Handel - Wirtschaft»Börse
Kasseler Neueste Nachrichten Hessische Handelszeitung Mittwoch, den 22 Ium 1932
Fürstliche Wildunger Starker Geschäftsrückgang im Krisenjahr 1931, aber noch befriedigender Abschluß.
Nach dem Geschäftsbericht der Fürstlich Wildun. ger Mineralouelle» A.-G., Bad Bildungen, für das Geschäftsjahr 1931 hatte die Schalterschlreßung der Da- natbank und di« dadurch bedingten Schwierigkeiten in der Flüsstgmachung von Geldmitteln eine Stockung tut Zufluh von Gästen zur Folge, die eine schwere Einbuh« in den Einnahmen der Hotels, der Bäder und der Kurtaxen mit sich brachte.
Der Gewinn Les Badehotels vom Jahre 1930 von 20 502 RM wurde dadurch für das vergangen« Jahr in eine» Verlust von 29 676 RM verwandelt. In diesem Verlust ist auch eine durch das Sinken der Weinvreise erforderlich gewordene Abschreibung auf di« vorhandenen Bestände enthalten. Der Fehlbetrag des Europäischen Hofes steigert« sich von 10 578 auf 16 341 RM. Der Abschluß des Bäüer-Belricüs-Kontos weist einen Verlust von 22 906 RM auf gegenüber einem Gewinn von 6326 RM t. B. und der Fehlbetrag des Kurbetriebes stieg von 68 132 RM auf 106 699 RM. Auch der Brunnenversand ergib! gegen 1930 einen Rückgang in der Zahl der versandten Flaschen von 3 758 046 Flaschen aus 3 049 410 Flaschen und im Ertrage von 207 757 RM auf 188 423 RM.
Einschliehlich 51 679 (46 616) RM Vortrag ergibt sich ei» Reingewinn von 179 043 RM gegen 331 879 RM i. V.. woraus der am 30. Juni stattfind«nden G.-B. eilte Dividende von 10 li. V. 20) Prozent auf 1,401 Mill. RM A.-K. vorgeschlagen werden soll. Zum Vortrag verbleiben 88 948 RM.
Der Vermögens st and der Gesellschaft hat keine wesentlichen Aenderungen erfahren. Debitoren haben stch von 551 256 auf 433 788 RM vermindert, Kreditoren von 556 860 aus 442 004 RM. Die Tilgungsfonds haben sich von 1 400 081 auf 1 499 656 RM erhöht. Die Erhöhung der Bete iligungen und Effekten auf 737000 RM gegenüber 696 653 RM i. V. ist aus verstärkte Beteiligung (43 680 RM) an der Mineralauellenversand G m. b. H. in Leipzig zurückzusühreu, während die Beteiligungen bei der Fürftenbos G. m. b. H., der Köntgsauelle und der Rein- harüsquelle unverändert geblieben stnd. Von de« A.-K. von 1L Mill. RM sind 100 000 RM wie bisher im eigenen Besitz der Verwaltung.
Im neuen Jahr müssen die noch ausstehenden 4- und 4^vrozentigen Obligationen in Höhe von 122 075 RM eingelöst werden. Aussichten auf baldige Besserung seien »och nicht zu erkenne».
Heimische Wirtschaft
Konkurs Gebr. Rosenberg. Dransfeld. Das zur Gebr. Rosenbergfchen Konkursmasse gehörige Lagerhaus am Bahnhof Dransfeld ist durch Kauf in den Besitz der Getreide- sirma E. Ä. Wolters in Göttingen überaegangen, die i» Dransfeld ein Zweiggeschäft einrichten wird.
Nenes Vergleichsversahre»: Kaufmann Paul Weber, Inh d. Fa. Gebr. Weber, in Mühlhausen, Th.: V.-P. Diplomkaufmann Rauhe: Vergleichstermin 15. 7.
_ Neues Konkursverfahren: Nachlaß Schulverwalter Karl Weimer in Sellnrod: K.-V. Genoffenschaftsrechner Funk II in Sellnrod: Anmeldefrist bis 14. 7.
Die Gewerbe- tt«6 Landwirifchastsbauk e. G. «. 6. H. Treffurt hielt ihre dritte ordenlliche Generalversammlung ab. Bankvorfteher Döbling erstattet« den Geschäftsbericht. Danach ist trotz der Wirtschaftskrise auch im letzten Jahr noch ein Umsatz von mehr als einer Mill RM erzielt worden. Die Generalversammlung genehmigte die Bilanz. Es wurden Beschlüsse für de» weiteren Auf- und Ausbau der jungen Genoffenfchaft gefaßt. Die aus der Gründungszelt berrührenden Kosten sind endgültig gedeckt und darüber hinaus noch reichlich Rückstellungen gemacht worden.
Die Gelsenkirchen- Transaktion
Bereits endgültig abgeschlossen. Nähere Einzelheiten.
Zu dem Verkauf des Gelsenkirchen-Pakets durch die Flickgruppe erfahren wir noch folgende Einzelheiten (Ueber Vorgeschichte und Bedeutung s. Hauvtblatt):
Es kam nach mehreren Vorverträgen, deren erster bereits im Februar getätigt wurde, bereits am 31. Mai zu dem endgültigen Abschluß durch Unterschrift des Reichsfinanzministers. (Am 30. Mat trat die Regierung Brüning zurück und führte alsdann noch einige Tage die Geschäfte.) Da« Gelsenkirchenvaket der Flickgruppe beträgt nominell 110 Mill. RM. Es wird von der Dresdner Bank (vermutlich t» Verbindung mit der Hard u. Co.) übernommen, und zwar zum Kurse von 90 v. H. Der entsprechende Betrag beläuft stch demnach auf rund 100 Mill. RM. Dieser Betrag kommt aber nicht voll der, Flickgruvv« zugute. Etwa ein Drittel davon wird verwendet zur Bereinigung der Finanzlage der Gelsenkirchener Bergwerks A.-G., in erster Linie also zur Abstoßung von Bankschulden der Gesellschast. Da Bankgläubiger wiederum die Dresdner Bank ist, so bandelt es stch bei diesem Drrttel lediglich um eine Umbuchung. Dasselbe gift für ein zweites Drittel der Kaufsumme, bas verwendet wird zur Tilgung von Bankschulden von Tochtergesellschaften der Cbarlottenhütte, wobei ebenfalls die Dresdner Bank Gläubigerin ist. Lediglich bas letzte Drittel, 25 bis 28 Millionen RM fließt der Flickgruppe in bar zu und dürste teilweise zu Zwecken der oberschlest- schen Interest«», teilweise zum Ausbau der Mittelstahl-
ln Kürzet
Dl« Hochtief A.-G. fürHoch-undTief bauten „rm Webt. Helf«-»». Este», weist für das Gefchafts L??, ig:3i «(tun Reinaewiu» von 0,57 (0,66) Mill. RM. aus. woraus eine Dü>ide»de vo« 6 (7) Prozent verteilt werden k-ll.
Der Auffichtsrat der Motoreu-Werke Mann- h e i m A.-G. norm. Beu, Abt. Stationärer Motoreuba», Mannheim, hat beschloste», der auf de» 19. Juli einberufene» GB. die Zutammeuleguug des Aktienkapitals im Verhältnis 3:1 von 5,4 ans 1,8 Mill. RM. vor- zuichlage». »« de« Berluftoortrag von 902 520 RM. zuzüglich des im Geschäftsjahr 1931 erlittenen Betriebsverlustes von 467 810 RM. ab,»decke«
Der Aufsichtsrat der Chemische» Fabrik vo» K« ÄUM »ÄtfÄi sm* SÄiiSWÄÄÄSjÄW» aus neue Rechnung vor,«trage». Gletckzetttg solle» 1,15 Mill. RM. eigene Aktien eiugezoge» werde«.
*
Die GB. der B e rg m a » «- Elektriei tL ts Werke, A.-G., Berlin, genehmigte »»4.längerer Deutle den Abschlnß für 1931. Aus verschiedene Ausrage» des Bei- treters des DHL. führte der Aussichtoratsoorftneude, Tr. von Strauß, ans, daß die Verwaltung zunächst, keine Möglichkeit sehe, de» mit 18,82 Mill. RM. ausgewtesenen Ber- lustsaldo bilanzmäßig zu verarbeite».
Die GB. Vereinigten G1 a « , « o f s - F « b r i k e.» A.-G.. Wuppertal-Elberfeld, genehmigte de» Abschluß für 1031 mit 4.70 Mill. RM. Verlust, der beu Verlnstoortrag von 1 974 570 RM. einschließt. Der Verlust wurde ans neue Rechnung vorgetragen.
Die Geltungsdauer des Nottarifs für Lebensmittel ans den Reimsbinnenwass erste aßen ist durch den Reichsoerkehrsminister bis zu« 31. Dezember 1932 verlängert worden.
gruppe verwendet werden. Es erscheint nicht ausgeschlosten, daß einer der früher ausgetretenen Jnterestentcngruppen ein« Unterbeteiligung angeboten wird.
Von 269 Mill, auf 14 Mill.
Die Seeschiffahrt: eine wankende Stütze der deutschen Zahlungsbilanz.
Die deutsche Zahlungsbilanz wurde bisher in gewistem Maße durch di« Einnahmen Deutschlands aus den sogenannten „D i e n st l e i st u n g e n" entlastet. Etwa die Hälfte dieser Dienstleistungen entfiel auf die deutsche See» I ch i f f a h r t. die auch nach dem Kriege noch ein recht ansehnliches Aktion« in der deutschen Zahlungsbilanz darstellte. So betrug der Aktivsaldo aus der deutschen See- schifsochkt im Jahre 1926 immerhin 269 Mill. Mark. Dieses Bild hat sich grundlegend geändert. Die Ausgaben Deutschlands int Seeschiffs-Verkehr, das heißt also die Unkosten für Benutzung unter fremder Flagge fahrender «chisfe, sowie Auslandsausgaben der deuffchen Seffchiffahrt beliefen sich 1931 auf 365 Mill. Mark, die Einnahmen aus dem Seeschiffsverkehr also die Ausgaben von Ausländern für die Benutzung deutscher Schiffe, beliefen sich auf der anderen Seite auf 379 Mill. Mark (davon 359 Mill. Mark aus dem Jrachtenverkehr), fo daß der Aktivsaldo auf ganze 14 Mill. Mark zusammengeschrumpft ist. Im laufenden Jahre dürfte ein weiterer Rückgang erfolgt sei«.
fft. Der Stand der Tabakselderwirb als recht günstig bezeichnet. 3iur ganz vereinzelt haben die starken Niederschlage z-chaden angerichtet, der aber durch Nach- pslanzen von Tabaksetzlingen ausgeglichen worden fft. Wenn di« Voraussagen der Meteorologen zutreffe». daß wir ntU einem beißen und trockenen Hochsommer zu rechnen habe», dann wird die Qualität des 1962er Tabaks sicherlich «an, hervorragend sein, zumal durch die Vermnraun- gen der Tabakpflanzer bas beste Saatgut beschafft worden ist.
Die neue» Abzüge vom Arbeitslohn Nach den Bestimmungen der Steuer-Notverordnungvom 14. Juni 1932 treten am 1. Juli 1932 wesentliche Aenderungen bet den Abzügen vom Arbeitslohn in Kraft Ueberbte 3Zeuieg«= lung der Abzüge vom Arbeitslohn erschien.ein Merkblatt, das an all« Arbciigekstr auf Verlangen kostenlos und portofrei versandt wird vom Serie« Jur Re ich» - st e u e r t a b « l l e » m. b. H., Berlin NW. 87, Elberfelder Straße 30.
Wirtschafts-Literatur
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Berliner Kurszettel
Vom mitteldeutschen
Tabakmarkt
Gute Qualität für die 1932er Ernte zu erwarten.
Aus Fachkreise» wirb »ns von der Werra unter« 14. 6. berichtet: Im Tabakanbaugebiet der Werra und des angrenzenden Eichsfeldes ist das Auspflanzen der Tabaksetzlinge beendet. Die Anbauflächen stnd gegen das Vorjahr fast in allen Gemeinde» vergrößert worden, da die Tabaksabriken die Verarbeitung inländischer Rob- tabake erheblich gesteigert haben, so daß die Nachfrage nach guten 1931er Tabaken int gesamten mitteldeutschen Tabak- aeviet recht lebhaft ist. Sowohl Zigarren- als auch Pisisen- tabake einfchl. Rippen werden fortlaufend aus dem Starrte genommen und für gute Qualitäten werden hohe Preise gezahlt. Man rechnet in de» Kreisen der heimischen Ta- bakpflanzer auch dainft, daß die erschwerte Beschaffung von Devisen zum Einkauf ausländischer billiger Gebrauchstabake fortdanern werde, so daß ein erhöhter Zollschutz gegeben
Heutiger Börsenbeqinn
Zurückhaltend.
Berlin, 22. Juni. Di« beute vormittag vorliegenden Moment« waren bis auf di« fest« Tendenz der deuffchen Bonds in Neuyork fast durchweg ungünstiger Natur. Bor allem verstimmte die Zuspitzung in Lausanne und die Bekanntgabe der sranzöstfchett Forderungen die beute nachmtt- tag in Form eines Memorandums überreicht werden sollen. Auch die innerpolitisch ungeklärte Situation, die nur geringe Entlastung des Arbeitsmarktes der 1. Junihälfte, die Abschwächungen an der Neunorker Börse usw. mahnten zur Zurückhaltung. Die Gelsenkirchener Trankaktio» bildet nach wie vor das Sauvtgesprächsthema. und man bezeichnet die gestrige amtliche Erklärung als recht, dürftig. Eine ausgesprochene Tendenz hat sich noch nicht herausbtlden können: Kurse werde» nicht genannt. Am Devisenmarkt nannte man: Pfunde — Kabel 3,62%, Pfunde — Paris 92,25, Pfunde — Amsterdam 8.98. Pfunde — Zürich 18,63, Pfunde — Madrid 43.95. Die Reichsmark wurde aus London mit 15,25 gemeldet.
Starre Mietslasten
Umsafyrückgang erhöht Mietbelastung im Einzelhandel
Die Schwierigkeiten des Einzelhandels in der Krffe ergeben sich nicht zuletzt aus der verhältnismäßigen Starrheit seiner K o st e n. Mehr als 60 Prozent der Ge- samtkosten des Einzelhandels lasten sich durch Betriebsdis- pofition nur in beschränktem Umfange der Entwicklung des Umsatzes anpasten. Besonders starr sind die Raumkosten. Im Jahre 1930 «ar nach den von der Forschungs- stelle für den Handel in ihren Mitteilungen soeben veröffentlichten Untersuchungen der Einzelhandel mit etwa 1,2 M r d. RM. Raumkosten, im Jahre 1931 mit rund 1,15 Mrd. RM. belastet. Die Mietkosten schwanken je nach dem Standort des Geschäftes und der Warenart beträchtlich. Sie betragen z. B. bei Lebensmitteln 2,6—8,7 Prozent, bei Warenhäusern 3,5 Prozent, im Handel mit Damen- und Mädchenkleidung 3,5 Prozent, bei Drogen 5,8 Prozent und im Handel mit Uhren, Gold- und Silberwaren dagegen 8,6 Prozent vom Umsatz. Vielfach äußerten sich die wachsenden Mietkosten allerdings nur in einem Rückgang des Unternehmereinkommens. Ein erheblicher Teil der Einzelhändler, insbesondere die Einzelhandelsgeschäfte, die aus eine Expansion verzichten, führen ihr Geschäft in eigenen Räumen. Von den monatlich an di« Forschungsstelle für den Handel berichtenden Einzelhandelsbetrieben befanden sich z. B. von je 100 Betrieben bei Drogen 34, bei Uhren, Gold- und Silberwaren 41, bei Eisenwaren 52, bei Glas, Porzellan und Hausrat 61 und bei Textilwaren etwa 60 im eigenen Haus.
Der Umsatz der Eittzelha»d«lsgeschäste ist in sehr starke« Umfang an de» Standort gebunden. Die i« bet Verordnung vo« 8.12.1981 erstrebte Auflockerung bet Mieten ist deshalb bisher nicht itt volle« A»s«ah« eingetreten.
Einem Abbau der Mieten wirkte vor allem die Standorts- geburrdenhett des einzelnen Geschäftes entgegen. Auch bei eine« Ueberangebot von gewerblichen Räumen behindert sie eine Bildung des Mietpreises auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage. Bei dem Handel mit Textilwaren sind nach den Ermittlungen der Forschungsstelle für den Handel die Mieten fett der Vierten Notverordnung z. B. nur um 8,9 Prozent, bei Schuhen nur um 7,8, bei Eisenwaten nur nm 8,4 Prozent zurückgegangen. Lediglich im Handel mit Uhren, Gold- und Silberwaren und bei
Glas- und Porzellanware», Hausrat betrug der Mietnachlatz über 10 Prozent.
Zweifelsohne erhöht sich bet Wert des Standorts ftättdig dadurch, daß ei» Geschäft längere Zeit im gleiche» Raum betriebe» wirb. Damit biefe Wertsteigerung bet» Geschäft möglichst erhalte» bleibt, habe» verschiedene Staaten eine» Standortsschntz a»s- gebilbet.
So gewähren Frankreich, England und neuerdings auch Belgien den Einzelhändler» einen gewissen Schutz bei der Auflösung und Aenderung der Mietverträge. Auch die Hauvtqemeinschast des Deutschen Einzelhandels hat in einer Denkschrift vom Jahre 1929 eine Neuordnung des Ladenmietrechts auf der Grundlage einer angemessenen Miete vorgeschlagen. Gerade die Fesffetzung einer angemessenen Miete ist jedoch eine der schwierigsten Fragen des Mietrechts. Gegen eine weitere Ausbndung des Standortschubes werden von verschiedenen Wirtschaftskreffen grundsätzlich« Bedenken geäutzert. Sie fürchten von der Ausbildung des Standortschubes Eingriffe in das kaufmännische Bertragsrecht.
5,5 v. H. Schweine weniger
Der deutsche Schweinebestand am 1. Juni.
Die Schweinezählung am 1. Juni d. I. hat nach Mitteilung des Staiistischen Reichsamts einen Gesa nt t b e = stand von 21.29 Mill. Stück int Deuffchen, Reich ergeben. Gegenüber dem Stand zur gleichen Zeit des Vorjahres (22.58 Mill. Stück) ergibt stch ein« Verringerung des deitt- schen Schweinebestandes um 1,24 Mill, »tuck oder 5,5 v. H. An dieser Verringerung waren mit Ausnahme der Tchlachffchweine von % bis 1 Jahr, die noch eine kleine Bestandszunahme um 0,9 v. H. aufroetfen alle Altersklassen beteiligt. Am stärksten zurückgegangen ist inc Zahl der Ferkel, an denen im ganzen um 526 000 Stuck — 8,7 v. H. weniger gezählt wurden, als zum gleichen Zeit- vunkt des Vorjahres sowie die Zahl der Jnngichweine (von 8 Wochen bis 34 Jahr alt) deren Bestand gegenüber Juni 1931 um 519 000 Stück — 5 v. H. abgenommen hat. Eine verhältnismäßig starke Bestandsminderung zeigt stch auch bei den jungen Zuchtsauen, deren Zabl trat 85 000 Tiere — 12,3 v. H. kleiner geworden ist. Einschließlich der älteren Tiere ist der Bestand an Zuchtsauen ms- gefantt um rd. 200 000 Stück oder 9 v. H„ darunter an trächtigen Sauen um 118 000 Stück oder 8,3 v. H. zurückgegangen.
Waren und ihre Preise
Berliner Produktenbörse
heutiger Frübverkehr abwartend.
2,7920z RM,
Viehmarkte
30. luni
251.00-253.00 18500-187.00
160.00-170.00
156.00 160.00 3100-34.75 25.25-2715 10.00-1050
Welsen, m&rk. ab Station Roggen. mark ab Station Braugerste
Futtergerste ... Haler mark ab Station Weizenmehl . . . .
Boggenmeh, ,..••• Weizen kiele > , » >
Roggenkleie ...••• Viktoriaerbsen .....
Kleine Speiseerbsen . . . Futtererosen . • • .
Peluschken . i • » • Ackerbohnen , , » » »
Wicken • » • • »
Lupinen blaue . » » » »
„ gelbe . , >
Seradella. neue . » .
Leinkuchen Basis 87% , Erdnuttkuchen 56 % Erdnußkuchenmehi Mb
Troc keusch nitzel . .
Extr Solaschrot «%
ab Hamburg . . . .
ab Stettin . . . . »
Kartoffeltlocken . . ,
15.00-19.CC
16.00—18. OG
15.OO-17.CC
16.00-18 Oi
10.00 -11.00
14.50—1600
1030 10.40
10.60
1080
8.70
10.00
10.90
Welz«»aussuhrschein« —, Roggenaitsfubrjcheine —. Gerstebezugsschein« 62 G.. Maisbezugsilheine 60 G.
Handelsrechtlich« Liefernttgsgeschäfte a» der Berliner Produktenbörse vom 21. Jnni. Weizen: Juli 262—261,5. Levi. 228—227, Olt. 228.25—227,50, Dcz. 282-431.50. — Roggen: Juli —. Sept. 180—179. CIL 181,5—181. Dez. 183.75. — Hafer: Juls 168.50—163. September 147. Oktober —. Dez. —.
Berliner Rauhfutteruotierungen vom 21. Juni. Dreaht- gepr. Roggenstroh 1.15—1,35. dito Weizen- und Haserstroh 0,90—1,06. gebnnd. Roggenlangfrnch 1,2—1,45, htudfadense-
21.00-24.00
15.00-19.00
16.00-18.00
15.00-17.00
16.00-18.00 1000-11.00
14.50^16.00
10.30-10.40
10.60
10.80
8 70_
10.00
1090
21. luni
251.00 253.00
185.00-187.00
160.00-170.00
15600- 160.<0
30.75-34.75
Berliner SLlacht« iehntarkt vo« 21. Juni.
Ochs«»: vollfl. ausgemLstet« höchsten Schlachtwerts, jüngere 38. fonftifle oollsletschige, jüngere 36—37, fleischrge 32 bis 31, geving genährte 27—30, Bullen: jüngere vollslcl- schig« höchsten Schlachtwerts 30—32. sonstige vollst, oder ansgemästete 28—29, fletschig« 26—27, gering genährt« 28 bis 25. Kühe: jüngere vollst, höchsten Schiachtwcrts 25—28. sonstiig« vollfl. oder ansgemästete 22—24. fleischige 16—21. gering genährte 13—15. Färsen: vollfl. ausgemäitete höchsten Kchlachtiverts 33-34, vollfl. 30—32, sleffchtg« 23—28. Fresser: mäßig genährtes Jungvieh 18—23. Kalber: Doppellender bester Mast —.beste Mast- und Saugkälber 36 bis 43. mittlere Mast- und Saugkälber 27—So. gering« Kälber 18—25.
Schafe: Stallmast 35—37, mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel 33—3 gut genährte Schaft 25—-27, fleischiges Tchafvieb 28—31, gering genährtes «chatvteh 16—26, Schweine: vollsleifchige Schweine von zirka 240—300 Pfd. Lebendg.wicht 39—41, dt-„ zirka 200—240 Pfd. Lebendgewicht 39—40, dto., zirka 160—200 Pfd. Lebendgewicht 36—39, fleischige Schweine von zirka 120—160 Psd. Lebendgewicht 34 bis 35, Sauen 37—38. Auftrieb: 1085 Rinder, darunter 118 Ochsen, 427 Bullen, 540 Kühe und Färsen, 71, Kühe zum Schlachthos dir., 56 Auslandsrinder, 2405 Kalber, — zum Schlachthos dir., 196 Auelanüskälher, 5254 Schafe, 151 zum Schlachthos dir.. 4 Auslandss-^afe, 13 956 Schwein«. Zum Schlachthos dir. seit letztem Biehmarkt 2936. Auslandsschweine 177. Marktverlauf: Bei Rindern glatt, ein Posten öfter. Herdbuchbullen üb-r Notiz. Bei Kälbern in guter Ware glatt, sonst mittelmäßig. Bet Schafe» dito, lauft ruhig. Bet Schweine» glatt.
Berli», 22. Juni. Käufer und Verkäufer verhielten stch weiter abwartend. Am Lieferungsmarkt ist Weizen behauptet, Roggen in den späteren Sichten bts 1 RM niedriger gesprochen.
amtliche Notierungen vom Vortao
vretztes Roggenstroh 1,1—1,3, dito Weizenstr ob 0,95—LIO, Häcksel 1,75—2, bandelsübl. Heu. ges. trocken 1.35—L55. gutes Heu. erster Schnitt, 2—2,4, btto zweiter schnitt 1.7 sis 1.9. drahtgeb«. Heu in Pfg. Über Notiz 40.
Berliner amtliche Snttcrnoticrnngen zwischen Erzeuger und Großhandel vom 21. Jnni. 1. Qual. 1.06. 2. Qual. 0,96, abfallende Qualität 0,89. Tendenz: sehr ruhig.
Magbebnrger Zttckernotiernuge» vo« 21. Jnni. Gemahl.
Mehlis prompt per 10 Tage 32,06 + 32,40. Tendenz: ruhig.
Mittelbentfch« Hänteanktion i» Leipzig für das sächsische Gefälle vom 21. Juni. Besuch sehr gut, Verlauf der Auktion fest, bei anziehenden Preisen.
Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 21. Juni für eine Unze Feingino 114 sh. 5 d. — 86,8428 RM., für ein Gramm Feingold demnach 44,1480 pence —
Durd> Funkdienst
20. s.
21. 6.
20. 6.
21.
X
Tägl. Geld Ablös. Sch. do. ohne Ausl
38.00 3.63
500
37.50
370
Dyn. Nobel El. Liefer El. L. u Kr
40.90
57.50
66.90
40.90
6566:§o°
6 Dt.B. Anl 37
54.00
Engelb Br.
—
Young Anl. 7% Berl. Hyp.
6000
60.00
J. G. Farben Feldmühle
p
75
75
Gpt. 8. U
Feit. & Gull!
35.60
42.25
30.
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65.50
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8 Ld. Z. Gpt.
& 62.50
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16:90
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47.00
47-00
Hacketh. Dr Hamb El.
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8 Pr.Cb.Gpf.38
66.25
65.75
Hammersen
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7 do. 36
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72.25
Harb. W. G
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15.00 47.75
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6.60
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