd durchgeht An der Ecke der Hol­ländischen Straße und Quellhöfe ging gestern abend das Pferd eines Eartnerwagens durch und raste einen 12jährigen Schüler so unglücklich über den Haufen, daß er durch die Sanitätshauptwache mit Verletzungen beider Oberschenkel und schweren inne­ren Verletzungen in ernstem Zustand in das Landes­krankenhaus eingeliefert werden mußte.

Die Hand durchbohrt. Beim Einbauen eines Uhrwerkes in ein Musikwerk bohrte in der Wilde- mannsgasie ein älterer Mechaniker ein Loch in die Eisenplatte des Werkes und durchbohrte dabei gleich­zeitig die Hand seiner Ehefrau, die ihm bei der Ar­beit half. Sie wurde durch die Sanitätswache Ful­dabrücke nach erster Hilfe zu einem Arzt gebracht.

Endlich!

Beschleunigte Prüfung gewerblicher Bauanlagen.

Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt hatte in einem früheren Runderlatz über die bau­polizeiliche Behandlung der Bauaufträge darauf hingewiesen, daß in einer Zeit der Wirtfchaftsnot, wie sie heute in verstärktem Matze sortbesteht, Bau­aufträge mit dem größten Entgegenkommen zu be­handeln sind. Dieses Entgegenkommen soll, wie

Oie Höflichkeit des Kaufmanns

. .. besteht auch in der Qualität feiner Drucksachen

Der Bildungsverband der Deut­schen Buchdrucker in Kaffe! eröffnete sein Winterprogramm mit einem Vortrag des Fachleh­rers Wilhelm Lesemann von der Bieleselder Kunstgewerbeschule überTypographische Verfalls­erscheinungen und ihre wirksame Bekämpfung".

Ausgehend von dem Kampf gegen eine fälschlich unter den BegriffKulturbolschewismus" eingeord­nete Bewegung schilderte der Vortragende die wirk­same Art, wie an der Bielefelder Kunstgewerbeschule gegen Verfallserscheinungen gearbeitet wird.

Durch Zurückführung auf die einfachste Form und sparsamste und durchdachte Ver­wendung von Farben wird in den Druck­sachen höchste Qualität erzielt. An Hand der aus­gestellten Arbeiten konnte man sich von den hohen künstlerischen Leistungen der Bielefelder Buchdrucker überzeugen. Durch strenge Arbeitsdisziplin und kultivierte Abwendung der Farben sind Drucksachen entstanden, die von einer Sauberkeit und Anstän­digkeit der Gesinnung zeugen wie man sie selten zu Gesicht bekommt. Ich möchte uns allen diesen Kulturbolschewismus" wünschen und wir würden freier und weniger verlogen werden! Warum mutz man sein Nationalgefühl gerade in der Schrift aus­toben? Und seltsamerweise verstehen die Leute, die die Fraktur ausschießlich verwendet wiffen wol­len, am wenigsten von den Feinheiten dieser Schriftart, die durch sparsame Verwendung in gu­ten Formen umso wirksamer zur Geltung kommt.

Ein Mahnruf an die Auftraggeber für unsere Druckereien muß noch folgen:Legt Wert auf gute Drucksachen, auch wenn der Preis um einige Pfen­nige höher ist. Die Selbstachtung, die Ihr durch gute Geschäftspapiere (Eure Repräsentanten!) be­kommt, gleicht allein den Preisunterschied wieder aus!" L. E.

Wir gratulieren

Frau Martha König, Wolfsanger, Kasseler Straße 4, feiert am Freitag ihren 72. Geburtstag. Wir wünschen alles Gute.

Am 28. September feiert Josef Singe, Zie­renberg seinen 60. Geburtstag in geistiger und kör­perlicher Frische. Selbiger ist langjähriger Leser der K. N. N.

Am 29. September begeht Frau Elisabeth R i n k e l, Orleansstraße, in Rüstigkeit und begleitet mit goldigem Humor und Herzensgüte ihren 60. Ge­burtstag. Wir wünschen das Beste.

Schullausdahn-Beratuugsabend. In Kürze wer­den in den Tageszeitungen die Aufforderungen zur Anmeldung der Schulkinder für die mittleren und höheren Schulen erscheinen. Die Eltern, deren Kinder im 4. Jahre die Volksschule besuchen, müssen sich also jetzt über die Frage schlüffig werden, ob sie ihr Kmd auf der Volksschule belassen oder es einer mittleren oder höheren Schule zuführen wollen, und gegebenen­falls für welchen Schultyp sie sich entscheiden. Selten ist die Entscheidung über diese Fragen so schwierig gewesen wie gerade jetzt, bedeutet doch der Uebergang des Kindes zur weiterführenden Schule für weite Elternkreise einmal eine Anspannung ihrer finan­ziellen Mittel bis zum Aeutzersten, zum andern eine Vorentscheidung für die spätere Berufswahl. Um Klarheit über diese Fragen zu schaffen, veranstaltet die Berufsberatungsstelle, wie alljährlich, einen Schullaufbahn-Beratungsabend, der Mittwoch, 28. September, abends 8 Uhr, in der Aula des Realgymnasiums I, Wilhelmshöher Allee 35, stattfindet. Es werden dort Vertreter aller Kasteler Schulgattungen über diese Fragen sprechen und den Eltern zur Auskunft zur Verfügung stehen. Die Ver­anstaltung ist kostenlos, so datz allen interessierten Eltern ein Besuch empfohlen werden kann.

Neue Hin denburgmarken

Am 1. Oktober werden die mit dem Brustbild Reichspräsidenten von Hin­denburg durch neue Marken er­setzt, aus denen sich ein nach einer Plakette des Professors Karl Goetz in München gestoche­nes Kopfbildnis des Reichsprä­sidenten befindet. Die noch vor­handenen bisherigen Marken werden daneben aufgebraucht.

Ferner wird am 1. Oktober eine Wohlfahrtspostkarte zu 6 Rps. ausgegeben, die auf dem linken Teile der Vor­derseite ein Bildnis des Reichspräsidenten von Hin­denburg trägt und im Markenstempel das Tannen­berg-Denkmal zeigt. Die Karte kostet 10 Rps.; der Zu­schlag von 4 Rps. fließt der Deutschen Nothilse zu.

Hier irrt Goethe

Die Bier Rachrichter im Kleine» Theater.

Es war ein urvergnügter Abend, den das Stube«» tenbrettl im Kleinen Theater bereitete. Dieser Bei­trag zum Goethe-Jahr, so respektlos er ist, wird gern hingenommen; es handelt sich nicht um eine Paro­die Goethes, denn dazu fehlt der tiefere Spott über einen einheitlichen Sinn. Was parodiert wird, ist vielmehr die Form der modernen Operette, und zum Gegenstand des Ulks hat man Goethe, einige Ge­stalten seiner Zeit und die Literaturgeschichte m Ge­stalt eines modernen Biographen gewählt, abgesehen von den Seitenhieben, welche die Tonfilmproduktion abbekommt.

In der Technik stellt sich das Vrettlwerk zwischen die Dreigroschenoper und GrabbesScherz, Satire, Ironie", jedoch nur in der Technik, die mit parie­

renden Chören und Balletts arbeitet, mit ge- schwollenen Deklamationen und Zitaten, aber noch das verwegenste Wortspiel hinzufügt und mit sprtz- bübischem Behagen das Aeußerste des Grotesken heran- holt.

Im Kleinen Theater kam diese federleichte Drei­groschenoperette der Literatur in ihrem ganzen Cha­rakter zur Geltung, als ein witziger Ulk, der in sei­ner Ausgelassenheit im kleineren Kreis sofort zün­denden Kontakt findet. Das Haus war gut besetzt und hörte nicht auf zu lachen. G^-r.

Gleiches Recht für alle!

Die Not der technischen Lehramtsbewerberinnen.

Der Preußische Staat hat bei all seiner Finanznot und den durchgeführten Sparmaßnahmen auf dem Gebiete des Schulwesens für Schulamtsbewerber mancherlei Hilfsmaßnahmen getroffen und damit einen großen Teil der Junglehrer und Junglehrerin­nen von der sie drückenden wirtschaftlichen und seeli­schen Not soweit als möglich befreit.

Soweit diese Junglehrer und Junglehrerinnen nicht in Plan- oder Hilfslehrerstellen gegen Entgelt beschäftigt werden, sind sie dadurch dem Schuldienst und der Arbeit an der Schuljugend zugesührt und dienstbar gemacht worden, daß ihnen von feiten der Regierung Befchästigungsaustrag mit einer beschränk­ten Anzahl von Wochenstunden erteilt worden ist, wo­bei ihnen gleichzeittg ein angemessener Fortbildungs­zuschuß gewährt wird. Diese Maßnahmen erstrecken sich bis auf den jüngsten Jahrgang, das sind die­jenigen Schulamtsbewerber und -bewerberinnen, die Ostern 1932 die erste Lehrerprüfung an einer Päda- gischen Akademie abgelegt haben.

Ungleich schwerer als das Los der wissenschaft­lichen Schulamtsbewerber und -bewerberinnen ist dasjenige der technischen Lehramtsbewer­berinnen. Während die ersteren auf Staatskosten eine völlig unentgeltliche Ausbildung in den pädagogischen Akademien ersahren haben, muß­ten die technischen Bewerberinnen ihre drei­jährige kostspielige Seminarausbil­dung in Hauswirtschaft, weiblichen Handarbeiten, Turnen und Sport aus eigenen Mitteln bestreiten. Sie sind bisher von staatlichen Fortbildungszuschüssen völlig ausgeschlossen, können aber auch als Hausleh­rerinnen oder dergleichen im Privatdienst keine Be­schäftigung annehmen. Sie stehen hoffnungslos und ohne jede Aussicht auf Anstellung vor den Toren der Schule. Ihre wertvolle Arbeitskraft, die segensreich der Ausbildung der Heranwachsenden weiblichen Jugend dienstbar gemacht werden könnte, bleibt völ­lig ungenutzt. Und doch böte sich manche Gelegenheit, diese jungen arbeitsfreudigen Menschen der Schule zuzuführen, wenn auch ihnen neben Beschäftigungs­aufträgen Fortbildungszufchüsse gewährt würden, wie dies für die wissenschaftlichen Schulamtsbewerber ge­schieht, nach dem Grundsatz:Gleiches Recht für Alle." Weiter ließen sich Unterbringungsmöglichkeiten in weitem Umsange dadurch schassen, daß endlich die Laienlehrkräfte, die jetzt noch in unzulänglicher Weise in vielen Volksschulen unterrichten, aus dem Schul­dienst herausgenommen würden. In den meisten klei­nen Städten und ländlichen Schularten wird der tech­nische Unterricht in den Volksschulen von Frauen und Mädchen erteilt, denen jede fachliche, pädagogische und methodische Ausbildung mangelt, während un­zählige gut ausgebildete technische Junglehrerin- nen ohne Beschäftigung sind und keinen Zutritt zu

den Schulen erlangen, sehr zum Schaden und Nach­teil der Heranwachsenden weiblichen Jugend.

Wann endlich wird auf diesem Gebiete einmal Wandel geschaffen werden. G.

Mehr Erdkunde!

Tagung des Verbands Deutscher Schulgeographe« am 1. und 2. Oktober in Haun. Münden.

Will Scheller hat einmal anläßlich des Erscheinens der lebensvollen Anschauungsbücher von Käte Witt ein gruseliges Bild vom alten Erdkunde-Unterricht in der Schule gemalt. Wenn es damit heute wesent­lich besser geworden ist, so hat die unermüdliche Ar­beit des Verbands Deutscher Schulgeographen daran ein großes Verdienst. Weite Kreise der erdkundlichen Wissenschaft und der Schulgeographen blicken aber heute mit tiefen Sorgen auf die Maßnahmen der Be­hörden, die auf Hochschulen, Päd. Akademien und den Schulen aller Art ein ständiges Zurückdrängen der Erdkunde bedeuten. Zu allen diesen Fragen wird in Münden eingehend Stellung genommen werden.

Die eigentlichen Verhandlungen finden am Sonn­tag im St. Hubertus, früher Tivoli, statt. Die geographisch-heimatkundlich eingestellten Kreise Rie­derhessens dürste es interessieren, das ab 3. Okt. zwei je 5-tägige geographische Studiensahrten in Hessen veranstaltet werden. Eine durch die Niederhesstsche Landschaft (Witzenhaufen, Meißner, Kassel, Nieden­stein, Gudensberg, Fritzlar, Borken, Kellerwald, Eder- talfperre) geführt von Pros. Dr. Michel; und eine zweite durch das nordwestliche hessisch-thüringifche Grenzgebiet (unteres Werratal, Ober- und Unter» eichsseld.) Anmeldungen durch Dr. Voigt, Kaflel-K^ Kleebreite 26. Fernruf 34562.

Wetter-

Aussicht

Von Westen her breitet sich der hohe Druck ost­wärts nach dem Festland hin aus. Sein Einfluß dürste wetterwirksam werden, so daß Besserung in Aussicht steht. Die Temperaturen werden durch Ein- und Ausstrahlung bestimmt, so daß nachts mit stärke­rer Abkühlung und tagsüber mit Erwärmung z« rechnen ist.

Aussichten für Donnerstag:

Stellenweise dunstig, sonst wolkig mit Aufheite­rung, trocken, nachts frisch, tagsüber wärmer.

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