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Der neue Operationssaal ist auf das Modernste eingerichtet

Unnötig zu sagen, daß alles von peitr

über ihn die ruhio

er steht nichts von den gten Aerzten, er spürt nicht

Von den Terrassen der Heilstätte genießt man einen herrlichen Blich ms waldreiche Pfieffetal

nichts von Schmerzen und erwacht erst, wenn er treu behütet von der Oberschwe­ster und ihren Helferinnen vom Roten Kreuz aus Kastel alles überstanden hat. So bekommt er ihn überhaupt nicht zu sehen, denSaal der Schmerzen" in sei­nem magischen Blau, mit den fein durch­dachten Lichtfenstern und dem stets ein wenig unheimlichen Operationsstuhl, sieht nichts von den Gummihandschuhen, den Operationsschuhen, den Schränken voll präzis arbeitender chirurgischerMarter-

Ruhestunde im Park der Heilstätte

besten Erwachen die Gesundung Pate steht.

Durch diesen Ausbau der Heilstätte zur Behandlung nicht nur deroffenen" Fälle, zur Klinik ist die Bedeutung der Anstalt und ihre Heilmöglichkeit bedeu­tend gesteigert worden, so dag jetzt alle Formen der Tuberkulose, nicht nur die der Lunge hier Heilung finden können.

Liegen, viel Liegen befiehlt derHei­lungsfahrplan". Nun, an Fahrpläne find ja unsere Eisenbahner gewöhnt, und gern lasten sie sich auch zu den Spaziergängen kommandieren, zum Baden und zur Gymnastik, bis es abendsDas Ganze

Hand, die sicher und rasch, von irung geleitet, den Eingriff les bleibt ein Traum, bei

Ruh'!" heißt. Man vergißt den Gedanken an den bösen Bazillus, wenn man durch das sonnendurchflutete Haus schreitet, mit seinen gemütlichen Eemeinschaftsräumen, seinen großen, gedeckten Liegehallen und seiner wundervollen Aussicht auf die Waldtäler, seine Gärten, in denen alle Blumen des Frühlings doppelt duftend zu blühen scheinen. Die Verwaltung einer so großen Anstalt mit 200 Kranken erfordert die Umsicht eines kleinen Mini­sters. Ein eigenes Gut bietet gesunde Nahrungsmittel und Milch in Hülle und Fülle, so ist auch der Speisezettel alles an­dere als mager.

Aber an den Ernst dieses Lebens wer­den wir jäh erinnert, als wir in der Röntgenabteilung jene Apparate sehen, die den Menschen durch und durch schauen. Wir lernen nebenbei, daß das Personal bei der nicht ungefährlichen Röntgenun­tersuchung nach dem Willen des Gesetz­gebers geschützt in einer Vleikammer stehen muß und daß auch bei den Be­strahlungen des Kranken der übrige Kör­per durch einen großen Bleischurz abge­deckt wird. In feuersicheren Filmschrän­ken ist sozusagen dasVerbrecheralbum" der Krankheitserreger aufbewahrt und er­möglicht schnellen Ueberblick über jeden Einzelfall. Ein Dunkel-Untersuchungs-

Die Heilstätte Melsungen im Kampf gegen die Tuberkulose

aber die Arbeiter, so schnell wie möglich wieder fort zur Arbeit drängen. Die Angst vor dem Abbau geht um und wer heute krank feiern muß, besorgt zuerst daran zu kommen. Daraus er­wächst die ernste Pflicht der Deutschen Reichsbahn, nicht mit der einen Hand zu nehmen, was die andere gibt: Rechtzei­tige Gesundung. Verstecken sich die Leute aus Angst solange wie möglich, um dem Abbauteufel nicht zum Opfer zu fallen, werden sie zu einem gefährlichen An­steckungsherd, besten Beseitigung dann nur umso mehr kostet. Die Summen aber, die bei dem Abbau Tuberkulöser gespart wer­den können, fallen im Eesamtetat nicht ins Gewicht. Es ist also für die Reichs­bahn nicht so schwer, durch eine groß­zügige Erklärung hier restlose Beruhi­gung zu schaffen und das große Werk der Eindämmung jener Seuche an ihrem Teile vollenden zu helfen.

raunt dagegen erlaubt es dem Arzt, die inneren Organe, Kehlkopf, Blase usw. mit zu untersuchen, ohne daß das helle Licht die Sehschärfe des Untersuchenden beein­trächtigt.

Eine der großen Die Kur war nicht vergebens, wenn das Röntgenbild des Patienten Liegehallen eine Besserung zeigt

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Cfr ausende und Abertausende hat er um 'X- ihr Lebensglück betrogen, Millionen und Abermillionen an Volksvermögen zer­stört, der Pirat, der zwischen den Elas- scheibchen des Mikroskops uns höhnisch an­grinst; der Tuberkelbazillus, er, den der große Menschenfreund und Arzt Robert Koch vor fünf Jahrzehnten ent­deckte, dadurch endlich seine Bekämpfung ermöglichend. Wir sind gründlich gewe­sen tn diesem Kampfe in Deutschland, gottlob; und wenn es gelang, innerhalb von 25 Jahren die Tuberkulosensterblich­keit von 18,5 auf 7,5 von je 10 000 Leben­den herabzudrücken, so ist das eine ernste Mahnung, gerade in dieser Notzeit den Kampf durchzuhalten. Jeder Fußbreit Bo­dens, den man der Seuche erneut über­ließe, würde einmal mit weit größeren Opfern wiedererkämpft werden müssen.

Immer verfeinerter, immer wirksamer wurden die Mittel, mit denen man der Krankheit zu Leibe ging. Mit Genugtu­ung zeigt uns Professor Dr. Roepke, der als Chefarzt der MelsungerHeil­stätte Stadtwald" alle Etappen dieses Kampfes in 27jähriger Tätigkeit mitge­macht hat, die bis ins letzte vervollkomm­nete Einrichtung, die auch in schweren Fällen Genesung verspricht. So brauchen, wie er mit Recht betont, die sorgenbela­denen Kranken, die in das Sonnenpara- dies auf tannenumrauschtem Berge hin­aufpilgern, die Hoffnung nicht unten im Tal zu lasten, im Gegenteil!

Das Bemühen der ärztlichen Kunst geht dahin, die Hohlräume in den er­krankten Geweben der Lunge zufammen- zudrücken, damit die Natur sich selbst hel­fen und die Wände wieder aneinander­heilen lasten kann. Der böse ansteckende Husten geht dann weg, der Kranke wird keimfrei und es beginnt für den Er­lösten wieder ein neues Leben.Männer des Flügelrades" find es, die aus allen Teilen des Reiches hier in den Höhen des Fuldatales Heilung suchen, ist doch die Arbeiter-Pensionskaste der Reichsbahn Träger der Anstalt. Auch Frauen und Kinder der Eisenbahner finden in schwe­ren Fällen Aufnahme.

Wir hören ein kleines Kolleg und ler­nen in lauter gefährlich klingenden Aus­drücken Wohltaten der Chirurgie kennen: DieGasbrust", das Verfahren durch in die Brusthöhle gepreßtes Gas die kranke Lunge zusammenzudrücken, dieplastische" Einengung durch Herausnahme der Rip­pen, wenn Verwachsungen die Eas- behandlung verhindern. Eine dritte Art ist die künstliche Zwerchfellähmung. Nimmt man dem tragenden Muskel den Nerv, verkürzt er sich und das Zwerchfell »nach oben, die Lunge zusammen- nd.

Dor alledem braucht der Patient aber keine Angst zu haben. In einem der sau­beren, sonnendurchfluteten Zimmer wird er in Schlafnarkose versetzt, er merkt

Geräte jedes einzelnen Kranken streng ge­sondert gehalten werden. Alles ist auf Licht, Luft und Sonne eingestellt, wüß­ten wir nicht, wo wir uns befinden, sähen wir es den Kranken, die auch außerhalb des weiten Anstaltsparks in den prächti­gen Wäldern Herumschweifen, nicht an, was sie hierher gebracht hat. Auch im Licht-Luft-Bad herrscht fröhlicher Betrieb, und man kann es verstehen, daß die Wo­chen der Gesundung niemandem lang werden.

Leider aber sprechen auch die wirt- hafilichen Verhältnisse ihr böses Wort mit, daß sogar die Beamten, vor allem

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