Kasseler Sport-Zeitung
Kasseler Neueste Nachrichten / Montag, 6. Juni 1932
Eporttag auf der Heffenkampfbahn
Leichtathletische Wettkämpfe / Stadtmeisierfchastsspiel Kurheffen—ES6 03 3:2
Der gestrige Sonntag bracht« der Heffenkarnpf- 6« b« wieder Hochbetrieb. Am Bormittag begannen bereits die leichtathletischen Mannfchaftskämpse der Jugend des Gaues Kaffel anlässlich des DSB.- Spieltages unter der bewährten Leitung von Wilhelm Huth, dem übrigens an diesem Tage die Ehrennadel des Westdeutsche» Spiebverbandes überreicht wurde. Am Nachmittag führt« daun der Rasensvortverband Kastel ebenfalls leichtathletische Kämpf« ixt Herren und Damen durch. Zwischendurch wunde« noch Staffeln der Jugend gelaufen und als „Clou" das Stadtmeisterschafts-Trcffen Kurhefsen — Svortclnb 03 auSgetragen, da? di« Kurheffen mit 3:2 gewinnen konnten. Ungefähr 3500—4000 Zuschauer waren am Nachmittag Zeugen dieser Veranstaltung.
Kurheffen gewann
Futzball-Stadtmeisterschaft: Kurheffen — CSC. 03 3:2 (1:1).
Di« Hauptanziehungskraft hott« das vorentscheidende Treffen Kurheffen — CSE. 03 um die Stadtmeisterschaft der Sonderklasse ausgeübt. das die Kurh«ssen schliesslich erst kur, vor Schluss knapp für stch entscheide» konnten. Beide Mannschaften hatte ihre k 3t. stärksten Vertretungen »ur Stell«. Kurhessen brachte Knicp: Daruribel, Schröder: Falk, Wuth, Rindermann: Melchior, Dickel, Tra- «eser, Jordan und Luckardt auf den Plan, während die Rothose» ntit Schanz: Mühling, Belmet«: Köckert, Horndorf, Horn: Wilhelm, Markert, Engelhardt, Hincke und «leim spielten, also ohne Israel und mit Engelhardt als Mittelstürmer.
Bereits »ach drei Minuten hatten di« Kurheffen durch Trageser, der gestern der produktivst« Stürmet wat, die Führung a» sich geriffen, und erst ein Elfmeter wegen all- tu harter Abwehr brachte dem Svortclnb in der 30. Minute durch Mühling den Ausgleich. Nach der Pause war es wte- der Trageser. der einen Fehler der Club-Verteidigung kur, «ntschloffen mm 3. Zot ausnutzt«. Schanz« war hier macht- los. Aber nochmals konnte» di« Rothosen durch Wilhelm ausgloiche». Der nun einsetzende harte Kampf brachte zwar vor allem dem Svortclnb zahlreiche Chancen, aber der Sturm konnte ine sichere Hintermannschaft der Kurheffen Sicht bezwingen und bei einem schnellen Borstotz glückt« Jordan einige Minute» vor Schluß »och bet 3. und si«g- bringende Tresser für die Kurheffen. Den Rest der Spielzeit stand«» di« Kurheffen mit 10 Man» durch, da Jordan oerletzt ausscheiden mutzt«.
‘ Schiedsrichter war Mösta - Sport, der keinen leichten Stand hatte.
Fast 400 Jugendliche
im Mannschaftskampf.
385 Jugendliche bestritten die Mannschastskämpfe am Vormittag, an dem sich ein sarbenirohes Leben und Treiben am der Hestenkampfbahn abspielte. Falt 400 Jugendliche aller Kasseler Sportvereine bestritten^ die aus Änlatz des DSB.-Spieltages »«sgeschriebenen Mannschaitskämvse. Diese Kämpfe mit ihren Maffenfeldern stellten an di« Abwicklung grobe Anforderungen und wenn es dennoch gelang, bis zur Mittagszeit alle Kämpfe glatt ,u erledigen, so spricht dies für die Umsicht des Gauiugend- obmannes Huth und seiner Helfer. Dem verdienstvollen Vereins- und Berbandssüürer Huth (03) wurde bei der den Vormittag abschliessenden Wimv«lv«rteil«ng durch di« Ueberreichung der Ehrennadel des Westdeutschen Spielverbandes eine vollauf verdiente Ehrung zuteil. (Wir gratuliere»! Di« Redaktion.) In der, A-Klaffe blieben die Hessen-Preuße» überlegene Sieger. Erfolgreich an den Mannschastskämpsen beteiligten sich auch die Vereine Kurheffen, svielverein, Svortclnb 03, Hermannia. Tnra, Hessen 09, Niederzwehren, BC. Sport und Bar-Kochba. Ganz besonders trat die Ueberlegenheit der Heffew-Preutzen bei den Staffeln zutage.
Die Ergebniffe:
Jahrgang 14/15, Kl. « (Bierkamps) :1.H ess e n - P r c u- tz e n 1. 14070 P., 2. Hessen-Preussen II. 11613 P.
Jahrgang 14/16, KI. B (Bierkamps): 1. S v o r t c l u b 03 I. 12 242 $., 2. Svortclnb 03 II. 10209 $., 3. Niederzwehren 10 192 $., 4. Bar-Kochba 9757 $., 5. Tura 90g« P.
Jahrgang 16/17, Kl. A (Dreikamps): 1. H « f 1 e « - Pr e u- tze n 10117 $., 2. Kurheffen 10 064 P , 3. Hesten-Preutzen II. 9040 P., 4. Kurheffen II. 8228 $.. 5. Heff.-Preutz^ III. .->38 P.
Jahrgang 16/17, KI. B (Dreikamps): 1. B C Sport ^Jahrgang 18/10, Kl. 9t (Dreikamps): 1. H cs s e n » P r e u- tz e n I. 8731 P.2. Hessen-Preutzen II. 7995 $.. 3. Kurheffen 7445 P., 4. Hesten-Preutzen III. 7235 P.
Jichrganä 18/19 Kl. SB, (Dreikamps): 1. BC S v o r t 7065 P., 2. Svortclnb 03 6710 P.. 3. Hermannia 66o5 $.. 4. Tura 6620 P„ 5. Bar-Kochba 6320 $.. 6. Svielverein 6100 P.
Jahrgang 20/jg. Kl. A (Dittkamps): 1. H e s s e n - B r « »- tzen I. 5760 $., 2. Kurheffen o2O5 $., 3. Hesten-Preußen II. 5090 P„ 4. Hessen-Preutzen III. 4785 P.
Jahrgang 20/jr. Kl. B (Dreikamvs): 1. BC S v o rt 4990 P..L Tura 4785 P., 3. Hermannia 4410 P„ 3. Hessen 09 4285 P„ 5. Svortclnb 03 4170 $.
Staffeln: 14/15 Kl. A. 5 mal 100 Mir., 1. Hessen-Preu- ße» I. «2,1, Kl. B: 5 mal 100 Meter: 1. Hessen-Preutzen III. 64. 14/15 3 mal 1000 Meter: 1. Heffen-Preutzen 9,11,6. 16/17 10 mal 100 Meter: 1. Hessen-Preutzen 2,06,3. 18/19: Kl. A 10 mal 75 Meter: 1. Heffen-Preutzen I. 1,55. 18/19 Kl. B 10 mal 75 Meter: 1. Sportclub 08 2,03. 20/jg. 10 mal 75 Meter: 1. Heffen-Preutzen 2,07.
Interessante Kämpfe -
Gute Leistungen
waren das Kennzeichen der Leichtathlettkkamvse der Manner und Frauen des Rasensportverbandes am Nachmittag. Von der willkommenen W-ttlampfgttegenhcit mach ten vor allem die Vereine Hesse» 09 und Hessen- Vreuben Gebrauch. Sie waren am erfolgreichsten und man konnte erneut feststellen, daß die Kirchditmolder unter der zielbewussten Führung von Köhler auf dem besten Wege sind ,u den führenden Leichtathletikvereiuen aufzu- schltetzen. Trotz schwerer Bahn gab es in den L ä u f e n oute ffeiien. Aber nicht nur m den Laufen, auch in den technischen Konkurrenzen waren die Leistungen zum Teil sehr aut. Wir erwähnen hier de» Diskuswurs von Altmeister Mtnghenn mit 39,20 Meter und den Dreisprung von Waldeck Hessen 09 mit 12,55 Meter. In den Staffeln bleiben die Hessen-Preutzen, die sich überhaupt den Löwenanteil der zu vergebenden Siege sicherten st^s klar ,n Front. Auch bei den F r a u e n . gab cs beachtenswerte Leistungen. Die Abwicklung der vtelcu Kämpfe war nnht gerade muftergültig. aber immerhin gelang es dem Sachbearbeiter für Leichtathletik des Rasensportverbandes nut Energie und tatkräftiger Unterstützung, ohne lange Pausen in drei Stunden die Veranstaltung abzuwickcl».
Herren:
100 m: 1. Rusttzka (H«sten-Pr.) 11.4. 2. Schaumburg
ck Rusttzka (Hess.-Pr) B.9. ?■ »^ <».^r ) 24
400 m: 1. Löwenbaum tHess.-Pr.) o3,6. 2. Rk>tz ivenen- ¥r800 m:55-!. Meister (Hessen 09) 2.05.8. 2. Nutzbaum ('9CbVK) mr:T$a!^tt (Hest.-Pr.) 4.14.8. 2. Ramvold (Hest.- d^5l»o'm^ck'Wilhelm (Tura) 16P3P. 2. Schevbing (Heff.- d^AugÄ: ^l.^Junghenn (Hest.-Pr.) 11.52 m, 2. v. Hose (Hesten-Preutzen) 11,27. „ „ ™
Diskus: 1. Junghenn (Hest.-Pr.) 39.20, 2. Waldeck (Hest. 0^^ Speer: 1. Lutz (Heuen 09) 40,08 m, 2. Waldeck (Hessen 09) 37 50.
Tiabdöch: 1. Gebhardt (Hesten-Preutzen) 2,78. 2. Stürtz (Hessen 09) 2,73. _ . . m
Hoch: 1. Kraab (Hest -Pr.) 1,68. 2. Temme lS.-P- 1.68- Weit: 1. Waldeck (Hest. 09) 6,45. 2. Wagner UM».)। 6.16. Dreisprung: 1. Waldeck (Hellen 09) 12,5o 2. Mergardt (Heffen-Preutzen) 11.85. . , o
110 m Hürden: 1. sobottka (Heffen-Preutzen) 16,9, 2. Mergardt (Hesieu-Preutzen) 17,2.
Schilling (Hessen-
, 400 m Hürden: 1. Walvert (Heffen-Preutzen) 61 Sek..
2. Wagner (Sellen-Preutzen) 64,2.
4 mal 100 m: 1. Heffen-Preutzen 44,9 Sek.. 2. Hessen 09 47.2 Sek.
Schwcdcnstafsel: 1. Heffen-Preutzen 2,12,4, 2. Hessen 09 2.13,1 Min.
Damen:
12,2, 2. v. Schrenk (!!). 2. Schilling 2. v. Schrenk und
100 m: 1. Hadler (Heffen-Pr.) 13,2, 2.
Preutzen) 14,8.
200 m: 1. Brede (Heff.-Pr.) 30ä S«k.. 2. Streu (Heffen- Preutzen) 31,5.
60 m Hürden: 1. Schmidt (Heff.-Pr.) (Heffen-Preutzen) 12,4.
Weit: 1. Hadler (Heff.-Pr.) 4,84 m (Hessen-Preutzen) 4,36.
Hoch: 1. Schilling (Hest.-Pr.) 1,28, Weafartb (Heffen-Preutzen) le 1.23.
Kugel: 1. Wolf (Heff.-Pr.) 5,15 m, 2. Wcgfarth (Heffen- Preutzen) 7,58.
Ballwest: 1. Schilling (Heffen-Pr.) 57 m, 2. Wcgfarth (Heffen-Preutzen) 51.50.
4 mal 100 m: 1. Heffen-Preutzen I. 56,8. 2. Heffen- Preutzen II. 60,2.
spiel gegenüber. Ballsvielklich Sport zeigt« sich trotz mehrfachen Ersatzes als die technisch reifere und Kampferprobtere Mannschaft und konnte einen vevdienten sieg da- oontragen. Die Unterlegenen waren wohl sehr enna, doch bei ihren zumeist ungenau vorgetragenen Angriffen bltebe» diese infolge sicherer Abwehrarbeit des Gegners erfolglos.
Nach 25 Minuten Spieldauer gebt Sport durch den Mittelstürmer Leus in Führung, Nachdem 06 zwei gute Gelegenheiten ausgelassen hatte, erhöhte Kellner aus eine Vorlage von Sauerbier aus 2:0. Den Pausenstand nut 3:0 stellt Strauss durch Handelsmeter her, schon bald »ach Wiederbeginn beisst es durch Leus 4:0 und ein wunderbar geschossener Strafball von Kellner erhöht den Vorsprung der Blau-Weitzen aus 5:0. Dann kommen die Platzhesstzer durch ihren Mittelläufer Kissewach zum verdienten Ehrentor. doch bald darauf ist es wiederum Kellner, der bett 6. Treffer anbringen kann.
Ballsvielclub Sport stellte folgende Mannschaft: Jacob: Bickel, Weinmeister: Ohlwein, Sturm, Richard: Sauerbier, Kellner, Strautz, Leus, Kühlewind.
Niederlage der Rothenditmolder
Hermannia erzwingt Ausgleich
Spielverein — Hermannia 4:4 (4:1).
Ein Spiel, das bis Mr Paus« 1:4 »ertöten steht, doch noch unentschieden zu gestalten, ist besonderer Erwähnnng wert. Denn diese Energieleistung vollbrachten am Sonnabend abend aus der Heflenkampfbahu die Struthbacher im Stadtmeisterschaftstreffen gegen die savortsterten Rothenditmolder. Anfangs schien die Partie für Hermannia vollkommen aussichtslos. Der glänzend aufgelegte Sturm von Svielverein schien dieser Anstcht durchaus recht M geben. Vier Tore: Jacob, Pave (2) und Brüssel liehen ». 11. ein hohes Torergebnis erwarten. Gutvdlach konnte beim Stande 2:0 den ersten Gegentreffer für Hermannia erzielen. Aber, man foll das Ende nie vor 6er 2. Hälfte loben ...
Waren nämlich vorher die Rothenditmolder wnangebend, fo ergab stch die nachher erstaunliche Datfache, dass Hermanni« wie umgewandelt et« glänzendes Spiel lieferte. Viel zu dem Umschwung trug neben dem Nachlasten der Rothenditmolder Läuferreihe eine Umstellung der Struthbacher bei. Der Verteidiger Schaal ging iit den Sturm und Lumve nach hinten. Raumgreifendes Flügel- fvicl (vorher ganz vernachläfftgt) fchaffte immer wieder ge- fährliche Situationen im gegnerifchen Strafraum, und Tor aus Tor wurde aufgeholt. Rehm war zwetmal und Gund- lach einmal erfolgreich. Gemesten an dem hervorragenden Endsvurt in der 2. Hälfte war das unenffchiedene Resultat für Hermannia verdient errungen und stellt der Mannschaft ein gutes Zeugnis a«S.
Bönig trott Sport war ein korrekter Schiedsrichter.
Gpielverein und Kurheffen punktgleich
Nach den beide» letzten Spielen find Kurheffen und Svielverein punktgleich geworden und stehen mit gleichen Chancen an der Spitz« der Tabelle. Wer das bessere Ende für stch behält, ist noch unklar, zumal auch der BC. Sport noch Aussichten hat, falls er die beiden letzten Spiele gewinnen sollte. Hermannia hat die Kämpfe bereits beendet.
Die Tabelle der Sonderklaffe:
Svicle
gern.
un.
verl.
Tore
Punkte
Svielverein
5
3
2
0
15:8
8:2
Kurheffen
5
4
0
1
12:8
8:2
CSC. 03
5
2
1
2
13:10
5:5
BC. Svori
4
2
1
1
9:10
5:8
Tura
5
1
2
2
8:9
4:6
Hermannia
6
1
1
4
12:18
3:9
Hessen 89
4
8
1
3
5:11
1:7
Ein überzeugender Sieg
Ballspielverein 06 — B. C Sport 1:6 (0:3).
Nach langer Zeit standen sich beide Mannschaften am Sonntag vormittag aus dem 06-Platz tn einem Privat-
Rot Weiß Homberg — Spielverein 4:1 (0:0).
Die Rothenditmolder folgten einer Einladung der Hornberger, um ein Werbefpiel vorzufithren, was ihnen aber nur zum Teil gelungen fein dürfte. Zur Fahrt nach Homberg wurde unvorteilhaft ein Auto benutzt, welches unterwegs vier Pannen batte. Der Empfang und die Begrüssung in Homberg durch den Borstbcnben Schlott war herzlich.
Was das Spiel anbetriffi, so hatte man vielleicht von den Kaffelern mehr erwartet. Aber die Gäste, welche die komplette Els zur Stelle batten, konnten sich garnicht mit dem harten Sandboden abfinden. Auch machten sich in der 2. Hälfte Ermüdungserscheinungen von dem am Sonnabend vorausgegangenen Stadtmeisterschastsspiel bemerkbar.
Die erste Hälfte stand zum grössten Teil im Zeichen der Rothenditmolder, die immer wieder im Angriff lagen, ohne aber zu Torerfolgen zu kommen. Rotweih Homberg unter Führung ihres vorzüglichen Mittelläufers P a b l II batten sich aber etwas besonderes vorgenommen. Mit grossem Eifer war die ganze Mannschaft bei der Sache. Sogar einige brenzliche Situationen gab es vor Ocklenburgs Tor. Beide Hintermannschaften verhinderten vorläufig dass Tore erzielt werden konnten.
Nach 6er Pause kamen jedoch die Hornberger mächtig aus. Ein Strafftotz von Pahl II führt zum ersten Erfolg und kurze Zeit darauf kommen dieselben durch ein Selbsttor von Pahl I zu einem weiteren billigen Erfolg. Nunmehr stellen die Kasseler um. Der junge Mittelstürmer Schömberg wechselt mit Gutchos den Platz und fo kann durch Brüssel ein Tor ausgeholt werden. In kurzen Abständen erzielen die Hornberger noch zwei weitere Tore durch Neuhaus und K. Fach und stellen so einen verdienten Achtungserfolg sicher. Schiedsrichter F. S v o h r - Kaffel war dem Spiel ein unparteiischer, gerechter Leiter. hl.
Gießener Sportbrief
Sf8. Giessen — SB. Marburgsckersbaufe» 4:0 tt:8).
B?B. Giessen — Wetzlarer Sportverein 8:6 (4:2).
Nur wenige Zuschauer hatten stch am Sonnabend einge- siiuvden, als der VfB. Giessen mit 9 Mann seinem Gast aus Ockershausen entocgentrat. Schon zu Beginn des Spieles konute HW. durch Elsmeter in Führung gehen. dem bald daraus das ziosite Tor folgt«. Merkwürdigerweise verlor stch die Ueberlegenheit des VfB. nach Vervollständigung feiner Mannschaft. Erst weit in der zweiten Salbzeit vermochten die Einheimischen das Spiel wieder überlegener zu gestalten und siegten mit 4:0.
Wesentlich interessanter gestaltete sich das Spiel am Sonntag gegen den Wetzlarer Svortvcrein. das durch den Leichtsinn der BW.-Vcrteidiguna mit dem nicht alltäglichen Resultat von 6:6 endete. Mehrfach konnte Wetzlar in Führung gelten, aber immer wieder vermochte VfB. auszugleichcn und ging sogar mit 2 Toren Vorsprung in die Panse.
Nach der Paus« spielte Wetzlar zeitweise überlegen, erzielte sogar eine 6:4-Führung, mutzte sich aber in einem ausserordentlich hart durchgeführten Endkampf »och den Ausgleich gefallen lasten. .pp-
Ersatz verschuldet Niederlage
VfB. Kurhessen Marburg — Gießen 19000 3:4 (2:2).
Allmählich flaut der Svielbetrieb in Marburg Immer mehr ab. Am Sonntag gab es ein Rückspiel zwischen Kur Hessen und Giessen 1900. Das Vorspiel in Giessen hatten die Marburger schon mit demselben Ergebnis verloren, mit dem sie auch jetzt wieder unterlagen. Sie leisteten «s sich, mit fürs Ersatzleute» anzutreten »nd
Fußball im Reiche
Lleberroschung in Leipzig
Der Norden schlägt Süddeutschland im Pokal-Endspiel 2:1 (1:1).
FK. Pirmasens — 1. FC. Pforzheim 1:1, 1860 München — so. Vgg. Köln/Sulz 07 (Sa) 5:0. Schwaben Augsburg — Sv. Bgg. KölnMrlz-5:l, Phönix Ludwigshafen — Alem. Worms 4:2, SC. Stuttgart — Kickers Stuttgart 8:0, Freiburg — FC. Mülhausen 2:1, SB. Wiesbaden — Ä-B. Waldhof 1:1, Borussia Neunkirchen — FC. Pforzheim 2:1, Union Niederrod — Urberach 6:2.
Das Endspiel um den Pokal Les Deutschen Futzball-Bun- des war eine arg verpfuschte Angelegenheit. Zunächst gab es eine Enttäuschung für den Bund felbft, denn es kamen nur 5000 Zuschauer zum Leipziger BsB-Platz. Gerade die fächstschen Metropolen Leipzig und Dresden sind eben in letz, ter Zeit vom Bund — aus übrigens sehr naheliegenden Gründen — mit Fubballereigniffen überfüttert worden. Dann hielt aber auch das Spiel nicht das, was es versprach. ES war eine ziemlich zahme Angelegenheit und schliesslich ist als dritter Faktor der Enttäuschung noch die Taffache zu verbuchen, dass der Kampf ein völlig irreguläres Ergebnis fand. Trotzdem der Süden gegen die beste Mannschaft Norddentfchland nur eine »weite Garnitur stellte war seine Mannschaft doch während des ganzen SvieleS tonangebend. Sie erzielte auch ein« Unzahl von Eckbällen, ober Torersolge konnte sse bis auf einen, von Leichter erzielten Treffer, nicht buchen. Dagegen kam Novödeuffchland durch zwei Treffer von Wolvers zum Sieg. Die dem Svielver- lauf und den Leistungen nach unverdiente Niederlage des Südens ist in erster Linie auf die mangelnde Schusskraft des Jnnensturms und auf das schlechte Spiel der Aussenläufer zurückzuführen.
*
Westdeutscher Kußballsieg
Luxemburg in Bonn 6:0 (1:0) geschlagen.
Ihrem glänzenden 5:0 Sieg über Belgiens „Rote Teuft!" konnte die westdeMsche Knssball-Revräsentative am Sonntag in Bonn einen neuen, schönen Erfolg anrcihen, fie besiegte in einem überlegen geführten Spiel Luxemburgs Auswahlmannschaft mit nicht weniger als 6:0 Treffern. Die Westdeutschen spielten diesmal mit den Stürmern Kuzorra, Czevan und Nattkämper des westdeuffchen Meisters Schalke (H. Diese drei Leute trugen auch das Hauptverdienft an dem hohen Sieg. Die Westdeuffchen spielten vor allem im Angriff sehr überlegen. Dem ausgezeichneten Kombinationsspiel und den geristenen Täuschungsmanövern war die Abwehr des Gegners nicht gewachsen. Die westdeutsche Läuferreihe ging an. die an stch nicht sehr stark gestellte Abwehr wurde wenig beschäftigt, da die Luxemburger ia fast durchweg in die Verteidigung gedrängt waren. Die 10 000 Zuschauer feierten das überlegene Svicl und fielt hohen Sieg I ihrer westdeutschen Mannschaft begeistert.
Aus dem Westen.
*
süddeniiche Verein« anf Reise«: SV. Hamborn 07 __
Sv. Vgg. Fürth (Sn.) 4:8. Stadtelf Recklinghausen — Sv. Bgg. Furth 2:2, Alem. Aachen — Kickers Offenbach (Sa) 5:5 Tennisborussia Berlin — FSV. Frankfurt 2:1, Alem. Aachen — Wormatia Worms 2:3, Chemnitzer BC._1 FC
Nürnberg 1:7, 1. SV. Jena — 1. FC. Nürnberg (Sa.) 1:6.'
TRU. Düsseldorf — Schalke 04 1:6, Solingen /Gräfrath — Fortuna Düsseldorf 0:6, SSBg. Barmen — SSV. Elberfeld 3:0, Duisburg 1900 — Duisburger FC. 08 1-3, Meiderichcr sB. — schwarz-Weiss Essen 3:2, Alemannia Dortmund — Dortmund 95 9:2, Westfalin Herne — Duisburg,99 4:2, Union Gelsenkirchen — Gelsenkirchen 07 6:0, Seihaha Bochum — Preußen Bochum 4:2. Entscheiüungs- wiel um den Verbleib in der Sonderklaffe: Herne: Svorffr Dortmund — Effen 99 0:1. Arminia Bielefeld __ Bf»'
Benrath 2:5, BW. Bielefeld — Preußen Hameln 0:0. ’
3000 Frankfurter wollen nach Nürnberg
zum Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Di« Geschäftsstelle der Frankfurter Eintracht ist fast ständig von Leuten belagert, die den (üddeuffchen Meister Eintracht nach Nürnberg »um Endiviel um 6te Deutsche Fussballmeisterschaft gegen Bauern München begleiten wollen. Man nimmt an, dass insgesamt saft 3000 Frankfurter Schlachtenbummler in Sondcrzügen. Gefellschaftsreisen »nd Autokolonnen nach Nürnberg fahren «erden. In den lebten Tagen haben ück bereits Truvvs von Jugendlichen mit dem Rad ausgemacht, um nach Kreuzfahrten Lurchs Krankenland nach Nürnberg zu kommen.
Arbeiter-Turn- und Spottbund
Rot-Weiß Kassel — Vorwärts 0:4 (0:2)!
-Nach dem Siege gegen Eintracht hatte man Rot- Weib auch gegen seinen Ortsrivnlen Vorwärts einen sieg »ugelraut. Aber es kam wieder einmal anders,, wie es die 200 Zuschauer aus den Waldauer Wiese» stch Lachten. Vorwärts, kam mit einer sehr starken Aufftellung bereu» und führt« ein Spiel vor. Las. «wgeiehcn von bet Härte einiger Spieler, gefallen konnte AusichlaggebenL für den Sieg war vor allem das entfchloffen« Eingreifen des.J»,- uensturms. Ein schwacher Punkt ist in der Manuslbait :r rtit zu verzeichnen. Rot-Weiß war nach^dem Spiet gegen Eintracht nicht wicLerzuerkeltuc». Im sturm klappt« «s
Vorläufig kein Entscheidungsspiel
Zum Abstie« in der SonderNaffe und Reueinteilung der 1. Bezirksklaffe.
Vor einiger Zett hatte ssL Lie Kasseler Presse mit. der Ansetzung Les E n k s.ch e i dun g s f p i e les zwncheu Kurbeisen und Hesien 09 um Lett Abitieg in der SGäsruppe der Sonderklasse beschäftigt. Wir hatten uns bei dieser Debatte ne utral verhalten, die maßgebende amtliche Stell« »och keme endgültige Enischcidung getroffen hatte. 'Nachdem in öiefei JSragc eine I w 11 6«n = Entscheidung getroffen ist, können wir unseren -eiern mitteilen, dass ein. Entscheidtttigsspiel v o r,der srneliverre nicht angesetzt wird. Der S u tz b a 11 • (S a m b e a r o e i= ter hat hiermit Len Wünschen 6er beiden Bcreine Rechnung getragen und wir- das Entscheidungsiviel wort nach bet Spielsperre ansetzen, sowie der Berbands-Bvrstand keine Aenderung beb Abstiegs im Bezirk Hessen-Hannover aus Grund der erneuten Eingaben der betreffenden Vereine verfügt hat. Wi« der B. B. diefe Eingaben, dier er nach Ablehnung bet Anträge auf Abstiegsänderung anbelmgestellt hat, verwerten wird, ist fraglich.
Ue6ei die Neueinteilung der 1. Bezirksklaffe wird der Bezirksvorstand in der nächsten Sitzung, die voraussichtlich am kommenden Sonnabend stattfindet, beraten und entsprechend feiner Ansicht mit den Vereine» in besonderen Tagungen sprechen. hol.
bekamen mit dieser Niederlage vvomvt die Quittung «rf diese Leichtfertigkeit. Das Spiel selbst war typisch für die vorgerückt« Jahreszeit. Dw Leistungen waren äusserst minimal. Die Giessener machten darin keine Ausnahme. Trotzdem fft ihr Sieg nicht unverdient. Das Ergebnis dürft« den Kurheffen ein« Warnung fein für noch ausstehende Spiele gegen schwächere Gegner. Mit Spielen wie am Sonntag erwirbt man kein« Lorbeer««, sondern schadet nur seinem Rus. -ezto.
Eschwege ohne Chancen
Sp.-B. Göttmgen — S. V. Eschwcgc 7:1 (4:0).
Dieses Sviel zeigt« deutlich, dass die Göttinger wesentlich spielstarker sind als di« allerdings mit Ersatz spielenden Gäste. Zwar sollte grosser Eifer das geringere Können ersetzen, doch die dadurch erzielte Nervosität int Gästesturm verdarb regelmäßig die mühsam erkämpfte Torgelegenheit. Ein Sieg der Gäste stand jedoch außer Frage, dafür iovgte schon die bessere Göttinger Läuserreihc.
Mette jagte werft eine hohe Flanke auf Las Tor und haarscharf unter der Latte passiert 6er Ball die Lime. 1:0. Meier setzte den Ball in die rechte Torecke (2:0) und bald darauf durch Kopfball über den Torwart hinweg zum 3:0- Ergebnis. Schirmer benutzte schließlich eine Unncherbeit der Verteidigung. 4:0. Pause. Durch schnelles Erfassen der Situation konnte Rehm das 5:0 erzwingen. Der Gästetorwart schien recht verstimmt »u fein, denn nochmals ließ er stch von Miikilenstebt schlagest. 6:0. Eine harte Entscheidung des Schiedsrichters sprach den Gästen einen Elfmeter zu, der 6:1 schaffte und eine grobe Unsportlichkeit Les Gäste- hütcrs gab nunmehr den Göttingern Gelegenheit, ebenfalls Lurch Elfmeter Las Schlußresnltat zu erreichen. — SVG. II. — BW. Northeim II. 8:1. G. H.
Weitere Privatspiele.
Borussia Fulda — Würzburger Kickers 8:0
Corbach 09 — Tura Kassel 3:3
Sportfreunde Warburg — SB. Niederzw. 3:3 KB. Grossalmerode — KB. Wallau 1:0
Stadtmeisterfihaft der 1. Bezttksklass«:
Wilbelmshöhe — Sportfreunde 2:0
Fußball in Süöhannover
FC. Grone — Blau-Weiss Göttingen 3:0 (1:0).
Hier trat ein Verein der 1. Bezirksklaffe gegen die chc- malige Bczirksliga a« und mutzte dessen Ueberlegenheit anerkennen. Hier war die Bezirksliga des FL. Grone technisch besser und hätte leicht noch höher gewinnen könncil.
Spiel u. Sport Northeim — VfL. Tudcrstadt 3:0 (3:0). Zum Abschluß feines 25jährigen Jubiläums hatte Spiel u. Sport den bekannten VfL. Tuderstadt verpflichtet und konnte einen verdienten Sieg erringen, da die Nortbeinicr Mannschaft ohne Kvagc besser in Technik und Taktik war.
Juaendfpielc: Northeim Schüler — SVG. 4:0, Northeim 1. Jug — SVG., 1. Jug. 3:0, 2. Northeim Jug, — SVG. 2. Jug. 0:1.
SP. ». USIar — Polizei Holzminden 3:5 (2:4). Die Polizei gewann die beiden letzten Puntte und dürfte nunmehr hinter VfB. Northeim den 2. Platz belegen.
Einbeck 05 — BsB. Northeim 1:1 (1:1). Hier trat der neue Gruppensicger der 1. Bezirksklaffe Südbauuovers in Einbeck an und konnte ei» bemerkenswertes Uncntjchteden erzwingen.
VfB. Holzminbea — Sparta Öfterobe 4=2 (3:1). In I diesem Kampfe wurden auf beiden Seiten keine besonderen Leistungen gezeigt. Das Spiel war verteilt und reichlich hart.
diesmal überhauvt n!M. Man konnte eine schreckend« Hilflosigkeit fsststellen. ZusanvmenarbStt «ab es tast me. Di« Läuferreihe dagegen war gut und «^beitet« ttidcllos. Im Feldspiel waren sich beide Mannschaften gleichwerttg. «irr vor dem Tore versagte« die Rot-W«issen.
Herkules — Harleshausen 2:8.
Handball: Eintracht Kassel I. — 9t. Z, Kassel L <8. Abl.) 4:3 (2:2)! Auch dieses Freundschaflstteffcn <>m Sonnabend bracht« nrieÄerii einen schönen Erfolg der Eintracht «b«r den A-Klassen-Derein Kassel (3. Abtlg.l.
,/Runb um Schotten^
Bullus (RSU) fährt neue Rekordzeit vor 40 000 Zuschauern und Tagesbestzeit. / Möritz München fährt Beiwagenrekord. — Der Meisterschaftslauf.
Das kleine oberhesfische Kreisstädtchen Schotten ston- wiedcr einmal ganz im Zeichen des Motorsports. Der rührige Vogelsberger Automobil- und Motorrad-Club trug »um achten Male sein klassisches Rennen „Rund um Schotten" aus. das durch Etnüeziehuug des »weiten Meister- schaftslaufes eine besondere Note erhielt. Trotz starker Regengüffe am Vortage fanden sich aus der ganzen Umgebung etwa 40 000 Sportbegeisterte ein. Das Rennen verlies bei ausgezeichneter Organisation ohne Unfall, wenn man davon absieht, das, bet einem Tribünenbruche einige Zuschauer lsicht verletzt wurden. Tie Hauvtkoukurrenz des Tages bildete der zweit« M«istrrschastslaus, zu dem von 58 gemeldeten Fahrern 45 auiraten. In der 250 ccm-Klaffe siegte der Chemnitzer DKW-Fahrer Winkler vor dem Fuldaer Hans Kahrmann. Die 350-Klaffe war von Anfang an eine sichere Beut« des Godesbergcr Erust Loos (Jmperia). In der Halbliterklasse zog Bullus l'NsU.) vom Start weg davon, vergrötzerte seinen Borivrang ständig «nd iteste ichlietzlich mit neuer Rckordiett, nämlich mit einem Durchschnitt von 102,44 Kilometer. Sein Sieg konnte aber, da Bullus Engländer ist. für den Meisterschaftslauf nicht gewertet werden: diesen holte sich der an zweiter Stelle ein kommende Pepo Giggenbach-Mühldorf (Rudge) vor dem Frankfurter Klein.
Di« Ergebnisse.
Menne» 1: Beiwagenmaschinen, z Runden gleich 52,8 km. Kl. F, 600 rem: 1. Hans Kahrinann-Kulda. 35:18 gleich 89.7 st km anf NsU. Klasse G über 600 er«: 1. Jos. Müritz» Ätünchen (Bietoriaj 34:02 und 93,2 st/km «neuer Beiwa- geurekord): 2. Erlenbruch-Wupvertal 34.32 (Marke nicht genannt).
Rennen 2: Ausweisfabrer. 2 Runde» gleich 35 km. Kl. A, 250 ccm: 1. Schön-Franklurt (Bückeri 24:24 (86.5 ft/fmk Kl. B 350 ccm: 1. Wagner-Bieber bei Offenbach (MAG.) 23:21 gleich 90,4 st/km (beite Zeit der Ausweisfahrer). Kl. C. 500 ccm: 1. Bautz-Ulin (Norton) 27:22 gleich 77,2 st/km. Kl. D—E. 1000 ccm: 1. Eichenhach- Welhenfels (BcvlW) 243)7 86 st/km.
Rennen 8: Meisterichastslauf (Lizcuzfahrer). 12 Runden gleich 211 km. Kl. A. 250 c<;m: 1. Wtnkler-Cheninitz (TKWl 2:16,35 — 92.8 st/km. Kl. B :)S0 ccm: 1. Loos-Godesberg krmpetia) 2:09,27 gleich 97.9 st/sm. KI. C. 500 ccm: 1. T. Bullus-England (NsU> 2:08.41 gleich 102.44 st/km, bette Zeit des Tages, neuer strecken rekotd. 2. und Sieger im MeiSerschaftSlaut Pepp Giggenbach-Lstübldori 2:10.58
? 1- Eduard Ärab-Ldeiohincn
(BMW) 2:06,6 gleich 96,9 st/km.