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Nummer 95
Mittwoch, 27. April 1932
22. Jahrgang
Rätselraten um die preußische Kabinettsbildung
Sonnabend Sitzung des Zentrums-parteivorstandes / Groeners Pläne zur Llmorganisation der Wehrverbande
Hitler und Kaas in Berlin
Bo« unserer Berliner Schriflleitung.
th. Berlin, 27. April.
Nachdem die preußische Regierung fich eiUschlossen hat, den neuen Preußischen Landtag bereits für den 24. Mai einzuberufeu, ficht man nun mit großer Spannung den Verhandlungen entgegen, die zunächst zwischen Zentrum und Nationalsozialist c n in der Frage der Neubildung der preußischen Regierung stattfinden werden. Das Zentrum legt zwar großen Wert darauf, durch öffentliche Erklärungen frstzustellen, daß bisher noch keine Besprechuilgen stattgefunden hätten und daß die Zentrumspartei Zeit habe, ihre Verhandlungspartner an fich herankommen zu laffen. Es steht jedoch fest, daß am morgigen Donnerstag sowohl der Führer des Zentrums Prälat «aas, wie der Führer der Nationalsozialisten Adolf Hitler in Berlin eintreffen werden, und es ist begreiflich, daß die ersten Besprechungen selbstverständlich in aller Vertraulichkeit und Abgeschlossenheit stattfinden.
Am Sonnabend tritt der Parteivorstand des preußischen Zentrums in Berlin zu einer Sitzung zusammen. Dagegen scheint sich die Meldung nicht zu bestätigen, daß auch ein außerordentlicher Parteitag des preußischen Zentrums geplant l8-_Jn diese Verhandlungen zwischen Zentrum und Äatiöaalsozialtsten werden die Deutsch- nationalen zunächst nicht einbezogen werden. Das deut Zentrum nahestehende Gewerkschaftsblatt „Der Deutsche- hat zu.dieser Frage bereits in bemerkenswerten Ausführungen Stellung genommen, indem er erklärt, das Zentrum und die National-
Des weiteren tritt die Bayerische Volksparteikorrespondenz einer von dem nat.-soz. Abg. Dr. B u t t- mann im „Völkischen Beobachter" wiedergegebenen Aeußerung über die zukünftigen Regierungs- und Koalitionsmöglichkeilen in Bayern entgegen. Die Korrespondenz betont insbesondere, wenn Dr. Buttmann glaube, daß in Bayern nur die Möglichkeit einer Koalition der Bayerischen Volkspartei mit den Nationalsozialisten bestünde, so möge das Wohl den Wünschen Dr. Buttmanns entsprechen; eine solche Schlußfolgerung könne aber aus deut Wahlergebnis vom 24. April ebensowenig gezogen werden, wie diejenige, die die Sozialdemokraten zögen, wenn sie behaupteten, daß in Bayern nur die Möglichkeit einer Koalition zwischen Bayerischer Volkspartei und Sozialdemokratie gegeben sei.
Rußland und der Ferne Osten
Moskau, 27. April.
Wie aus Moskau gemeldet wird, steht die Rückreise des russischen Außentommissars aus Genf nach Moskau nicht nur mit dem bevorstehenden Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Jsmcd Pascha im Zusammenhang, sondern aucb mit ber politischen Page im Fernen JDften. Litwi- now wird sich über die Vorgänge an der chinesischen Ostbahn unterrichten laffen und dann mit den zuständigen Kreisen entscheiden, welche Schritte die Sowjetregierung zur Wahrung ihrer Rechte unter
nehmen wird. Dann wird eine Unterredung zwischen dem japanischen Botschafter Schirota und Litwinow stattfinden, die für beide Länder von großer politischer Bedeutung sein dürfte.
In Moskau erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaftsinternationale, Losowski, während der Sitzung des Gewerkschaftskongresses, daß der Krieg im Fernen Osten unvermeidlich sei. Tie Gewerkschaftsinternationale müsse bemüht bleiben, die Sowjetunion vor diesem zu schützen.
Nachrichten, die aus japanischer Quelle stammen, besagen, daß man einem Komplott gegen die neue projapanische mandschurische Regierung auf die Spur gekommen sei. Diese Maßnahme soll in Zusammenhang stehen mit den militärischen Sowjet-Operationen entlang der mandschurischen Grenze. 3000 aktive Terroristen, die von 3000 anderen Russen unterstützt werden sollen, sind angeblich in diesem Komplott verwickelt. Die japanische Polizei in Mukden soll auch eine Anzahl Chinesen feftgenommen haben, die angeblich bei der Völkerbundkommission vorstellig werden wollten, um Klage gegen die japanischen Militärbehörden zu führen. Es wurden Schriftstücke gefunden, in denen sich die chinesische Bevölkerung über die japanischen Militärbehörden beim Völkerbund beschweren.
Neuer Feldzug gegen die russische Kirche.
Moskau, 27. April. Der erste russische Osterseier- tag fällt in diesem Jahre auf den 1. Mai. An diesem Tage soll in der Sowjetunwn ein Feldzug gegen die rumidic Kirche durchgeführt werden. Zu diesem Zioeck werden die Gottlosen und die Kommunistische Jugend 1000 Stoßbrigaden organisieren, die 100 000 Versammlungen abhalten sollen. Die Gottlosen erklärten, daß dieser Feldzug die Schließung von über 100 Kirchen und Synagogen zur Folge haben müsse
Groeners Bericht
^aft dreistündige Besprechungen zwischen Hindenburg und dem IKeichsinnenminister
tk. Berlin, 26. April. I parlamentarischen Körperschaften unterbreitet werden, i All hrt i'ino **tr OAöfmirt XtrttAV QfnAAfAAAMfiaU A « V ..
wird angefochten
Wer wird in Bayern regieren?
München, 27. April.
Nach den uns vorliegenden Meldungen rechnet inan in Berlin damit, daß der Reichskanzler frühestens am Sonnabend wieder in Berlin eintrifft, so daß die nächste Kabinettssitzuug nicht vor Montag stattfinden kann. In dieser Sitzung wird sich die Reichsregierung über ihre Stellungnahme zu der Frage eines eventuellen Verbotes des
Die „Bayerische Staatszeitung" und die Bayerische Volksparlei-Korespondenz weisen mit Entschiedenheit die Auffassung der sozialdemokratischen „Münchener Post" zurück, die die Vermutung ärrßert daß die Bayerische Volkspartei die Bildung der neuen Regierung in Bayern nicht mehr dem bisherigen Ministerpräsidenten Dr. Held, sondern ihrem Par-
Dafür sollen Einrichtungen in Betracht kommen, die von Staatswegen gegründet werden, und in denen die Jugend eine Art Dienstpflicht abzuleisten hyben soll. Es können jedoch wahrscheinlich dafür auch diejenigen Organisationen in Betracht kommen, die , von den Parteien bereits gegründet worden sind. Die
aiizuvertranen , ganze Materie wird zweifellos in einer Vorlage des Reichsinnenminifteriums dem Kabinett und dann den
fozialisten brauchten Herrn Hilgenberg überhaupt nicht mehr. Außerdem ist festzustellen, daß die Deutsch- nationälen über diese Entwicklung weder übertascht noch verstimmt sind, sondern daß sie sich anscheinend bereits jetzt auf die Möglichkeit einstellen, als die am weitesten rechts stehende Gruppe des neuen preußischen Parlaments eine Art Oppositionsfreiheit über eine Koalitionsregierung zu führen, die aus Nationalsozialisten und Zentrum gebildet sein könnte. Diese Auffassung wird jedoch keineswegs in allen rechtsstehenden Kreisen geteilt, sondern die „Berliner Börsenzeitung" spricht heute z. B. davon, daß es ein nationales Verhängnis sein würde, wenn die Regierungsfrage in Preußen in der Weise gelöst würde, daß die Nationalsozialisten in die Regierung, die Deutschnationalen aber in die Opposition sich begeben würden. Das Blatt legt allergrößtes Gewicht darauf, daß die Harzburger Front bei der Regierungsbildung cinheillich vorgehen müsse.
Oer sächsische Volksentscheid
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da eine Regelung dieser Angelegenheit auf dem Notverordnungswege nicht beabsichtigt ist.
Außer dem bereits bekannten Antrag auf Auflösung des Reichstags hat die nationalsozialistische Fraktion im Reichstag folgende Anträge eingebracht:
Der Reichstag wolle beschließen: Gemäß Artikel 34 der Reichsverfaffung einen Untersuchungsausschuß einzusetzen zur Untersuchung der Frage, ob und welche öffentliche Mittel für die Hindenburg- wablpropagauda im Reichspräsidentenwahlkamps in Anspruch genommen wurden.
Der Reichstag wolle beschließen: Tie Verordnung Des Reichspräsidenten über Auflösung der SA. und SS der NSDAP, aufzuheben.
Hindenburgs zweite Anrtsperiode
Berlin, 27. April.
Nach einer Meldung der „Germania" verlautet daß die zweite Amtsperiode des Reichspräsidenten von Hindenburg in einer feierlichen Weise eingeleitet werden soll. Tie Reichsregierung wird Flaggenschmuck anordnen und die Läuderregierungen werden dasselbe tun. Es ist weiter in Aussicht genommen, daß der Gottesdienst im Dom stattfindeii toirb an dem der Reichspräsident teilnehmen wird. Die Reichswehr wird es sich nicht nehmen lassen, ihrem Oberbefehlshaber aus Anlaß seiner zweiten Amtsperiode militärische Ehren zu erweisen. Außerdem dürfte ein Empfang der Reichsregierung und des Reichsmgsprädiums stattsinden.
Tie Frage der Eidesleistung wird dadurch geklärt fein, daß der Reichspräsident von Hindenburg als Staatsoberhaupt selbst der Auffassung ist, daß aus ethischen und religiösen Gründen ihn der einmal geleistete Eid für immer bindet.
Di« Taktik »er KPD.
Berlin. 27. April.
Tas Zentralkomitee der KPD. veröffentlicht eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Rach Blättermeldungen aus London soll der Führer der KPD. Ernst Thälmann gegenüber dem Korrespondenten der „Daily Mail" Erklärungen über die zukünftige Taktik der KPD. im preußischen Landtage gegeben haben Diese Meldungen beruhen auf freier Erfindung. Alle Mutmaßungen Über eine angebliche „grundsätzliche Acnderuiig der Taktik der KPD" sind haltlose Kombinationen. Die Entscheidung über das Verhalten der Kommunisten zu bestimmten Fragen im preußischen Landtag wird das Zentralkomitee der KPD. im Einvernehmen mit der preußischen Landtagsfraktion zu gegebener Zeit herbeiführen.
Versammlungsverbot
in Braunschweig
Braunschweig, 27. April.
Tas Polizeipräsidium bat bis auf weiteres alle Versammlungen und Auszüge unter freiem Himmel in der Smdt Braunschweig verboten. Eine für Dienstag abend vorgesehene Kundgebung der SPD., auf der der italienische Emigrant Pros. Corsi fpre eben sollte, ist ebenfalls im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung verboten worden.
Dresden, 27. April.
Der „Freiheitskampf" meldet: „Namens der nationalsozialistischen Landtagsfraktion hat Abgeordneter Dr. Fritsch das Ergebnis des Volksentscheids zur Auflösung des sächsischen Landtags beim Ober- verwaltungsgericht wegen gewaltsamer Wahlbeein- fluffung und Verletzung des Wahlgeheimnisses angefochten. Eine nähere Begründung dazu wird demnächst erfolgen "
Ter „Freiheitskampf" fordert sodann alle Parteigenoffen auf, unverzüe'ich sämtliches Material über Wahlbehinderung oder Wahlbeeinflussung an Dr. Fritsch einzusenden. ,
teivorntzeilden, Staatsrat Scheffer, bcavsichiige.
Reichsbanners schlüffig werden. Außerdem wird der Reichskanzler selbstverständlich über feine Genfer Verhandlungen berichten. Der Reichsinnenminister Groener hat gestern nachmittag dem Reichspräsidenten von Hindenburg den angekündigten Zwischenbericht in der Reichsbannerfrage erstattet. Amtlich wird lediglich die Tatsache dieses Vortrages mitgeteilt, aber
aus dem Umstand, daß die Nnterredung zwischen Hindenburg und Groener beinahe drei Stunden gedauert hat, ist über das knappe Kommunique hinaus zu entnehmen, daß es sich nicht nur um eine Erörterung der über das Reichsbanner angestellten Untersuchung gehandelt haben kann, sondern daß selbstverständlich die gesamte politische Lage, so wie sie durch die Verhandlungen in Genf durch die Preußen Neuwahl geschaffen worden ist, Gegenstand dieser Unterredung war.
Zu dieser Annahme liegt umso mehr Anlaß vor, als der Reichsinnenminister Groener am Sonntag bekanntlich in Sigmaringen eine eingehende Aussprache mit dem Reichskanzler Dr. Brüning batte, den er dann auch noch im Auto bis Basel begleitet bat. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß der Minister den Reichspräsidenten gestern über alle die Fragen genau unterrichtet hat, die er am Sonntag mit Dr. Brüning besprochen hat.
In unterrichteten Kreisen hält man es nach wie vor für ziemlich sicher, daß ein Verbot des Reichsbanner nicht mehr in Betracht kommt, wohl aber wird
die Reichsregierung wahrscheinlich beschließen, für alle großen politischen Verbände eine generelle Regelung durchzuführen, nach welcher keine dieser Vereinigungen irgendwelche militä, risch aufgezogene Organisationen mehr umsaffen darf. In diesem Zusammenhänge wird wahrscheinlich auch der Plan behandelt werden, den der Minister Groener vor einiger Zeit in einem besonderen Artikel darlegt, nämlich die Ueberführung der in den sogenannien Wehrder bänden organisierten Jugend in Sportverbände.
Konstruktive Völkerbundspolitik?
Von Dr. Paul Rohrbach.
Lord Robert Cecil, der alte Befürworter einer aktiven englischen Völkerbundspolitik, hat vor kurzem in einem „neutralen" Blatt, der „Neuen Züricher Zeitung" (deren Geneigtheit, englischen Interessen das Wort zu geben, ebenso bekannt ist, wie ihre Reserviertheit, wo Deutsche in Frage kommen), einen bemerkenswerten Artikel über Völkerbundsversammlung und Abrüstungskonferenz" veröffentlicht. Der Artikel enthält drei Kernsätze:
1. „Ohne Publizität ist der Völkerbund nur ein Bund der Regierungen; mit Hilfe der Publizität wird er, soweit dies heute möglich ist, tatsächlich zu einem Bunde der Völker."
2. „Ein bestimmter konstruktiver Abrüstungsplan steht in Genf im Vordergrund; es ist der Plan, den die italienische Regierung vorgeschlagen hat. Nach ihm soll die allgemeine Rüstungsherabsetzung durch ein allgemeines Abkommen zur Abschaffung der hauptsächlich zu Offensivzwecken und für Angriffe auf die Zivilbevölkerung verwendeten Waffengattungen eingeleitet werden, die in d.n Friedensverträgen mit Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Bulgarien diesen tatsächlich verboten wurden. Wenn einmal der Grundsatz der Abschaffung der Tanks, der weitreichenden Geschütze, der Militärflugzeuge, der Tauchboote uuo oer ungeheuerlichen Grotzkampffchisfe angenommen ist, wird ein großer Schritt auf dem Wege zur Herstellung der Gleichberechtigung getan sein, die Deutschland sehr begreiflicherweise fordert."
3. „Die nämlichen kleineren Mächte, die in der Völkerbundsversammlung die Lage im Fernen Osten gerettet haben, sind fast durchweg bereit, auch in der Abrüstungskonfernz eine solche konstruktive Politik zu unterstützen."
Diese Thesen sind in mehr als einer Hinsicht interessant. Lord Robert Cecil sagt, der Völkerbund habe eine Zeit lang unfähig geschienen, dem „militärischen Abenteuer der Japaner in China" ein Ende zu machen, und das habe das öffentliche Zutrauen zu ihm erschüttert. Schuld daran sei die Heimlichkeit bei der Versammlung des Völkerbunds-Rates in Paris gewesen. Als dagegen (auf Antrag Chinas!) di« Vol- kerbunds-V ersammlung in Genf „im klaren Licht des Tages" sich der Sache angenommen habe, sei wenigstens ein Anfangserfolg erzielt worden. (Die Einleitung der Verhandlungen in Schanghai.)
Lord Cecils eigene Begeisterung für „Publizität als das eigentliche Herzblut des Völkerbundes" besagt, daß England in den Verhandlungen über die Abrüstung Publizität wünscht, weil es sich davon einen Vorteil für feine eigenen Bedürfnisse verspricht Mit keinem Wort wird dabei angedeutet, daß die Heimlichkeit bei den Verhandlungen des Rates in Paris vor allem im Interesse Frankreichs lag. Ebensowenig fällt der leiseste sichtbare Wink in der Richtung, daß Frankreich natürlich auch in der Abrüstungsfrage der Interessent an geschlossenen Türen ist Der Franzose wird darum nicht weniger gut verstehen, was gemeint ist: er soll unter den Druck der öffentlichen Meinung der Welt gesetzt werden, die die Mrüstung verlangt, und den kleinen Staaten außerhalb des französischen Vasallenkonzerns soll Acut gemacht werden, sich öffentlich für die auch von ihnen gewünschte Abrüstung zu äußern.
Zum zweiten Punkt, der Aufzählung bestimmter Rüstungseinschränkungen, zeigt der Artikel deutlich genug, daß Italien feine Vorschläge im Einverständnis mit England cingebracht hatte. Die weitreichenden Geschütze sind England unangenehm, denn man kann mit ihnen von Calais bis London schießen. Die große Uebermacht der französischen Luft-Flotte ist England und Italien gleich unangenehm. Speziell gegenüber England besitzt Frankreich durch sie für den äußersten Fall das stärkste Druckmittel. Daß und warum die Unterfceboote England unangenehm sind liegt auf der Hand, und die „ungeheuerlichen Groß- kampffchiffe" sind beiden Mächten, England und Italien, unangenehm, weil sie ihre finanziellen Kräfte übersteigen. Tas gilt befonders für Italien. Die Tanks sind vielleicht in Ben Katalog hineingenommen, damit nicht der Eindruck entsteht, daß nur fotoe Kampfmittel präskribiert werden, die England uno Italien peinlich sind.
Vom deutschen Standpunft aüs besteht natürlich kein Grund, die Cecilschs Proskriplionsliste darum zu beanstanden, weil sie nach englisch-italienischen Be dürfniffen ausgestellt ist. Diese Bedürfnisse sind im gegebenen Fall auch bie unfrigen — nur baß auf dem Wege noch lange nicht das zweierlei Recht ab geschafft ist, das im Versailler Diktai für die Rüstungen der Sieger und der Unterlegenen statuiert wurde
Lord Cecil wirbt zum Schluß noch einmal mit Nachdruck und Liebenswürdigkeit um die „kleineren Mächte". Er schreibt cs ihrem Auftreten zu, wenn