DAS BLATT DES LANDWIRTS
ISodjen - Seilüge .»e' *R o ' e e > AeuesienÄachrichen / SeranitDorilid) Äernharb Schorbach / Kreirag. den 17. 3un> 1932
Landwirtschaftliche Wochenschau
Raffel, 17. Juni.
Von besonderer Bedeutung für die deutsche Landwirtschaft ist es, daß Reichskanzler v. Papen und der neue Retchsernährungsminister Frecherr von Braun ihre ersten Ausführungen in der Oeffentlichkeit anläßlich der 62. Vollversammlung des Deutschen Land- wtrtschaftsrats machten Dieser Umstand zeigt, daß man endlich beginnt, an verantwortlicher Stelle der Landwirtschaft die ihr gebührende Stellung als unentbehrliches Fundament des Staates zuzuerkennen. Der Reichskanzler betonte, daß er eine starke und zielbewußte Agrarpolitik für die Voraussetzung jeder gesunden Entwicklung der Natwn überhaupt halte. Der Kern seiner Rede gipfelte in der Aufstellung des Ziels der Wiedergewinnung der inneren und äußeren Freiheit sowie der Lebensfähigkeit von Volk und Land.
Auch das zweite Mitglied des deutschen Reichskabinetts, Retchsernährungsminister Freiherr von Braun, brachte in seinen Ausführungen über die Grundzüge der künftigen Agrarpolitik der Reichsregierung zum Ausdruck, daß ihm sein schweres Amt durch das Bewußtsein erleichtert werde, daß sämtliche Mitglieder des Reichskabinetts mit ihm die gleiche Einstellung gegenüber der deutschen Landwirtschaft hätten. Als Aufgaben der Regierung betrachte er die Sorge für eine auskömmliche Verwertung der Getreideernte durch die Zusammenwirkung handelspolitischer und finanzpolitischer Maßnahmen, die besondere Beachtung der Veredlungserzeugung, die Verbesserung des Karwffelabsatzes durch erhöhte technische Verwertung, die Förderung des Absatzes von Zucker- suttermitteln, die Besserung des Gemüse-, Obst- und Weinabsatzes durch Aenderung der bisherigen Handelsverträge sowie Steigerung des Verbrauchs einheimischer Waren und die Sorge für die Forst- und Holzwirtschaft, für die bereits eine auf zollpolittschem Gebiet liegende Maßnahme veröffentlicht worden ist. Ebenso wichtig wie diese Fragen sei auch die Organisation des Absatzes und die damit in»Zusammenhang stehende Standardisierung und die Anpassung an die Veränderungen der Ansprüche der städtischen Verbraucher. Das Gleiche gelte für die Behandlung des Zinsproblems, die beschleunigte Durchführung der Osthilfe und der Siedlung, der der Minister besondere Aufmerksamkeit zu widmen verspricht.
Von ähnlicher Bedeutung war die Rede des Präsidenten Dr. h. c. Brandes über die Gegenwartsaufgaben deutscher Agrarpolitik. Er betonte, daß die Landwirtschaft eine stärkere Einstellung auf bett Binnenmarkt braucht, ohne jedoch nach einer Vollautarkie zu rufen, die bei dem verhältnismäßig starken Bedarf an Rohstoffen für Deutschland nicht durchführbar fei. Deren Einfuhr mache auch eine entsprechende Ausfuhr erforderlich.
Die erforderliche stärkere Einstellung auf den Binnenmarkt sei heute nicht mehr durch Zölle allein zu erreichen. Dazu gehöre in erster Linie eine nicht auf die Länder untergeteilte Globalkontingentierung aller wichtigen Erzeugnisse, die von anderen Ländern längst mit Erfolg durchgesührt sei. Das Ziel aller dieser
Steife ohne Gewähr
Getreide (Inland) pro 1000 kg tn NM.
16. 6.
Berlin
Hamburg
Königsberg
»affet
Wetzen ....
249-251
265-266
242-245
255-258
Roggen ....
186-188
204-206
178-180
210—215
Gerste (Br.). . .
—
172-174
—
180-190
Gerste (Futter). .
164-170
170-172
158-162
—
Laser.....
155—159
170—176
150-155
180-190
Heu und Stroh (pro 50 kg)
(ftaffel)
10. 6.
17. 6.
Laferstroh .........
1.80
1.60
1.70
1 60
Weizenstroh . .......
1 70
1.60
1.80
2.30
1.70
2.20
2.30
1.50
2.75
1.80
2.71
1.80
Tünothee .........
—•
—
Kartoffeln (pro so kg)
Berlin
Nagel
a.00-3.20
Srol
17. 6.
22
Wetz« .... velbstetschige . . Sdenwälder blaue
Milch je 1 Liter ins
«affet.......
l.&j—2 00 Sletnverkaut
2.00—2.20 5-6 A ». W
»Hverlaut
4.00—4.50 9R. P.Ztr
Eier in s pro Stück
SonderNaffe ......... LIt :::::::::: «lag- C ..........
Ausland (Lollander) ......
Ausland (Dänen) .......
Enteneier..........
Sänieeter ..........
0.6.
T
7*/.
17.6. p 6>I« 51/»
71/i
Butter pro '/. kg (Kassel) 17. 6.
Molkereibutler ............. 1.35
1. Sorte...............1.25
2. Sorte...............1.30
Maßnahmen sei die Wiederherstellung der Rentabilität der deutschen Landwirtschaft.
Die Lage der Landwirtschaft verschlechtert sich immer mehr. Anstatt 5765 Zwangsversteigerungen mit einer Gesamtfläche von 176 622 Hektar im Jahre 1930 wurden im vergangenen Jahre 19 546 Zwangsversteigerungen mit einer Fläche von 422 490 Hektar eingeleitet. Trotz dieser erschütternden Tatsachen über die Lage der Landwirtschaft hat es die bereits zurück- getietene preußische Regierung fertig gebracht, eine «chlachtsteuer einzuführen, durch die die Landwirtschaft in außerordentlichem Umfange belastet wird. Die Schlachtsteuern betragen z. B. für Ochsen von 400 bis 750 Kilogramm 30 RM, für Rindvieh von 350—600 Kilogramm 16 RM, für Schweine von 30—75 Kilogramm 5 RM und für Schafe über 20 Kilogramm 1,50 RM pro Stück. Eine derartige Maßnahme wird
durchgesührt, obgleich der Viehindex inzwischen aus nahezu 60 Prozent gegenüber dem Stande von 1913 gesunken ist.
Der Großhandelsindex ist in der vergangenen Woche um 0,1 Prozent von 96,3 auf 96,4 gestiegen, während die Agrarstofse um 0,8 Prozent von 91,9 auf 92,6 anwuchsen. Der letztere Umstand ist dem Steigen des Index für pflanzliche Nahrungsmittel um 0,6 (120,6 gegen 119,9) und des Index für Schlachtvieh um 3,3 Prozent (64,8 gegen 62,7) zuzuschreiben. Dagegen ging der Inder für Vieherzeugnisse um 0,3 (86,9 gegen 87,2 und der'Index für Futtermittel um 0,5 Prozent (93,9 gegen 94,4) zurück. Der Index für Kolonialwaren sank um 0.2 Prozent von 85.5 auf ?5,3 Auch der Index für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ging um 0,2 Prozent zurück (87,2 gegen 87,4). Der Index für industrielle Fertigwaren nahm um 0,3 Prozent ab (117,9 gegen 118,2).
Oer Bauer beim Heu
Wie gewinnt man nährstoffreiches Heufutter?
Phot K. N. N.
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Der Zug sollte mich eigentlich in den Kreis Ziegenhain fahren. Draußen vor meinen Abteilfenster flitzten Eichen und Tannen, Gärten und Telegraphenstangen im Nu vorbei. .
. Das Wetter ist herrlich! Auf den Wiesen stehen die Landleute und sind mit dem Heu beschäftigt. Schwere Heufuhren werden aufgeladen und nach Hause gefahren. Die Heuernte ist ja in diesem Jahre sehr ergiebig.
In Wabern ftetge ich schon aus, denn mich lockt es hinaus auf die Wiesen, wo die Erntearbeit „Purzelbaum" schlägt. Es zieht mich zu diesen Menschen hin, denen der Schweiß auf der Stirne steht und die jene Arbeit verrichten, die als die erste und notwendigste eines gesitteten Volkes angesehen werden muß und an der wir alle innigsten Anteil nehmen sollten.
Es ist Mittagszeit. Ich wandere auf der Landstraße in Richtung Homberg, um bei der ersten Gelegenheit auf eine Wiese zu gelangen, wo Heu gemacht
Lange brauche ich nicht zu wandern, da winkt mit ein hemdärmeliger Landmann von einem Heuwender herab zu. Dieser Gruß läßt mich zu ihm hinüberschreiten. Eben hat er einen Teil seines Heues mit der Heuwendmaschine gewendet.
„Sind Sie mit Oualilät und Quantität der diesjährigen Heuernte zufrieden?" frage ich ihn zunächst. Mit einem zufriedenen Lächeln antwortet er: Seht zufrieden können wir fein. So haben wir lange keinen Grasstand gehabt wie in diesem Jahre. Das kühle und feuchte Wetter im Frühjahr hat allerdings wesentlich dazu beizutragen."
„Haben Sie mit dem Grasschnitt nicht zu früh begonnen?" „Nein", antwortet er, „eigentlich etwas spät. Ich habe jedoch schon zwei Wiesen abgeerntet. Wissen Sie, wir Landwirte, die wir die Landwirtschaftliche Winterschule besucht haben, richten uns nicht mehr nach einem bestimmten Kalendertag, seitdem wir in unseren Pflanzen Zuchtprodukte erblicken und sie entsprechend düngen. Wir wollen nährstoffreiches Heu ernten und keine strohartigen Grashalme nach Hause fahren."
„Alle Achtung vor diesem Standpunkt", antwortete ich ihm hocherfreut. „Nun sagen Sie mir einmal, wann für Sie der rechte Zeitpunkt für das Einschneiden gekommen ist?"
„Der rechte Zeitpunkt, na, das ist einfach zu sagen: Wenn diese Gräser hier — dabei raffte er eine Hand voll Heu auf — wenn diese hier, der Wiesenschwingel, wenn Glatthafer und Fuchsschwanz in Blüte stehen. Dann wirds Zeit, mein Lieber! O, wir jüngeren Landwirte wiffen das auch genau, daß ein späterer Schnitt größere Quantität mit geringerem Futterwert ergibt. Der Futterwert ist das Wesentliche beim Heu. Lieber etwas weniger Fuder ■mit größerem Futterwert als ein Heubansen mit strohartigen Gräsern. Stroh ernten wir noch genug im Hochsommer."
„Lassen Sie das Heu nachts breit auf der Wiese liegen?" forsche ich weiter. „Am ersten Tage wohl, am zweiten Tage wird es abends zu Haufen geschichtet . (gekegelt)." „Warum diese Arbeit bej der beständigen Witterung in dieser Woche?"
Da antwortet er nachdenklich: „Der Rachttcut soll mir die Nährstoffe nicht zerstören und dann kann doch plötzlich ein Gewitter kommen und Regen einsetzen. Regen auf mein Heu auf dieser drei Morgen großen Wiese würde ein Schaden bedeuten, der in die Hunderte geht. Wenn das Heu zu großen Hausen geschichtet wird, da es noch sonnenheiß ist, behält es Farbe und Geruch und alle Blätter, die man als die Hauptträger der Nährwerte bezeichnen kann. Es gibt Landleute, die noch darüber lächeln, aber denen kann man nicht helfen, wenn sie es nicht glauben wollen."
„Wie stehen Sie zu dem Verfahren der Heugewinnung auf Trockengerüsten? Im südlichen Hessen und in der Westerwaldgegend wird es vielfach angewandt." Da antwortet er lächelnd: „Kommt für uns nicht in Frage; es ist sehr umständlich mit den Gerüsten. In Gegenden mit unsicherer Erntewitterung findet es Anwendung. Wir in Hessen und Waldeck haben das nicht nötig, wir haben vielfach recht günstiges Heuwetter!"
Als ich mich von diesem tüchttgen Landwirt aus Harle wieder verabschiede, sagt er noch: „Man sollte eigentlich jedem hessisch-waldecki'chen Bauersm—n zurufen, daß bei der Heuernte nur der zeitige Schnitt und die rechte Behandlung des Heues ein nährstoffreiches Viehfutter für den Winter gewährleisten. Das ist in einer Zeit, wo eine billige Viebernährung angestrebt werden muß. well das Kraftfutter kaum erschwingbar, dringend erforderlich." „Der Mann hat recht, der versteht seinen Kram", hätte vielleicht der Alte Fritz ihm geantwortet. Ich aber habe es ihm in einem derben Händedruck fühlen lassen. B. S.
Keine Aufhebung
der Gicherungsverordnung
Auf dem Lande sind Nachrichten verbreitet, daß die Aufhebung der Sicherungsoerordnung vom 17. 11. 1931, die zur Sicherung der Ernte für landwirtschaftliche Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen einen Schutz gegen Zwangseingriffe der Gläubiger, sowie eine Bilanzbereinigung durch Akkorde im Entschul- dungsverfahren vorsieht, beoorstehe. W. T. B. erfährt hierzu von maggebenber Seite, daß derartige Gerüchte keineswegs den Tatsachen entsprechen, daß vielmehr die Aufhebung der Sicherungsverordnung weder jetzt noch nach der Ernte beabsichtigt sei»
Die Reichsregierung hält an den Grundsätzen der Osthilfegesetzgebung durchaus fest und wird dafür Sorg« tragen, daß in der Abwicklung des Entschuldungsoerfahrens keinerlei Stockung eintritt.
Oie Kehrseite der Siedlung
Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beabsichtigt die Reichsregierung, ein großzügiges Siedlungspro- gramm aufzuziehen, zu welchem Zwecke — nach bisher bekannt gewordenen Zahlen — annähernd 2 Mill. Morgen Land zur Verfügung gestellt werden sollen. Weiterhin scheint beabsichtigt zu sein, dem Reich durch Notverordnung ein Antragsrecht auf Zwangsversteigerung und die Möglichkeit einzuräumen, das zur Zwangsversteigerung gelangende Land zu einem Preise zu erwerben, der unter dem durch freien Zuschlag $u erzielenden Erlös liegen kann.
In der Berliner Börsenzeitung Nr. 235 vom 22. 5. 1932 untersucht v. Weiß-Plauen die Folgen derartiger Siedlungsmaßnähmen. Es müßte damit gerechnet werden, daß rund 30 000 bis 40 000 Familien laichwirtschatlicher Arbeiter ihre Arbeitsstelle bei Zerschlagung von ländlichem Besitz in einem Umfang von 2 Mill. Morgen verlieren würden. Rechne man die Besitzersamilien, das Dienstpersonal und die Angestellten mit hinzu, so könne man damit rechnen, daß annähernd 180 000 Menschen brotlos würden. Wenn man diese Menschen wieder neu anfiedeln würde, so würden unter Zugrundelegung von 60 Morgen Siedlungsland für eine Familie bereits 2,1 Milk Morgen benötigt werden. Es bestände also keine Möglichkeit, irgend welche Arbeitslose zusätzlich anzufiedeln.
Ferner sei die Frage von Wichtigkeit, wieviel Eläu- bigerkapital bei dem von Regierungsseite vorgeschlagenen Weg der Zwangsversteigerungen solcher landwirtschaftlichen Riesenkomplexe verloren gehe.
Freiherr v. Eayl habe festgestellt, daß bei Aufteilung des gesamten Großbesitzes von 400 Morgen auswärts östlich der Elbe Platz für nur etwa 40—50 000 Siedlerstellen geschaffen werden könne, da die das Land jetzt schon bevölkernden Staffen so viel Raum selbst benötigen, daß mehr Siedlerstellen nicht errichtet werden können.
Es wird gefordert, vorerst nur solche Betriebe zu zerschlagen, die nicht mehr ihre volle Produktion bringen und, soweit Siedlungsland außer den Domänen, die keine Privatschulden faßen, tatsächlich noch benötigt wird, und soweit das Geld zur Besiedlung weiterer Flächen tatsächlich noch vorhanden ist. Zur Sicherung der Ernte müßten die überschuldeten Betriebe gezwungen werden, unter Aufsicht des ersten Hypothekengläubigers vorläufig unter Beibehallung ihrer Belegschaftszahlen weiter zu wirtschaften und soviel zu produzieren als irgend möglich ist. Die ersten Hypothekengläubiger müßten gezwungen werden, jetzt di« Kosten der Weiterführung der Wirtschaft bis zur Ernte 1932 zu tragen. Die Betriebe sollen für 1932/33 nur verpflichtet sein, aus ihren eigenen Einnahmen unter Aufsicht der ersten Hypothek und notfalls unter Jn- ventarbeschlagnahme durch diese, die Ernte 1933/34 und die Löhne der jetzigen Belegschaft sicherzustellen. Sonstige Zahlungen sollen nur durch die Hand der ersten Hypothek geleistet werden, di« durch Büchabschluß nach- prüft, was die Wirtschaft erbrachte und ihrerseits die Auflage erhall, was mit evtl. Ueberschuß über Ernte- bestellung und Löhnung zu bezahlen ist. Bei Unterbilanz selbst angesichts dieser beschränkten Ausgaben nach Abschluß des Sabres 1932/33 soll der erste Hqpo- thekenglaubiger berechtigt und verpflichtet sein, den Betrieb zur Siedlung freizugeben. D. L. B.
Aus der Genoffenschaftsbewegung
Nach der Statistik des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften Raiffeisen waren am 1. Mai 1932 vorhanden:
120 Zentralgenoffenschaften
19 791 Spar- und Darlehnskassen
4 248 Bezugs- und Abfatzgenosfenschasten
5 040 Molkereigenossenschaften
525 Diehverwertungsgenoffenschaften
512 Eierverwertungsgenossenschaften
323 Obst- u. Gemüsseverwertungsgenoffenfchasten
383 Winzergenossenschaften
5 805 Elektrizitätsgenossenschaften
877 Drefchgenossenschasten
166 Mafchinengenoffenschaften
815 Viehzuchtgenossenschaften
298 Weidegenossenschaften
1604 sonstige Genossenschaften
40 507 landwirtschaftliche Genossenschaften zusammen.
Die rückläufige Tendenz tn der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbewegung hat sich im Monat April nicht unerheblich abgeschwächt. Nachdem der Februar 35 und der März 37 effettive Abgänge im Gesamtbestand buchen mußten, beträgt die Aprilverminderung bei 87 Auflösungen und 76 Neugründungen nur noch 11 Genossenschaften. Diese geringe Abgangszahl ist allerdings in der Hauptsache dadurch erreicht worden, daß die Gruppe der Molkereigenossenschaften bei 40 Neugründungen und nur 4 Auflösungen einen Gesamtzugang von 36 Genossenschaften verzeichnet — eine schon seit Jahren nicht mehr erreichte Rekordziffer in dieser Gruppe! Die Abwärtsbewegung bei den Spar- und Darlehnskas- sen hat dagegen mit 27 effektiven Auflösungen das Tempo der Vormonate nicht sonderlich verlangsamt, während der Rückgang bei den Bezugs- und Absatz- genofsenschaften mit nur 7 im Gegensatz zu den vier letzten Monaten gering zu nennen ist. Bei den Elektrizitätsgenossenschasten ist wieder ein nicht unerheblicher Rückgang eingetreten, da 19 Auflösungen nur 3 Neugründungen gegenüberstehen In allen übrigen Genossenschaftsgruppen hielten sich die Veränderungen nur in ganz geringen Grenzen.
SÄT
Beflügelte euchelmörder! X Sei auf der Hut 11 ZERSTÄUBE Z3
Tötet
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FLIEGEN brüten im Unrat, fressen aus Abfalf- kübeln, Aborten und anderen fauligen Stätten, kriechen über Lebensmittel und vergiften sie mit Keimen von Typhus, Scharlach, Kinderdurchfall und
vielen anderen schlimmen Krankheiten.— Schützen Sie sich vor diesen beflügelten Meuchelmördern.
F LII— überall bekannt — ist das beste Mittel, um Fliegen, Mücken, Schnaken und alle lästigen Insekten schnell und sicher zu töten. Achten Sie auf den Flit-Soldaten auf der gelben Kanne mit dem schwarzen Band.