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?lr. 138 / Zweiundzwanzigster Jahrgang
Mittwoch, 15. Juni 1932 / 1. »«läge
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300,00 ,,
aterlco"
Oie „Schlacht von
Skandalszenen im Kleinen Theater
Oie Winterhilfe rechnet ab
Aussicht
8 538,75
1965,00
1500,00
1 663,35 RM.
1312,90 „
2 498,13 „
1 256,60 „
657,11 .,
Z4 stündiger Löscharbeir der Wehr Schuppen vollständig nieder.
Zinsen rund hoi der Dtadtsparkass«.
Bilanz des „praktischen Christentums"
Wieweit im einzelnen obiges auf die folgenden Fälle zutrifft, haben wir nicht nachprüfen können.
Wir gratulieren. Am heutigen Tage feiert eine altbekannte Rothenditmolder Bürgerin, die Witwe Anna Hegler, Rothenditmold, Heußnerstr. 9 wohnhaft, in aller Frische ihren 74. Geburtstag.
Milch zum Preise von 10 Pf. pro Liter geliefert. Sowohl Lebens- als Heizungsmittel wurden an die Unterstützten teils unentgeltlich teils zu erheblich verbilligtem Preis abgegeben.
Als einen Teil ihrer Aufgabe betrachtete die Winterhilfe die Zuwendung von Mitteln an die verfchie-
b) Dructkoften , .
c) Unkosten HÄ den Sammlungen und anderen Beranftattungen
jb) Vergütung für die Angestellten bo, der Geschäftsstelle und im.Lager
c) Fracht. Porto und sonstige Auslagen
2. Aufwendungen:
3. Zuwendungen:
a) an die Küchen
b) an die Kinderhort«
c) an di« W ohlfah risveobände
Das städt. Presseamt teilt mit:
Es wurde der stäor. Verwaltung der Vorwurf gemacht, daß sie beim Wohlfahrtsamt 2 Aushilfskräfte, die vorbestraft seien, aus Grund chres Parteibuches beschäftige.
Diese Behauptung mutz zurückgewiesen werden, Die Auswahl der vom Wohlfahrtsamt angesichts der steigenden Erwerbslofenzisfern benötigten Aushilfskräfte har ihre Schwierigkeiten. Ersahrungsgemätz wird, wenn eine solche Hilfskraft irgend einer politischen Partei angehört, was der Verwaltung gleichgültig und meistens unbekannt ist, regelmätzig von den politischen Gegnern behauptet, die Auswahl erfolge nach parteipolitischen Gesichtspunkten. Die Verwaltung hat deshalb nach Möglichkeit feste Grundsätze für die Auswahl zu Grunde gelegt. Es wurden nur Wohlsahrtsunterstutzungsempfänger genommen, die kurzfristige Anwartschaften aus die Erwerbslosenfürsorge des Arbeitsamtes hatten und durch ihre Beschäftigung das Wohlfahrtsamt entlasteten.
Unter diesen Hilfskräften sind auch Leute gewesen die Vorstrafen erlitten hatten, weil die Verwaltung auf dem Standpunkt stehl, einen bestraften Menschen die Tatsache seiner Bestrafung nicht für alle Zeiten entgelten zu lassen. «Richtig! D. Red.»
Gegen die Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen wurden jedoch gerade von der Leitung des Wohlfahrtsanites und aus dem Kreise der Bezirks- kommissionen Bedenken erhoben, weil diese Hilfskräfte zu ost wechselten und zuweilen Verletzungen der Amtsverschwiegenheit vorgekommen waren. Tie Verwaltung hat deshalb in letzter Zeit bei weiterem Personalbedarf des Wohlfahrtsamtes an anderer Stelle Beamte und Angestellte freigemachi oder informatorisch beschäftigte Versorgungsanwärter und solche Leute angenommen, die aus Grund früheren langjährigen Beamten- oder Angestelltenverhältnisses mit der Verwaltungstätigkeit vertraut sind. Darunter befinden sich auch die beiden genannten. Die Tatsache ihrer Bestrafung war der Verwaltung bekannt, aber aus den oben geschilderten Gründen kein Hindernis. Bei dem einen ist z. B. im Gerichtsurteil und im Disziplinarverfahren sestgestellt, daß er, Vater einer mehrköpfigen Familie, nicht aus Gewinnsucht oder Bereicherungsabflcht, sondern aus falsch verstandenem Ehrgeiz gehandelt hat. Die Parteizugehörigkeit des einen ist der Verwaltung gänzlich unbekannt, die des anderen ist jedenfalls nicht mitbestimmend für seine Einstellung gewesen, ebensowenig wie die Verwaltung die Behauptung nachgeprüft hat, dah die größte Zahl der vom Wohlfahrtsamt eingestellten Aushilfskräfte der entgegengesetzten politischen Richtung angehöre.
Berwaliungskosten:
a) THete der Räume in der Schlackststos- ftratze, Schomburgstratze, Attienpark
Kein Wölkchen am Himmel. Es scheint so, als ob es überhaupt keine Wolken mehr gäbe, denn aus den meisten Photos, die man so bei Bekannten sieht, ist dort, wo Himmel und Wolken sein sollten, dort, wo die eigentliche Stimmung der Landschaft liegt, eine leere, weiße, nichtssagende Fläche. Dabei braucht man doch nur den farbenempsindlichen Voigtländer-Film zu nehmen und die Aufnahmen mit einem Voigtländer-Gelb- filter zu machen, und schon hat man den Himmel auf Erden. Also lieber Voigtländer-Film nehmen!
Sa. 59 310,2*2 »AM. 6*23,99 RM.
Warum soll Kassel nicht auch einmal sein Theater- skandälchen haben?
Im allgemeinen schätzt man aus den Brettern, die die Welt bedeuten, durchaus Gemütsregungen des Publikums, vorausgesetzt, daß sie sich im Beifall äußern. Tadel pflegt man weniger gern hinzunehmen. Tas aber ist etwas, was das Publikum, dessen Urteil man Stück und Leistung schließlich unterbreitet, nie ganz verstehen wird. Und in unseren Tagen, deren Atmo- fphäre durch die weltanschaulichen Gegensätze mit Konfliktsstoff elektrisch geladen ist, darf man sich nicht wundern, wenn ab und zu Entladungen vorkommen, zumal wenn sich Weltanschauung und Machtwillen zusammen organisieren und die kulturellen Belange unter ihren Einfluß zu bringen suchen.
Gestern nun wurde die „Waterloobrücke" zum Stein des Anstoßes in Kassel, die Rührungsträne in der Dirnentragödie zu dem Tropfen, der das bekannte Töpfchen zum Ueberlaufen brachte. Nach den Aktschlüssen setzten bereits scharfe Pftffe ein, die den Beifall übertönten. Es klangen Rufe, wie „Deutsche Kunst auf deutschen Bühnen" und „Fort mit dem ausländischen Schund!"
Gegen das Ende des Stücks — es war kaum noch eine Manuskriptseite zu spielen — wurde der Lärm so groß, daß die Vorstellung nicht mehr weiter geführt werden konnte. Ein nationalsozialistischer Theaterbesucher hielt eine Protestansprache. Die Bezeichnung des Theaters als moralische Anstalt, die wir Schiller verdankten, sei heute fehl am Platz. Die Kritik richte sich nicht gegen die Schauspieler, deren Leistungen man anerkenne. Laute Rufe „Deutschland erwache" und das „Horst Weffellied" erzwangen schließlich nach einem vergeblichen Versuch des Schau- fpielers Moog, dem gegenteiligen Standpunkt zur Geltung zu verhelfen, das endgültige Riedergehen des Vorhangs.
Wie die Direktion erklärt, hätte sie, wenn die Szenen nicht erst unmittelbar vor dem Schluß des Stuk- kes stattgefunden hätten, von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht. Von dem Standpunkt einer Theater- lcitung aus kann man das verstehen; immerhin — mag man die Form des Protestes auch kritisieren — ist das Hausrecht auch kein sachliches Argument und bei der Lage der Theater wäre es sicherlich besser, wenn oie dramaturgische Bearbeitung des Schau-
denen, in unserer Stadt zur Speisung von Bedürftigen eingerichteten Küchen und an die Kinderhorte.
Der Rechnungsabschluß stellt sich wie folgt: Die Einnahmen betragen: 59 934,21 RM., die Ausgaben: 59 310,22 RM. und zwar:
Sollen „Vor-efiraste" ausgestoßen bleiben?
Ein trauriges Kapitel
Parkplatz sah man hunderte von Fahrrädern. In der Morgenandacht sprach der Festredner Prediger .Halstenberg, Herford, von dem Geheimnis des beispiellosen Siegeslaufes des Evangeliums durch die Jahrhunderte. Der Jugendgottesdienst wurde auf der Burgwiese gehalten. Landesjugendpfarrer Lic. Schäfer sprach von der suchenden Liebe Gottes. Er ermahnte das Schwache und Hilflose nicht sterben zu lassen und wies hin auf die große Freude, Irrenden geholfen zu haben.
Am Nachmittag gegen 2 Uhr setzte sich der Zug der Jugend von der Ederbrücke bei Gensungen aus in Bewegung zur Felsburg hin. Wohl lausend junge, frobe Menschen nahmen daran teil, während 2 Pofaunenchöre frohe Lieder und Märsche spielten.
Die Festversammlung auf der Burgwiese bot ein überaus liebliches Bild . . Im Angesicht der Berge und Burgen unseres schönen Landes sang die Jugend ihre frohen Weisen.und legte ein freudiges Bekenntnis ab zu Jesus Christus. Wohl an zweitausend waren anwesend. Die Kasseler Gemischten Chöre trugen zu Herzen sprechende Lieder vor. Durch die Versammlung klang von Anfang bis Ende der Ton der Freude. Sekretär Seiler begrüßte die Teilnehmer und verlas einen schriftlichen Gruß des Verbandsvorsitzenden Kaiser und dann sangen wir im Anblick der uns umgebenden Schönheit und unter den Eindrücken dessen, was wir hörten „Schönster Herr Jesus". Pfarrer Hebel sprach im Namen der Kirchengemeinde Felsberg. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß es heute noch eine Jugend gibt, die entschieden dein Heiland folgen und der Welt entsagen will. Pfarrer Jung- bans sprach von der Freude, die der opferwillige Dienst im Reiche Gottes bringt und Prediger Roth hatte zu seinen Ausführungen das schöne Bibelwort gewählt: „Er wird trinken vom Bache am Wege, darum wird er das Haupt erheben." Das ist etwas für die Jugend, sie möchte gern erhobenen Hauptes durch das Leben gehn und es drückt doch so vieles sie nieder. Darum hin zu den Lebensbächen im Worte Gottes und in der Gemeinschaft mit Christus.
8'. Wir leben in Seiten, in denen Millionen (teils innerlich, teils nur äußerlich» „Unbescholtener" hungern müssen. So ist es menschlich begreiflich — wo- oei das allen Menschen eingeborene Körnchen Pharisäertum mitspricht —, daß diese oft mit Mißfallen quittieren, wenn es nach einer wahren Sisyphusarbeit einmal gelingt, einen „Vorbestraften" unterzubringen. Der Versuch hierzu ist ohnehin meist zum Scheitern verurteilt aus der Enge des Arbeitsmarkts — er war es früher schon unter dem Druck unbarmherziger Vorurteile. Und doch ist es eine sozial lohnende Aufgabe. Meist ist ja Arbeitslosigkeit und Not die Quelle der Vergehen. Und kehrt der Strafentlassene heim, ohne Arbeit zu finden, bannt ihn Untätigkeit in das alte Milieu mit seiner Verführung; wie soll er Energie und Willen aufbringen, „nach dem Gesetze zu wandeln?" Jever Rückfällige kostet der Allgemeinheit — um die Sache rein materiell anzusehen, mehr als einen bescheidenen Arbeitslohn. Er ist aber, asozial sich verhärtend, moralisch und sozial ein neuer und dann kaum mehr zu beseitigender Keimherd inmitten einer beschäftigungslosen Jugend
Nun ist vorbestraft und vorbestraft zweierlei. Wir werden uns demnächst einmal eingehender mit diesem Problem beschäftigen. Man kann vorbestraft sein und doch moralisch makellos dastehen. «Besonders „fromme" Pharisäer lassen trotzdem ost noch schuldlofe Angehörige ihre Verachtung fühlen!) Wohl jeder von uns hat wissentlich oder unwissentlich eine Schlinge des vielgestaltigen Gesetzes irgendwie gestreift, und oft ist es Zufall, daß sie sich nicht um unseren Fuß, sondern um den eines anderen Mitmenschen zuzog.
Freilich, wer „unterschlug", eignet sich — schon der Gelegenheit wegen, die bekanntlich auch Diebe macht — nicht wieder zum Kassierer. Und wer aus gemeiner Gesinnung fehlte, muß es sich gefallen lassen, daß ihn das Leben nicht mit Glacehandschuhen anfaßt.
Fragt sich nur: Wieviele gemeine, aalglatte Gesinnung läuft unvorbestraft im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte herum?!
Wir freilich werden das leider nicht ändern. Aber wir möchten zu unserem Teile fordern, daß man an d'ese Kehrseite der moralischen Medaille auch einmal denkt. Sogar scharf darüber nachdenkt. Manch Einzelelend, das heut fast Massenelend ist, ließe sich dann lindern, ließe sich bei menschlichem wirklichem Mitgefühl wenigstens leichter tragen.
a) für Anschaffung von Lebensmitteln
«Brot, Tvert. Karwfsrln und Schmalz) 28 099,56 b) für Heizungsmittel __ 9 830,87
c) für Instandsetzung von Stobern umb
Schuhen 1 boi.Ss
somit Bestand _ ___-
bestehend in Guthaben von 323.99 RM.
Wir gratulieren
Am 16. Juni feiert Frau Burghard, Wörthstraße 24, ihren 75, Geburtstag. Wir gratulieren.
Mlm der Unfälle
Die umgestürzte Maschine. In der Opernstraße stürzte einem Lehrling im Schaufenster eine Bohrmaschine um. Er verletzte sich durch Splitter der Scheibe schwer an der Hand. Die Sanitätshauptwache überführte ihn in das Elisabethkrankenhaus.
Sturz in der Wurstküche. Beim Reinigen der Wurstküche glitt in einer Metzgerei der Schönfelderstraße ein Schlachtergeselle aus und erlitt einen Bruch des Kniegelenkes. Er mußte durch das Unfallauto der Feuerwehr in das Rotekreuzkranken- haus eingeliefert werden.
Unfall im Bahndreieck. Bei Lötarbeiten verbrannte sich ein Hilssschaffner durch Explosion von einem Kessel mit Jmprägnierungsmasse Kops und Gesicht. Er fand durch die Arbeitersamariterkolonne Ausnahme im Marienkrankenhaus.
Sturz vom Wagen. In Dörnhagen stürzte beim Futterholen der 72-jährige Landwirt G. in einen Graben. Er erlitt einen komplizierten doppelten Bruch des Unterschenkels und wurde durch die Kasseler Arbeitersamariterkolonne in das Landeskrankenhaus befördert.
Großalarm der Feuerwehr entstand Müwoch morgen 9 Uhr durch das selbständige Auslösen der Marin- vorrichtung im Warenhaus Wertheim. Die enorme Hitze der letzten Tage ließ die Temperatur der Räume über den Normalstand Hinausgehen und löste dadurch die Alarmvorrichtung aus.
Von der Feuerwehr. In der Nacht zum Mittwoch wurde die Feuerwache Mauerstratze nach der
spiels so gestaltet worden wäre, daß derartige Konflikte ausgcschalter würden. Tas Kleine Theater will trotzdem das Stück heute abend auf vem SPielplan lassen. Es mutz schließlich wissen, was cs tut. Um weltanschaulich wertvolle Dinge lohnt moralisch — nicht immer geldlich — ein Kampf, ob aber bei aller verhältnismäßigen Dezenz des angeblichen Indezenten um die Waterloobrücke?!
Wer, wie ich. den Frankfurter Stinkbomben-Platz- regen um die von Herrn Hasenclever angeblich im Himmel geschlossenen Ehen mitgemacht hat. könnte sogar lobend die rein akustische Betätigung der kasseler Protestler anerkennen.
Es ist manchmal doch erfreulich, daß Kassel nicht ganz radikal die „st"eife Beamtenstadt aus einmal verleugnen kann. Es lebe „die Provinz". „ sl
Trendelburger Straße alarmiert. Hier stand in der Gärtnerei S. ein Schuppen in Flammen. Trotz brannte der
Allen, welihe durch ihre Spenden und ihre aufopfernde Tätigkeit das Hilfswerk der Kasseler Winterhilfe unterstützt haben, Einzelpersonen, wie Verbänden aller Art, insbesondere auch den Veranstaltern von Aufführungen zum Besten der Winterhilfe sei hiermit aufrichtiger und herzlicherDank ausgesprochen. Dieser Dank gilt nicht zuletzt auch der Presse, welche unablässig auf die Bedeutung und den Wert der Winterhilfe hingewiesen und dadurch das Interesse für sie wachgehalten hat.
Lugen-treffen in Felsberg
Fest des Zugendbundes für entschiedenes Christentum
Der Festzuß
Das Jugendfest des Landesverbandes vom Ju- genbund für entschiedenes Christentum auf der Felsburg nahm bei strahlendem Sonnenschein einen guten Verlauf. Schon in der Frühe des Tages rollten die Autos und Motorräder heran. Auf dem
Das Hochdruckgebiet im Norden hat sich weiter gekräftigt. Die aus ihm aussließenoen trockenen Luftmassen überfluten fortgesetzt Deutschland, so daß das schöne Wetter bestehen bleibt.
Aussichten für Donnerstag.
Weiterhin sommerliches und heißes Welter.
Die Leitung der Kasseler Winterhilfe berichtet:
Von der unmittelbaren Zuwendung an Unterstützungsbedürftige wurde Abstand genommen, vielmehr erfolgte die Verteilung an die 6 Wohlsahrts- verbände einschließlich der Arbeiterwohlsahrt nach einem auf Grund der Zahl der von diesen zu betreuenden Personen festgelegten Schlüssel.
Die Werbetätigkeit erstreckte sich auf die Be- sihaffung von barem Geld, von Lebens- und Heizungsmitteln, von Kleidungsstücken und Wäsche. Eine Haussammlung ergab den Betrag von 5844,32 RM., vier Straßensammlungen erbrachten 8831,53 RM. Außerdem stellte sich eine ganze Anzahl Damen aus verschiedenen Berufskreisen durch persönliche Besuche werbend in den Dienst bei guten Sache. Insgesamt gingen an barem (Selbe ein 59 934,21 RM. Darunter befinden sich allerdings die Erträge einiger Veranstaltungen zum Besten der Winterhilfe, insbesondere eines bunten Abends und zweier Konzerte des Staatlichen Theaters, eines großen Sportfestes im Stadion, eines karnevalistischen Abends und eines Beamtengesellschaftsabends in der Stadthalle, eines großen Militärkonzertes u. a. Neben einigen nam- »afteren Spenden im Betrage von 1000—5000 RM ind besonders hervorzuheben die Zuwendungen von eiten der verschiedensten Beamten- und sonstigen Berufsorganisationen.
Die Kleider- und Wäfchesammlung, welche unter dankenswerter Mithilfe der Reichswehr und der technischen Nothilfe stattfand, hatte ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es wurden eingeliefert: rund 15 000 Kleidungsstücke für Männer, Frauen und Kinder, rund 5300 Paar Schuhe, rund 12 000 Wäschestücke. Zur Sortierung, Reinigung und Instandsetzung dieser Gegenstände mußten zwei Lagerräume und eine Werkstatt eingerichtet werden; ein großer Teil der Schuhe wurde der Strafanstalt Wehlheiden zur Instandsetzung übergeben. Die Beschaffung von Lebens- und Heizungsmitteln wurde ganz wesentlich erleichtert durch umfangreiche Spenden, die der Winterhilfe von verschiedenen Seiten zuflossen. Die Kasseler Fleischerinnung stellte im Laufe des Winters unentgeltliche Gutscheine für Fleischwaren im Gewicht von rund 4000 Kg. $ur Verfügung, außerdem räumte sie der Winterhilfe auf die von ihr abgenommenen Mengen an Speck und Schmalz im Werte von rund 16 000 RM. einen anerkennenswerten Nachlaß ein. Die Bäckerinnung im Verein mit dem Konsumverein gewährte bei den von ihr bezogenen 40 000 Broten ebenfalls eine ins Gewicht fallende Preisermäßigung. Der Verband des Einzelhandels lieferte unentgeltlich monatl. 600 Ztr. Briketts zur Abgabe an Bedürftige. Besonders erfreulich war es, daß durch das Entgegenkommen der Zentrale für Milchversorgung (Stolzenbach) es ermöglicht wurde, gemeinsam mit dem städt. Gesundheitsamt während des ganzen Winters 2800 unterernährten Kindern täglich ein Viertel Liter Flaschenmilch zu verabfolgen. Daneben wurden an Bedürftige noch 25 000 Liter
Wenin wwfcigei
CLUB geraucht hat, mag alle anderen Marken probieren - er wird doch zu CLUB zurückkehren, denn die CLUB-Mischung kann weder durch Reklame noch durch „Zugaben“ ersetzt werden.