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Kasseler Neueste Nachrichten

eetie 3 L Beilagt

S-**twoch, 15. Juni 1932

um dar 5. Bundes

am Sams

Verlobungsfeier mit Messerstecherei

in Wollmar.

RUNDFUNK

Programm für Donnerstag, 16. Juni

Tagungen der Landeskriegerverbände

H6eabaroetamm der enrocätftben Le-der

Schützenplatz ab. Morgens fand das

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loses" Persil gibt es nicht!

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In Rhoden hatten sich am Sonntag die Vertreter der waldeckischen Kriegervereine zur diesjährigen Ber- bandstagung zusammengefunden. Rektor Wagner be­grüßte. Ehrengäste waren die Herren Exzellenz von Hülsen und Professor Fennel vom Kurhessischen

Homberg. Der KreiSkrtegerverband Homberg hielt als Ersatz für das Kreiskriegerverbandsfest ein Schieß- fest auf dem Schützenplatz ab. Morgens fand das Gruppenschießen statt, bei dem der Kriegerverein Rie- derbeisheim in der Abteilung der Altschützen als Be­ster hervorging. Den Nachmittag leitete ein Festzug ein, der an der Kirche halt machte, wo unter den Klän­gen der Kapelle (Ich halt' einen Kameraden") der un Kriege gefallenen Helden gedacht wurde. Das Fest nahm einen glänzenden Verlauf.

In Altenburschla.

Der Kreiskriegerverband Eschwege hielt in Alten­burschla eine Verbandstagung ab, die sich zu einer machtvollen vaterländischen Kundgebung gestaltete. 38 Vereine nahmen an ihr teil. Nach einer Bcspre- cbung der Vorstände über Verbandsangelegenheiten setzte sich ein stattlicher Festzug durch die Straßen des Ortes nach dem Festplatz in Bewegung. Dort hielt der Vorsitzende des Kreiskriegerverbandes Fabrikant Bartholomäus die Festansprache. Seine besonderen Wünsche galten dem Kriegerverein Altenburschla, der mit der Tagung die Feier seines 45-jährigen Beste­hens verbunden hatte. Das Kriegervereins-Ehren- kreu, II. Klasse konnte er dem Kameraden Johannes Hosbach-Altenburschla überreichen. Für Verdienste um die Jugendgruppe wurden der Jugendgruppen- sührer Hermann Dilling-Wipperode-BernSdors und die Jungmannen Helmuth Breitstadt, Horst Hoeber und Karl Wagner, sämtlich aus Eschwege, mit der Kvffhäuser-Ehrennadel mit Eichenlaub ausgezeichnet. Die Jugendgruppe ist so stark angewachsen, daß sie zum Kyffhäuser-Jugendkorps ernannt werden konnte Gleichzeitig nahm Kamerad Bartholomäus die Weihe einer Fahne für das Jugendkorps vor, die vom Preu­ßische» Landeskriegerverband gestiftet worden war.

*

In Rhoden.

lungstermin gegen Schneider und Genossen statt. Es handelt sich um die Messerstecherei an dem Arbeiter Heimbächer. Es sind 27 Zeugen von hier geladen. Eine Geldkassette gefunden. In einem Mühlgraben fand ein Angestellter der Anstalt Hephata eine Geld­kassette, die vor Jahren einem Eigentümer entwendet und beraubt worden war.

Aus dem Kresse Homberg

Homberg. Die Junglehrerarbeitsgemeinschaft der Kreise Homberg und Fritzlar besuchte unter Leitung von Schulrat Kalle und im Beisein des Kreislehrer­vereinsvorsitzenden Brenzel-Schellbach die Landes­taubstummenanstalt. Einleitend hielt Direktor Rönigk ein Referat über das Wesen der Taubstummheit und Ziel und Methoden des Taubstummenunterrichts. Dann hospitierten die Lehramtsbewerber in einigen Klassen der Unter-, Mittel- und Oberstufe. Es werden hier 88 Prozent der Gehörlosen, die sonst der sozia­len Fürsorge zur Last fallen würden, soweit gefor­dert, daß sie als selbständige Verdiener dem Wirt­schaftsleben etngegliedert werden können und auch an dem Kulturleben ihres Volkes bescheiden Anteil zu nehmen vermögen.

Was gibt es Neue« im städtisch«« Flußbad? Wie uns mitgeteilt wird, ist jetzt auch die Warmwasser­brause im Damenbad fertlggestellt und wird zur gefl. Benutzung empfohlen. Wer sich verschönern lassen will, kann das auch im städtischen Flußbad tun und die Dienste der neuerdings dort tätigen Haarpfleger in Anspruch nehmen. Es sei noch bemerkt, daß gestern 16 000 Personen das städtische Flußbad besuchten. Die Wassertemperatur betrug 20 Grad.

(Sin Architekt als Schwindler

400 bis 500 süd-, tuest- und mitteldeutsche Baufirmen geschädigt.

Marburg (Lahn), 15. Juni.

Wie so viele andere Menschen, war auch ein 33jähriger Architekt aus Biedenkopf infolge des Dar­niederliegens der Bauwirtschast in finanzielle Sor­gen geraten. Er ließ sich nacheinander in Gießen, Siegen, Schmallenberg und Marburg als Architekt nieder. In seiner Not suchte er sich und seine Fami­lie durch großzügige Schwindeleien zu retten. Er ent­nahm aus Telephonverzeichnissen die Anschriften Hunderter von Baufirmen aus Mittel-, West- und Süddeutschland und ließ sich ebensoviele Postkarten etwa des Inhalts drucken, daß er in der Nähe des Standortes der betreffenden Firma umfangreiche Bauarbeiten zu vergeben habe. Auftragsgemäß (ge­wöhnlich wurde ein vielversprechender adliger Name angegeben) forderte er die Firma zur Angebotsab­gabe auf, Abgabe der Unterlagen erfolge gegen Ein­sendung von 6,50 bis 10 Mark, je nach Größe des Projektes.

Auf den Postkarten wurde durch Angabe von Bankkonten, verschiedene Buchstabenbezeichnungen und Telephonanruf, der in Wirklichkeit garnlcht vor­handen war, der Eindruck erweckt, als ob es sich bei dem Architekten um ein größeres technisches Büro handele. In einigen Fällen sandte er auch fingierte Unterlagen an die Firmen ab, vielfach hörten sie je­doch nichts mehr von der ganzen Angelegenheit, nach­dem sie das angeforderte Geld für die angeblichen Unterlagen überwiesen hatten. Dergeschäftstüchtige" Architekt konnte anfangs Februar d. I. seiner Schwindeleien, durch die er sich mehrere Monate über Wasser gehalten, überführt und festgenommen werden. Vor dem hiesigen Schöffengericht gab er gestern weinend und schluchzend seine Verfehlungen zu, wobei er seine Notlage vorschützte. Insgesamt sind dem Gericht etwa 160 Firmen bekannt geworden, welche auf diese Art und Weise von dem Architekten geschädigt worden. Das Gericht schätzt jedoch di« Zahl der geschädigten Baugeschäfte aus 400 bis 500, da es annimmt, daß sich viele Firmen nicht gemeldet haben. Der Schwindler hat schozi öfters im Gefängnis ge­sessen. Das Urteil lautete aus ein Jahr sechs Monate Gefängnis.

zu Witzenhausen.

In dem Geräteschuppen der Kolonialschule in Wit­zenhausen wurde eingebrochen. Die Diebe erbeuteten zwei Fahrräder und mehrere wertvolle Brieftauben, die sie an Ort und Stelle abfchlachteten. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Kriegerbund aus Kassel, Oberstleutnant v. Som­merfeld aus Pyrmont und Landrai W i t t m e r aus Arolsen. Kamerad Wagner erstattete Jahresbe­richt. An Unterstützungen stossen danach von der KriegerwohlfahrtSgemeinschast über 1200 Mark an Unterstützungen an den Landesverband zurück. In eingehenden Vorträgen erstattete» die einzelnen Re­ferenten Bericht über ihre Ressorts. An Hand von Zahlen konnte man deutlich erkenne», wie schwer die Wirtschastsnot auf unserem Volke lastet. Einige Ver­eine waren ausgetreten in dem Berichtsjahr. An Alt­veteranen sind noch 13 gezählt worden. Als nächster Ort der Verbandstagung wurde für nächstes Jahr Bergheim in Aussicht genommen.

Die Vorstandswahl ergab die einstimmige Wahl von Studiendirektor Konrad, Bad Wildungen, zum 1. Verbandsvorsitzenden. Auf einstimmigen Beschluß erfolgte die Ernennung der Kameraden Wagner, Schöneweis und Seele zu Ehrenvorstandsmitgliedern Mit dem Kriegerehrenkreu, 2. Klasse wurde der Vor­sitzende Brandt vom Kriegerverein Rhoden aus­gezeichnet.

Beromünster: 90.00: Ungar. Musik. 21.00: Hei­tere Vorträge, 21.45: Männcr-böri. <$> 8uhaveft: 20.00:Tragödie des Menschen", Hörsviel: anM. Zigeuner- mustk. <$> Daventry: 20.00: trchc'rerkoniert. 22.80: Abendandacht 22.45: Tanzmusik. <$> Hot)en6agen 20.00: Russische Musik. 21.80: Orckefterkon^rt. 22.30

Sängerbundes in Rotenburg, um dar sängerfest zu begehen. Das Fest begann tag abend mit einem Kommerz imMauerngarten Nach einem von Fräulein Hülbig wirkungsvoll vorge­tragenen Prolog, begrüßte Bürgermeister Arnold mit herzlichen Worten die Erschienenen und übergab die neuerrichtere Halle der Allgemeinheit. Der 1. Vor­sitzende, Herr Hülbig hielt die Festrede. Er schilderte den Werdegang des Vereins im Verlaufe der 75 Jahre und gedachte mit warmen Worten der im Welt­krieg gefallenen toten Sangesbrüder. Noch manches herrliche Lied klang an unser Ohr. Am Sonntag morgen hielten Tausende ihren Einzug. Um 2 Uhr formierte sich ein imposanter Festzug. Bürgermeister Arnold wiederholte seine aus dem Herzen kommen­den Begrüßungsworte und wies auf das Verflochten­sein von Kreis und Kreisstadt hin. Die Glückwünsche der Staatsregierung übermittelte Landrat von Tom- bois, indem er derHarmonie" die Aelterplakette überreichte. Mittelschullehrer Echzell, Kassel, sprach im Name» des Deutschen- und Mitteldeutschen Sän­gerbundes. Nunmehr kam der Gesang wieder zu seinem Rechte und stark und mächtig klangen die Chöres des Gaues Alheimer zum Himmel.

Messschreiber» des

Kurzschriftverbandes

In Hofgeismar.

An dem Wettschreiben beteiligten sich zirka 500 Teilnehmer. Die Verbandsmeisterschaft errang mit 380 Silben Fräulein Lore Breining, 5assel. Die jüngste Schreiberin, die 11jährige Emilie Lang, Als­feld, schrieb 180 Silben. Weiter wurden erzielt: Abt. 380 Silben: Lore Breining, Kassel; Abt. 320 Silben: Esther Wolff, Hersfeld; Abt. 280 Silben: Käthe Kilian, Gretel Becker, Kassel; Abt. 300 Silben: Gerda Schefold, Kassel, Kurt Mittag, Kassel; Abt. 260 Silben: Heinz Werner, Elisabeth Maß, Walter Temme, Karl Schanz, Paul Hühn, Kassel; Abt. 240 Silben: Anna Winkelmann, Lilli Hedderich, Else Nolte, Irmgard Presson, Thea Daus, Kassel; Abt. 220 Silben: Karl Jeroniin, Kassel, Edith Wolff, Hersfeld, Martha Range, Kassel, Karl Flach, War­burg, Irma Kramer, Kassel; Abt. 200 Silben: Wil­helmine Egger, Kassel, Else Kranz. Edith Höhner, Hetha Müller, Helga Voigtmann, sämtlich aus Kas­sel; Abt. 180 Silben: Emilie Lang, Alsfeld (11 I. alt), Marlis Langlotz, Alsfeld, Emma Austermühle, Hofgeismar, Mathilde Loth, Alsfeld, Hertha Sie- laff, Warburg; Abt. 160 Silben: Karl Quanz, Kas­sel, Ilse Markusch, Melsungen, Thea Meineber, Eli­sabeth Kloppmann, Hedwig Truse, Kassel; Abt. 140 Silben: Melitta Butte, Kassel, Anni Niemeier, Kas­sel, Gretchen Schmidt, Melsungen, Walter Ringe, Kassel, Lydia Wagner, Kassel; Abt. 120 Silben: Kläre Brehm, Warburg, Gretel Schumann, Hedwig Wagner, Anna Wurzler, Kassel, Heinz Braynhetm, Arolsen; Abt. 100 Silben: Agnes Jäger, Melsungen, Marta Engel, Hildegard Volk, Kassel; Abt. 80 Sil­ben: Wilhelm Schäfer, Kassel.

Die Verbandsmeisterschaft im Schön- und Rich­tigschreiben für 1932/33 erhielt Herbert Diebel, Kas­sel. Es ist damit das drittemal, daß diese Meister­schaft an die Vereinigung für Reichskurzschrift nach Kassel fiel.

Aus -em Kresse Fritzlar

Fritzlar. Beränderte Dienststunden beim Postamt. Vom 15. Juni ab werden die Postschalter beim Post­amt Fritzlar werktags von 812 und 1518 Uhr, Sonntags von 89 und (nur für den Telegraphen- und Fernsprechdienst) von 11,30 bis 12,30 offen ge­halten. Die Schließfächer sind werktags von 1730 bis 19 Uhr ununterbrochen, Sonntags von 7,30 bis 9,30 und 1130 bis 12,30 Uhr zugänglich.

Aus-Hannover

Dransfeld. Die Reichsjugendwettkämpfe der Schu­len der früheren Inspektion Dransfeld werden anr 3. September auf dem nahen Kinderberge ausgetragen werden.

Aus -em Kreis Witzenbausen

Hesstsch-Lichtenau. Die Freiwillige Feuerwehr trat am Sonnabend am Spritzenhaus zum Appell an. Es «dies zum ersten Mal in den neuen, vor­mäßigen, vom preußischen Feuerwehrverband vorgeschrtebenen Uniformen aus blauem Tuch. Die Abnahme fand durch Bürgermeister Keidler als Poli­zeibehörde statt. Gut Ziel! Bei dem am Sonntag vom Kleinkaliber-Schützenverein auf dem neuen Schiebstand abgehaltenen Preisschietzen kamen fol­gende Preise zur Verteilung: 1. Preis: Meister; 2. Albrecht; 3. Strenz-Küchen; 4. Vogt; 5. Stenge; 6. Reubert; 7. Brücker; 8. Kaufmann-Großalmerode; 9. Retß-Küchen; 10. Pfaff-Küche»; 11. Kistner-Küchen; 12. Dilchert-Reichenbach; 13. Stieling; 14. Wenzel; 15. Fricke-Großalmerode; 16. Reinhardt; 17. Barz; 18. Simon. Anschließend wurde noch eine Ehren­scheibe ausgeschossen, die Herr Vogt erringen konnte.

Bad Sooden-Allendorf. 81. Geburtstag beging Forstermeister i. R. Gleinig. Er ist Mitbegründer des hiesigen Kurbades und hat sich besonders um die Schaffung schöner Waldwege für Spaziergänge ver­dient gemacht. Herzlichen Glückwunsch!

Einbruch in -er Kolonialfchule

In die Marburger Klinik wurden zwei junge Leute aus Wollmar eingeliesert, die gelegentlich einer Ver­lobungsfeier durch tiefe Messerstiche in den Leib schwer verletzt wurden.

Aus -em Kresse Ziegenhain

Treysa. Brieftaubensport. Die Brieftaubenreise­vereinigung veranstaltete einen Wettflug ab Passau (400 Kilometer) mit 107 Brieftauben. Der Aufflug erfolgte 5,40 Uhr. Bereits 11,33 Uhr traf die erste Preistaube auf dem Schlage des Heinrich Rückers- bäuser in Neustadt ein, dem auch der 3. Preis zufiel. Weitere Preise erzielten Sützmann-Willingshausen, Thiel-Ehristerode, Schlemmer-Ziegenhain, Kappauf- Treysa, W. Ludwig-Treysa, Daum-Willingshausen. Am 19. Juni findet der nächste Wettflug ab Linz (470 Kilometer) statt.

Treysa, Verhandlungstermin. Vor dem Schöffen­gericht in Marburg findet am 16. Juni der Verhand-

i n c i. zu.irj: ungar. i-cuui.

«uuge. 21.45: Mannerchöre.$> «udaveft: .Tragödie des Menschen', Hörsviel: antol. Zigeuner <K> Daventry: 20.00: Cr4e>terfnnjert.

22.45: Tanzmusik.$> Äot>eno< 20.00: Runi'che Musik. 21.80: Orckefterkonrert. Kammermusik. <<:- Mailand: 20.00:Jlgrillo t: lare', Over. <$> R o m: 20.45: Boltsmusik. 21.45: !ler- und GesangSkönzert. <K Darschau: 20.00: Cr tonjert. 21.20: Hörsviel. 22.00: Tanz.

16.30: Nachmittasskonzert von Berlin

17,80: Die Salzburger Pro- ieftanten in Cftmufeen

18.00: Zwei Sonaten für Ält-Saroobon und Kla­vier von Wolfgang Ja­cobi und Hans Breme

19,00: Wie schützt sich die Bevölkerung vor einem

19?20:toShati>e d. Landwirts

10.85: Wird der russische Sünfjahrvlan sein Ziel erreichen?

20.00: Bon Berlin: Johan­nes BrahmS-Konzert

tn Bremen

Scha-enfeuer in Giebol-e-ausen

Durch spielende Kinder verursacht.

Bei dem Landwirt und Friseur H. Sommer in Gieboldehausen brach in der Scheune ein Brand aus, der sich ausbreitete und auch das Wohnhaus ergriff. Dem tatkräftigen Eingreifen der freiwilligen Feuer- mchr ist es zu danken, daß ein Uebergreifen auf Nachbargebäude verhindert wurde. Das Grundstück des Sommer wurde vollständig eingeäschert. Das Feuer soll durch Kinder entstanden fein, die mit Streichhölzern spielten.

Aus Waldeck

Corbach. Einbruch. In einer der letzten Nächte wurde von bisher unbekannten Tatern ein dreister Einbruch in die katholische Kirche verübt. Durch ein vorher zertrümmertes Fenster stiegen die Einbrecher ein und gelangten in die Sakristei. Sie hatten es wohl auf Die wertvollen Gegenstände aus Edelmetall abgesehen, die jedoch in sicherem Gewahrsam sind. Anscheinend sind die Diebe bei ihrer Arbeit gestört worden. Ihre Spuren lassen auf eine Flucht schließen.

Usseln. Bauarbeiten. In der Gemeinde werden augenblicklich größere Straßenbauten durchgefuhrt, wobei eine Anzahl Erwerbsloser lohnende Beschafti- gung findet. Gleichzeitig wird auch in der Nahe des Kaufmanns Hellwig die dort gelegene, primitive Holzbrücke abgerissen, um durch eine massive, beto­nierte Steinbrücke ersetzt zu werden.

Sangtnlierg

18.00: Mittag.skonzert

17.00: Besverkonzert

20.00: Eurova singt

22.8524: Sinfoniekonzert

Wie»

Jranksnrt

7.05: Frühkonzert aus Bad Homburg

9.00: Bon Breslau: Schul­funk:Aus einer fcklefi- 12$ttÄtiÄ tagskonzert

18.00: Bon Langenberg: Konzert

15.15: Stunde der Jugend

16.55 :Wirtschastrmeldungen

17.00: Bon Langenberg: Nachmirtugskonzert

18,2.?: Stunde des Films: Dre Zukunft »er Mtckn- maus, Vortrag von

16^0: ^ittschastSversassung und Wirtschaftslage der Böller: Südamerika, Bortrag

19.15: Sonderwetterdienst Wirtschastsmeldungen

19.30: Konzert

20.30: Heckenwirttchasttn Mikrovhon auf Lausch- voften

21,00:Michael Reinhold Lenz" Sin Schicksal im Schatten Goethes Hör- sviel von Fritz PcterBnch 22.00: Kleine Blasmusik ov.

70a von Ernst Krenek tUraufsübrungs

22.80: Tagesnachrichten Sportbericht

22.4524.00: Bon Stutt­gart: Nachtkonzert der Philharm. Orchesters

KSnigswufterbanse»

14.00: Bon Berlin: Konzert

Efchweae will auf der Hunsrücknase einen AuSsichts- turm errichten.

Aus -em Kresse Rotenburg

Bebra. Der KlelnkaliberschützenverefnTreff" veranstaltete bei starker Beteiligung ein öffentliches Preisschießen. Schütze Horn errang den ersten Preis. Auf den Schietzstönden in Mischels hat der Stadte- wettkampf Hersfeld-Bebra um die Gaumeisterschaft in Groß- und Kleinkaliber begonnen. Neuer Pfar­rer. Der in der hiesigen katholischen Gemeinde seit elf Jahren tätige Pfarrer von Reitz ist nach Bauer­bach bei Marburg verseht worden. An seine Stelle tritt KonviktSassistent Bottermann auS Fulda.

Gorgen in Obersuhl

Defizit im ®emeinöeetot

Tie Gemeindevertretung verabschiedete den Haus-' Haltsvoranschlag 1932, der in Einnahme mit 1-.5 643 Mark und in Ausgabe mit 188 207 Mark abschließt. Es verbleibt ein Fehlbetrag von 32 564 Mark, der ungedeckt ist. Trotzdem bei mehreren Positionen in Ausgabe noch Abstriche gemacht wurden, war es nicht möglich, de» Etat ins Gleichgewicht zu brin­gen. Nur die dringend notwendigen Beträge wur­den eingesetzt. So sind für den Ausbau und die Erweiterung der Wasserleitung 1200 Mark, für die Kanalisation 2 000 Mark ' und für das Gemeinde­haus 2500 Mark eingesetzt Wolde». Bel den Reichs­einkommensteueranteilen beträgt der Ausfall gegen­über dem Vorjahre 7 000 Mark, desgleichen ist eine Mindereinnahme bei der Gewerbesteuer zu verzeich­nen. Die Zuschläge zu der Gemeindebesteuerung sind dieselben wie im Vorjahre geblieben. Die Bür­ger- und Biersteuer wird mit dem Landessatz er­hoben. Die Wasser- und Kanalgeldgebühren sollen 17 500 Mark einbringen und die Gebühren aus Stromversorgung rund 19000 Mark. Die Einnah­men aus dem Verkauf der Rhedenwiesen in Heu- nnd Grummetgras sind mit 4 500 Mark angesetzt. Während das staatliche Beschulungsgeld 15 000 Mark beträgt, sieben dem rund 30 000 Mark Ausgaben für die Schulverwaltung gegenüber. Für Kreissteuern sind 8 200 Mark abzusühren. Der Zinsendienst be­trägt weit mehr als 20 000 Mark. Die Abteilung Wohlfahrtspflege" ist für die Höhe des Fehlbetra­ges ausschlaggebend. 72 000 Mark ergeben die Aus­gaben. Etwa 57 000 Mark für Wohlfahrts- pp. Un­terstützungen, 1200 Mark für Versicherung in der Krankenkasse, 15 000 Mark Anteil an Krisenunter- stützung zeigen die trostlose Lage der Gemeinde. Wenn auch 70 Prozent von den Wohlfahrtskosten (außer Krisenanteile) vom Kreis erstattet werden, so sind von der Gemeinde immerhin 32 000 Mark für dieses Kapitel aufzubringen. Es wird mit einem erheblichen Ausfall aüs dem Aufkommen der Steu­ern und Wassergeldgebühren zu rechnen fein. Der größte Teil der Arbeiterschaft wird öffentlich unter­stützt. Handwerker und Gewerbetreibende find eben­falls in größter Notlage.

Evangelische Lugen- in Heinebach

Kreisjugendtag des Kreises Melsungen.

Das so herrlich am Fuldastrand gelegene Heine- bach stand im Zeichen der evangelischen Jugend. Die Jungmänner- und Jungmädchenvereine des Krei­ses Melsungen trafen sich zum Kreisjugendfest, um von neuem ein Bekenntnis für eine zielklare Lebens­gestaltung tm Geiste des evangelischen Christentums abzulegen. Etwa 30 Bläser der vereinigten Po- saunenchöre des Kreises, unter Leitung des Diakon Hebel-Kassel, trafen bereits am Sonnabend ein.

Am Sonntag morgen fand Festgottesdienst patt. Krefsjugendpsarer Renter-Dagobertshausen hielt die ^^Jm ^Mittelpunkt des Tages stand die Jugend- und Volksmissionsfeier auf dem Platz vor dem Got­teshaus. Nach dem Begrützungswort Pfarrer El- brechtz-Heinebach übermittelte Reichsfekretär Lüft die Grütze des Reichsverbandes der evangelischen Jung- rnännerbünde Deutschlands.

Landesjugendpfarrer Lic. Schäfer-Kassel hatte fei­ner Ansprache die Prophrtenworte Hosea 10, 12 zu Grunde gelegt: Pflüget ein Neues! Ter Tag klang aus mit einer erhebenden Feierstunde in der Kirche, in der Kreispfarrer Hollstein die Jugend ermahnte, mit Ehristus ein neues Leben zu beginnen.

Lm Lie-e stark...

75 Jahre Männergesangverein Harmonie, Rotenburg.

Am Sonntag feierte der Männergesangverein Harmonie den Tag seines 75-iährigen Bestehens. Gleichzeitig weilten die Mitglieder des Alheimer

17.00: International. Wett­bewerb für Gelang und Bioltn«. Ein Hörbericht

17.80: Orchesterbearbeitun- grn bekannter Klavier- u.

Orgelwerke

19.45: Rudolf Krvnegger- Ttunde

20.20: Bon Kindern und Erwachsenen

20.50: ES gibt keine Kinder

Aki von Arraoy «.wer- tschenro

21.00: X. internationales Muftkfcft. Orchefterkonzert

22.15: Abendkonzert

Aus Eschwege un- Umgebung

Eschwege. Motorrad gegen Auto. In das Landes- krankenhaus wurde ein Motorradfahrer eingeliefert, der zwischen Hanstein und Ludwigstein verunglückt war, als er sich auf der Fahrt von Göttingen nach Wanfried befand. In einer Kurve wurde er von dem Kraftwagen angefahren. Das Motorrad überschlug sich und kam auf dem Fahrer zu liegen, der schwere innere Verletzungen davongetragen hat. Sein auf dem Soziussitz mitfahrender Bruder blieb unverletzt.

Eschwege. Urlaub zur Heuernte. Die Bauern­schaft ist vorstellig geworden, zur Einbringung der Heuernte Schulkindern der oberen vier Jahrgänge, wenn dies von den Eltern beantragt wird, von 9 Uhr vormittags Urlaub zu gewähren. Die Behörde will dem Wunsche der Bauernschaft Rechnung tragen.

Reichensachsen. Für das Rote Kreuz. Am Rot- kreuz-Sonntag führte die Jugendabteilung des Vaterländischen Frauenvereins und der Freiwilligen Sanitätskolonne eine Haussammlung durch, die rund 100 RM. erbrachte.

Frankershausen. Die Kirschenernte hat der Ge­meinde in diesem Jahre nur 378 RM. eingebracht. Im vorige» Jahre konnte» der Gemeindekasse über 1000 RM. zugeführt werden.

Treffurt. Der Werratalverein hatte die Vertreter der einzelnen Ortsvereine zur Jahreshauptversamm­lung nach dem Normannstein eingeladen. Die Zweig- Vereine waren in recht stattlicher Zahl dem Rufe ge- at. Dem Vorsitzenden der Hauptleitung Bürger­ster Dr. Stolzenberg-Eschwege wurde für 15-jäh- rige Tätigkeit im Vorstand vorn zweiten Vorsitzenden das goldene Abzeichen des Vereins überreicht. Den Geschäftsbericht erstattete Dr. Braun-Eschwege. Nach dem Kassenbericht stand der letzten Jahresausgabe von 3 413 RM. eine Gesamteinnahme von 3 635 RM. gegenüber. Dr. Braun berichtete weiter über die Reichäwanderwoche, die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wandervereine und die Bezeichnung der Durchgang^- wanderstrecken. Es sollen für Werbezwecke zwei Pro­spekte herausgegeben werden: Kurorte lm Werratal und Wanderungen im Werratal. Der Zweigverein

Aus -em Streife Frankenderg

Herzhausen. Unfall. Ein Einwohner wurde beim Holzfahren von einem ausschlagenden, scheuenden Pferd an den Kops getroffen. Der Verletzte mußte in seine Wohnung transportiert werden, wo der Arzt eine schwere Gehirnerschütterung feststellte.

Höckersdorf. Die Gattin eingesperrt. Die Bevöl­kerung der Gemeinde machte seit einiger Zeit die selt­same Beobachtung, daß die Fran eines Einwohners nicht mehr zu sehen war. Nachforschungen und poli­zeiliche Ermittlungen erwiesen, daß der Ehemann seine Gattin schon seit Wochen eingesperrt in einem Zimmer hielt. Die Fenster waren mit massiven Eisen­stäben versehe» und die Tür stet- verschlossen, damit kein Entweiche» möglich war. Die unfreiwillig Ge­fangene befand sich in einem unglaubliche» Zustand Die rätselhafte Geschichte hat da- Dörfchen in große Aufregung versetzt.