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Kasseler Reueste Rachrich-m

Montag, 23. Mai 1932 , 2. Beilage

Ein großer Tag auf der Berliner Avus

Ernst Henne fährt wieder Weltrekord / Earl Howe überlegener Sieger -er Kleinwagen v. Brauchitsch schlägt Earacciola

Die internationalen Autorennen auf der B e r - N n e r Avus wurden am Sonntag bei prächtigstem «ommcrwetter zu dem erwarteten Großcreigilis. Das Publikum brachte dieser bisher größten Veranstal­tung auf der Avus ein Rieseninteresse entgegen, aus den Plätzen längs der Geraden und besonders in der Nord- und Südkurve herrschte ein fast lebensgefähr­liches Gedränge. Das Rennen drückte narürlich auch der Umgebung seinen Stempel auf, wahre Heerlager von Automobilen, Motorrädern und sonstigen Ver­kehrsvehikeln konnte man in der Nähe der Bahn be­wundern. Unter den Zuschauern war die erste Gesell­schaft vertreten, die Vertreter höchster amtlicher Stel­len waren kaum zu zählen. Da waren anwesend die Botschafter von Frankreich und England, die Ge­sandten von Oesterreich und der Tschechoslowakei, zahlreiche Vertreter der Regierungs- und Städtischen Behörden, der Polizeipräsident, der Ko.mmandeur der Schutzpolizei, sowie endlich der augenblicklich in Ber­lin weilende Prinz Emir Feissal von Hedschas mit seinem Hofstaat.

Der sportliche Beginn war sehr vielversprechend, denn der Münchener Rekordfahrer Ernst Henne hat mit einem neuerlichen Rekordversuch einen großen Erfolg. Mit seiner BMW-Maschine stellte er über fünf Kilometer mit fliegendem Start mit einer Durch- fchnittsgeschwindigkeit von 198,150 Stundenkilometer eine neue Höchstleistung auf, die die des Engländer Handlet) von 192,720 Stundenkilometer ganz beträcht­lich übertrifft.

Am Start zum Rennen der Kleinwagen fan­den sich 17 Wagen ein. Der auf Grund seiner Trai- ningslcistungen stark favorisierte England Earl Howe übernahm sofort nach dem Start die Spitze. Er holte bereits in der ersten Runde mehrere hun­dert Meter Vorsprung heraus und vergrößerte diesen Vorsprung dank seines regelmäßigen und schnellen Tempos bis zum Ziel auf nicht weniger als beinahe zwei Runden. Von den deutschen Wagen konnte nur der DKW. mit Macher am Steuer durchs Ziel kom­men, während Simons und Kohlrausch vorzeitig die Waffen strecken mußten.

Durch einen tödlichen Unglücksfall wurde das Ren­nen der großen Wagen getrübt. Fürst Lobkovits- Tschechoslowakei kam in der ersten Runde auf seinem Bugatti kurz nach dem Einbiegen in die Südkurve von der Bahn auf den Grasstreifen, überquerte die Gegengerade und der Wagen blieb am Abhang zer­schellt liegeck. Der Fahrer flog in hohem Bogen auf die dicht daneben liegenden Bahngleise und trug da­bei so schwere Verletzungen davon, daß er ihnen nach kurzer Zeit im Krankenhause erlag.

Einen rassigen Kampf Caracciolas gegen von Brauchitsch bekamen die Zuschauer im Rennen der großen Wagen, das über 15 Runden

294,426 Kilometer führte, zu sehen.

In dem 16 Fahrer starken Felde traten noch einige Veränderungen ein. So mußten Chiron und Varzi dem Start fernbleiben, da beide für das am gleichen Tage ausgefahrene Rennen um den Großen Preis von Casablanca ihre Meldungen abgegeben hatten, für sie gingen die beiden Franzosen Divo und Bouiriat ins Rennen. Beide lagen bis zur zweiten Runde abwechselnd in Führung vor Earacciola auf Alfa Romeo, mußten aber wegen Motorschadens auf­geben. Bouiriat hatte wenigstens die Genugtuung, zwei Weltr ekorde gebrochen zu haben, und zwar verbesserte er für die Klaffe 30005000 ccm die alte Höchstleistung über 50 Kilometer auf 200,6 Stunden­kilometer und über 50 englische Meilen auf 201,1 Stundenkilometer.

Mit Durchschnittsrunden von 195 Stundenkilo­meter setzte sich inzwischen Earacciola an die Spitze des Feldes, stets von dem jungen von Brauchitsch auf Mercedes gejagt. Auf den Geraden kam von Brauchitsch stets ziemlich an Carac- ciola heran, der aber durch seine große Kurventechnik immer wieder davonzog. Der bis dahin an dritter

Stelle gelegene Drevsuß auf Maserati fuhr in der fünften Runde mit 206 Stundenkilometer die bisher schnellste Runde, wurde aber in der achten Runde durch Motorschaden zur Aufgabe gezwungen. Das Feld lichtete sich immer mehr und nach neun Run­den befanden sich nur noch sieben Wagen im Wett­bewerb.

Als einer der ersten fiel auch der Weltrekordmann Sir Malcolm Campbell aus, der in der erste» Runde Leitungsbruch erlitt.

Im zweiten Teil des Rennens kam es dann zu dem erbitterten Duell zwischen Earacciola und von Brauchitsch, die sich von den übrigen Fahrern abge­sondert hatten und ihr Rennen allein fuhren. Nach­dem Brauchitsch in der achten Runde für kurze Zeit an Earacciola vorbeigegangen war, glückte ihm unter dem tosenden Jubel der Zuschauer in der letzten

Runde dieses Experiment noch einmal. In der letzten Minute ließ er sich dann den Sieg nicht mehr streitig machen, Earacciola passierte mit geringem Abstand als Zweiter das Ziel. Fast eine Runde zurück kam der Schweizer Bergmeister Stuber auf Bugatti als Dritter vor Hans Stuck und Dr. Kalte durchs Ziel. Den Sonderpreis für die schnellste Zeit erhielt der Franzose Dreyfutz, der in der vierten Runde 209,84 Stundenkilometer herausfuhr.

Rennen der großen Wagen:

1. Manfred v. Brauchitsch (Mercedes-Benz SSK) 1:30:52,4 Stunden (194,5 Stundenkilometer), 2. R. (Earacciola (Alfa Romeo) 1:30:56 Stunden (1933 Stundenkilometer), 3. Stuber-Bern (Bugatti) 1:34:31,2 Stunden (189,890 Stundenkilometer), 4. Hans Stuck (Mercedes-Benz SSK) 1:35:11,4 Stunden, 5. Dr. Sötte (Maserati) 1:41:42,4 Stunden.

Oie Sieger -es Tages

Earl Howe-England, Manfred von Brauchitsch,

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der das Rennen der kleinen Wagen gewann. der im Hauptrennen gegen die Elite der europäischen Howe ist ein Vetter des englischen Königs. Autorennfahrer erfolgreich war.

VI. rheinischer Automobil-Wettbewerb

Auch Kaffcl mit von der Partie.

Zu den Städten, die infolge der sportlichen Be­stimmungen für den 4. Rheinischen AulonlobilWett­bewerb in eine enge Beziehung zu dieser Veranstal­tung gebracht wurden, gehört auch Kassel. Es ist das erste Mal, daß holländische und deutsche Kraft­fahrer sich in einem sportlich-hochwertigen Wettkampfe messen. Die Anfahrt zu dem großen Turnier, das vom 4. bis 6. Juni in Düsseldorf stattfindet, ist aus­gestaltet zu einer Deutschland-Holland-Städtefahrt mit Ziel Düsseldorf. Der Start zur Fahrt dgrf

frühestens Donnerstag, den 2. Juni, nachmittags 16 Uhr, erfolgen. Der Abfahrtsort kann in Deutschland oder Holland beliebig gewählt werden, kann also auch Kassel fein. Jeder Fahrtkilometer wird mit einem zebntel Punkt bewertet, das Anfahren bestimmter Städte mit mehreren Punkten. Zu diesen Städten, welche den zum Turnier fahrenden Kraftfahrern die so heißerstrebten Gutpunkte bringen, gehört auch Kassel. Wer von hier wegfährt, oder unsere Stadt berührt, erhält 3 Gutpunkte. Am Sonnabend, den 4. Juni, nachmittags 16 Uhr, muß der Eyrenüof am Rhein in Düsseldorf, der ideale Turnierplatz, erreicht sein. Den erfolgreichen Fahrern winken sehr nam­hafte Geldpreise.

!-e Oiebesjag- auf einem Berliner Kernbahngleis

Berlin, 23. Mai.

Zwischen den Stationen Charlottenburg und Bahnhof Zoo spielte sich am Sonnabend abend eine aufregende Diebesjagd ab, die lejchr ein böses Euve genommen hätte. Einem Berliner Kaufmann wurde am Bahnhof Charlottenburg die Brieftasche gestoh­len, er verdächiigte einen neben ihm stehenden Mann, es kam zu einem Wortwechsel, zu einer Plänkelei, zwei Berliner Studenten mischten sich ein, und schließlich ergriff ein Dritter, ein Komplice des mut­maßlichen Diebes, die Flucht. Er sprang auf den Bahnkörper und lies in der Richtung Bahnhof Zoo, ihm nach die beiden Studenten. Sie erreichten ihn kurz vor dem Bahnhof Zoo. Der Manu wehrte sich verzweifelt und keiner der Drei bemerkte, daß inzwi­schen ein Fernzug herannahte. Dem Lokomotivführer gelang es jedoch noch in letzter Minute, den Zug an­zuhalten. Der Flüchtling wurde festgenommen. Vor- her war schon sein Komplice verhaftet worden. Die Brieftasche war von den beiden, als sie ertappt tour* J0?!:. toeonetoorfen worden. Sie wurden aufs Polizei- prasidlum gebracht. * 5

Prinz Keiffal beim Reichskanzler

Berlin, 23. Mai

«J®!! Reichskanzler empfing Sonnabend mittag den Prinzen Feiffal vom Hedschas und Netschd, Vize- ^Nlg von Metta, zur Entgegennahme des an den Sichteten Handschreibens feines Vaters, des Königs Ibn Saud. Der Vrinr war von dem Unterstaatssekretär für auswärtige An- en' Exzellenz Fuad Hamsa begleitet An dem Empfang nahmen der Chef des Protokolls, Graf Tattenbach sowie der stellvertretende Leiter der Sriif^atMrIUwa.e^ä Auswärtigen Amtes, Gesandter Vorhof der Reichskanzlei hatte

A"eiltlNff der Reichswehr Aufstellung genom- öle militärischen Ehrenbezeu-

Fvngen erwies.

Im Hamburger Hafen brach gestern nachmittag ln den Staatszimmereibetrieben am Veddelerdamm und Lübecker Ufer ein Brand aus, der sich dann rum Großfeuer entwickelte. Das Feuer vernichtete außer einem Schuppen der Staatszimmerei und Holzdor- raten auch den für die Annahme der Celluloiddurch- gangstur bestimmten Lagerschuppen beim Bremer , «al vollständig. Man kann annehmen, daß das Feuer bort entstanden ist. Eine gewaltige Stichflamme, die Plötzlich aus dem Gebäude schoß, setzte alles im Uni= kreise von nahezu 100 Metern in Brand. Sogar ein Ruderboot, das 60 Meter vom Ufer entfernt lag, und Pfahlgruppen im Wasser haben Feuer gefangen. Der Feuerwehr, die mit fünf Zügen und zwei Feucrlösch- booten.anruckte, gelang es in verhältnismäßig kurzer Zelt, den kolossale Rauchwolken entwickelten Braud emzudammen.

Eisenbahnunfall in Dortmund

Riesenbranö in Spandau

_ M2 , Berlin, 23. Mai.

d" Rächt von Sonnabend

Sonntag tn Spandau bei den Deutschen Judu- ^ewerken aus dem Gelände der früheren Artiverie- werkstatten entstanden, wo das Modellaqer, die Alu- mmiumgleßerel und die Schmiedewerkstatt völlig aus- ^edranntsind. Der Brand hatte in kurzer Zeit so große Ausdehnung angenommen, daß 13 Züge und jtoet Feuerlöschboote am Brandherd erscheinen muß- wn. Es wurden 14 B- und 12- C-Roh?e eingesetzt. D« Dachstuhl der Aluminiumgießerei und der Sch«uede brannten völlig herunter. Das Modellaqer M Ausdehnung von etwa 3000 Quadratmetern ist big auf die Umfassungsmauern niedergebrannt Bei dem Brande wurden 5 Feuerwehrleute verletzt' zwei bon ihnen erheblich. Wie die Werkleitung m'itteilt, erleidet der Betrieb durch den Brand keine Störung.

Großfeuer im Hamburger Hafen

Hamburg, 23. Mai.

Dortmund, 23 Mai.

Der Personenzug Wanne-Dortmund kam Sonnwg früh bei der Einfahrt in das Kopfgleis im Dortmun­der Hauptbahnhos nicht rechtzeitig zum Halten und mußte durch die Prellbockvorrlchtung zum Stehe,, ge­bracht werden. 15 Reisende meldeten sich ipi Tta- tionsbüro als leicht verletzt.

Granaten im Acker

Köln, 23. Mai.

Auf einem während der Besatzungszei, für die französische Artillerie beschlagnahmten Schießplatz in Pellingen wurden dieser Tage von einem Landwirt wieder^zwei französische 7,5 Zenlim-Granaten gesun­den. Sein Pflug riß die Geschosse aus der Erde. Glücklicherweise sind sie nicht explodiert. Einem an­deren Landwirt geriet eine französische Granate beim Mähen in die Maschine. Auch hier ging es ohne Ex­plosion ab. Immer wieder werden auch in Hecken und im Gestrüpp Geschosse gesunde, sodaß die Behör­den durch öffentliche Bekanntmachung auf die große Gefahr Hinweisen müssen, vor der sich die Landwirte beim Betreten und Beackern ihrer Felder in Acht zu nehmen haben.

Oer Zustand der Ealmette-Kinder

Lübeck, 23. Mai.

Bom Lübecker Gesundheitsamt wird über den heu­tigen Zustand der Calmeite-Kinder folgendes mi.ge­teilt: Im großen und ganzen ist der Verlauf der Krankheitsfälle als günstig zu bezeichnen. Nach dem ersten Lebensjahr sind keine weiteren Todesfälle vor­gekommen. In den Gruppen Schwerst- und Ichwcr- Erkrankungen befinden steh heute keine Kinder mehr. Mittelschwer erkrankt sind noch vier, leichterkrankt noch 77 Kinder und 91, bei denen die Infektion nur durch Hautreaktion festzustellen ist. 7 Kinder zeigen keinerlei Zeichen einer Erkrankung. Auch die leicht­erkrankten Kinder haben andere Infektionskrankheiten wie Grippe. Masern, Keuchhusten usw., die kein be­sonderes Gefahrenmoment bilden, gut überstanden. Auch in diesem Jahr werden die erkrankten Kinder wieder hauptsächlich nach St. Peter an der Nordsee zur Erholung verschickt werden. Sonst wird vom Ge­sundheitsamt durch Unterstützung jeglicher Art, wie Wohnungszuschuß, Lebensmittel, Bargeld zur An­schaffung von Obst und dergleichen, alles getan, um de« Gesundheitszustand der Kinder weiter zu bessern.

Eine Krau bezwingt den Ozean

Die Landung der Atlantikfliegerin Earhart (Funkbild)

Tragisches Ende zweier Ozeanflieger

Rom, 23. Mai.

Verschütteten vorzudringen. Wan hofft, Ke »och

rette» M üm,

Nach einer Meldung aus Tifu (China) ist der chinesische DampferSichin" in Sturm geraten und gesunken. 23 Manu der Besatzung sind ertrunken.

Der Andrang des Publikums zu dem deutscher Flugboot dauerte den ganzen Tag an, sodaß ein be sonderes Polizeiaufgebot notwendig war, um der Autoverkehr auf den Landstraßen zu regeln. Für du Kanadapost, die der Do X mitnimmt, wurde ein« Spezialmarke von 1% Dollar ausgegeben, die bereite Preise von 10 bis 15 Dollar erzielte..

Nach dem das Flugschiff am Sonnabend um 23,le Uhr (MEZ) in Horta auf den Azoren auf das Waffe, niedergegangen war, traf es am Sonntag um 19,48 Uhr in Vigo ein und ging glatt vor Anker.

-uralgien und rheumatischen Beschwer *;2,dan durch das ärztlich bestens empfohlene CitroVanflfe. Unschädlich fOrHerzu.Maaen.

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Miß Earhart hat mit ihrem Flugzeug zwei Erst- leistungen ausgestellt. Sie ist einmal die erste Frau, die allein den Atlantik im Flugzeug überquerte und außerdem die einzige Frau, die zweimal den Atlantik Überquerte.

Borkum, 23. Mai.

Der 29-jährige Segelflieger Kun Oensner von der Segelfluggruppe Hamborn des Flugpereins Nieder­rhein stürzte am Sonniag mittag bei einem Drachen­flug über dem Mufchelselde am Nordstrand der In­seln mit feinem FlugzeugHangwind" aus etwa 40 Meter Höhe ab und war auf der Stelle tot. Der be­dauerliche Zwischenfall ereignete sich im Rahmen des Nordsee-Segelflugwettbewerbs. Die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen.

Die beiden ungarischen Ueberseeflieger Alexander Magyar und Georges Endres, die zu der am Sonntag beginnenden internationalen Uebersee-Ftte- ger-Tagung auf ihrem UeberseeflugzeugGerechtig­keit für Ungarn" von Budapest nach Rom geslogen sind, sind beim Landen aus dem römischen Flughafen tödlich verunglückt. Das Flugzeug, das im Gleitflug niedergegangen ist, hat sich Überschlagen und ist in Brand geraten.

Magvar und Endres hatten bekanntlich den Ozean im Juli 1931 von Harbour-Grace mit einer Zwischen landung mit dem Ziel Budapest überflöge».

Oo X" überquert -en Ozean

Harbour Grace, 23. Mai.

Das deutsche FlugbootDo X" ist Sonnabend frül um 3 Uhr bei klarem Wetter nach den Azoren ge startet.

London, 23. Mai.

Die amerikanische .Fliegerinl AmeliaGart,,«rt genannt Mist Lindi, bic tn der Nacht auf Sonnabend um 22,50 Uhr von Neufundland zu einem Atlanttk- slug abqcslogcn war, tst um 1o.4o Uhr in der -cahe vn London-Derry (Rordirland) auf enter Wiese not- gelandet. Nach ihrer Landung setzte sic sich sofort telephonisch mit Dublin in Verbindung und teilte mit daü sie nicht verletzt sei. Auch das Flugzeug wäre heil geblieben. Während der Reise hatte unge­fähr 10 Stunden lang der Auspuff fast der sagt, weil er ausgebrannt war. Auf einer großen «trecke des Weges hätten heftige Stürme, Regen undteilweise auch Nebel den Flug sehr erschwert. ^ Außerdem war der Benzinmeffer gebrochen, was dte ^Itegenn ge­zwungen habe, in Irland notzulanden.

Miß Earhart erklärte weiter, daß sie sich sofort telephonisch mit ihrem Ehemann, dem Verleger Put­nam, in Verbindung setzen werde. E- sei möglich, daß sie nach London kommen werde, aber das hange davon ab, was der Ehemann sage. Sie freue stch ,»,ßcort>entlich. daß ihr biejer Crrotg bejchteden M,

Eine Gruppe von etwa 20 eingeborenen Berg­leuten ist am Sonnabend durch ein plötzlich nieder- gehenden Bergsturz in einem Schacht der Robinson- deep Mine (Johannisburg) in Südafrika verschüttet worden. Es wurde sofort eine Bergungsexpedition eingefahren, die fieberhaft daran arbeitet, zu den

Roch keine Nachricht von Bertram.

Amsterdam, 23 Mai. Nach den letzten Meldungen aus Batavia ist dort immer noch keine Nachricht über das Schicksal des Flugkapitäns Bertram eingegangen.

Ein Eindecker stürzte zehn Meilen südlich bi Stranraer in der Grafschaft Wigton nahe der ab. Die beiden Insassen wurden getötet

Tödlicher Absturz eines Segelfliegers