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solide deutsche Werkmannsarbeit. Höchste Qualität unbedingte Zuverläßigkeit hohe Wirtschaftlichkeit

Das neue 6/30 Wanderer-Model!

Ein eleganter geräumiger Wagen von moderner und harmonischer Form und Farbgebung

Ferner die besten bewährten Typen 10/50 und 12/60 PS.

Generalvertretung: GEBRÜDER FINGERMUT

G. m. b. H. Kassel-Wilhelmshöhe Sammelnummer 31054.

Seite 2 1. Beilage

Kasseler Neueste Nachrichten

SmmeSenS, IV&mvfag, M. Mai t*R2 1

Ein Urteil aus dem Leserkreis der K.N.N

muh. Der Hauptgr nicht gegeben roeire

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sind.

Vor Kasseler Gerichten

trüber Petrsionshaus

überhöhten und ver-

Aussicht

Neue Pfarrstellen abgelehnt

Voraussage für Dienstag:

Vereinzelte Gewitterregen, im ganzen etwas kühler sonst teils wolkiges, teils ausheiterndes Wetter wahr- scheinlich.

Mit der zunehmenden Erwärmung auf dem Fest­lande die durch Sonnenstrahlung und warme Luft^ begünstigt wird, sowie der langsam zu fließenden kühleren Luft, ist an den Pfingstfeiertagen mit Ge­witterstörungen zu rechnen. Da die Beeinflussung nur zeitweise stattfindet, so bleibt aber noch im wesentlichen das aufheiternde Wetter bestehen, jedoch wird im Anschluß an die Gewitterstörungen leichte Abkühlung einsetzen.

Voraussage für Sonntag:

Warmes Wetter, bewölkt mit Aufheiterung, Auf­kommende Gewitterstörungen.

privates Darlehen in Oberkaufungen

... deckt wenigstens den llnterstützungsrückstand der vorletzten Woche.

Voraussage für Montag:

Weiterhin aufheiterndes Wetter, warm, nach Ge­witterstörungen leichte Abkühlung.

»Hätte ich gewußt, wie interessant und wertvoll die Bei­träge in Ihrer Zeitung sind, ich wäre schon längst Abon­nent der K.N.N. Auch die ruhige und sachliche Haltung Ihres politischen Teiles empfinde ich als wohltuend*

fälschten Wechseln sein Geschäft in einer ungesunden und unnatürlichen Weise aufzublähen,.obwohl er sich als erfahrener Kaufmann sagen muhte, daß das Ende mit Schrecken eines Tages kommen muhte. Bei der Strafzumessung habe lediglich seine bisherige Un­bescholtenheit ihm Zubilligung mildernder Umstände gesichert. Im übrigen sei aber zu berücksichtigen ge­wesen, daß Ackermann mit unglaublicher Leichtfertig- teit gehandelt und sich als Schädling der kleinen Landwirte erwiesen habe. Er habe in der Verhand­lung auch keine Reue gezeigt, sondern noch versucht, sein Verhalten als richtig hinzustellen. Zu berück­sichtigen sei auch gewesen, daß er durch seine Geschäfts­methoden nicht unwesentlich zum Zusammenbruch der Kasseler Genossenschaftsbank beigetragen habe. Aus allen diesen Gründen sei das Gericht über das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß hinausgegangen.

aber: kann das Gefängnis diesen jungen Menschen das ersetzen, was sie brauchen: ein Heim und Arbeit Arbeit, in der sie ihre Kräfte regen und in der sie ausbauen können, Werte und ihre eigene Zukunft?

Gestern noch auf stolzen soffen"

Heut auf 4 Jahre ins Kittchen!

Der dem Angeklagten eröffnete Haftbefehl wurde damit begründet, daß bei der Höhe der Strafe Fluchtverdacht vorliege und daß außerdem bei der Persönlichkeit des Angeklagten zu besorgen sei, daß er bis zur Berufungsverhandlung den Versuch der Ver­dunkelung durch Zeugenbeeinflussung unternehmen werde.

Wie wir hören, hat Ackermann sofort Berufung gegen das Urteil einlegen lassen.

Hunger tut weh vor allem der Jugend!

Arme, bedauernswerte Jungen sind diese fünf Angeklagten, die wegen gemeinschaftlich begangenen Diebstahls vor dem Richter stehen. Sie sind vollauf geständig und beschönigen an ihren Taten nichts. Bei einem Einbruch sind drei von ihnen auf frischer Tat gefaßt worden und in Nummer Sicher gebracht worden. Weil sie öfter ihre Stempelgroschen in der Hoffnung auf Gewinn in einem Wettbewerb anleg­ten, hatte sich bei ihnen die Vorstellung festgesetzt, daß ii> bem Wettbüro viel Geld zu holen sei.

In einer Nacht vom Sonntag zum Montag wurde morgens in der Frühe derSchlag* ausgeführt. Mit einem Brecheisen wurde die Tür aufgebrochen und alle drei gingen in den Laden hinein. Die Suche nach Geld blieb ergebnislos. Einer von ihnen fand nur einen Posten Briefmarken, den er zu sich steckte, aber nicht mehr mitnehmen konnte. Denn der Ein­bruch war von einem Passanten bemerkt worden, der das Ueberfallkommando alarmierte, das dann die jungen Burschen auch noch bei derArbeit* antraf. Ins Kreuzfeuer genommen, gestanden die Jungens auf dem Königstor* noch eine weiteren Einbruch ein den sie Monate zuvor mit zwei weiteren Komplizen begangen hatten, indem sie in der Wilhelmshöher Allee einem Kaffeegeschäft einen unerbetenen Besuch abstatteten und dabei Kaffee, Tee, Kakao und Scho­kolade erbeuteten.

Warum sie zu Einbrechern geworden sind? Ganz lapidar antworten sie:

Quer über den Wochenmarkt

Pfingsten, das liebliche Fest ist gekommen! Mit stählendem Sonnenschein, mit blauem Frühlings- yimmel und einer schon beinah sonimerlichen Wärme- ivelle aller Wetterunkereien zum Trotz. Mit einem Schlag sind die hochwichtigen Fragen: Wie wird das Wetter? Was ziehe ich an? Was unternehme ich zur würdigen Begehung des schönen Maienfestes? gelöst. Der eine spannt seine 4 PS. ein und betet, daß sie auch wirklich anspringen mögen. Der andere ivandert auf verläßlicheren eigenen Füßen hinter den Staubwolken von Autos und Motorrädern her und blickt voll Neid auf die vorüberflitzenden Vehikel bis ihn eine Panne am der nächsten Wegbiegung von der Unzulänglichkeit technischer Beförderungsmittel überzeugt und Balsam auf seine staubbepuderte Lunge legt. Die Jugend zieht mit slatternden Fähn­chen und birkenreisgeschmückten Leiterwagen hinaus in die strahlende Frühlingswelt. Es singt und mu­siziert an allen Ecken. Es düstet nach Kaffee und Backwerk, nach appetitlichen Braten und Waldmeister­bowle liebes Herz, was willst Du noch mehr!

Die Hausfrauen steigen in aller Eile noch einmal über den Wochenmarkt. Die Verantwortung für das Festdiner, so man es in den heimischen Penaten einnimmt, ugt auf ihren Schultern. Feste sind für die Familie dazu da, hochgestellte kulinarische Er­wartungen restlos erfüllt zu bekommen. Aber auch der Rucksack-Proviant erfordert Kopfzerbrechen. Ein kaltesBräterchen* zum Ausschneiden, eineahle Wurscht*, ein Sticker hen Käse aller Frühlings­glanz kann nicht bestehen, wenn die entsprechenden Fressalien dabei nicht Leib und Seele zusammen­halten.

Ueberall werden Hände gedrückt und frohes Fest gewünscht, überall wandern Büsche von Maiengrün und Blütenzauber durch die Straßen, überall stößt man auf vergnügliche Mienen Pfingsten, das lieb­liche Fest ist" gekommen!

In der Begründung rotes Landgerichtsdirektor H.ü bner darauf hin, daß Ackermann nicht das Opfer seiner Gutmütigkeit sei. Es kam ihm darauf an, durch die Ingangsetzung von fälschten Wechseln sein Geschäft

Durchschmttsttotiernttae« rat Kleinhandel eotn 14. Mai.

Schwarzwurzeln 2035, Rote Rüben 812, Zwiebeln 16 bis 20, Mobren 1015. Spinat 810, Sellerie 2535, Porree 20-25, Unterkohlrabi 810, Oberkohlrabt 2025, Rhabarber 1015, Spargel I 100110, II 70-00. Stück: Blumenkohl 3070, Salat 1525, Salatgurken 5065. Pfö.: Kartoffeln 4VA, Tomaten 6090, Bananen 4550. Bd. Radieschen 1012. Pfd.: Aepsel I 25-35, II 1020, ausl. 4565, Zwetschcnmus 4050, Birnenmus 2535. Molkereibutter 135140. Landbutter 120130, Kochkäse 45 bis 50, Käsematte 2535. Stück: Zitronen 47, Apfel­sinen 515, Hühnereier 6, Enteneier 6'A7, Taube 5070. Pfund: Gänse 8090, Enten 8090, Hühner 7080, Hah­nen 7090. Rindfleisch 5070. Kalbfleisch 6080. Ham­melfleisch 7090. Schweinefleisch 5575, Speck magerer 8090, Speck fetter aer. 7080, Zervelatwurst 120160, Le­berwurst 7080, Blutwurst 5070, Schmalz 7080. Zie­genfleisch 3040, Ziegenlämmer 4045, Schellfisch 3036, Kabeljau 2025, Seelachs 2022, Goldbarsch 2530, Kluß- hecht 90100, Barbe 6065, Weißfische 3540.

Der Angeklagte Ackermann wurde wegen fortgesetz­ten Betruges und Wechselfälschung zu 4 Jahren Ge­fängnis und fünfjähriger Aberkennung der bürger­lichen Ehrenrechte verurteilt und sofort verhaftet, seine Mitangeklagten freigesprochen. Der Verteidiger Justizrat Dr. H e u ß n e r hatte erklärt, daß die Ange­klagten Recknagel und Wickman» freigesprochen werden müßten. Auch beim Angeklagten Ackermann sei der Beweis nicht erbracht, daß er die Wech­selgeschäfte gemacht habe, um seine Kunden zu be­trügen und sich einen widerrechtlichen Dermögens- vorteil zu verschaffen. Auch hier beantragt er Frei­spruch.

Beamtenpersonalnachrichten. Die politischen Refe­renten bei der Regierung und dem Oberpräsidium, Regierungsrat Kreuter von der Kasseler Regie­rung und Regierungsassessor Dr. Maul l vom Ober­präsidium, sind versetzt worden, ersterer an die Regie-

Die Kirchenregierung stimmte der Wiederbesehung der Pfarrstellen Bad Sooden/Allendorf, Gudensberg Hohenrode, Schemmern und Pfieffe zu dagegen soll die zweite Pfarrstelle in Treysa wegen Der gebotenen Sparmaßnahmen nicht wieder besetzt werden.

Die Versorgung Kassels in kirchlicher Beziehung soll unter Zuziehung des Krcispfarrers nachgeprüfl und eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Ar­beitslast auf die Pfarrer herbeigeführt werden. Diq an sich durchaus notwendige Errichtung neuer Pfarr- stcllen in Kassel wurde infolge der gebotenen Spar- niaßnahmen abgelehnt. Unbedingt zu beseitigende Notstände in der kirchlichen Versorgung Kassels sollen durch Neueinteilung der Pfarrbezirke nach Möglich­keit abgcholfen Uzerden.

Als Mitglied des Prufungsamtes für die 1. theo­logische Prüfung werden außer dem Landesoberpsar- rcr als Vorsitzenden die Mitglieder der theologischen Fakultät in Marburg, die beiden Knrchenrate D. Mer- »yn und D. Eisenberg tätig sein. In das Prufungs- Amt für die zweite theologische Prüfung wurden zu- tlge der Neuregelung des Prüsungswesens hmzuge- ihlt: Kreispfarrer D. Bachmann, Kassel, Kreispfar- m Holstein-Breitenau u. Pfarrer D. Ritter-Marburg

Die Kirchenregierung faßte folgenden Beschluß: Dm schwierigen relchs- und staatskirchenrechtuchen prägen bedürfen der Verhandlung der beteiligten Kirchenregierung mit. den Ländern. Ferner sind die Möglichkeiten bezüglich des Anschlusses an die evan-

rung in Aachen, letzterer zur kommissarischen Verwal­tung des Landratsamts in Pinneberg in Holstein. Angeblich liegen den Versetzungen keine anderen Mo­tive zugrunde, als der eigene Wunsch der beiden Be­amten, in einen anderen Wirkungskreis zu kommen. Die Stelle bei der Regierung soll nicht wieder besetzt werden.

Kassel i« Rundfunk. Der Südwest funk über­trägt am Pfingstsonntag, morgens um 8.15 Uhr, aus der Friedenskirche eine Morgenfeier, in der anläßlich der II. Deutschen Eichenkreuztagung D. Erich Stange sprechen wird. Mittags um 2.30 Uhr wird im Rahmen der Jugendstunde ebenfalls aus Anlaß des Kas­seler Eichenkreuztages ein Hör bericht von dem Treffen und den sportlichen Wettspielen auf der Karlswiese übertragen.

muß. Der Hauptgrund, warum eine Bauerlaubnis nicht gegeben werden kann, licht an den bisher ungelösten Wegeverhältnissen. Die Ge­nossenschaft beabsichtigt, von der Holländischen Straße herauf einen Weg über die Eisenbahn zu führen, wo­bei mit einem Kostenaufwand einschließlich der zu bauenden Brücke von etwa 32 000 Mark gerechnet wird. Daß die Mittel hierzu weder die Gemeinde Harleshausen noch die Genossenschaft selbst heute auf­bringen kann, ist klar. Trotzdem läßt der Vorstand durch die Angebote mehr oder weniger gewissenhafter Geldgeber sich Hinhalten und glaubt, in der heutigen Zeit ein Darlehn in dieser Höhe zu bekommen. We­gen der Aussichtslosigkeit dieses Planes und um den Genossen die Möglichkeit des Bauens zu geben, hat die Kreisverwaltung der Genossenschaft den Vor­schlag gemacht.

Sonderfahrten zur Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Anfang Juni findet in Mannheim die 3 8. landwirtschaftliche Aus­stellung statt. Zu dieser Ausstellung beabsichtigt die Kasseler Onmibusgesellschast Sonderfahrten bei mäßigem Preise zu veranstalten. Bei der Fahrt noch Mannheim soll auch Heidelberg ein Besuch abgestattet werden. Bekanntlich finden in Heidelberg alljährlich Schlohbeleuchtungen statt. Eine Beleuchtung des Heidelberger Schlosses ist für den 4. Juni in Aussicht Kremen worben. Interessenten aus der Landwirt- werden an dieser Stelle auf die preiswerte Fahr­gelegenheit zu der landwirtschaftlichen Ausstellung in Mannheim besonders aufmerksam gemacht.

Eröffnung einer Zweigstelle der Kreissparkasse für Rieder- und Oberzwehren. Die Kreissparkasse Kassel eröffnet mit dem 17. d. M. in Niederzwehren, Frankfurterstraße 100, eine hauptamtliche Zweigstelle. Den Bewohnern in den Bezirken Nieder- und Ober­zwehren wird dadurch Gelegenheit geboten, alle Ge­schäfte mit der Sparkasse in bequemer Weise unmit­telbar bei der Zweigstelle zu erledigen.

Blütenwuuder. Zur Zeit steht der Steingarten des Versuchsfeldes der Firma Johs. Hördemann, Samen­handlung Kassel-Bettenhausen, Heiligenröderstraße 80, in vollster Blüte und kann von allen Interessenten und Blumenliebhabern auch während der Pfingstsonn­tage unverbindlich besichtigt werden.

gellsche Kirche der Altpreußischen Union durch Ver­handlungen zwischen der Kirchenregierung und dem Evangelischen Oberkirchenrat zu erörtern.

Diese Prüfungen müssen abgeschlossen sein, ehe von der Kirchenregierung dem Landeskirchentag eine be­gründete Vorlage in der Vereinigungssrage gemacht werden kann.*

Hinsichtlich der Neugestaltung des kirchlichen Aus­bildungswesens wurde in den Beratungen bezüglich der Vorbildung und Anstellungsfähigkeit der Pfarrer eine neue Prüfungsordnung sestgestellt, nach der in Zukunft der Nachweis der Befähigung zum Pfarrer- bcruf durch Ablegung von zwei theologischen Prüfun­gen erbracht werden muß. Jeder Theologe muß nicht mehr sechs, sondern acht Semester auf einer deut­schen Universität Theologie studiert haben. Zwischen der ersten und zweiten Prüfung muß eine Vorbe­reitungszeit von mindestens 2% Jahren liegen. In dieser Zeit wird der Kandidat für ein Jahr dem Lehrvikariat und VA Jahr dem Predigerseminar zu­gewiesen. Das erste Examen ist in Marburg, das zweite am Sitz der Kirchenregierung abzulegen. Wäh­rend bei der ersten Prüfung in Marburg die Landes­kirche stärker als bisher in der Prüfungskommission vertreten sein wird, soll bei der zweiten Prüfung ein Professor der theolog. Fakultät in Marburg hinzu­gezogen werden.

Diese Maßnahmen sind getroffen worden, um den Andrang zum theologischen Studium einzu- dämmen.

Dieselben verschärften Bestimmungen gelten auch für die Anstellung von Theologinnen, denen jedoch in Zukunft das öffentliche Kanzelreden versagt bleibt, und die nur noch zu Wortverkündigungen in Kinder­gottesdiensten, Bibelsprechstunden, Konfirmandenun­terricht, Seelsorgerin, Heimen und Anstalten befugt sein sollen unter besonderer Betonung, daß über­haupt die Anstellungsmöglichkeite» zur Zeit gering

Wohin gehen wir am 1. Pfingsttag?

Staat st Heater:Aiöa* 19.30 Uhr.

Kleines Theater:Dreimal Hochzeit*. 90 ttor.

Stadtoark: TonfilmZwei Herren im % Takt*. 50 Uhr. Pala!t-THeater:Es gebt um alles*.

Capttol-Lichtlviele:Eine Nacht im Paradies*.

Chaffalla-Ltchilviele:Mann über Bord*. Uniocrsnm-Licktimele: .^önrra ein Zunge*. Uta-Theater: ..Der Frechdachs*.

Schanbura-Lichtsviele:Der Draufgänger*.

Ton-Theater:Der Kongreb tanzt.

Retropol-Tontilm-Theater:Der Stolz 6er 8. Kompagnie*. Gloria".

Theater am Wilh. Platz: Kabarett / Tanz, 16 und 20 Uhr.

Parkrellanrant Karls» «e: Matinee. 1113 Uhr: Garten - Konzert, 15.3019 Uhr: Konzert und Danz ab 20 Uhr.

G. Koch. Bad Wolfsauger: Konzert.

Katteerettaurant Wilhelmshöhe, früher Pensionshaus Brune: Konzert.

Parkschlöhchen. Hohz.-Str. 172: Konzert und Tanz.

Bürgeriäle: Gr. Tanzabend. 20 Uhr.

Bcrggarteii Belvedere: Nachmittags Konzert, abends Tanz.

Kaffee Schmoll: Konzert und Tanz.

Dampfer Elsa: Fahrten zur Graue« Katze, 9.30 und 15 _ Uhr / Unterhaltungsmusik.

Würzburger Hofbrä«. Köln. Str.: Tanz.

Restaurant Reue Druse!: Grobes Garten-Konzert, 15.30.

Stadt-allen-Reftauraut: Konzert.

Restaurant Brauda«: Konzert.

Wohin gehen wir am 2. Pfingsttag?

Gloria",

Theater am Wilh. Platz: Kabarett / Tanz, 16 und 20 Uhr. 7 neue Attraktionen.

Parkrestaurant Karlsaue: Mattnee, 1113 Uhr: Garten- _ Konzert. 15.9019 Uhr: Konzert und Tanz ab 20 Uhr. G. goch Bad Wolfsauger: Konzert.

Kaffeereftauraut WilötlmshShe.

Brune: Konzert.

Parkschlotzcheu, Hodz.-Str. 172: Konz

Rürgersake: Gr. Tanzabend, 20 Uhr

Berggart^t Belvedere: Nachmittags Konzert, abends Tanz.

Kaffe« schmoll: Konzert und Tanz.

Dampfer Elsa: Fahrten zur Grauen Katze, 9.30 und 15 ,Ubr / Unterhaltungsmusik.

Wnrzburger Hofbrä«. Köln. Str.: Tam. «tadthallen-Reftauraut: Konzert.

Reftamcaut Brauda«: Konzert.

Oberkaufungen, 14. Mai.

Gestern ist es dem Bürgermeister in Oberkaufun­gen gelungen, von privater Seite Geld geliehen zu bekommen, so daß wenigstens die rückständigen Unter­stützungen der vorletzten Woche ausgezahlt werden konnten. Für diese Woche ist jedoch kein Geld vor­handen. Bei einer Eemeinderatssitzung am Freitag abend wurde wieder demonstriert, doch ist der Tag ruhig verlaufen.

Wie uns der Regierungspräsident mitteilt, ist eS der Regierung gelungen, für Oberkaufungen 10000 Mark Sonderbeihilfe bereitzustellen.

aus Hunger.

Sie sind zwar nicht mehr unbescholten, aber ihre frü­heren Taten waren ebenfalls ausgesprochene Not­delikte. Man hat ihnen damals auch Strafaussetzung gewährt, die jetzt bedroht ist.

Wie lebten die Jungens? Drei sind Brüder, die sich wegen langer Arbeitslosigkeit und früherer Streiche mit ihren Eltern überworfen haben und jetzt für sich allein in einem möblierten Zimmer hausen. Die Unterstützung reicht hinten nicht und vorne nicht. Hunger ist darum das, was die Jungens am meisten beschäftigt. Ein gewisser Groll kommt dazu, denn ihr Vormund hat sie im vorigen Jahr um die ihm anvertrauten Mündelgelder gebracht. Rund 4000 M. waren es, die gerade in dieser Zeit für die Jungens große Bedeutung gehabt hätten. Wenn die Jungens kein Geld haben, sitzen sie in ihrer Bude herum. Dann kommen die beiden Freunde, denen es auch nicht besser geht. Man spielt Karten, erzählt sich Geschichten und zerbricht sich gemeinsam den Kopf darüber, wie man zu Geld kommen kann. An Arbeit ist nicht zu denken, und das Wetten bringt auch nur schmalen Gewinn wenn überhaupt.

Oft sitzen die Jungens zusammen und haben den ganzen Tag nichts gegessen. Einer wirft den Ge­danken ins Schweigen:Wir müssen uns was holen!* Der Hunger und das Grübeln macht die Jungens widerstandsunfähig.Aber wo denn?* fragt einer noch in halber Ablehnung.Man könnte es da und da mal versuchen*, sagt der Dritte und nennt eine Möglichkeit. Im Schweigen reift bei allen der Ent­schluß und bald brechen sie auf. Als sie den Dieb­stahl in dem Kaffeegeschäft verübten, war eine solche Situation bei ihnen gewesen. Die Schokolade stillte ihren Hunger für die Nacht, und am nächsten Mor­gen ging einer von ihnen auf den Wochenmarkt, um den Kaffe, den Tee und den Kakao gegen Lebens­mittel umzutauschen!

Was soll man den Jungen wünschen? Wenn man diese Bilder jeden Tag erlebt, weiß man keinen Weg mehr, wie den jungen Menschen zu Helsen ist. Es sind zu viele und der Möglichkeiten find so wenige. Man kommt bald auf den Gedanken, daß die Strafe, die über die JungenS verhängt wird und die fie ver­büßen sollen wegen der früheren Streiche gibt'S keine Bewährungsfrist mehr, daß diese Strafe eine gewisse Rettung für fie ist: fie werden keinen Hunger mehr haben und die vom Hunger beflü­gelte Phantasie zum Bösen bleibt ihnen fern. Sie können sich nicht tiefer ins Verbrechen verstricken. Aber

Staatstheater:Die Blnmre von Haroai". 19.30 Uhr.

Kleines Theater:Dreimal Hochzeit", 20 Uhr.

Stadtvark: TonfilmZwei Herzen im % Takt*. 20 Uhr.

Palast-Theater:Es seht um alles*. lfapitol-Lichtsviele:Eine. Nacht im Paradies*. Eballalla-Llchtspiele:Mann über Borb*.

Univerinm-Sichispiele:Hurra ein Junge*«

Usa-Tbeatcr: ..Der FreciiSachs*.

Sckaubrtrg-Lichtsviele:Der Draufgänger*.

Ton-Theater:Der Kongreß tanzt".

Metropol-Toufilm-Tbeater:Der Stolz der 3. Kompagnie*.

Gegen das wilde Siedeln

Eine Geschichte des Landratsamts Kassel.

Es ist selbstverständlich, daß heute die Bestimmun­gen mancher Bauordnung gemildert werden müssen. Die Zeit der Not zwingt, auf vieles zu verzichten, was noch vor zwei Jahren für unentbehrlich gehalten wurde. Trotzdem darf man aber nun nicht jede bau­polizeiliche Bestimmung und nicht jede Forderung der Hygiene und des Geschmacks außer Acht lassen und darauf los bauen, wie man lustig ist. Es werden auch wieder Zeiten kommen, wo man eine derartige Zügellosigkeit auf das schärfste verurteilen wird. Dies gilt insbesondere für

die Siedlung »Jungfernkopf*

in der Gemarkung Harleshausen, die seit Jahren um die Bauerlaubnis kämpft und die durch eine tragische Verquickung verschiedener Umstände bisher noch nicht zum Ziele gelangt ist. Deswegen haben manche Mit­glieder dieser gemeinnützigen Baugenossenschaft ge­glaubt, sie könnten auch ohne behördliche Er­laubnis ihre Häuser errichten und sind so­mit zur Selbsthilfe geschritten. Allerdings vergessen sie dabei, daß sie sich schwerer Bestrafung aussetzen und daß die Siedlung das unschöne Aussehen einer Wild- West-Kolonie erhält, was natürlich den Wert und die Beleihbarkeit aller Grundstücke schwer beeinträchtigen

im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes eine» Weg nach Niedervellmar

auszubauen, wofür etwa zwei- bis dreitausend Mark aufzubringen sind. Dieser Weg würde vorläufig für Baufuhren und sonstige schwere Gefährte genügen, während für die Bewohner selbst der jetzige direkte Fußpfad zur Holländischen Straße benutzt werden könnte. Es ist klar, daß dieser provisorische Zustand in späteren finanziell günstigeren Zeiten durch das erste Projekt abgelöst werden kann. Statt aber auf diesen Vorschlag einzugehen, haben zwei Generalver­sammlungen der Genossenschaft beschlossen, an dem teuren und kostspieligen Projekt festzuhalten, wo bei dessen Nichtzustandekommen den Behörden alle schuld in die Schuhe geschoben wird, anstatt die Ursache in der eigenen Hartnäckigkeit zu suchen.

Bei einer so bedauerlich schlechten Führung der Ge­nossenschaft ist es fein Wunder, wenn diese ausge­zeichnete Möglichkeit, im Wege des freiwilligen Ar­beitsdienstes billig zu einer Zufahrtsstraße zu kom­men, nunmehr im Sande verlaufen wird. Wenn jetzt die Bewohner des Jungfernkopfes zur Selbsthilfe schreiten, werden sie damit die spätere Entwicklungs­möglichkeit des baulich zukunftsreichen Geländes völ­lig vernichten. Es geht aber nicht an, die Schuld für diese Zustände nur bei den Behörden zu suchen, wenn man sich selbst von einer besseren Einsicht nicht lenken läßt.